#21

RE: Das Vertrauensverhältnis der Grenzer untereinander

in Mein Grenzer Tagebuch 05.02.2015 09:29
von UvD815 | 619 Beiträge

Zitat von vs1400 im Beitrag #17
Zitat von UvD815 im Beitrag #12
Zu der Frage - B Türme verwanzt - ab und zu verirrte sich mal eine Feuerwanze im Sommer in einen BT oder in einen Beo Bunker.

Viele B Türme wurden unregelmäßig besetzt. Die einzigsten Anschlüsse waren Elektrik für Suchscheinwerfer und Bahnheizkörper sowie GMN Anschluss.

Zudem wäre es ein Aufwand , jeden Postenpunkt im Abschnitt abzuhören, da es im GB nur ein Offizier der V 2000 gab. Man hätte dazu eine ganzen Zug 2000 für einen GB Abschnitt benötigt.

Ab Mitte der 80iger Jahre wurden B Türme mit einen MKS Magnet Kontakt Schalter versehen . Bei Öffnung konnte in der FÜST der KGSi eine Öffnung der Eingangstür B Turm sehen. Dieser MKS wurde über die GSZA geschaltet.

Ursache waren Fahnenfluchten von B Türmen u.a. an bestimmten POP , wie GÜSten, Bahngassen , etc.

Brachte aber nur die Erkenntnis, dass ohne Anmeldung und Erlaubnis der BT verlassen wurde. Bei Ziel der FF häufig zu spät



bist du dir da wirklich sicher?
bis ende meiner dienstzeit gab es in unserem gab nur druckschalter, was auch gut war.
denn man konnte noch selber entscheiden mit wem man frieren "wollte".

gruß vs





Hallo VS 1400,

mit den Magnetkontaktschaltern begann man schon ab Mitte der 80iger Jahre im GR 1 , Anlagen, wie B Türme, Kanal - Kabelschächte für GMN u.a. zu sichern. Bis 1988 waren wir bei uns im GB noch beschäftigt, B Türme und Wasserdurchlässe mit den einfachen Magnetkontakschaltern in die GSZA 80 einzuschalten.
Selbst die Kontaktgitter der Wassersperrwerke Werra wurden mit diesen MKS nachgerüstet und über die GSZA 80 geschaltet, dass man in der
Führungsstelle eine Öffnung / Auslösung erkennen konnte.

Nach einer Fahnenflucht im Sept 89 vom BT 9 Bahnlinie Obersuhl, hatte ich vom GKK Eisenach den Auftrag beide Durchlasstüren der Bahngasse
( rechts und links ) mit Magnetkontaktschaltern zu versehen und in die GSZA 80 zu schalten. Man wollte ebenso ein unerlaubtes
Betreten dieser Gasse in der Führungsstelle mitbekommen.

Gruss UvD 815


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#22

RE: Das Vertrauensverhältnis der Grenzer untereinander

in Mein Grenzer Tagebuch 05.02.2015 10:21
von uffz_nachrichten | 475 Beiträge

Zitat von UvD815 im Beitrag #13
GKUS64, du kennst ja die Kalibahnstrecke nach Dankmarshausen durch den Untersuhler Abschnitt. Ich hatte häufig einen Posten mit auf Streife , der
häufig und viele Fragen stellte, dienstlich und privat.

Da ich in Dankmarshausen wohnte, wollte auch der neugierige Posten wissen, wie ich nach Hause fahre. Aus Scherz und in Vorahnung teilte ich mit,
dass ich in Gerstungen am Abzweig Untersuhl Baggerloch auf einen Kalizug sprang und bis Dankmarshausen durch den Abschnitt unmittelbar am
Zaun I entlang fuhr. Am Kindergarten / LPG Dankmarshausen sprang ich dann ab... so meine Geschichte...

Am Folgetag musste ich ins GB zum Hptm Ri. ( V 2000 ). Er kannte mich persönlich und belehrte mich, nicht mehr so häufig die Leute zu verarschen, da er jede Meldung ernst nehmen muss.

Für mich ein gutes Zeichen, wer mit mir nicht mehr auf Posten gehen sollte.

Übrigens fuhr ich offziell mit meiner TS 250 am Baggerloch - Werra - Allee Berka/W nach Dankmarshausen....

Soviel auch zum Vertrauensverhältnis untereinander


Durfte halt nicht jeder. Der Aufzug für den Bhf. Damaskus nahm von Gerstungen aus jedenfalls schön den Weg über Herda-Berka-Dippach-Damaskus.....



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#23

RE: Das Vertrauensverhältnis der Grenzer untereinander

in Mein Grenzer Tagebuch 05.02.2015 10:52
von damals wars | 12.176 Beiträge

Zitat von Harzwanderer im Beitrag #6
Die "Teams" auf den Türmen wechselten immer, richtig? Also war man immer mit neuen Leuten zusammen?

Das war objektiv nicht möglich, soviele waren dann doch nicht auf der Kompanie.
Es kam schon vor, das man drei mal mit demselben in den Grenzdienst zog. Vielleicht war auch ein bisschen Faulheit des Planers dabei.
Irgendwann waren alle Geschichten erzählt. Dann wäre es ohne Radio sehr öde gewesen. Viel zu sehen gab es meist auch nicht.
Und ohne Vertrauen mit einem Bewaffneten in den Grenzdienst zu ziehen, hätte man nervlich sicher nicht lange durchgehalten, Mann kann nicht 8 Stunden lang Angst haben. Vertrauen war schon erforderlich.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#24

RE: Das Vertrauensverhältnis der Grenzer untereinander

in Mein Grenzer Tagebuch 05.02.2015 14:04
von jens-66 | 188 Beiträge

Es ging ja immer Zug wiese in den Grenzdienst und man kennt die Kameraden, mit denen man dann unterwegs ist schon vorher bzw
sein gegenüber ist mit auf der gleichen Bude.
So weis man schon bei der Dienstausgabe mit wem man dann los zieht.
Ich kenne aus meiner Zeit dort niemanden, mit dem ich nicht in den Grenzdienst gegangen wäre.
Nur: Die Gedanken oder vielleicht das Vorhaben des Anderen kann man nicht vorhersehen oder ahnen.
Ich wusste aber vorher, und das haben mir dann die anderen erzählt,wenn ich mir Kamerad 1 in den Dienst muss - das wird locker.
Gehe ich mit Kamerad 2. Der Dienst wird hart, weil bei dem kann ich das Radio nicht mitnehmen und der ist ja so genau und ich muss etwas aufpassen.
Denn !!!
Die Stasi war überall, auch im der Grenzkompanie.


zuletzt bearbeitet 05.02.2015 14:05 | nach oben springen

#25

RE: Das Vertrauensverhältnis der Grenzer untereinander

in Mein Grenzer Tagebuch 05.02.2015 15:17
von Freienhagener | 3.865 Beiträge

Zitat von Merlini im Beitrag #20
Ich kann zwar nicht nachvollziehen, ob da mal einer gepfiffen hat, aber ich habe mich bei meinen ersten Eindrücken die ich von jemanden hatte nie getäuscht.

Das Verhältnis zu den Kameraden war schon durch die möglichen Risiken ein ganz anderes als zu den Arbeitskollegen. Auch der ständige Umgang mit den Kameraden war ja nicht mit den Arbeitskollegen zu vergleichen, die man ja nur 5 Tage in der Woche für 8 bis 10 Stunden um sich hatte.

Der Hesselfuchs


Aus dem Grund kann ich auch einem IM nicht böse sein, der Kleinigkeiten weitergemeldet hat (Interna der Bude waren "Oben" plötzlich bekannt).
Es waren wirklich nur Kleinigkeiten und er war trotzdem ein guter Kamerad.
Als das nach der Wende rauskam aus den Akten seines besten Kumpels damals, da hätten wir gern mit ihm drüber gesprochen, um es nachher abzuhaken. Aber er zog sich zurück.

Hingegen lege ich heute auf Begegnung mit Vorgesetzten, die damals zurecht unbeliebt waren, keinen Wert.


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)
zuletzt bearbeitet 05.02.2015 15:18 | nach oben springen

#26

RE: Das Vertrauensverhältnis der Grenzer untereinander

in Mein Grenzer Tagebuch 05.02.2015 23:03
von andyman | 1.880 Beiträge

Hallo @all
Eine Portion Menschenkenntnis und ein gesundes Mißtrauen konnte nie schaden.Auf unserer Bude hatten wir einen Fahrer vom Stab dem wir alle nicht recht über den Weg trauten,er wurde vorfristig Gefreiter, hatte mehr Urlaub und die Krönung er bekam das Grenzerei obwohl er nicht aktiv im Grenzdienst gewesen ist. Wir haben nie erfahren wie und warum das zustande kam.Da ich Stubenältester war(wirwaren im 3.DH) schleimte er immer um mich herum und versuchte andere schlecht zu machen und mich gegen andere aufzustacheln.Er blieb mir unsympatisch bis zum letzten Tag.
Ansonsten gab es grenzenloses vertrauenverhältnis untereinander,nach einer gewissen Probezeit Das betraf nur die Soldatendienstgradeuntereinander.
Lgandyman


Gruß aus Südschweden
Was nützt alles Hasten und Jagen,auch du bist nur ein Tropfen im Meer der Unendlichkeit. Confuzius
hundemuchtel 88 0,5 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#27

RE: Das Vertrauensverhältnis der Grenzer untereinander

in Mein Grenzer Tagebuch 05.02.2015 23:46
von uffz_nachrichten | 475 Beiträge

Zitat von damals wars im Beitrag #23
Zitat von Harzwanderer im Beitrag #6
Die "Teams" auf den Türmen wechselten immer, richtig? Also war man immer mit neuen Leuten zusammen?

Das war objektiv nicht möglich, soviele waren dann doch nicht auf der Kompanie.
Es kam schon vor, das man drei mal mit demselben in den Grenzdienst zog. Vielleicht war auch ein bisschen Faulheit des Planers dabei.
Irgendwann waren alle Geschichten erzählt. Dann wäre es ohne Radio sehr öde gewesen. Viel zu sehen gab es meist auch nicht.
Und ohne Vertrauen mit einem Bewaffneten in den Grenzdienst zu ziehen, hätte man nervlich sicher nicht lange durchgehalten, Mann kann nicht 8 Stunden lang Angst haben. Vertrauen war schon erforderlich.


Ich geb dir gleich "Radio"! Man, man man, dem Klassenfeind Aug in Aug und dann HR3 hören, nee nee nee

PS: Die beiden "Turmbesatzungen" auf´m Bhf in Gerstungen haben Anfangs jeweils ne R126, dann die vom "Storchenturm" ne R105 M zum Dienst mitgenommen. Kulikow-Antenne an den Bahnheizkörper gerödelt et voila , prima Amifunk in den Kopfhörern



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#28

RE: Das Vertrauensverhältnis der Grenzer untereinander

in Mein Grenzer Tagebuch 06.02.2015 23:16
von Gelöschtes Mitglied
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Als Hunderführer wurden wir immer den Kompanien zugeteilt,die natürlich abends raus gingen.Wir erfuhren abends,wer mit wem.
Mit der Zeit kannte man sich und wusste der ist o.k..Wir sind immer neben einander gelaufen.Es gab natürlich auch welche,da war Dienst nach Vorschrift angesagt,das war aber selten.1966 gab es auch noch Betriebe im Grenzbereich,dort saßen nachts noch Pförtner,welche uns Kaffee kochten,also abducken.
Radio hatte ich nicht mit,aber auf den Postentürmen war eins weit verbreitet.

Gruß Rei


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#29

RE: Das Vertrauensverhältnis der Grenzer untereinander

in Mein Grenzer Tagebuch 06.02.2015 23:50
von vs1400 | 2.393 Beiträge

Zitat von UvD815 im Beitrag #21
Zitat von vs1400 im Beitrag #17
Zitat von UvD815 im Beitrag #12
Zu der Frage - B Türme verwanzt - ab und zu verirrte sich mal eine Feuerwanze im Sommer in einen BT oder in einen Beo Bunker.

Viele B Türme wurden unregelmäßig besetzt. Die einzigsten Anschlüsse waren Elektrik für Suchscheinwerfer und Bahnheizkörper sowie GMN Anschluss.

Zudem wäre es ein Aufwand , jeden Postenpunkt im Abschnitt abzuhören, da es im GB nur ein Offizier der V 2000 gab. Man hätte dazu eine ganzen Zug 2000 für einen GB Abschnitt benötigt.

Ab Mitte der 80iger Jahre wurden B Türme mit einen MKS Magnet Kontakt Schalter versehen . Bei Öffnung konnte in der FÜST der KGSi eine Öffnung der Eingangstür B Turm sehen. Dieser MKS wurde über die GSZA geschaltet.

Ursache waren Fahnenfluchten von B Türmen u.a. an bestimmten POP , wie GÜSten, Bahngassen , etc.

Brachte aber nur die Erkenntnis, dass ohne Anmeldung und Erlaubnis der BT verlassen wurde. Bei Ziel der FF häufig zu spät



bist du dir da wirklich sicher?
bis ende meiner dienstzeit gab es in unserem gab nur druckschalter, was auch gut war.
denn man konnte noch selber entscheiden mit wem man frieren "wollte".

gruß vs





Hallo VS 1400,

mit den Magnetkontaktschaltern begann man schon ab Mitte der 80iger Jahre im GR 1 , Anlagen, wie B Türme, Kanal - Kabelschächte für GMN u.a. zu sichern. Bis 1988 waren wir bei uns im GB noch beschäftigt, B Türme und Wasserdurchlässe mit den einfachen Magnetkontakschaltern in die GSZA 80 einzuschalten.
Selbst die Kontaktgitter der Wassersperrwerke Werra wurden mit diesen MKS nachgerüstet und über die GSZA 80 geschaltet, dass man in der
Führungsstelle eine Öffnung / Auslösung erkennen konnte.

Nach einer Fahnenflucht im Sept 89 vom BT 9 Bahnlinie Obersuhl, hatte ich vom GKK Eisenach den Auftrag beide Durchlasstüren der Bahngasse
( rechts und links ) mit Magnetkontaktschaltern zu versehen und in die GSZA 80 zu schalten. Man wollte ebenso ein unerlaubtes
Betreten dieser Gasse in der Führungsstelle mitbekommen.

Gruss UvD 815


@UvD 815,
meine aussage bezog sich lediglich auf die b-türme in unserem gab.
die gassentore hatten jedoch auch mks.

gruß vs


04.11.1986 - 21.04.1987 Uffz. Ausbildung In Perleberg
21.04.1987 - 28.08.1989 Gruppenführer der 2. Gr./ 2.Zug/ 7. GK - Schierke/ GR 20/ GKM- N


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#30

RE: Das Vertrauensverhältnis der Grenzer untereinander

in Mein Grenzer Tagebuch 07.02.2015 00:01
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Bei uns waren noch einfache Vorhängeschlösser dran an den Toren, wie wurden denn die neumodischen aufgemacht, per Schaltung von der Führungsstelle?
Hat das immer funktioniert und wenn nicht konnten die dann notfalls auch per Hand aufgemacht werden?
Wär ja blöd, A-Gruppe steht bei 25 Grad minus vorm Tor und zu ist.


zuletzt bearbeitet 07.02.2015 00:09 | nach oben springen

#31

RE: Das Vertrauensverhältnis der Grenzer untereinander

in Mein Grenzer Tagebuch 07.02.2015 00:51
von vs1400 | 2.393 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #30
Bei uns waren noch einfache Vorhängeschlösser dran an den Toren, wie wurden denn die neumodischen aufgemacht, per Schaltung von der Führungsstelle?
Hat das immer funktioniert und wenn nicht konnten die dann notfalls auch per Hand aufgemacht werden?
Wär ja blöd, A-Gruppe steht bei 25 Grad minus vorm Tor und zu ist.


es stand hüben und drüben eben ne gmn-säule.
anmelden, schlüssel rein/ drehen und abmelden = färtsch ... harken nicht vergessen. hat immer funktioniert und ne a-gruppe wurde höchstens mal durch übereifrige neulinge des 3.gb aufgehalten, beim abrücken.

gruß vs


04.11.1986 - 21.04.1987 Uffz. Ausbildung In Perleberg
21.04.1987 - 28.08.1989 Gruppenführer der 2. Gr./ 2.Zug/ 7. GK - Schierke/ GR 20/ GKM- N


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#32

RE: Das Vertrauensverhältnis der Grenzer untereinander

in Mein Grenzer Tagebuch 07.02.2015 08:38
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von vs1400 im Beitrag #31
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #30
Bei uns waren noch einfache Vorhängeschlösser dran an den Toren, wie wurden denn die neumodischen aufgemacht, per Schaltung von der Führungsstelle?
Hat das immer funktioniert und wenn nicht konnten die dann notfalls auch per Hand aufgemacht werden?
Wär ja blöd, A-Gruppe steht bei 25 Grad minus vorm Tor und zu ist.


es stand hüben und drüben eben ne gmn-säule.
anmelden, schlüssel rein/ drehen und abmelden = färtsch ... harken nicht vergessen. hat immer funktioniert und ne a-gruppe wurde höchstens mal durch übereifrige neulinge des 3.gb aufgehalten, beim abrücken.

gruß vs



Also keine elektrischen Schnapper, ging also nur ein Signal ab wenn einer auf macht, ok.


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#33

RE: Das Vertrauensverhältnis der Grenzer untereinander

in Mein Grenzer Tagebuch 07.02.2015 10:54
von vs1400 | 2.393 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #32
Zitat von vs1400 im Beitrag #31
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #30
Bei uns waren noch einfache Vorhängeschlösser dran an den Toren, wie wurden denn die neumodischen aufgemacht, per Schaltung von der Führungsstelle?
Hat das immer funktioniert und wenn nicht konnten die dann notfalls auch per Hand aufgemacht werden?
Wär ja blöd, A-Gruppe steht bei 25 Grad minus vorm Tor und zu ist.


es stand hüben und drüben eben ne gmn-säule.
anmelden, schlüssel rein/ drehen und abmelden = färtsch ... harken nicht vergessen. hat immer funktioniert und ne a-gruppe wurde höchstens mal durch übereifrige neulinge des 3.gb aufgehalten, beim abrücken.

gruß vs



Also keine elektrischen Schnapper, ging also nur ein Signal ab wenn einer auf macht, ok.


was die gassentore betraf ja, sonst hätten wir uns ja nicht an- und abmelden müssen. der schlüssel lies sich erst nach freigabe der füst drehen. doch eben an den BT nicht, dort gab es nur kontaktschalter.

gruß vs


04.11.1986 - 21.04.1987 Uffz. Ausbildung In Perleberg
21.04.1987 - 28.08.1989 Gruppenführer der 2. Gr./ 2.Zug/ 7. GK - Schierke/ GR 20/ GKM- N


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#34

RE: Das Vertrauensverhältnis der Grenzer untereinander

in Mein Grenzer Tagebuch 07.02.2015 13:11
von GZB1 | 3.287 Beiträge

Zitat von vs1400 im Beitrag #33
......der schlüssel lies sich erst nach freigabe der füst drehen. doch eben an den BT nicht, dort gab es nur kontaktschalter.

gruß vs


War es der Schlüssel, oder der in das GSZ-Tor-Schloss eingelassene Drehgriff?


vs1400 hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 07.02.2015 13:13 | nach oben springen

#35

RE: Das Vertrauensverhältnis der Grenzer untereinander

in Mein Grenzer Tagebuch 07.02.2015 15:45
von vs1400 | 2.393 Beiträge

Zitat von GZB1 im Beitrag #34
Zitat von vs1400 im Beitrag #33
......der schlüssel lies sich erst nach freigabe der füst drehen. doch eben an den BT nicht, dort gab es nur kontaktschalter.

gruß vs


War es der Schlüssel, oder der in das GSZ-Tor-Schloss eingelassene Drehgriff?



stimmt @GZB1,
hast vollkommen recht mit dem drehgriff.

gruß vs


04.11.1986 - 21.04.1987 Uffz. Ausbildung In Perleberg
21.04.1987 - 28.08.1989 Gruppenführer der 2. Gr./ 2.Zug/ 7. GK - Schierke/ GR 20/ GKM- N


GZB1 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#36

RE: Das Vertrauensverhältnis der Grenzer untereinander

in Mein Grenzer Tagebuch 07.02.2015 17:20
von Gelöschtes Mitglied
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Da sieht man mal was für unsichere Kandidaten ihr wart. Zu meiner Zeit gab es noch Vorhängeschlösser die du mit ner Büroklammer aufbekommen hast. Da wurde aufgeschlossen, die Kabelkupplung aufgeschraubt, das Tor geöffnet und durch gefahren. Dann alles wieder zu und auf der Füst gemeldet wegen dem Alarm am Zaun. Die Schlüssel haben an jedem Tor und jedem Schlagbaum gepasst.

Der Hesselfuchs


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#37

RE: Das Vertrauensverhältnis der Grenzer untereinander

in Mein Grenzer Tagebuch 07.02.2015 17:29
von SET800 | 3.104 Beiträge

Zitat von utkieker im Beitrag #9
Ein gewisses Misstrauen ist gut - zu viel Misstrauen macht griesgrämig und zehrt an den Nerven!
Gruß Hartmut!


Hallo,
wiewenige Fälle gab es das Grundvertrauen übelst mißbraucht wurde und mit Waffengenwaltsandrohung Grenzübertritte vorbereitet wurden, gar ermordet wurde?



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#38

RE: Das Vertrauensverhältnis der Grenzer untereinander

in Mein Grenzer Tagebuch 07.02.2015 17:34
von Gelöschtes Mitglied
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Jeder Fall war einer zuviel. Das kann eigentlich nur jemand nachvollziehen, der selber am Kanten war. Das säen von Misstrauen gegen den eigenen Kameraden übertrifft noch den Hass auf die BBU. Zwei Soldaten sind ein Postenpaar, einer allein ein potentieller GV.

Der Hesselfuchs


zuletzt bearbeitet 07.02.2015 18:08 | nach oben springen

#39

RE: Das Vertrauensverhältnis der Grenzer untereinander

in Mein Grenzer Tagebuch 07.02.2015 17:49
von Gelöschtes Mitglied
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Das mit dem Vertrauen fing ja erst richtig draussen am Zaun an.
In der Grundausbildung war man da noch relativ unbefangen.
Also in unserer Kompanie wurde mit uns,durch die EK's die erste Woche Dienst nach Vorschrift durchgeführt.
Immer schön vornweg laufen,nicht abmatten,nicht brutzeln etc.
Danach wurde es dann eigentlich sehr locker und die EK's zeigten uns,wie "richtiger Grenzdienst" geht.
Auch bei uns wurde über "Gott und die Welt" gequatscht.
Über die Themen machten wir uns keinen Kopf,weil wir doch auch damals alle etwas naiv und jung an Jahren waren.
Über Konsequenzen war man sich am Anfang nicht im Klaren.
Das Vertrauensverhältnis untereinander war eigentlich sehr groß.
Ich kam am Anfang nie auf die Idee,dass mich jemand anschwärzen würde.
Alles änderte sich dann erstmal schlagartig,als der Gefreite Postenführer E.Knospe von seinem Posten K.De..er ermordet wurde.......
K.De..er war mit mir zusammen in der 1.KFZ-Kompanie in Halberstadt........

Nun war natürlich im Grenzdienst alles ganz anders,den EK's und auch uns Glatten war doch eine gewisse Anspannung anzumerken,es wurde wieder eine kurze Zeit lang Dienst nach Vorschrift durchgeführt.

Dann kehrte aber auch wieder der "Grenzer-Alltag" ein.
Dieser wurde dann später nochmals durcheinander gebracht,als ein Grenzer unserer Kompanie während des Grenzdienstes flüchten wollte,es aber nicht schaffte.
Ich hatte in diesem Abschnitt A-Gruppe und bekam somit die ganze Aktion vor Ort live mit.......
Aber dies ist eine eigene Geschichte,die in diesem Forum schon geschrieben steht.

Zu den Türmen und Gassentoren kann ich aus meiner Zeit berichten,dass diese mit normalem Vorhängeschloss bzw. Türschloss gesichert waren.
Es waren keine elektrischen Schlösser oder Sperren vorhanden.
Am Gassentor musste man sich anmelden,Parole,Schloß auf und rein in den Abschnitt.
Vom Führungspunkt aus wurde lediglich der elektrische Alarm während der Gassentoröffnung abgeschalten und nach Anmeldung von innen, wieder durch den Führenden zugeschaltet.
Stolperdraht hinter der Durchfahrt zum Karabiner gespannt,fertig.

ek40


damals wars und Lutze haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#40

RE: Das Vertrauensverhältnis der Grenzer untereinander

in Mein Grenzer Tagebuch 08.02.2015 17:29
von Lassiter | 102 Beiträge

hallo erstmal,wir waren in der gk ja alles noch freiwillige, da war das vertrauens verhältnis und der umgang untereinander anders,es konnte sich jeder auf den anderen verlassen.ich selbst war gruppenf. und stellv. zugführer.und hatte zu den sold .eingutes verhältnis.auch die zwei anderen zugführer (offz.) hatten ein gutes verhältnis zu ihren soldaten.in meinen zug gab es 1962 eine fahnenflucht,da wurde natürlich alles aufgerollt,( in den schränken wurden zigaretten gefunden usw.)aber das haben wir gemeinsam zusammen durchgestanden mehrere sold. wurden zu arreststrafen verdonnert.ich selbst mußte vor das bezirksgericht in magdeburg,aber es hat keiner den anderen verraten,.als wir dann 62 im herbst die ersten wehrpfl. bekamen wurden wir auch vorsichtig bis wir raushatten wer mit wem konnte.leider hatten wir doch einen darunter der von der anderen firma war,aber das wußte keiner bis zum zeitpunkt als er die grenze überschritten hatte (früh) und war abend swieder in der kp.er wurde anschließent abgeholt
gr.lassiter


der 39. hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 08.02.2015 17:30 | nach oben springen



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