#41

RE: Die Bundeswehr und gezielte Tötungen in Afghanistan

in Themen vom Tage 31.12.2014 06:34
von Harsberg | 3.247 Beiträge

Zitat
So aber legt irgendjemand fest der XYZ Abdullah ist eine potentielle Gefahr, der könnte gefährlich werden und dann fliegt eine Drohne zu einem X-beliebigen Haus wo der "Saukerl " vermutet wird, z.B mittels Handyortung, schießt Raketen ab und wenn man Glück hat dann ist die "potentielle Gefahr" beseitigt ohne neudeutsch "Kollateralschäden". Wenn man Pech hat dann hat es halt den Falschen erwischt oder auch völlig unbeteiligte sind tot. Das ist dann in jeder Rechtssprechung als vorsätzlicher Mord anzusehen.

Die Bundeswehr braucht für alle Aktionen ein vom Bundestag gedecktes Mandat, ohne Mandat geht gar nix...



Das ist vorausschauendes Handeln, nennt man Aufklärung und Überwachung, einschließlich abbildende Aufklärung und Überwachung aus der Luft sowie Auswertung.
Terroristen verstecken sich gerne im Schutz von Zivilisten, das ist aber trotz aller Möglichkeiten der Aufklärung nicht immer ersichtlich!

Die BW hat für ihren Einsatz in Afghanistan ein gültiges Mandat des BT!


Phantasie ist wichtiger denn Wissen, denn Wissen ist begrenzt!
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#42

RE: Die Bundeswehr und gezielte Tötungen in Afghanistan

in Themen vom Tage 31.12.2014 09:15
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Wenn ich jetzt über andere deutsche Soldaten eine Wertung abgeben würde hätte das ein gewisses Geschmäckle, bin selber mal rumgelaufen mit einer Waffe und einem Befehl diese gegen unbewaffnete Zivilisten einzusetzen, hab dazu auch nicht nein gesagt.


turtle hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 31.12.2014 09:16 | nach oben springen

#43

RE: Die Bundeswehr und gezielte Tötungen in Afghanistan

in Themen vom Tage 31.12.2014 09:23
von Georg | 1.004 Beiträge

Der Beruf eines Soldaten ist todernst. Das wissen alle und nehmen es auf sich.
Ich betone es nochmals und immer wieder: Terroristen sind Verbrecher ! Verbrecher gehören auf die Anklagebank, sie müssen einen Richter haben und meinetwegen auch einen Henker ! Ist dies alles der Soldat ? Ist das die Aufagabe des Soldaten ?
In militärischen Dingen - trotz 18 Monaten Küche, Kammer, Wache und Schachbrettmuster harken - fühle ich mich als Laie und darf mich wundern.
Durch Drohnen und Bomben ( aktuell aus das Heilmittel in Syrien ) ist doch wohl noch kein Terrorproblem gelöst worden. Im Gegenteil der Terror hat
in der ganzen Welt Zulauf. Der Widerstand, so sehe ich dies, gegen die westlichen Werte wächst. Warum ? Überzeugen diese Werte nicht ?
Vielleicht sollte man an den Kriegsschulen dieser Welt das Gesetz des Captain Murphy gründlicher lehren.

Von wievielen gezielten Tötungen, an denen die Bundeswehr und der BND beteiligt sein sollen, sprechen wir eigentlich ?


Einen Dummen anzuhören ist anstrengender, als einen Klugen zu widersprechen. ( W.Eckert )
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#44

RE: Die Bundeswehr und gezielte Tötungen in Afghanistan

in Themen vom Tage 31.12.2014 10:08
von DoreHolm | 7.688 Beiträge

Zitat von passport im Beitrag #35
Kenne noch den Spruch :

Deutschlands Sicherheit werde am Hindukusch verteidigt. Ergänze mal auch Europa.

Haben sich durch die Militärintervention der Nato die Sicherheit in Westeuropa erhöht ?

Ich erinnere nur an die Anschläge von Madrid und London. Oder die versuchten Kofferbombenanschläge in Deutschland.
Gott sei Dank studierten die Attentäter in Hamburg, nicht in Harvard (Satz stammt von V. Pispers).

Wer Da glaubt, dieser Krieg in Afghanistan wird geführt um Frieden und Demokratie zu bringen, der ist wirklich ziemlich naiv und blauäugig.
Auch der vorgeschobene Kampf gegen den Terrorismus ist nur eine Tatsachenverdrehung um den Krieg in Afghanistan zu rechtfertigen.

Ex-Bundespräsident H. Köhler hat schon die Wahrheit ausgesprochen :
„dass ein Land unserer Größe mit dieser Außenhandelsorientierung und damit auch Außenhandelsabhängigkeit auch wissen muss, dass im Zweifel, im Notfall auch militärischer Einsatz notwendig ist, um unsere Interessen zu wahren, zum Beispiel freie Handelswege, zum Beispiel ganze regionale Instabilitäten zu verhindern, die mit Sicherheit dann auch auf unsere Chancen zurückschlagen negativ durch Handel, Arbeitsplätze und Einkommen.“

Es gibt zwar kein Erdöl in Afghanistan aber wertvolle und seltene Bodenschätze wie zB. Lithium sowie Kupfer und Eisenerzvorkommen in einen Wert von ca. 700 Milliarden Dollar.
Strategisch ist Afghanistan ein Schlüssel für die Reichtümer Mittelasiens (Erdöl und Gas), den Erdölvorkommens am Kaspischen Meer für die gesamte Region.
Wer die Energiequellen dieser Regionen (Naher und mittlerer Osten sowie Zentralasien) besitzt oder beherrscht hat hat klare Vorteile bei der Energieversorgung in den kommenden Jahrzehnten. Das berührt besonders die vitalen und strategischen Interessen der USA.
passport


Rot: Und die Russlands mit seinen südlichen Anrainerstaaten, nicht zu vergessen. Ist sozusagen ein Pufferstaat. Für mich gibt es da in der strategischen Denkweise der USA gewisse Ähnlichkeiten mit der Ukraine. Lieber ein radikal-islamischer Staat Afghanistan als ein "Russenfreund", so wars doch, oder ? Lieber militante Nationalisten als neutral oder gar ein GUS-Staat.



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#45

RE: Die Bundeswehr und gezielte Tötungen in Afghanistan

in Themen vom Tage 31.12.2014 10:25
von eisenringtheo | 9.165 Beiträge

Zitat von DoreHolm im Beitrag #44
(...)
Rot: Und die Russlands mit seinen südlichen Anrainerstaaten, nicht zu vergessen. Ist sozusagen ein Pufferstaat. Für mich gibt es da in der strategischen Denkweise der USA gewisse Ähnlichkeiten mit der Ukraine. Lieber ein radikal-islamischer Staat Afghanistan als ein "Russenfreund", so wars doch, oder ? Lieber militante Nationalisten als neutral oder gar ein GUS-Staat.


Ich denke eher nein. Die Ukraine ist ein armer Staat ohne nennenswerte Bodenschätze und wird deshalb nur soviel Militärhilfe erhalten, damit man den russischen Bären nicht allzu stark verärgert: Denn dort kann man Geld machen.
http://deutsche-wirtschafts-nachrichten....t-russland-aus/
Theo


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#46

RE: Die Bundeswehr und gezielte Tötungen in Afghanistan

in Themen vom Tage 31.12.2014 10:37
von DoreHolm | 7.688 Beiträge

Zitat von eisenringtheo im Beitrag #45
Zitat von DoreHolm im Beitrag #44
(...)
Rot: Und die Russlands mit seinen südlichen Anrainerstaaten, nicht zu vergessen. Ist sozusagen ein Pufferstaat. Für mich gibt es da in der strategischen Denkweise der USA gewisse Ähnlichkeiten mit der Ukraine. Lieber ein radikal-islamischer Staat Afghanistan als ein "Russenfreund", so wars doch, oder ? Lieber militante Nationalisten als neutral oder gar ein GUS-Staat.


Ich denke eher nein. Die Ukraine ist ein armer Staat ohne nennenswerte Bodenschätze und wird deshalb nur soviel Militärhilfe erhalten, damit man den russischen Bären nicht allzu stark verärgert: Denn dort kann man Geld machen.
http://deutsche-wirtschafts-nachrichten....t-russland-aus/
Theo


Ich meinte auch nicht die vermeintlichen Bodenschätze, sondern die Rolle als Pufferstaat, die der USA nicht so recht genehm zu sein scheint.



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#47

RE: Die Bundeswehr und gezielte Tötungen in Afghanistan

in Themen vom Tage 31.12.2014 11:10
von eisenringtheo | 9.165 Beiträge

Zitat von DoreHolm im Beitrag #46
(...)

Ich meinte auch nicht die vermeintlichen Bodenschätze, sondern die Rolle als Pufferstaat, die der USA nicht so recht genehm zu sein scheint.

Ich weiss nicht. Als es so aussah, dass die Ukraine Richtung Russland schwenkt, hat die USA alles getan, um das zu boykottieren, möglicherweise sogar den Februarputsch gefördert. Und jetzt tut Russland alles, um die Westeinbindung zu stören. Persönlich habe ich den Eindruck, alle ausländischen Staaten wollen eine blockfreie Ukraine als Pufferstaat.
Theo


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#48

RE: Die Bundeswehr und gezielte Tötungen in Afghanistan

in Themen vom Tage 31.12.2014 11:39
von coff | 703 Beiträge

Zitat von eisenringtheo im Beitrag #45

Ich denke eher nein. Die Ukraine ist ein armer Staat ohne nennenswerte Bodenschätze und wird deshalb nur soviel Militärhilfe erhalten, damit man den russischen Bären nicht allzu stark verärgert: Denn dort kann man Geld machen.
http://deutsche-wirtschafts-nachrichten....t-russland-aus/
Theo


Das ist sicher eine Ansichtssache. Diese Einschätzung kann ich so nicht teilen.

http://www.schatzwert.de/rohstoffe/boden...ze-ukraine.html

Kohle, Erdgas, Schiefergas, Mangan, Uran, Gold...


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#49

RE: Die Bundeswehr und gezielte Tötungen in Afghanistan

in Themen vom Tage 31.12.2014 11:42
von damals wars | 12.134 Beiträge

Nach den Erfahrungen im zweiten Weltkrieg wollten die überfallenen neutralen Staaten in die NATO,
schon nachvollziehbar, die Neutralen werden zuerst verspeist.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#50

RE: Die Bundeswehr und gezielte Tötungen in Afghanistan

in Themen vom Tage 31.12.2014 12:43
von Gelöschtes Mitglied
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Hallo Georg!

Zitat von Georg im Beitrag #1
http://www.tagesschau.de/inland/afghanistan-263.html
"Die Bundeswehr hat laut einem Pressebericht eine weitaus größere Rolle bei gezielten Tötungen in Afghanistan gespielt als bislang bekannt. Der deutsche Generalmajor Markus Kneip habe 2011 als Kommandeur in Afghanistan persönlich "Personenziele" ausgewählt, berichtete die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf geheime Dokumente der Bundeswehr. "
Ein solches Vorgehen halte ich für völlig falsch. Das wars doch nicht, womit der Einsatz in Afghanistan gerechtfertigt wurde.

Ein Soldat seiner "Befehlshöhe" ist seit 1949 hierzulande ein reiner politischer Befehlsempfänger und hat diese politischen Befehle aus zu führen.
Da wird nicht nach Sinn und/oder Unsinn nachgefragt. Bis 1945 war das natürlich absolut verwerflich, aber danach und bis heute ist es eine "heroische, demokratische Tat" ...
Jeder Krieg ist "gezieltes Töten"!

Und wir haben mittlerweile weit über 100 deutsche Soldaten gegen Ölinteressen und zur Unterstürzung der politischen Erpressung der Welt durch die USA, geopfert!
Ich freue mich auf den Tag der Anklage gegen diese Verbrecher im Politikeramt!
Und ich bedauere JEDEN deutschen Soldaten der sein Leben dadurch verlor.
UND! ich beschwöhre jeden Soldaten, sich dieser verbrecherischen Politik zu verweigern!
KEINER muß (lt. GG) in diese verbrecherischen Kriege ziehen!

Schöne Grüße und einen guten Rusch,
Eckhard
Edit: Duden


DoreHolm hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 31.12.2014 13:22 | nach oben springen

#51

RE: Die Bundeswehr und gezielte Tötungen in Afghanistan

in Themen vom Tage 31.12.2014 13:21
von Gelöschtes Mitglied
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Hallo DoreHolm!
Hallo Passport!

Zitat von DoreHolm im Beitrag #44
Zitat von passport im Beitrag #35
Kenne noch den Spruch :
Deutschlands Sicherheit werde am Hindukusch verteidigt. Ergänze mal auch Europa.... Das berührt besonders die vitalen und strategischen Interessen der USA. [/rot]
passport

Rot: Und die Russlands mit seinen südlichen Anrainerstaaten, nicht zu vergessen. Ist sozusagen ein Pufferstaat. Für mich gibt es da in der strategischen Denkweise der USA gewisse Ähnlichkeiten mit der Ukraine. Lieber ein radikal-islamischer Staat Afghanistan als ein "Russenfreund", so wars doch, oder ? Lieber militante Nationalisten als neutral oder gar ein GUS-Staat.


VOR 1945 wäre das als "Vorbereitung zu einem Angriffskrieg" gewertet worden. Und die Leute hätten den Spruch gehört: "Death by hanging" ...

Heute ist es eine "gute, demokratische Tadition" ...
Und vielleicht kannst Du Dich noch an Noske erinnern.
Er war ein Schweinehund, aber er war der Scheinehund des Herrn Ebert und Co.

Einen guten Rutsch,
Eckhard


DoreHolm hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 31.12.2014 22:45 | nach oben springen

#52

RE: Die Bundeswehr und gezielte Tötungen in Afghanistan

in Themen vom Tage 31.12.2014 16:41
von FRITZE (gelöscht)
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Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #42
Wenn ich jetzt über andere deutsche Soldaten eine Wertung abgeben würde hätte das ein gewisses Geschmäckle, bin selber mal rumgelaufen mit einer Waffe und einem Befehl diese gegen unbewaffnete Zivilisten einzusetzen, hab dazu auch nicht nein gesagt.


Und in welchem ausländischem Staat hast Du das Feuer auf Hochzeitsgesellschaften eröffnet !?

Äpfel und Birnen zu vergleichen ist ja noch möglich ,ist beides Obst ! Aber zwischen Korinthen und Kokosnüssen bestehen doch gewaltige Unterschiede !


passport hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#53

RE: Die Bundeswehr und gezielte Tötungen in Afghanistan

in Themen vom Tage 31.12.2014 16:51
von Freienhagener | 3.856 Beiträge

Richtig. Das kann man nicht vergleichen, denn auf unbewaffnete Landsleute zu schießen ist schlimmer..........

Wer das entsprechende Grenzregime immer wieder zu rechtfertigen versucht, sollte beim Thema "gezielte Tötung" besser schweigen.


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)
zuletzt bearbeitet 31.12.2014 16:54 | nach oben springen

#54

RE: Die Bundeswehr und gezielte Tötungen in Afghanistan

in Themen vom Tage 31.12.2014 16:55
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Freienhagener im Beitrag #53
Richtig. Das kann man nicht vergleichen, denn in Friedenszeiten absichtlich auf unbewaffnete Landsleute zu schießen ist schlimmer..........

als im Einsatz unter Kriegsbedingungen Fehlentscheidungen zu treffen


Freienhagener hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#55

RE: Die Bundeswehr und gezielte Tötungen in Afghanistan

in Themen vom Tage 31.12.2014 22:54
von Gelöschtes Mitglied
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Hallo Sicherheitsrisiko!

Zitat von Sicherheitsrisiko im Beitrag #54
Zitat von Freienhagener im Beitrag #53
Richtig. Das kann man nicht vergleichen, denn in Friedenszeiten absichtlich auf unbewaffnete Landsleute zu schießen ist schlimmer..........

als im Einsatz unter Kriegsbedingungen Fehlentscheidungen zu treffen


Wie ich es mit dem Schießen gehandhabt hätte, kennst Du sicher aus meinen Posts. Und meiner Vorstellung.
Aber mal grundsätzlich. KEINER unserer Soldaten hat etwas in Afghanistan zu suchen.
Keiner unserer Soldaten darf über das Leben anderer Menschen entscheiden, die uns nicht in der BRD bedrohen.
Und keiner unserer Soldaten darf im Auftrage fremder Mächte (es gibt Gesetze dafür!) handeln. Und ich erwähnte es schon mal.
Hier geht es scheinbar nur darum die Schiffe zu verbrennen!
Damit wir nicht mehr zurück können und somit ist es eine politische Vergewaltigung der Deutschen Menschen !

(Zur Erklärung: Die Konquistadoren ließen ihre eigenen Schiffe verbrennen, dami die Gefolgsleute nicht mehr zurück konnten und ihnen so auf Gedei und Verderb folgen mußten!)

Ein gutes, gesundes und auch erfolgreiches Jahr aus der alten Hansestadt,
Eckhard


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#56

RE: Die Bundeswehr und gezielte Tötungen in Afghanistan

in Themen vom Tage 01.01.2015 08:12
von Georg | 1.004 Beiträge

Zitat von schulzi im Beitrag #13
Mal ne Frage was soll der Schwachsinn ,die meisten von uns haben gedient und es steht fest das geziete Schuß der beste ist um seinen Ar.... zu retten. Zu Oberst Klein es war für ihn eine Moment entscheidung für mich richtig den wie groß wär das Geschrei gewesen wen 70-80 Soldaten der BW den Ar... hochgerissen hätten



Hallo schulzi !

Mit der Momententscheidung habe ich meine Zweifel:

http://de.wikipedia.org/wiki/Luftangriff_bei_Kunduz


Pkt 2 - Verlauf;
"
Zwei F-15E beim Abwurf von JDAM über Afghanistan 2009

Am 3. September 2009 um 15:30 Uhr Ortszeit wurden je ein mit Benzin und ein mit Diesel beladener ziviler Tanklaster nach einer Reifenpanne auf einer Fernstraße bei Aliabad etwa acht Kilometer vom Bundeswehr-Camp bei Kunduz entfernt durch Taliban entführt. Dabei wurde einer der beiden Fahrer getötet, der andere überlebte Gefangenschaft und Luftangriff. Die Laster entfernten sich zunächst auf der Straße aus der Gegend des deutschen Lagers. Beim Versuch den Kunduz zu überqueren, etwa 7 Kilometer[5] Luftlinie vom Feldlager des PRT Kunduz entfernt, blieben diese in einer Furt manövrierunfähig liegen.[6][7]

Daraufhin forderten die Entführer über Mobiltelefone bei weiteren Taliban aus der Umgebung Unterstützung zur Befreiung der geraubten Fahrzeuge an.[5]

Der Gouverneur von Kundus, Mohammad Omer, informierte gegen 19:15 Uhr seinen Polizeichef über die entführten Tanklaster. Kurz darauf gab die afghanische Polizei die Informationen an den Kontaktbeamten der EU-Polizeimission im Bundeswehr-Feldlager Kunduz weiter. Die Nachrichten beinhalteten, dass die Tanklaster aus dem Bereich des PRT Kunduz heraus in den Distrikt Chahar Darah verbracht werden sollten, wozu sie den Kunduz-Fluss hätten überqueren müssen. Nach Meldung von AP[8] und Angaben im Feldjäger-Bericht (s. u.) soll daraufhin das PRT KDZ die entführten Tanker mit Drohnen, über welche die Bundeswehr dort seit einigen Wochen verfügte,[9] bis zum Kunduz-Fluss verfolgt und „67 Taliban-Kämpfer gezählt“ haben. Inzwischen forderten andere Talibankämpfer in einer Moschee dazu auf, ihnen zu helfen. Aus 16 Dörfern machten sich Bewohner in Fahrzeugen oder zu Fuß auf den Weg zur Sandbank. Der Kommandeur des PRT, Oberst Georg Klein, wurde gegen 20:30 Uhr[10] (nach anderen Quellen erst um 21:12 Uhr[1][11]) über die Vorgänge informiert. Er ließ die Drohnenüberwachung wegen Arbeitszeitbegrenzung beenden[12] und forderte stattdessen einen US-Bomber vom Typ B-1B an, der, mit Sniper-ATP-Aufklärungsgerät ausgerüstet, zu dieser Zeit durch die Task Force 47 (TF47) der Bundeswehr zur Aufklärung eines Überfalls auf ihre Truppen 60 km vom Bundeswehrlager entfernt eingesetzt war. Wegen falscher Koordinatenangaben fand das Flugzeug die beiden Fahrzeuge erst gegen 0:15 Uhr und übertrug dann seine Aufnahmen live an den Kommandostand der TF47. Dort stand der Nachrichtenoffizier der TF47 über eine Kette weiterer Personen indirekt mit einem afghanischen Informanten in Verbindung, der ohne eigenen Sichtkontakt per Mobiltelefon über die Lage um die Tanklaster berichtete. Oberst Klein wurde wieder in den Kommandostand gerufen. Für ihn führte ein Fliegerleitoffizier (Forward Air Controller, FAC) den Funkverkehr. Oberst Klein war entgegen ersten Presseberichten[13] nicht Kommandeur der TF47, sondern war als Kommandeur des Wiederaufbauteams (PRT) Kunduz regelmäßig auf die Zusammenarbeit mit ihr angewiesen. Die TF47 bestand etwa zur einen Hälfte aus KSK-Soldaten, zur anderen Hälfte aus Fernaufklärern, und unterstand dem deutschen Kommando Führung Spezielle Operationen und dem ISAF-Hauptquartier Spezialkräfte.[14] Das Flugzeug musste mangels Treibstoffs zurück zu seiner Einheit.

Inzwischen hatten die Funkaufklärung der Bundeswehr und des BND und Angaben des Informanten ergeben, dass sich auch die Talibankommandeure Mullah Siah, Mullah Nasruddin, Mullah Abdul Rahman und Maulawi Naim, die damals den Hauptteil der Aufständischen im Aliabad-Distrikt führten, bei den Tanklastern befanden. Der Fliegerleitoffizier fragte um 00:49 Uhr erneut bei der NATO-Luftzentrale in Kabul nach Luftunterstützung und meldete auf Nachfrage, es bestehe Feindkontakt (troops in contact, TIC), obwohl sich laut verschiedener später vorgelegter Berichte keine NATO-Soldaten oder afghanischen Kräfte in unmittelbarer Nähe der beiden Tankfahrzeuge befanden. Zwei F-15E-Kampfflugzeuge trafen daraufhin gegen 01:08 Uhr über dem Einsatzgebiet ein. Sie lieferten den Deutschen erneut Live-Bilder vom Einsatzort. Obwohl über das Schicksal des zweiten Lastwagenfahrers keine Informationen vorlagen, wurde den Piloten (Funk-Rufnamen Dude 15 und Dude 16) versichert, es gebe keine eigenen Kräfte (friendly forces) in der Nähe der Tankwagen. Als eines der Besatzungsmitglieder die Deutschen um weitere Aufklärung der Lage bat, lehnte dies der Fliegerleitoffizier ab und gab den Befehl seines Vorgesetzten Klein zum Abwurf von Bomben durch. Dude 15 schlug vor, eine höhere Autorität in die Entscheidung einzubinden, „damit wir beide gedeckt sind“. Der Fliegerleitoffizier lehnte ab, die Freigabe komme vom Kommandeur des deutschen Wiederaufbau-Teams, „der neben mir sitzt“. Das fünfmalige Angebot der Besatzungsmitglieder, die Personen an den Tanklastern vor der Bombardierung durch einen Tiefflug zu vertreiben („show of force“), wurde von den Deutschen ebenfalls abgelehnt.[15] Auf die Frage eines Besatzungsmitgliedes „Wollen Sie die Fahrzeuge oder die Leute treffen?“ antwortete der Fliegerleitoffizier: „Wir wollen versuchen, die Leute zu treffen“, die Bomben sollten daher zwischen die Tanklastwagen, wo sich viele Personen aufhielten, platziert werden. Auf die Frage eines Besatzungsmitgliedes, ob die Personen um die Tankfahrzeuge eine unmittelbare Bedrohung (imminent threat) darstellten, wurde das – eine umstrittene Aussage – bestätigt. Damit war die Bombardierung nach den ISAF-Regeln für die Bomberbesatzung formal legitimiert.[1]

Der Fliegerleitoffizier Red Baron forderte den Einsatz von sechs Bomben. Dem widersprachen die Besatzungsmitglieder, die einen Abwurf von zwei Bomben als ausreichend ansahen.[15][16] Letztendlich warfen die beiden Besatzungsmitglieder am 4. September 2009, 01:49 Uhr Ortszeit zwei Bomben des Typs GBU-38 ab, machten im Rahmen des Battle Damage Assessment bis 02.28 Uhr Überflüge über dem Gebiet, meldeten 56 Tote und 11 bis 14 Überlebende, die nach Nordost flohen, und drehten in Richtung auf ihre Einsatzbasis ab. Das PRT Kunduz informierte das Regionalkommando Nord erst um 3:13 Uhr über den Vorfall, wobei 54 Aufständische getötet worden seien und vierzehn hätten fliehen können. Es habe unter den Zivilisten keine Verluste gegeben. Mullah Abdul Rahman und ein weiterer Taliban-Kommandeur sollen überlebt haben. "

Das Drama dauerte vom 3.9.2009 15.30 Uhr bis 4.9.2009 01.49 Uhr.
Die Tanklaster hatten sich vom Bundeswehrcamp entfernt und sind steckengeblieben. Bis zur Bombardierung haben die sich nicht bewegt. Ich hab nicht gelesen, daß von den Taliban in diesem Zeitraum versucht wurde, die LKW zu bergen. Technik, Pferde oder anders.....
7 km entfernt vom Camp. Ich kenne die pioniertechnische Sicherung nicht. Ich kenne die waffentechnischen Abwehrmöglichkeiten nicht. Aber ich erkenne auch kein unmittelbaren Angriff - trotzdem sollten die Leute getroffen werden.

Also meine Frage: Was hat Oberst Klein richtig gemacht ?


Einen Dummen anzuhören ist anstrengender, als einen Klugen zu widersprechen. ( W.Eckert )
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#57

RE: Die Bundeswehr und gezielte Tötungen in Afghanistan

in Themen vom Tage 01.01.2015 09:31
von Marder | 1.413 Beiträge

Herrr Oberst ( General) Klein hat unter den ihm bekannten Bedingungen alles richtig gemacht,
Allerdings hat dies nichts mit gezielten Tötungen im Thread Titel zu tuen.
Vielleicht sollte man auch nicht von gezielten Tötungen im Sinne der Aufgaben der BW reden. Da wäre es besser von gezielter Festsetzung oder Vernichtung der Zielperson zu sprechen. Der Exitus der Person ist dabei eine Option.
Mit freundlichen Grüßen Marder


Er wirft den Kopf zurück und spricht: "Wohin ich blicke, Lump und Wicht!" Doch in den Spiegel blickt er nicht.
Ein kluger Mann macht nicht alle Fehler selber. Er lässt auch anderen eine Chance.
Ein Kluger bemerkt alles - ein Dummer macht über alles eine Bemerkung.
Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit dem Radius Null - und das nennen sie ihren Standpunkt.

Wer Rechtschreibfehler findet kann sie behalten.
Harsberg und exgakl haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 01.01.2015 09:48 | nach oben springen

#58

RE: Die Bundeswehr und gezielte Tötungen in Afghanistan

in Themen vom Tage 01.01.2015 09:59
von damals wars | 12.134 Beiträge

Zitat von Marder im Beitrag #57
Herrr Oberst ( General) Klein hat unter den ihm bekannten Bedingungen alles richtig gemacht,
Allerdings hat dies nichts mit gezielten Tötungen im Thread Titel zu tuen.
Vielleicht sollte man auch nicht von gezielten Tötungen im Sinne der Aufgaben der BW reden. Da wäre es besser von gezielter Festsetzung oder Vernichtung der Zielperson zu sprechen. Der Exitus der Person ist dabei eine Option.
Mit freundlichen Grüßen Marder

An Zynismus kaum zu überbieten, auch Dir sei das hier schon besprochene Buch "Soldaten, Protokolle vom Kämpfen, Töten und Sterben, von Neitzel Welzer empfohlen.
Von wegen Brunnen bohren und Mädchenschulen errichten!


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#59

RE: Die Bundeswehr und gezielte Tötungen in Afghanistan

in Themen vom Tage 01.01.2015 10:01
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von FRITZE im Beitrag #52
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #42
Wenn ich jetzt über andere deutsche Soldaten eine Wertung abgeben würde hätte das ein gewisses Geschmäckle, bin selber mal rumgelaufen mit einer Waffe und einem Befehl diese gegen unbewaffnete Zivilisten einzusetzen, hab dazu auch nicht nein gesagt.


Und in welchem ausländischem Staat hast Du das Feuer auf Hochzeitsgesellschaften eröffnet !?

Äpfel und Birnen zu vergleichen ist ja noch möglich ,ist beides Obst ! Aber zwischen Korinthen und Kokosnüssen bestehen doch gewaltige Unterschiede !


Ja, die Birnen, Äpfel und Korinthen.
Ich bleib trotzdem dabei das wir uns nun nicht als moralische Instanzen aufplustern müssen, wir haben auch unsere Geige im Konzert der Mächte mitgespielt, war natürlich nur alles für den Frieden und total ok.
Zu der Zeit wo ich meinen Geige bekam sicherten unsere Moskauer Oberfehlshaber auch gerade in Afghanistan den Frieden und zimperlich waren die dabei wohl auch nicht gerade.
Nö du, ich lass das mal lieber mit dem entsetzen pazifistischen Aufschrei.
Ach so, die armen Hochzeitsgesellschaften, da unten schießen aber auch welche Kindern in den Kopf die nur zur Schule gehen wollen und denen sollte schon etwas Feuer unterm Hintern gemacht werden.


Freienhagener hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 01.01.2015 10:24 | nach oben springen

#60

RE: Die Bundeswehr und gezielte Tötungen in Afghanistan

in Themen vom Tage 01.01.2015 10:12
von Marder | 1.413 Beiträge

Zitat von damals wars im Beitrag #58
Zitat von Marder im Beitrag #57
Herrr Oberst ( General) Klein hat unter den ihm bekannten Bedingungen alles richtig gemacht,
Allerdings hat dies nichts mit gezielten Tötungen im Thread Titel zu tuen.
Vielleicht sollte man auch nicht von gezielten Tötungen im Sinne der Aufgaben der BW reden. Da wäre es besser von gezielter Festsetzung oder Vernichtung der Zielperson zu sprechen. Der Exitus der Person ist dabei eine Option.
Mit freundlichen Grüßen Marder

An Zynismus kaum zu überbieten, auch Dir sei das hier schon besprochene Buch "Soldaten, Protokolle vom Kämpfen, Töten und Sterben, von Neitzel Welzer empfohlen.
Von wegen Brunnen bohren und Mädchenschulen errichten!

Da ich zwei Aussagen getroffen habe, möchte ich dich bitten schon zu sagen welche der beiden an Zynismus nicht zu überbieten ist zu nennen.
Mit freundlichen Grüßen Marder
Ps. Normalerweise sind doch deine Sprüche gefüllt von Zynismus, besonders wenn es um deine Mutter oder ( Mutti) Angela geht? oder??


Er wirft den Kopf zurück und spricht: "Wohin ich blicke, Lump und Wicht!" Doch in den Spiegel blickt er nicht.
Ein kluger Mann macht nicht alle Fehler selber. Er lässt auch anderen eine Chance.
Ein Kluger bemerkt alles - ein Dummer macht über alles eine Bemerkung.
Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit dem Radius Null - und das nennen sie ihren Standpunkt.

Wer Rechtschreibfehler findet kann sie behalten.
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