#81

RE: Kameradendiebstahl

in Mein Grenzer Tagebuch 09.01.2015 22:57
von Gelöschtes Mitglied
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Hallo Steffen, ich wundere mich immer wieder über Deine Rechtfertigungen. Wenn der Fisch am Kopf zu stinken anfängt, dauert es nicht lange und die Schwanzflosse müffelt auch.

Spaß beiseite, wer bei einem Angebot nicht zugegriffen hat ist selber schuld. Durch meine Sonderfahrten habe ich manche Mahlzeit verpasst. Wenn ich dann in die Küche bin, wurde ich immer bestens versorgt. Egal ob von den Küchenfrauen, dem Furier, dem Koch oder dem Hilfskoch der mit auf meiner Bude war. 10 kg wollen auch angefuttert sein in einem Jahr.

Der Hesselfuchs


rasselbock hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#82

RE: Kameradendiebstahl

in Mein Grenzer Tagebuch 09.01.2015 23:00
von Gelöschtes Mitglied
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Bei uns auf der GK brauchte keiner was in der Küche weg zu finden. Wer Hunger hatte ging zur Küche und hat dort immer etwas bekommen. Zu den Mahlzeiten gab es Nachschlag ohne Ende.

Der Hesselfuchs


rasselbock hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#83

RE: Kameradendiebstahl

in Mein Grenzer Tagebuch 09.01.2015 23:02
von Pitti53 | 8.787 Beiträge

Zitat von Hapedi im Beitrag #76
Zitat von Pitti53 im Beitrag #74
Zitat von Lutze im Beitrag #41
Zitat von Ostlandritter im Beitrag #35
Zitat von Hapedi im Beitrag #28
An den Einzigen Kameradendiebstahl im " Umerziehungslager Volksarmee " an den ich mich errinnern kann , und der am laufenden Band von jedem Spieß egal ob in der Ausbildung oder am Kanten vorkam . Immer wenn der in Paketen Schnaps oder Luftkissen etc. entdeckte konnte der nicht widerstehen . Fand ich immer als Kameradendiebstahl


Unsere Wachgruppe hat mal im Nachtdienst gemeinsam !!!! im Objekt Harra dem Küchenbulle seinen Wurstkeller geknackt ,- und dann war Salami-Fete angesagt!

Da die Salami immer nur auf den Offizierstellern landete,- frage ich mich nun: Waren wir Kameradendiebstehler ,- oder waren wir nur ausgleichende Gerechtigkeits-Esser ?



habt ihr nicht immer so geschwärmt,von der Grenzerküche?,
und Offiziere haben etwas anderes zum Essen vorgesetzt bekommen?
Lutze


Wir haben das gleiche bekommen wie alle. Wahlessen- essen oder nicht essen




Vielleicht mit dem kleinen Unterschied daß ihr euch drausen die Kuddeln vollschlagen konntet und der Soldat nicht , sei denn er war Vegetarier und hat drausen im Dienst Sauerampfer oder so was gefunden

gruß Hapedi



Wo draußen? Bei der GK gab es da so nicht viele Möglichkeiten. Das Postenbrot war übrigens auch das gleiche!


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#84

RE: Kameradendiebstahl

in Mein Grenzer Tagebuch 09.01.2015 23:04
von Rostocker | 7.719 Beiträge

Zitat von Pitti53 im Beitrag #83
Zitat von Hapedi im Beitrag #76
Zitat von Pitti53 im Beitrag #74
Zitat von Lutze im Beitrag #41
Zitat von Ostlandritter im Beitrag #35
Zitat von Hapedi im Beitrag #28
An den Einzigen Kameradendiebstahl im " Umerziehungslager Volksarmee " an den ich mich errinnern kann , und der am laufenden Band von jedem Spieß egal ob in der Ausbildung oder am Kanten vorkam . Immer wenn der in Paketen Schnaps oder Luftkissen etc. entdeckte konnte der nicht widerstehen . Fand ich immer als Kameradendiebstahl


Unsere Wachgruppe hat mal im Nachtdienst gemeinsam !!!! im Objekt Harra dem Küchenbulle seinen Wurstkeller geknackt ,- und dann war Salami-Fete angesagt!

Da die Salami immer nur auf den Offizierstellern landete,- frage ich mich nun: Waren wir Kameradendiebstehler ,- oder waren wir nur ausgleichende Gerechtigkeits-Esser ?



habt ihr nicht immer so geschwärmt,von der Grenzerküche?,
und Offiziere haben etwas anderes zum Essen vorgesetzt bekommen?
Lutze


Wir haben das gleiche bekommen wie alle. Wahlessen- essen oder nicht essen




Vielleicht mit dem kleinen Unterschied daß ihr euch drausen die Kuddeln vollschlagen konntet und der Soldat nicht , sei denn er war Vegetarier und hat drausen im Dienst Sauerampfer oder so was gefunden

gruß Hapedi



Wo draußen? Bei der GK gab es da so nicht viele Möglichkeiten. Das Postenbrot war übrigens auch das gleiche!



Das hat sogar den Hunden geschmeckt


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#85

RE: Kameradendiebstahl

in Mein Grenzer Tagebuch 09.01.2015 23:05
von Gelöschtes Mitglied
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Im Zusammenhang mit Versorgung, etwas anderes als Diebstahl. Auf dem Harsberg (PIK I) hatten doch tatsächlich die Objektwache nachts ein Reh mit der Schlinge gefangen. Eine üble Sauerei und Tierquälerei und eine Straftat (Wilderei). Als nach dem Fang die Probleme der Zubereitung deutlich wurden, wurde die Tat als "Wildunfall" erst dem OvD und dann dem Revierförster gemeldet. Die Begründung "das Reh hätte sich im Objektzaun verfangen und erdrosselt. Die Begründung ging durch, ein Selbstmord des Reh und keine Untersuchung. keiner hatte Bock darauf, der Förster wollte keinen Ärger mit der Truppe und die Kompanieleitung wollte keine Untersuchung und Aufsehen. So verlief der Vorfall im Sande.....
Eine fast unglaubliche Geschichte, aber wahr.


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#86

RE: Kameradendiebstahl

in Mein Grenzer Tagebuch 09.01.2015 23:08
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von ehem. Hu im Beitrag #61
Am 13.12.81 während der Alarmauslösung in der Polenkrise hat eine Sold. aus meinem Zug beim Ausräumen der Spinde Geld und eine Uhr umgelagert. Die Kompanie wurde für kurze Zeit nach Stendal verlegt. Dort fiel das dem Besitzer auf und der Fall wurde ( wie, kann ich mich nicht mehr erinnern) recht schnell geklärt. Zurück in unserer Einheit hatte ich im Personalbestand einen weniger, hab ihn nie mehr gesehen.

friedliche Grüße Andreas


@ehem. Hu , der wird wohl in Schwedt gelandet sein! Da bin ich mir ziemlich sicher.

Während meiner Zeit war vein ähnlicher Fall, auch Uhr und Geld aus Kameradenspind geklaut. Es war ein UaZ. Hat ein halbes Jahr Schwedt + Nachdienen bekommen.

O- k. - Strafe muß sein. Zu Schwedt hab ich mich jedoch schon positioniert...

josy95


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

Zu verstehen als Abmahnung an EINEN Admin... bitte lächeln!
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#87

RE: Kameradendiebstahl

in Mein Grenzer Tagebuch 09.01.2015 23:23
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Merlini im Beitrag #81
Hallo Steffen, ich wundere mich immer wieder über Deine Rechtfertigungen. Wenn der Fisch am Kopf zu stinken anfängt, dauert es nicht lange und die Schwanzflosse müffelt auch.

Spaß beiseite, wer bei einem Angebot nicht zugegriffen hat ist selber schuld. Durch meine Sonderfahrten habe ich manche Mahlzeit verpasst. Wenn ich dann in die Küche bin, wurde ich immer bestens versorgt. Egal ob von den Küchenfrauen, dem Furier, dem Koch oder dem Hilfskoch der mit auf meiner Bude war. 10 kg wollen auch angefuttert sein in einem Jahr.

Der Hesselfuchs

Thomas, das ist keine Rechtfertigung, sondern die einfache Wahrheit, wie es so ablief in der Zeit! Jeder hat , ob Offizier oder einfacher Soldat gesehen wie er so gut wie möglich durch die Zeit kommt! Wenn man so als Unwissender ankam, wurde man von den EKs sofort eingewiesen, wie der Hase läuft! Als Neuling wusste ich am Anfang auch nicht, was tun, ist das falsch und kann man dafür bestraft werden, die Lacher hatte ich auf meiner Seite! Bist du blöd oder merkst du nicht wie es hier abgeht! Klar hat es für mich auch etwas gedauert bis es Klick gemacht hat! Aber nach dem es bei mir Klick gemacht hat, danach war die Armeewelt für mich in Ordnung! Es sind schon damals fast alle bestechlich gewesen! Das ist natürlich für einen einfachen Lanser das beste was einen passieren kann! Mein Vater, Uffz bei der WH, hat immer gesagt, Sohn sehe zu das du nicht vorn dabei bist, das Beste ist die Verpflegung und er hatte recht! Ist natürlich Zufall gewesen, raus suchen war bei der NVA nicht möglich!!
Grüsse steffen52


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#88

RE: Kameradendiebstahl

in Mein Grenzer Tagebuch 10.01.2015 06:35
von schulzi | 1.757 Beiträge

Zitat von Pitti53 im Beitrag #74
Zitat von Lutze im Beitrag #41
Zitat von Ostlandritter im Beitrag #35
Zitat von Hapedi im Beitrag #28
An den Einzigen Kameradendiebstahl im " Umerziehungslager Volksarmee " an den ich mich errinnern kann , und der am laufenden Band von jedem Spieß egal ob in der Ausbildung oder am Kanten vorkam . Immer wenn der in Paketen Schnaps oder Luftkissen etc. entdeckte konnte der nicht widerstehen . Fand ich immer als Kameradendiebstahl


Unsere Wachgruppe hat mal im Nachtdienst gemeinsam !!!! im Objekt Harra dem Küchenbulle seinen Wurstkeller geknackt ,- und dann war Salami-Fete angesagt!

Da die Salami immer nur auf den Offizierstellern landete,- frage ich mich nun: Waren wir Kameradendiebstehler ,- oder waren wir nur ausgleichende Gerechtigkeits-Esser ?



habt ihr nicht immer so geschwärmt,von der Grenzerküche?,
und Offiziere haben etwas anderes zum Essen vorgesetzt bekommen?
Lutze


Wir haben das gleiche bekommen wie alle. Wahlessen- essen oder nicht essen


@Pitti53 nicht vegessen ihr brauchtet nicht im Objekt mitzuessen ,hab euer Verpflegungsgeld auf die Kralle bekommen.


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#89

RE: Kameradendiebstahl

in Mein Grenzer Tagebuch 10.01.2015 06:54
von G. Michael (gelöscht)
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Zitat von schulzi im Beitrag #88
Zitat von Pitti53 im Beitrag #74
Zitat von Lutze im Beitrag #41
Zitat von Ostlandritter im Beitrag #35
Zitat von Hapedi im Beitrag #28
An den Einzigen Kameradendiebstahl im " Umerziehungslager Volksarmee " an den ich mich errinnern kann , und der am laufenden Band von jedem Spieß egal ob in der Ausbildung oder am Kanten vorkam . Immer wenn der in Paketen Schnaps oder Luftkissen etc. entdeckte konnte der nicht widerstehen . Fand ich immer als Kameradendiebstahl


Unsere Wachgruppe hat mal im Nachtdienst gemeinsam !!!! im Objekt Harra dem Küchenbulle seinen Wurstkeller geknackt ,- und dann war Salami-Fete angesagt!

Da die Salami immer nur auf den Offizierstellern landete,- frage ich mich nun: Waren wir Kameradendiebstehler ,- oder waren wir nur ausgleichende Gerechtigkeits-Esser ?



habt ihr nicht immer so geschwärmt,von der Grenzerküche?,
und Offiziere haben etwas anderes zum Essen vorgesetzt bekommen?
Lutze


Wir haben das gleiche bekommen wie alle. Wahlessen- essen oder nicht essen


@Pitti53 nicht vegessen ihr brauchtet nicht im Objekt mitzuessen ,hab euer Verpflegungsgeld auf die Kralle bekommen.


Schulzi bitte beachten GAR. 3,75 Mark der DDR am Tag, ich bin immer beim "Delikat" einkaufen gewesen. Im Urlaub gab es kein Verpflegungsgeld.
Micha


zuletzt bearbeitet 10.01.2015 07:37 | nach oben springen

#90

RE: Kameradendiebstahl

in Mein Grenzer Tagebuch 10.01.2015 07:02
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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In der GK konntest du den Schrank offen lassen, kam nichts weg.
Das Wertfach hab ich natürlich immer verschlossen gehalten, man soll ja keine Begehrlichkeiten wecken.
Noch mal zum Degradieren, kenn blos den Begriff, ich war mal bei so einer Show-Veranstaltung dabei, nenne es so weil dem Mann scheinbar seelisch noch richtig wehgetan werden sollte, also unserem ehemaligen KC wurden die Schulterstücke ordentlich mit der Schere abgenommen.
War nach dem Regimentswechsel von 23 zu 24, da wurden schwerste Verfehlungen aufgedeckt.


zuletzt bearbeitet 10.01.2015 07:08 | nach oben springen

#91

RE: Kameradendiebstahl

in Mein Grenzer Tagebuch 10.01.2015 08:55
von schulzi | 1.757 Beiträge

@G. Michael das stimmt zwar doch bedenke dasOffiziersgehalt Plus V-Geld da kann man sich den Speiseplan etwas bestimmen mus aber zur Entschuldigung noch sagen das das Essen reichlich war und in kleinen GK anders gekocht wurde als in einer Einheit wo 1000 Mann waren siehe GR


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#92

RE: Kameradendiebstahl

in Mein Grenzer Tagebuch 10.01.2015 19:49
von Harra318 | 2.514 Beiträge

Alle Offiziere hätten das gleiche Essen bekommen?

Es mag sein, dass es nicht überall gleich war!
Ich kann nur von einer wahren Begebenheit berichten !.
Im August 1981, ich als Soldat …….. in der Ausbildungskompanie Johanngeorgenstadt.

Bei der Einteilung, der Fahrzeuge ist mir ein W 50 LA/A Gefechtsfahrzeug zugeordnet worden.

Der einwöchige Ausflug zum Grenzausbau führte uns nach Heldburg im Kreis Hildburghausen.

Als Fahrzeugführer so eines Gefechtsfahrzeuges, was größtenteils sowieso nur rumstand, bin ich in die Küche abkommandiert worden.
Sozusagen als “ Mamsell“ (), untergeordneter, des Küchenchefs.
Man könnte es heute vergleichen mit der Tätigkeit einer Küchenhilfe in einer Kneipe.
Zu meinen Aufgaben gehörte es auch die Tische der Unteroffiziere und Offiziere zu decken.
Dies fand auch in unterschiedlichen Zimmern dieser Örtlichkeit statt.
Untergebracht war das gesamte Geschwader der Soldaten des Grenzausbaus in einer ehemaligen LPG.

Nur, habe ich nicht gesehen, dass alle Unteroffiziere als auch Offiziere dieselbe Nahrungsaufnahme bekamen.


zuletzt bearbeitet 10.01.2015 19:54 | nach oben springen

#93

RE: Kameradendiebstahl

in Mein Grenzer Tagebuch 10.01.2015 21:51
von UvD815 | 619 Beiträge

Weihnachten 1987 , GAR 11 Eisenach, eine ABK war in der Braunkohle. Im Postraum der ABK lagen Pakete - Weihnachtsgrüsse von Schulen, Patenbetrieben. Ein Stabsfeld wollte verhindern, dass verderbliche Inhalte im Paket versauern , bevor sie ins Tagebaugebiet kamen... daher Öffnung, Bewertung, Verwertung an die noch verbliebenen Kräfte...


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#94

RE: Kameradendiebstahl

in Mein Grenzer Tagebuch 10.01.2015 21:55
von Harra318 | 2.514 Beiträge

Zitat von UvD815 im Beitrag #93
Weihnachten 1987 , GAR 11 Eisenach, eine ABK war in der Braunkohle. Im Postraum der ABK lagen Pakete - Weihnachtsgrüsse von Schulen, Patenbetrieben. Ein Stabsfeld wollte verhindern, dass verderbliche Inhalte im Paket versauern , bevor sie ins Tagebaugebiet kamen... daher Öffnung, Bewertung, Verwertung an die noch verbliebenen Kräfte...


na, das ist doch wieder auch ein ganz anderer Fall!
Es sollte doch auch nichts verderbliches den" Ratten" überlassen werden.
Außerdem waren doch die Südfrüchte zum schnellstmöglichen Verbrauch ,...........
damit musste doch jeder Einsicht haben


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#95

RE: Kameradendiebstahl

in Mein Grenzer Tagebuch 10.01.2015 23:16
von Rainman2 | 5.758 Beiträge

Zitat von josy95 im Beitrag #80
Zitat von Pitti53 im Beitrag #74
...
Wir haben das gleiche bekommen wie alle. Wahlessen- essen oder nicht essen




@Pitti53 , sorry und Einspruch!

Während meiner NVA- Zeit II-78 bis I-80 waren schon deutliche Unterschiede sowohl in der Quantität als auch der Qualität und der Auswahl der Essensversorgung zwischn Manschaftsdienstgraden und BUZ und Berufsoffizieren erkennbar.

Ich zweifele dabei nicht die Herkunft der Lebensmittel an - aber die Zubereitung, Darbietung!
...

Hallo @josy95 ,

nun Anmerkung von mir. Zu den Zeiten, da ich Leiter der Küchenkommission (1983-1986) und Leiter des Küchenkollektivs der Stabsküche (1986-1988) war, gab es sowohl in der Grenzkompanie, als auch in der Stabsküche des Grenzregiments vom Soldaten bis zum Regimentskommandeur das gleiche Essen. Unterschiede gab es nur bei der Darreichung, da es im sogenannten Führungsspeiseraum des Regiments (Kommandeur, Stellvertreter und Oberoffiziere) zwei Ordonanzen gab, die das Essen servierten und wo andere Standards des Servierens galten, als bei der Ausgabe der Essen in den Speiseräumen für Grundwehrdienst/UAZ und Berufssoldaten (Geschirr, Vorlage von Brot und Beilagen). Das Essen war exakt dasselbe, keine Extrawurst. Wer bei den Grenztruppen auf der Ebene bis Regiment an der Truppenversorgung teilnahm, bekam die Truppenversorgung. Für die höheren Stäbe liegt mir keine persönliche Erfahrung vor.

Im übrigen: In der Grenzkompanie der Kompaniesicherung in den 80er Jahren stand i.d.R. immer etwas öffentlich zugänglich bereit (Schmalz, Brot, Obst) und ein Diensthabender für die Küche war auch immer da (außer vielleicht bei Lagen). Wenn das nicht so war, waren Küchenleiter und Hauptfeldwebel Plinsen.

ciao Rainman


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


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#96

RE: Kameradendiebstahl

in Mein Grenzer Tagebuch 11.01.2015 11:14
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von Rainman2 im Beitrag #95
Zitat von josy95 im Beitrag #80
Zitat von Pitti53 im Beitrag #74
...
Wir haben das gleiche bekommen wie alle. Wahlessen- essen oder nicht essen




@Pitti53 , sorry und Einspruch!

Während meiner NVA- Zeit II-78 bis I-80 waren schon deutliche Unterschiede sowohl in der Quantität als auch der Qualität und der Auswahl der Essensversorgung zwischn Manschaftsdienstgraden und BUZ und Berufsoffizieren erkennbar.

Ich zweifele dabei nicht die Herkunft der Lebensmittel an - aber die Zubereitung, Darbietung!
...

Hallo @josy95 ,

nun Anmerkung von mir. Zu den Zeiten, da ich Leiter der Küchenkommission (1983-1986) und Leiter des Küchenkollektivs der Stabsküche (1986-1988) war, gab es sowohl in der Grenzkompanie, als auch in der Stabsküche des Grenzregiments vom Soldaten bis zum Regimentskommandeur das gleiche Essen. Unterschiede gab es nur bei der Darreichung, da es im sogenannten Führungsspeiseraum des Regiments (Kommandeur, Stellvertreter und Oberoffiziere) zwei Ordonanzen gab, die das Essen servierten und wo andere Standards des Servierens galten, als bei der Ausgabe der Essen in den Speiseräumen für Grundwehrdienst/UAZ und Berufssoldaten (Geschirr, Vorlage von Brot und Beilagen). Das Essen war exakt dasselbe, keine Extrawurst. Wer bei den Grenztruppen auf der Ebene bis Regiment an der Truppenversorgung teilnahm, bekam die Truppenversorgung. Für die höheren Stäbe liegt mir keine persönliche Erfahrung vor.

Im übrigen: In der Grenzkompanie der Kompaniesicherung in den 80er Jahren stand i.d.R. immer etwas öffentlich zugänglich bereit (Schmalz, Brot, Obst) und ein Diensthabender für die Küche war auch immer da (außer vielleicht bei Lagen). Wenn das nicht so war, waren Küchenleiter und Hauptfeldwebel Plinsen.

ciao Rainman




@Rainman2 , danke für Deine ausführliche Schilderung!

Du kannst es mir aber wirklich glauben, zu meiner Zeit in Havelberg II/78 bis I/80 war es so!
Wir mußten ja auch etliche Dienste als s. g. "Küchenzug" schieben, da hat man einiges mitbekommen. U. a. durften wir als Gwd-ler die s. g. Sackiküche nicht betreten, die war baulich schon etwas separat angelegt und die Zugangstür im Regelfall verschlossen (Knauf mit Klingel und Türöffner).
Dort machten auch nur die "Ständigen", meißt UaZ Dienst. Natürlich war das nicht 100% vor uns abschirmbar und die meißten der UaZ Stammküchenbullen waren auch nette Kameraden und wenn unser Küchenchef, Oberfähnrich *chwanz (so hieß der wirklich, ein sehr schlecht auszutricksender Haudegen vom alten Schrot und Korn, mit allen Wassern gewaschen, meißt nervig weil selbst genervt, trotzdem rauh aber herzlich und auf seine Art immer fair und Kumpel, Lieblingsanrede "ihr Spritzer!"!) Feierabend hatte oder nicht da war und die Hauptmahlzeiten abgefüttert waren, ging es schon mal in die Sackiküche zum schlemmern! Hab im Grunde ein sehr gutes Gedächtnis, wobei ich nicht bestreite, das das eine oder andere kleine Detail im Laufe der Jahre verlorengegangen ist.

Außerhalb der Essenzeiten Frühstück, Mittag Abendbrot war die Küche zu! Anfangs wurde regelrecht Druck und Stress gemacht, das ging mit solchem echten Schwachsinn los wie Marschformtion der kompletten Kompanie von und zum Essen, die Zeit, die dazu gebraucht wurde, bis alles militärisch korrekt angetreten war, fehlte dann natürlich beim Essen Es wurde die Beendigung der Esseneinnahme befohlen, da hatten die letzten gerade erst angefangen zu essen - eigentlich ein totales Unding!

Erst, als es doch immer mehr Beschwerden und regelrecht Proteste gab, immer mehr Lebensmittel in den Schränken regelrecht gehortet wurden, was ja nun lebensmittelhygenisch und gerade bei einer Truppe bedenklich ist, änderte man diesen Irrsinn. Das muß so Mitte 1979 als ich in den Status eines Zwiiepies oder Zwischenhundes kam. gewesen sein. Es brauchten z. Bsp. auch nur noch kleine Gruppen mit 5, 6 Mann zusammen zum Essen, das lockerte sich dann aber immer weiter und es ging dann jeder separat.
Wo Du schreibst Schmalz und Brot, Obst, zumindest Äpfel, Tee. Das wurde denn auch und zumindest tagsüber frei zugänglichauch bereitgestellt.
Weiß noch, das Schmalz was der eine Koch zauberte und was wohl nach Fähnich *chwanz´s Hausrezept war, war sowas von Megalecker, da hatte der echt was drauf!

Nicht um sonst hieß es ja auch immer, bei den GT war dies Verpflegung wesentlich besser. Mit Sicherheit spielte bei dieser Tatsache (nicht Gerücht) auch die ganze Organisation der Esseneinnahme eine erhebliche Rolle mit.

josy95


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

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#97

RE: Kameradendiebstahl

in Mein Grenzer Tagebuch 11.01.2015 11:28
von Gelöschtes Mitglied
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Hallo josy95, die Beschreibung der Zustände bei der NVA ist ungefähr mit dem GAR in Eisenach zu vergleichen. Marschieren, singen und die Runde Extra wegen Unruhe in der Truppe usw. gingen dann in der Regel von der Essenszeit ab. wenn die Letzten Platz genommen hatten, kam schon wieder fertig werden. Die "Qualität" des Essens war ich nicht gewöhnt, aber hungern musste niemand.

Auf der GK war der Speiseraum im EG. Da gab es kein marschieren und singen. Koppel und Käppi blieben auf der Bude und gedrängelt hat auch keiner. Das essen war tip top, sowas haben manche nicht zu hause gehabt. Ob die Offiziere anderes essen bekommen haben entzieht sich meiner Kenntnis. Müsste da mal den Furier fragen wenn ich ihn treffe.

Der Hesselfuchs


Hapedi, josy95, Rainman2 und rasselbock haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#98

RE: Kameradendiebstahl

in Mein Grenzer Tagebuch 11.01.2015 11:32
von linamax | 2.018 Beiträge

Zitat von Merlini im Beitrag #97
Hallo josy95, die Beschreibung der Zustände bei der NVA ist ungefähr mit dem GAR in Eisenach zu vergleichen. Marschieren, singen und die Runde Extra wegen Unruhe in der Truppe usw. gingen dann in der Regel von der Essenszeit ab. wenn die Letzten Platz genommen hatten, kam schon wieder fertig werden. Die "Qualität" des Essens war ich nicht gewöhnt, aber hungern musste niemand.

Auf der GK war der Speiseraum im EG. Da gab es kein marschieren und singen. Koppel und Käppi blieben auf der Bude und gedrängelt hat auch keiner. Das essen war tip top, sowas haben manche nicht zu hause gehabt. Ob die Offiziere anderes essen bekommen haben entzieht sich meiner Kenntnis. Müsste da mal den Furier fragen wenn ich ihn treffe.

Der Hesselfuchs

Hallo Hesselfuchs
Nein, die bekamen das selbe Essen . Ich war Küchenleiter . ,


Hapedi, josy95 und Rainman2 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#99

RE: Kameradendiebstahl

in Mein Grenzer Tagebuch 11.01.2015 11:38
von Hapedi | 1.875 Beiträge

Zitat von Merlini im Beitrag #97
Hallo josy95, die Beschreibung der Zustände bei der NVA ist ungefähr mit dem GAR in Eisenach zu vergleichen. Marschieren, singen und die Runde Extra wegen Unruhe in der Truppe usw. gingen dann in der Regel von der Essenszeit ab. wenn die Letzten Platz genommen hatten, kam schon wieder fertig werden. Die "Qualität" des Essens war ich nicht gewöhnt, aber hungern musste niemand.

Auf der GK war der Speiseraum im EG. Da gab es kein marschieren und singen. Koppel und Käppi blieben auf der Bude und gedrängelt hat auch keiner. Das essen war tip top, sowas haben manche nicht zu hause gehabt. Ob die Offiziere anderes essen bekommen haben entzieht sich meiner Kenntnis. Müsste da mal den Furier fragen wenn ich ihn treffe.

Der Hesselfuchs



Genau wie du es beschreibst war es im GAR Glöwen auch so . Oft nahm man ein Brötchen , meißt das kleine von Beiden in der Hosentasche mit und aß es heimlich auf der Bude . Alles hat nach Sand geschmeckt beim warmen Essen .
In der GK war es freilich dann gesitteter . Das Essen bedeutend besser halt immer die selbe Wurst . Aber es war akzeptabel .

gruß Hapedi



josy95 und schulzi haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#100

RE: Kameradendiebstahl

in Mein Grenzer Tagebuch 11.01.2015 11:55
von Gelöschtes Mitglied
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Das Thema war ursprünglich Kameradendiebstahl und wir sind wieder beim essen gelandet. Wir waren normalerweise 7 Mann auf der Stube, wenn da einer aus dem Urlaub kam oder ein Paket öffnete dann wurden die Leckerein (Kuchen, Wurst) geteilt. Es wurde ein gemeinsames Essen veranstaltet. Wir 4 EK wurden sehr gut aus der Heimat versorgt. Bei den drei Soldaten nur einer. Die haben aber mit uns zusammen gegessen und durften als Beitrag Butter, Brot, Tee und Kaffee von der Essensausgabe auf die Bude holen. Das letzte Vierteljahr hatten wir nur einen Soldaten. Die beiden anderen waren dauerkrank. Da musste er eben alleine tragen oder sich für den Speiseraum entscheiden.

Der Hesselfuchs


zuletzt bearbeitet 11.01.2015 15:39 | nach oben springen


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