#21

RE: Die Bundeswehr und gezielte Tötungen in Afghanistan

in Themen vom Tage 30.12.2014 17:41
von Gelöschtes Mitglied
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Jedenfalls bekommen die BW Angehörigen wesentlich mehr Geld als ein gut bezahlter Facharbeiter verdienen kann. Wenns dann mal geknallt hat geht das Gejammer los. Und das Risiko ist in anderen Berufen auch nicht ohne. Möchte nicht wissen, wie viele LKW Fahrer jedes Jahr tödlich verunglücken oder zum Invaliden werden.

Der Hesselfuchs


eisenringtheo und schulzi haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#22

RE: Die Bundeswehr und gezielte Tötungen in Afghanistan

in Themen vom Tage 30.12.2014 17:44
von Freienhagener | 3.851 Beiträge

Das offizielle Entsetzen über ganz vereinzelt Gefallene ist in einem Krieg entweder geheuchelt oder reflektiert tatsächlich die von mir erwähnte Haltung, den Kriegseinsatz mit hoher Wahrscheinlichkeit ganz "geplant" und unbeschaded überstehen zu können.


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)
zuletzt bearbeitet 30.12.2014 17:45 | nach oben springen

#23

RE: Die Bundeswehr und gezielte Tötungen in Afghanistan

in Themen vom Tage 30.12.2014 17:45
von damals wars | 12.113 Beiträge

Ich hatte ja schon vor einiger Zeit geschrieben, das die KSK dort nicht zufällig ist.
Gezielte Tötungen gleich Vorsatz plus niedrige Motive gleich Mord.
Sage niemand, er wäre jetzt überrascht.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#24

RE: Die Bundeswehr und gezielte Tötungen in Afghanistan

in Themen vom Tage 30.12.2014 17:51
von RudiEK89 | 1.949 Beiträge

Zitat von damals wars im Beitrag #23
Ich hatte ja schon vor einiger Zeit geschrieben, das die KSK dort nicht zufällig ist.
Gezielte Tötungen gleich Vorsatz plus niedrige Motive gleich Mord.
Sage niemand, er wäre jetzt überrascht.

Ich würde da schon einen Unterschied zwischen KSK und den Soldaten der BW machen.


März 1986 - Herbst 1986 Uffz. Schule Perleberg, GAR5. Glöwen
Herbst 1986 - Februar 1989 GR Heiligenstadt I. GB Klettenberg, 3. GK Silkerode
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#25

RE: Die Bundeswehr und gezielte Tötungen in Afghanistan

in Themen vom Tage 30.12.2014 18:18
von Pit 59 | 10.123 Beiträge

Alle die gegen die Bundeswehr und Ihren Auftrag in Afghanistan sind, können ja mal als "Beobachter" mit kommen und aufpassen dass alles Rechtstaatlich und im Sinne der Taliban verläuft.


DoreHolm und Harsberg haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#26

RE: Die Bundeswehr und gezielte Tötungen in Afghanistan

in Themen vom Tage 30.12.2014 18:21
von Freienhagener | 3.851 Beiträge

Zitat von Pit 59 im Beitrag #25
Alle die gegen die Bundeswehr und Ihren Auftrag in Afghanistan sind, können ja mal als "Beobachter" mit kommen und aufpassen dass alles Rechtstaatlich und im Sinne der Taliban verläuft.


Das ist die Kehrseite und die könnte dafür sorgen, daß alles umsonst war.
Die beginnende Ausbildungsoffensive wird da nicht viel bringen, wie man anderswo (Irak) sieht.


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)
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#27

RE: Die Bundeswehr und gezielte Tötungen in Afghanistan

in Themen vom Tage 30.12.2014 18:43
von glasi | 2.815 Beiträge

Zitat von Georg im Beitrag #1
http://www.tagesschau.de/inland/afghanistan-263.html

"Die Bundeswehr hat laut einem Pressebericht eine weitaus größere Rolle bei gezielten Tötungen in Afghanistan gespielt als bislang bekannt. Der deutsche Generalmajor Markus Kneip habe 2011 als Kommandeur in Afghanistan persönlich "Personenziele" ausgewählt, berichtete die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf geheime Dokumente der Bundeswehr. "

Ein solches Vorgehen halte ich für völlig falsch. Das wars doch nicht, womit der Einsatz in Afghanistan gerechtfertigt wurde.

So. Jetzt muß wieder die Bw herhalten. Hat verdammt lange gedauert.



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#28

RE: Die Bundeswehr und gezielte Tötungen in Afghanistan

in Themen vom Tage 30.12.2014 19:21
von Georg | 1.003 Beiträge

Zitat von glasi im Beitrag #27
Zitat von Georg im Beitrag #1
http://www.tagesschau.de/inland/afghanistan-263.html

"Die Bundeswehr hat laut einem Pressebericht eine weitaus größere Rolle bei gezielten Tötungen in Afghanistan gespielt als bislang bekannt. Der deutsche Generalmajor Markus Kneip habe 2011 als Kommandeur in Afghanistan persönlich "Personenziele" ausgewählt, berichtete die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf geheime Dokumente der Bundeswehr. "

Ein solches Vorgehen halte ich für völlig falsch. Das wars doch nicht, womit der Einsatz in Afghanistan gerechtfertigt wurde.

So. Jetzt muß wieder die Bw herhalten. Hat verdammt lange gedauert.



Wer hats denn versaut, dass es jetzt erst rauskommt? Vielleicht wärens weniger Opfer auf beiden Seiten.


Einen Dummen anzuhören ist anstrengender, als einen Klugen zu widersprechen. ( W.Eckert )
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#29

RE: Die Bundeswehr und gezielte Tötungen in Afghanistan

in Themen vom Tage 30.12.2014 19:36
von coff | 700 Beiträge

Zitat von Pit 59 im Beitrag #25
Alle die gegen die Bundeswehr und Ihren Auftrag in Afghanistan sind, können ja mal als "Beobachter" mit kommen und aufpassen dass alles Rechtstaatlich und im Sinne der Taliban verläuft.


Im Schulunterricht würde jetzt unter dieser Ausführung stehen

Thema verfehlt


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#30

RE: Die Bundeswehr und gezielte Tötungen in Afghanistan

in Themen vom Tage 30.12.2014 20:45
von Ari@D187 | 1.989 Beiträge

Zitat von Freienhagener im Beitrag #15
[...]Gerade deswegen waren "Kollateralschäden" früher größer (Stichwort Flächenbombardierung ganzer Städte ab dem 2. WK).
Früher wurden die betreffenden Befehlshaber dafür sogar mit Denkmälern geehrt.

Nicht nur die Befehlshaber: In 2012 war dann das Bomber Command "überfällig".
http://www.historyinanhour.com/2012/06/3...morial-summary/

Ari


Scheint es auch Wahnsinn, so hat es doch Methode...
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#31

RE: Die Bundeswehr und gezielte Tötungen in Afghanistan

in Themen vom Tage 30.12.2014 21:01
von DoreHolm | 7.676 Beiträge

Zitat von coff im Beitrag #7
Zitat von DoreHolm im Beitrag #5
[quote=Harsberg|p428617]Moin,

die Aufgabe eines jeden Kommandeurs im Kampf ist es , das Leben seiner Männer zu schützen.
Wenn es dazu notwendig werden sollte, Gegner gezielt zu eliminieren, um einem Angriff zuvor zu kommen, halte ich das für richtig.
Gerade in Afghanistan waren ja Hinterhalte oder Selbstmordattentate an der Tagesordnung, nicht nur gegen die kämpfende Truppe, sondern auch gegen die Zivilbevölkerung.
Wenn durch gezielte Tötungen Leben gerettet werden konnte, halte ich das für gerechtfertigt![
/quote]

Rot: Es herrscht dort unten ein Krieg, ganz unbestritten, aber mit asymetrischer Kampfführung. So weit gehe ich mit, daß hier die Menschenrechte, wie wir sie im (noch) friedlichen Deutschland gewohnt sind, dort unten bei dieser Art Gegner nicht einhaltbar sind, ohne massiv die eigenen Kräfte und Teile der Zivilbevölkerung zu gefährden.
Das was ich nicht in Ordnung finde ist, daß Seitens der Regierung herumgeeiert wird, diese Tatsachen ungeschminkt öffentlich anzusprechen. Was hat man sich gedreht und gewunden, als Köhler die Tatsachen beim Namen nannte, nämlich den Begriff "Krieg" und auch einen der Hauptgründe deutschen Engagements (wirtschaftlich). Den gewaltentwöhnten Wählern und potentiellen Koalitionspartnern kann man sowas, ohne eigene bittere Erfahrungen für diese, kaum vermitteln. Wie würden diese konsequenten Pazifisten reagieren, wenn sie das Resultat dieses Massakers der Taliban in einer Schule unmittelbar erlebt hätten oder, nicht auszudenken, aber auch nicht unmöglich, sowas an einer deutschen Schule geschehe ? Mit der Tötung von Kindern rauben diese Fanatiker den Andersgläubigen (oder Ungläubigen) ihre Zukunft. Breivik hat das schon praktiziert, indem er sich sozialdemokratische Jugendliche ausgesucht hat. Bei diesen Leuten gäbe es bei mir nicht mal Standgericht, diese würden sofort unschädlich gemacht.
Will´s nicht weiter ausbreiten, da ich Ähnliches schon mal kürzlich in einem anderen Thread darlegte.



Ja wer hat sie denn erschaffen diese Taliban...

Die ich rief die Geister, werd ich nun nicht los...


Rot: Die Amis scheinen nichts daraus gelernt zu haben. Die Hauptsache, es geht erst mal gegen den Warschauer Pakt bzw. die Russen.
Was haben sie denn im Irak, in Syrien und anderswo erreicht ? Die Gegner von Morgen (inzwischen heute, siehe IS) gezeugt !



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#32

RE: Die Bundeswehr und gezielte Tötungen in Afghanistan

in Themen vom Tage 30.12.2014 21:04
von DoreHolm | 7.676 Beiträge

Zitat von Harsberg im Beitrag #9

Zitat

in welchem Unterpunkt ist vorsätzlicher Mord enthalten

und durch welches Mandat des Bundestages ist das gedeckt ???




Im Kampf gibt es keinen vorsätzlichen Mord, sondern nur den Gedanken des eigenen Überlebens!
Und dazu brauche ich kein Mandat!



Rot: Außer, wenn ein Exempel zur Abschreckung an Unbeteiligten statuiert wird. Das ist und bleibt Mord und das ist typisch für die Radikalsten unter den Islamisten, wie eben der IS und einiger Anderer.



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#33

RE: Die Bundeswehr und gezielte Tötungen in Afghanistan

in Themen vom Tage 30.12.2014 21:10
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Pit 59 im Beitrag #25
Alle die gegen die Bundeswehr und Ihren Auftrag in Afghanistan sind, können ja mal als "Beobachter" mit kommen und aufpassen dass alles Rechtstaatlich und im Sinne der Taliban verläuft.


Weder "wir" als "Beobachter" noch die Bundeswehr haben dort etwas verloren.


Batrachos hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#34

RE: Die Bundeswehr und gezielte Tötungen in Afghanistan

in Themen vom Tage 30.12.2014 21:19
von DoreHolm | 7.676 Beiträge

Zitat von passport im Beitrag #10
Zitat von Harsberg im Beitrag #9

Zitat

in welchem Unterpunkt ist vorsätzlicher Mord enthalten

und durch welches Mandat des Bundestages ist das gedeckt ???




Im Kampf gibt es keinen vorsätzlichen Mord, sondern nur den Gedanken des eigenen Überlebens!
Und dazu brauche ich kein Mandat!



Na, das ist doch eine Begründung !

Ich überfalle ein Land, metzle alles nieder was sich dort bewegt ! Und das Begründe ich damit das sich der Überfallene gewehrt und zurück geschossen hat.
Klasse, so kann man jede Agression verteidigen

passport



Rot: Ich betrachte das nicht als Aggression im Sinne des Wortes, auch wenn keine offizielle Legitimation durch die UNO vorliegd. Die Kräfte wurden gerufen, wenn auch nicht von allen Afghanen. Verdammt, die Menschheit hat inzwischen nicht nur dafür Sorge zu tragen, daß es auf dem eigenen Erdteil friedlich zugeht und ein menschliches Miteinander im Zusammenleben die Regel ist. Inzwischen ist die Menschheit auch dafür verantwortlich, daß weltweit z.B. keine Lehrer oder selbsbewußten Frauen oder Andersgläubige umgebracht werden, nur weil es Gehirne mit dem Stand des europäischen frühen Mittelalters als richtig empfinden. Das hat nichts damit zu tun, dort unser westliches Demokratieverständnis etabliert werden soll, was ich auch ablehne. Das hat einfach damit zu tun, daß bestimmte Grundregeln des Zusammenlebens für das Funktionieren einer Gesellschaft weltweit gelten.



eisenringtheo und Marder haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#35

RE: Die Bundeswehr und gezielte Tötungen in Afghanistan

in Themen vom Tage 30.12.2014 23:55
von passport | 2.626 Beiträge

Kenne noch den Spruch :

Deutschlands Sicherheit werde am Hindukusch verteidigt. Ergänze mal auch Europa.

Haben sich durch die Militärintervention der Nato die Sicherheit in Westeuropa erhöht ?

Ich erinnere nur an die Anschläge von Madrid und London. Oder die versuchten Kofferbombenanschläge in Deutschland.
Gott sei Dank studierten die Attentäter in Hamburg, nicht in Harvard (Satz stammt von V. Pispers).

Wer Da glaubt, dieser Krieg in Afghanistan wird geführt um Frieden und Demokratie zu bringen, der ist wirklich ziemlich naiv und blauäugig.
Auch der vorgeschobene Kampf gegen den Terrorismus ist nur eine Tatsachenverdrehung um den Krieg in Afghanistan zu rechtfertigen.

Ex-Bundespräsident H. Köhler hat schon die Wahrheit ausgesprochen :
„dass ein Land unserer Größe mit dieser Außenhandelsorientierung und damit auch Außenhandelsabhängigkeit auch wissen muss, dass im Zweifel, im Notfall auch militärischer Einsatz notwendig ist, um unsere Interessen zu wahren, zum Beispiel freie Handelswege, zum Beispiel ganze regionale Instabilitäten zu verhindern, die mit Sicherheit dann auch auf unsere Chancen zurückschlagen negativ durch Handel, Arbeitsplätze und Einkommen.“

Es gibt zwar kein Erdöl in Afghanistan aber wertvolle und seltene Bodenschätze wie zB. Lithium sowie Kupfer und Eisenerzvorkommen in einen Wert von ca. 700 Milliarden Dollar.
Strategisch ist Afghanistan ein Schlüssel für die Reichtümer Mittelasiens (Erdöl und Gas), den Erdölvorkommens am Kaspischen Meer für die gesamte Region.
Wer die Energiequellen dieser Regionen (Naher und mittlerer Osten sowie Zentralasien) besitzt oder beherrscht hat hat klare Vorteile bei der Energieversorgung in den kommenden Jahrzehnten. Das berührt besonders die vitalen und strategischen Interessen der USA.



passport


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#36

RE: Die Bundeswehr und gezielte Tötungen in Afghanistan

in Themen vom Tage 31.12.2014 00:32
von coff | 700 Beiträge

Zitat von passport im Beitrag #35
Kenne noch den Spruch :

Deutschlands Sicherheit werde am Hindukusch verteidigt. Ergänze mal auch Europa.

Haben sich durch die Militärintervention der Nato die Sicherheit in Westeuropa erhöht ?

Ich erinnere nur an die Anschläge von Madrid und London. Oder die versuchten Kofferbombenanschläge in Deutschland.
Gott sei Dank studierten die Attentäter in Hamburg, nicht in Harvard (Satz stammt von V. Pispers).

Wer Da glaubt, dieser Krieg in Afghanistan wird geführt um Frieden und Demokratie zu bringen, der ist wirklich ziemlich naiv und blauäugig.
Auch der vorgeschobene Kampf gegen den Terrorismus ist nur eine Tatsachenverdrehung um den Krieg in Afghanistan zu rechtfertigen.

Ex-Bundespräsident H. Köhler hat schon die Wahrheit ausgesprochen :
„dass ein Land unserer Größe mit dieser Außenhandelsorientierung und damit auch Außenhandelsabhängigkeit auch wissen muss, dass im Zweifel, im Notfall auch militärischer Einsatz notwendig ist, um unsere Interessen zu wahren, zum Beispiel freie Handelswege, zum Beispiel ganze regionale Instabilitäten zu verhindern, die mit Sicherheit dann auch auf unsere Chancen zurückschlagen negativ durch Handel, Arbeitsplätze und Einkommen.“

Es gibt zwar kein Erdöl in Afghanistan aber wertvolle und seltene Bodenschätze wie zB. Lithium sowie Kupfer und Eisenerzvorkommen in einen Wert von ca. 700 Milliarden Dollar.
Strategisch ist Afghanistan ein Schlüssel für die Reichtümer Mittelasiens (Erdöl und Gas), den Erdölvorkommens am Kaspischen Meer für die gesamte Region.
Wer die Energiequellen dieser Regionen (Naher und mittlerer Osten sowie Zentralasien) besitzt oder beherrscht hat hat klare Vorteile bei der Energieversorgung in den kommenden Jahrzehnten. Das berührt besonders die vitalen und strategischen Interessen der USA.



passport


Da hast Du noch den Drogenanbau vergessen...

http://www.hintergrund.de/201304232547/p...ekordernte.html

Man kann sagen das mit dem Einmarsch der westlichen Soldaten der darnieder liegende Drogenanbau zum florieren gebracht wurde

"1996 wurde die Warlord-Regierung aus Kabul verjagt, und die Taliban unter Mullah Omar rissen die Macht an sich. Der Drogenanbau ging jedoch weiter, die Taliban-Regierung war wie jede andere Regierung auf Steuern angewiesen. Da viele dieser Steuern von Drogenbaronen stammten, zog man es vor, den Opiumanbau vorerst nicht zu verbieten, obwohl er den Regeln des Islams widersprach. Erst nachdem die Staatskasse etwas gefüllt war und die Handelsrouten im Norden des Landes ebenfalls unter Taliban-Kontrolle standen, erklärte man den Drogenbossen den Kampf.

Im Sommer 2000 ging daraus eine der erfolgreichsten Anti-Drogen-Kampagnen der Welt hervor. Mullah Omar, der damals auch auf Andrang der UN handelte, erklärte den Drogenanbau offiziell für „unislamisch“ und verbannte ihn. Dieses Verbot bewies sich innerhalb kürzester Zeit als äußerst effektiv. So schrumpfte zum Beispiel die Drogenproduktion in Helmand, der ertragreichsten Provinz des Landes, auf Null.

Ein Jahr später begann der Einmarsch der westlichen Soldaten. Die Taliban wurden verjagt und plötzlich florierte der Drogenanbau am Hindukusch ein weiteres Mal. Gegenwärtig stammen mehr als neunzig Prozent des weltweiten Opiums aus Afghanistan. Die wichtigsten Produzenten befinden sich in den südlichen Provinzen Kandahar und Helmand. Der Drogenanbau in Kandahar liegt fest in der Hand des Karzai-Clans. Es ist kein Zufall, dass ein Angehöriger dieses Clans im Präsidentenpalast residiert. Mittlerweile weiß jedes Kind auf den Straßen Kabuls, dass die Familie des afghanischen Präsidenten am Opiumanbau beteiligt ist. Es ist auch ein offenes Geheimnis, dass mit den immens hohen Einnahmen unter anderem Luxusimmobilien in Dubai und anderswo gekauft werden, während das eigene Volk großteils immer noch hungert und in Armut lebt."


passport und Ostlandritter haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#37

RE: Die Bundeswehr und gezielte Tötungen in Afghanistan

in Themen vom Tage 31.12.2014 00:39
von Ostlandritter | 2.453 Beiträge

Zitat von coff im Beitrag #36
Zitat von passport im Beitrag #35
Kenne noch den Spruch :

Deutschlands Sicherheit werde am Hindukusch verteidigt. Ergänze mal auch Europa.

Haben sich durch die Militärintervention der Nato die Sicherheit in Westeuropa erhöht ?

Ich erinnere nur an die Anschläge von Madrid und London. Oder die versuchten Kofferbombenanschläge in Deutschland.
Gott sei Dank studierten die Attentäter in Hamburg, nicht in Harvard (Satz stammt von V. Pispers).

Wer Da glaubt, dieser Krieg in Afghanistan wird geführt um Frieden und Demokratie zu bringen, der ist wirklich ziemlich naiv und blauäugig.
Auch der vorgeschobene Kampf gegen den Terrorismus ist nur eine Tatsachenverdrehung um den Krieg in Afghanistan zu rechtfertigen.

Ex-Bundespräsident H. Köhler hat schon die Wahrheit ausgesprochen :
„dass ein Land unserer Größe mit dieser Außenhandelsorientierung und damit auch Außenhandelsabhängigkeit auch wissen muss, dass im Zweifel, im Notfall auch militärischer Einsatz notwendig ist, um unsere Interessen zu wahren, zum Beispiel freie Handelswege, zum Beispiel ganze regionale Instabilitäten zu verhindern, die mit Sicherheit dann auch auf unsere Chancen zurückschlagen negativ durch Handel, Arbeitsplätze und Einkommen.“

Es gibt zwar kein Erdöl in Afghanistan aber wertvolle und seltene Bodenschätze wie zB. Lithium sowie Kupfer und Eisenerzvorkommen in einen Wert von ca. 700 Milliarden Dollar.
Strategisch ist Afghanistan ein Schlüssel für die Reichtümer Mittelasiens (Erdöl und Gas), den Erdölvorkommens am Kaspischen Meer für die gesamte Region.
Wer die Energiequellen dieser Regionen (Naher und mittlerer Osten sowie Zentralasien) besitzt oder beherrscht hat hat klare Vorteile bei der Energieversorgung in den kommenden Jahrzehnten. Das berührt besonders die vitalen und strategischen Interessen der USA.



passport


Da hast Du noch den Drogenanbau vergessen...

http://www.hintergrund.de/201304232547/p...ekordernte.html

Man kann sagen das mit dem Einmarsch der westlichen Soldaten der darnieder liegende Drogenanbau zum florieren gebracht wurde

"1996 wurde die Warlord-Regierung aus Kabul verjagt, und die Taliban unter Mullah Omar rissen die Macht an sich. Der Drogenanbau ging jedoch weiter, die Taliban-Regierung war wie jede andere Regierung auf Steuern angewiesen. Da viele dieser Steuern von Drogenbaronen stammten, zog man es vor, den Opiumanbau vorerst nicht zu verbieten, obwohl er den Regeln des Islams widersprach. Erst nachdem die Staatskasse etwas gefüllt war und die Handelsrouten im Norden des Landes ebenfalls unter Taliban-Kontrolle standen, erklärte man den Drogenbossen den Kampf.

Im Sommer 2000 ging daraus eine der erfolgreichsten Anti-Drogen-Kampagnen der Welt hervor. Mullah Omar, der damals auch auf Andrang der UN handelte, erklärte den Drogenanbau offiziell für „unislamisch“ und verbannte ihn. Dieses Verbot bewies sich innerhalb kürzester Zeit als äußerst effektiv. So schrumpfte zum Beispiel die Drogenproduktion in Helmand, der ertragreichsten Provinz des Landes, auf Null.

Ein Jahr später begann der Einmarsch der westlichen Soldaten. Die Taliban wurden verjagt und plötzlich florierte der Drogenanbau am Hindukusch ein weiteres Mal. Gegenwärtig stammen mehr als neunzig Prozent des weltweiten Opiums aus Afghanistan. Die wichtigsten Produzenten befinden sich in den südlichen Provinzen Kandahar und Helmand. Der Drogenanbau in Kandahar liegt fest in der Hand des Karzai-Clans. Es ist kein Zufall, dass ein Angehöriger dieses Clans im Präsidentenpalast residiert. Mittlerweile weiß jedes Kind auf den Straßen Kabuls, dass die Familie des afghanischen Präsidenten am Opiumanbau beteiligt ist. Es ist auch ein offenes Geheimnis, dass mit den immens hohen Einnahmen unter anderem Luxusimmobilien in Dubai und anderswo gekauft werden, während das eigene Volk großteils immer noch hungert und in Armut lebt."


Nun dürfen wir endlich nach einem Urteil des BVG die regierung nicht nur straffrei eine kriminelle Vereinigung nennen ,- nein-
nun dürfen wir der dicken Mutti endlich betstätigen , - das sie einen verein zur vorsätzlichen Tötung mißliebeiger ausländischermenschen leitet !

Nicht Soldaten sind potentielle Mörder ,- westliche Regierungen sind es - die deutsche ohne Wenn und Aber auch !


....................................
Dieser Beitrag ist eine Meinungsäußerung im Sinne des Art. 5 des Grundgesetzes und durch diesen gedeckt !
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#38

RE: Die Bundeswehr und gezielte Tötungen in Afghanistan

in Themen vom Tage 31.12.2014 01:25
von turtle | 6.961 Beiträge

Bei einem Krieg gegen Terroristen ist die Genfer Konvention nicht anwendbar. Internationale Kriegsregeln sind außer Kraft. Die Regeln haben sich geändert .Moral war in einem Krieg nie absolut. Mit gleichen Mitteln ist das einzige Richtige. Gefühlsduselei ist fehl am Platz Offener, ehrlicher mit allem Umgehen, das betrifft auch die Zusammenarbeit mit den Verbündeten wäre ratsamer. Leider werden Terroristen und Schurkenstaaten auch erfunden um eigene Interessen zu verfolgen. Wo es nichts zu holen gibt, interessiert es nur am Rande welcher Verbrecher regiert.
.


Harsberg hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#39

RE: Die Bundeswehr und gezielte Tötungen in Afghanistan

in Themen vom Tage 31.12.2014 01:55
von Batrachos | 1.549 Beiträge

Zitat von RudiEK89 im Beitrag #24
Zitat von damals wars im Beitrag #23
Ich hatte ja schon vor einiger Zeit geschrieben, das die KSK dort nicht zufällig ist.
Gezielte Tötungen gleich Vorsatz plus niedrige Motive gleich Mord.
Sage niemand, er wäre jetzt überrascht.

Ich würde da schon einen Unterschied zwischen KSK und den Soldaten der BW machen.



und der Unterschied wäre? Es sind Soldaten der Bundeswehr egal ob KSK oder Heer e.t.c.

MFG Batrachos


Drosseln sind Vögel. Sie in Motorräder zu stecken ist Tierquälerei!!
Motorradfahren ist das schönste, was man angezogen machen kann.
45° ist das zu schräg-bist du zu schwach
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#40

RE: Die Bundeswehr und gezielte Tötungen in Afghanistan

in Themen vom Tage 31.12.2014 04:13
von Major Tom | 846 Beiträge

Zitat von eisenringtheo im Beitrag #12
In einfacher Sportsprache (Fussball) gedacht. Haben jetzt die alliierten Expeditionstruppen den Krieg gewonnen, verloren oder unentschieden beendet?
Theo



Haben sich selbst die rote Karte gegeben.


Man sollte den Kopf nicht hängen lassen wenn einem das Wasser bis zum Hals steht.
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