#61

RE: Die Bundeswehr und gezielte Tötungen in Afghanistan

in Themen vom Tage 01.01.2015 10:24
von damals wars | 12.113 Beiträge

Natürlich der Oberst, der, obwohl vermeidbar, unbedingt einen Leichenbergen hinterlassen musste, die Piloten wollten die Menschen warnen, der Oberst wollte nicht! töten und Sterben...


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
zuletzt bearbeitet 01.01.2015 10:25 | nach oben springen

#62

RE: Die Bundeswehr und gezielte Tötungen in Afghanistan

in Themen vom Tage 01.01.2015 10:36
von Marder | 1.413 Beiträge

Zitat von damals wars im Beitrag #61
Natürlich der Oberst, der, obwohl vermeidbar, unbedingt einen Leichenbergen hinterlassen musste, die Piloten wollten die Menschen warnen, der Oberst wollte nicht! töten und Sterben...

Träume weiter. Das ist und war kein Laternenumzug, wo Kinder Süßigkeiten bekommen. Sollen doch die ganzen Gutmenschen mal da hin gehen.
DER BUNDESTAG HAT DIE BW MIT EINEM KAMPFAUFTRAG GESENDET. Das war der erste Einsatz, der auch Gefechte zur Folge hatte.
Das habe ich selbst erlebt und bin froh, dass unsere Jungs halbwegs gut wieder raus gekommen sind. Leider gab es auch Verluste.
Und Nochmal Oberst Klein hat zum Schutz seiner Soldaten alles richtig gemacht.
Mit freundlichen Grüßen Marder


Er wirft den Kopf zurück und spricht: "Wohin ich blicke, Lump und Wicht!" Doch in den Spiegel blickt er nicht.
Ein kluger Mann macht nicht alle Fehler selber. Er lässt auch anderen eine Chance.
Ein Kluger bemerkt alles - ein Dummer macht über alles eine Bemerkung.
Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit dem Radius Null - und das nennen sie ihren Standpunkt.

Wer Rechtschreibfehler findet kann sie behalten.
Harsberg, Pit 59, Batrachos, exgakl und schulzi haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#63

RE: Die Bundeswehr und gezielte Tötungen in Afghanistan

in Themen vom Tage 01.01.2015 11:23
von coff | 700 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #59

Ach so, die armen Hochzeitsgesellschaften, da unten schießen aber auch welche Kindern in den Kopf die nur zur Schule gehen wollen und denen sollte schon etwas Feuer unterm Hintern gemacht werden.


zuviel Restalkohol der Dein Gehirn vernebelt oder Deine ehrliche Meinung...


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#64

RE: Die Bundeswehr und gezielte Tötungen in Afghanistan

in Themen vom Tage 01.01.2015 11:36
von Georg | 1.003 Beiträge

Bis gegen 09.30 Uhr hab ich keine Schlagzeilen zum Thema in den Online -Tendenzmedien gefunden. Ist wohl kein Aufreger mehr oder weil die Medienbestimmer noch den Neujahrskater pflegen müssen. Und es ist gefährlich, ohne Vorgaben, das Thema weiter zu verfolgen ?

Aber dann knallte die Bombe, als ich diese Meldung gefunden habe:

http://de.sputniknews.com/politik/20141231/300489595.html
" Irakische Parlamentarier und Beamte werfen den USA vor, Milizen der Terrororganisation „Islamischer Staat“, gegen die die irakische Armee erbittert kämpft, regelmäßig mit Waffen und Lebensmitteln zu versorgen."


So geht Antiterror - Kampf auch ! Liebe, engste Verbündete Deutschlands - gebt euch mehr Mühe beim vertuschen.


Einen Dummen anzuhören ist anstrengender, als einen Klugen zu widersprechen. ( W.Eckert )
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#65

RE: Die Bundeswehr und gezielte Tötungen in Afghanistan

in Themen vom Tage 01.01.2015 12:53
von furry | 3.562 Beiträge

Zitat von Georg im Beitrag #64

Aber dann knallte die Bombe, als ich diese Meldung gefunden habe:

http://de.sputniknews.com/politik/20141231/300489595.html
" Irakische Parlamentarier und Beamte werfen den USA vor, Milizen der Terrororganisation „Islamischer Staat“, gegen die die irakische Armee erbittert kämpft, regelmäßig mit Waffen und Lebensmitteln zu versorgen."

So geht Antiterror - Kampf auch ! Liebe, engste Verbündete Deutschlands - gebt euch mehr Mühe beim vertuschen.


Ich befürchte, da wird an Stellschrauben gedreht, da braut sich etwas zusammen, das wir im Moment noch gar nicht richtig überblicken.
Mich sollte es nicht wundern, wenn die vorgegebene Marschrichtung der IS-Truppen gen Norden, also Iran und Kaukasus, führt. Der weitere Plan sollte nicht schwer zu erraten sein.
Sollte ich mich täuschen, umso besser.


"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)
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#66

RE: Die Bundeswehr und gezielte Tötungen in Afghanistan

in Themen vom Tage 01.01.2015 13:21
von Georg | 1.003 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #42
Wenn ich jetzt über andere deutsche Soldaten eine Wertung abgeben würde hätte das ein gewisses Geschmäckle, bin selber mal rumgelaufen mit einer Waffe und einem Befehl diese gegen unbewaffnete Zivilisten einzusetzen, hab dazu auch nicht nein gesagt.


Kleine Unterschiede müssen sein.
Als DDR Soldat hätteste nach 1990 ein Gerichtsverfahren an der Backe gehabt. Weil ohne bestätigte Tötungsliste gehandelt. Was hat Dich davor bewahrt ?
Die unbewaffneten Zivilisten wären wenigstens Opfer gewesen. Straßennamen, Tafeln usw. wären gefolgt.
Die unbewaffneten Zivilisten in Afghanistan sind selber schuld.Das Leben eines deutschen Soldaten ist mehr wert als das von Kindern. Der
deutsche Soldat muss vorbeugend bei seinem Kampfauftrag geschützt werden, damit er zum kämpfen kommt. Der Vorgesetzte /Offizier wird befördert. So ist die Welt in Ordnung.


Einen Dummen anzuhören ist anstrengender, als einen Klugen zu widersprechen. ( W.Eckert )
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#67

RE: Die Bundeswehr und gezielte Tötungen in Afghanistan

in Themen vom Tage 01.01.2015 13:43
von Alfred | 6.841 Beiträge

Zitat von Marder im Beitrag #62
Zitat von damals wars im Beitrag #61
Natürlich der Oberst, der, obwohl vermeidbar, unbedingt einen Leichenbergen hinterlassen musste, die Piloten wollten die Menschen warnen, der Oberst wollte nicht! töten und Sterben...

Träume weiter. Das ist und war kein Laternenumzug, wo Kinder Süßigkeiten bekommen. Sollen doch die ganzen Gutmenschen mal da hin gehen.
DER BUNDESTAG HAT DIE BW MIT EINEM KAMPFAUFTRAG GESENDET. Das war der erste Einsatz, der auch Gefechte zur Folge hatte.
Das habe ich selbst erlebt und bin froh, dass unsere Jungs halbwegs gut wieder raus gekommen sind. Leider gab es auch Verluste.
Und Nochmal Oberst Klein hat zum Schutz seiner Soldaten alles richtig gemacht.
Mit freundlichen Grüßen Marder


Man kann es aber auch ein wenig anders sehen:

http://www.spiegel.de/politik/deutschlan...t-a-892278.html


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#68

RE: Die Bundeswehr und gezielte Tötungen in Afghanistan

in Themen vom Tage 01.01.2015 14:09
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Dann hat er eben etwas falsch übermittelt, trotzdem zum Schutz seiner Soldaten alles richtig gemacht.

Entscheidend in deinem Artikel @Alfred ist sowieso diese Aussage hier:
..., die Staatsanwaltschaft ermittelte, das Verfahren wurde später eingestellt. Auch die Bundeswehr verzichtete nach mehrmonatiger Prüfung darauf, ein Disziplinarverfahren gegen Klein einzuleiten.


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#69

RE: Die Bundeswehr und gezielte Tötungen in Afghanistan

in Themen vom Tage 01.01.2015 14:11
von coff | 700 Beiträge

Zitat von Marder im Beitrag #62
Zitat von damals wars im Beitrag #61
Natürlich der Oberst, der, obwohl vermeidbar, unbedingt einen Leichenbergen hinterlassen musste, die Piloten wollten die Menschen warnen, der Oberst wollte nicht! töten und Sterben...

Träume weiter. Das ist und war kein Laternenumzug, wo Kinder Süßigkeiten bekommen. Sollen doch die ganzen Gutmenschen mal da hin gehen.
DER BUNDESTAG HAT DIE BW MIT EINEM KAMPFAUFTRAG GESENDET. Das war der erste Einsatz, der auch Gefechte zur Folge hatte.
Das habe ich selbst erlebt und bin froh, dass unsere Jungs halbwegs gut wieder raus gekommen sind. Leider gab es auch Verluste.
Und Nochmal Oberst Klein hat zum Schutz seiner Soldaten alles richtig gemacht.
Mit freundlichen Grüßen Marder


Hat er das ?

Das liest sich im Protokoll von Isaf-Kommandeur McChrystal anders

http://www.berliner-zeitung.de/archiv/da...0,10688114.html


BERLIN. Signalrot prangt der Stempel "GEHEIM - amtlich geheimgehalten" auf dem Dokument. 75 Seiten lang ist der Untersuchungsberichts, den der Kommandeur der Isaf-Schutztruppe in Afghanistan, US-General Stanley McChrystal, in den Tagen nach dem verheerenden Luftschlag von Kundus zusammengestellt hat. Der Frankfurter Rundschau liegt der am 26. Oktober von McChrystal in Kabul unterschriebene Bericht jetzt vor. Er enthält der Öffentlichkeit bisher unbekannte Details und deckt Widersprüche auf.

Eine Chronik der Ereignisse: ----
3. SEPTEMBER,
15 UHR Zwei Tanklaster einer privaten Spedition aus Kabul sind unterwegs in der Provinz Kundus. Ein Lastwagen hat 30 000 Liter Benzin geladen, der andere Diesel. Die Kraftstoffe sind offenbar für die US-Truppen in Kabul bestimmt. Einer der Trucks hat eine Reifenpanne. Beide Fahrzeuge halten deshalb an einer Tankstelle etwa 15 Kilometer südlich der Stadt Kundus. Zum deutschen Feldlager sind es acht Kilometer.

15.30 UHR. Die Reifenpanne ist behoben, und die beiden Fahrer wollen ihre Fahrzeuge besteigen, als mehrere Taliban-Kämpfer in Autos an der Tankstelle auftauchen. Sie bemächtigen sich der Laster, erschießen einen Fahrer und zwingen den anderen, sie zu begleiten. Ihr Ziel ist das Dorf Gor Tepa jenseits des Kundus-Flusses im Distrikt Chadar Darah.

18.10 UHR. Der Konvoi erreicht das Flussufer. Die Taliban sichern die Route mit mehreren Hinterhalten, an denen sich jeweils zehn bis 15 Kämpfer verschanzen. Bundeswehr und afghanische Streitkräfte bemerken zwar diese Taliban-Positionen, wissen zu diesem Zeitpunkt aber nichts von der Entführung der Laster. Sie vermuten, dass die Aufständischen Militärfahrzeuge angreifen wollen.

18.21 UHR. Die beiden Tanklaster stecken auf der Sandbank des Flusses fest. Die Talibanführer informieren über Mobiltelefon ihr Helfer-Netzwerk.

19.15 UHR. Der Gouverneur von Kundus, Mohammed Omar, informiert seinen Polizeichef über die entführten Tanklaster, nachdem Bewohner des Dorfes Haj Sahhi Dad By die afghanische Polizei informiert haben.

19.30 UHR. Talibankämpfer fordern in der Moschee von Haj Sahhi Dad By den Mullah und die dort zum Fastenbrechen versammelten Dorfbewohner auf, ihnen zu helfen. Manche folgen dem Befehl, "andere nicht", wie das Isaf-Protokoll vermerkt. Auch aus 15 weiteren Dörfern machen sich Bewohner in Fahrzeugen oder zu Fuß auf den Weg zur Sandbank. Zur gleichen Zeit informiert die afghanische Polizei den Kontaktbeamten der EU-Polizeimission im Bundeswehr-Feldlager Kundus über die Entführung. Bis dieser den Kommandeur des Lagers, Oberst Georg Klein, in Kenntnis setzt, vergehen 90 Minuten

20.00 UHR. Ein afghanischer Informant meldet sich bei seinem deutschen Führungsoffizier im Feldlager. Der Offizier gehört der Taskforce 47 an, einer streng geheimen Sondereinheit von Geheimdienstleuten und Soldaten des Kommandos Spezialkräfte (KSK). Der Informant berichtet von zwei festsitzenden Tanklastern auf der Sandbank und gibt an, es hielten sich ausschließlich Taliban um die Fahrzeuge herum auf.

20.30 UHR. Der Verbindungsoffizier des Feldlagers holt Oberst Klein aus einer Besprechung und informiert ihn. Laut einer späteren Befragung des überlebenden Lkw-Fahrers befinden sich zu dieser Zeit bis zu 300 Menschen - Taliban, Unterstützer, Sympathisanten und andere Dorfbewohner - auf der Sandbank. Ein B1B-Bomber der US-Luftwaffe, der von der Bundeswehr in einer anderen Angelegenheit um 15 Uhr angefordert worden war, trifft im Luftraum über Kundus ein. Auf Bitten der Deutschen beginnt er mit der Suche nach den Tanklastern. Seine Live-Videobilder kann Oberst Klein im Gefechtsstand der Taskforce 47 mitverfolgen. Er sieht damit genau das Bild, das sich den Bomberpiloten bietet. Aufgrund falscher Koordinaten dauert es mehr als zwei Stunden, bis die feststeckenden Tanklaster gefunden sind.

KURZ NACH 23 UHR. Der Informant meldet, das "gesamte Taliban-Führungspersonal des Distrikts Aliabad" halte sich auf der Sandbank auf. Die Aufständischen seien dabei, den Kraftstoff in Kanister abzufüllen und zu verteilen. Der Agent berichtet von Flugzeuggeräuschen, die zu hören seien. Die Taliban hätten vor der Möglichkeit eines Luftangriffs gewarnt. Hier vermerkt das Isaf-Protokoll: "Interessanterweise nahm niemand Notiz von dieser Warnung. Sie zapften weiter Kraftstoff aus den Trucks ab."

4. SEPTEMBER, 0 UHR. Der Informant meldet sich erneut im Feldlager. Die Taliban wollten die Tanklaster leeren und die Fahrzeuge ausschlachten. Es befänden sich ausschließlich Taliban an den Trucks, darunter zwei Ausländer; Zivilisten seien nicht vor Ort. Der Informant erklärt, vier Talibanführern seien vor Ort: Kommandant Mullah Abdul Rahman sowie die Subkommandanten Saidi, Naser und Amanullah.

0.15 UHR. Der US-Bomber entdeckt die Lastwagen. Etwa 100 Personen befinden sich zu diesem Zeitpunkt auf der Sandbank. Flugleitoffizier W., Codename "Red Baron 21", erklärt im Funkverkehr mit der Flugzeugbesatzung alle Anwesenden zu Taliban. Oberst Klein, der in den Gefechtsstand zurückgekehrt ist, zieht weder seinen Rechtsberater hinzu, noch macht er Meldung beim deutschen Hauptquartier in Masar-i-Scharif. In dem Isaf-Bericht gibt es auch keine Hinweise darauf, dass das Einsatzführungskommando in Potsdam von der laufenden Operation in Kenntnis gesetzt wird.

0.25 UHR. Um Opfer unter den eigenen Leuten zu verhindern, lässt Klein klären, ob sich eigene oder afghanische Truppen in der Nähe der Sandbank befinden. Er erreicht aber die zuständige Operationszentrale nicht, offenbar ist sie in den Nachtstunden nicht besetzt. Dafür meldet sich erneut der afghanische Informant. An dieser Stelle zeichnet das Isaf-Protokoll nach, wie der Kommunikationsweg im deutschen Kommandostand verläuft: Der afghanische Informant kontaktiere einen Farsi-sprechenden Übersetzer. Dieser übermittle an den Hauptfeldwebel S. eine deutsche Fassung. Keiner von beiden sitzt direkt in der Operationsleitzentrale. Der Hauptfeldwebel wiederum informiert seinen Hauptmann N. im Gefechtstand, und der Geheimdienst-Verbindungsmann setzt dann Oberst Klein über die Angaben des Informanten in Kenntnis. "Fünf Leute zwischen Quelle und Kommandant", bemerkt das Isaf-Protokoll.

0.30 UHR. Der Informant meldet, dass sich viele Taliban an den Lkw aufhalten. Zivilisten seien dort nicht zu sehen. Die Aufständischen seien bewaffnet mit Raketenwerfern und Kleinwaffen. Das Isaf-Protokoll hält fest, dass sowohl der deutsche Führungsoffizier als auch sein Übersetzer es für unüblich halten, dass sich der Informant alle 15 bis 20 Minuten mit seinem Mobiltelefon im deutschen Lager meldet, obwohl er doch fürchten müsse, entdeckt zu werden. Unklar ist, ob die Männer diese Zweifel an ihrem Informanten ihren Vorgesetzten mitteilen. In einem Protokoll der Taskforce 47 wird Hauptmann N. an einer Stelle mit der Warnung an Oberst Klein zitiert, man dürfe Meldungen von Informanten nie als "absolut" annehmen.

0.35 UHR. Während der deutsche Flugleitoffizier und die B1B-Besatzung noch diskutieren, wie sie die Tanklaster am effektivsten bombardieren können, erhält die Crew von ihrer Leitstelle den Befehl, zu ihrem Stützpunkt in Katar zurückzukehren, weil ihr Treibstoff zur Neige geht. Eine Bitte des Piloten um Luftbetankung wird abgelehnt. Der US-Bomber dreht ab. Von der Kundus-Mission erwähnt er in seinem späteren Flugbericht kein Wort.

0.49 UHR. "Red Baron 21" erbittet beim US-Flugkontrollzentrum in Kabul erneut Luftunterstützung. Die Kontrollstelle fragt nach, ob alliierte Truppen Feindberührung hätten, da nur in solchen Fällen zu dieser Stunde Kampfjets angefordert werden dürfen. Die Deutschen melden nach kurzer interner Beratung im Gefechtsstand "Feindberührung" und eine "unmittelbare Gefahr" für ihre Truppen. Flugleitoffizier W. räumt später ein, er habe die Anweisung von Oberst Klein nur an die Leitzentrale übermittelt, um die weitere Mission zu ermöglichen. Mit anderen Worten: Im deutschen Gefechtsstand war zu diesem Zeitpunkt klar, dass der Einsatz nur unter Vorspiegelung falscher Tatsachen fortgesetzt werden kann.

1.08 UHR Zwei F-15E-Jets treffen im Gebiet über Kundus ein. Sie schlagen vor, sechs 500-Pfund-Bomben, die über dem Erdboden zünden sollen, über der Sandbank abzuwerfen. Als sie Sicht auf das Ziel haben, erhält der deutsche Gefechtsstand wieder Live-Videobilder

1.18 UHR "Red Baron" meldet der Crew, die Fahrzeuge und die Individuen um die Lkw herum seien das Ziel. Die Piloten bieten zwei Mal an, zur Warnung im Tiefflug über die Sandbank hinwegzufliegen. Die Deutschen lehnen ab. Sie weisen im Gegenteil die Jets an, außer Sicht- und Hörweite zu bleiben. Die Flugzeugbesatzungen diskutieren untereinander, nach welcher Einsatzregel sich ein Angriff rechtfertigen lässt. Sie sorgen sich beispielsweise um den Fahrer des einen Lastzugs, der doch weiterhin bei den Fahrzeugen festgehalten werde.

1.27 UHR Eine Kampfjet-Besatzung meldet den Deutschen, dass sich von Süden her offenbar weitere Feinde der Sandbank nähern. "Red Baron" schlägt vor, fünf 500-Pfund-Bomben auf die Sandbank abzuwerfen, sowie eine 2 000-Pfund-Bombe auf die Flussufer, um die dort befindlichen "Feinde" auszuschalten.

1.28 UHR Die US-Crew fragt erneut nach, ob es sich bei den Leuten am Boden wirklich um "Feinde" handele. Der deutsche Flugleitoffizier bestätigt und nennt als Quelle "Geheimdienstinformationen". Die Crew beobachtet, wie eine größere Menschengruppe von der Sandbank aus durch das flache Wasser in Richtung Norden läuft. Erneut meldet sich der afghanische Informant. Er gibt an, ausschließlich Taliban hielten sich in und um die Trucks auf.

1.30 UHR Oberst Klein lässt die Anweisungen für den Luftangriff durchgeben. Als Ziel gibt er die Aufständischen am Boden sowie die gestohlenen Lkw an. Im Zielgebiet befänden sich keine "Freunde". Einer der Piloten fragt, ob die Bomben über oder zwischen den Fahrzeugen detonieren sollen: "Wollen Sie die Fahrzeuge oder die Leute treffen?" Flugleitoffizier W. antwortet: "Wir wollen versuchen, die Leute zu treffen." Dies ist das einzige Mal in dieser Nacht, dass ausschließlich die (vermeintlichen) Taliban als Ziel genannt werden.

1.36 UHR Die Piloten bieten noch zwei Mal an, im Tiefflug das Zielgebiet zu überfliegen. Nein, entgegnet "Red Baron": "Ich will, dass ihr direkt angreift." Insgesamt fünf Mal lehnen die Deutschen das Angebot ab, die Leute am Boden vor dem Bombardement zu warnen.

1.46 UHR Die Crews fragen ein letztes Mal, ob tatsächlich "unmittelbare Gefahr" bestehe. Die Deutschen antworten: "Ja, diese Leute sind eine unmittelbare Bedrohung. Diese Aufständischen wollen sich des Treibstoffs aus den Tanklastern bemächtigen, sich anschließend neu gruppieren und sehr wahrscheinlich, so unsere Geheimdienstinformationen, das Lager Kundus angreifen."

1.49 UHR Zwei 500-Pfund-Bomben (GBU 38) detonieren nahe der beiden Lkw.

1.50 UHR Die beiden Kampfjets bleiben weitere 30 Minuten im Luftraum, um eine erste Schadensbilanz des Einsatzes zu ziehen. Sie beobachten etwa 25 Leute, die die Sandbank in nördlicher Richtung verlassen.

2.00 UHR Zum letzten Mal in dieser Nacht meldet sich der afghanische Informant bei seinem Führungsoffizier. Er berichtet von 70 getöteten Aufständischen, unter ihnen seien die Talibanführer Saidi und Amanullah. Rahman und Naser seien hingegen entkommen. Zivile Opfer habe es nicht gegeben.

2.35 UHR Eine dreiviertel Stunde nach dem Luftangriff informiert Oberst Klein die Kollegen im benachbarten regulären Gefechtsstand des Feldlagers Kundus über die erfolgte Operation.

3.13 UHR Anderthalb Stunden nach dem Angriff wird das Regionalkommando Nord, das Bundeswehr-Hauptquartier in Masar-i-Scharif, per E-Mail von dem Vorfall unterrichtet. Bis dahin hat es Klein nicht für nötig gehalten, seinen Vorgesetzten, General Jörg Vollmer, zu informieren. In der Meldung ist von 56 getöteten Kämpfern die Rede, 14 Aufständische seien geflohen. Zivilisten seien nicht zu Schaden gekommen. ------------------------------

Die Berichtslage Am 4. September bombardiert die US-Luftwaffe auf Bitten der Bundeswehr nahe Kundus zwei entführte Lkw. 142 Menschen sterben, unter ihnen nach Nato-Angaben auch Zivilisten. Die Bundeswehr bestreitet zunächst zivile Opfer. Der damalige Verteidigungsminister Jung muss deshalb das Kabinett verlassen.

Die Berichtslage: Feldjägerbericht: Am Tag nach dem Angriff von deutschen Stellen in Afghanistan erstellt. Trifft am 9. September in Deutschland ein und weist auf zivile Opfer hin. I
saf-Bericht: Im Auftrag von US-General McChrystal erarbeitet, liegt am 29. Oktober deutschen Stellen vor. Die Rede ist von bis zu 40 toten Zivilisten.
Rot-Kreuz-Bericht: Liegt am 6. November dem neuen Verteidigungsminister Guttenberg vor, listet die Namen von 74 toten Zivilisten auf. Das Internationale Rote Kreuz sieht in dem Angriff einen Verstoß gegen das Völkerrecht.


Georg hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#70

RE: Die Bundeswehr und gezielte Tötungen in Afghanistan

in Themen vom Tage 01.01.2015 15:11
von Marder | 1.413 Beiträge

Ja,
er hat richtig gehandelt.
Das dabei Zivilisten zu Schaden gekommen sind ist zu Bedauern.
Die Soldaten sind dort nicht um Blümchen zu pflanzen, sondern im ersten Kampfeinsatz seit Gründung der BW.
Da gibt es leider auch Tote auf beiden Seiten durch Handlungen beider Kriegsparteien.
Die Taliban hätten die Tanklaster nicht stehlen müssen. Dann wäre der Angriff nicht erfolgt. So ähnlich hat sich doch die Margot auch zu den Toten an der Grenze geäussert und damit gerechtfertigt.
Wer sich in Gefahr begibt geht das Risiko ein darin zu sterben.
Mit freundlichen Grüßen Marder
Ps. Was meinste ewas los gwesen wäre, wenn die Taliban die Laster als Bombe eingesetzt hätte und man Herrn General Klein nachgewiesen hätte, dass er dieses hätte verhindern können!!
Pss. Langsam kommen wir vom Thema gezieltes Töten ab!!


Er wirft den Kopf zurück und spricht: "Wohin ich blicke, Lump und Wicht!" Doch in den Spiegel blickt er nicht.
Ein kluger Mann macht nicht alle Fehler selber. Er lässt auch anderen eine Chance.
Ein Kluger bemerkt alles - ein Dummer macht über alles eine Bemerkung.
Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit dem Radius Null - und das nennen sie ihren Standpunkt.

Wer Rechtschreibfehler findet kann sie behalten.
Harsberg und glasi haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 01.01.2015 15:12 | nach oben springen

#71

RE: Die Bundeswehr und gezielte Tötungen in Afghanistan

in Themen vom Tage 01.01.2015 15:18
von Georg | 1.003 Beiträge

Zitat von Sicherheitsrisiko im Beitrag #54
Zitat von Freienhagener im Beitrag #53
Richtig. Das kann man nicht vergleichen, denn in Friedenszeiten absichtlich auf unbewaffnete Landsleute zu schießen ist schlimmer..........

als im Einsatz unter Kriegsbedingungen Fehlentscheidungen zu treffen



- im Einsatz unter Kriegsbedingungen Fehlentscheidungen zu treffen -
Witz komm raus! Du bist umzingelt. Sonst gibt es unter Friendly Fire Kollatoralschaden.

Sorry ! Geht es nicht etwas genauer ?
Was ist gemeint ? Die Aktion Kundus - da war für Afghanistan der friedlichste Frieden. 60 km weiter solls Scharmützel gegeben haben.
Gefechtsbereitschaft - erhöhte (?) klar. Einsatz im und ums Camp ? Beobachten, nicht einschlafen für die Soldaten. Andere Maßnahmen sind wegen Arbeitszeitbegrenzung eingestellt worden. Kriegsbedingungen ? N a c h der Bombardierung fanden erst Gefechte statt, wenn ich den User Marder recht verstanden hab.
Terrorbekämpfung mit Drohnen? Wo sitzen die Drohnenpiloten ? Wo landen die Drohnen, wo erfolgt Wartung und Start ? Wie sehen dafür die Kriegsbedingungen aus ? Beruhigungstee? Ist ein Terroranschlag durch Drohnen verhindert worden ?
Sind die angeblichen Tötungslisten eine Fehlentscheidung ? Die BND - Ermittler haben sie mit ihren Informanten unter Kriegsbedingungen erstellt?
( Hier meine ich auch, dass diese Informanten indirekt auf ihre Landsleute schiessen lassen ) Die BND - Leute vor Ort wozu eigentlich? Sie behaupten, der oder der sind Terroristen. Wir haben Beweise ! Den Beweis brauchen sie ja nicht zu erbringen: z.B. bei der Behauptung zum Abschuss der MH17 wars so. Die Beweise existieren anscheinend nicht.
http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgesc...0/flug-mh17-bnd
und so biegt sich der BND das Recht zurecht:
http://www.sueddeutsche.de/politik/nsa-a...recht-1.2242129
Als Lesestoff zur Glaubwürdigkeit des Dienstes. Was sich dann erst im Kriegseinsatz so ereignet, oje.......

Rechtschreibung nicht bearbeitet - keine Zeit - da Kriegseinsatz.


Einen Dummen anzuhören ist anstrengender, als einen Klugen zu widersprechen. ( W.Eckert )
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#72

RE: Die Bundeswehr und gezielte Tötungen in Afghanistan

in Themen vom Tage 01.01.2015 15:36
von damals wars | 12.113 Beiträge

Zitat von Marder im Beitrag #70
Ja,
er hat richtig gehandelt.
Das dabei Zivilisten zu Schaden gekommen sind ist zu Bedauern.
Die Soldaten sind dort nicht um Blümchen zu pflanzen, sondern im ersten Kampfeinsatz seit Gründung der BW.
Da gibt es leider auch Tote auf beiden Seiten durch Handlungen beider Kriegsparteien.
Die Taliban hätten die Tanklaster nicht stehlen müssen. Dann wäre der Angriff nicht erfolgt. So ähnlich hat sich doch die Margot auch zu den Toten an der Grenze geäussert und damit gerechtfertigt.
Wer sich in Gefahr begibt geht das Risiko ein darin zu sterben.
Mit freundlichen Grüßen Marder
Ps. Was meinste ewas los gwesen wäre, wenn die Taliban die Laster als Bombe eingesetzt hätte und man Herrn General Klein nachgewiesen hätte, dass er dieses hätte verhindern können!!
Pss. Langsam kommen wir vom Thema gezieltes Töten ab!!

Da ist es wieder, das Märchen vom Kolateralschaden, und es war kein Krieg! Das hat nicht die Parlamentsarmee zu entscheiden!
Denn, wann wurde wem der Krieg erklärt?


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
zuletzt bearbeitet 01.01.2015 15:37 | nach oben springen

#73

RE: Die Bundeswehr und gezielte Tötungen in Afghanistan

in Themen vom Tage 01.01.2015 15:45
von Marder | 1.413 Beiträge

Sei mir willkommen in der Realität.
Leider ist das kein Märchen. Meinst Du einer wäre freiwillig da mit allen Konsequenzen.
Natürlich ist und war dort Krieg!!
Du bist ein ideologischer Traumtänzer.
Nur in einer waldorfschule kann man ähnliches erfahren. Die können zur Not auch eine Lasagne tanzen. :-)
Mit freundlichen Grüßen Marder

Ps. Übrigens wirft keine Armee der Welt im Einsatz mit Wattebällchen


Er wirft den Kopf zurück und spricht: "Wohin ich blicke, Lump und Wicht!" Doch in den Spiegel blickt er nicht.
Ein kluger Mann macht nicht alle Fehler selber. Er lässt auch anderen eine Chance.
Ein Kluger bemerkt alles - ein Dummer macht über alles eine Bemerkung.
Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit dem Radius Null - und das nennen sie ihren Standpunkt.

Wer Rechtschreibfehler findet kann sie behalten.
zuletzt bearbeitet 01.01.2015 15:46 | nach oben springen

#74

RE: Die Bundeswehr und gezielte Tötungen in Afghanistan

in Themen vom Tage 01.01.2015 15:54
von coff | 700 Beiträge

Zitat von Marder im Beitrag #70
Ja,
er hat richtig gehandelt.

Das ist Deine persönliche Meinung, andere sehen das anders.

Zitat

Das dabei Zivilisten zu Schaden gekommen sind ist zu Bedauern.


was nicht hätte geschehen müssen

Zitat

Die Soldaten sind dort nicht um Blümchen zu pflanzen, sondern im ersten Kampfeinsatz seit Gründung der BW.
Da gibt es leider auch Tote auf beiden Seiten durch Handlungen beider Kriegsparteien.



Womit wir wieder beim Grundproblem sind, warum ist die Bundeswehr in Afghanistan und was hat sie wenn sie schon mal da ist überhaupt erreicht...

Zitat

Die Taliban hätten die Tanklaster nicht stehlen müssen. Dann wäre der Angriff nicht erfolgt.



Ja was alles nicht hätte geschehen dürfen...

Zitat
So ähnlich hat sich doch die Margot auch zu den Toten an der Grenze geäussert und damit gerechtfertigt.
Wer sich in Gefahr begibt geht das Risiko ein darin zu sterben.
Mit freundlichen Grüßen Marder



Da schweifen wir jetzt vom Thema Afghanistan zu sehr ab, aber der letzte Satz trifft auf den Bundeswehreinsatz zu.

Zitat

Ps. Was meinste ewas los gwesen wäre, wenn die Taliban die Laster als Bombe eingesetzt hätte und man Herrn General Klein nachgewiesen hätte, dass er dieses hätte verhindern können!!



An Spekulationen und Mutmaßungen werde ich mich nicht beteiligen.

Zitat

Pss. Langsam kommen wir vom Thema gezieltes Töten ab!!



Nein da sind wir voll im Thema, der Luftangriff war gezieltes Töten

Grüße


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#75

RE: Die Bundeswehr und gezielte Tötungen in Afghanistan

in Themen vom Tage 01.01.2015 16:03
von Marder | 1.413 Beiträge

Hallo,
das zerpflücken eines Beitrags ist eher die Masche eines Karl Eduards.
Das hilft nicht bei den tatsächlichen Gegebenheiten.
Fakt ist die BW ist da und wird da sein.
Fakt ist die BW muss für ihren Schutz sorgen oder ich lade dich ein die Kondolenzbriefe an die Mutter des Gefallenen zu schreiben. ICH durfte das machen.
Fakt ist. Dies kann man nur militärisch mit Waffengewalt durchsetzen.
Fakt ist. Der Einsatz kann nur durch den Bundestag ( Regierung) beendet werden.
Fakt ist. Solange der Einsatz dauert wird er mit allen Konsequenzen durchgeführt.
Fakt ist. Ich war auch dort und niemand soll mir vom warmen Soifa erzählen was man dort tuen oder lassen sollte
Immer noch Mit freundlichen Grüßen Marder
Ps.Thema ist für mich durch. Die Stammtischstrategen können sich weiter tummeln


Er wirft den Kopf zurück und spricht: "Wohin ich blicke, Lump und Wicht!" Doch in den Spiegel blickt er nicht.
Ein kluger Mann macht nicht alle Fehler selber. Er lässt auch anderen eine Chance.
Ein Kluger bemerkt alles - ein Dummer macht über alles eine Bemerkung.
Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit dem Radius Null - und das nennen sie ihren Standpunkt.

Wer Rechtschreibfehler findet kann sie behalten.
Harsberg und Pit 59 haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 01.01.2015 16:05 | nach oben springen

#76

RE: Die Bundeswehr und gezielte Tötungen in Afghanistan

in Themen vom Tage 01.01.2015 16:08
von DoreHolm | 7.676 Beiträge

Kann mich noch daran erinnern, daß damals eben als Begründung für die Bombardierung aufgeführt wurde, daß die Taliban mit den Tanklastern sehr viel Unheil anrichten könnten. Was ich mich damals schon gefragt habe, warum sind zur Verhinderung dessen unbedingt Bomben erforderlich ? Um Tanklaster in Brand zu schießen, bedarf es m.E. lediglich geeigneter Geschosse aus Helikoptern oder Flugzeugen, mit denen sich eine hohe Treffsicherheit bewerkstelligen läßt. Wenn es Oberst Klein natürlich darum geht, so viel wie möglich vermeintliche Taliban-Kämpfer zu vernichten, was ich als völlig i.O. ansehe, wäre seine Entscheidung folgerichtig. Allerdings das völlige Fehlen einer halbwegs realen Einschätzung, um welche Leute es sich dort um die Laster tatsächlich handelte heißt für mich, umfangreiche Kolateralschäden billigend in Kauf zu nehmen und das ist für mich schon nicht mehr verständlich.
Bin zwar kein Berufsmilitär, aber eine Meinung zu den Dingen kann man schon haben.



zuletzt bearbeitet 01.01.2015 16:11 | nach oben springen

#77

RE: Die Bundeswehr und gezielte Tötungen in Afghanistan

in Themen vom Tage 01.01.2015 16:14
von Pit 59 | 10.123 Beiträge

Meines wissens nach wurde der BW Einsatz nach den Terroranschlägen (11.09.2001) Beschlossen. Haben diese Taliban danach gefragt wer und wieviele Zivilisten sich in den Gebäuden befinden ?
Für mich eine Richtige Entscheidung der Bundesregierung den NATO Partner bei der Bekämpfung dieses Packs mit allen Mitteln zu Unterstützen.


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#78

RE: Die Bundeswehr und gezielte Tötungen in Afghanistan

in Themen vom Tage 01.01.2015 16:32
von Oss`n | 2.777 Beiträge

Zitat von Georg im Beitrag #1
http://www.tagesschau.de/inland/afghanistan-263.html

"Die Bundeswehr hat laut einem Pressebericht eine weitaus größere Rolle bei gezielten Tötungen in Afghanistan gespielt als bislang bekannt. Der deutsche Generalmajor Markus Kneip habe 2011 als Kommandeur in Afghanistan persönlich "Personenziele" ausgewählt, berichtete die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf geheime Dokumente der Bundeswehr. "

Ein solches Vorgehen halte ich für völlig falsch. Das wars doch nicht, womit der Einsatz in Afghanistan gerechtfertigt wurde.



Hab die anderen Beiträge nicht gelesen - warum auch - habe meine eigene Meinung !
Krieg ist kein Monopoly !!!!
Da verdient man Geld mit !

Was wollten wir dort ?
Warum mußten über 50 Soldaten sterben - für einen Krieg, den es mit der Bundesrepublik Deutschland nie gegeben hat.
Ein "Drecksgeschäft", wo wir nur Marionetten sind !!!

(liebe den Feind deines Feindes, auch wenn er dein Feind ist !!! )

Oss`n


Spucke nie in einen Brunnen - es könnte sein, du mußt mal daraus trinken !
Georg hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#79

RE: Die Bundeswehr und gezielte Tötungen in Afghanistan

in Themen vom Tage 01.01.2015 16:42
von coff | 700 Beiträge

Zitat von Marder im Beitrag #75
Hallo,
das zerpflücken eines Beitrags ist eher die Masche eines Karl Eduards.
Das hilft nicht bei den tatsächlichen Gegebenheiten.
Fakt ist die BW ist da und wird da sein.
Fakt ist die BW muss für ihren Schutz sorgen oder ich lade dich ein die Kondolenzbriefe an die Mutter des Gefallenen zu schreiben. ICH durfte das machen.
Fakt ist. Dies kann man nur militärisch mit Waffengewalt durchsetzen.
Fakt ist. Der Einsatz kann nur durch den Bundestag ( Regierung) beendet werden.
Fakt ist. Solange der Einsatz dauert wird er mit allen Konsequenzen durchgeführt.
Fakt ist. Ich war auch dort und niemand soll mir vom warmen Soifa erzählen was man dort tuen oder lassen sollte
Immer noch Mit freundlichen Grüßen Marder
Ps.Thema ist für mich durch. Die Stammtischstrategen können sich weiter tummeln


Das fasse ich jetzt als persönlichen Angriff auf, Masche eines "Karl Eduard", geht es noch ?

"Fakt ist" - ja leider viel zu viele unselige Fakten...

Warum warst Du eigentlich dort ? Hat Dich jemand gezwungen dorthin zu gehen ?
Alle mit denen ich bisher Kontakt hatte und die auch "dort" waren waren das freiwillig ( angegebene Gründe waren Abenteuerlust, im Ausland was erleben und hauptsächlich das dort zu erlangende zusätzliche Einkommen )

und damit bin ich aus dem Thema raus


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#80

RE: Die Bundeswehr und gezielte Tötungen in Afghanistan

in Themen vom Tage 01.01.2015 16:51
von Marder | 1.413 Beiträge

Zitat von coff im Beitrag #79
Zitat von Marder im Beitrag #75
Hallo,
das zerpflücken eines Beitrags ist eher die Masche eines Karl Eduards.
Das hilft nicht bei den tatsächlichen Gegebenheiten.
Fakt ist die BW ist da und wird da sein.
Fakt ist die BW muss für ihren Schutz sorgen oder ich lade dich ein die Kondolenzbriefe an die Mutter des Gefallenen zu schreiben. ICH durfte das machen.
Fakt ist. Dies kann man nur militärisch mit Waffengewalt durchsetzen.
Fakt ist. Der Einsatz kann nur durch den Bundestag ( Regierung) beendet werden.
Fakt ist. Solange der Einsatz dauert wird er mit allen Konsequenzen durchgeführt.
Fakt ist. Ich war auch dort und niemand soll mir vom warmen Soifa erzählen was man dort tuen oder lassen sollte
Immer noch Mit freundlichen Grüßen Marder
Ps.Thema ist für mich durch. Die Stammtischstrategen können sich weiter tummeln


Das fasse ich jetzt als persönlichen Angriff auf, Masche eines "Karl Eduard", geht es noch ?

"Fakt ist" - ja leider viel zu viele unselige Fakten...

Warum warst Du eigentlich dort ? Hat Dich jemand gezwungen dorthin zu gehen ?
Alle mit denen ich bisher Kontakt hatte und die auch "dort" waren waren das freiwillig ( angegebene Gründe waren Abenteuerlust, im Ausland was erleben und hauptsächlich das dort zu erlangende zusätzliche Einkommen )

und damit bin ich aus dem Thema raus
Ist mich meine Absicht jemanden zu beleidigen.
Wenn du es so empfindest, kann ich nur sagen " dein Problem"
Die Soldaten sind nicht freiwillig im Einsatz. gefragt wirst du nur als Wehrpflichtiger. Alle Berufssoldaten haben da keine Wahl. Deshalb hat man die 1 Pz. Div. so aufgestellt. Kannst ja mal in mein Profil schauen.
MfG Marder
Ps. ich würde niemanden schicken wo ich nicht auch hingehen würde.l


Er wirft den Kopf zurück und spricht: "Wohin ich blicke, Lump und Wicht!" Doch in den Spiegel blickt er nicht.
Ein kluger Mann macht nicht alle Fehler selber. Er lässt auch anderen eine Chance.
Ein Kluger bemerkt alles - ein Dummer macht über alles eine Bemerkung.
Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit dem Radius Null - und das nennen sie ihren Standpunkt.

Wer Rechtschreibfehler findet kann sie behalten.
zuletzt bearbeitet 01.01.2015 16:52 | nach oben springen



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