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#21

RE: Oberleutnant der NVA wollte in den Westen

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 19.02.2015 18:59
von zoll (gelöscht)
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Hallo Gambrino und Greso, danke für Eure Infos über den Offleber Friedhof. Vielleicht ist es für Euch interessant, das Offleben einen preußischen und einen braunschweigischen Teil hatte. Die Grenze zwischen Preußen und Braunschweig verlief etwa in der Mitte des Dorfes. Der Friedhof neben der Ziegelei war also zu Preußisch-Offleben gehörend. Wäre die Zonengrenze also dort festgelegt worden, so hätte es ein weiteres zweigeteiltes Dorf gegeben. Ich denke mal, die Weisheit der alliierten Offiziere und sicher auch einige Flaschen Wodka, getrunken im Gasthaus zu Preußisch-Offleben, haben das verhindert.
Gruß Zoll (Peter)


Cambrino und Greso haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#22

RE: Oberleutnant der NVA wollte in den Westen

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 20.02.2015 00:25
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Zitat von frank55 im Beitrag #13

Zitat
September 1957 oder 1958


Na toll was für ein Jahr !




Hallo frank55
Bevor es die Grenztruppen der DDR gab, gab es aber die innerdeutsche Grenze auch schon und wurde von der deutschen Grenzpolizei bewacht.

Gruss CAMBRINO


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#23

RE: Oberleutnant der NVA wollte in den Westen

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 20.02.2015 00:59
von Cambrino | 222 Beiträge | 126 Punkte
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Zitat von zoll im Beitrag #21
Hallo Gambrino und Greso, danke für Eure Infos über den Offleber Friedhof. Vielleicht ist es für Euch interessant, das Offleben einen preußischen und einen braunschweigischen Teil hatte. Die Grenze zwischen Preußen und Braunschweig verlief etwa in der Mitte des Dorfes. Der Friedhof neben der Ziegelei war also zu Preußisch-Offleben gehörend. Wäre die Zonengrenze also dort festgelegt worden, so hätte es ein weiteres zweigeteiltes Dorf gegeben. Ich denke mal, die Weisheit der alliierten Offiziere und sicher auch einige Flaschen Wodka, getrunken im Gasthaus zu Preußisch-Offleben, haben das verhindert.
Gruß Zoll (Peter)



Hallo Zoll
Vielleicht hat man sich damals bei der Festlegung der Zonengrenze so geeinigt wegen dem Tagebau Offleben und dem Tagebau Harbke.
Tagebau Harbke durfte nur auf DDR Seite gefördert werden und Tagebau Offleben durfte nur auf der Seite der BRD gefördert werden.
Man sagte Uns damals auch dass bei Offleben auf DDR Gebiet auch noch viel Kohle von guter Qualität liegt aber die DDR darf da nicht fördern das währe Braunschweiger Eigentum. Ob das stimmt weiss ich nicht.

Gruss CAMBRINO


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#24

RE: Oberleutnant der NVA wollte in den Westen

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 20.02.2015 08:18
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Moin Theo,

deine Frage wurde ja noch nicht beantwortet:

Zitat
Um das sogenannte Gross-Berlin hingegen gab es viele KPP (Kontrollpassierpunkte). Als NVA Angehöriger blieb man dort hängen, denn deutsche Militärangehörigen war es wegen des Status von Berlin nicht erlaubt, sich in Gross-Berlin aufzuhalten.
(Mussten Offiziere eigentlich auch den Personalausweis abgeben, wenn sie dienten?)



Ich bin von Rostock immer über Berlin nach Hause und zurück nach R. gefahren (in zivil und auch mal in Uniform), es gab da jeweils von Süden und von Norden Kontrollpunkte der VP, die dort die Dokumente kontrollierten, Ich hatte nie Schwierigkeiten dort durchzukommen mit WDA und Urlaubschein.
Und selbstverständlich war unser Perso auch auf dem zuständigen VPKA deponiert.


Phantasie ist wichtiger denn Wissen, denn Wissen ist begrenzt!
eisenringtheo und Cambrino haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#25

RE: Oberleutnant der NVA wollte in den Westen

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 20.02.2015 13:07
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Zitat von Cambrino im Beitrag #23
Zitat von zoll im Beitrag #21
Hallo Gambrino und Greso, danke für Eure Infos über den Offleber Friedhof. Vielleicht ist es für Euch interessant, das Offleben einen preußischen und einen braunschweigischen Teil hatte. Die Grenze zwischen Preußen und Braunschweig verlief etwa in der Mitte des Dorfes. Der Friedhof neben der Ziegelei war also zu Preußisch-Offleben gehörend. Wäre die Zonengrenze also dort festgelegt worden, so hätte es ein weiteres zweigeteiltes Dorf gegeben. Ich denke mal, die Weisheit der alliierten Offiziere und sicher auch einige Flaschen Wodka, getrunken im Gasthaus zu Preußisch-Offleben, haben das verhindert.
Gruß Zoll (Peter)



Hallo Zoll
Vielleicht hat man sich damals bei der Festlegung der Zonengrenze so geeinigt wegen dem Tagebau Offleben und dem Tagebau Harbke.
Tagebau Harbke durfte nur auf DDR Seite gefördert werden und Tagebau Offleben durfte nur auf der Seite der BRD gefördert werden.
Man sagte Uns damals auch dass bei Offleben auf DDR Gebiet auch noch viel Kohle von guter Qualität liegt aber die DDR darf da nicht fördern das währe Braunschweiger Eigentum. Ob das stimmt weiss ich nicht.

Gruss CAMBRINO

Das mit den Eigentumsverhältnissen war schon richtig. Braunschweigisch und Preußisch. Gleich nach 1945 wurde die Kohle "gemeinsam" abgebaut. Arbeiter aus dem Osten gingen in den westlichen Tagebau um dort zu fördern, und abends dann wieder zu Muttern in den Osten. Ob sich die DDR an die Eigentumsverhältnis bei Offleben gehalten hätte mag ich bezweifeln
Alles nachzulesen im Buch "Die eisige Naht". Ein sehr empfehlenswertes Buch.
Gruß Peter


Cambrino hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#26

RE: Oberleutnant der NVA wollte in den Westen

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 02.02.2016 15:41
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Zitat von Cambrino im Beitrag #1
Grenzkompanie Caroline bei Barneberg im September 1957 oder 1958.
Abends gegen 23 Uhr kam ein älterer Mann mit Fahrrad auf unsere Dienststelle und sagte, auf der Strasse von Barneberg in Richtung Offleben habe Er einen Mann gesehen der einen hellen Sommermantel und Uniformmütze und lange Stiefel trug.Nach dieser Begegnung ging diese Person durch den Strassengraben übers Feld und das währe doch verdächtig.
Sofort wurde Grenzalarm ausgelöst, der gesammte Personalbestand musste raus und die Grenze in unserem Bereich abriegeln.
Unser Hundeführer hatte einen ehemaligen Spürhund und dieser sollte dort wo dieser Mann gesehen wurde versuchen die Fährte zu finden.
Der Hund war erfolgreich, hat die Fährte mehrfach verloren. Ich hatte schon meinen Urlausschein in der Tasche und wollte mit dem ersten Zug in Urlaub und nun lagen wir bei nasskaltem Wetter da draussen. Musste dann eben später fahren. Um ca.4.30 Uhr die Meldung Grenzalarm beendet, Person wurde festgenommen. Die Person wurde im Gebiet Hötenslebener/Offlebener Kippe kurz vor dem 10 m Streifen gestellt und festgenommen.Es handelte sich um einen Oberleutnant der NVA und angeblich Kompanie Chef der Offiziersschule in Döbeln ?
Er war mit einer Pistole und 6 Schuss bewafnet trug eine Aktenmappe mit wichtigen Dokumenten bei sich und hat keinen Wiederstand geleistet.
Bei der Festnahme sagte Er nur ich dachte ich bin schon im Westen. Ja und dann musste Er wieder für lange Zeit ein Stückchen weiter in Richtung Osten kostenlose Pension.
Ja es ist schon lange her aber solche Sachen vergisst man nicht so schnell.

Gruss CAMBRINO



Nun möchte ich euch auch diesen Helden den Hund ( mit Herrchen ) vorstellen, der diesen Oltn der NVA verfolgte und stellte, der Oltn. konnte festgenommen werden ohne Anwendung der Schußwaffe, auch kein Warnschuß. Es war Nacht und der Oltn. war bewaffnet.

Gruß CAMBRINO


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#27

RE: Oberleutnant der NVA wollte in den Westen

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 02.02.2016 15:57
von Cambrino | 222 Beiträge | 126 Punkte
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Zitat von Cambrino im Beitrag #26
Zitat von Cambrino im Beitrag #1
Grenzkompanie Caroline bei Barneberg im September 1957 oder 1958.
Abends gegen 23 Uhr kam ein älterer Mann mit Fahrrad auf unsere Dienststelle und sagte, auf der Strasse von Barneberg in Richtung Offleben habe Er einen Mann gesehen der einen hellen Sommermantel und Uniformmütze und lange Stiefel trug.Nach dieser Begegnung ging diese Person durch den Strassengraben übers Feld und das währe doch verdächtig.
Sofort wurde Grenzalarm ausgelöst, der gesammte Personalbestand musste raus und die Grenze in unserem Bereich abriegeln.
Unser Hundeführer hatte einen ehemaligen Spürhund und dieser sollte dort wo dieser Mann gesehen wurde versuchen die Fährte zu finden.
Der Hund war erfolgreich, hat die Fährte mehrfach verloren. Ich hatte schon meinen Urlausschein in der Tasche und wollte mit dem ersten Zug in Urlaub und nun lagen wir bei nasskaltem Wetter da draussen. Musste dann eben später fahren. Um ca.4.30 Uhr die Meldung Grenzalarm beendet, Person wurde festgenommen. Die Person wurde im Gebiet Hötenslebener/Offlebener Kippe kurz vor dem 10 m Streifen gestellt und festgenommen.Es handelte sich um einen Oberleutnant der NVA und angeblich Kompanie Chef der Offiziersschule in Döbeln ?
Er war mit einer Pistole und 6 Schuss bewafnet trug eine Aktenmappe mit wichtigen Dokumenten bei sich und hat keinen Wiederstand geleistet.
Bei der Festnahme sagte Er nur ich dachte ich bin schon im Westen. Ja und dann musste Er wieder für lange Zeit ein Stückchen weiter in Richtung Osten kostenlose Pension.
Ja es ist schon lange her aber solche Sachen vergisst man nicht so schnell.

Gruss CAMBRINO



Nun möchte ich euch auch diesen Helden den Hund ( mit Herrchen ) vorstellen, der diesen Oltn der NVA verfolgte und stellte, der Oltn. konnte festgenommen werden ohne Anwendung der Schußwaffe, auch kein Warnschuß. Es war Nacht und der Oltn. war bewaffnet.

Gruß CAMBRINO


Nachtrag: Hatte das Bild mit dem Hund vergessen .

Cambrino


Fritze, der 39., IM Kressin und eisenringtheo haben sich für diesen Beitrag bedankt
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