#121

RE: "Einer flog über das Kuckucksnest" - Psychiatrie der DDR

in DDR Staat und Regime 25.01.2015 16:50
von passport | 2.706 Beiträge

Man kann natürlich die Anzahl seiner Beiträge durch unsinnige wie auch unnötige Kritzeleien in die Höhe treiben

Um das Thema wieder in die richtige Lage zu bringen, hier ein Beitrag über die Entwicklung der Psychologie in der DDR.
Anhang PDF-Datei



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#122

RE: "Einer flog über das Kuckucksnest" - Psychiatrie der DDR

in DDR Staat und Regime 25.01.2015 16:51
von Gelöschtes Mitglied
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@steffen52 - "Wo die Liebe hinfällt und wenn es auf einen Misthaufen ist", einer von vielen Sprüchen meiner Mutter in der Erbmasse, die sicher hier bereits aufgefallen sein dürften.

@der alte Grenzgänger

Stimmt und gerade weil es hier ja ein Psychologie (Psychiatrie) - Thread ist. Die psychologisch interessante Mutation von zwei Mücken zu zwei Eseln


zuletzt bearbeitet 25.01.2015 18:12 | nach oben springen

#123

RE: "Einer flog über das Kuckucksnest" - Psychiatrie der DDR

in DDR Staat und Regime 25.01.2015 17:07
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von passport im Beitrag #121
Man kann natürlich die Anzahl seiner Beiträge durch unsinnige wie auch unnötige Kritzeleien in die Höhe treiben

Um das Thema wieder in die richtige Lage zu bringen, hier ein Beitrag über die Entwicklung der Psychologie in der DDR.
Anhang PDF-Datei



[[File:11-12-11-Roesler-lang(1).pdf]]



passport


Vielleicht waren diese unnötigen "Kritzeleien" auch nur eine Atempause zur Entspannung bei diesem schwierigen Thema?

Danke. Eine interessante, aufschlussreiche Arbeit, sehr passend zu dem Thema hier. Meine für mich zunächst wichtigsten Passagen habe ich hier einmal heraus gestellt:

Zur Psychotherapie - Die in westlichen Ländern dominierende psychoanalytische Therapie wurde wie in der Sowjetunion als „grundsätzlich fehlerhaft“ angesehen und weder gelehrt noch praktiziert. Vielmehr galt „die systematische Einübung und Bekräftigung gesundheitlich fördernder bedingter Reflexe …als das Hauptprinzip einer neuzeitlichen Psychotherapie“ (Müller-Hegemann, 1956, S. 1002; 1004).

Eine Diskussion hierüber wurde in den 50er Jahren kompliziert durch die aus der Sowjetunion übernommene Kampagne zur Bedeutung der Lehre Pawlows über die höhere Nerventätigkeit für die Psychologie. Die damalige Situation wird aus den Beiträgen der 1953 in Leipzig veranstalteten Pawlow-Tagung deutlich, auf der sich Kurt Gottschaldt als einziger psychologischer Redner genötigt sah, vor den Gefahren einer nur „physiologisierenden Sprechweise“ bis zur „Hirnmythologie“ zu warnen (TagungsBericht, 1953, S. 695). In der Sowjetunion „traten aber zu Beginn der 50er Jahre ´Liquidationstendenzen´ gegenüber dem Gegenstand der Psychologie auf. Die nächste Zeit schon ließ deutlich werden, wie unhaltbar die vulgarisierenden Versuche waren, die Psychologie durch die Physiologie zu ersetzen“ (Petrowski, 1968, S. 694). Sie wurden dort dann 1962 auf einer Unions-Tagung über philosophische Fragen der Physiologie der hö- heren Nerventätigkeit und der Psychologie korrigiert (ebd.).


Gruß Reinhard

http://journals.zpid.de/index.php/PuG/ar...iewFile/255/291

http://de.wikipedia.org/wiki/Iwan_Petrowitsch_Pawlow

Zu der Pawlowschen Theorie der Verhaltensforschung gehört auch dieser hier mit seinen "Graugänsen":

http://de.wikipedia.org/wiki/Konrad_Lorenz


zuletzt bearbeitet 25.01.2015 18:10 | nach oben springen

#124

RE: "Einer flog über das Kuckucksnest" - Psychiatrie der DDR

in DDR Staat und Regime 25.01.2015 17:17
von Gelöschtes Mitglied
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Gab es eine DDR-Psychologie?

http://www.zpid.de/pub/psychologie-und-g...5_1-2_40-62.pdf

Freud blieb bis zum Schluss verboten:

http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/g...ten/151434.html

Hans-Dieter Schmidt (Psychologe) - DDR

http://de.wikipedia.org/wiki/Hans-Dieter...28Psychologe%29

1982 veröffentlichte er einen vielbeachteten Aufsatz Das Bild des Kindes – seine Norm und ihre Wirkungen*, der zu erbitterten Anfeindungen durch die offizielle DDR-Pädagogik führte.

Schmidt fühlte sich der marxistischen Weltanschauung, einem marxistischen Menschenbild verbunden, ohne aber Mitglied der SED zu sein - stand dem realen Sozialismus auch kritisch gegenüber. Dies zeigte sich z.B. in einem Protestbrief anlässlich der Ausbürgerung von Wolf Biermann und einer moralistischen Grundhaltung, die viele seiner Mitarbeiter und Schüler besonders schätzten. Er verstand es aber, nicht als Dissident ins Abseits zu geraten, um weiter wirksam bleiben zu können, auch durch Kompromisse. Dabei half ihm nicht zuletzt seine Bekanntschaft mit Friedhart Klix und dessen prägende Wirkung auf das Klima am Institut, welches existenzbedrohliche restriktive Schritte weitgehend verhindern konnte. Er stellt diesen Widerspruch selbst sehr detailliert in seinem Buch "Texte zwischen Ja und Nein" dar.

* > Reprint: http://www.mbjs.brandenburg.de/media_fas..._des_kindes.pdf


zuletzt bearbeitet 25.01.2015 17:39 | nach oben springen



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