#81

RE: Für viele reicht es nicht!

in Themen vom Tage 27.01.2015 16:55
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #80
Ja, heutzutage sitzt jeder mit der Kalaschnikow hinterm Fenster
Wir sind 12 Eigner einer Privatstraße und spielen auch heute noch ein bissel DDR, wir kehren gemeinsam den Wintersplitt weg, pflegen die Grünanlagen und dann wird gegrillt und ein Bierchen geschlappert, eine sozialistische Insel halt und wir heißen nicht mal Kuba


Willkommen in der DDR


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#82

RE: Für viele reicht es nicht!

in Themen vom Tage 27.01.2015 16:57
von Gelöschtes Mitglied
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Nur es gibt wirklich viele Menschen für die es in dem Land zum "überleben" reicht aber nicht zum "leben".

Das ist eigentlich hier Thema mit allen widersprüchlichen Thesen.


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#83

RE: Für viele reicht es nicht!

in Themen vom Tage 27.01.2015 18:40
von Heckenhaus | 5.110 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #80
Ja, heutzutage sitzt jeder mit der Kalaschnikow hinterm Fenster
Wir sind 12 Eigner einer Privatstraße und spielen auch heute noch ein bissel DDR, wir kehren gemeinsam den Wintersplitt weg, pflegen die Grünanlagen und dann wird gegrillt und ein Bierchen geschlappert, eine sozialistische Insel halt und wir heißen nicht mal Kuba

Das habe ich damals in dem 1200 Seelen-Dorf im Oderbruch völlig anders erlebt. Die Arbeitslosigkeit kam fast schneller als die D-Mark,
und schlagartig änderte sich die Stimmung untereinander.
Neid, argwöhnische Blicke, manche Leute mieden den Nachbarn von heute auf morgen, weil einer noch hatte, manche sogar mehr als vorher,
andere kamen kaum noch über die Runden.
Wir Handwerker mußten später teilweise bis Kleinmachnow oder weiter fahren, 120 km eine Tour, um noch Arbeit zu haben, so schlimm hatte
sich die die Situation im Laufe der Jahre entwickelt.
Unsere Nachbarn, 4 Personen, hatten alle gut verdient, bis zur Wende. Dann wurde die Zuckerfabrik in Thöringswerder abgewickelt, und drei von
den Nachbarn waren auf einen Schlag zu Hause. Wie es dann finanziell aussah ist vorstellbar.
Und das waren keine Einzelfälle, es begann ein systematischer Kahlschlag, dem sehr viele vom Lande nicht entgehen konnten.
Das ist bis heute so geblieben, wenn keine Alternativen in der Ferne gefunden werden.


.
.
„Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft.”
— Aristoteles -

"Man kann alle Leute einige Zeit zum Narren halten und einige Leute allezeit; aber alle Leute allezeit zum Narren halten kann man nicht."
— Abraham Lincoln –
.
zuletzt bearbeitet 27.01.2015 18:40 | nach oben springen

#84

RE: Für viele reicht es nicht!

in Themen vom Tage 27.01.2015 19:17
von 1941ziger | 983 Beiträge

Zitat von Larissa im Beitrag #74
Eine Sache will mir nicht in den Kopf, so stelle ich die Frage.

Warum, nach 26 Jahren, verdienen die Menschen in dem ehemaligen DDR nach der Vereinigung nur 70% der westdeutschen Loehne.




Was verstehst Du unter Westdeutsche Löhne.

Auch hier gibt es riesengroße Unterschiede. In Rheinlandpfalz hat ein Stahlbauschlosser 13,40-15,00 € , 30km weiter in BW 16,00 - 20,00€


Die veröffentlichte Meinung ist nicht die Öffentliche.
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#85

RE: Für viele reicht es nicht!

in Themen vom Tage 27.01.2015 19:51
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von Heckenhaus im Beitrag #83
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #80
Ja, heutzutage sitzt jeder mit der Kalaschnikow hinterm Fenster
Wir sind 12 Eigner einer Privatstraße und spielen auch heute noch ein bissel DDR, wir kehren gemeinsam den Wintersplitt weg, pflegen die Grünanlagen und dann wird gegrillt und ein Bierchen geschlappert, eine sozialistische Insel halt und wir heißen nicht mal Kuba

Das habe ich damals in dem 1200 Seelen-Dorf im Oderbruch völlig anders erlebt. Die Arbeitslosigkeit kam fast schneller als die D-Mark,
und schlagartig änderte sich die Stimmung untereinander.
Neid, argwöhnische Blicke, manche Leute mieden den Nachbarn von heute auf morgen, weil einer noch hatte, manche sogar mehr als vorher,
andere kamen kaum noch über die Runden.
Wir Handwerker mußten später teilweise bis Kleinmachnow oder weiter fahren, 120 km eine Tour, um noch Arbeit zu haben, so schlimm hatte
sich die die Situation im Laufe der Jahre entwickelt.
Unsere Nachbarn, 4 Personen, hatten alle gut verdient, bis zur Wende. Dann wurde die Zuckerfabrik in Thöringswerder abgewickelt, und drei von
den Nachbarn waren auf einen Schlag zu Hause. Wie es dann finanziell aussah ist vorstellbar.
Und das waren keine Einzelfälle, es begann ein systematischer Kahlschlag, dem sehr viele vom Lande nicht entgehen konnten.
Das ist bis heute so geblieben, wenn keine Alternativen in der Ferne gefunden werden.


Wir 12 sind alle fett bürgerlich, also Mittelstand-Microkosmos, wahrscheinlich funktioniert deshalb noch die Ostalgie in Form eines ganz normalen zwischenmenschlichen Zusammenlebens unter Nachbarn.


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#86

RE: Für viele reicht es nicht!

in Themen vom Tage 27.01.2015 20:11
von Gelöschtes Mitglied
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Hallo Andreas, da bist Du nicht der Einzige! Auch bei mir auf der Strasse, verstehe sich fast alle Nachbarn! Es schaut keiner neidisch auf den anderen und es wird sich gegenseitig geholfen. Egal ob Rentner oder Berufstätige! Wer zu Haus ist nimmt für den und den die Post an und schaut auch darauf das nix passiert mit den Haus, wenn einige auf der Arbeit oder Urlaub sind! Es gibt mal spontan ein Bierchen oder Grillwurst und das finde ich super!
Sind wir deshalb eine DDR-Strasse? Nein, es liegt an den Menschen und wie heißt es so schön: Wie man in den Wald hineinruft, so kommt es zurück!!
Grüsse steffen52


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#87

RE: Für viele reicht es nicht!

in Themen vom Tage 27.01.2015 20:27
von Ostlandritter | 2.453 Beiträge

Zitat von steffen52 im Beitrag #86
Hallo Andreas, da bist Du nicht der Einzige! Auch bei mir auf der Strasse, verstehe sich fast alle Nachbarn! Es schaut keiner neidisch auf den anderen und es wird sich gegenseitig geholfen. Egal ob Rentner oder Berufstätige! Wer zu Haus ist nimmt für den und den die Post an und schaut auch darauf das nix passiert mit den Haus, wenn einige auf der Arbeit oder Urlaub sind! Es gibt mal spontan ein Bierchen oder Grillwurst und das finde ich super!
Sind wir deshalb eine DDR-Strasse? Nein, es liegt an den Menschen und wie heißt es so schön: Wie man in den Wald hineinruft, so kommt es zurück!!

Grüsse steffen52


In meiner Weststrasse läuft es auch so , wie Du es beschrieben hast,-
es gibt keine DDR-oder Weststrassen ,- es gibt Nachbarschaften, welche funktionieren - und so soll es auch sein !


....................................
Dieser Beitrag ist eine Meinungsäußerung im Sinne des Art. 5 des Grundgesetzes und durch diesen gedeckt !
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#88

RE: Für viele reicht es nicht!

in Themen vom Tage 27.01.2015 20:37
von Gelöschtes Mitglied
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Klar Jürgen, so soll es sein und wenn sich alle etwas Mühe geben dann klappt es auch! Ein paar Spinner gibt es überall, aber die haben wir im Griff und die lassen wir und die lassen uns! Habe vor einer Weile von so einen Aussenseiter ein Paket angenommen! Als er es bei mir abholte musste,wusste er nicht wie er tun soll. Danke Steffen, hätte ich nicht gedacht, das du so was für uns machst! Seit dieser Zeit grüßt er wieder und versucht mir auch ein Gespräch auf zu drängen! Das sind so kleine Dinge im Leben, wo man sich sagt, wie schnell es eben geht, das es auch bei den Verbohrtesten , Klick macht!!
Grüsse steffe52


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zuletzt bearbeitet 27.01.2015 20:38 | nach oben springen

#89

RE: Für viele reicht es nicht!

in Themen vom Tage 27.01.2015 21:47
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von steffen52 im Beitrag #86
Hallo Andreas, da bist Du nicht der Einzige! Auch bei mir auf der Strasse, verstehe sich fast alle Nachbarn! Es schaut keiner neidisch auf den anderen und es wird sich gegenseitig geholfen. Egal ob Rentner oder Berufstätige! Wer zu Haus ist nimmt für den und den die Post an und schaut auch darauf das nix passiert mit den Haus, wenn einige auf der Arbeit oder Urlaub sind! Es gibt mal spontan ein Bierchen oder Grillwurst und das finde ich super!
Sind wir deshalb eine DDR-Strasse? Nein, es liegt an den Menschen und wie heißt es so schön: Wie man in den Wald hineinruft, so kommt es zurück!!
Grüsse steffen52

So geht es auch in unseren Wohnhaus,wenn der Nachbar im Urlaub ist werden die Pflanzen und die Kleintiere betreut,dann bekommt auch der Nachbar den Schlüssel.Ein Schlüssel hat auch ein Nachbar für unsere Wohnung ständig,kann ja mal passieren,wenn wir nicht zu Hause sind.
Gruß Rei


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#90

RE: Für viele reicht es nicht!

in Themen vom Tage 27.01.2015 22:12
von turtle | 6.961 Beiträge

Ich habe von fast allen im Haus einen Wohnungsschlüssel. Drei Häuser weiter wohnt eine ältere Frau ,die schließt sich ab und zu aus, von ihr habe ich auch einen Schlüssel. Der Schlüsseldienst ist teuer. Wenn jemand in Urlaub ist oder bei einer Anlieferung nicht extra frei nehmen möchte kümmere ich mich um alles. Ob von DHL ,Hermes , UPS alle klingeln bei mir. Manchmal könnte man meinen ich bin eine Paket Zentrale. Für mich ist das Selbstverständlich.


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#91

RE: Für viele reicht es nicht!

in Themen vom Tage 28.01.2015 21:53
von Larissa | 834 Beiträge

Zitat von 1941ziger im Beitrag #84
Zitat von Larissa im Beitrag #74
Eine Sache will mir nicht in den Kopf, so stelle ich die Frage.

Warum, nach 26 Jahren, verdienen die Menschen in dem ehemaligen DDR nach der Vereinigung nur 70% der westdeutschen Loehne.



Was verstehst Du unter Westdeutsche Löhne.
Auch hier gibt es riesengroße Unterschiede. In Rheinlandpfalz hat ein Stahlbauschlosser 13,40-15,00 € , 30km weiter in BW 16,00 - 20,00€



Das war nicht die Frage. Hallo @1941iger
Aber, Deine Frage will ich beantworten: was verstehe ich unter westdeutsche Loehne? Ich selbst habe in der BRD 32 Jahre gearbeitet und bezahlt steuern. Ich weiss wie grosse Firmen arbeiten und, dass es trotz Gewerkschaften nicht nur in den Landern sein kann sehr unterschiedlich. Es gab die Gehalter der freie Marktwirtschaft, ausgehandelter Gehalt, es gab aber auch in Firmen, z.B. die Lufthansa, BW, ein BAT, mit grossen Unterschiede zur Freien Wirtschaft. Abhangig war aber oftmals auch die Groesse der Firma. Oftmals waren die Sozialleistungen, spaetere Pensionen sehr viel differenzierter, besser.

Meine Frage wird anschliessend an die erste Frage, die scheinbar nicht kann beantwortet werden, dann dahingehend sein, dann gibt es heute sicherlich zum Beispiel Unterschiede in Brandenburg versus Thueringen an Stundenlohn. Und dieser Stundenlohn in jedem Falle ist immer nur 70% vom westdeutschen Stundenlohn? Oder verstehe ich das so falsch? Wie gesagt kann mir keiner sagen warum das so ist.
Gruss, Larissa


"Keine Jagd ist so wie die Jagd auf Menschen und die, die lange genug Menschen gejagt haben, die Spaß daran hatten, interessieren sich nie wieder für etwas anderes." — Hemingway
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#92

RE: Für viele reicht es nicht!

in Themen vom Tage 29.01.2015 09:05
von Gelöschtes Mitglied
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Nicht vergessen, es gibt zwei Tarifgebiete, die lauten eindeutig Ost und West. Nur diese Gebiete richten sich nicht nach dem terretorialen Gefälle, sie richten sich nach der eh. Grenze.......


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#93

RE: Für viele reicht es nicht!

in Themen vom Tage 11.03.2016 13:49
von Heckenhaus | 5.110 Beiträge

Zukünftig wird sich nichts in eine positive Richtung ändern, die soziale Marktwirtschaft ist tot .
Reichen wird es zukünftig vielleicht für noch weniger Menschen.

DIW-Chef Fratzscher: "Die soziale Marktwirtschaft existiert nicht mehr"

Die wachsende Kluft zwischen Arm und Reich schwächt die deutsche Wirtschaft. Im SPIEGEL warnt
DIW-Chef Fratzscher vor Wohlstandsverlusten für alle Bürger.

Die gewachsene Kluft zwischen Arm und Reich wird nach Einschätzung des Deutschen Instituts für
Wirtschaftsforschung das ökonomische Wachstum der Bundesrepublik in den nächsten Jahren stark
beeinträchtigen und zu Einbußen beim Wohlstand für alle Bürger führen.

mehr hier http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziale...-a-1081789.html
----------------------------------------------------------------------------------------------------
I-Tüpfelchen ist dann diese Meldung :

Kassen erwarten 2019 Zusatzbeitrag von 1,8 Prozent

Die gesetzlichen Krankenkassen rechnen mit einem weiter kontinuierlich steigendem Zusatzbeitrag. Zu
Jahresbeginn 2016 habe es einen durchschnittlichen Anstieg um 0,2 Prozentpunkte gegeben und der Zuwachs
dürfte sich in den Folgejahren in einer ähnlichen Größenordnung bewegen, sagte Doris Pfeiffer, Vorstandsvorsitzende des Spitzenverbandes der gesetzlichen Kassen (GKV), der "Neuen Osnabrücker Zeitung" laut Vorab-Bericht aus der Freitag-Ausgabe. "Daher rechnen wir damit, dass wir bei vorsichtiger Schätzung in 2019 bei 1,8 Prozent sein werden."

http://www.wiwo.de/finanzen/vorsorge/kra...t/13307286.html

Das Einfrieren des KK-Anteils, der vom Arbeitgeber getragen werden muß, war ein weiterer Sargnagel für die damalige soziale Marktwirtschaft.
Es sollte doch dem durchschnittlich gebildeten Wähler eigentlich auffallen, was gespielt wird.

Ergebnis dann : Siehe Themenüberschrift.

Die Realität sieht leider anders aus, man zahlt, murrt, aber tut nichts.

.


.
.
„Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft.”
— Aristoteles -

"Man kann alle Leute einige Zeit zum Narren halten und einige Leute allezeit; aber alle Leute allezeit zum Narren halten kann man nicht."
— Abraham Lincoln –
.
bürger der ddr, Fritze, DoreHolm und IM Kressin haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#94

RE: Für viele reicht es nicht!

in Themen vom Tage 11.03.2016 17:38
von andyman | 1.871 Beiträge

Zitat
Die Realität sieht leider anders aus, man zahlt, murrt, aber tut nichts.


Welche Möglichkeiten etwas zu tun gibt es denn?
-abwählen der Regierungspartei
-auswandern(kommt momentan nicht in Betracht für mich)

vielleicht fällt noch jemand was ein?

Lgandyman


Gruß aus Südschweden
Was nützt alles Hasten und Jagen,auch du bist nur ein Tropfen im Meer der Unendlichkeit. Confuzius
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#95

RE: Für viele reicht es nicht!

in Themen vom Tage 11.03.2016 17:44
von Alfred | 6.841 Beiträge

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#96

RE: Für viele reicht es nicht!

in Themen vom Tage 11.03.2016 18:45
von Heckenhaus | 5.110 Beiträge

Hab ich doch glatt übersehen...


.
.
„Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft.”
— Aristoteles -

"Man kann alle Leute einige Zeit zum Narren halten und einige Leute allezeit; aber alle Leute allezeit zum Narren halten kann man nicht."
— Abraham Lincoln –
.
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#97

RE: Für viele reicht es nicht!

in Themen vom Tage 12.03.2016 00:25
von StabsfeldKoenig | 2.618 Beiträge

Zitat von andyman im Beitrag #94

Zitat
Die Realität sieht leider anders aus, man zahlt, murrt, aber tut nichts.


Welche Möglichkeiten etwas zu tun gibt es denn?
-abwählen der Regierungspartei
-auswandern(kommt momentan nicht in Betracht für mich)

vielleicht fällt noch jemand was ein?

Lgandyman



- eine Revolution

In einem Werbespot (wofür weis ich nicht mehr) trafen sich etliche alt gewordene Revolutionäre (die sich in Wirklichkeit nie begegnet sein konnten, da sie über einen Zeitraum von fast 100 Jahren auseinander waren). Zum Schluß stellten sie fest: "Es ist Zeit für eine neue Revolution".

Was ist der Unterschied zwischen dem Telefon und der Wahl? Wenn man sich am Telefon verwählt hat, kann man Aufhängen und neu wählen. (Politischer Witz mit sehr langem Bart, aber wahren Inhalt).



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#98

RE: Für viele reicht es nicht!

in Themen vom Tage 12.03.2016 02:54
von B208 | 1.323 Beiträge

Hinter jeder einzelnen - es reicht nicht - Geschichte steckt eine ganz individuelle Vergangenheit . Nicht für jedes - es reicht nicht - kann man die Gesellschaft , den Staat , die Regierung verantwortlich machen . In dem Sprichwort : Jeder ist seines Glückes Schmied . Steckt sehr viel Wahrheit .
Und die Armut über das Einkommen Besserverdienender zu bestimmen ist schlichtweg Schwachsinn . Wenn beispielsweise 1000 Arbeitnehmer am Tage X eine Beförderung , eine Gehaltserhöhung bekommen , dann rutschen automatisch 1000 andere an diesem Tage X unter die Armutsgrenze , obwohl die Kaufkraft ihres Einkommens sich nicht verändert hat .

Aus den individuell unterschiedlichen Lebensgeschichte ergeben sich zwangsläufig unterschiedliche Entwicklungen . Bestes Beispiel meine Familie , meine drei Geschwister und ich , 2 Mädchen , 2 Jungs , fast gleiche Ausgangssituationen und später völlig unterschiedliche Entwicklungen , auch finanziell . Nur dafür kann keiner die Gesellschaft verantwortlich machen . Nur seine persönlichen Entscheidungen muss man hinterfragen . Habe ich zu jeder Zeit die richtigen Entscheidungen für mich und meine Zukunft getroffen oder habe ich mich nur darauf verlassen nach dem Motto : och , das wird schon , ist ja noch lange hin , was zählt ist das Heute .
Ein Mensch , der sein lebenslang sparsam und bedacht gelebt hat , einen Notgroschen auf die Seite gepackt hat , muss bei einer finanziellen Schieflage ersteinmal an seine Rücklagen . Eine Person mit gleichen finanziellen Möglichkeiten , der aber seine Einkünfte verprasst , Autos, Urlaub Luxus , dem nichts geblieben ist , der bekommt sofort Hilfe von der Gesellschaft obwohl es in seiner Macht Stand sein Leben anders zu ordnen .
Warum zieht es soviele Menschen nach Deutschland ? Sicherlich nicht weil wir ein nicht funktionierendes Sozialsystem haben .
Wenn es bei vielen allein durch die Arbeitsvergütung nicht reicht , wenn sie zusätzlich Geld vom Staat benötigen , dann hängt es in einigen Fällen auch an der " Wertigkeit " der geleisteten Arbeit . Man kann nicht verlangen , dass ein Bauhelfer ohne Ausbildung den Lohn bekommt wie der Maurer , der Zimmermann , der Betonwerker . Erster Schritt für einen ausreichenden Lohn ist eine ausreichende Schulbildung und wenn ich sehe wie viele Jugendliche schon heute ihre Zukunft in die Tonne treten , dann bekomme ich Angst . Für diese Personengruppe wird es dann in ca 5-10 Jahren auch heißen - es reicht nicht - !
Ich kann mich noch gut erinnern wie man in den goldenen Jahren die Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes und Beamte belächelt hat , wo jeder gerne im Akkord gearbeitet , Überstunden gekloppt und noch Zulagen und Schwarzes eingestrichen hat , das Geld wurde nur so rausgehauen , aber nicht an die Zeiten danach gedacht . Heute lächeln die Beamten mit ihren Pensionen . Jede Medaille hat zwei Seiten .
B208


Hanum83, IM Kressin und 1941ziger haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#99

RE: Für viele reicht es nicht!

in Themen vom Tage 12.03.2016 03:24
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Ja ja B208, die Überstunden, die haben schon was, da kann man so richtig Kohle machen. Es sei denn man kommt in eine Steuerklasse (nennt sich das so)
Dann hält schon wieder jemand die Hand auf.
Gerd


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#100

RE: Für viele reicht es nicht!

in Themen vom Tage 12.03.2016 04:38
von B208 | 1.323 Beiträge

Nicht in kleinen Betrieben , aber unattraktive Überstunden können Arbeitsplatze schaffen . Trifft aber eben nur bei größeren Betrieben zu , auch wenn es teilweise nur Zeitarbeitsverträge sind . Es gibt in unserer mobilen automatisierten Arbeitswelt einfach nicht genug produktive Arbeitsplätze und eine andere Arbeitsplatzpolitik hat sich in einem 40 Jahre andauern Versuch als nicht machbar erwiesen . Es gibt leider eine grosse Anzahl an ungelernten unqualifizierten Arbeitskräften für die es in den heutigen Produktions und Dienstleistungsbereichen keine anfallenden Arbeiten mehr gibt und auf der gut bezahlten Seite des Stellenmarkt zu wenige Fachkräfte . Ohne Fleiß (Schweiß) kein Preis .

B208


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zuletzt bearbeitet 12.03.2016 04:53 | nach oben springen


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