#121

RE: Für viele reicht es nicht!

in Themen vom Tage 12.03.2016 18:06
von linamax | 2.022 Beiträge

Wenn ich das hier so lese wie schlecht uns allen geht , dann ist ja Deutschland nur noch ein Armenhaus . Auf den Straßen laufen nur Bettler herum . Die Leute leben nur noch von der Tafel .


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#122

RE: Für viele reicht es nicht!

in Themen vom Tage 12.03.2016 18:11
von Rostocker | 7.731 Beiträge

Zitat von linamax im Beitrag #121
Wenn ich das hier so lese wie schlecht uns allen geht , dann ist ja Deutschland nur noch ein Armenhaus . Auf den Straßen laufen nur Bettler herum . Die Leute leben nur noch von der Tafel .


Ja,und das gibt es im schönen reichen Deutschland, im eigenen Volk--und das zu genüge.


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#123

RE: Für viele reicht es nicht!

in Themen vom Tage 12.03.2016 18:19
von furry | 3.580 Beiträge

Zitat von linamax im Beitrag #121
Wenn ich das hier so lese wie schlecht uns allen geht , dann ist ja Deutschland nur noch ein Armenhaus . Auf den Straßen laufen nur Bettler herum . Die Leute leben nur noch von der Tafel .


Manchmal trügt auch der Schein. 2013 entfielen auf den Durchschnittsdeutschen 2741 Euro Konsumentenkredite und zusätzlich ca. 500 Euro Dispokredite.


"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)
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#124

RE: Für viele reicht es nicht!

in Themen vom Tage 12.03.2016 18:57
von RalphT | 878 Beiträge

Zitat von handwerker im Beitrag #118
Die aktuellen Löhne sind am Superstandort Leipzig natürlich viel besser.
DHL 700€ brutto im Monat(nur Nachtschicht je 4 Stunden pro Tag),BMW 1200€ brutto in zwei Schichten,Porsche ebenso,nur Leiharbeiter die ganzen Zulieferer nochmal eine Stufe niedriger.
Das ganze Gelaber von Aufschwung und tollem Wirtschaftsstandort kann man echt nicht mehr hören.
Einfach mal nachsehen,was z.b.BMW für Stellen ausschreibt.Nur Praktikanten und Leiharbeit.Bei Porsche genau dasselbe.

Das ist der tolle Aufschwung Ost,da brauch sich keiner wundern ,das die Leute hier die Schnauze voll haben von dem Gelaber das es allen so gut geht


Sehe ich auch so. Von wegen, wir brauchen Fachkräfte. Wir, nee die Firmenchefs, brauchen gut gebildete, billige Neger für einen zeitlich begrenzten Job ohne weitere Absicherung.

Ich kann ja nun etwas aus dem Bremer Mercedeswerk beisteuern. Viele "Facharbeiter" (billige Neger, die zu funktionieren haben) werden in Bremen von zwei Sklaventreibern (Zeitarbeitsfirmen) gestellt. Ein kleiner Teil bildet die Stammbelegschaft. Das sind viele von den Alteingesessnen, die schon einige Jahre dort tätig sind und auch gutes Geld einfahren.

Nächstes Beispiel: Es werden "Fachkräfte" für diverse Tätigkeiten eingestellt. Nach 2 Jahren wurden diese Leute gekickt, um dann wieder nach 3 Monaten eingestellt zu werden. Damit bloß keiner die Gehaltsleiter raufklettern kann und wohlmöglich noch irgendwelche Rechte, wie eine längere Kündigungsfrist, bekommt.

Hier verdient nur einer und das sind die Unternehmer selber.

Früher, also sagen wir mal vor 40 Jahren war das anders. Dort wurde man nach der Lehre eingstellt und wenn man Glück hatte, verließ man den gleichen Laden als Renter. Und man wurde nicht, wie heute praktiziert, mal eben mit 53 einfach entsorgt, weil man zu teuer war.

Ich weiß, das kann man nicht verallgemeinern, aber es erfreut sich erschreckend große Beliebtheit auf dem Arbeitsmarkt.

Wer schon länger raus ist, wird das nicht glauben, bzw. verstehen.


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#125

RE: Für viele reicht es nicht!

in Themen vom Tage 12.03.2016 18:58
von 1941ziger | 1.002 Beiträge

Mir geht es nicht schlecht........was habe ich falsch gemacht.
1955 mit 8 Klassen aus der Schule.
1955-1958 Werkzeugmacher gelernt
1958-1960 im Werkzeugbau gearbeitet
1960-1965 FJB-5
1965 in der alten Firma wieder angefangen
1966 begonnen die 10.Klasse nachzuholen
1968 Meisterschule
danach als Meister in die Großteilefertigung,
1972 Abteilungsmeister in der Betriebsmittelinstandsetzung
1980 Speziallehrgang für Sinumeric-Steuerung und Steuerung Mazak
bis 1989 wieder Meister in der Großteilefertigung.

1990 hier in der Pfalz in einem Stahlbaubetrieb mit geholfen ein 2. Standbein aufzubauen.
Wir haben in einer neuen Halle ein mechanische Fertigung aufgebaut.
Die Einrichtung und das setzen der Maschinen war maßgeblich meine Arbeit.
Diese Abteilung habe ich dann bis zur Rente geführt.
Zu erwähnen wäre noch das ich mit 50 Jahren die Meisterschule noch mal machen musste
weil man hier der Meinung war wir hätten unseren Abschluss im Lotto gewonnen.
Natürlich ging das nicht mit einem 8 Stundentag, es zahlt sich aber heute aus.

Ähnlich ist der Werdegang meiner Frau, der Ing.-ÖK. wurde auch nicht anerkannt, also Abendstudium.
Sie arbeitet heute noch als Betriebswirt in der Firma in der sie 1990 hier angefangen hat.

Ich will damit nur sagen, es liegt schon ein wenig an jeden selbst ob aus seinem Leben etwas wird oder nicht.


Die veröffentlichte Meinung ist nicht die Öffentliche.
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#126

RE: Für viele reicht es nicht!

in Themen vom Tage 12.03.2016 19:12
von bürger der ddr | 3.638 Beiträge

@Oss`n , das mit den "Altbundis" ist nicht herabwürdigend gemeint, nun aber zu deiner Kritik.
Du hast geschrieben das die Jahreszahlen , 2002 und 2009 nicht mehr repräsentativ sind, mag sein das sich da etwas geändert hat. Nur ging es hier auch um das Thema Altersarmut, die Menschen die in diesen Jahren so wenig verdient haben, den fehlt das später an der Rente. oder etwa nicht?
Im übrigen liegen die Löhne und Gehälter immer noch unter Westniveau und im öffentlichen Dienst unterscheidet der Tarifvertrag auch zwischen Ost- und West.



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#127

RE: Für viele reicht es nicht!

in Themen vom Tage 12.03.2016 19:33
von Rainer-Maria Rohloff | 1.377 Beiträge

Wenn ich den von 1941ziger hier lese, also ne köstlich, da fällt mir sofort folgende Geschichte ein.

Meine Mutter(86) heute im Seniorenheim "Edel und Teuer" zu ihrem Sohnemann." Deine Schwester geht doch dieses Jahr in Rente, also die Karin(ich nenn sie mal so) hat volle 45 Berufsjahre geschafft, die bekommt voll ohne Abzüge ihre Rente, na gut, der Bruno(deren Mann) hat die paar Abzüge aber ne Rainer, deine Schwester hat es richtig gut geschafft.

Jetzt der Rainer... schon leichten Kloß im Hals..." Na ja Mutter, die Karin hatte auch nie was gewagt(siehe berufliche Veränderung), sie saß ja auch sinngemäß 45 Jahre auf ihrem Arsch und "....na lassen wir das besser.

Überlegt mal, wie viele Berufsbiografien im Osten, in der DDR brutal zur Wendezeit geknickt wurden, ohne das solche "Sieger " wie 1941ziger mit Ehefrau...ne ne mein Freund, ihr habt schon alles richtig gemacht nur eben konnte eben nicht Jeder ein Sieger sein.

Und dann, das ist es ja, was ich schon mal in einem Vortext schrieb. Eigentlich dürfte es im Westen des Landes gar keine, überhaupt keine Armut geben, denn die Leute waren doch gut 50 Jährchen vollbeschäftigt? So wie DDR Mancher gut 40 Jahre .Unbegreiflich sowas? Denn das gibt s doch garnicht? Was haben diese Menschenkinder eigentlich mit ihrer gut verdienten Kohle gemacht...begreife ich als Ossi einfach nicht?

Rainer-Maria



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#128

RE: Für viele reicht es nicht!

in Themen vom Tage 12.03.2016 19:36
von Pitti53 | 8.791 Beiträge

Auch im Westen war nicht jeder 45 Jahre vollbeschäftigt.....Es gab in vielen Regionen Einschnitte.

Denk da nur an Salzgitter Kalibergbau. War da 1991/1992 viel unterwegs. Eine ganz arme Gegend


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#129

RE: Für viele reicht es nicht!

in Themen vom Tage 12.03.2016 19:47
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Wie schnell sich private Armutsanalysen ins Gegenteil verkehren können erlebte ich vor wenigen Wochen am Beispiel eines Nachtportiers in unserem Stammhotel.
Mit einigen Mitgefühl nahm ich damals zur Kenntnis was es doch für eine Schande ist, nach dem Dienst im Vollzeitjob noch auf dem Bau bis in den Nachmittag hinein malochen zu müssen, um sich über Wasser halten zu können, für die Anreise zur Arbeit borgte er sich das Auto der Mutter und auch sonst bezeichnete ich für mich seine wirtschaftliche Lage als prekär, wobei später einige Daten dazu kamen, die alles wieder relativierten.
Er hatte einige Strafen abzuarbeiten, so z. B. ein Schmerzensgeld von 4000,- € und auch vom Konsumverhalten her ein paar fragwürdige Entscheidungen getroffen, so z. B. hatte er zu jedem Hemd eine passende Armbanduhr und keines der Hemden kostete unter 100 ( in Worten: einhundert) Euro.
Da ist wohl schon vor dem Eintritt ins Berufsleben einiges versäumt worden und der Umgang war wohl auch nicht optimal, so daß man bei der abschließenden Bewertung tatsächlicher und konstruierter Armut extrem viele Faktoren und Daten verarbeiten muß um ein objektives Ergebnis zu bekommen.
Über allem steht wieder einmal, daß Bildung ein Schlüssel ist, die Armut auszusperren, die Bildung aber nicht umfassend genug zu sein scheint.
Die Sache mit den Uhren und Hemden hat eigentlich auch nichts mit Lebenserfahrung sondern eher mit dem gesunden Menschenverstand zu tun und der Frage, Wie anfällig bin ich dafür, ein Konsumidiot zu werden und welchen Preis bin ich bereit zu zahlen, um einer fragwürdigen Gruppe (der Edelmarkenkonsumenten) zugehörig zu sein?
Reiche Leute werden oft darum beneidet eine solche Edelmarke zu besitzen und wenn ich die für meinen Teil wegen ihrer putzigen Erhabenheit verspotte ist das nicht der Trotz / Neid des Besitzlosen sondern so etwas ähnliches wie ein Zoobesuch in der Lebewesen zu sehen sind, die komische Dinge tun, die man überhaupt nicht versteht, wenn man nicht Sielmann heißt.
Die Reflexion der eigenen Lage mit allen relevanten Daten, wie auch die kritische Hinterfragung persönlicher Entscheidungen, eventuell auch externe Meinungen von guten Freunden steht sehr oft im Widerspruch zu den Rückschüssen der Bundesstatistiker und politischen Gruppierungen dieser oder jener Coleur ist aber hilfreich, wenn es darum geht, eine abschließende Standortbestimmung in dieser Betrügerökonomie in der wir definitiv leben herauszufinden.
Nicht nur um des Friedens Willen sondern auch weil es in der Mehrheit der Bevölkerung so ist, stelle ich aber fest daß der Portier durchaus repräsentativ vertreten, aber trotzdem nicht in der Überzahl ist, Prozente vermag ich nicht zu nennen, für meinen privaten Bekanntenkreis schätze ich aber 1/5 tel genau so ein, Ihnen das Prädikat " selber Schuld" zu erteilen, man kann das aber sicher nicht hoch rechnen.



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#130

RE: Für viele reicht es nicht!

in Themen vom Tage 12.03.2016 20:36
von Rainer-Maria Rohloff | 1.377 Beiträge

Noch ne schöne Geschichte. Vor Jahren schrieb der Hobbyschreiber Rainer mal "Der Tod eines Maschinenarbeiters". Könnte glaube hier irgendwo im Forum noch zu finden sein? Oder im anderen drüben, keine Ahnung mehr? Jedenfalls, er Held der Erzählung wird darin Ende der 70er Jahre in der BRD arbeitslos, von heute auf morgen.

Schreibt mir doch sinngemäß in dem Fred ein Bundi..."He Ostdeutscher merkst du es noch Traumtänzer mit deiner Geschichte, also wer bei uns in die 70er arbeitslos wurde galt unter der Hand(wohl im Freundeskreis/Verwandtschaft) als Asozialer. Also hier gab es damals kaum "Asoziale" denn wer arbeiten wollte konnte auch den richtigen Job für sich finden, der dazu noch ordentlich bezahlt wurde"

Wie Pitti passt das denn nun zu deinen "armen Regionen im Salzgittergebiet?"

Rainer-Maria



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#131

RE: Für viele reicht es nicht!

in Themen vom Tage 12.03.2016 20:36
von Hanum83 | 4.789 Beiträge

Ich bin jetzt gerade aus der Werkstatt gekommen, paar Sachen vorbereiten für Baustelle am Montag, irgendwie 20.30 Uhr zum Samstag, aber egal, Frauchen ist eh zum Dienst, morgen mach ich weiter, ist zwar Sonntag, aber egal, Frauchen hat auch wieder Dienst.
Meinen zwei Arbeitern gönn ich ihr Wochenende, ich selber seh das nicht so verbissen, im Grunde genommen arbeite ich eigentlich immer, bin das aber jahrelang gewöhnt, kratzt mich nicht mehr.
Tja, die Esse muss rauchen, sonst können ich und meine zwei Hanseln einpacken, von Nix wird halt Nix.
Ich könnt jetzt auch bissel lamentieren und paar Tränen rausdrücken, aber was solls, gut, mit der jahrelangen Ärgerei und Arbeiterei hab ich mir schon was geschaffen, wär ja auch blöd wenn nicht, ein wenig Belohnung muss schon sein


"Deitsch on frei wolln mer sei, on do bleibn mer aah derbei"
(Anton Günther)
Lutze, 1941ziger, Hapedi, Pit 59 und IM Kressin haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 12.03.2016 20:43 | nach oben springen

#132

RE: Für viele reicht es nicht!

in Themen vom Tage 12.03.2016 22:51
von Pitti53 | 8.791 Beiträge

Zitat von Rainer-Maria Rohloff im Beitrag #130
Noch ne schöne Geschichte. Vor Jahren schrieb der Hobbyschreiber Rainer mal "Der Tod eines Maschinenarbeiters". Könnte glaube hier irgendwo im Forum noch zu finden sein? Oder im anderen drüben, keine Ahnung mehr? Jedenfalls, er Held der Erzählung wird darin Ende der 70er Jahre in der BRD arbeitslos, von heute auf morgen.

Schreibt mir doch sinngemäß in dem Fred ein Bundi..."He Ostdeutscher merkst du es noch Traumtänzer mit deiner Geschichte, also wer bei uns in die 70er arbeitslos wurde galt unter der Hand(wohl im Freundeskreis/Verwandtschaft) als Asozialer. Also hier gab es damals kaum "Asoziale" denn wer arbeiten wollte konnte auch den richtigen Job für sich finden, der dazu noch ordentlich bezahlt wurde"

Wie Pitti passt das denn nun zu deinen "armen Regionen im Salzgittergebiet?"

Rainer-Maria


dann fahr mal nach Salzgitter und erlebe es selbst das Elend. Sicher gibt's da auch ein paar Leute denen es gut geht. Aber das sind die wenigsten.

Im Ruhrpott soll es auch solche Gegenden geben. Hamburg hat auch seine Elendsviertel...........Und das sind Altbürger


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#133

RE: Für viele reicht es nicht!

in Themen vom Tage 12.03.2016 23:02
von 1941ziger | 1.002 Beiträge

Zitat von Rainer-Maria Rohloff im Beitrag #127
............ Wendezeit geknickt wurden, ohne das solche "Sieger " wie 1941ziger mit Ehefrau...ne ne mein Freund, ihr habt schon alles richtig gemacht nur eben konnte eben nicht Jeder ein Sieger sein.

Rainer-Maria

Denke nicht das es einfach für uns war. Aber wir haben nicht unendlich gewartet bis das Licht ausgeschaltet wurde, denn
was kommt war abzusehen. Wer meinte wenn das Westgeld kommt geht es in der DDR Wirtschaft weiter, der irrte.
Die Märkte waren zur Hauptsache in Osteuropa, Material, Energie und Löhne mussten mit DM bezahlt werden....wie sollte das gehen.
Dazu kam noch das Ziel die Konkurrenz (wenn sie den da war) auszuschalten.
Ich bin also mit einem Bekannten (Gastwirt) los, er hatte hier in der Pfalz schon einen Kontakt ,ich nicht.
Ich hatte aber Glück, war zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Platz und hatte schon den nächsten Tag das Jobangebot.
Das war am 12.01.1990. Ich habe dann in meiner alten Firma noch eine ordentliche Abteilungsübergabe gemacht und
hier in der Pfalz am 1.02.1990 neu angefangen.
Die Frau und Tochter sind dann im April gekommen, da war auch der Job für meine Frau schon klar.
Aber es war für beide ein Sprung ins kalte Wasser und wir mussten uns durchbeißen. Deswegen sagte ich......
es liegt an jedem selbst.
Das hat nichts mit Sieger zu tun sondern mit dem Willen es zu schaffen und private Befindlichkeiten zurück zu stellen.
Mache die Meisterschule mit 50 noch mal oder wie meine Frau schaffen gehen und Abendstudium, das schlaucht.
Wir haben uns aber gesagt....wir werden auch mal alt und da muss alles bezahlt sein......und es ist bezahlt.

Im Übrigen: Geschenkt wird dir hier auch nichts....du musst liefern und lieferst du gut dann hast du gute Karten.
Eins möchte ich noch erwähnen, die Grundlage war die gute Ausbildung in der DDR.


Die veröffentlichte Meinung ist nicht die Öffentliche.
Hapedi, Hanum83, Fritze, Rainer-Maria Rohloff und IM Kressin haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 12.03.2016 23:16 | nach oben springen

#134

RE: Für viele reicht es nicht!

in Themen vom Tage 12.03.2016 23:12
von icke46 | 2.593 Beiträge

Zitat von Pitti53 im Beitrag #132
[

dann fahr mal nach Salzgitter und erlebe es selbst das Elend. Sicher gibt's da auch ein paar Leute denen es gut geht. Aber das sind die wenigsten.

Im Ruhrpott soll es auch solche Gegenden geben. Hamburg hat auch seine Elendsviertel...........Und das sind Altbürger


Naja, Elend ist vielleicht übertrieben - ich wohne zwar nicht in Salzgitter, sondern 20 km davon entfernt - hier bin ich geboren und aufgewachsen - und lebe mittlerweile demnächst 60 Jahre hier - von zwischenzeitlicher Auszeit (3 Jahre) abgesehen.

Aber davon abgesehen: Natürlich (oder lieber unnatürlich) ist die Armut ein Problem, auch wenn es tb. @linamax so nicht wahrhaben will. Sicher ist es nicht so, dass abgerissene Gestalten durch die Strassen wanken und die Biotonnen plündern - aber die Armut ist da, sonst würde es den "Erfolg" der Tafeln und in Grossstädten teilweise auch Suppenküchen nicht geben.

Mir kommt da immer ein Zitat von Bert Brecht in den Sinn:

Doch die einen stehn im Dunkel, und die andern stehn im Licht
doch man sieht nur die im Lichte - die im Dunkel sieht man nicht.

Gruss

icke



1941ziger, Pitti53, vs1400, Fritze, Rainer-Maria Rohloff, Heckenhaus, Damals87, IM Kressin und Ährenkranz haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 12.03.2016 23:13 | nach oben springen

#135

RE: Für viele reicht es nicht!

in Themen vom Tage 13.03.2016 02:35
von Major Tom | 855 Beiträge

Zitat von linamax im Beitrag #121
Wenn ich das hier so lese wie schlecht uns allen geht , dann ist ja Deutschland nur noch ein Armenhaus . Auf den Straßen laufen nur Bettler herum . Die Leute leben nur noch von der Tafel .



Sagen wir es mal so: Deutschland ging es schon mal wesentlich besser, ist noch gar nicht so lange her. Kannst du dich noch an die Diskussionen in den 90ern im Fernsehen erinnern wo Politiker sich aufregten dass die deutschen Löhne zu hoch seien, dass Deutschland international nicht konkurrenzfähig sei? Das ist nun 20 Jahre her und was haben wir heute? Deutschland ist Schlusslicht in Europa was die Lohnentwicklung betrifft, die Deutschen haben am wenigsten Wohneigentum im europäischen Vergleich. Es gibt keine Eigenheimzulage mehr, Urlaubsgeld und Weihnachtsgeld wurde flächendeckend von den meisten Unternehmen zusammengestrichen. Noch vor 20 Jahren gab es garantierte Tariflöhne, heute Zeitarbeit für die breite Masse, Billigjobs und Flaschensammler. Die Rentner haben aufgrund der Inflation und Nullrunden jeden Monat weniger in der Brieftasche. Und die Lebensqualität schwindet in Deutschland von Tag zu Tag, wenn man vor 20 Jahren noch ohne Angst die U-Bahn benutzte ist es heute ratsam sich vorher mit Pfefferspray zu bewaffnen. Und wenn ich an die Zukunft denke wird mir ganz schlecht...


Man sollte den Kopf nicht hängen lassen wenn einem das Wasser bis zum Hals steht.
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zuletzt bearbeitet 13.03.2016 02:40 | nach oben springen

#136

RE: Für viele reicht es nicht!

in Themen vom Tage 13.03.2016 02:50
von Gelöschtes Mitglied
avatar

@Major Tom, recht hast Du, zum Teil. Etwas Übertreibung schwingt in dem Beitrag aber mit.
Gerd


andyman hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#137

RE: Für viele reicht es nicht!

in Themen vom Tage 13.03.2016 04:34
von Major Tom | 855 Beiträge

Zitat von G.Michael im Beitrag #136
@Major Tom, recht hast Du, zum Teil. Etwas Übertreibung schwingt in dem Beitrag aber mit.
Gerd


Da bin ich aber jetzt gespannt, welcher Teil stimmt denn nicht?


Man sollte den Kopf nicht hängen lassen wenn einem das Wasser bis zum Hals steht.
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#138

RE: Für viele reicht es nicht!

in Themen vom Tage 13.03.2016 04:53
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Zitat von Major Tom im Beitrag #137
Zitat von G.Michael im Beitrag #136
@Major Tom, recht hast Du, zum Teil. Etwas Übertreibung schwingt in dem Beitrag aber mit.
Gerd


Da bin ich aber jetzt gespannt, welcher Teil stimmt denn nicht?


Pfefferspray im ÖPNV ist so sinnvoll wie ein Kühlschrank am Nordpol. Ja , es gibt Zwichenfälle , die den Medien einen Orgasmus bescheren.
Eventl. sollte ich mir auch noch so ein Döschen besorgen, ich fahre nachher mit der S-Bahn zum HBF Leipzig. Durch den Citytunnel Leipzig.
Jetzt wo Du das schreibst, wird mir ganz "Schwummerig" ich mach das schon über einen längeren Zeitraum, nix passiert.
Jetzt wo Du die Welt erklärst, kann ich nur sagen "Mönsch Gerd was warst Du leichtsinnig"
Gerd


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#139

RE: Für viele reicht es nicht!

in Themen vom Tage 13.03.2016 07:47
von damals wars | 12.204 Beiträge

Zitat von 1941ziger im Beitrag #125
Mir geht es nicht schlecht........was habe ich falsch gemacht.
1955 mit 8 Klassen aus der Schule.
1955-1958 Werkzeugmacher gelernt
1958-1960 im Werkzeugbau gearbeitet
1960-1965 FJB-5
1965 in der alten Firma wieder angefangen
1966 begonnen die 10.Klasse nachzuholen
1968 Meisterschule
danach als Meister in die Großteilefertigung,
1972 Abteilungsmeister in der Betriebsmittelinstandsetzung
1980 Speziallehrgang für Sinumeric-Steuerung und Steuerung Mazak
bis 1989 wieder Meister in der Großteilefertigung.

1990 hier in der Pfalz in einem Stahlbaubetrieb mit geholfen ein 2. Standbein aufzubauen.
Wir haben in einer neuen Halle ein mechanische Fertigung aufgebaut.
Die Einrichtung und das setzen der Maschinen war maßgeblich meine Arbeit.
Diese Abteilung habe ich dann bis zur Rente geführt.
Zu erwähnen wäre noch das ich mit 50 Jahren die Meisterschule noch mal machen musste
weil man hier der Meinung war wir hätten unseren Abschluss im Lotto gewonnen.
Natürlich ging das nicht mit einem 8 Stundentag, es zahlt sich aber heute aus.

Ähnlich ist der Werdegang meiner Frau, der Ing.-ÖK. wurde auch nicht anerkannt, also Abendstudium.
Sie arbeitet heute noch als Betriebswirt in der Firma in der sie 1990 hier angefangen hat.

Ich will damit nur sagen, es liegt schon ein wenig an jeden selbst ob aus seinem Leben etwas wird oder nicht.


Und bei mir kam 1990 die Wende, Kurzarbeit "Null". Wir bilden sie weiter, damit sie hinterher bei uns wieder anfangen können...
War aber nur Spaß.
Gern hätte ich in einem Kraftwerk wieder als Betriebsingenieur wieder angefangen, nur ga es da keine Stellen, und wenn es welche gegeben hätte, wäre ich beim Arbeitsamt durchs Raster gefallen, da ich an der Ingenieurschule für Bergbau und Energie studiert habe, und ich dadurch zwingend ein Bergbauingenieur seien musste.
Na gut, das hätte ich auch noch gelernt...


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#140

RE: Für viele reicht es nicht!

in Themen vom Tage 13.03.2016 08:00
von Pit 59 | 10.153 Beiträge

Ich will damit nur sagen, es liegt schon ein wenig an jeden selbst ob aus seinem Leben etwas wird oder nicht.....1941er

Naja,man kann ja auch zu Hause sitzen und warten bis einer an der Tür Klopft und sagt" Mensch ich habe einen tollen Job für Sie".

Nee,völlig Recht hast Du,auch ich habe mit über 40 noch einen Beruf gelernt,einen Krisensicheren


andyman und IM Kressin haben sich für diesen Beitrag bedankt
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