#21

RE: Griechenland - gestern - heute - morgen

in Themen vom Tage 26.01.2015 12:37
von damals wars | 12.113 Beiträge

Wie gründlich die Deutschen im Plündern waren, sagt schon der Name Degussa.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#22

RE: Griechenland - gestern - heute - morgen

in Themen vom Tage 26.01.2015 13:09
von Heckenhaus | 5.110 Beiträge

Zitat von Harsberg im Beitrag #17

Zitat
Auch bei uns sind die Steuerbetrüger nicht das Volk. Bei uns im schönen Deutschland sind die Politiker an allem Bösen Schuld, und das Volk ist lieb.in Griechenland ist das umgekehrt!😂


Wir sprechen von Griechenland und nicht von Deutschland!


Würdest du Steuern zahlen, wenn das FA keinen Bescheid schickt, das Steuersystem nicht funktioniert ?
Wer hat also Schuld, das Volk oder dessen Regierung ?
.


.
.
„Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft.”
— Aristoteles -

"Man kann alle Leute einige Zeit zum Narren halten und einige Leute allezeit; aber alle Leute allezeit zum Narren halten kann man nicht."
— Abraham Lincoln –
.
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#23

RE: Griechenland - gestern - heute - morgen

in Themen vom Tage 26.01.2015 13:38
von Harsberg | 3.242 Beiträge

Zitat von damals wars im Beitrag #21
Wie gründlich die Deutschen im Plündern waren, sagt schon der Name Degussa.



Mache nicht immer solche Andeutungen, sage was hat die Degussa mit Griechenland zu tun!


Phantasie ist wichtiger denn Wissen, denn Wissen ist begrenzt!
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#24

RE: Griechenland - gestern - heute - morgen

in Themen vom Tage 26.01.2015 13:44
von rotrang (gelöscht)
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Hallo
Ich Glaube es geht auf das hinaus:Während des Dritten Reiches, zwischen 1933 und 1945, war die Degussa stark in die Verbrechen des nationalsozialistischen Regimes verwickelt (siehe dazu den Abschnitt „Die Degussa im Dritten Reich


damals wars hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#25

RE: Griechenland - gestern - heute - morgen

in Themen vom Tage 26.01.2015 13:44
von SET800 | 3.090 Beiträge

Zitat von Harsberg im Beitrag #23
Zitat von damals wars im Beitrag #21
Wie gründlich die Deutschen im Plündern waren, sagt schon der Name Degussa.

Mache nicht immer solche Andeutungen, sage was hat die Degussa mit Griechenland zu tun!

Hallo,
was gab es in Greichenland zu plündern 1941? OUzo, Rotwein und Olivenöl, dazu einige wenige militärisch nutzbare Fähren und Kutter.

In Frankreich war das anders, Viel Buntmetall, tausende Flugmotoren, Industriekapazität von Stahl- und Zementwerken und auch natürlich Cocnac und Champnagner..., und Frankreich erklärte Deutschland den Krieg...



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#26

RE: Griechenland - gestern - heute - morgen

in Themen vom Tage 26.01.2015 13:48
von rotrang (gelöscht)
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Man kann auch dieses nehmen:Beteiligung an Zyklon B-Herstellung[Bearbeiten]

Degussa war formal gesehen nur indirekt an der Produktion von Zyklon B beteiligt. Das Patent für die hochgiftige Substanz wurde für die „Deutsche Gesellschaft für Schädlingsbekämpfung mbH“ („Degesch“) beantragt. Degesch gehörte zu 42,5 % Degussa. Ab 1924 wurde Zyklon B als Schädlingsbekämpfungsmittel im Auftrag und auf Rechnung der Degussa bei der Dessauer Zuckerraffinerie GmbH hergestellt[10] und über die Degesch u. a. an Tesch & Stabenow geliefert. Tesch & Stabenow (Sitz in Hamburg) war von 1941 an für die Lieferungen an das Konzentrationslager Auschwitz zuständig, ab 1943 lieferte auch die Degesch direkt nach Auschwitz.

Der Erlös mit Zyklon B war in Bezug auf das Degussa-Gesamtgeschäft unbedeutend, und da nur etwa ein Prozent der produzierten Menge des Schädlingsbekämpfungsmittels für die Tötung von Menschen missbraucht wurde, wurde mangels eines sicheren Beweises der Mitwisserschaft keiner der Vorstände der Degussa jemals angeklagt. Sie kehrten Ende der 1940er Jahre in ihre Positionen zurück. Degesch-Geschäftsführer Gerhard Peters[11] wurde nach dem Zweiten Weltkrieg zu einer Zuchthausstrafe verurteilt, während des Revisionsverfahrens von der Degussa unterstützt und 1955 freigesprochen
Quelle:Wikipedia


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#27

RE: Griechenland - gestern - heute - morgen

in Themen vom Tage 26.01.2015 20:31
von Gelöschtes Mitglied
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POLITIK GRIECHENLAND-WAHL 15:15 "Was immer die Deutschen sagen, sie werden zahlen" Die linksradikale Syriza bildet in Griechenland eine Regierung mit den rechten Unabhängigen Griechen. Beide wollen viel Staat – und viel deutsches Geld, wie ganz offen kommuniziert wird.
474
Von Boris Kálnoky
Korrespondent
Boris Kálnoky
Die Linkspartei Syriza hat die Parlamentswahl in Griechenland gewonnen


Die Linkspartei Syriza hat die Parlamentswahl in Griechenland gewonnen, zugleich aber die absolute Mehrheit verfehlt. Jetzt muss sich ihr Chef Alexis Tsipras beweisen. Das Ergebnis belastet auch den Euro.
Quelle: N24
Es dauerte nur wenige Stunden nach Syrizas Wahlsieg, da stand schon der Koalitionspartner fest: Die nationalkonservativen Unabhängigen Griechen (Anel), die bei den Wahlen knapp den Einzug ins Parlament schafften und dort 13 Abgeordnete stellen werden. Syriza hat mit dem in Griechenland üblichen 50-Mandate-Bonus für den Wahlsieger 149 Sitze. 151 sind für eine Regierungsmehrheit erforderlich, die Koalition hätte, wenn es nun dabei bleibt, 162.

Syriza will der EU innerhalb von 15 Tagen einen Vier-Punkte-Plan vorlegen, um die maßgeblich von Deutschland erzwungene Sparpolitik zu kippen, hieß es aus dem Parteihauptquartier. Zugleich wurde bekannt, dass der Ökonom Giannis Varoufakis Finanzminister werden soll.

Die Koalition mit den Unabhängigen Griechen löste vielerorts Überraschung und Tadel aus, dabei war es leicht abzusehen. Die junge Partei – wie die aus dem Nichts aufgestiegene Syriza ein Produkt der Wirtschaftskrise – hatte bereits bei den letzten Lokalwahlen eine Zusammenarbeit mit Syriza vorgeschlagen.


Wollen es gemeinsam versuchen: Syriza-Anführer Alexis Tsipras und der Chef der Unabhängigen Griechen (Anel), Panos Kammenos
Foto: dpa
Wollen es gemeinsam versuchen: Syriza-Anführer Alexis Tsipras und der Chef der Unabhängigen Griechen (Anel), Panos Kammenos
Inhaltlich gibt es viele Schnittpunkte, wie es überhaupt viel Übereinstimmung gibt zwischen Linksradikalen und Nationalkonservativen in ganz Europa. Auf einen einfachen Nenner gebracht, setzen beide Lager auf sehr viel mehr Staat in der Wirtschaft, weniger freien Markt – und auf deutsches Geld.

Varoufakis, der designierte Finanzminister, sagte es mit entwaffnender Offenheit in einem Interview mit der französischen Zeitung "La Tribune": "Was immer die Deutschen sagen, am Ende werden sie immer zahlen".

Es ist eine Geisteshaltung, die von Spanien über Frankreich bis Italien trotz unterschiedlicher Ausprägungen die meisten politischen Kräfte links wie rechts eint. Sie findet ihren Ausdruck in dem allerorts beliebten Schlagwort von der "europäischen Solidarität".

Tsipras hatte, bevor er die Koalition mit der national gesinnten Anel einging, in einem "offenen Brief an die Deutschen" die Bürger Deutschlands ermahnt, ihre Vorurteile gegenüber den Linksradikalen abzulegen, da diese Vorurteile "Nationalismus, Rückwärtsgewandtheit und Gewalt" auslösen könnten. Nationalismus und Rückwärtsgewandtheit zeichnen freilich besonders die Anel aus, die zu einer griechischen "Erneuerung" und Rückkehr zu alten Werten aufruft.

Inhaltlich wird Tsipras versuchen müssen, bis Juni die Europäer niederzuzwingen, die sich sträuben dürften, eine weitere Verringerung der griechischen Zins- und Schuldenlast hinzunehmen. Dabei wird nicht helfen, dass er die Politik von EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker eben erst "unglaublich dumm" und ihn dabei gezielt mit Namen genannt hat. Auch wird es schwer sein, gemeinsamen Boden mit Bundesfinanzminister Schäuble zu finden, der vor den Wahlen die Bürger Griechenlands gewarnt hatte, das Land könne den Euro verlieren, wenn es falsch (also Syriza) wähle. Tsipras seinerseits kündigte an, er werde Schäuble "zwingen", die griechischen Vorschläge zu akzeptieren.

"Griechische Bürger wurden ins Abseits gedrängt"
So reagieren Griechen in Berlin auf den Syriza-Sieg
Das Linksbündnis Syriza geht als Sieger bei der Griechenland-Wahl hervor. Alexis Tsipras muss sich jetzt beweisen. In Berlin sprechen Griechen über den Wahlsieg von Syriza.
Quelle: N24
Da dürfte es schwer werden, eine Lösung zu finden, die keinem der Kontrahenten einen Gesichtsverlust zufügt. Wer einknickt, wird danach für den Hohn nicht sorgen müssen. Innenpolitisch dürfte es in Griechenland bald ziemlich radikal zugehen. Syriza und Anel haben beide wiederholt angekündigt, die herkömmlichen politischen Eliten und die "Reichen" – die sie meistens nur schlicht "Diebe" nennen – hart herannehmen zu wollen. Denkbar sind exorbitante Strafsteuern für "Reiche", sogar eine "Verstaatlichung" von "verschwiegenem" Eigentum und spektakuläre Korruptionsprozesse gegen bisher "unberührbare" Politiker.

Syriza wird nun in der Realität Wege für das Land finden müssen. In der Vergangenheit hat die Partei gesagt, sie wolle "Strategische Unternehmen" verstaatlichen, staatliche Arbeitsplätze schaffen und Sozialleistungen dramatisch ausweiten. Sie verspricht dabei einen "ausgeglichenen Primärhaushalt".

Die Deutschen werden es schon richten

Der ist aber schon jetzt mehr als nur ausgeglichen, er weist einen Überschuss auf. Allerdings nur, wenn man die Bedienung der Staatsschulden nicht berücksichtigt. "Ausgeglichener Primärhaushalt" im Munde von Tsipras bedeutet also wohl, die Staatsausgaben bis zu dieser Grenze zu erhöhen, den Überschuss mithin für Staatsausgaben zu verwenden.

All das geht nur, wenn der Schuldendienst nicht einen Strich durch die Rechnung macht. Das bedeutet, dass die Geldgeberländer – Griechenland hat nach einem früheren Schuldenerlass kaum noch Schulden bei privaten Anlegern – nach den Wünschen der Syriza auf sehr lange Zeit hinaus auf Rückzahlung der griechischen Schulden oder Zinsen verzichten sollen.

Dabei wird es in den Verhandlungen mit den Europäern gehen. Im Juni muss es entschieden sein. Da nämlich wird die Rückzahlung von sieben Milliarden Euro fällig, die Griechenland aus eigenen Mitteln nicht stemmen kann. Wenn die Europäer nicht zahlen, kann das Land aus der Eurozone fallen. Aber, wie Varoufakis sagte: Man verlässt sich darauf, dass die "Deutschen am Ende immer zahlen".
Zitat: Die Welt
Gruß Rei


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#28

RE: Griechenland - gestern - heute - morgen

in Themen vom Tage 27.01.2015 07:42
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Ist schon interessant, mal schauen wie der Zwergen-Aufstand ausgeht und ob weiter Geld in ein Fass ohne Boden gepumpt wird in dem nun schon so viel auf Nimmerwiedersehen verschwunden ist.
Könnte mich immer beeimern wenn Herr Schäube mit versteinerter Mine auf die Rückzahlung der verbrannten Milliarden pocht, Politik kann schon lustig sein wenn's nicht so traurig wäre.


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#29

RE: Griechenland - gestern - heute - morgen

in Themen vom Tage 27.01.2015 09:15
von GKUS64 | 1.605 Beiträge

So lange in der EU keine politische Union besteht werden auch die griechischen Wirtschaftsprobleme und die daraus resultierenden EU-Wirtschaftshilfen für ewig bestehen bleiben. Nur ein rigoroser Eingriff in die Wirtschaftsstrukturen mit totaler Umgestaltung des Industrie-und Finanzsektors bringt langfristige Erfolge. Hierzu müssten zielgerichtete Investitionen in Griechenland (durch die EU gesteuert) erfolgen.

Man muss sich doch nur den langwierigen Prozess der deutschen Einheit vor Augen führen:
Am Anfang wollte die DDR-Modrow-Regierung mit westlichen Krediten weiter wurschteln. Von Kohl kam dagegen ein klares Nein, warum wohl?

Wie die Griechen wurden wir Ossis als unfähig und faul beschimpft obwohl der Untergang am System und nicht an den einzelnen Menschen lag.

Wer ein einheitliches Europa mit Freiheit und besseren Lebensbedingungen für alle möchte, der muss auch einen Wirtschaftsausgleich für alle schaffen. Da müssen auch geographische und geologische Besonderheiten der einzelnen Länder berücksichtigt werden.
Das bedeutet natürlich, dass sich die Länder auch einem „Diktat“ der zentralen Wirtschaftssteuerung der EU unterwerfen müssten!
Warum kann nicht Griechenland (und Rumänien /Bulgarien) mit Hilfe (Investitionen der anderen EU-Staaten in Hotels usw.)zum Urlaubsland für alle ausgebaut und erweitert werden?

MfG

GKUS64


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#30

RE: Griechenland - gestern - heute - morgen

in Themen vom Tage 27.01.2015 11:31
von eisenringtheo | 9.156 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #28
Ist schon interessant, mal schauen wie der Zwergen-Aufstand ausgeht und ob weiter Geld in ein Fass ohne Boden gepumpt wird in dem nun schon so viel auf Nimmerwiedersehen verschwunden ist.
Könnte mich immer beeimern wenn Herr Schäube mit versteinerter Mine auf die Rückzahlung der verbrannten Milliarden pocht, Politik kann schon lustig sein wenn's nicht so traurig wäre.

Da der Euro am Devsenhandler derzeit steigt, glauben wohl viele Anleger wohl nicht mehr an ein neues Rettungspaket: Griechenland zahlt nichts mehr, die Guthaben sind vernichtet, der entsprechende Gegenwert in Geld auch und somit auch die Eurogesamtmenge schrumpft, so dass der Euro am Devisenmarkt infolge der verminderten Geldmenge wertvoller wird.
Aber die Banken haben gute Beziehungen zur Politik und sorgen sich um sich selber und ihre Anleger. Dann wird man ein neues Rettungspaket schnüren, das Geld ist doch nicht verloren und der Euro verliert im Devisenhandel wieder an Wert.
Es bleibt spannend.


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#31

RE: Griechenland - gestern - heute - morgen

in Themen vom Tage 27.01.2015 13:23
von FRITZE (gelöscht)
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Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #28
Ist schon interessant, mal schauen wie der Zwergen-Aufstand ausgeht und ob weiter Geld in ein Fass ohne Boden gepumpt wird in dem nun schon so viel auf Nimmerwiedersehen verschwunden ist.
Könnte mich immer beeimern wenn Herr Schäube mit versteinerter Mine auf die Rückzahlung der verbrannten Milliarden pocht, Politik kann schon lustig sein wenn's nicht so traurig wäre.


Andreas , wir brauchen Griechenland als Geldvernichter nicht mehr ! Die Ukraine ist ein viel grösseres Fass ohne Boden und es können mehr Klischees bedient werden !


Heckenhaus hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#32

RE: Griechenland - gestern - heute - morgen

in Themen vom Tage 27.01.2015 13:31
von turtle | 6.961 Beiträge

Ich sehe das alles so, der Anti- Krisen Politik von Frau Merkel wurde von den Griechen eine Absage erteilt. Nicht nur das was die Rettungspolitik sein sollte, die erzwungene Sparpolitik führte zu Deflation und Dauer –Rezession zumindest in Südeuropa. Was nun? die Strategie ändern? Die Griechen wollen nicht sparen, und als Hauptschuldige an ihrer Misere sehen sie Frau Merkel. Da machen es sich die Griechen nach meiner Meinung zu einfach. Und wie immer kommen wenn in der Beziehung Griechenland-Deutschland Spannungen kommen werden die Forderungen nach Kriegsentschädigungen laut. Das ist für mich ein Kapitel für sich, und müsste endlich ein für alle mal aus der Welt geschaffen werden. Doch an der griechischen Staatspleite waren die Nichtgezahlten geforderten Entschädigungen nicht maßgeblich Schuld.
Es müsste dann auch einiges Gegengerechnet werden. Fakt ist Griechenland kann so weder politisch noch ökonomisch wie bisher weitermachen. Einen Schuldenschnitt erzwingen? Das könnte bedeuten das Griechenland und vor allen griechische Banken von Euro-Geldflüssen zumindest stark ausgegrenzt werden würde. Wäre es so, würde Griechenland nichts anderes übrig bleiben als wieder die Drachme einzuführen. Das wäre nach meiner Meine ein Dilemma für Griechenland .Wie es aussieht müssen wir fast alle Schulden abschreiben, statt Sparpolitik zur Expansionspolitik übergehen. Wir müssten Schulden abschreiben - das heißt als Verluste im Bundeshaushalt aufweisen. Wir müssten die Sparpolitik in eine Expansionspolitik ändern. Eine Zweitwährung in Griechenland einzuführen ist auch eine Option. Mal sehen wie es nun wirklich in Griechenland weiter geht. Mir ist unwohl dabei, Italien, Spanien und Portugal könnten es wie die Griechen machen wollen. Wie auch immer, wir sind an einem gefährlichen Scheitelpunkt angekommen. Millionen haben wir bereits in den Sand gesetzt, die sind futsch! Rette was zu retten ist, da müsste einiges neu überdacht werden. In der Atompolitik wurde eine Kehrtwendung vollzogen. Und wegen Griechenland?
Was mich sehr dabei ärgert, wir haben gerade das Thema Armut in Deutschland .Die Millionen die wir wegen Griechenland bereits verloren haben, und eventuell sollten die anderen Südeuropäer nachziehen, noch mehr verlieren werden. Dieses Geld hätte man lieber in Deutschland sinnvoll verwenden können. So Frage ich mich war der Euro überhaupt so sinnvoll wie man es uns einreden möchte. Wäre uns einiges mit der DM erspart geblieben? Ich bin kein Finanz oder Politik Experte nur ein Bürger dieses Landes mit nachdenklichen Gedanken und Fragen!


zuletzt bearbeitet 27.01.2015 17:40 | nach oben springen

#33

RE: Griechenland - gestern - heute - morgen

in Themen vom Tage 27.01.2015 13:40
von Harsberg | 3.242 Beiträge

Syriza-Chef Alexis Tsipras hat den Griechen im Wahlkampf das Blaue vom Himmel versprochen. Er wird nur wenig davon einlösen können. Viele Wähler sind einem Rattenfänger auf den Leim gegangen. Die meisten wissen das ganz genau. Sie wissen, dass der 40-Jährige nicht der Erlöser ist, der die Sünden der Vergangenheit weg nimmt und das Volk von aller Pein befreit.

Tsipras ist nicht gewählt worden, weil Wunder von ihm erwartet werden, sondern weil er eine andere Politik machen soll. Er verkörpert für viele Griechen Hoffnung. Was ist ihnen nach Jahren wirtschaftlichen Niedergangs und persönlichen Verlusten geblieben? Hoffnung. Das ist angesichts der dramatischen Entwicklung der vergangenen fünf Jahre eine ganz wichtige Währung. Die Wirtschaftsleistung Griechenlands ist um ein Viertel geschrumpft; Millionen ha­ben ihren Job, ihre Altersvorsorge, ihr Einkommen, jegliche soziale Absicherung verloren.



Tsipras hat den Mund in diesem Wahlkampf sehr voll genommen. Vergangene Nacht haben seine Anhänger in den Straßen Athens getanzt. Dem Rausch des Wahlsiegs wird schon bald ein schwerer Kater folgen. Denn die Lage Griechenlands ist und bleibt verdammt ernst. Trotz aller Anstrengungen der vergangenen Jahre ist der hellenische Schuldenberg nicht kleiner ge­worden. Er beträgt 320 Milliarden Euro - das sind 180 Prozent des Bruttoinlandsprodukts.

Athen braucht schon im März neues Geld. Rund 240 Milliarden Euro waren zwei Hilfspakete schwer. Tsipras will die neue Hilfe, aber er will sie zu anderen Bedingungen als sein Vorgänger Antonis Samaras. Viele seiner Forderungen werden sich als illusorisch erweisen.


Phantasie ist wichtiger denn Wissen, denn Wissen ist begrenzt!
zuletzt bearbeitet 27.01.2015 13:44 | nach oben springen

#34

RE: Griechenland - gestern - heute - morgen

in Themen vom Tage 27.01.2015 15:53
von furry | 3.562 Beiträge

Im Moment ist erst mal Theaterdonner angesagt. Sollte die neue Regierung den Bogen überspannen, könnte bestimmt das passieren, was in den letzte Jahren verhindert werden konnte. 1967(?) gab es ja schon einmal so ein "Großereignis" in Griechenland.


"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)
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#35

RE: Griechenland - gestern - heute - morgen

in Themen vom Tage 27.01.2015 16:03
von Pit 59 | 10.123 Beiträge

Im Videotext gelesen: Das soll kommen in Griechenland

-Weihnachtsgeld für 1,3 Mil Rentner
-Immobiliensteuer weg
-Mindestlohn 30% rauf
-1000 Euro für Putzfrauen (halbtags)

Na da kommt doch Freude auf


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#36

RE: Griechenland - gestern - heute - morgen

in Themen vom Tage 27.01.2015 16:05
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Alles was ich ausgebe, muss von jemanden erwirtschaftet werden. Wenn nicht von mir selber, dann von einem anderen, der dumm genug ist für mich zu arbeiten.

Der Hesselfuchs


zuletzt bearbeitet 27.01.2015 16:09 | nach oben springen

#37

RE: Griechenland - gestern - heute - morgen

in Themen vom Tage 27.01.2015 16:05
von Heckenhaus | 5.110 Beiträge

Mir ist dieser Tsipras sowas von sympatisch, endlich mal jemand, der dieser verknöcherten, ewig besserwissenden und
doch nichts zuwege bringenden EU die Stirn bietet.

Normalerweise beginnt der Hausbau (EU) vom Keller nach oben, und nicht, wie in der traurigen Realität, vom Dach abwärts
in Richtung Keller.
Die EU begann am falschen Ende.Zuerst Gurken, Glühlampen, Staubsauger, unwichtige Dinge eben.
Alls erste Maßnahme wäre die Fiskalunion wichtig gewesen, dazu umgehende Anpassung aller Gesetze, das hätte ein
Griechenland in der heutigen Form verhindert.


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„Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft.”
— Aristoteles -

"Man kann alle Leute einige Zeit zum Narren halten und einige Leute allezeit; aber alle Leute allezeit zum Narren halten kann man nicht."
— Abraham Lincoln –
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Ernst49 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#38

RE: Griechenland - gestern - heute - morgen

in Themen vom Tage 27.01.2015 16:06
von damals wars | 12.113 Beiträge

Sie hatte doch ausdrücklich gesagt, wen die Griechen wählen dürfen!
Und wieder ein Mann mehr, der ihr wiederspricht, ein Griechenlandputin.
Das mag sie nun mal gar nicht.
Bestimmt gibt es jetzt ein Waffenembargo, keinen teuren Militärschrott mehr für Griechenland!


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
zuletzt bearbeitet 27.01.2015 16:07 | nach oben springen

#39

RE: Griechenland - gestern - heute - morgen

in Themen vom Tage 27.01.2015 16:14
von damals wars | 12.113 Beiträge

Zitat von SET800 im Beitrag #25
Zitat von Harsberg im Beitrag #23
Zitat von damals wars im Beitrag #21
Wie gründlich die Deutschen im Plündern waren, sagt schon der Name Degussa.

Mache nicht immer solche Andeutungen, sage was hat die Degussa mit Griechenland zu tun!

Hallo,
was gab es in Greichenland zu plündern 1941? OUzo, Rotwein und Olivenöl, dazu einige wenige militärisch nutzbare Fähren und Kutter.


Als das Deutsche Reich 1942 Griechenland besetzte, bildete sich eine Kollaborationsregierung. Griechenland hatte die höchsten Besatzungskosten aller vom Deutschen Reich besetzen Länder zu zahlen, sie dienten als Rechtfertigung für den Raub von Sachgütern und Geld. Nach gleichem Prinzip wurde die Bank von Griechenland genötigt, der Deutschen Reichsbank eine Anleihe in Höhe von 476 Millionen Reichsmark zu gewähren und ihre Devisenreserven an das Deutsche Reich abzutreten. Eine Zurückzahlung der „Besatzungskosten“ oder der „Anleihe“ ist nie erfolgt. Diese Handlungen stehen nicht unmittelbar in Zusammenhang mit Kampfhandlungen des Krieges.
http://de.wikipedia.org/wiki/Reparationen


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
zuletzt bearbeitet 27.01.2015 16:21 | nach oben springen

#40

RE: Griechenland - gestern - heute - morgen

in Themen vom Tage 27.01.2015 16:33
von turtle | 6.961 Beiträge

Ob nun wieder Familienmitglieder ,Freunde und gute Bekannte beim Staat untergebracht werden?


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