#401

RE: Griechenland - gestern - heute - morgen

in Themen vom Tage 11.06.2015 10:05
von damals wars | 12.192 Beiträge

Geht der Euro krachen, geht auch die EU krachen.
Wenn man schon eine so kleine und unbedeutende Volkswirtschaft nicht retten kann,was ist der ganze Verein dann wert?
Letztendlich geht es nicht um Griechenland, es geht um die Schulden bei den deutschen Banken,
Also handeln sie Miss Woschd Urop, retten sie die Bilanzen, koste es was es wolle! Konnte doch bisher nicht teuer genug sein!
Wer war gleich Muttis Bankenberater?
Der Deutsche Bank Undertaker?


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#402

RE: Griechenland - gestern - heute - morgen

in Themen vom Tage 11.06.2015 10:10
von Lutze | 8.039 Beiträge

Es gibt aber auch eine gute Nachricht,
ein griechischer Gastwirt aus Bremerhaven will
Bedürftigen-Tafel in Griechenland einführen,
mehr dazu auf: SZ-ONLINE-DE
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
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#403

RE: Griechenland - gestern - heute - morgen

in Themen vom Tage 11.06.2015 10:58
von eisenringtheo | 9.180 Beiträge

Zitat von Lutze im Beitrag #402
Es gibt aber auch eine gute Nachricht,
ein griechischer Gastwirt aus Bremerhaven will
Bedürftigen-Tafel in Griechenland einführen,
mehr dazu auf: SZ-ONLINE-DE
Lutze

Vorsicht: Video politisch nicht korrekt

Theo


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#404

RE: Griechenland - gestern - heute - morgen

in Themen vom Tage 11.06.2015 11:52
von damals wars | 12.192 Beiträge

Griechenland ist Gerüchten zufolge das Land, das die meisten Leopardpanzer besitzt.
Wir brauchen die einfach, damit sich die Produktion des Leo 3 lohnt!
Schließlich soll der den Leo 2, das G 36 sowie alte U- Boote und alte Fregatten ersetzen!


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
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#405

RE: Griechenland - gestern - heute - morgen

in Themen vom Tage 11.06.2015 12:46
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von Dandelion im Beitrag #390
Was aus Sicht einiger User falsch gemacht wurde, dürfte hinreichend beschrieben sein. Auch, dass breitesten Bevölkerungsschichten nicht noch mehr zugemutet werden kann. Und die Banken und das Großkapital sind sowieso die Schuldigen, wie immer.

Viele Klagen - aber Lösungsvorschläge, wie es weitergehen könnte, sind höflich ausgedrückt rar.




Erlaube mir mal den Vergleich mit meinem siechenden Schiffsfonds, einer Beteiligung, die mit aberwitzigen Ertragsprognosen beworben wurde, welche niemals dauerhaft am Markt einzuhalten waren.
Jene Charterraten waren genauso illusorisch wie die Eurotauglichkeit der Griechen, das wissen wir heute.
Nun wurde das Containerschiff nicht versenkt, sondern es gab einen Sanierungsplan, dessen Ergebnis in den nächsten Wochen bekannt gegeben wird.
Die MS "Passat" wurde einst für 12 Mio € angeschafft, wobei eine Bank den Löwenanteil finanzierte und der Rest unter den Kapitalanlegern mit hohen Verluszuweisungsmöglichkeiten aufgeteilt wurde.
Zunächst lief alles optimal, so wie beim Modell "Griechenland" weil die Charterraten künstlich hoch gehalten werden konnten, immerhin hat man drei Jahre lang die geplante 8,5%- Ausschüttung auch ausgezahlt.
Im Zusammenhang mit dem Finanzcrash und zufälligerweise sogar synchron mit der Griechenlandkrise stürzten die Erträge aus der Beteiligung ins Bodenlose, so daß dauerhaft nicht mehr an Schuldentilgung und erst recht nicht an Ausschüttung zu denken war.
Es reichte nur noch für die Zinszahlungen an die Bank, die Heuer für die Crew und den Unterhalt für das Schiff, das trotzdem noch übers Mittelmeer schipperte, was blieb uns anderes übrig, trotzdem mußte eine Lösung her.
Die sieht aktuell so aus, daß die Bank einen Schuldenschnitt anbot mit der Vorbedingung, daß die Anleger alle Ausschüttungen zurück zahlen (Enthaftungskapital) und weiteres Geld nachschießen mögen, das dann aber rentabel angelegt sein würde unter der Maßgabe, daß die Charterraten auf dem nunmehr gesunden (?) Niveau um die 5000- 6000 € halten werden.
Das zehnjährige Schiff ist nun mit 4,5 Mio. Euro billiger als eine Drehstromlok und bekommt hoffentlich eine weitere Chance, das wird wie gesagt spätestens Ende September (der Galgenfrist der Bank) amtlich sein.
Das was hier im Kleinen geht, sollte für eine Volkswirtschaft eigentlich auch durchführbar sein, allerdings ist dieses nationale Dickschiff recht schwer manövrierfähig, weil jeder Kapitän sein möchte und aus der Perspektive des Außenstehenden das blanke Chaos herrscht.
Am Ende ist es aber immer noch der kleine jämmerliche Kapitalismus, der im Prinzip überall gleich funktioniert, eben so wie der große Nautiker Marx es schon beschrieben hat.
Niemand hat etwas gekonnt, wenn Griechenland im Mittelmehr verschwindet, die Geldgeber haben sich in einem wie im anderen Fall verzockt und müssen nun die Konsequenzen tragen und möglichst daraus lernen.
Nicht Fantasie und Euphorie sondern einzig und allein Betriebswirtschaft sollte der Leuchtturm für zukünftige Entscheidungen sein, das zumindest habe ich seitdem berücksichtigt und nie wieder einen solchen Schiffbruch erlitten.
Mögen die Politiker bei ihren geplanten "Zukäufen" in die Eurozone fortan wachsamer sein und auf die richtigen Berater und Analysten treffen.



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#406

RE: Griechenland - gestern - heute - morgen

in Themen vom Tage 11.06.2015 13:03
von eisenringtheo | 9.180 Beiträge

Griechen-Staatsfonds kaufen oder nicht kaufen? Das fragt sich der mutige Anleger...
http://www.cash.ch/boerse/kursinfo/fullq...l/261355/41/814
Rendite 14 Prozent.
Ich denke, das wird nichts mit der Rettung Griechenlands. Das Geld fliesst doch aufs Konto geldgieriger Anleger...
Theo
Edit: Rechtschreibefehler


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zuletzt bearbeitet 11.06.2015 13:05 | nach oben springen

#407

RE: Griechenland - gestern - heute - morgen

in Themen vom Tage 11.06.2015 19:04
von Harzwanderer | 2.923 Beiträge

Haben wir nicht noch verbuddelte DDR-Mark im Harzvorland?


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#408

RE: Griechenland - gestern - heute - morgen

in Themen vom Tage 11.06.2015 21:20
von Lutze | 8.039 Beiträge

Selbst den Kommunisten in Griechenland wird es zu bunt,
sie besetzen das Finanzministerium
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
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#409

RE: Griechenland - gestern - heute - morgen

in Themen vom Tage 11.06.2015 21:49
von Rostocker | 7.726 Beiträge

Zitat von Lutze im Beitrag #408
Selbst den Kommunisten in Griechenland wird es zu bunt,
sie besetzen das Finanzministerium
Lutze


Also Lutze--ich habe was gelesen, das Gewerkschaftler das Finanzministerium besetzt hielten und keine Kommunisten. Also wenn nun schon jeder Gewerkschaftler ein Kommunist ist--dann ist der Weg zum Kommunismus nicht mehr weit.


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#410

RE: Griechenland - gestern - heute - morgen

in Themen vom Tage 11.06.2015 23:39
von Freienhagener | 3.877 Beiträge

Wollen die sich so aus dem Schlamassel ziehen?


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)
zuletzt bearbeitet 11.06.2015 23:40 | nach oben springen

#411

RE: Griechenland - gestern - heute - morgen

in Themen vom Tage 12.06.2015 17:23
von eisenringtheo | 9.180 Beiträge

Immerhin gibt es wieder Fernsehen in Griechenland
http://www.dw.de/griechisches-fernsehen-...eder/a-18509743
Theo


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#412

RE: Griechenland - gestern - heute - morgen

in Themen vom Tage 12.06.2015 18:30
von Dandelion (gelöscht)
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Ich will Tsipras & Co. gar nicht unterstellen, dass ihre Motive nicht sozial motiviert sind - aber: Die Griechen pokern. Im Vertrauen auf Juncker und andere, die immer betonen, dass 'Griechenland im Euro gehalten werden müsse, schrauben sie ihren Eigenanteil an der Sanierung des Landes immer weiter nach unten - in der Hoffnung oder besser Erwartung, dass andere für ihre Schulden aufkommen. Ihr Ziel ist sehr vermutlich ein erneuter Schuldenschnitt (nicht vergessen: Die pösen pösen Banken haben schon auf einen erheblichen Teil ihrer Forderungen verzichtet) und jetzt wird auch noch die Drohkulisse hochgezogen, was denn alles passieren könnte, wenn Griechenland pleite geht und zur Drachme zurückkehren muss.

Mir geht es wohl so, wie der Mehrheit der Deutschen: Nur noch 24 % sind für weitere Zugeständnisse an Griechenland, 70 % sind dagegen - die Bereitschaft der Deutschen, den Griechen erneut zu helfen und gar deren Schulden aus unseren Steuern zu bezahlen, hat seit Jahresanfang deutlich abgenommen. Und das aus gutem Grund:

Länder wie Irland, besonders aber Spanien und Portugal haben schmerzhafte Prozesse auf sich genommen (und nehmen sie immer noch auf sich), um aus dem Sumpf herauszukommen. Und wie es scheint, haben sie es geschafft: Es geht wieder aufwärts - zwar langsam, aber stetig. Ich möchte nicht in der Haut der Regierenden stecken, wenn andere Länder (und wir Deutschen vorweg) jetzt Griechenlands Schulden bezahlen würden: Die Bevölkerung würde mit jedem Recht der Welt fragen, warum denn die Regierung dem eigenen Volk derartig schmerzhafte Prozesse zugemutet hat, wo es doch offensichtlich viel einfacher geht: Nur lange genug pokern, dann werden die anderen schon weich und öffnen die Geldbörse.

Die Krise Griechenlands ist ja nicht neu: Seit 5 Jahren schon taumelt das Land am Abgrund herum. Aber selbst in dieser nicht gerade kurzen Zeitspanne haben sie es nicht geschafft, ein Katasterregister anzulegen - von einem funktionierenden und weitgehend schlupflochfreien Steuersystem mal ganz zu schweigen. Und das sind nur zwei Beispiele.

Für mich gibt es keinen Gruund, dem schlechten Geld noch gutes hinterher zu werfen: Ob Schuldenschnitt oder Pleite - die Kredite und Bürgschaften sind perdu. Dann lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende. Denn sicher ist auch: Wer pokert und zockt, muss nicht gewinnen - er kann auch verlieren.


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#413

RE: Griechenland - gestern - heute - morgen

in Themen vom Tage 12.06.2015 18:50
von Lutze | 8.039 Beiträge

Zitat von eisenringtheo im Beitrag #411
Immerhin gibt es wieder Fernsehen in Griechenland
http://www.dw.de/griechisches-fernsehen-...eder/a-18509743
Theo

Das wurde auch ordentlich gefeiert,
und ein Wahlversprechen wurde eingelöst
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
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#414

RE: Griechenland - gestern - heute - morgen

in Themen vom Tage 15.06.2015 12:53
von uffz_nachrichten | 475 Beiträge

Zitat von Dandelion im Beitrag #412
............snip...........
Für mich gibt es keinen Gruund, dem schlechten Geld noch gutes hinterher zu werfen: Ob Schuldenschnitt oder Pleite - die Kredite und Bürgschaften sind perdu. Dann lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende. Denn sicher ist auch: Wer pokert und zockt, muss nicht gewinnen - er kann auch verlieren.


Eben. Die Geldgeber sind oder waren nicht die Steuerzahler der EU. Das sind oder waren private Banken ( die pösen, wie du so schön schreibst ). Und nun sinnen die Geldgeber IMHO darauf, wenigstens noch etwas von ihrer Kohle, von wem auch immer bezahlt, zurückzukriegen.
So hat´s jedenfalls für mich den Anschein. EZB, IWF etc.pp. ist es vollkommen Schnuppe, wer ihnen ihre Kredite incl. Zins und Zinseszins zurückzahlt. Da ich nicht annehme, daß die pfändbaren Sachen Griechenlands nicht eh schon EZB und co. gehören, was wollen die denn machen im Falle eines "Nichtzurückzahlens"? Alle Griechen einsperren?

N´ Banker fährt Tag für Tag an ner Horde in Lumpen gehüllter Bettelnder vorbei.
Nach 14 Tagen nimmt er 100€ und drückt sie dem einen Bettler in die Hand.
Dann läßt er ihn unterschreiben, daß der Bettler die 100€ incl. Zinsen nach weiteren 14 Tagen zurück zahlt.
14 Tage später geht er hin und der Bettler ist nackt und hat keinen Cent.
Also stellt sich der Banker hin, telefoniert mit der Polizei und dem Bürgermeister.
Daraufhin sorgt die Polizei dafür, daß, durch eine Verordnung des Bürgermeisters gedeckt, jeder an den Bettlern vorbeihastende Passant 1€ in die Bettelschale, welche der Banker nun in der Hand hält, werfen muß.

Wo liegt die Ursache des Übels? Beim Bettler? Beim Banker? Oder bei Polizei und Bürgermeister? Oder gar bei den Passanten?



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#415

RE: Griechenland - gestern - heute - morgen

in Themen vom Tage 15.06.2015 16:36
von totschka (gelöscht)
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Zitat von Dandelion im Beitrag #412
Mir geht es wohl so, wie der Mehrheit der Deutschen: Nur noch 24 % sind für weitere Zugeständnisse an Griechenland, 70 % sind dagegen - die Bereitschaft der Deutschen, den Griechen erneut zu helfen und gar deren Schulden aus unseren Steuern zu bezahlen, hat seit Jahresanfang deutlich abgenommen. Und das aus gutem Grund: [...]

Und täglich grüßt das Murmeltier: Du kannst durchaus wissen, dass "die Griechen" so gut wie nichts von den Geldern sehen, weil die Kohle direkt zu den Banken fließt. Es ist ein Bankenrettungsprogramm, was hier schon ausreichend oft thematisiert wurde. Aber offenbar bist auch Du ein Opfer aus Manipulation und bewusster Desinformation. Solche Meinungen resultieren aus eindeutigem Nichwissen (oder Nichtwissen-Wollen) gepaart mit den aufgesogenen Hetzparolen aus BILD & Konsorten.

Zu der Thematik gibt es ein paar interessante Zahlen, die so manches Gefasel (wie das vom Kanzlerinzäpfchen Bosbach beim so genannten "Journalisten" Jauch) als das entlarven, was es wirklich ist: üble Hetze und Dummfug.

1. Die faulen Griechen gehen früher in Rente als wir fleißigen Deutschen. Stimmt sogar: im Schnitt unvorstellbare 0,3 Jahre! Unglaublich! Das sind ja ... unvorstellbare 109 Tage!!! Schweinerei! Bosbach sprach unverdrossen von 58 und verglich dabei Äpfel mit Birnen.

2. Die faulen Griechen sind oberfaul und machen am liebsten ... nichts. Bei dem vielen Nichtstun schafften sie es aber irgendwie, trotzdem im Schnitt 600 Stunden mehr zu arbeiten als die fleißigen Deutschen, die jedoch nach OECD-Angaben zu den faulsten Arbeitnehmern in Europa gehören. Wenn man das an Hand der geleisteten Arbeitsstunden so beurteilen mag. Aber vielleicht ist die OECD ja auch von Kommunisten unterwandert?

Wie gesagt, man kann sein Gehirn einfach ausschalten und dem Dummfug und der Hetze in den "Qualitätsmedien" folgen - dann wird es aber wegen des Nachplapperns von Latrinenparolen schwierig, eine sachliche Diskussion zum Thema zu führen. Die Alternative ist, sich Informationen zu besorgen, die das schiefe Griechenland-Bild wieder gerade hängen.


Klauspeter, furry und Heckenhaus haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 15.06.2015 16:37 | nach oben springen

#416

RE: Griechenland - gestern - heute - morgen

in Themen vom Tage 15.06.2015 21:05
von Dandelion (gelöscht)
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Zitat von totschka im Beitrag #415
Wie gesagt, man kann sein Gehirn einfach ausschalten und dem Dummfug und der Hetze in den "Qualitätsmedien" folgen - dann wird es aber wegen des Nachplapperns von Latrinenparolen schwierig, eine sachliche Diskussion zum Thema zu führen. Die Alternative ist, sich Informationen zu besorgen, die das schiefe Griechenland-Bild wieder gerade hängen.

Vielen Dank für diesen wertvollen Ratschlag, aber sei mir nicht böse: Auf diesem Niveau diskutiere ich nicht mit Dir.


Pit 59 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#417

RE: Griechenland - gestern - heute - morgen

in Themen vom Tage 15.06.2015 23:39
von LO-Wahnsinn | 3.489 Beiträge

Man kann die Arbeitszeiten und die in gleicher Zeit erbrachten Leistungen zwischen Griechenland und Deutschland nicht wirklich vergleichen.
Das ist genauso wenig richtig, als würde man 8 Stunden Arbeit von 10 Arbeitern in der DDR, mit der gleichen Zahl der BRD vergleichen.
Das war(DDR) ist (Griechenland) nicht überall so, aber die Griechen stehen sich zu oft selber im Weg.

Ich weis nicht wer von euch so wie ich einen Einblick in den griechischen Berufsalltag hat, ich habe ihn mindestens 4-6 mal im Jahr.
Sie stehn sich, wie schon erwähnt, selber im Weg, man könnte keck sagen, sie fallen über ihre eignen Füsse und über Füsse derer, die überflüssig sind, die Fleissigen füttern die Faulen mit durch.

Nur ein Beispiel, bezüglich Fähren, denn sie sind ein gutes Abbild der Funktionsweise der Wirtschaft.
Die Engländer, die Iren, die Finnen, die Deutschen, die Holländer, die Schweden, die Dänen, löschen/entladen die Fährschiffe in rund einer Stunde komplett samt fahrzeugloser Trailer.
Allein das Beladen und Entladen der Fahrzeuge mit Fahrzeugführer, dauert keine halbe Stunde.
Ich komme gerade von Irland runter, in Dublin 15 Minuten Ladezeit und das Schiff war randvoll auf 3 Decks.
Woran liegts? Das System wurde den Bedürftnissen angepasst.

Die Griechen brauchen mindestens eine Stunde um allein den Knoten auf den Fährschiffen zu lösen, den sie schon beim Beladen täglich verursachen.
Der Witz ist, die machen diese Arbeit jeden Tag 2 mal, manche wohl schon über Jahre, keiner kommt auf die Idee mit System zu arbeiten.
Chaos beherrscht den Arbeitsalltag, es gibt kein System und daran krankt viel.
Nun hat man sowohl in Igoumenitsa, wie auch in Patras, neue Anleger für die Fähren gebaut und man hat nun mindestens 1 Schiff (die Europalink-ex Finnlines), wo man auf 2 Decks gleichzeitig entladen könnte.
Doch warum hat man keine Rampen gebaut?
Warum hat man nicht schon vor Jahren die Schiffe so gebaut, dass sie auf 2 Ebenen entladen werden können?
Warum keine Bugentladung, warum keine grösseren Schiffe damit auf den Fähren kein Knoten entsteht?
Wie soll die Wirtschaft wachsen wenn der Transport ausgebremst wird?
Nun könnte ich von den Zuständen auf den Fähren weiter machen, da sind Angestellte an Bord, man weiss nicht was sie darstellen, sie stehen nur herum.
Während sie herum stehen, versiffen die Toiletten und ne alte Oma kommt nicht aus ihrem Sitz hoch und die Passagiere helfen ihr, während der Herumstehende dumm daneben steht und blöd guckt.

DAS ist, leider an zu vielen Stellen des Landes, Griechenland Live!!
DARUM kommen sie nicht in die Puschen weil sich das wie ein Roter Faden durchs Land zieht, vorallem aber eben durch die grossen Firmen.
Ist bei uns ja auch bischen so, die kleine Privatwirtschaft muss richtig buddeln, während viele in grösseren Firmen ab Mittag nur noch auf die Uhr gucken.

Es geht auch anders, dass weiss ich, Kleinbetriebe, mein Tankwart z.B. wo ich immer aufs Dorf hin fahre und ihm guten Umsatz verschaffe, der weiss was Service ist, darum tanke ich auch dort.
In Werkstätten oder Waschanlagen die kleine Privatbetriebe sind, geht es ebenso zu, sie geben sich viel Mühe und bieten sehr guten Service.

Nein die Griechen würde ich nicht als faul bezeichnen, sie sind aber in weiten Teilen sehr träge, dass ist ihrer Mentalität geschuldet, zu träge um dem westlichen Wirtschaftsstandart Schritt zu halten.
Dazu kommt, wie schon erwähnt, dass man ein System vermisst, was der eine aufrichtet, reisst der andere mit dem Arsch nieder.

Für die Griechen ist es besser den Euro zu verlassen und sich wieder auf das zu konzentrieren was sie wirklich können, gute Gastgeber und Urlaubsland sein.
Wer glaubt, Griechenland könnte mal so wirtschaften und Produzieren wie wir in Westeuropa, der ist auf dem Holzweg und tut weder dem Land, noch Westeuropa etwas gutes.


Ein Volk, das sich einem fremden Geist fügt,
verliert schließlich alle guten Eigenschaften und damit sich selbst.
Ernst Moritz Arndt (1769 - 1860)
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#418

RE: Griechenland - gestern - heute - morgen

in Themen vom Tage 16.06.2015 09:53
von turtle | 6.961 Beiträge

Ja LO-Wahnsinn da ist viel wahres dran was Du schreibst. Zu meiner Seefahrtzeit liefen wir viele griechischen Häfen an ,alles dauerte länger, für uns gut wegen dem Landgang,für den Reeder wegen den Liegegebühren nicht. Oder ging es überhaupt um die Liegegebühren Dein Beispiel mit den Fähren auch gut beschrieben mit der Fähre von Patras nach Ancona fuhr ich mehrmals. Du schreibst von Mentalität ,sehe ich auch so. Alles ist behäbiger. Zum anderen war man bemüht Familienmitglieder und Freunde bei einer staatlichen Organisation unterzubringen. Gebraucht oder nicht gebraucht . Aufgebläht bis geht nichts mehr ,unnötig wurden Staatsgelder rausgeschmissen. Zeitig in Pension oder Rente kommt natürlich der Mentalität entgegen. Ein Bekannter von mir hatte ein Gebäude an das Katasteramt in Patras vermietet. Er bekam eine offizielle Miete ,welche mit der tatsächlich gezahlten nicht überein stimmte. Die Differenz wurde aufgeteilt. Wem wundert es da das Korruption zum Alltag gehört. Als Levantiner gehören Geschäfte machen schon immer dazu. Cleverness gepaart mit tricksen oder übers Ohr hauen gehören dazu. Das ist von mir aus in Ordnung. Es gehören immer zwei dazu. Mir fällt da wieder ein alter Spruch zu meiner Seefahrtzeit ein, wenn ein Schiffshändler zugesagtes nicht einhielt. Der Alte (Kapitän) sagte dann nur lapidar ,ach Koch seit wann hält ein Levantiner sein Wort. Stimmte gewisse Mentalitäten ob in Griechenland oder dem Libanon ähnelten sich. Wir müssen eben als Nordeuropäer ,und ich schreibe bewusst Nordeuropäer einiges beachten im Umgang mit Südeuropäern ,Balkan Staaten oder Levantinern. Sie sind nicht schlechter als Menschen wie wir ,nur müssen wir versuchen ihre Mentalität einzubeziehen. Gute Gastgeber bedeutet nicht gleichzeitig sich ein Bein im Übereifer heraus zu reißen. Und zur jetzigen griechischen Situation ,meine Meinung Neustart mit der Drachme. Griechenland ist auch mit der Drachme ein schönes Urlaubsland. Auch wenn ich jetzt von einigen Schelte beziehe ,ich habe einiges von der Welt gesehen und Menschen und Mentalitäten kennen gelernt.


LO-Wahnsinn, Hackel39 und Lutze haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#419

RE: Griechenland - gestern - heute - morgen

in Themen vom Tage 16.06.2015 12:12
von totschka (gelöscht)
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Zitat von Dandelion im Beitrag #416
Vielen Dank für diesen wertvollen Ratschlag, aber sei mir nicht böse: Auf diesem Niveau diskutiere ich nicht mit Dir.

Ich bin Dir nicht böse, denn ich bin erleichtert, ganz ehrlich. Das spart mir jede Menge Aufregung und Arbeit, da ich nun weiß, dass Du ein gefestigtes Weltbild hast, dass auch durch Fakten nicht zu erschüttern ist.


94 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#420

RE: Griechenland - gestern - heute - morgen

in Themen vom Tage 16.06.2015 12:29
von Heckenhaus | 5.147 Beiträge

Hier scheinen doch tatsächlich viele User den Mainstream-Medien zu Füßen zu liegen, voran die Bilderzeitung mit den vier
großen Buchstaben und ihre Verlagsschwestern.
Ausgerechnet die Bürger des Landes, denen es am Besten geht in Europa und fast auf der ganzen Welt, das gelobte Land für
hunderttausende Flüchtlinge von überall her, wo PS-starke Karren, Wohnbesitz, mehrere Urlaube im Jahr an der
Tagesordnung sind, die Griechenland so liebten, wenn sie dort bedient werden, die prompt anfangen zu schreien, wenn der
Spritpreis 1 Cent steigt, aber Millionen in Billigshops tragen, die schauen weg, wenn das Kapital schonungslos ein Volk in die
Armut treibt. Ein Volk von gut 10 Mill.Menschen, die sicher weniger Hilfe benötigen als die DDR damals, und die von ganz
Europa verteilt.

Diese ganze Diskussion über "DIE Griechen" ist einfach nur peinlich.


.
.
„Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft.”
— Aristoteles -

"Man kann alle Leute einige Zeit zum Narren halten und einige Leute allezeit; aber alle Leute allezeit zum Narren halten kann man nicht."
— Abraham Lincoln –
.
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