#1

Die Kampfgruppen der Arbeiterklasse - Kampfgruppen

in Leben in der DDR 14.02.2015 00:20
von Schlutup | 4.104 Beiträge

Moin Moin,
was hab ihr so über die Kampfgruppen der Arbeiterklasse gedacht?

Hobbysoldaten oder eine starke Truppe?

Erzählt mal



zuletzt bearbeitet 14.02.2015 00:21 | nach oben springen

#2

RE: Die Kampfgruppen der Arbeiterklasse - Kampfgruppen

in Leben in der DDR 14.02.2015 00:23
von Schlutup | 4.104 Beiträge
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#3

RE: Die Kampfgruppen der Arbeiterklasse - Kampfgruppen

in Leben in der DDR 14.02.2015 00:23
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Schlutup im Beitrag #1
Moin Moin,
was hab ihr so über die Kampfgruppen der Arbeiterklasse gedacht?

Hobbysoldaten oder eine starke Truppe?

Erzählt mal
Starke Truppe..
Nee,ich schreibe lieber nichts weiter zu diesem Thema.

ek40


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#4

RE: Die Kampfgruppen der Arbeiterklasse - Kampfgruppen

in Leben in der DDR 14.02.2015 00:30
von Gelöschtes Mitglied
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Hatte ich vor kurzem ein Thema dazu gelesen
Kampfgruppen (KG) der DDR


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#5

RE: Die Kampfgruppen der Arbeiterklasse - Kampfgruppen

in Leben in der DDR 14.02.2015 00:32
von Schlutup | 4.104 Beiträge

@ek40

du brauchst keine Angst mehr haben den langen Arm der KG gibt es heute nicht mehr

Du kannst ruhig erzählen was dir auf dem Herzen liegt



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#6

RE: Die Kampfgruppen der Arbeiterklasse - Kampfgruppen

in Leben in der DDR 14.02.2015 02:48
von schulzi | 1.761 Beiträge

Ich war dabei ,na und hab eben nach Feierabend freiwillig Soldat gespielt.Kann heute noch gut damit leben.


Schlutup, glasi und DoreHolm haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#7

RE: Die Kampfgruppen der Arbeiterklasse - Kampfgruppen

in Leben in der DDR 14.02.2015 02:49
von HG19801 | 1.613 Beiträge

Zitat von Schlutup im Beitrag #1
Moin Moin, was hab ihr so über die Kampfgruppen der Arbeiterklasse gedacht? ... Hobbysoldaten oder eine starke Truppe? ... Erzählt mal.

Kampfgruppen? Nein danke, die waren nicht mein Ding!

Ich habe nie begriffen, was erwachsene Männer an dieser Kampfspielerei interessant fanden.
Im Großbetrieb, in dem ich einst arbeitete, waren die Genossen Kämpfer auch aktiv und warben für Nachwuchs in ihren Reihen.
Obwohl ich meinen näheren "kampfaktiven" Kollegen gegenüber deutlich durchblicken ließ, das ich von deren Tun absolut nichts hielt, wurde ich eines Tages von zwei alten Kämpfern zum Gespräch zitiert.
Ich gab mich ablehnend und demonstrativ desinteressiert. Ich beäugte im Fensterbrett stehende Topfpflanzen, nestelte an ihnen herum und popelte nebenbei.
Schon allein diese Art Gestik & Körpersprache hätte ausreichen müssen, um den beiden "Klassenkämpfern" klarzumachen, dass mit mir kein Blumentopf zu gewinnen war.
Na ja, der Ältere und der Arbeiterklasse näherstehende Mann roch schon Lunte und meinte zu seinem Mitwerber, dass es keinen Zweck hätte, wenn ich partout nicht wolle.
Der jüngere mehr der Sesselfurzerei zuzuordnende Mann argumentierte jedoch fleißig weiter und führte ins Feld, dass es immerhin um die Landesverteidigung sowie den Schutz sozialistischer Errungenschaften ginge und ich obendrein in ferner Zukunft für eine Kampfgruppentätigkeit 100 DDR-Mark mehr Rente je Monat beziehen würde.
Ich als jemand, der noch vor gar nicht langer Zeit bei den Grenztruppen gedient hatte, rauschte verbal drauflos, was mir die beiden da eigentlich verklickern wollten.
Immerhin war ich derjenige welcher, der an der Staatsgrenze so richtig mit harter Munition in Knarre und Magazinen gedient hatte und niemand solle mir gefälligst was von Verteidigung usw. erzählen.
Dreist konterte ich weiter, was denn diese beiden erfahrenen Hobbykrieger Gleichwertiges ins Feld zu führen hätten, ob wo und wann sie denn richtig gedient hätten, militärisch geschliffen als auch ausgebildet wurden und nicht bloß einmal im Monat Scheinmanöver veranstalteten.
Außerdem wollte ich nie wieder eine Waffe in die Hand nehmen, die zum Töten von Menschen vorgesehen ist.
Der Stich saß und verschlug den zwei Kampfgenossen dahingehend die Sprache, dass sie mich ganz schnell in Ruhe ließen.
Bescheuert wie es sich anhören mag, wurde ich damaliger Jungspund von den zwei Spezis fortan achtungsvoll behandelt und das Thema Kampfgruppen wurde zwischen uns nie wieder angeschnitten.


"Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit,
aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher." – Albert Einstein


glasi hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#8

RE: Die Kampfgruppen der Arbeiterklasse - Kampfgruppen

in Leben in der DDR 14.02.2015 06:34
von Pit 59 | 10.152 Beiträge

Zitat von schulzi im Beitrag #6
Ich war dabei ,na und hab eben nach Feierabend freiwillig Soldat gespielt.Kann heute noch gut damit leben.


Und wenn es erst die versprochenen 100.- M Rente geben würde,na aber dann erst


Hapedi hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#9

RE: Die Kampfgruppen der Arbeiterklasse - Kampfgruppen

in Leben in der DDR 14.02.2015 06:47
von schulzi | 1.761 Beiträge

Zitat von Pit 59 im Beitrag #8
Zitat von schulzi im Beitrag #6
Ich war dabei ,na und hab eben nach Feierabend freiwillig Soldat gespielt.Kann heute noch gut damit leben.


Und wenn es erst die versprochenen 100.- M Rente geben würde,na aber dann erst


Als ich in die Kampfgruppe eintrat gab es die noch nicht. Dann musste man ja erstmal 25 Jahre dabei sein ,zu dem gab es die KG-Ärztin die das befürworten musste und unsere war in der Sache sehr streng, und 2005 ab es keine Kampfguppe mehr


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#10

RE: Die Kampfgruppen der Arbeiterklasse - Kampfgruppen

in Leben in der DDR 14.02.2015 07:24
von damals wars | 12.182 Beiträge

Die "Mark" gibt es seit 25 Jahren nicht mehr.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#11

RE: Die Kampfgruppen der Arbeiterklasse - Kampfgruppen

in Leben in der DDR 14.02.2015 07:40
von Pit 59 | 10.152 Beiträge

Zitat von damals wars im Beitrag #10
Die "Mark" gibt es seit 25 Jahren nicht mehr.




Es gab und gibt nur eine Richtige Mark in Deutschland,das Alugerät haben sie Dir auf der welt um die Ohren gehauen


Hapedi hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 14.02.2015 07:41 | nach oben springen

#12

RE: Die Kampfgruppen der Arbeiterklasse - Kampfgruppen

in Leben in der DDR 14.02.2015 07:40
von Harsberg | 3.248 Beiträge

Bei uns in der Firma gab es keine KG, dafür aber in den Baufirmen die ZV.
Dort wollte ma mich ich als ZF .
Das WKK hat das zum Glück verhindert, da ich noch zur Reserve I gehörte.


Phantasie ist wichtiger denn Wissen, denn Wissen ist begrenzt!
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#13

RE: Die Kampfgruppen der Arbeiterklasse - Kampfgruppen

in Leben in der DDR 14.02.2015 09:04
von Rostocker | 7.725 Beiträge

Zitat von Schlutup im Beitrag #1
Moin Moin,
was hab ihr so über die Kampfgruppen der Arbeiterklasse gedacht?

Hobbysoldaten oder eine starke Truppe?

Erzählt mal


Ich war zwar nicht in der Kampfgruppe aber dafür 2 mal zum Reservistendienst.Aber als Hobbysoldaten würde oder hätte ich sie nicht bezeichnet,würde eher annehmen, das man mit solchen Verbänden sein tun gehabt hätte. Schaun wir doch mal so heute,Besatzertruppen wie die US Armee haben und bekommen ihre verdienten Niederlagen auch nicht zum größten Teil von regulären Streitkräften zugefügt.Sonder von solchen Verbänden die aus den Untergrund heraus operieren.Und ich vermute mal ,dazu wären die Kampftruppen auch in der Lage gewesen.


Fello, schulzi, damals wars, DoreHolm und polsam haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#14

RE: Die Kampfgruppen der Arbeiterklasse - Kampfgruppen

in Leben in der DDR 14.02.2015 20:11
von Freienhagener | 3.865 Beiträge

Zitat von Schlutup im Beitrag #1
Moin Moin,
was hab ihr so über die Kampfgruppen der Arbeiterklasse gedacht?

Hobbysoldaten oder eine starke Truppe?

Erzählt mal


Mein Eindruck bei Kollegen:

Nicht mal Hobbysoldaten.
Unsportlich, dick und (relativ) alt waren sie nicht selten.
Trinkfest waren sie.
Jedenfalls waren die Fehden an der "Front" hinterher Haupthema.


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)
zuletzt bearbeitet 14.02.2015 20:18 | nach oben springen

#15

RE: Die Kampfgruppen der Arbeiterklasse - Kampfgruppen

in Leben in der DDR 14.02.2015 20:15
von Gelöschtes Mitglied
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Alte Männer spielten Krieg......


Freienhagener hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#16

RE: Die Kampfgruppen der Arbeiterklasse - Kampfgruppen

in Leben in der DDR 14.02.2015 20:21
von Freienhagener | 3.865 Beiträge

Ihren Jargon untereinander konnten viele auch 1989 nicht ablegen.

Bei Bauberatungen bekam der Rest immer noch ein "Moin Genossen" entgegengeschmettert.

Peinlich war eine Beratung mit einer Baufirma aus Oberbayern....

Was mußten die von uns allen halten.


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)
zuletzt bearbeitet 14.02.2015 20:23 | nach oben springen

#17

RE: Die Kampfgruppen der Arbeiterklasse - Kampfgruppen

in Leben in der DDR 14.02.2015 20:21
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Schlutup im Beitrag #5
@ek40

du brauchst keine Angst mehr haben den langen Arm der KG gibt es heute nicht mehr

Du kannst ruhig erzählen was dir auf dem Herzen liegt

Angst vorm langen Arm? Das ich nicht ...
Entschuldigung,ich habe diese Truppe als alte,dicke Männer in Erinnerung,die man nur zum 1.Mai mit ihrer Mai-Nelke am Revers marschieren gesehen hat.
Und danach rotzevoll am Biertisch.
PS: (Unter uns Kollegen wurden diese Truppen Erichs Volkssturm genannt,war eigentlich allgemein bekannt)

ek40


Freienhagener hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 14.02.2015 20:25 | nach oben springen

#18

RE: Die Kampfgruppen der Arbeiterklasse - Kampfgruppen

in Leben in der DDR 14.02.2015 20:46
von Gelöschtes Mitglied
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An der Parteischule der SED war es Pflicht einmal im Monat als "Kampfgruppenmitglied" am Wochenende seine kentnisse zur Verteidigung des Vaterlandes zu vervollkommnen.
Mir war das einfach zu blöd. Da ich meinen Wehrdienst bei den GT absolviert hatte und sich kein anderer "Freiwilliger" fand wurde ich zum Gruppenführer ernannt. Auf der Betonstraße (Erfurt Steiger) mußten wir an so alten "Betonköpfen" vorbei maschieren, einmal auf, einmal ab.
Mir war das wirklich zu blöd, mich vor Rentnern die ihrer miltärischen Vergangenheit nachhingen zum Affen zu machen.
Also losmaschiert, erst mal "auf" und vor dem "ab" statt dem Befehl "links oder rechts schwenkt Marsch" habe ich einfach kurz und bündig stolz wie ein Spanier den befehl "vorne halt", "kehrt und Marsch" gegeben. Die Kleinsten waren nun vorne (für mich eine Form der ausgleichenden Gerechtigkeit), Ihr könnt Euch denken was das für ein "gestolper" war.
Von der "Tribüne" (ein Stapel Betonplatten) kam der gestrenge Kommentar: "Genosse was soll das denn!"
Meine bescheidene Antwort: "das ist der Rückwärtsgang", das Projekt war gelaufen, ein Gelächter ohne Ende, der "Opa" das Gesicht zur Faust geballt.

das war das Ende meiner kurzen Zwangskarriere in der Kampfgruppe


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#19

RE: Die Kampfgruppen der Arbeiterklasse - Kampfgruppen

in Leben in der DDR 14.02.2015 20:53
von Galaxy (gelöscht)
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Zitat von Rostocker im Beitrag #13
Zitat von Schlutup im Beitrag #1
Moin Moin,
was hab ihr so über die Kampfgruppen der Arbeiterklasse gedacht?

Hobbysoldaten oder eine starke Truppe?

Erzählt mal


Ich war zwar nicht in der Kampfgruppe aber dafür 2 mal zum Reservistendienst.Aber als Hobbysoldaten würde oder hätte ich sie nicht bezeichnet,würde eher annehmen, das man mit solchen Verbänden sein tun gehabt hätte. Schaun wir doch mal so heute,Besatzertruppen wie die US Armee haben und bekommen ihre verdienten Niederlagen auch nicht zum größten Teil von regulären Streitkräften zugefügt.Sonder von solchen Verbänden die aus den Untergrund heraus operieren.Und ich vermute mal ,dazu wären die Kampftruppen auch in der Lage gewesen.

Mit solchen verbänden sein tun gehabt hätte !vielleicht beim saufen! Sogenannte verbände die aus dem untergrund agieren und sich nicht als reguläre einheiten zu erkennen geben da sie zb.keine uniformen tragen haben es immer leichter. Afghanistan, Vietnam lassen grüßen. Aber die KG mit der US Army vergleichen


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#20

RE: Die Kampfgruppen der Arbeiterklasse - Kampfgruppen

in Leben in der DDR 14.02.2015 21:02
von damals wars | 12.182 Beiträge

Zitat von Pit 59 im Beitrag #11
Zitat von damals wars im Beitrag #10
Die "Mark" gibt es seit 25 Jahren nicht mehr.




Es gab und gibt nur eine Richtige Mark in Deutschland,das Alugerät haben sie Dir auf der welt um die Ohren gehauen

In Polen haben die sie mir aus den Händen gerissen.
Und der halbe Osten hat sich darum gerissen, die in der DDR zu verdienen.
Kann man nur wissen, wenn man in der DDR gearbeitet hat😜


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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