#161

RE: Aquarienpolizist-Meine Zeit im "Wachkommando Missionschutz Berlin"

in DDR Zeiten 01.04.2015 17:03
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von Alfred im Beitrag #159


maximal 10 Jahre.

Die Herren wussten doch, auf was sie sich einlassen. Das hat überhaupt nichts mit Rache zu schaffen.




richtig Alfred, ich habe es an anderer Stelle geschrieben. Für mich kam das , was die DDR als Fahnenflucht bezeichnete nicht in Frage. Ich habe mich erst als Zivilist aus dem Staube gemacht. Ich bin aber mit 3 anderen zusammen geflüchtet und das war sicher aus der Sicht der SED / MfS schon bandenmäßige Zusammnrottung und ein Angriff auf die DDR. Hätte ordentlich was auf die Mütze gegeben, wenn wir uns da einen Fehler erlaubt hätten, der zur Festnahme geführt hätte. Unser User @Feliks D. hat es mal vor einiger Zeit auf einige Jährchen Knast geschätzt. Das ist für mich unverhältnismäßig und als Rache einzuordnen . Was blüht eigentlich einem Bundeswehrsoldaten, wenn er sich ins Ausland sich absetzt ?
vielleicht kann @ Marder oder auch ein anderer BW Soldat etwas dazu sagen.


.
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#162

RE: Aquarienpolizist-Meine Zeit im "Wachkommando Missionschutz Berlin"

in DDR Zeiten 01.04.2015 17:12
von Rostocker | 7.731 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #161
Zitat von Alfred im Beitrag #159


maximal 10 Jahre.

Die Herren wussten doch, auf was sie sich einlassen. Das hat überhaupt nichts mit Rache zu schaffen.




richtig Alfred, ich habe es an anderer Stelle geschrieben. Für mich kam das , was die DDR als Fahnenflucht bezeichnete nicht in Frage. Ich habe mich erst als Zivilist aus dem Staube gemacht. Ich bin aber mit 3 anderen zusammen geflüchtet und das war sicher aus der Sicht der SED / MfS schon bandenmäßige Zusammnrottung und ein Angriff auf die DDR. Hätte ordentlich was auf die Mütze gegeben, wenn wir uns da einen Fehler erlaubt hätten, der zur Festnahme geführt hätte. Unser User @Feliks D. hat es mal vor einiger Zeit auf einige Jährchen Knast geschätzt. Das ist für mich unverhältnismäßig und als Rache einzuordnen . Was blüht eigentlich einem Bundeswehrsoldaten, wenn er sich ins Ausland sich absetzt ?
vielleicht kann @ Marder oder auch ein anderer BW Soldat etwas dazu sagen.


Gib doch einfach mal bei Google--Fahnenflucht bei der Bundeswehr ---ein. Da steht genug. Ich weiß nur, mein jüngster Schwager, hatte mal vor Jahren keinen Bock mehr auf Bundeswehr. Und dann waren die Feldjäger hinter ihm her


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#163

RE: Aquarienpolizist-Meine Zeit im "Wachkommando Missionschutz Berlin"

in DDR Zeiten 01.04.2015 17:15
von ABV | 4.202 Beiträge



Ab der Minute 8:20 wird gezeigt, wie DDR-Bürger Anfang Oktober 1989 vergeblich versuchen, in die USA-Botschaft zu gelangen. An die Gesichter einiger der dort gezeigten Polizisten kann ich mich sogar noch erinnern. Nicht aber an die Namen, was ja auch weder verwunderlich noch wichtig ist. Mein dreimonatiges Gastspiel in der "Wache Mitte" liegt ja bereits fast dreißig Jahre zurück. Hier wird aber noch einmal gezeigt, dass die Türen der Botschaft recht schnell von den Amerikanern verschlossen wurden.
Eigenartig finde ich jedoch ebenfalls das Verhalten der Frau, die mit einem Kind auf dem Arm, in vorderster Reihe, einen Polizisten als " Vogel" beschimpft. Wurden hier wirklich Kinder als lebende Schutzschilde benutzt? Oder stand die Frau nur rein zufällig ganz vorne und die Männer hinten?

Gruß an alle
Uwe


www.Oderbruchfotograf.de

http://seelow89.wordpress.com/tag/volkspolizei-seelow/


damals wars hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#164

RE: Aquarienpolizist-Meine Zeit im "Wachkommando Missionschutz Berlin"

in DDR Zeiten 01.04.2015 17:36
von Alfred | 6.854 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #161
Zitat von Alfred im Beitrag #159


maximal 10 Jahre.

Die Herren wussten doch, auf was sie sich einlassen. Das hat überhaupt nichts mit Rache zu schaffen.




richtig Alfred, ich habe es an anderer Stelle geschrieben. Für mich kam das , was die DDR als Fahnenflucht bezeichnete nicht in Frage. Ich habe mich erst als Zivilist aus dem Staube gemacht. Ich bin aber mit 3 anderen zusammen geflüchtet und das war sicher aus der Sicht der SED / MfS schon bandenmäßige Zusammnrottung und ein Angriff auf die DDR. Hätte ordentlich was auf die Mütze gegeben, wenn wir uns da einen Fehler erlaubt hätten, der zur Festnahme geführt hätte. Unser User @Feliks D. hat es mal vor einiger Zeit auf einige Jährchen Knast geschätzt. Das ist für mich unverhältnismäßig und als Rache einzuordnen . Was blüht eigentlich einem Bundeswehrsoldaten, wenn er sich ins Ausland sich absetzt ?
vielleicht kann @ Marder oder auch ein anderer BW Soldat etwas dazu sagen.



Gert,

dann muss man dies aber in die Zeit von damals setzen.

Vielleicht liest ja @KID , es kann ja mal mitteilen, was einen Angehörigen der Streitkräfte der USA gedroht hätte, wenn dieser in die Botschaft der UdSSR in den Vereinigten Staaten verschwunden wäre.


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#165

RE: Aquarienpolizist-Meine Zeit im "Wachkommando Missionschutz Berlin"

in DDR Zeiten 01.04.2015 18:39
von diefenbaker | 585 Beiträge

Zitat von ABV im Beitrag #160

...
Irgendwie stehen diese Erfahrungen aber im Widerspruch zwischen anders lautenden Äußerungen ehemaliger USA-Diplomaten, die heute behaupten, " keinen Flüchtling weggeschickt zu haben."

Gruß an alle
Uwe


Habe ich so eigentlich nie gehört.

Aber generell glaube ich, dass eine Botschaft bzw, der dort auch ansässige Geheimdienst nur bei für die eigenen Interessen "wertvollen" Leuten behilflich ist und auch nur dann, wenn die Konspiration gewahrt wird.
Wie soll denn eine Botschaft fremde Staatsbürger bei strenger Ausreisekontrolle unauffällig außer Landes bringen, zumal wenn das Gastland schon davon weiss?

Gruss Wolfgang



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#166

RE: Aquarienpolizist-Meine Zeit im "Wachkommando Missionschutz Berlin"

in DDR Zeiten 01.04.2015 19:19
von Harzwanderer | 2.933 Beiträge

Ich schätze mal, den Amerikanern war der ungestörte Berlin-Status wichtiger. Die wollten keinesfalls irgendwelche Spannungen mit verursachen oder "Provokationen" auf den Leim gehen. Es wäre eine Steilvorlage für den Osten gewesen, irgendwo zu vergelten. Die völlige Unveränderbarkeit des alliierten Rechts im Gebiet "Groß-Berlin" (Ost und West) musste unbedingt erhalten werden. Status quo nannte sich das.
Die Amerikaner haben auch Flugzeugentführer nach Tempelhof nach amerikanischem Recht wegen Flugzeugentführung vor Geschworenengerichte gestellt. Da gab es nicht einfach ein "herzliches Willkommen." Das wird aus den gleichen Gründen gewesen sein. Und ihre eigenen Soldaten wurden auch bei Verstößen streng bestraft.

P.S. Hat eigentlich die Sowjetunion in irgendeiner Weise die US-Botschaft in Ost-Berlin mitbe- oder überwacht? Das war ja eigentlich ein Ding unter den Alliierten?


zuletzt bearbeitet 01.04.2015 19:21 | nach oben springen

#167

RE: Aquarienpolizist-Meine Zeit im "Wachkommando Missionschutz Berlin"

in DDR Zeiten 01.04.2015 19:24
von ABV | 4.202 Beiträge

Doch, doch @Diefenbaker. So etwas wurde, sinngemäß, gesagt. Und zwar im Zusammenhang mit dem Jahrestag eines Vorfalls der sich kurz vor der Wende in der dänischen Botschaft abspielte. Dort hatten mehrere DDR-Bürger um Asyl ersucht. Nach längeren Verhandlungen entschloss sich der Botschafter, nach dem die DDR-Bürger sich weigerten das Haus zu verlassen, den DDR-Sicherheitskräften den Zugang zum Objekt zu gestatten, um die Personen zu entfernen.
Aber egal: Fahnenflucht wird wohl in jedem Staat der Welt hart bestraft. Auch mir würde man den Prozess machen, wenn ich einen Stapel VS-Unterlagen klaue und damit, zum Beispiel, in die russische Botschaft renne. Oder in die der USA. Verrat ist Verrat!
In dem konkreten Fall, dem der beiden NVA-Angehörigen, stellt sich aber auch die Frage, ob diese ihr Land unter anderen Umständen verraten hätten? Zum Beispiel wenn die Möglichkeit schon damals bestanden hätte, in die USA zu reisen.
Schade, dass ich bis heute nicht weiß, was aus den beiden geworden ist. Ich gebe aber die Hoffnung nicht auf, eines Tages mehr über ihr Schicksal zu erfahren.

Gruß an alle
Uwe


www.Oderbruchfotograf.de

http://seelow89.wordpress.com/tag/volkspolizei-seelow/


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#168

RE: Aquarienpolizist-Meine Zeit im "Wachkommando Missionschutz Berlin"

in DDR Zeiten 01.04.2015 19:57
von Alfred | 6.854 Beiträge

Zitat von diefenbaker im Beitrag #165
Zitat von ABV im Beitrag #160

...
Irgendwie stehen diese Erfahrungen aber im Widerspruch zwischen anders lautenden Äußerungen ehemaliger USA-Diplomaten, die heute behaupten, " keinen Flüchtling weggeschickt zu haben."

Gruß an alle
Uwe


Habe ich so eigentlich nie gehört.

Aber generell glaube ich, dass eine Botschaft bzw, der dort auch ansässige Geheimdienst nur bei für die eigenen Interessen "wertvollen" Leuten behilflich ist und auch nur dann, wenn die Konspiration gewahrt wird.
Wie soll denn eine Botschaft fremde Staatsbürger bei strenger Ausreisekontrolle unauffällig außer Landes bringen, zumal wenn das Gastland schon davon weiss?

Gruss Wolfgang




Hallo,

es gab verschiedene Fälle.

So suchte im März 1984 ein Angehöriger der Volksmarine die Ständige Vertretung auf. Nach langen Verhandlungen - die u.a. von RA Vogel geführt wurden - konnte er aus der DDR ausreisen. Dies war dann im Juni oder Juli.


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#169

RE: Aquarienpolizist-Meine Zeit im "Wachkommando Missionschutz Berlin"

in DDR Zeiten 01.04.2015 20:03
von Harzwanderer | 2.933 Beiträge

Das wäre aber was anderes. Hintenrum ein festes Ausreiseversprechen kriegen wenn man nochmal die Vertretung verlässt. Das wäre schon echte Hilfe, Vogel ranzuholen. Für die StäV war es immer heikel, DDR-Bürger waren ja "Deutsche im Sinne des Grundgesetzes", die einen Anspruch auf einen West-Personalausweis, Pass etc. hatten. Die mussten verfassungsrechtlich gesehen nicht drum betteln. Trotzdem hat man zuletzt Besucher "ausgemauert" und ihnen nur noch ein Guckloch vom Besucherraum zur eigentlichen Stä-Vertretung gelassen. Eine Schande.


zuletzt bearbeitet 01.04.2015 20:04 | nach oben springen

#170

RE: Aquarienpolizist-Meine Zeit im "Wachkommando Missionschutz Berlin"

in DDR Zeiten 01.04.2015 20:08
von icke46 | 2.593 Beiträge

Nur so ein Gedanke, der mir eben kam: Kann es sein, dass die USA möglicherweise Anfang der 70er Jahre ihre Politik gegenüber Botschaftsflüchtlingen geändert haben?

Ich hatte nur gerade nochmal die Geschichte des ungarischen Kardinals Mindszenty nachgelesen, der am Ende des Ungarn-Aufstands 1956 in die US-Botschaft in Budapest geflohen ist, dort Asyl erhielt und dann tatsächlich 15 Jahre, bis 1971, in der Botschaft verbrachte. Erst nach endlosen Verhandlungen konnte er am 28.09.1971 Ungarn verlassen.

Möglicherweise besteht tatsächlich ein Zusammenhang mit diesem Fall? Zum Nachlesen: http://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%B3zsef_Mindszenty

Gruss

icke



Kalubke hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#171

RE: Aquarienpolizist-Meine Zeit im "Wachkommando Missionschutz Berlin"

in DDR Zeiten 01.04.2015 20:12
von Alfred | 6.854 Beiträge

Zitat von Harzwanderer im Beitrag #169
Das wäre aber was anderes. Hintenrum ein festes Ausreiseversprechen kriegen wenn man nochmal die Vertretung verlässt. Das wäre schon echte Hilfe, Vogel ranzuholen. Für die StäV war es immer heikel, DDR-Bürger waren ja "Deutsche im Sinne des Grundgesetzes", die einen Anspruch auf einen West-Personalausweis, Pass etc. hatten. Die mussten verfassungsrechtlich gesehen nicht drum betteln. Trotzdem hat man zuletzt Besucher "ausgemauert" und ihnen nur noch ein Guckloch vom Besucherraum zur eigentlichen Stä-Vertretung gelassen. Eine Schande.



RA Vogel spielte ja oft eine spezielle Rolle.


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#172

RE: Aquarienpolizist-Meine Zeit im "Wachkommando Missionschutz Berlin"

in DDR Zeiten 01.04.2015 20:16
von Lutze | 8.039 Beiträge

Zitat von ABV im Beitrag #167
Doch, doch @Diefenbaker. So etwas wurde, sinngemäß, gesagt. Und zwar im Zusammenhang mit dem Jahrestag eines Vorfalls der sich kurz vor der Wende in der dänischen Botschaft abspielte. Dort hatten mehrere DDR-Bürger um Asyl ersucht. Nach längeren Verhandlungen entschloss sich der Botschafter, nach dem die DDR-Bürger sich weigerten das Haus zu verlassen, den DDR-Sicherheitskräften den Zugang zum Objekt zu gestatten, um die Personen zu entfernen.
Aber egal: Fahnenflucht wird wohl in jedem Staat der Welt hart bestraft. Auch mir würde man den Prozess machen, wenn ich einen Stapel VS-Unterlagen klaue und damit, zum Beispiel, in die russische Botschaft renne. Oder in die der USA. Verrat ist Verrat!
In dem konkreten Fall, dem der beiden NVA-Angehörigen, stellt sich aber auch die Frage, ob diese ihr Land unter anderen Umständen verraten hätten? Zum Beispiel wenn die Möglichkeit schon damals bestanden hätte, in die USA zu reisen.
Schade, dass ich bis heute nicht weiß, was aus den beiden geworden ist. Ich gebe aber die Hoffnung nicht auf, eines Tages mehr über ihr Schicksal zu erfahren.

Gruß an alle
Uwe


Vielleicht sind dir die beiden Namen noch geläufig,
wäre doch möglich,das irgendwo dazu zum Beispiel
bei Google was zu finden ist
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
Turmwache hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#173

RE: Aquarienpolizist-Meine Zeit im "Wachkommando Missionschutz Berlin"

in DDR Zeiten 01.04.2015 20:19
von Alfred | 6.854 Beiträge

Zitat von ABV im Beitrag #167
Doch, doch @Diefenbaker. So etwas wurde, sinngemäß, gesagt. Und zwar im Zusammenhang mit dem Jahrestag eines Vorfalls der sich kurz vor der Wende in der dänischen Botschaft abspielte. Dort hatten mehrere DDR-Bürger um Asyl ersucht. Nach längeren Verhandlungen entschloss sich der Botschafter, nach dem die DDR-Bürger sich weigerten das Haus zu verlassen, den DDR-Sicherheitskräften den Zugang zum Objekt zu gestatten, um die Personen zu entfernen.
Aber egal: Fahnenflucht wird wohl in jedem Staat der Welt hart bestraft. Auch mir würde man den Prozess machen, wenn ich einen Stapel VS-Unterlagen klaue und damit, zum Beispiel, in die russische Botschaft renne. Oder in die der USA. Verrat ist Verrat!
In dem konkreten Fall, dem der beiden NVA-Angehörigen, stellt sich aber auch die Frage, ob diese ihr Land unter anderen Umständen verraten hätten? Zum Beispiel wenn die Möglichkeit schon damals bestanden hätte, in die USA zu reisen.
Schade, dass ich bis heute nicht weiß, was aus den beiden geworden ist. Ich gebe aber die Hoffnung nicht auf, eines Tages mehr über ihr Schicksal zu erfahren.

Gruß an alle
Uwe




ABV,

einfach mal die BStU anschreiben.

Du dürftest Auskunft erhalten.


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#174

RE: Aquarienpolizist-Meine Zeit im "Wachkommando Missionschutz Berlin"

in DDR Zeiten 01.04.2015 20:24
von Schakal | 271 Beiträge

Denke mal wenn die Amis jedem garantiert Asyl gewährt hätten, der es bis in ihre Botschaft schafft, hätten sie bald das Haus voll, auch wenn das durch die DDR-Sicherheitsorgane verhindert versucht worden wäre. Sowas würde sich sicher schnell rumsprechen.
In diesem Sinne kann ich die Aktion der Botschaftsmitarbeiter schon verstehen, auch wenn sie für die beiden natürlich weniger angenehm war.


--- Ex oriente lux.---
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#175

RE: Aquarienpolizist-Meine Zeit im "Wachkommando Missionschutz Berlin"

in DDR Zeiten 01.04.2015 20:32
von Lutze | 8.039 Beiträge

Zitat von Schakal im Beitrag #174
Denke mal wenn die Amis jedem garantiert Asyl gewährt hätten, der es bis in ihre Botschaft schafft, hätten sie bald das Haus voll, auch wenn das durch die DDR-Sicherheitsorgane verhindert versucht worden wäre. Sowas würde sich sicher schnell rumsprechen.
In diesem Sinne kann ich die Aktion der Botschaftsmitarbeiter schon verstehen, auch wenn sie für die beiden natürlich weniger angenehm war.

ich kann das nicht verstehen,
da steht Reagen vor dem Brandenburger Tor
und quasselt was von einreißen der Mauer,
und Asyl-Suchende läßt man aus seiner Botschaft
rausschmeißen
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
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#176

RE: Aquarienpolizist-Meine Zeit im "Wachkommando Missionschutz Berlin"

in DDR Zeiten 01.04.2015 20:40
von diefenbaker | 585 Beiträge

Zitat von Lutze im Beitrag #175
...
ich kann das nicht verstehen,
da steht Reagen vor dem Brandenburger Tor
und quasselt was von einreißen der Mauer,
und Asyl-Suchende läßt man aus seiner Botschaft
rausschmeißen
Lutze


Schreib doch mal, wie Du Dir eine Alternative vorstellst.

GrussWolfgang



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#177

RE: Aquarienpolizist-Meine Zeit im "Wachkommando Missionschutz Berlin"

in DDR Zeiten 01.04.2015 21:40
von Kalubke | 2.301 Beiträge

Also die Verfahrensweise der US-Botschaften und Konsulate scheint recht unterschiedlich und wahrscheinlich von der jeweiligen Person des Botschafters oder Konsuls abhängig gewesen zu sein. Das US-Konsulat in Syrien hat z.B. 1976 einen asylsuchenden DDR-Seemann aufgenommen, weil dieser befürchtete von den syrischen Behörden an die DDR ausgeliefert zu werden.
(siehe TELEX des US-Außenministeriums nach Bonn vom 28.01.1976, Quelle wikileaks)

Gruß Kalubke



seaman und MHL-er haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 01.04.2015 21:48 | nach oben springen

#178

RE: Aquarienpolizist-Meine Zeit im "Wachkommando Missionschutz Berlin"

in DDR Zeiten 01.04.2015 22:01
von Kalubke | 2.301 Beiträge

Zitat von Harzwanderer im Beitrag #166
I

[...]

P.S. Hat eigentlich die Sowjetunion in irgendeiner Weise die US-Botschaft in Ost-Berlin mitbe- oder überwacht? Das war ja eigentlich ein Ding unter den Alliierten?


Lies mal das Buch von @KID "Against All Enemies". darin hat er beschrieben, dass die HA III des MfS unter der Legende, dass ein Stück Tunnel der Nord-Süd S-Bahn in der Neustädtischen Kirchstr. erneuert werden musste, die Telefonleitung zwischen der US-Botschft in Ostberlin und dem US-Konsulat in Westberlin angezapft hatte. @KID musste die Telefongespräche übersetzen und auswerten. Darunter war allerlei Kurioses, z.B. dass die US-Botschaft mal von lybischen Agenten observiert wurde und der Botschaftsbeamte während eines Gespräches nach Westberlin sich ausdrücklich an seine ostdeutschen Mithörer wandte und die Autonummer des verdächtigen Autos. durchgab. Vieleicht ist die Story ja bis zu @ABV ins Wachkommando durchgedrungen.


Gruß Kalubke



Harzwanderer hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 01.04.2015 22:08 | nach oben springen

#179

RE: Aquarienpolizist-Meine Zeit im "Wachkommando Missionschutz Berlin"

in DDR Zeiten 01.04.2015 23:03
von seaman | 3.487 Beiträge

Zitat von Kalubke im Beitrag #177
Also die Verfahrensweise der US-Botschaften und Konsulate scheint recht unterschiedlich und wahrscheinlich von der jeweiligen Person des Botschafters oder Konsuls abhängig gewesen zu sein. Das US-Konsulat in Syrien hat z.B. 1976 einen asylsuchenden DDR-Seemann aufgenommen, weil dieser befürchtete von den syrischen Behörden an die DDR ausgeliefert zu werden.
(siehe TELEX des US-Außenministeriums nach Bonn vom 28.01.1976, Quelle wikileaks)

Gruß Kalubke


Eventuell sollte man mit in Erwägung ziehen,dass der in die US-Botschaft geflüchtete Seemann Klunder von der "Rudolf Diesel" sich im Besitz gültiger Reisepapiere der DDR befand und keine erschwerenden Delikte wie Fahnenflucht,Geheimnisverrat beging.Also lediglich eine Republikflucht über ein Drittland....
Das hätte auch über jede andere diplomatische westliche Einrichtung im Ausland so funktioniert.

seaman


zuletzt bearbeitet 01.04.2015 23:06 | nach oben springen

#180

RE: Aquarienpolizist-Meine Zeit im "Wachkommando Missionschutz Berlin"

in DDR Zeiten 01.04.2015 23:37
von Kalubke | 2.301 Beiträge

Meinst Du, die US-Diplomaten haben sie für ehrlose Gesellen gehalten, weil auch ihnen militärische Disziplin heilig ist?

Übrigens auch die HV A IX/A/3 war gegen die US-Botschaft in Ostberlin aktiv. Im Vorgang "Engel" wurde versucht die damalige Leiteren der CIA-Residentur in der Botschaft Karyl M. Seljak zu kompromittieren und anzuwerben da sie füher als Agentenführerin in Österreich die Treffs regelwidrig bei sich zu Hause abgehalten hat. Die HV A wusste das, weil die ungarischen Kollegen ihre Wohnung verwanzt hatten (Quelle Eichner/Schramm: Konterspionage).

Gruß Kalubke



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