#21

RE: "Einer flog über das Kuckucksnest" - Psychiatrie in der DDR

in DDR Staat und Regime 22.01.2015 09:32
von Elch78 | 501 Beiträge

Zitat von Reinhardinho im Beitrag #1
... Das Thema war garantiert ein Tabu-Thema in der DDR und ist es heute noch, Psychiatrie, Man sollte über die Dinge reden, vor denen man Angst hat zu reden.

... Mein Vater wurde vor Stalingrad, 2 Wochen bevor der „Kessel“ geschlossen wurde, schwer verwundet ... Er wurde von einem Granatsplitter getroffen, der in den Unterkiefer eindrang und am Hinterkopf irgendwie wieder austrat. Genaues dazu weiß ich aber auch nicht. Er sprach nur sehr selten davon.
Über den Heilungsverlauf ist mir nichts bekannt.

Jetzt folgt der Teil, den ich bisher immer ausgeklammert oder nur ansatzweise umschrieben habe... Ein Jahr war er in Zepernick in der „Mottenburg“, wie damals die TBC-Klinik bezeichnet wurde.
..., er war dann aber auch mehrfach in der „Irrenanstalt“, wie die psychiatrische Einrichtung in Eberswalde bei der Eröffnung (heute: Martin-Gropius-Klinik, Oderberger Straße) und später zu DDR-Zeiten ebenfalls genannt wurde. Es war mir immer sehr peinlich und als Kind hatte ich immer Angst, auch einmal so krank zu werden. Ich besuchte ihn mit jungen Jahren dort auch in der geschlossenen Anstalt.

Jetzt habe ich erst einmal einen Anfang gemacht und fühle mich schon etwas gelöster.

Verzeihung @Reinhardinho , Deine "Anspannung" zur heutigen Zeit kommt mir zu diesem Thema etwas konstruiert vor.

Du wirfst uns ein paar Brocken hin - mehr nicht.
Häppchenweises Präsentieren der Fakten hält die Diskussion wach, nicht wahr!
Sonst kannst Du Dich doch auch immer recht ausschweifend äußern.

Es ist auch kein Tabuthema: hier tritt einmal der sympathische Effekt zutage, daß Leute nicht über Themen reden, von denen sie nichts verstehen und aus eigener Anschauung dazu auch nichts beizutragen haben.
Was willst Du wissen?
DDR-Psychiatrie = Folterhölle? Oder geht es Dir um Deinen Vater? Oder um Dich selbst?

Zu den Fakten:
Dein Vater war im Krieg und hat dort eine Verletzung erlitten, die am/im Kopf Schäden hinterlassen hat.
Im Kopf-/Halsbereich liegen Unmengen an Nervensträngen, die dabei in Mitleidenschaft gezogen worden sein können - ein Fall für die Neurologie.
Er hat eventuell Probleme mit der Verarbeitung der Kriegserlebnisse gebabt und sich behandeln lassen - ein Fall für die Psychiatrie.
Ich sehe da nichts Mysteriöses, wenn man dann in einem Fachkrankenhaus für Neurologie und Psychiatrie behandelt wird.

Daß Du als Kleiner verstört und peinlich berührt warst, verstehe ich, aber das ist für ein Kind ja auch völlig normal. Mit Deinem heutigen Reifegrad jedoch solltest Du diese Eindrücke anders werten können.
Daß es sich bei einer geschlossenen Abteilung um keine "Bastelecke vom Kinderladen" handelt, weißt Du auch. Das sind auch heute keine reinen Sanatorien - ist schon wegen der Patienten gar nicht möglich.

Die "Mottenburg" in Zepernick war übrigens (zumindest zeitweise) eine "Klinik für Gemüts- und Nervenleiden"; der morphium- und alkoholabhängige Schriftsteller Hans Fallada weilte dort eine zeitlang.

Womit Dein Vater zu kämpfen hatte, läßt sich nach Deinen dürren Einlassungen zu den Fakten gar nicht seriös einschätzen. Vielleicht solltest Du noch mal recherchieren.
Als Aufhänger für DDR-Psychiatrie taugt es nicht.

Dir einen schönen und erkenntnisreichen Tag!
Elch


"Es gibt immer drei Wahrheiten: eine, die Du siehst, eine, die ich sehe und eine, die wir beide nicht sehen"
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#22

RE: "Einer flog über das Kuckucksnest" - Psychiatrie in der DDR

in DDR Staat und Regime 22.01.2015 10:13
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Elch78 im Beitrag #21

Elch


Ich schrieb bereits, das noch weitere Ausführungen folgen werden. Ich kann ja nicht gleich ein Buch einstellen. Außerdem schreibe ich nicht mit einem 10-Finger-System und meine Augen sind derzeit auch behandlungsbedürftig. Ich möchte aber auf Deine Sicht gern eingehen.

Zitat
Verzeihung @Reinhardinho , Deine "Anspannung" zur heutigen Zeit kommt mir zu diesem Thema etwas konstruiert vor.



Du hast Dich nicht mit Verzeihung zu entschuldigen. Was heißt bei Dir konstruiert? Sicher arbeite ich permanent an meiner Satzstellung und Ausdrucksweise, was aber keinen Einfluß auf den Inhalt hat, damit nicht in Zusammenhang gebracht werden kann.

Zitat
DDR-Psychiatrie = Folterhölle? Oder geht es Dir um Deinen Vater? Oder um Dich selbst?



Folterhölle? Das habe ich so noch gar nicht behauptet und werde dies auch nicht können. Psychiatrie war in damaliger Zeit sicher überall auf der Welt eine gewisse Folterhölle, sonst hätte ich ja den Bezug auf den Film auch gar nicht gebracht. Es geht mir um meinen Vater und um mich selbst, das hatte ich aber bereits geschrieben. Selbstverständlich sind mir die Beiträge der Teilnehmer dieses Forums genau so wichtig.

Zitat
Zu den Fakten:
Dein Vater war im Krieg und hat dort eine Verletzung erlitten, die am/im Kopf Schäden hinterlassen hat.



Das hatte ich auch geschrieben, das ich dazu noch Einzelheiten hinzu fügen muss und soweit Du es erkannt hast, erkennen konntest, stimmt es ja auch bedingt. Aber wie gesagt, ich kann nicht alles auf einmal schreiben. Übe Dich doch bitte etwas in Geduld. Danke dafür.

Zitat
Die "Mottenburg" in Zepernick war übrigens (zumindest zeitweise) eine "Klinik für Gemüts- und Nervenleiden"; der morphium- und alkoholabhängige Schriftsteller Hans Fallada weilte dort eine zeitlang.



Als mein Vater dort war, war es eine Klinik zur Behandlung von TBC. Fallada ist 1947 gestorben. Mein Vater war in den 60er Jahren dort. Meine Mutter und ich mussten auch geröntgt werden und bei mir stellte man sogar eine kleine Verkalkung der Lunge fest. Du bräuchtest meine Ausführungen nicht immer in Frage stellen. Welchen Grund sollte ich haben, hier ein Märchen zu konstruieren? Das Thema Psychiatrie in der DDR wurde in diesem Forum noch nicht behandelt. Eines von noch wenigen, es bot sich also für mich in doppelter Hinsicht an, dies hier in Form eines Threads zur Diskussion zu stellen und es für mich gleichzeitig zu verarbeiten, in dem ich es öffentlich mache. Es scheint mir, das Du beim Wort "konstruieren" mehr von Dir selbst sprichst, aus gehst? Wo ist das Problem?

Zitat
Womit Dein Vater zu kämpfen hatte, läßt sich nach Deinen dürren Einlassungen zu den Fakten gar nicht seriös einschätzen. Vielleicht solltest Du noch mal recherchieren.
Als Aufhänger für DDR-Psychiatrie taugt es nicht.



Kannst Du die Fakten zu dem Thema überhaupt seriös einschätzen? Was qualifiziert Dich dazu? Recherchieren ist seit dem Tode meines Vaters 1982 so gut wie unmöglich. Noch lebende Freunde oder Bekannte dürften die 90 überschritten haben. Ich kann mir nur gewisse örtliche Fakten bei Google.bestätigen lassen und mich auf mein Gedächtnisprotokoll berufen. Was taugt dann als Aufhänger für DDR-Psychiatrie, wenn nicht eine persönliche Schilderung. Deiner Meinung nach würde somit ja das ganze Forum nichts taugen und alle Zeitzeugen-Aussagen müssten permanent in Frage gestellt werden. Was soll das?

Zitat
Dir einen schönen und erkenntnisreichen Tag!



Dein zynischer Unterton gefällt mir gar nicht. Den hätte ich haben können, hätte auch weiter schreiben können, hättest Du mir mit Deinem Beitrag nicht Zeit und Energie für die Beantwortung Deiner Sicht gebunden. Igualmente, also dennoch Deinem Wunsche entgegnend, gleichfalls.

Gruß Reinhard


zuletzt bearbeitet 22.01.2015 10:35 | nach oben springen

#23

RE: "Einer flog über das Kuckucksnest" - Psychiatrie in der DDR

in DDR Staat und Regime 22.01.2015 10:36
von Elch78 | 501 Beiträge

Dialog-Zitat:
E: Dir einen schönen und erkenntnisreichen Tag!
R: Den hätte ich haben können, ... hättest Du mir mit Deinem Beitrag nicht Zeit und Energie für die Beantwortung Deiner Sicht gebunden.


Tut mir leid, hier die Zeit und Energie eines großen Denkers unserer Tage so unbedacht verschleudert zu haben!

Nur kurz (brauchst nicht antworten, damit die von Dir erwähnte Ressourcenverschwendung nicht fortgesetzt wird):

1.) Konstruiert empfinde ich nicht Satzbau oder Ausdrucksweise sondern den Zusammenhang zwischen dem Film, Deinem Vater und der DDR-Psychiatrie. Ich denke, das hast Du eigentlich verstanden.

2.) Mein Satz zur Mottenburg sollte eine Ergänzung sein.
Da wir in dieser Form bisher überhaupt nicht dialogisiert haben, bin ich um so erstaunter, daß Du schreibst: Du bräuchtest meine Ausführungen nicht immer in Frage stellen.

3.) Zitat: Kannst Du die Fakten zu dem Thema überhaupt seriös einschätzen?
Nein, kann ich natürlich nicht. Du scheinbar auch nicht. Dann sind wir ja schon Zwei.
Schwadronierereien über Dinge, von denen keine oder zu wenig Erkenntnisse vorliegen, halte ich für wenig sinnvoll.

Bin sicher, Du wirst die verlorene Zeit aufholen und den Energieverlust irgendwann verwinden können!
Elch

Edit: Tut mir leid - Punkt 3 nachträglich (10.44Uhr) eingefügt!


"Es gibt immer drei Wahrheiten: eine, die Du siehst, eine, die ich sehe und eine, die wir beide nicht sehen"
zuletzt bearbeitet 22.01.2015 10:44 | nach oben springen

#24

RE: "Einer flog über das Kuckucksnest" - Psychiatrie in der DDR

in DDR Staat und Regime 22.01.2015 10:37
von Paramite | 414 Beiträge

Ich hätte da mal eine Frage, wurden Leute, die sich nicht an die politischen und gesellschaftlichen Gepflogenheiten hielten, auch in solche Heilanstalten gesteckt?


Wenn du zu viel säufst, geht die Leber am Alkohol kaputt. Wenn du zu viel rauchst, haut's die Lunge auseinander. Aber das Hirn lässt sich mit allem Blödsinn füllen – es bleibt schmerzfrei! Richard Rogler

Alt werden und dumm bleiben, das ist ein richtiges Kunststück! Hans Kasper
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#25

RE: "Einer flog über das Kuckucksnest" - Psychiatrie in der DDR

in DDR Staat und Regime 22.01.2015 10:43
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Elch78 im Beitrag #23

Tut mir leid, hier die Zeit und Energie eines großen Denkers unserer Tage so unbedacht verschleudert zu haben!

Elch


Nehme die Entschuldigung an und lasse es in meiner unermesslichen Großzügigkeit und Güte einmal durchgehen....

Gruß Reinhard


Elch78 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#26

RE: "Einer flog über das Kuckucksnest" - Psychiatrie in der DDR

in DDR Staat und Regime 22.01.2015 10:47
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Paramite im Beitrag #24
Ich hätte da mal eine Frage, wurden Leute, die sich nicht an die politischen und gesellschaftlichen Gepflogenheiten hielten, auch in solche Heilanstalten gesteckt?



Sehr gute Frage, die aber andere beantworten können????!!!! Diese Frage bietet sich bei diesem System an. "Gepflogenheiten" ist aber sehr milde ausgedrückt. Jugendwerkhöfe waren ja m.E, ebenfalls eine Form von Psychiatrie, um junge Menschen wieder in die Spur zu bringen. Darüber weis ich aber auch gar nichts.

Gruß Reinhard


zuletzt bearbeitet 22.01.2015 10:47 | nach oben springen

#27

RE: "Einer flog über das Kuckucksnest" - Psychiatrie in der DDR

in DDR Staat und Regime 22.01.2015 10:48
von schnatterinchen (gelöscht)
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Wurden nicht auch Leute in der DDR im Zusammenhang mit dem Besuch von Bundeskanzler H.Schmidt mal kurzzeitig in die Psychatrie weggesperrt.


zuletzt bearbeitet 22.01.2015 10:48 | nach oben springen

#28

RE: "Einer flog über das Kuckucksnest" - Psychiatrie in der DDR

in DDR Staat und Regime 22.01.2015 10:56
von schnatterinchen (gelöscht)
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Hatte nicht Honecker sogar bei dem Besuch des Weihnachstmarktes in Güstrow den Stasi-Sicherheitsleuten die Hände geschüttelt in der Annahme es wären begeisterte einfache DDR Bürger.
Das hat doch auch irgendwie was von Psychatrie in der DDR.


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#29

RE: "Einer flog über das Kuckucksnest" - Psychiatrie in der DDR

in DDR Staat und Regime 22.01.2015 11:02
von rotrang (gelöscht)
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Zitat von schnatterinchen im Beitrag #27
Wurden nicht auch Leute in der DDR im Zusammenhang mit dem Besuch von Bundeskanzler H.Schmidt mal kurzzeitig in die Psychatrie weggesperrt.


Hallo Schnatter
Ist möglich das Du dort mal( kurzzeitig in die Psychatrie) weggesperrt. warst


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#30

RE: "Einer flog über das Kuckucksnest" - Psychiatrie in der DDR

in DDR Staat und Regime 22.01.2015 11:10
von schnatterinchen (gelöscht)
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Tja auch wenn das einem Rentner im Osten Deutschlands nicht gefällt.
Dafür gibt es Zeitzeugen.
Was soll in diesem Zusammenhang eigentlich dieser unpassende Grinsesmily?


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#31

RE: "Einer flog über das Kuckucksnest" - Psychiatrie in der DDR

in DDR Staat und Regime 22.01.2015 11:11
von Paramite | 414 Beiträge

Ich meinte diese Frage schon ernst. Es kann ja sein, dass man Leute die partout "nicht hören wollten", in solch eine Anstalt steckte.
Ich meinte jetzt nicht solche Leute die pfeifend, hüpfend und klatschend durch die Stadt zogen.


Wenn du zu viel säufst, geht die Leber am Alkohol kaputt. Wenn du zu viel rauchst, haut's die Lunge auseinander. Aber das Hirn lässt sich mit allem Blödsinn füllen – es bleibt schmerzfrei! Richard Rogler

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#32

RE: "Einer flog über das Kuckucksnest" - Psychiatrie in der DDR

in DDR Staat und Regime 22.01.2015 11:12
von Gelöschtes Mitglied
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Psychiatrie in der DDR ist ein heikles Thema , traurig war es ,diese erkrankten Menschen im täglichen leben zu begegnen . Lebte man in einer Kreisstadt wo in unmittelbarer Nähe solch eine Einrichtung vorhanden war , da gab und gibt es viel zu berichten .
Denn Verschwiegenheit von den dort beschäftigten Mitarbeitern gab es nämlich nicht . Ich rede nicht von Ärzten , Schwestern ,von normalen Angestellten die dort tätig waren .
Diese Kranken Menschen mussten ja beschäftigt werden , ob in der Gärtnerei , In der Wäscherei ,sogar gab es psy. Kranke die normalen Ausgang hatten und sogar bei Pflegearbeiten in den privaten Gärten dortiger Anwohner halfen .
Es gab in dem KKH auch geschlossene Abteilungen .
Ich kenne es von damals so, wer psychisch Erkrankte oder ähnliche Symptome hatte bekam dorthin eine Überweisung . Denn dort waren ja die ausgebildeten Ärzte vorhanden . Selber habe ich mal durch Krankenbesuche, die Einrichtung in Uchtspringe kenngelernt . Aber auch wenn man dort durch den Ort fuhr , sah man diese Kranken, an einen Ungetüm von Handwagen bei Straßenreinigungsarbeiten ,an dem sich 6-8 Personen festhielten .
Die in unmittelbarer Nähe liegenden gastronomischen Einrichtungen waren vor der Wende an Sonntagen ein beliebter Ausflugspunkt für die Patienten nebst Besucher .

Dann kommt der Knaller , gleich nach der Wende kamen die Berichte über diese Einrichtungen .!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Nach der Wende !!!!!!!!!
Eins Wundert mich noch heute , die damals zu DDR -Zeiten , in der Nervenheilanstalt untergebrachten Kranken Menschen, bekamen eine ganz neue Einrichtung in der Stadt ,mit eigenem Zimmer ,gingen nicht mehr in geschlossenen Formationen in die Geschäfte , zu sportlichen Veranstaltungen . Wurden wieder in die Allgemeinheit integriert .
Viele Ärzte aus den Anstalten, haben heute ihre eigene Praxis . ratata


zuletzt bearbeitet 22.01.2015 11:15 | nach oben springen

#33

RE: "Einer flog über das Kuckucksnest" - Psychiatrie in der DDR

in DDR Staat und Regime 22.01.2015 11:13
von schnatterinchen (gelöscht)
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[quote=Paramite|p438321]Ich meinte diese Frage schon ernst. Es kann ja sein, dass man Leute die partout "nicht hören wollten", in solch eine Anstalt steckte.
Ich meinte jetzt nicht solche Leute die pfeifend, hüpfend und klatschend durch die Stadt zogen.[/quote]




Dafür war keine Psychatrie nötig. Die hat man dann wegen asozialer Lebensweise oder staatsfeindlicher Hetze weggesperrt. Je nach Bedarf.


zuletzt bearbeitet 22.01.2015 11:13 | nach oben springen

#34

RE: "Einer flog über das Kuckucksnest" - Psychiatrie in der DDR

in DDR Staat und Regime 22.01.2015 11:14
von FRITZE (gelöscht)
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@Reinhardinho Bin ja nicht überrascht ,von Dir solch wuses Konstrukt von Geschichte , Krankheit , Familie und DDR Unrechtsssystem zu lesen .

Vlt. solltest Du Dir als nächstes Avatarbildchen den Arr Piie Mäccc Murphyyy auswählen !

MfG FRITZE


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#35

RE: "Einer flog über das Kuckucksnest" - Psychiatrie in der DDR

in DDR Staat und Regime 22.01.2015 11:16
von Paramite | 414 Beiträge

Zitat von schnatterinchen im Beitrag #33
[quote=Paramite|p438321]Ich meinte diese Frage schon ernst. Es kann ja sein, dass man Leute die partout "nicht hören wollten", in solch eine Anstalt steckte.
Ich meinte jetzt nicht solche Leute die pfeifend, hüpfend und klatschend durch die Stadt zogen.





Dafür war keine Psychatrie nötig. Die hat man dann wegen asozialer Lebensweise oder staatsfeindlicher Hetze weggesperrt. Je nach Bedarf.[/quote]

Das ist doch der Punkt. Mich interessiert es, ob man für diese Leute auch psychiatrische Einrichtungen nutze, um diese zu "heilen".


Wenn du zu viel säufst, geht die Leber am Alkohol kaputt. Wenn du zu viel rauchst, haut's die Lunge auseinander. Aber das Hirn lässt sich mit allem Blödsinn füllen – es bleibt schmerzfrei! Richard Rogler

Alt werden und dumm bleiben, das ist ein richtiges Kunststück! Hans Kasper
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#36

RE: "Einer flog über das Kuckucksnest" - Psychiatrie in der DDR

in DDR Staat und Regime 22.01.2015 11:22
von Gelöschtes Mitglied
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Bekannte Redewendung war ja damals ,Der oder Die hat den § 51 .

ratata


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#37

RE: "Einer flog über das Kuckucksnest" - Psychiatrie in der DDR

in DDR Staat und Regime 22.01.2015 11:23
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von FRITZE im Beitrag #34
@Reinhardinho Bin ja nicht überrascht ,von Dir solch wuses Konstrukt von Geschichte , Krankheit , Familie und DDR Unrechtsssystem zu lesen .

Vlt. solltest Du Dir als nächstes Avatarbildchen den Arr Piie Mäccc Murphyyy auswählen !

MfG FRITZE


***Arr Piie Mäccc Murphyyy ***, muss ich den kennen? Du wirst den Zusammenhang sicher noch verstehen, wenn ich weiter schreibe. Ich habe das Thema ja erst angerissen. Meine Familie lebte nun mal in der DDR. Dort gab es auch eine Psychiatrie. Ich habe dies ja noch in gar keinen politischen Zusammenhang gebracht,.Diese Frage ist ja von anderen Usern aufgekommen. Die Persönlichkeits-Zerstörung von renitenten Andersdenkenden in den entsprechenden Gefängnissen ist ja kein Geheimnis. Die Frage stellt sich nun auch erst für mich, wie weit waren Psychiatrien dabei mit involviert. Psychiater bzw. psychologisch geschulte Menschen in den entspr. Einrichtungen? Diese Frage wollte ich eigentlich erst am Schluss meiner Sicht, meiner persönlichen Erlebnis-Darstellung aufwerfen, aber nun steht sie im Raum.


zuletzt bearbeitet 22.01.2015 11:27 | nach oben springen

#38

RE: "Einer flog über das Kuckucksnest" - Psychiatrie in der DDR

in DDR Staat und Regime 22.01.2015 11:31
von Paramite | 414 Beiträge

Zitat von ratata im Beitrag #36
Bekannte Redewendung war ja damals ,Der oder Die hat den § 51 .

ratata





ja oder der hat'n Strich im Ausweis oder ein Jagdschein. Ich weiß....
Diese Leute meinte ich jetzt nicht unbedingt. Eher solche, die man auch nach Bautzen hätte stecken können.


Wenn du zu viel säufst, geht die Leber am Alkohol kaputt. Wenn du zu viel rauchst, haut's die Lunge auseinander. Aber das Hirn lässt sich mit allem Blödsinn füllen – es bleibt schmerzfrei! Richard Rogler

Alt werden und dumm bleiben, das ist ein richtiges Kunststück! Hans Kasper
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#39

RE: "Einer flog über das Kuckucksnest" - Psychiatrie in der DDR

in DDR Staat und Regime 22.01.2015 11:33
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Paramite im Beitrag #35
weggesperrt. Je nach Bedarf.

Das ist doch der Punkt. Mich interessiert es, ob man für diese Leute auch psychiatrische Einrichtungen nutze, um diese zu "heilen".


Eben. Deine und die Frage vieler ist dabei, wohin weggesperrt. Gefängnis wäre zu nächst am nahe liegendsten. Man hätte natürlich auch im Einzelfall ein psychologisches Krankenbild konstruieren, attestieren können. Andersdenkende waren ja nach offizieller Auffassung der DDR nicht normal.


zuletzt bearbeitet 22.01.2015 11:35 | nach oben springen

#40

RE: "Einer flog über das Kuckucksnest" - Psychiatrie in der DDR

in DDR Staat und Regime 22.01.2015 11:38
von EMW-Mitarbeiter | 462 Beiträge

Nun, dass man Personen, die nicht systemkonform waren oder anderweitig im Wege waren, nun, das ist kein Alleinstellungsmerkmal der DDR.
nur mal zum nachdenken: in der Psychatrie sieht heute vieles besser aus, leider ist das für die Mehrheit der Betroffenen aber heute schlimmer, wie vor rund 20 Jahren. Beidseits der Grenze.

Meine Frau arbeitet mit geistig schwerbinderten bzw. geistig auffälligen Menschen. Leider fällt es mir schwer, darüber zu schreiben, ohne dabei jemanden Probleme zu bereiten. Vielleicht fällt mir was dazu ein.


Warum wachsen wohl BRD und die 5 neuen Bundesländer nicht zusammen bzw. werden es nie tun? Man merkt es zum Teil auch hier im Forum.
Ich für meine Person werde mich jedenfalls politisch nicht mehr äussern und mich an Diskussionen mit politischen Seitenhieben und nach unten treten nicht mehr beteiligen.
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