#2261

RE: 7 GK Schierke

in DDR Grenzsoldaten Kameraden suche 12.12.2015 13:19
von terraformer1 | 193 Beiträge

vs1400 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#2262

RE: 7 GK Schierke

in DDR Grenzsoldaten Kameraden suche 24.12.2015 00:04
von manifest 20 | 314 Beiträge

Zitat von grenzgänger86 im Beitrag #2246
Hallo zusammen,

auch ich wünschen allen hier im Forum eine schöne Adventszeit,vorallem den ehemaligen Schierkergrenzern.

04/86 - 04/87 in Schierke


Moin ihr Harzer!
Ich wünsche Euch allen ein schönes Fest und Alles Beste für 2016!
Gruss andreas


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#2263

RE: 7 GK Schierke

in DDR Grenzsoldaten Kameraden suche 24.12.2015 00:37
von manifest 20 | 314 Beiträge


Gans 'rechts" mußte mein KC sein
Die anderen Batzen? ?
Quelle Foto? Irgend ein GAKL.
War irgend eine Auszeichnung " Blick in die Sonne "
Gruß andreas


zuletzt bearbeitet 24.12.2015 01:21 | nach oben springen

#2264

RE: 7 GK Schierke

in DDR Grenzsoldaten Kameraden suche 24.12.2015 00:50
von manifest 20 | 314 Beiträge

Mein Tipp
In der Mitte Major Grau... (Stabs chef)und links der KGB^Wiezo.."
"von der Größe "könnte es passen
Gruß andreas


zuletzt bearbeitet 24.12.2015 01:19 | nach oben springen

#2265

RE: 7 GK Schierke

in DDR Grenzsoldaten Kameraden suche 24.12.2015 01:20
von vs1400 | 2.389 Beiträge

Zitat von manifest 20 im Beitrag #2264
Mein Tipp
In der Mitte Major Grau... (Stabs chef)und links der KGB^Wiezo..
"von der Größe "könnte es passen


damit hast du zumindest recht, manifest 20.

gruß vs


04.11.1986 - 21.04.1987 Uffz. Ausbildung In Perleberg
21.04.1987 - 28.08.1989 Gruppenführer der 2. Gr./ 2.Zug/ 7. GK - Schierke/ GR 20/ GKM- N


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#2266

RE: 7 GK Schierke

in DDR Grenzsoldaten Kameraden suche 24.12.2015 01:35
von manifest 20 | 314 Beiträge

Moin VS
Alter" Stenckersack"
Bin dem KGB 2/3 mal die Woche über den Weg gelaufen.
Der hat Dann immer gefragt "na kleiner wie geht's "
Mit meinen 1.68 spucke ich dir auf die Mütze wenn es nicht mehr paßt "
Von FW zu FW alles gute!
Gruß andreas


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#2267

RE: 7 GK Schierke

in DDR Grenzsoldaten Kameraden suche 24.12.2015 02:28
von vs1400 | 2.389 Beiträge

Zitat von manifest 20 im Beitrag #2266
Moin VS
Alter" Stenckersack"
Bin dem KGB 2/3 mal die Woche über den Weg gelaufen.
Der hat Dann immer gefragt "na kleiner wie geht's "
Mit meinen 1.68 spucke ich dir auf die Mütze wenn es nicht mehr paßt "
Von FW zu FW alles gute!
Gruß andreas


was die ehemaligen dg betrifft, manifest 20,
so müsste man dazu und über diese zeit, wohl eher nen neues thema eröffnen.
denn es war nicht der standard, eher ein verschiedener umstände
und deshalb, wurde, zb. bei mir, jede ernennung, nicht offiziell vollzogen.

nach nen urlaub lagen die die neuen schulterstücke auf meinem bett und dann war ich mal eben ufw.
reine makulatur und nur ein produkt der internen befehle.
egal ...

du warst kleiner wie der ... ?
wimre, hattest du blonde haare?

gruß vs


04.11.1986 - 21.04.1987 Uffz. Ausbildung In Perleberg
21.04.1987 - 28.08.1989 Gruppenführer der 2. Gr./ 2.Zug/ 7. GK - Schierke/ GR 20/ GKM- N


manifest 20 hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 24.12.2015 11:35 | nach oben springen

#2268

RE: 7 GK Schierke

in DDR Grenzsoldaten Kameraden suche 24.12.2015 03:30
von manifest 20 | 314 Beiträge

Zitat von vs1400 im Beitrag #2267
[quote=manifest 20|p511532]Moin VS
Alter" Stenckersack"
Bin dem KGB 2/3 mal die Woche über den Weg gelaufen.
Der hat Dann immer gefragt "na kleiner wie geht's "
Mit meinen 1.68 spucke ich dir auf die Mütze wenn es nicht mehr paßt "
Von FW zu FW alles gute!
Gruß andreas


was die ehemaligen dg betrifft, manifest 20,
so müsste man dazu und zu dieser zeit wohl eher nen neues thema eröffnen.
denn es war nicht der standard, eher ein verschiedener umstände
und deshalb, wurde, zb. bei mir, jede ernennung, nicht offiziell vollzogen.

nach nen urlaub lagen die die neuen schulterstücke auf meinem bett und dann war ich mal eben ufw.
reine makulatur und nur ein produkt der internen befehle.
egal ...

du warst kleiner wie der ... ?
wimre, hattest du

ja die Pickel auf der Schulter
Meinen Vorgänger habe ich noch kennengelernt. Der ist als uffz aus perleberg gekommenen. Und als ufw.der resev. Entlassen wurden.
ich bin im 4 Monats Rhythmus vom uffz zum FW geworden?
Warum keine Ahnung?
Bei uns wurden Gwd.ler auf Grund Leistung befördert. UAZ Wurden laut Dienstlaufbahnordnung befördert.
Na ja ein Pickel auf der Schulter waren um die 17,50 im Monat.
Mußte man in flüssiger Form gleich auf der Bude abliefern.
Ich war mit meinen 1.68 größer als der kgb. Für ihn war ich halt der kleine .Gab halt keinen zu der zeit der luetter war.
der wiezo.. War aber schon in Ordnung. ..solange du nicht als offz.fur ihn dienen mußtes.

mal an die harzer. Die wir uns mal über den Weg gelaufen sind
Vs .Ek89. Senta. Raym?? Und Dahna.du hast in meinem LO mind. 2mal eine 15 gemacht.
Alles Gute für 2016!!
Gruß andreas



.


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#2269

RE: 7 GK Schierke Leutnant Maier

in DDR Grenzsoldaten Kameraden suche 05.01.2016 10:29
von Harzwald | 90 Beiträge

Quelle: http://www.fu-berlin.de/sites/fsed/Das-D...Lutz/index.html

Leutnant Lutz Meier

Am Vormittag des 18. Januar 1972 hörten zwei DDR-Grenzposten unweit des Brocken zwei Feuerstöße aus dem benachbarten Grenzabschnitt. Nachdem sie das der Führungsstelle ihrer Kompanie in Schierke gemeldet hatten, rückte sofort die siebenköpfige Alarmgruppe der Kompanie aus. Nahe dem Grenzstein 979 fanden die Soldaten Leutnant Lutz Meier. Er lag tot im Schnee.
Meier, Lutz
Bildquelle: CC BY-SA 3.0 de über Wikimedia Commons - httpcommons.wikimedia.orgwiki, Bundesarchiv Bild 183-L0122-0036
Ort des Zwischenfalls: 2500 m südwestlich vom Brocken –nahe der Straße Schierke/Torfhaus
Todesursache: Selbsttötung
Geboren am 20. Oktober 1948 in Ahlsdorf Kreis Eisleben, gestorben am 18. Januar 1972

Im Mansfeldkombinat „Wilhelm Pieck“ erlernte Lutz Meier den Beruf eines Elektromonteurs. Er machte Abitur und nahm ein Studium an der Technischen Universität auf. 1968 kam er zu den Grenztruppen und absolvierte seine Ausbildung er an der Offiziersschule „Rosa Luxemburg“ in Plauen. Die dienstlichen Beurteilungen beschrieben Lutz Meier, Mitglied der SED, als einen Offizier mit gutem Leumund. Er habe allerdings bei der Führung seiner Untergebenen „sichtlich Schwierigkeiten“. „Charakterlich wird er als sehr sensibel, unausgeglichen und nervlich schwach eingeschätzt.“ Auf Kritik reagiere er empfindlich. So auch Mitte Dezember 1971, als seine Dienstausführung durch den Kompaniechef bemängelt wurde. Er soll danach sehr niedergeschlagen gewesen sein und geäußert haben, „daß er mit seinen Aufgaben schwer fertig wird und bei weiterer Kritik sich noch einmal erschießt“. Lutz Meier war verheiratet, das Paar hatte ein Kind.

Am 18. Januar 1972 vergatterte Leutnant Meier um 6.45 Uhr acht Soldaten für den Grenzdienst. Um 6.55 Uhr verließ die Gruppe mit Lt. Meier auf einem Laster die Kaserne. Unterwegs wurden die Posten vor ihren Grenzabschnitten abgesetzt, damit sie ihren Streifengang beginnen konnten. Meier und der Soldat Detlef K. begaben sich in Richtung des 6 m-Kontrollstreifens an des vorderen Grenzzauns, den sie auf Anweisung des Offiziers vom Dienst zu inspizieren hatten. In diesem Augenblick stand für K. fest, wie er später aussagte, daß jetzt sein lange gehegter Entschluß, in den Westen zu flüchten, verwirklicht werden könnte. Eine solch gute Fluchtgelegenheit so nahe an der Grenze hatte er bisher nicht gehabt und würde er auch nicht so schnell wieder bekommen. Leutnant Meier und K. stapften durch den frisch gefallenen Schnee in das fordere Grenzgebiet der DDR.

Um 9.30 Uhr meldete der Grenzposten Wildergatter / Hohlweg zwei Feuerstöße aus Richtung Ulmer Linie. Daraufhin wurde die Alarmgruppe-Gruppe der 5. Grenzkompanie Schierke, bestehend aus drei Unteroffizieren und vier Soldaten eingesetzt, die um 9.35 unter Leitung von Feldwebel Peter Feuerberg ausrückte. Diese Männer fanden gegen 10.00 Uhr 60 Meter vor der DDR-Grenze Leutnant Meier erschossen auf.

Noch am gleichen Tag verfaßte die militärische Abwehrabteilung des Staatssicherheitsdienstes beim Grenzkommando Nord einen Bericht „zum Vorkommnis der Tötung eines Offiziers und der erfolgten Fahnenflucht eines Soldaten nach den bisherigen Untersuchungsergebnissen". Demnach soll der Soldat Detlef K. am Grenzzaun seine Maschinenpistole auf Meier gerichtet haben und zur Herausgabe seiner Waffe gezwungen haben. Danach flüchtete er, wie die Spur im Schnee zeigte, mit beiden Waffen im Laufschritt über die Grenze und gab aus 30 Metern Entfernung zwei Feuerstöße ab. Lutz Meier hatte, als man ihn fand, seine Pistole „Makarow“ in der Hand, die er entgegen den militärischen Vorschriften unter seiner Jacke mitgeführt hatte. Er war durch einen Kopfschuß mit dieser Waffe ums Leben gekommen.

Tatortfoto des MfS.

Fünf Offiziere des Grenzkommandos Nord der Nationalen Volksarmee und drei Mitarbeiter des Staatssicherheitsdienstes untersuchten den Tatort und sicherten die dort vorhandenen Spuren im Schnee. Sie hielten in ihren Berichten fest, Leutnant Meier habe sich durch einen Kopfschuß selbst getötet. Diese Darstellung findet sich übereinstimmend in den Tatortprotokollen beider Expertengruppen. In dem Tatortuntersuchungsprotokoll der Magdeburger MfS-Experten hieß es nach der Beschreibung der Kopfverletzungen ausdrücklich: „Weitere Verletzungen wurden an der Leiche während der Tatortuntersuchung augenscheinlich nicht festgestellt.“ Die Arbeit der zehn Experten am Tatort fand allerdings unter erschwerten Bedingungen statt, da die Grenztruppen Nebelgranaten gezündet hatten, um den Untersuchungsvorgang dem Blickfeld von Beamten des Zollgrenzdienstes auf der westlichen Seite zu entziehen. Der Staatssicherheitsdienst meldete am nächsten Tag nach Berlin, „der Abtransport des Toten erfolgte nach Einbruch der Dunkelheit und konnte vom Gegner nicht beobachtet werden."

Auf der anderen Seite der innerdeutschen Grenze gab Detlef K. unterdessen Beamten des Zollgrenzdienstes seine Version des Geschehens zu Protokoll. In einem günstigen Moment, als Leutnant Meier sich eine Skispur im Schnee genauer ansah, habe er seine MPi von der Schulter genommen, entsichert und in Hüftanschlag gebracht. Dann habe er Leutnant Meier aufgefordert, „legen Sie die Waffe langsam runter, machen Sie keinen Fehler!" Doch dieser riß seine MPi von der Schulter und versuchte sie ebenfalls in Hüftanschlag zu bringen. Detlef K. gab daraufhin einen Schuß ab, der seiner Meinung nach die rechte Außenseite des Handschutzes der Maschinenpistole Meiers traf. Die Splitter des Handschutzes flogen durch die Luft und fielen etwa zwei Schritte weiter in den Schnee. Meier fiel auf den Rücken und blieb mit ausgebreiteten Armen liegen. K. riß die am Boden liegende MPi Meiers an sich und fragte ihn: "Sind Sie getroffen?". Meier habe mit offenen Augen und ohne schmerzverzerrtes Gesicht kurz geantwortet: "Herzschuß." K. trat mit der MPi im Hüftanschlag bis auf einen halben Schritt an den im Schnee liegenden heran. Er habe kein Blut oder einen Durchschlag des Geschosses durch das Schneehemd Meiers erkennen können. In diesem Augenblick habe Meier seine Hände und Armen nach oben bewegt, worauf K. aus Angst schnell wieder zurücktrat und sagte: "Bleiben Sie ruhig liegen, machen Sie keinen Fehler." Dann ging er etwa 20 Schritte rückwärts in Richtung Grenze. Als er wegen einer Bodenwelle Leutnant Meier nicht mehr sehen konnte feuerte einen Schuß in die Luft ab und dann eine Salve Dauerfeuer bis das Magazin leer war. Er habe damit die Nachbarposten alarmieren wollen, falls Leutnant Meier doch verletzt worden sei. Am späten Abend des 18. Januar 1972 meldete der Deutschlandfunk: „Heute vormittag gelang einem 20-jährigen DDR-Grenzsoldaten im Oberharz die Flucht nach Niedersachsen, der vorher seinem Streifenführer, einem Leutnant, die Waffe aus der Hand geschossen hatte.“

Stern-Foto: Die beiden MPi, die Detlef K. mitgenommen hatte. Obere Waffe mit abgesprengtem Plastikschutz, der als Beweisstück am Tatort vom MfS sicher gestellt wurde.

Die Obduktion der Leiche Meiers erfolgte am 19. Januar 1972 in der Medizinischen Akademie Magdeburg durch Prof. Dr. Friedrich Wolff und Dr. Margot Laufer in Gegenwart von Militärstaatsanwalt Gärtner. Überraschendes kam zutage. Neben dem Pistoleneinschuß am Kinn wurde nun ein MPi-Durchschuß linksseitig unter dem Herzen mit Ausschuß auf der rechten Rückenseite festgestellt. Die Obduzenten stellten schwerste innere Verletzungen im Brustraum und eine Durchtrennung des Rückenmarks fest. Lutz Meier sei vermutlich „bei aufrechter Körperhaltung, mit erhobenen Armen“ getroffen worden. Es sei möglich, „daß die nachfolgende suicidähnliche Schußverletzung des Kopfes vom gleichen Täter vorgenommen worden ist, möglicherweise zur Tatverschleierung“.

Am 21. Januar 1972 meldete die DDR-Nachrichtenagentur ADN, Leutnant Lutz Meier sei in Ausübung seines Dienstes „hinterhältig ermordet worden“. Ihm wurde posthum der „Vaterländische Dienstorden in Gold“ verliehen. Er wurde in seinem Heimatort Ahlsdorf am 22. Januar 1972 mit militärischen Ehren beigesetzt. Die Trauerrede hielt Grenztruppenkommandeur Generalleutnant Erich Peter.
Original Bildunterschrift: ADN-ZB Schaar-22.1.72-Krs. Eisleben: Beisetzung des NVA-Leutnants Lutz Meier- Der Leutnant der nationalen Volksarmee Lutz Meier der im Alter von 23 Jahren während der Ausübung seines Dienstes zum Schutz der Staatsgrenze der DDR einem feigen Mordanschlag zum Opfer fiel, wurde am 22.1.72 in Ahlsdorf, Kreis Eisleben, mit militärischen Ehren beigesetzt.

Am 27. Januar 1972 verbreitete die Hauptabteilung I des Staatssicherheitsdienstes, zuständig für die Überwachung der Grenztruppen, eine neue „Information über den vorsätzlichen Mord am Leutnant der Grenztruppen der NVA, Meier Lutz“. Diese beruhte auf einem Kurzgutachten, das der Gerichtsmediziner der Berliner Charité Prof. Dr. Otto Prokop auf der Grundlage des Magdeburger Sektionsprotokolls für das MfS angefertigt hatte. Demnach war die Schußverletzung, die K. aus 5 m Entfernung Leutnant Meier zugefügt habe, so schwer, "daß selbst unter Einsatz moderner medizinischer Mittel eine vollständige oder auch nur teilweise Wiederherstellung des Betroffenen nicht möglich gewesen wäre und sie somit tödlich" war. Die inneren Verletzungen nach dem Bauchdurchschuß und die Durchtrennung des Rückenmarks hätten eine Querschnittslähmung hervorgerufen. Leutnant Meier habe sich "eigenhändig, offensichtlich auf Grund der äußerst schmerzhaften Verletzungen" mit seiner Dienstpistole "Makarow" dann selbst getötet. Am 11. Februar 1972 revidierte auch die zentrale Untersuchungsabteilung des Staatssicherheitsdienstes in Berlin die ursprünglichen Ergebnisse der Tatortuntersuchung durch die Magdeburger MfS-Bezirksverwaltung. Es sei dabei zu „wesentlichen Fehlern und Mängeln bei der kriminalistischen Tatbestandsaufnahme in der Mordsache Meier“ gekommen.

Im Oktober 1972 erhob die Staatsanwaltschaft in Hannover gegen Detlef K. Anklage wegen vorsätzlicher Tötung. Der niedersächsische Justizminister wandte sich im Dezember 1972 mit einem Rechtshilfeersuchen an die DDR -Generalstaatsanwaltschaft und bat um Übersendung von Beweismaterial und des Obduktionsberichts sowie die Vernehmung von Zeugen- und Sachverständigen. Die DDR-Generalstaatsanwaltschaft, die bereits zuvor die Auslieferung von Detlef K. gefordert hatte, kam dem Rechtshilfeersuchen auf Betreiben des Staatssicherheitsdienstes nicht nach. Neben allerlei Spitzfindigkeiten wie, die westdeutsche Seite versuche mit ihrem Ansinnen „die Linie der ‚innerdeutschen Beziehungen‘ durchzusetzen“, kommt die MfS-Stellungnahme erst am Ende auf den Punkt. Eine Übergabe der vorliegenden Beweismittel sei „insbesondere deshalb nicht möglich, weil diese Beweise den von Leutnant Meier eigenhändig gesetzten Schädeldurchschuß offenbaren würden“. Das aber würde die „in der Westpresse publizierten Spekulationen über einen Selbstmord des Meier erneut aktualisieren“. Die Westmedien würden „den suicidalen Schädeldurchschuß mit hoher Wahrscheinlichkeit in den Vordergrund spielen und mithin uns abträgliche politische Argumente setzen“. Die I. Große Strafkammer des Landgerichts Hannover lehnte Anfang Juli 1973 die Eröffnung eines Hauptverfahrenen gegen Detlef K. wegen Totschlags ab, da keine hinreichenden Beweise über das Tatgeschehen vorlägen. (Recherchen: jk, jos., MP, MS; Autor: jos.)


Gruß von ganz oben aus dem Harzwald.
der alte Grenzgänger, Harzwanderer, Grenzläufer, EK89/1 und Thomas 66 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#2270

RE: 7 GK Schierke Leutnant Maier

in DDR Grenzsoldaten Kameraden suche 05.01.2016 15:16
von S51 | 3.733 Beiträge

Wobei ich darauf aufmerksam mache, das bei mehreren tödlichen Verletzungen jene als ursächlich gilt, die zuerst zugefügt wurde. Dies ist nicht unbedingt jene, die zuerst den Tod herbeigeführt hat (der Schuss aus der Pistole von M.) In diesem Fall also der Treffer aus der MPi des Fahnenflüchtigen.
Wobei, freilich auch durch teilweise unterbliebene Spurensicherung..., unsicher ist, ob der Geschädigte tatsächlich den Pistolenschuss setzte. Es ist möglich aber nicht bewiesen. Denn die vorangegangene Schussverletzung durch den MPi-Treffer hatte sehr wahrscheinlich eine Lähmung des M zur Folge und ob er da noch in der Lage war, die Pistole zu ziehen, zu entsichern und durchzuladen (es war zu DDR-Zeiten unüblich, die Pistole durchgeladen zu führen), anzusetzen und zu schießen ist sehr unsicher.
Es ist Tatsache, das durch den Fahnenflüchtigen nach der ersten Tat nicht nur einmal und nicht nur eine Salve gefeuert wurde. Ob er dies nur mit der MPi und nicht auch noch der Pistole tat, ist unklar. Er hat, was sein Recht ist, nach Bekanntwerden der Umstände die weitere Aussage verweigert.
Nachtrag: Interessant und (weil noch mehr verwirrend...?) selten thematisiert ist auch die Tatsache, das der geschädigte M. nicht auf, nicht mal in unmittelbarer Nähe des Kolonnenweges gefunden wurde. Man hat ihn freundwärts, südöstlich etwa 15 Meter vom Kolonnenweg und dem ersten Tatort entfernt gefunden. Quasi "mitten im Wald". Es konnte nicht geklärt werden, wie er dorthin kam. Das Obduktionsergebnis aber schließt eigentlich aus das M sich selbst dorthin bewegt haben kann. Die Vermutung, das der Täter ihn dorthin gezogen und dort erschossen hat konnte aber auch nicht bewiesen werden. Es mangelte einfach an einer Spurenauswertung. Irgendwie wurde anfangs gar nicht danach gesucht und für später war das SVK (Spurenvernichtungskommando...) zu effektiv. Ein Mangel, der gar nicht selten war.
Die Pistole statt in der Koppeltasche in der Pistolentasche der FDU mitzuführen war gar nicht so selten und widersprach auch nicht der Dienstvorschrift. Diese Methode hatte den Vorteil, das nicht noch ein zusätzliches "Gebämsel" am Koppel störte aber den Nachteil, das man, da dann unter dem Schneehemd, schlecht an die Waffe herankam. Sie, wenn nicht durch einen Knopf extra gesichert, aber leicht nach vorn unten herausfallen konnte. Benutzte man aber den Sicherungsknopf dann konnte von einem schnellen Ziehen keine Rede mehr sein. Diese Methode war unpraktisch.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


vs1400 und Grenzläufer haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 09.01.2016 03:52 | nach oben springen

#2271

RE: 7 GK Schierke Leutnant Maier

in DDR Grenzsoldaten Kameraden suche 05.01.2016 19:57
von Harzwald | 90 Beiträge

Was mich wieder bei der ganzen Sache wundert ist die Aussage vom liegenden Maier er habe einen Herzschuß.
Kann man das merken das man einen Herzschuß hat? Ich vermute mal das es der Posten nicht ernst nahm auch unter dem Gesichtspunkt das er keine Blutspuren entdeckte. Kann es sein das man einen Herzschuß, zumindest eine Zeitlang, überlebt.


Gruß von ganz oben aus dem Harzwald.
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#2272

RE: 7 GK Schierke Leutnant Maier

in DDR Grenzsoldaten Kameraden suche 05.01.2016 23:01
von vs1400 | 2.389 Beiträge

nun leider voll ot,
doch spbald die pumpe versagt wird kein druck mehr aufgebaut und lebenswichtige organe können nicht versorgt werden.
dann bleiben noch ca. drei minuten bis zum hirntod.

gruß vs


04.11.1986 - 21.04.1987 Uffz. Ausbildung In Perleberg
21.04.1987 - 28.08.1989 Gruppenführer der 2. Gr./ 2.Zug/ 7. GK - Schierke/ GR 20/ GKM- N


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#2273

RE: 7 GK Schierke Leutnant Maier

in DDR Grenzsoldaten Kameraden suche 06.01.2016 21:20
von Hanum83 | 4.732 Beiträge

Schlimm war das alles in Summe wozu Menschen gedrängt wurden die sich unter normalen Umständen einfach in den Zug setzen um irgendwo hin zu fahren.
Pervers.


"Deitsch on frei wolln mer sei, on do bleibn mer aah derbei"
(Anton Günther)
Grenzläufer hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#2274

RE: 7 GK Schierke Leutnant Maier

in DDR Grenzsoldaten Kameraden suche 06.01.2016 22:55
von vs1400 | 2.389 Beiträge

um beim thema zu bleiben,

während meiner gesamten schierke- zeit bin ich nicht einmal mit der bahn nach wernigerode oder schierke gefahren,
war einfach zu zeitaufwendig.

gruß vs


04.11.1986 - 21.04.1987 Uffz. Ausbildung In Perleberg
21.04.1987 - 28.08.1989 Gruppenführer der 2. Gr./ 2.Zug/ 7. GK - Schierke/ GR 20/ GKM- N


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#2275

RE: 7 GK Schierke Leutnant Maier

in DDR Grenzsoldaten Kameraden suche 06.01.2016 23:00
von Hanum83 | 4.732 Beiträge

Zitat von vs1400 im Beitrag #2274
um beim thema zu bleiben,

während meiner gesamten schierke- zeit bin ich nicht einmal mit der bahn nach wernigerode oder schierke gefahren,
war einfach zu zeitaufwendig.

gruß vs


Ich bin auch nie mit der Bahn zum Grenzdienst gefahren, haben da immer die Autos, Motorräder oder Fahrräder von der Kompanie genommen, ging wirklich schneller.


"Deitsch on frei wolln mer sei, on do bleibn mer aah derbei"
(Anton Günther)
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#2276

RE: 7 GK Schierke Leutnant Maier

in DDR Grenzsoldaten Kameraden suche 08.01.2016 01:50
von vs1400 | 2.389 Beiträge

Zitat von Hanum83 im Beitrag #2275
Zitat von vs1400 im Beitrag #2274
um beim thema zu bleiben,

während meiner gesamten schierke- zeit bin ich nicht einmal mit der bahn nach wernigerode oder schierke gefahren,
war einfach zu zeitaufwendig.

gruß vs


Ich bin auch nie mit der Bahn zum Grenzdienst gefahren, haben da immer die Autos, Motorräder oder Fahrräder von der Kompanie genommen, ging wirklich schneller.


dies war auch nicht meine aussage.

ich beschrieb lediglich den weg von schierke nach wernigerode bzw. umgedreht
und dass diesen wohl die wenigsten agt der schierker gk mit bahn bewerkstelligten.

gruß vs


04.11.1986 - 21.04.1987 Uffz. Ausbildung In Perleberg
21.04.1987 - 28.08.1989 Gruppenführer der 2. Gr./ 2.Zug/ 7. GK - Schierke/ GR 20/ GKM- N


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#2277

RE: 7 GK Schierke Leutnant Maier

in DDR Grenzsoldaten Kameraden suche 09.01.2016 04:19
von S51 | 3.733 Beiträge

Zitat von Harzwald im Beitrag #2271
...
Kann man das merken das man einen Herzschuß hat? Ich vermute mal das es der Posten nicht ernst nahm auch unter dem Gesichtspunkt das er keine Blutspuren entdeckte. Kann es sein das man einen Herzschuß, zumindest eine Zeitlang, überlebt.


Hm, als Beispiel wenn auch nicht ganz zutreffend aber gut dokumentiert erinnere ich an "Sisi" Kaiserin Elisabeth von Österreich, die am 10.09.1898 am Genfer See von einem Attentäter mit einer Feile angegriffen wurde und einen Stich ins Herz erhielt. Sie bemerkte die Wunde gar nicht, ging noch an Bord ihres Schiffes und erlag dann dort ihrer Verletzung. Allerdings handelte es sich nicht um einen Durchschuss. Mir sind allerdings Beispiele aus der Jagd bekannt, wo Tiere mit Herzschuß durchaus noch um 50 m zurücklegen konnten und etwa 20 Sekunden zu leben hatten.
Personen aus der Familie, die als Soldaten im Krieg von Schüssen getroffen (Bauch, Hüfte) wurden, erzählten mir später, das sie dies als Schlag empfanden, durchaus ungefähr orten konnten und der Schmerz dann erst einige Augenblicke später kam.
Der Geschädigte M wurde allerdings nicht in das Herz getroffen sondern das Geschoss zerstörte große Blutadern im Körper, die Milz, Teile der Leber, Wirbelsäule und das Rückenmark. Eine solche Verletzung analog in das Tierreich übertragen würde es unwahrscheinlich machen, das ein so Getroffener auch nur einen Meter noch aus eigenem Antrieb zurücklegt. Denn genau an dem mangelt es ja und der Schmerz bei jeder Bewegung muss schlimm sein. Doch bis zum Ende vergehen dann einige Minuten.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


Harzwald und vs1400 haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 09.01.2016 04:42 | nach oben springen

#2278

RE: 7 GK Schierke Leutnant Maier

in DDR Grenzsoldaten Kameraden suche 10.01.2016 21:09
von S51 | 3.733 Beiträge

Nachtrag:
Das der Posten keine Verletzung bemerkte ist nur seine Behauptung. Mehr nicht. Die sich wegen der Art der Spurensicherung später nicht gut eindeutig widerlegen läßt aber sehr unwahrscheinlich ist. Ebenso wie die Behauptung, M hätte seine MPi in Anschlag gebracht. Denn die Beschädigung vom M-s MPi rührt sehr wahrscheinlich vom Ausschuß her, was bedeutet, das M seine Waffe zu dem Zeitpunkt als der Täter schoss, noch auf dem Rücken trug. Der tödliche Schuß traf den Geschädigten von vorn links in Richtung Rechts hinten. Es ist bei der Lage des Treffers keine andere Variante der Trageweise denkbar, bei der der vordere MPi-Handschutz getroffen werden konnte. Bei einer Trageweise der Waffe vor der Brust wäre der Handschutz nicht in der Trefferzone gewesen sondern weit darüber. Bei einer Trageweise an der rechten oder linken Seite nicht mal halbwegs in der Nähe des Treffers. Sofern vorausgesetzt wird, das M Rechtshänder war. Der Täter will aber zuerst nur einmal gefeuert haben. Wenn der Täter M dann die Waffe abnahm, muss er sie ihm unter dem Rücken hervorgezogen haben. Dabei kann Blut und Gewebe abgewischt worden sein. Die niedersächsische Polizei hat an der vom Täter mitgebrachten MPi offensichtlich keine Spuren gesichert.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


LO-Wahnsinn und vs1400 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#2279

RE: 7 GK Schierke Leutnant Maier

in DDR Grenzsoldaten Kameraden suche 10.01.2016 23:31
von Harzwald | 90 Beiträge

Das ist aber auch Spekulativ.
Trotzdem Danke für deine Erläuterungen.


Gruß von ganz oben aus dem Harzwald.
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#2280

RE: 7 GK Schierke Leutnant Maier

in DDR Grenzsoldaten Kameraden suche 11.01.2016 00:41
von LO-Wahnsinn | 3.489 Beiträge

Subjektiv, aber schlüssig und scharf diagnostiziert.
Ob er Rechts- oder Linkshänder war, liesse sich -sofern heute noch nahe Angehörige leben- herausfinden.
Es könnten sich dann Splitter unter der Leich befunden haben, ich weiss nicht wie gründlich man dort war.
Wenn der Tote aber wie im Film geschildert weggezogen wurde, sind Spuren natürlich verwischt.

Ich weiss nun nicht ob es damals möglich war zu beurteilen, ob die Durchtrennung des Rückenmarks zur sofortigen Lähmung auch der Arme führte.
Nach meinem medizinischem Laienwissen ja.
Ich halte es daher für eher unwahrscheinlich, dass er noch seine Pistole aus der Jacke geholt hat, sie geladen hat und am Kinn angesetzt.
Selbst wenn die Lähmung erst zeitversetzt einsetzt, vergeht bei so einem Schwerverletzten doch einiges an Zeit für den zuvor beschriebenen Ablauf.
Anderseits ist natürlich die Frage, wenn er seine Waffe heimlich unter der Jacke hatte, konnte der Täter davon eigentlich nichts wissen.
Seidenn der Täter wusste das, vielleicht waren sie zuvor schonmal auf Streife und der Täter hatte Information.
Auch möglich wäre, der Täter hat ihn untersucht.
Der Fall wird nie geklärt werden können, es werden immer Fragen bleiben.


Ein Volk, das sich einem fremden Geist fügt,
verliert schließlich alle guten Eigenschaften und damit sich selbst.
Ernst Moritz Arndt (1769 - 1860)
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