#1

Wie sehen ehemalige Grenzer ihren Dienst und das Grenzregime heute .

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 06.01.2015 11:47
von katerspeedy | 20 Beiträge

Hallo. Ich habe von Juli 88 bis Dezember 89 in Berlin im GR 36 1. GK meinen Dienst versehen.War also in der heißen Phase hautnah dabei.Ich gebe zu das ich mich immer mit den Parolen der Friedens Sicherung und den Schutz des Sozialismus durch den Mauerbau schwer getan habe. Ich bin damals eher Abenteuer lustig gewesen.Und die Grenze hatte ja immer etwas Geheimnisvolles. Also habe ich mich für 3. Jahre zur Grenze verpflichtet. Habe dann 3 Monate an der Uffz. Schule verbracht und war dann schwer geschockt als man mich nach Berlin versetzte. Dort wollte ich nie hin. Die grüne war immer mein Ideal Vorstellung.Nun es kam anders.Als ich das erste mal in den Abschnitt einfuhr ( Alexsandrienstraße Berlin Mitte) war ich richtig erschrocken.Sicher in der Ausbildung hatten wir auch einen Lehrkanten aber eben keine Mauer.Berlin war ein Extrem wo man so richtig sah wie unnatürlich diese Teilung war. Eine Stadt die einfach zusammen gehörte. Und da stand dann diese Mauer.Ich habe oftmals, auch als ich schon K SIA war, meinen Fahrer an bestimmten Punkten anhalten lassen wo man besonders deutlich sah das die Mauer da nicht hingehörte.Auch störten mich die nur freundwärts gerichteten Signal Anlagen .Ich dachte ja das der Gegner auf der anderen Seite steht. Naja ich war damals eben jung. Ich sah den Grenzdienst als meinen Job. Mehr nicht.Da ich eben auch im Polit Unterricht immer auch mal unbequeme Fragen stellte ,( unteranderen die Wirtschaftliche Lage der DDR Bevölkerung) wurde ich immer schön nach solchen Äußerungen vom Grenzdienst ausgeschlossen ( für mich war das eine echte Bestrafung ,weil UVD und GOVD waren Horrorschichten für mich.).Deshalb war ich auch wehrend meiner gesamten Dienstzeit auch maximal schwarz.Ich durfte selbst als K SIA nicht an Exponierte Stellen wie U-Bahnen oder andere Stellen wo man dann ungehindert bis an den Strich gehen konnte.Um das mal klar zu stellen .Ich hatte NIE den Gedanken meinen Vaterland den Rücken zu kehren. Ob ich die Schusswaffe eingesetzt hätte ? Nur bei zwei dingen bestimmt .Bedrohung eigenes Leben und Fahnenflucht .Da hätte ich kein Gnade gekannt. In anderen Fällen war es eh verboten bei uns.Zum Glück kam ich nie in diese Lage. Aus der heutigen Sicht muss ich für mich sagen das das alles ein SINNLOSER SCHEISS war. So ein Aufwand für NICHTS.Ein Staat der seine eigene Bevölkerung einsperrt ,kann nur untergehen.Soweit meinen Gedanken . Wie sehen das andere ehemalige Grenzer .Würde gerade auch mal die Meinung von ehemaligen Berufssoldaten gerne wissen.



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#2

RE: Wie sehen ehemalige Grenzer ihren Dienst und das Grenzregime heute .

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 06.01.2015 12:13
von Lutze | 8.029 Beiträge

für den Grenzdienst verpflichten,dann bloß nicht nach Berlin,
wo wolltest du denn dann hin?
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
katerspeedy hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#3

RE: Wie sehen ehemalige Grenzer ihren Dienst und das Grenzregime heute .

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 06.01.2015 12:16
von andyman | 1.872 Beiträge

@katerspeedy
Hallo.Zu deiner Frage gibt es sch on einige Beiträge,benutze mal die Suchfunktion.Lgandyman


Gruß aus Südschweden
Was nützt alles Hasten und Jagen,auch du bist nur ein Tropfen im Meer der Unendlichkeit. Confuzius
katerspeedy hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#4

RE: Wie sehen ehemalige Grenzer ihren Dienst und das Grenzregime heute .

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 06.01.2015 12:22
von katerspeedy | 20 Beiträge

Zitat von andyman im Beitrag #3
@katerspeedy
Hallo.Zu deiner Frage gibt es sch on einige Beiträge,benutze mal die Suchfunktion.Lgandyman

Sorry habe hier gesuch aber nix in der Richtung gefunden ,werde noch mal schauen.



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#5

RE: Wie sehen ehemalige Grenzer ihren Dienst und das Grenzregime heute .

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 06.01.2015 12:24
von katerspeedy | 20 Beiträge

Zitat von Lutze im Beitrag #2
für den Grenzdienst verpflichten,dann bloß nicht nach Berlin,
wo wolltest du denn dann hin?
Lutze

Na an die grüne Grenze . Da war mir das egal .Harz oder Thüringen .Oder sonst wo .Nur nicht wie ein Affe zwischen Mauern laufen.



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#6

RE: Wie sehen ehemalige Grenzer ihren Dienst und das Grenzregime heute .

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 06.01.2015 16:38
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Ist schon ok das du das Thema hier aufgemacht hast, mal wieder was von der Grenze, der ewige Pegida-Kram hängt einem ja schon förmlich zum Hals raus.
Sonderbar war das erste mal, du warst noch ganz durcheinander von der Verfrachtung von der Knolle an die Grenze und dann sagt so ein Typ mit dem du nun zusammen auf Zimmer bist "Wir gehen heute Abend zusammen raus".
Aha, wir gehen also nun in paar Stunden da raus an diese Grenze, ok, muss ja mal losgehen, du hast aber einfach von allem null Ahnung.
Der liebe Onkel Gefreite erklärt dir erst mal das du wie du das Tragegestell dran hast einfach vergessen kannst, das ist nämlich "knollig", ok, also umbauen, dann denkst du das erst mal der große Offizier einen großen Befehl ausgibt, auch wieder Pustekuchen, einfach in die Waffenkammer die Kaschi fassen und die vollen Magazine, auch wieder ein komisches Gefühl einfach so das volle Magazin einklinken als wenns nichts wäre und dann gemütlich loswandern in den lauen Frühlingsabend, erst schön durch das Dörfchen und dabei bissel rauchend die Hühner angucken, eigentlich gar nicht schlecht nach dem Knollen-Schliff.
Dann siehst du den Zaun und dein Chef nestelt einen Schlüssel fürs Tor heraus, ok, dann geht es also nun da rein und schon setzt so ein unterschwelliges Arschflattern ein, weiß ich noch heute, war ein sonderbares Gefühl das erste mal durch das Tor, irgendwie glaubst du da sitzen schon Typen hinterm Busch mit einem Messer zwischen den Zähnen die dir nun ans Leder wollen
Dann siehst du den Westen vor dir, man ist das nahe und die waffenbehängten Feinde aus England sind auch schon da, das volle Programm gleich bei der ersten Schicht.
War schon irgendwie beeindruckend für einen jungen Hinterwäldler aus der letzten DDR-Provinz.


zuletzt bearbeitet 06.01.2015 16:42 | nach oben springen

#7

RE: Wie sehen ehemalige Grenzer ihren Dienst und das Grenzregime heute .

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 06.01.2015 19:52
von katerspeedy | 20 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #6
Ist schon ok das du das Thema hier aufgemacht hast, mal wieder was von der Grenze, der ewige Pegida-Kram hängt einem ja schon förmlich zum Hals raus.
Sonderbar war das erste mal, du warst noch ganz durcheinander von der Verfrachtung von der Knolle an die Grenze und dann sagt so ein Typ mit dem du nun zusammen auf Zimmer bist "Wir gehen heute Abend zusammen raus".
Aha, wir gehen also nun in paar Stunden da raus an diese Grenze, ok, muss ja mal losgehen, du hast aber einfach von allem null Ahnung.
Der liebe Onkel Gefreite erklärt dir erst mal das du wie du das Tragegestell dran hast einfach vergessen kannst, das ist nämlich "knollig", ok, also umbauen, dann denkst du das erst mal der große Offizier einen großen Befehl ausgibt, auch wieder Pustekuchen, einfach in die Waffenkammer die Kaschi fassen und die vollen Magazine, auch wieder ein komisches Gefühl einfach so das volle Magazin einklinken als wenns nichts wäre und dann gemütlich loswandern in den lauen Frühlingsabend, erst schön durch das Dörfchen und dabei bissel rauchend die Hühner angucken, eigentlich gar nicht schlecht nach dem Knollen-Schliff.
Dann siehst du den Zaun und dein Chef nestelt einen Schlüssel fürs Tor heraus, ok, dann geht es also nun da rein und schon setzt so ein unterschwelliges Arschflattern ein, weiß ich noch heute, war ein sonderbares Gefühl das erste mal durch das Tor, irgendwie glaubst du da sitzen schon Typen hinterm Busch mit einem Messer zwischen den Zähnen die dir nun ans Leder wollen
Dann siehst du den Westen vor dir, man ist das nahe und die waffenbehängten Feinde aus England sind auch schon da, das volle Programm gleich bei der ersten Schicht.
War schon irgendwie beeindruckend für einen jungen Hinterwäldler aus der letzten DDR-Provinz.



Hallo Du warst also an der grünen Grenze! Da währe ich gerne hin.In Berlin war das normal das man ständig Amis,Briten oder Franzmänner gesehen hat .Und die haben auch die Knarren auf einen angelegt . Das hat niemanden gestört.Nur wir durften das nicht,währe ja eine Provokation gewesen.Also wenn die Abgedrückt hätten .....Na ja war eben damals so.Was die Engländer auch gerne mit ihrer Gazelle gemacht haben war sich parallel zur Grenze setzen und wenn der Grenzposten mit seinen DF geschaut hat haben die ihre MG s am Hubi hoch und runter geschraubt .Schon wegen sowas wollte ich eigentlich an die grüne . aber du schreibst auch von Engländern ! Hatten die auch solche Show Einlagen?



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#8

RE: Wie sehen ehemalige Grenzer ihren Dienst und das Grenzregime heute .

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 06.01.2015 20:07
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von katerspeedy im Beitrag #7
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #6
Ist schon ok das du das Thema hier aufgemacht hast, mal wieder was von der Grenze, der ewige Pegida-Kram hängt einem ja schon förmlich zum Hals raus.
Sonderbar war das erste mal, du warst noch ganz durcheinander von der Verfrachtung von der Knolle an die Grenze und dann sagt so ein Typ mit dem du nun zusammen auf Zimmer bist "Wir gehen heute Abend zusammen raus".
Aha, wir gehen also nun in paar Stunden da raus an diese Grenze, ok, muss ja mal losgehen, du hast aber einfach von allem null Ahnung.
Der liebe Onkel Gefreite erklärt dir erst mal das du wie du das Tragegestell dran hast einfach vergessen kannst, das ist nämlich "knollig", ok, also umbauen, dann denkst du das erst mal der große Offizier einen großen Befehl ausgibt, auch wieder Pustekuchen, einfach in die Waffenkammer die Kaschi fassen und die vollen Magazine, auch wieder ein komisches Gefühl einfach so das volle Magazin einklinken als wenns nichts wäre und dann gemütlich loswandern in den lauen Frühlingsabend, erst schön durch das Dörfchen und dabei bissel rauchend die Hühner angucken, eigentlich gar nicht schlecht nach dem Knollen-Schliff.
Dann siehst du den Zaun und dein Chef nestelt einen Schlüssel fürs Tor heraus, ok, dann geht es also nun da rein und schon setzt so ein unterschwelliges Arschflattern ein, weiß ich noch heute, war ein sonderbares Gefühl das erste mal durch das Tor, irgendwie glaubst du da sitzen schon Typen hinterm Busch mit einem Messer zwischen den Zähnen die dir nun ans Leder wollen
Dann siehst du den Westen vor dir, man ist das nahe und die waffenbehängten Feinde aus England sind auch schon da, das volle Programm gleich bei der ersten Schicht.
War schon irgendwie beeindruckend für einen jungen Hinterwäldler aus der letzten DDR-Provinz.



Hallo Du warst also an der grünen Grenze! Da währe ich gerne hin.In Berlin war das normal das man ständig Amis,Briten oder Franzmänner gesehen hat .Und die haben auch die Knarren auf einen angelegt . Das hat niemanden gestört.Nur wir durften das nicht,währe ja eine Provokation gewesen.Also wenn die Abgedrückt hätten .....Na ja war eben damals so.Was die Engländer auch gerne mit ihrer Gazelle gemacht haben war sich parallel zur Grenze setzen und wenn der Grenzposten mit seinen DF geschaut hat haben die ihre MG s am Hubi hoch und runter geschraubt .Schon wegen sowas wollte ich eigentlich an die grüne . aber du schreibst auch von Engländern ! Hatten die auch solche Show Einlagen?


Hallo!
War 1967/68 in Berlin -Mitte an der Mauer,aber was Du so schreibst,na ja.Mit der Knarre anlegen kam schon vor,hast Du gedacht das sie schießen?
Gruß Rei


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#9

RE: Wie sehen ehemalige Grenzer ihren Dienst und das Grenzregime heute .

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 06.01.2015 20:10
von exgakl | 7.223 Beiträge

Zitat von rei im Beitrag #8
Zitat von katerspeedy im Beitrag #7
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #6
Ist schon ok das du das Thema hier aufgemacht hast, mal wieder was von der Grenze, der ewige Pegida-Kram hängt einem ja schon förmlich zum Hals raus.
Sonderbar war das erste mal, du warst noch ganz durcheinander von der Verfrachtung von der Knolle an die Grenze und dann sagt so ein Typ mit dem du nun zusammen auf Zimmer bist "Wir gehen heute Abend zusammen raus".
Aha, wir gehen also nun in paar Stunden da raus an diese Grenze, ok, muss ja mal losgehen, du hast aber einfach von allem null Ahnung.
Der liebe Onkel Gefreite erklärt dir erst mal das du wie du das Tragegestell dran hast einfach vergessen kannst, das ist nämlich "knollig", ok, also umbauen, dann denkst du das erst mal der große Offizier einen großen Befehl ausgibt, auch wieder Pustekuchen, einfach in die Waffenkammer die Kaschi fassen und die vollen Magazine, auch wieder ein komisches Gefühl einfach so das volle Magazin einklinken als wenns nichts wäre und dann gemütlich loswandern in den lauen Frühlingsabend, erst schön durch das Dörfchen und dabei bissel rauchend die Hühner angucken, eigentlich gar nicht schlecht nach dem Knollen-Schliff.
Dann siehst du den Zaun und dein Chef nestelt einen Schlüssel fürs Tor heraus, ok, dann geht es also nun da rein und schon setzt so ein unterschwelliges Arschflattern ein, weiß ich noch heute, war ein sonderbares Gefühl das erste mal durch das Tor, irgendwie glaubst du da sitzen schon Typen hinterm Busch mit einem Messer zwischen den Zähnen die dir nun ans Leder wollen
Dann siehst du den Westen vor dir, man ist das nahe und die waffenbehängten Feinde aus England sind auch schon da, das volle Programm gleich bei der ersten Schicht.
War schon irgendwie beeindruckend für einen jungen Hinterwäldler aus der letzten DDR-Provinz.



Hallo Du warst also an der grünen Grenze! Da währe ich gerne hin.In Berlin war das normal das man ständig Amis,Briten oder Franzmänner gesehen hat .Und die haben auch die Knarren auf einen angelegt . Das hat niemanden gestört.Nur wir durften das nicht,währe ja eine Provokation gewesen.Also wenn die Abgedrückt hätten .....Na ja war eben damals so.Was die Engländer auch gerne mit ihrer Gazelle gemacht haben war sich parallel zur Grenze setzen und wenn der Grenzposten mit seinen DF geschaut hat haben die ihre MG s am Hubi hoch und runter geschraubt .Schon wegen sowas wollte ich eigentlich an die grüne . aber du schreibst auch von Engländern ! Hatten die auch solche Show Einlagen?


Hallo!
War 1967/68 in Berlin -Mitte an der Mauer,aber was Du so schreibst,na ja.Mit der Knarre anlegen kam schon vor,hast Du gedacht das sie schießen?
Gruß Rei


wie jetzt, etwa doch nicht??? Mir war so, als hätte man dir am Potsdamer Platz den Hund von der Leine geschossen, schriebst du zumindest mal @rei ...


Man sollte niemanden mit Tatsachen verwirren, der sich seine Meinung schon gebildet hat....
zuletzt bearbeitet 06.01.2015 20:10 | nach oben springen

#10

RE: Wie sehen ehemalige Grenzer ihren Dienst und das Grenzregime heute .

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 06.01.2015 20:10
von Grenzwolf62 (gelöscht)
avatar

Zitat von katerspeedy im Beitrag #7
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #6
Ist schon ok das du das Thema hier aufgemacht hast, mal wieder was von der Grenze, der ewige Pegida-Kram hängt einem ja schon förmlich zum Hals raus.
Sonderbar war das erste mal, du warst noch ganz durcheinander von der Verfrachtung von der Knolle an die Grenze und dann sagt so ein Typ mit dem du nun zusammen auf Zimmer bist "Wir gehen heute Abend zusammen raus".
Aha, wir gehen also nun in paar Stunden da raus an diese Grenze, ok, muss ja mal losgehen, du hast aber einfach von allem null Ahnung.
Der liebe Onkel Gefreite erklärt dir erst mal das du wie du das Tragegestell dran hast einfach vergessen kannst, das ist nämlich "knollig", ok, also umbauen, dann denkst du das erst mal der große Offizier einen großen Befehl ausgibt, auch wieder Pustekuchen, einfach in die Waffenkammer die Kaschi fassen und die vollen Magazine, auch wieder ein komisches Gefühl einfach so das volle Magazin einklinken als wenns nichts wäre und dann gemütlich loswandern in den lauen Frühlingsabend, erst schön durch das Dörfchen und dabei bissel rauchend die Hühner angucken, eigentlich gar nicht schlecht nach dem Knollen-Schliff.
Dann siehst du den Zaun und dein Chef nestelt einen Schlüssel fürs Tor heraus, ok, dann geht es also nun da rein und schon setzt so ein unterschwelliges Arschflattern ein, weiß ich noch heute, war ein sonderbares Gefühl das erste mal durch das Tor, irgendwie glaubst du da sitzen schon Typen hinterm Busch mit einem Messer zwischen den Zähnen die dir nun ans Leder wollen
Dann siehst du den Westen vor dir, man ist das nahe und die waffenbehängten Feinde aus England sind auch schon da, das volle Programm gleich bei der ersten Schicht.
War schon irgendwie beeindruckend für einen jungen Hinterwäldler aus der letzten DDR-Provinz.



Hallo Du warst also an der grünen Grenze! Da währe ich gerne hin.In Berlin war das normal das man ständig Amis,Briten oder Franzmänner gesehen hat .Und die haben auch die Knarren auf einen angelegt . Das hat niemanden gestört.Nur wir durften das nicht,währe ja eine Provokation gewesen.Also wenn die Abgedrückt hätten .....Na ja war eben damals so.Was die Engländer auch gerne mit ihrer Gazelle gemacht haben war sich parallel zur Grenze setzen und wenn der Grenzposten mit seinen DF geschaut hat haben die ihre MG s am Hubi hoch und runter geschraubt .Schon wegen sowas wollte ich eigentlich an die grüne . aber du schreibst auch von Engländern ! Hatten die auch solche Show Einlagen?



Gegenüber war nur die Britische Rheinarmee als Besatzungsmacht, die waren eigentlich im Großen und Ganzen korrekt wie alles was in der Gegend am Boden und in der Luft unterwegs war.
Als ich dann eines Tages bestätigt war mit Heinz Gakel auch mal bis zum Bach zu gehen lernte man auch mal den trockenen britischen Humor aus der Nähe kennen, also auch mal in einen Lauf gucken.
War aber nicht so schlimm, man grinste in den Lauf und die Tommys klopften sich dann vor Lachen auf die Schenkel und alles war okay.
Die säuselten auch was von "Good Morning Gays", ich dachte die meinten wir wären schwul, so sattelfest in meinem Schul-Englisch war ich nicht damals, sollte wohl aber nur Jungs heißen


zuletzt bearbeitet 06.01.2015 20:17 | nach oben springen

#11

RE: Wie sehen ehemalige Grenzer ihren Dienst und das Grenzregime heute .

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 06.01.2015 20:13
von katerspeedy | 20 Beiträge

Zitat von rei im Beitrag #8
Zitat von katerspeedy im Beitrag #7
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #6
Ist schon ok das du das Thema hier aufgemacht hast, mal wieder was von der Grenze, der ewige Pegida-Kram hängt einem ja schon förmlich zum Hals raus.
Sonderbar war das erste mal, du warst noch ganz durcheinander von der Verfrachtung von der Knolle an die Grenze und dann sagt so ein Typ mit dem du nun zusammen auf Zimmer bist "Wir gehen heute Abend zusammen raus".
Aha, wir gehen also nun in paar Stunden da raus an diese Grenze, ok, muss ja mal losgehen, du hast aber einfach von allem null Ahnung.
Der liebe Onkel Gefreite erklärt dir erst mal das du wie du das Tragegestell dran hast einfach vergessen kannst, das ist nämlich "knollig", ok, also umbauen, dann denkst du das erst mal der große Offizier einen großen Befehl ausgibt, auch wieder Pustekuchen, einfach in die Waffenkammer die Kaschi fassen und die vollen Magazine, auch wieder ein komisches Gefühl einfach so das volle Magazin einklinken als wenns nichts wäre und dann gemütlich loswandern in den lauen Frühlingsabend, erst schön durch das Dörfchen und dabei bissel rauchend die Hühner angucken, eigentlich gar nicht schlecht nach dem Knollen-Schliff.
Dann siehst du den Zaun und dein Chef nestelt einen Schlüssel fürs Tor heraus, ok, dann geht es also nun da rein und schon setzt so ein unterschwelliges Arschflattern ein, weiß ich noch heute, war ein sonderbares Gefühl das erste mal durch das Tor, irgendwie glaubst du da sitzen schon Typen hinterm Busch mit einem Messer zwischen den Zähnen die dir nun ans Leder wollen
Dann siehst du den Westen vor dir, man ist das nahe und die waffenbehängten Feinde aus England sind auch schon da, das volle Programm gleich bei der ersten Schicht.
War schon irgendwie beeindruckend für einen jungen Hinterwäldler aus der letzten DDR-Provinz.



Hallo Du warst also an der grünen Grenze! Da währe ich gerne hin.In Berlin war das normal das man ständig Amis,Briten oder Franzmänner gesehen hat .Und die haben auch die Knarren auf einen angelegt . Das hat niemanden gestört.Nur wir durften das nicht,währe ja eine Provokation gewesen.Also wenn die Abgedrückt hätten .....Na ja war eben damals so.Was die Engländer auch gerne mit ihrer Gazelle gemacht haben war sich parallel zur Grenze setzen und wenn der Grenzposten mit seinen DF geschaut hat haben die ihre MG s am Hubi hoch und runter geschraubt .Schon wegen sowas wollte ich eigentlich an die grüne . aber du schreibst auch von Engländern ! Hatten die auch solche Show Einlagen?


Hallo!
War 1967/68 in Berlin -Mitte an der Mauer,aber was Du so schreibst,na ja.Mit der Knarre anlegen kam schon vor,hast Du gedacht das sie schießen?
Gruß Rei

Nun so habe ich es halt erlebt!! In den 80 gern.was in den 60 gern war kann ich nicht beurteilen.



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#12

RE: Wie sehen ehemalige Grenzer ihren Dienst und das Grenzregime heute .

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 06.01.2015 20:16
von katerspeedy | 20 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #10
Zitat von katerspeedy im Beitrag #7
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #6
Ist schon ok das du das Thema hier aufgemacht hast, mal wieder was von der Grenze, der ewige Pegida-Kram hängt einem ja schon förmlich zum Hals raus.
Sonderbar war das erste mal, du warst noch ganz durcheinander von der Verfrachtung von der Knolle an die Grenze und dann sagt so ein Typ mit dem du nun zusammen auf Zimmer bist "Wir gehen heute Abend zusammen raus".
Aha, wir gehen also nun in paar Stunden da raus an diese Grenze, ok, muss ja mal losgehen, du hast aber einfach von allem null Ahnung.
Der liebe Onkel Gefreite erklärt dir erst mal das du wie du das Tragegestell dran hast einfach vergessen kannst, das ist nämlich "knollig", ok, also umbauen, dann denkst du das erst mal der große Offizier einen großen Befehl ausgibt, auch wieder Pustekuchen, einfach in die Waffenkammer die Kaschi fassen und die vollen Magazine, auch wieder ein komisches Gefühl einfach so das volle Magazin einklinken als wenns nichts wäre und dann gemütlich loswandern in den lauen Frühlingsabend, erst schön durch das Dörfchen und dabei bissel rauchend die Hühner angucken, eigentlich gar nicht schlecht nach dem Knollen-Schliff.
Dann siehst du den Zaun und dein Chef nestelt einen Schlüssel fürs Tor heraus, ok, dann geht es also nun da rein und schon setzt so ein unterschwelliges Arschflattern ein, weiß ich noch heute, war ein sonderbares Gefühl das erste mal durch das Tor, irgendwie glaubst du da sitzen schon Typen hinterm Busch mit einem Messer zwischen den Zähnen die dir nun ans Leder wollen
Dann siehst du den Westen vor dir, man ist das nahe und die waffenbehängten Feinde aus England sind auch schon da, das volle Programm gleich bei der ersten Schicht.
War schon irgendwie beeindruckend für einen jungen Hinterwäldler aus der letzten DDR-Provinz.



Hallo Du warst also an der grünen Grenze! Da währe ich gerne hin.In Berlin war das normal das man ständig Amis,Briten oder Franzmänner gesehen hat .Und die haben auch die Knarren auf einen angelegt . Das hat niemanden gestört.Nur wir durften das nicht,währe ja eine Provokation gewesen.Also wenn die Abgedrückt hätten .....Na ja war eben damals so.Was die Engländer auch gerne mit ihrer Gazelle gemacht haben war sich parallel zur Grenze setzen und wenn der Grenzposten mit seinen DF geschaut hat haben die ihre MG s am Hubi hoch und runter geschraubt .Schon wegen sowas wollte ich eigentlich an die grüne . aber du schreibst auch von Engländern ! Hatten die auch solche Show Einlagen?



Gegenüber war nur die Britische Rheinarmee als Besatzungsmacht, die waren eigentlich im Großen und Ganzen korrekt wie alles was in der Gegend am Boden und in der Luft unterwegs war.
Als ich dann eines Tages bestätigt war mit Heinz Gakel auch mal bis zum Bach zu gehen lernte man auch mal den trockenen britischen Humor aus der Nähe kennen, also auch mal in einen Lauf gucken.
War aber nicht so schlimm, man grinste in den Lauf und die Tommys klopften sich dann vor Lachen auf die Schenkel und alles war okay.

Und hast du auch mal zum Spass angelegt ?? Ich gebe zu .Habe es trotz Verbot auch gemacht.



matzelmonier79-2 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#13

RE: Wie sehen ehemalige Grenzer ihren Dienst und das Grenzregime heute .

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 06.01.2015 20:19
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von katerspeedy im Beitrag #12
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #10
Zitat von katerspeedy im Beitrag #7
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #6
Ist schon ok das du das Thema hier aufgemacht hast, mal wieder was von der Grenze, der ewige Pegida-Kram hängt einem ja schon förmlich zum Hals raus.
Sonderbar war das erste mal, du warst noch ganz durcheinander von der Verfrachtung von der Knolle an die Grenze und dann sagt so ein Typ mit dem du nun zusammen auf Zimmer bist "Wir gehen heute Abend zusammen raus".
Aha, wir gehen also nun in paar Stunden da raus an diese Grenze, ok, muss ja mal losgehen, du hast aber einfach von allem null Ahnung.
Der liebe Onkel Gefreite erklärt dir erst mal das du wie du das Tragegestell dran hast einfach vergessen kannst, das ist nämlich "knollig", ok, also umbauen, dann denkst du das erst mal der große Offizier einen großen Befehl ausgibt, auch wieder Pustekuchen, einfach in die Waffenkammer die Kaschi fassen und die vollen Magazine, auch wieder ein komisches Gefühl einfach so das volle Magazin einklinken als wenns nichts wäre und dann gemütlich loswandern in den lauen Frühlingsabend, erst schön durch das Dörfchen und dabei bissel rauchend die Hühner angucken, eigentlich gar nicht schlecht nach dem Knollen-Schliff.
Dann siehst du den Zaun und dein Chef nestelt einen Schlüssel fürs Tor heraus, ok, dann geht es also nun da rein und schon setzt so ein unterschwelliges Arschflattern ein, weiß ich noch heute, war ein sonderbares Gefühl das erste mal durch das Tor, irgendwie glaubst du da sitzen schon Typen hinterm Busch mit einem Messer zwischen den Zähnen die dir nun ans Leder wollen
Dann siehst du den Westen vor dir, man ist das nahe und die waffenbehängten Feinde aus England sind auch schon da, das volle Programm gleich bei der ersten Schicht.
War schon irgendwie beeindruckend für einen jungen Hinterwäldler aus der letzten DDR-Provinz.



Hallo Du warst also an der grünen Grenze! Da währe ich gerne hin.In Berlin war das normal das man ständig Amis,Briten oder Franzmänner gesehen hat .Und die haben auch die Knarren auf einen angelegt . Das hat niemanden gestört.Nur wir durften das nicht,währe ja eine Provokation gewesen.Also wenn die Abgedrückt hätten .....Na ja war eben damals so.Was die Engländer auch gerne mit ihrer Gazelle gemacht haben war sich parallel zur Grenze setzen und wenn der Grenzposten mit seinen DF geschaut hat haben die ihre MG s am Hubi hoch und runter geschraubt .Schon wegen sowas wollte ich eigentlich an die grüne . aber du schreibst auch von Engländern ! Hatten die auch solche Show Einlagen?



Gegenüber war nur die Britische Rheinarmee als Besatzungsmacht, die waren eigentlich im Großen und Ganzen korrekt wie alles was in der Gegend am Boden und in der Luft unterwegs war.
Als ich dann eines Tages bestätigt war mit Heinz Gakel auch mal bis zum Bach zu gehen lernte man auch mal den trockenen britischen Humor aus der Nähe kennen, also auch mal in einen Lauf gucken.
War aber nicht so schlimm, man grinste in den Lauf und die Tommys klopften sich dann vor Lachen auf die Schenkel und alles war okay.

Und hast du auch mal zum Spass angelegt ?? Ich gebe zu .Habe es trotz Verbot auch gemacht.



Das kam natürlich nicht in die Tüte, nur Grinsen und entspannt Rauchen als Antwort.
Ein BU, Fähnrich oder Offizier war ja als Chef auch noch mit dabei, da war nix mit Flinte rumspielen.


zuletzt bearbeitet 06.01.2015 20:23 | nach oben springen

#14

RE: Wie sehen ehemalige Grenzer ihren Dienst und das Grenzregime heute .

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 06.01.2015 20:22
von katerspeedy | 20 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #13
Zitat von katerspeedy im Beitrag #12
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #10
Zitat von katerspeedy im Beitrag #7
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #6
Ist schon ok das du das Thema hier aufgemacht hast, mal wieder was von der Grenze, der ewige Pegida-Kram hängt einem ja schon förmlich zum Hals raus.
Sonderbar war das erste mal, du warst noch ganz durcheinander von der Verfrachtung von der Knolle an die Grenze und dann sagt so ein Typ mit dem du nun zusammen auf Zimmer bist "Wir gehen heute Abend zusammen raus".
Aha, wir gehen also nun in paar Stunden da raus an diese Grenze, ok, muss ja mal losgehen, du hast aber einfach von allem null Ahnung.
Der liebe Onkel Gefreite erklärt dir erst mal das du wie du das Tragegestell dran hast einfach vergessen kannst, das ist nämlich "knollig", ok, also umbauen, dann denkst du das erst mal der große Offizier einen großen Befehl ausgibt, auch wieder Pustekuchen, einfach in die Waffenkammer die Kaschi fassen und die vollen Magazine, auch wieder ein komisches Gefühl einfach so das volle Magazin einklinken als wenns nichts wäre und dann gemütlich loswandern in den lauen Frühlingsabend, erst schön durch das Dörfchen und dabei bissel rauchend die Hühner angucken, eigentlich gar nicht schlecht nach dem Knollen-Schliff.
Dann siehst du den Zaun und dein Chef nestelt einen Schlüssel fürs Tor heraus, ok, dann geht es also nun da rein und schon setzt so ein unterschwelliges Arschflattern ein, weiß ich noch heute, war ein sonderbares Gefühl das erste mal durch das Tor, irgendwie glaubst du da sitzen schon Typen hinterm Busch mit einem Messer zwischen den Zähnen die dir nun ans Leder wollen
Dann siehst du den Westen vor dir, man ist das nahe und die waffenbehängten Feinde aus England sind auch schon da, das volle Programm gleich bei der ersten Schicht.
War schon irgendwie beeindruckend für einen jungen Hinterwäldler aus der letzten DDR-Provinz.



Hallo Du warst also an der grünen Grenze! Da währe ich gerne hin.In Berlin war das normal das man ständig Amis,Briten oder Franzmänner gesehen hat .Und die haben auch die Knarren auf einen angelegt . Das hat niemanden gestört.Nur wir durften das nicht,währe ja eine Provokation gewesen.Also wenn die Abgedrückt hätten .....Na ja war eben damals so.Was die Engländer auch gerne mit ihrer Gazelle gemacht haben war sich parallel zur Grenze setzen und wenn der Grenzposten mit seinen DF geschaut hat haben die ihre MG s am Hubi hoch und runter geschraubt .Schon wegen sowas wollte ich eigentlich an die grüne . aber du schreibst auch von Engländern ! Hatten die auch solche Show Einlagen?



Gegenüber war nur die Britische Rheinarmee als Besatzungsmacht, die waren eigentlich im Großen und Ganzen korrekt wie alles was in der Gegend am Boden und in der Luft unterwegs war.
Als ich dann eines Tages bestätigt war mit Heinz Gakel auch mal bis zum Bach zu gehen lernte man auch mal den trockenen britischen Humor aus der Nähe kennen, also auch mal in einen Lauf gucken.
War aber nicht so schlimm, man grinste in den Lauf und die Tommys klopften sich dann vor Lachen auf die Schenkel und alles war okay.

Und hast du auch mal zum Spass angelegt ?? Ich gebe zu .Habe es trotz Verbot auch gemacht.



Das kam natürlich nicht in die Tüte, nur Grinsen und entspannt Rauchen als Antwort.

Wenn es dazu kam konnte man eins sagen . Die Briten waren cool und haben eben ihre Flinte so gelassen oder sogahr durch geladen. Aber die Amis waren einfach nur feige. Die haben sofort den Schwanz eingezogen. Na ja wie man sie heute eben kennt.;).



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#15

RE: Wie sehen ehemalige Grenzer ihren Dienst und das Grenzregime heute .

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 06.01.2015 20:25
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von exgakl im Beitrag #9
Zitat von rei im Beitrag #8
Zitat von katerspeedy im Beitrag #7
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #6
Ist schon ok das du das Thema hier aufgemacht hast, mal wieder was von der Grenze, der ewige Pegida-Kram hängt einem ja schon förmlich zum Hals raus.
Sonderbar war das erste mal, du warst noch ganz durcheinander von der Verfrachtung von der Knolle an die Grenze und dann sagt so ein Typ mit dem du nun zusammen auf Zimmer bist "Wir gehen heute Abend zusammen raus".
Aha, wir gehen also nun in paar Stunden da raus an diese Grenze, ok, muss ja mal losgehen, du hast aber einfach von allem null Ahnung.
Der liebe Onkel Gefreite erklärt dir erst mal das du wie du das Tragegestell dran hast einfach vergessen kannst, das ist nämlich "knollig", ok, also umbauen, dann denkst du das erst mal der große Offizier einen großen Befehl ausgibt, auch wieder Pustekuchen, einfach in die Waffenkammer die Kaschi fassen und die vollen Magazine, auch wieder ein komisches Gefühl einfach so das volle Magazin einklinken als wenns nichts wäre und dann gemütlich loswandern in den lauen Frühlingsabend, erst schön durch das Dörfchen und dabei bissel rauchend die Hühner angucken, eigentlich gar nicht schlecht nach dem Knollen-Schliff.
Dann siehst du den Zaun und dein Chef nestelt einen Schlüssel fürs Tor heraus, ok, dann geht es also nun da rein und schon setzt so ein unterschwelliges Arschflattern ein, weiß ich noch heute, war ein sonderbares Gefühl das erste mal durch das Tor, irgendwie glaubst du da sitzen schon Typen hinterm Busch mit einem Messer zwischen den Zähnen die dir nun ans Leder wollen
Dann siehst du den Westen vor dir, man ist das nahe und die waffenbehängten Feinde aus England sind auch schon da, das volle Programm gleich bei der ersten Schicht.
War schon irgendwie beeindruckend für einen jungen Hinterwäldler aus der letzten DDR-Provinz.



Hallo Du warst also an der grünen Grenze! Da währe ich gerne hin.In Berlin war das normal das man ständig Amis,Briten oder Franzmänner gesehen hat .Und die haben auch die Knarren auf einen angelegt . Das hat niemanden gestört.Nur wir durften das nicht,währe ja eine Provokation gewesen.Also wenn die Abgedrückt hätten .....Na ja war eben damals so.Was die Engländer auch gerne mit ihrer Gazelle gemacht haben war sich parallel zur Grenze setzen und wenn der Grenzposten mit seinen DF geschaut hat haben die ihre MG s am Hubi hoch und runter geschraubt .Schon wegen sowas wollte ich eigentlich an die grüne . aber du schreibst auch von Engländern ! Hatten die auch solche Show Einlagen?


Hallo!
War 1967/68 in Berlin -Mitte an der Mauer,aber was Du so schreibst,na ja.Mit der Knarre anlegen kam schon vor,hast Du gedacht das sie schießen?
Gruß Rei


wie jetzt, etwa doch nicht??? Mir war so, als hätte man dir am Potsdamer Platz den Hund von der Leine geschossen, schriebst du zumindest mal @rei ...



Das war in der Ruine des Haus Vaterlandes,als der Hund aus den Fenster geschaut hatte,bei einer Durchsuchung.Dann glaube ich auch nicht,das ich geschrieben habe,das es mein Hund war.Geschrieben habe ich auch schon mal in einen Thread,das man Waffen auf einen Gerüst am Reichstag,auf uns anlegte.
So viel dazu.
Rei


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#16

RE: Wie sehen ehemalige Grenzer ihren Dienst und das Grenzregime heute .

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 06.01.2015 20:31
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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In Berlin war wohl die Mauer das richtige Ende, ich mein so paar Meter vorgelagertes Hoheitsgebiet nach dem letzten Sperrelement wie an der grünen Grenze gab es da gar nicht?
Falls ja, wie wurden denn dann Bauarbeiten an der Mauer gemacht, da war man wohl mit einem Fuß gleich auf Feindesland?
Falls dahinter doch noch paar Meter DDR waren latschten wohl die Mauer-Bemaler auf westberliner Seite über die DDR?
Die größte und schönste der Welt war ja da recht sensibel was ihr Hoheitsgebiet betraf.


zuletzt bearbeitet 06.01.2015 20:36 | nach oben springen

#17

RE: Wie sehen ehemalige Grenzer ihren Dienst und das Grenzregime heute .

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 06.01.2015 20:35
von katerspeedy | 20 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #16
In Berlin war wohl die Mauer das richtige Ende, ich mein so paar Meter vorgelagertes Hoheitsgebiet nach dem letzten Sperrelement wie an der grünen Grenze gab es da gar nicht?

Na ja das vorgelagerte war zumindest in Mitte so ungefähr 2-3 meter. Die Grenze konnte man auch nicht von einen B Turm sehen .Es gab nur ein paar Ecken ( z.B. Lenne Dreieck ) wo das Vorgelagerte etwas größer war .



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#18

RE: Wie sehen ehemalige Grenzer ihren Dienst und das Grenzregime heute .

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 06.01.2015 21:02
von Gelöschtes Mitglied
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Kurz nochmal dazu: Hund erschossen,Haus Vaterland
Der Hund war nicht an der Leine,als er aus dem Fenster sah.
Es war kein Schuss auf einen Grenzsoldaten.
Auf den Konsum- Gebäude waren unsere Aufklärer,welche auch Fotos machten.
Ich habe ein Bild gesehen,wo der Hund auf den Fußweg lag,immer noch auf auf DDR Gebiet.Durch die Mauer kam man durch eine Tür.
Potsdamer Platz
Mehr will ich nicht mehr sagen,werde mich nun noch mehr mit den Schreiben zurückhalten.
Rei


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#19

RE: Wie sehen ehemalige Grenzer ihren Dienst und das Grenzregime heute .

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 06.01.2015 21:15
von Icke | 95 Beiträge

Hallo

Das vorgelagerte Hoheitsgebiet so wie beschrieben oft war die Bordsteinkante die Grenze. Mit dem Hoheitsgebiet war man tatsächlich penibel an manchen Wochendschichten hatte man mit dem verweisen aus dem Vorgelagertem gut zu tun. Und nun noch zum Thema den gesamten Wehrdienst und natürlich auch den GD habe ich damals wie auch heute als verlorene Zeit gesehen. Auch wen Ich immer brav wieder raus gegangen bin.


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#20

RE: Wie sehen ehemalige Grenzer ihren Dienst und das Grenzregime heute .

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 10.01.2015 20:10
von andyman | 1.872 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #16
In Berlin war wohl die Mauer das richtige Ende, ich mein so paar Meter vorgelagertes Hoheitsgebiet nach dem letzten Sperrelement wie an der grünen Grenze gab es da gar nicht?
Falls ja, wie wurden denn dann Bauarbeiten an der Mauer gemacht, da war man wohl mit einem Fuß gleich auf Feindesland?
Falls dahinter doch noch paar Meter DDR waren latschten wohl die Mauer-Bemaler auf westberliner Seite über die DDR?
Die größte und schönste der Welt war ja da recht sensibel was ihr Hoheitsgebiet betraf.


Im verlinkten Beitrag sieht man auf dem Bild den Grenzstrich
#1
Wer weiß was hier am Checkpoint los war? ,so oder so ähnlich war der Verlauf an der Berliner Mauer,ein paar Meter waren noch "demokratischer Sektor" Die Mauermaler waren also nach Ostberliner Ansicht Straftäter.Die Westberliner Polizei hat es mehr oder weniger geduldet.
Lgandyman


Gruß aus Südschweden
Was nützt alles Hasten und Jagen,auch du bist nur ein Tropfen im Meer der Unendlichkeit. Confuzius
zuletzt bearbeitet 10.01.2015 20:11 | nach oben springen



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