#41

RE: Der UvD in der Grenzkompanie

in Grenztruppen der DDR 19.02.2015 16:21
von Jobnomade | 1.380 Beiträge

Hallo miteinander

Als Gefreiter und (einziger) Gruppenführer mit diesem Dienstgrad - alle anderen GF waren Uffz oder Ufw - war ich oft
UvD bzw. GUvD (1979/80 in Vacha) - besonders in den letzten Wochen vor dem Heimgang April 80.
"Keine Leute, keine Leute" - das war eben in der DDR so

Ein trockener und warmer Platz, langweilig - aber was soll's: alles gediente Zeit !!

Gruss Hartmut


u3644_Jobnomade.html
damals wars und vs1400 haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 19.02.2015 16:24 | nach oben springen

#42

RE: Der UvD in der Grenzkompanie

in Grenztruppen der DDR 19.02.2015 16:30
von schulzi | 1.756 Beiträge

Zitat von Jobnomade im Beitrag #41
Hallo miteinander

Als Gefreiter und (einziger) Gruppenführer mit diesem Dienstgrad - alle anderen GF waren Uffz oder Ufw - war ich oft
UvD bzw. GUvD (1979/80 in Vacha) - besonders in den letzten Wochen vor dem Heimgang April 80.
"Keine Leute, keine Leute" - das war eben in der DDR so

Ein trockener und warmer Platz, langweilig - aber was soll's: alles gediente Zeit !!

Gruss Hartmut


und ein sauberer KS


nach oben springen

#43

RE: Der UvD in der Grenzkompanie

in Grenztruppen der DDR 19.02.2015 16:44
von glasi | 2.815 Beiträge

Zitat von Jobnomade im Beitrag #41
Hallo miteinander

Als Gefreiter und (einziger) Gruppenführer mit diesem Dienstgrad - alle anderen GF waren Uffz oder Ufw - war ich oft
UvD bzw. GUvD (1979/80 in Vacha) - besonders in den letzten Wochen vor dem Heimgang April 80.
"Keine Leute, keine Leute" - das war eben in der DDR so

Ein trockener und warmer Platz, langweilig - aber was soll's: alles gediente Zeit !!

Gruss Hartmut


Dürftet ihr was lesen???????



zuletzt bearbeitet 19.02.2015 16:44 | nach oben springen

#44

RE: Der UvD in der Grenzkompanie

in Grenztruppen der DDR 19.02.2015 16:56
von Jobnomade | 1.380 Beiträge

Zitat von glasi im Beitrag #43
Zitat von Jobnomade im Beitrag #41
Hallo miteinander

Als Gefreiter und (einziger) Gruppenführer mit diesem Dienstgrad - alle anderen GF waren Uffz oder Ufw - war ich oft
UvD bzw. GUvD (1979/80 in Vacha) - besonders in den letzten Wochen vor dem Heimgang April 80.
"Keine Leute, keine Leute" - das war eben in der DDR so

Ein trockener und warmer Platz, langweilig - aber was soll's: alles gediente Zeit !!

Gruss Hartmut


Dürftet ihr was lesen???????


Während der Zeit als UvD ?
Nur die Dienstvorschriften !!!
Ach, Quatsch.... Nachts war doch kein weiterer Vorgesetzter auf der Kompanie (oder schlief).
Zumindest stand er nicht hinter dem UvD oder GUvD und kontrollierte ihn.
Aber, glaub mir - Du warst vom ewig wechselnden Schlaf-/Wach-Rhythmus des Grenzdiensts platt und hast einfach mal den Kopf auf den Tisch gelegt. Und wenn Du nicht zu müde warst, konntest Du natürlich auch lesen.
Auch tagsüber gab es schon mal ruhige Stunden dafür - Hauptsache Du hast eine gute Figur abgegeben, wenn plötzlich mal irgend ein Offizier des Stabes auftaucht.

Gruss Hartmut


u3644_Jobnomade.html
glasi, damals wars und vs1400 haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 19.02.2015 16:57 | nach oben springen

#45

RE: Der UvD in der Grenzkompanie

in Grenztruppen der DDR 19.02.2015 17:32
von utkieker | 2.913 Beiträge

Nach meinem Weggang von der GÜST waren einige Grenzabschnitte für mich tabu (keine Ahnung warum), also blieb für mich als Alternative der UvD- Dienst. Immerhin hat es sich bezahlt gemacht, daß ich Petschaft und Schlüssel für die Waffenkammer hatte, denn der Schnellste war der Waffen- Keim nicht - ein Phlegmatiker vor dem Herrn! UvD- Dienst war nicht so stressig wie man denkt aber extrem langweilig, dann lieber den K6 ablatschen. Im Winter hatte es sicherlich seine Vorteile seinen Arsch im Trockenen zu haben aber im Sommer habe ich mich wirklich nicht darum gerissen. Merkwürdig, wenn man gehäuft nach der Frühschicht UvD hatte.

Gruß Hartmut!


"Die Vergangenheit zu verbieten macht sie nicht ungeschehen, nicht einmal wenn man versucht sie selbst in sich zu verdrängen"
(Anja-Andrea 1959 - 2014)
vs1400 hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#46

RE: Der UvD in der Grenzkompanie

in Grenztruppen der DDR 19.02.2015 18:05
von glasi | 2.815 Beiträge

Zitat von Jobnomade im Beitrag #44
Zitat von glasi im Beitrag #43
Zitat von Jobnomade im Beitrag #41
Hallo miteinander

Als Gefreiter und (einziger) Gruppenführer mit diesem Dienstgrad - alle anderen GF waren Uffz oder Ufw - war ich oft
UvD bzw. GUvD (1979/80 in Vacha) - besonders in den letzten Wochen vor dem Heimgang April 80.
"Keine Leute, keine Leute" - das war eben in der DDR so

Ein trockener und warmer Platz, langweilig - aber was soll's: alles gediente Zeit !!

Gruss Hartmut


Dürftet ihr was lesen???????


Während der Zeit als UvD ?
Nur die Dienstvorschriften !!!
Ach, Quatsch.... Nachts war doch kein weiterer Vorgesetzter auf der Kompanie (oder schlief).
Zumindest stand er nicht hinter dem UvD oder GUvD und kontrollierte ihn.
Aber, glaub mir - Du warst vom ewig wechselnden Schlaf-/Wach-Rhythmus des Grenzdiensts platt und hast einfach mal den Kopf auf den Tisch gelegt. Und wenn Du nicht zu müde warst, konntest Du natürlich auch lesen.
Auch tagsüber gab es schon mal ruhige Stunden dafür - Hauptsache Du hast eine gute Figur abgegeben, wenn plötzlich mal irgend ein Offizier des Stabes auftaucht.

Gruss Hartmut




Oh Mann !! Was hatten wir es dagegen gut. Wir durften zwar auch nur dienstlich gelieferte BW Zeitungen lesen, aber in der konnte man gut denn Kicker oder die Sportbild verstecken. Abends kam dann die Glotze raus. Mitte der 90 Jahre kam dann noch die Ps 1 raus. Am Wochenende habe ich die gar nicht eingepackt. Die lief dann Tag und Nacht. Vor der Kompanie stand mein Auto. Mit der bin ich Mittags in die Kantiene gefahren. Am Sonntag morgen die Sachen gepackt und dann nach Hause. Das war ein Leben



zuletzt bearbeitet 19.02.2015 18:09 | nach oben springen

#47

RE: Der UvD in der Grenzkompanie

in Grenztruppen der DDR 19.02.2015 18:13
von Rostocker | 7.716 Beiträge

UvD und GUvD das ging ja noch. Aber wenn man direkt Latte stehen musste,das war vom Ar...... Da war überhaupt keine Abwechslung vorhanden , höchstens wenn die Ausgänger zurückkehrten in ihren Suff oder wenn Parktag angesagt war. Ansonsten hat man da draußen nur seine Zeit abgestanden und danach kam dann noch die Bereitschaft.


Jobnomade, utkieker und vs1400 haben sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#48

RE: Der UvD in der Grenzkompanie

in Grenztruppen der DDR 19.02.2015 18:14
von schulzi | 1.756 Beiträge

@glasi solange es das ND oder die Junge Welt waren wurde darüber hinweg gesehen


glasi hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#49

RE: Der UvD in der Grenzkompanie

in Grenztruppen der DDR 19.02.2015 19:46
von freddchen | 58 Beiträge

Zitat von andyman im Beitrag #37
Zitat von freddchen im Beitrag #36


Als WE war man ein echter Tausendsassa: Klickklack, Magazin rein (zwei Stunden Wache am Tor, zwei Stunden Innendienst im Wechsel); tagsüber zur Verfügung aller Vorgesetzten, inkl. Servieren des Mittagessens für die Herrschaften und was sonst noch anfiel; nachts wurden Reviere verteilt, die der Trostlosigkeit dann die Krone aufsetzten. Naja, 2 Uhr morgens die Flure keulen... Kann sich jeder vorstellen.

Auch wenn man im Grenzdienst selbst richtig verheizt wurde, WE war mit Abstand das Unbeliebteste...


@freddchen
Das hätte sich zu anderen Zeiten keiner getraut,nachts Reviere verteilen und ihr habt das 90 noch mitgemacht?Das ist doch Bullshit.
Lgandyman


Nix Bullshit. So wars gewesen. Warum hätte man einen Soldaten auch die Hälfte der Zeit abhängen lassen sollen. Man war ja im Wechsel zwei Stunden am Tor. Bitte genauer lesen: Ich wurde Januar 90 entlassen. Wer wie ich im Februar 1989 gezogen wurde, hatte noch das normale Programm.

Deutliche Zerfallserscheinungen gabs erst ab November/Dezember 1989. Im Januar ging es dann Schlag auf Schlag. Da wurde bei uns z.B. die gesamte oberste Etage der GK dichtgemacht, die übriggebliebenen Soldaten wurden zusammengelegt, egal zu welchem Zug sie ursprünglich gehörten. Die Schlafräume waren das erste Mal in meiner Zeit voll belegt.

Richtig ist aber, dass ab spätestens Januar 90 viele Soldaten Hornhaut an Bauch und Rücken bekamen, weil sie außen im Bett zu liegen, kaum noch was zu tun hatten. Die Dienste wurden massiv ausgedünnt. Es machte auch keinen wirklichen Sinn mehr. Bei uns wurde 'versucht' Tore abzufackeln und es fanden sich regelmäßig neue Löcher im Zaun/6 Meter. Man ist vorbeigefahren, hat es aber gar nicht mehr reingemeldet. Es war vorbei.

Irgendwann gingen dann sogar Soldaten, die nie mit Pistole geschossen hatten, mit der Waffe raus. Egal. Man suchte irgendwie auch den guten Kontakt zur Bevölkerung und es sah eben weniger martialisch aus, wenn man täglich für ein paar Stunden den provisorischen Grenzübergang (Zaun zerschnitten und zur Seite geklappt) öffnete...


vs1400 hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 19.02.2015 20:22 | nach oben springen

#50

RE: Der UvD in der Grenzkompanie

in Grenztruppen der DDR 19.02.2015 20:59
von glasi | 2.815 Beiträge

Zitat von freddchen im Beitrag #49
Zitat von andyman im Beitrag #37
Zitat von freddchen im Beitrag #36


Als WE war man ein echter Tausendsassa: Klickklack, Magazin rein (zwei Stunden Wache am Tor, zwei Stunden Innendienst im Wechsel); tagsüber zur Verfügung aller Vorgesetzten, inkl. Servieren des Mittagessens für die Herrschaften und was sonst noch anfiel; nachts wurden Reviere verteilt, die der Trostlosigkeit dann die Krone aufsetzten. Naja, 2 Uhr morgens die Flure keulen... Kann sich jeder vorstellen.

Auch wenn man im Grenzdienst selbst richtig verheizt wurde, WE war mit Abstand das Unbeliebteste...


@freddchen
Das hätte sich zu anderen Zeiten keiner getraut,nachts Reviere verteilen und ihr habt das 90 noch mitgemacht?Das ist doch Bullshit.
Lgandyman


Nix Bullshit. So wars gewesen. Warum hätte man einen Soldaten auch die Hälfte der Zeit abhängen lassen sollen. Man war ja im Wechsel zwei Stunden am Tor. Bitte genauer lesen: Ich wurde Januar 90 entlassen. Wer wie ich im Februar 1989 gezogen wurde, hatte noch das normale Programm.

Deutliche Zerfallserscheinungen gabs erst ab November/Dezember 1989. Im Januar ging es dann Schlag auf Schlag. Da wurde bei uns z.B. die gesamte oberste Etage der GK dichtgemacht, die übriggebliebenen Soldaten wurden zusammengelegt, egal zu welchem Zug sie ursprünglich gehörten. Die Schlafräume waren das erste Mal in meiner Zeit voll belegt.

Richtig ist aber, dass ab spätestens Januar 90 viele Soldaten Hornhaut an Bauch und Rücken bekamen, weil sie außen im Bett zu liegen, kaum noch was zu tun hatten. Die Dienste wurden massiv ausgedünnt. Es machte auch keinen wirklichen Sinn mehr. Bei uns wurde 'versucht' Tore abzufackeln und es fanden sich regelmäßig neue Löcher im Zaun/6 Meter. Man ist vorbeigefahren, hat es aber gar nicht mehr reingemeldet. Es war vorbei.

Irgendwann gingen dann sogar Soldaten, die nie mit Pistole geschossen hatten, mit der Waffe raus. Egal. Man suchte irgendwie auch den guten Kontakt zur Bevölkerung und es sah eben weniger martialisch aus, wenn man täglich für ein paar Stunden den provisorischen Grenzübergang (Zaun zerschnitten und zur Seite geklappt) öffnete...


Hallo. Vielleicht kannst du uns mehr aus der Zeit erzählen. Hört sich sehr intersannt an. Lg Glasi



nach oben springen

#51

RE: Der UvD in der Grenzkompanie

in Grenztruppen der DDR 19.02.2015 22:29
von andyman | 1.871 Beiträge

Zitat von glasi im Beitrag #50
Zitat von freddchen im Beitrag #49
Zitat von andyman im Beitrag #37
[blau]


@freddchen
Das hätte sich zu anderen Zeiten keiner getraut,nachts Reviere verteilen und ihr habt das 90 noch mitgemacht?Das ist doch Bullshit.
Lgandyman


Nix Bullshit. So wars gewesen. Warum hätte man einen Soldaten auch die Hälfte der Zeit abhängen lassen sollen. Man war ja im Wechsel zwei Stunden am Tor. Bitte genauer lesen: Ich wurde Januar 90 entlassen. Wer wie ich im Februar 1989 gezogen wurde, hatte noch das normale Programm.

Deutliche Zerfallserscheinungen gabs erst ab November/Dezember 1989. Im Januar ging es dann Schlag auf Schlag. Da wurde bei uns z.B. die gesamte oberste Etage der GK dichtgemacht, die übriggebliebenen Soldaten wurden zusammengelegt, egal zu welchem Zug sie ursprünglich gehörten. Die Schlafräume waren das erste Mal in meiner Zeit voll belegt.

Richtig ist aber, dass ab spätestens Januar 90 viele Soldaten Hornhaut an Bauch und Rücken bekamen, weil sie außen im Bett zu liegen, kaum noch was zu tun hatten. Die Dienste wurden massiv ausgedünnt. Es machte auch keinen wirklichen Sinn mehr. Bei uns wurde 'versucht' Tore abzufackeln und es fanden sich regelmäßig neue Löcher im Zaun/6 Meter. Man ist vorbeigefahren, hat es aber gar nicht mehr reingemeldet. Es war vorbei.

Irgendwann gingen dann sogar Soldaten, die nie mit Pistole geschossen hatten, mit der Waffe raus. Egal. Man suchte irgendwie auch den guten Kontakt zur Bevölkerung und es sah eben weniger martialisch aus, wenn man täglich für ein paar Stunden den provisorischen Grenzübergang (Zaun zerschnitten und zur Seite geklappt) öffnete...


Hallo. Vielleicht kannst du uns mehr aus der Zeit erzählen. Hört sich sehr intersannt an. Lg Glasi


@freddchen
hallo.Das du zu dieser Zeit gedient hast,kannst nix dafür und würde gern mehr aus dieser Zeit hören,mit Grenzdienst hat es doch weniger zu tun.Lgandyman


Gruß aus Südschweden
Was nützt alles Hasten und Jagen,auch du bist nur ein Tropfen im Meer der Unendlichkeit. Confuzius
nach oben springen

#52

RE: Der UvD in der Grenzkompanie

in Grenztruppen der DDR 20.02.2015 09:39
von berlin3321 | 2.513 Beiträge

Moin Forum,

´79- ´80 war ich beim Bund, lange ist´s her. Beim Inst. Btl. 610, Kompanie weiß ich nicht mehr, ich glaube 5. Die waren in Fl- Weiche.

Das Instl Btl setzte u.a. Kfz instand, neben Panzern HS 30 auch den "Alu Bus" und den M 48. Dann gab es einen Zug der die MAN 5 Tonner reparierte sowie einen Zug der die DKW Munga und VW Busse instand setzte.

Der VW Iltis wurde zu der Zeit gerade eingeführt, war ´n tolles Teil.

Wache schieben war Sch***** weil da auch ein Teil Ami´s drauf waren, dann noch einige Jäger. Man hatte glaube ich 4 h Wache und dann 4 h Ruhe. Es gab wimre 2 Streifen und 2 Torwachen, wobei Nachts die Torwache hinten Ausgang zum Gelände zur Streife wurde. Tagsüber glaube ich, waren die Streifen nicht unterwegs.

Nachts und am WE liefen die Streifen durch den Technik Bereich, kontrollierten die Hallen und Kfz auf korrekten Verschluß.

Doof waren die Ami´s die da rum rannten und rum fuhren, die hatten Narrenfreiheit, man wusste nie, dürfen die, dürfen die nicht......

Bei den 2, 3 x die ich Wache hatte (auch Doppelstreife) durften die alles, wir haben uns fast immer "versteckt".

Dann gab es noch so einen beknackten Hauptfeld und Zugführer der zu jeder Tages- und Nachtzeit im T-Bereich rum rannte, mit seinem Bergeleo in Gange war, in seinem Büro irgendwas zu erledigen hatte und nie ´ne Parole wusste aber eben bekannt wie ein bunter Hund war.....angehalten, verhaftet hat den nie einer.

Wie beknackt der Hauptfeld als Zugführer war lässt sich vielleicht daran erkennen, dass er seinen Bergeleo mit Teppichboden ausgelegt war. Wer da mit dreckigen Stiefeln einstieg hatte ein echtes Problem.....

Dann gab es einen Soldaten der den T- Bereich privat nutze, dort Fzge lackierte, nach Feierabend aber auch die BW Fzge fertig stellte. Zum Ausgleich wurde auch während der Dienstzeit lackiert.

Der Soldat hatte wimre auch nichts, keinen "Passierschein", ist aber zu lange her, der Soldat gehörte auch zu unserer Kompanie...

Der UvD war häufig ein HG oder OG, z.T. UA oder OA.

Einen Gefreiten als UvD? Kann ich mich nicht erinnern.

Der GvD war auch mal häufiger ein Soldat, ein Rotar**** (hießen die Glatten beim Bund). Ob lesen oder Glotze beim UvD Dienst und während der Wache erlaubt war, keine Ahnung, vergessen.

Ich glaube während des UvD war das egal.

Der vorgenannte Hauptfeld rannte auch in der Kompanie rum, holte sich die entsprechende Schlüssel.....das wurde dann im UvD Buch vermerkt und gut.

Ich weiß auch nicht mehr ob wir abwechselt gepennt haben. Ich meine schon, denn ein Bett stand in der UvD Bude drin.

Der Spieß war übrigens nur ein Oberfeld während der Hauptfeld nur Gruppenführer war.

MfG Berlin

Edit: Abkürzugen

Inst Btl Instandsetzungs Bataillon
Fl Weiche Flensburg- Weiche
T- Bereich Technischer Bereich
G Gefreiter
OG Obergefreiter
HG Hauptgefreiter
UA Uffz Anwärter
OA Offiziersanwärter
Oberfeld Oberfeldwebel
Hauptfeld Hauptfeldwebel


Dieser Beitrag ist eine Meinungsäußerung, nicht repräsentativ, im Sinne des Art. 5 des Grundgesetzes und durch diesen gedeckt !
MHL-er hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 20.02.2015 10:42 | nach oben springen

#53

RE: Der UvD in der Grenzkompanie

in Grenztruppen der DDR 24.02.2015 20:35
von freddchen | 58 Beiträge

@andyman, @glasi

Bei Interesse zur Wendezeit (und dem Drumherum) bei den GT könnte ich noch dies und das berichten. Wobei man fast ein neues Thema aufmachen müsste. Hier gehts ja um etwas anderes.... Fragen können jederzeit an mich gestellt werden.

Ich war von 02/1989 bis 01/1990 als Grundwehrdienstleistender dabei. Drei Monate Ausbildung in Eisenach. Unter den unnachgiebigen Fittichen von Stabsoberfähnrich Hxxxx Sxxxxxx als Zugführer, der in dieser Zeit auch mit Artikel und Foto in der Zeitschrift Armeerundschau bedacht wurde. Denn er war (so wurde uns gesagt) der erfolgreichste Zugführer der GT in der DDR und (ich bin Zeuge) auch gut motiviert.

Dann ging es bis zum Schluss in die höchstgelegene Grenzkompanie (Rhön).

Dort lebte man gefühlte 300 Tage im Jahr im Nebel und oft waren richtige Winter angesagt. Ich hatte in meinem Winter dort Glück, das Herumkrackseln auf Skiern ist uns in dem Jahr erspart geblieben. Davor hatten viele wohl mehr Respekt, als vorm Feind. In der Vergangenheit soll der Schnee dort manchmal so hoch gelegen haben, dass die Zäune nicht mehr zu sehen waren. Muss ein kurioses Erlebnis gewesen sein...

Im Sommer davor wurden wir andererseits mit ordentlich hohen Temperaturen und einer nicht zu unterschätzenden Mückenplage auf der Kompanie konfrontiert, so dass der kaum vorhandene Schlaf noch weiter in die Ferne rückte. Die Nerven lagen mehrere Wochen blank, die Mückenplage (und die Folgen) wurden sogar in der TAPI (Tagespolitische Information) thematisiert. Vorgesetzte mit Augenringen standen zum Problem Rede und Antwort, aber konnten ja auch nichts machen.

Wie auch immer, die wirklich sehr reizvolle Landschaft/Gegend und die lecker zubereiteten Speisen der Frauen/Zivilangestellten aus dem Dorf bleiben in guter Erinnerung.

Wie gesagt, bei Interesse dürfen gerne weitere Frage gestellt werden...


hardi24a und vs1400 haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 24.02.2015 20:37 | nach oben springen

#54

RE: Der UvD in der Grenzkompanie

in Grenztruppen der DDR 25.02.2015 09:08
von Jobnomade | 1.380 Beiträge

[quote=freddchen|p451347

Wie gesagt, bei Interesse dürfen gerne weitere Frage gestellt werden...[/quote]

Hallo freddchen,

lass mich mal neugierig sein:
Die "höchstgelegene GK in der Rhön" war in ?
Frankenheim ? oder Andenhausen ?
Ich war 1979 in Kaltenwestheim, Battalionssicherung. Den Rhönkopf mit Frankenheim/Birx und den Blick auf die Wasserkuppe kenne ich recht gut.
Den Winter 79/80 wurde ich dann nach Vacha abkommandiert.

Gruss Hartmut


u3644_Jobnomade.html
nach oben springen

#55

RE: Der UvD in der Grenzkompanie

in Grenztruppen der DDR 25.02.2015 21:31
von freddchen | 58 Beiträge

Zitat von Jobnomade im Beitrag #54
[quote=freddchen|p451347

Hallo freddchen,

lass mich mal neugierig sein:
Die "höchstgelegene GK in der Rhön" war in ?
Frankenheim ? oder Andenhausen ?
Ich war 1979 in Kaltenwestheim, Battalionssicherung. Den Rhönkopf mit Frankenheim/Birx und den Blick auf die Wasserkuppe kenne ich recht gut.
Den Winter 79/80 wurde ich dann nach Vacha abkommandiert.

Gruss Hartmut



Hallo jobnomade,

dann kennst Du Dich ja in der Gegend bestens aus.

Ist richtig, ich war in Frankenheim. Im Zipfel Frankenheim/Birx (Dreiländereck Thüringen, Hessen, Bayern). Bereits beim Verladen der Soldaten von Eisenach in Richtung Frankenheim (wir nannten es liebevoll Frankenstein) kam die eine oder andere süffisante Bemerkung von Vorgesetzten. Die hatten wohl schon vom Leben in den Wolken am Ende der Welt gehört oder waren mal dort.

Wegen der speziellen geographischen Lage war das Leben für die Bevölkerung dort kein Zuckerschlecken, erstens so hoch gelegen und zweitens noch im letzten! Zipfel, durch die Grenze von allem abgeschnitten. Dementsprechend wurde dort mit Vorliebe Hochprozentiges konsumiert. Wenn das seltene Glück eines Dienstfrei eintrat, haben wir uns natürlich beteiligt. Dort gab es eine (?) Kneipe und kein Wegkommen...

Gruselig konnte es sein, wenn man aus dem Urlaub zurückkam. Als man im Meiningen aus dem Zug ausstieg, waren je nach Jahreszeit dort noch brauchbare Temperaturen und Vegetation zu erkennen. Dann wurde es im Minutentakt kälter auf der Ladefläche des Elo, bis einen der bekannte Mix aus Raureif, Nebel und erstem Schnee den Rest gab. Und die ewiglangen Zugfahrten damals konnten die Stimmung auch nicht garade aufgeheitern. Aber man wurde ja sofort wieder eingetaktet, die heimgekehrten Soldaten mit Vorliebe als WE für 12 Stunden. Da durfte man seinen Blues bestens ausleben... Jetzt konnte es nur noch besser kommen.

Im Hinterland war ich kaum zugange, nur ein paar Tage im Medpunkt Dermbach. Und dann habe ich mal einen zu versetzenden Kollegen in Kaltennordheim mit abgeliefert, der aus persönlichen Gründen nicht mehr am Zaun stehen konnte/wollte/durfte. Naja und zum Postenführerlehrgang ist man am Anfang mal raus gekommen.

Das Gebäude der GK Frankenheim wurde abgerissen. Das angrenzende Gelände ist wohl heute teils mit Einfamilienhäusern bebaut...


Jobnomade, hardi24a und vs1400 haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 25.02.2015 21:36 | nach oben springen

#56

RE: Der UvD in der Grenzkompanie

in Grenztruppen der DDR 26.02.2015 17:48
von Jobnomade | 1.380 Beiträge

Hallo @freddchen ,

ja klar kenne ich den Rhönkopf - ich bin heute öfters mal dort, wohne nur ca. 100 km Luftlinie westlich davon.
In der Rhön verbringe ich viele Wochenenden - mit Wandern und Gleitschirmfliegen.
Es gibt hier im Forum übrigens auch ehemalige Rhöngrenzer aus dem letzten Jahrgang - die machen jedes Jahr so ein kleines Treffen.
Ich war voriges Jahr dabei, war prima.
Nimm doch mal zu @Duck Kontakt auf..

Gruss Hartmut


u3644_Jobnomade.html
freddchen hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen



Besucher
22 Mitglieder und 52 Gäste sind Online

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: DerKurze
Besucherzähler
Heute waren 1671 Gäste und 121 Mitglieder, gestern 3466 Gäste und 184 Mitglieder online.

Forum Statistiken
Das Forum hat 14354 Themen und 556984 Beiträge.

Heute waren 121 Mitglieder Online:

Besucherrekord: 589 Benutzer (24.10.2016 20:54).

Xobor Ein eigenes Forum erstellen