#41

RE: Kuba - USA

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 18.12.2014 15:13
von FRITZE (gelöscht)
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das war wahrscheinlich einer von den zahlreichen Nullbocktypen,

Leider falsch ! Der Bursche hat mit seinen zarten 23 Lenzen schon die Leitung in nem gutgehenden Büffetrestaurant !

Dagegegen sein früherer Kumpel aus begütertem Hause ,der nach 14 Jahren Schule beim Abitur abgebrochen hat und nun in einer Wohnung in der Stadt ,die Annehmlichkeiten von Hartz 4 geniesst ! Keine Frage ,daß seine Familie nix mehr mit ihm zu tun haben will !


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#42

RE: Kuba - USA

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 18.12.2014 15:14
von schnatterinchen (gelöscht)
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Zitat von Vierkrug im Beitrag #36
@schnatterinchen - ich werde mich auf keinen unqualifizierten Disput mit Dir zur Lage in Cuba hinreissen lassen. Das wäre auch von mir unfair, denn ich gehe davon aus, dass Deine "Insider-Informationen" auch nur vom Hören und Sagen stammen.
Ich bezweifele sehr stark, dass Du persönlich vor Ort die Lebensbedingungen der Cubaner kennen gelernt und miterlebt hast.
Mache Dir mal keine Sorgen um die Vermittlung des sogenannte "Feindbildes". Es ist Sache der Cubaner und nicht Deine !!! Ich stelle in Deiner Diskussionsstrategie Analogien zu anderen Themen hier Forum fest. Ich lasse mich auf ein solches Niveau nicht herunterziehen.

Um die Lebensbedingungen meines Freundes mache Du Dir mal keine Sorgen. Es reicht schon aus, wenn ich mich darum kümmere. An der Sanierung der Wohnung und deren Ausstattung habe ich mich vordergründig finanziell und materiell beteiligt und auch während meiner Aufenthalte mitgewirkt.

Du scheinst ja die Strukturen der Policía Politica sehr gut zu kennen, dann dürfte Dir auch bekannt sein, dass diese nicht ein IM-Netz wie das MfS besitzt. Partner der Policia Politica sind dann wohl mehr die CDR ( Comités de Defensa de la Revolución / Komitees zur Verteidigung der Revolution), die 1960 gegründet wurden und die heute etwa acht Millionen Mitglieder umfassen, praktisch alle Kubaner über 14 Jahre. Diese Nachbarschaftsorganisationen haben die Funktion sowohl der gegenseitigen Überwachung der Bevölkerung im anderem Sinne als auch der Sozialkontrolle.

@Gert, damit dürfte Deine Aussage hinsichtlich der "Überwachung" auch eine etwas andere Richtung bekommen.

Ich stelle auch im diesem Thread wiederum fest, dass mit wenigen Ausnahmen unsachliche und ohne Kenntnis der tatsächlichen Gegebenheiten vor Ort, Beiträge abgegeben werden, um nur zu puschen und zu provozieren. Das ist für mich keine Grundlage für eine weiterführende sachliche Diskussion, deshalb klinke ich mich jetzt hier auch aus, weil mir dafür die Zeit und der Aufwand zu schade sind. Deshalb ab sofort

Vierkrug





Danke für die Blumen,

deine Kenntnisse über Kuba sind sicher profund.
Allerdings erscheinen mir deine Berichte stets mit einer gewissen Zuckerschicht überzogen. Da Kuba als eine Art letzte Bastion gegen den Kapitalismus gilt habe ich auch ein gewisses Verständniss für etwas Schönfärberei.
Das es deinen Freunden auf Kuba gut geht ist mir vollkommen klar ,gehören sie doch wohl ausnahmslos zur einer priveligierten Schicht.
Mein Wissen stammt von einer Kubanerin, die hier seit einigen Jahren auf der VH Spanischkurse abhält und unter deren Vermittlung regelmäßig Freunde von mir nach Kuba reisen.
Erst im September diesen Jahren hielten sie sich 4Wochen auf Kuba auf. Die Frau spricht fließend Spanisch und nach einem 4tägigen Aufenthalt in Havanna bei Verwandten der kubanischen Spanischlehrerin waren sie mit einem Mietwagen unterwegs und logierten ausnahmslos in Privatunterkünften und waren so schon recht nah drann.
Die Geschichte mit dem Kühlschrank als Anschaffungsziel verbunden mit dem Verlassen der Familie für Jahre hat uns sehr berührt und wir haben unsere Freunde überredet der Familie zu helfen.
Meine Freunde waren dieses Mal das Dritte mal auf Kuba und breisen Südamerika schon seit Jahren.Aktueller kann man keine Infos über Kuba bekommen.
Als kleine Zusatzinfo sei dir gesagt , daß es wohl zu wenige Zahnärzte auf Kuba gibt und Zahnersatz für den einfachen Kubaner unbezahlbar ist,so daß viele vor allem ältere Menschen mit einem Zahnlosen Gebiss durch die Gegend laufen.
Das deine Freunde sich wohl eher nicht mit dieser Art Problemen herumschlagen müßen nehme ich einmal sehr stark an und mache mir aus diesem Grund auch keinerlei Sorgen um sie.


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#43

RE: Kuba - USA

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 18.12.2014 16:04
von Vierkrug (gelöscht)
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@schnatterinchen - Danke für Deine erläuternden und informativen Zeilen. Deine Sicht- und Betrachtungsweise sei Dir unbenommen.
Stimmt, ich habe meine eigene Sicht.

Vierkrug


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#44

RE: Kuba - USA

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 18.12.2014 17:57
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Vierkrug im Beitrag #36

Ich stelle auch im diesem Thread wiederum fest, dass mit wenigen Ausnahmen unsachliche und ohne Kenntnis der tatsächlichen Gegebenheiten vor Ort, Beiträge abgegeben werden, um nur zu puschen und zu provozieren. Das ist für mich keine Grundlage für eine weiterführende sachliche Diskussion, deshalb klinke ich mich jetzt hier auch aus, weil mir dafür die Zeit und der Aufwand zu schade sind. Deshalb ab sofort

Vierkrug



Ziehst Du dich jetzt beleidigt in deinen Elfenbeinturm zurück? Du magst ja persönlicher Bekannter der Castros, eines Ministers, irgendeines Universitätsleiters (sowas in der Art habe ich mal gelesen) und sonstiger Eliten dort sein, aber ich vermute mal vom Leben der Kubaner ohne jegliche Sonderwährung und Auslandskontakten weißt Du auch nicht viel mehr als wir. Ansonsten würde es mich schon wundern wieso Du das System so energisch verteidigst, so wunderbar kann es ja nicht sein wenn Du deinem Freund schon die Renovierung und Einrichtung sponserst, bzw. dich maßgeblich daran beteiligst. Ist es der der bei den Sicherheitsorganen war und jetzt selbstständig ist? Wie schlecht muss es dann erst den einfachen Leuten gehen die keine Gönner im kapitalistischen Ausland haben?

Nein ich erwarte nicht dass Du dich in unsere Niederungen herab begibst und antwortest, genauer gesagt glaube ich noch nicht einmal dass Du auch nur einen Buchstaben davon gelten läßt.


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#45

RE: Kuba - USA

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 18.12.2014 18:23
von FRITZE (gelöscht)
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Oha da hatte heute jemand nen schlechten Tag in der Behörde und hat jetzt die Stänkermanschetten dran !

@Sicherheitsrisiko In Strausberg gibt es doch sicher n Weihnachtsmarkt ! Geh mal paar Glühwein schlürfen und bissken frische Luft schnuppern !


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#46

RE: Kuba - USA

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 18.12.2014 18:29
von Gelöschtes Mitglied
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Äußerst angenehmer Tag gewesen, nämlich der letzte volle vor dem Urlaub. Morgen der halbe zählt ja schon nicht mehr und der Weihnachtsmarkt, na der war letztes Wochenende und lohnt sich nicht.


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#47

RE: Kuba - USA

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 18.12.2014 19:12
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von FRITZE im Beitrag #45
Oha da hatte heute jemand nen schlechten Tag in der Behörde und hat jetzt die Stänkermanschetten dran !

@Sicherheitsrisiko In Strausberg gibt es doch sicher n Weihnachtsmarkt ! Geh mal paar Glühwein schlürfen und bissken frische Luft schnuppern !



@FRITZE und du spielst offenbar heute wieder den Robin Hood, den Rächer der Enterbten und Machtlosen


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
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#48

RE: Kuba - USA

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 18.12.2014 19:17
von FRITZE (gelöscht)
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Zitat von Gert im Beitrag #47
Zitat von FRITZE im Beitrag #45
Oha da hatte heute jemand nen schlechten Tag in der Behörde und hat jetzt die Stänkermanschetten dran !

@Sicherheitsrisiko In Strausberg gibt es doch sicher n Weihnachtsmarkt ! Geh mal paar Glühwein schlürfen und bissken frische Luft schnuppern !



@FRITZE und du spielst offenbar heute wieder den Robin Hood, den Rächer der Enterbten und Machtlosen



Aber gern doch ! Steht nicht im großen Buche " Du sollst Gutes tun ! "

.


Gert hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#49

RE: Kuba - USA

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 18.12.2014 19:33
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Vierkrug im Beitrag #36

.

Du scheinst ja die Strukturen der Policía Politica sehr gut zu kennen, dann dürfte Dir auch bekannt sein, dass diese nicht ein IM-Netz wie das MfS besitzt. Partner der Policia Politica sind dann wohl mehr die CDR ( Comités de Defensa de la Revolución / Komitees zur Verteidigung der Revolution), die 1960 gegründet wurden und die heute etwa acht Millionen Mitglieder umfassen, praktisch alle Kubaner über 14 Jahre. Diese Nachbarschaftsorganisationen haben die Funktion sowohl der gegenseitigen Überwachung der Bevölkerung im anderem Sinne als auch der Sozialkontrolle.

@Gert, damit dürfte Deine Aussage hinsichtlich der "Überwachung" auch eine etwas andere Richtung bekommen.

Ich stelle auch im diesem Thread wiederum fest, dass mit wenigen Ausnahmen unsachliche und ohne Kenntnis der tatsächlichen Gegebenheiten vor Ort, Beiträge abgegeben werden, um nur zu puschen und zu provozieren. Das ist für mich keine Grundlage für eine weiterführende sachliche Diskussion, deshalb klinke ich mich jetzt hier auch aus, weil mir dafür die Zeit und der Aufwand zu schade sind. Deshalb ab sofort

Vierkrug




ja Vierkrug genau wusste ich es nicht, wie sie die Überwachung organisieren, weil sich meine Informantin damals über alles befragen liess, aber politisch mauerte, weil sie gern ihren attraktiven und lukrativen Arbeitsplatz in der Touristikbranche behalten wollte. Konnte ich verstehen. Angst war da im Spiel.
Aber ich erfuhr dass sie, die fließend Deutsch sprach, aber noch nie in Europa war, als studierte Akademikerin umgerechnet etwa 50 € im Monat verdient. Ein Arbeiter geht mit etwa 10 - 15 € nach Hause. Dann haben sie ein 2 Klassensystem von Geschäften und Währungen. Das Geschäft für den gewöhnlichen Kubaner sah sehr armselig aus, daneben gab es aber moderne Geschäfte mit Markenartikeln wie adidas , nike usw. Nur da musstest du mit der Parallelwährung CUC bezahlen, die nur mit frei konvertierbaren Währungen gekauft/getauscht werden konnte. Für alle ex DDRler ist etwa so etwas wie die Forumschecks. Der Staat greift erstmal die Devisen ab, um damit sofort zu arbeiten und stellt Schuldscheine in Form der Parallelwährung aus. Die Leute in der Touristikbranche bekamen mehr Geld von den Touris und zwar in Devisen, als sie vom Staat als Lohn bekamen. Wir waren auf einer 2 Tagetour mit 7 - 9 Leute durch Kuba unterwegs und sammelten mit Hut am Ende für die Führerin und den Busfahrer 50 €, das war nahezu ein Monatslohn des sozialistischen Arbeitgeber. Die Linken waren und sind was die Bezahlung von Mitarbeitern angeht schon immer Hungerleider.


.
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#50

RE: Kuba - USA

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 18.12.2014 19:40
von Alfred | 6.841 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #49
Zitat von Vierkrug im Beitrag #36

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Du scheinst ja die Strukturen der Policía Politica sehr gut zu kennen, dann dürfte Dir auch bekannt sein, dass diese nicht ein IM-Netz wie das MfS besitzt. Partner der Policia Politica sind dann wohl mehr die CDR ( Comités de Defensa de la Revolución / Komitees zur Verteidigung der Revolution), die 1960 gegründet wurden und die heute etwa acht Millionen Mitglieder umfassen, praktisch alle Kubaner über 14 Jahre. Diese Nachbarschaftsorganisationen haben die Funktion sowohl der gegenseitigen Überwachung der Bevölkerung im anderem Sinne als auch der Sozialkontrolle.

@Gert, damit dürfte Deine Aussage hinsichtlich der "Überwachung" auch eine etwas andere Richtung bekommen.

Ich stelle auch im diesem Thread wiederum fest, dass mit wenigen Ausnahmen unsachliche und ohne Kenntnis der tatsächlichen Gegebenheiten vor Ort, Beiträge abgegeben werden, um nur zu puschen und zu provozieren. Das ist für mich keine Grundlage für eine weiterführende sachliche Diskussion, deshalb klinke ich mich jetzt hier auch aus, weil mir dafür die Zeit und der Aufwand zu schade sind. Deshalb ab sofort

Vierkrug




ja Vierkrug genau wusste ich es nicht, wie sie die Überwachung organisieren, weil sich meine Informantin damals über alles befragen liess, aber politisch mauerte, weil sie gern ihren attraktiven und lukrativen Arbeitsplatz in der Touristikbranche behalten wollte. Konnte ich verstehen. Angst war da im Spiel.
Aber ich erfuhr dass sie, die fließend Deutsch sprach, aber noch nie in Europa war, als studierte Akademikerin umgerechnet etwa 50 € im Monat verdient. Ein Arbeiter geht mit etwa 10 - 15 € nach Hause. Dann haben sie ein 2 Klassensystem von Geschäften und Währungen. Das Geschäft für den gewöhnlichen Kubaner sah sehr armselig aus, daneben gab es aber moderne Geschäfte mit Markenartikeln wie adidas , nike usw. Nur da musstest du mit der Parallelwährung CUC bezahlen, die nur mit frei konvertierbaren Währungen gekauft/getauscht werden konnte. Für alle ex DDRler ist etwa so etwas wie die Forumschecks. Der Staat greift erstmal die Devisen ab, um damit sofort zu arbeiten und stellt Schuldscheine in Form der Parallelwährung aus. Die Leute in der Touristikbranche bekamen mehr Geld von den Touris und zwar in Devisen, als sie vom Staat als Lohn bekamen. Wir waren auf einer 2 Tagetour mit 7 - 9 Leute durch Kuba unterwegs und sammelten mit Hut am Ende für die Führerin und den Busfahrer 50 €, das war nahezu ein Monatslohn des sozialistischen Arbeitgeber. Die Linken waren und sind was die Bezahlung von Mitarbeitern angeht schon immer Hungerleider.


Gert,

dann zähl doch bitte auch mal auf, was z.B. ein Kinobesuch oder eine Fahrt mit dem Bus oder mediz. Versorgung u.ä. in Kuba kosten. trotz aller Probleme hat man in Kuba einiges erreicht. Schau mal auf das Alter was die Menschen dort erreichen u.v.a.m..


zuletzt bearbeitet 18.12.2014 19:42 | nach oben springen

#51

RE: Kuba - USA

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 18.12.2014 20:07
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Alfred im Beitrag #50
Zitat von Gert im Beitrag #49
Zitat von Vierkrug im Beitrag #36

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Du scheinst ja die Strukturen der Policía Politica sehr gut zu kennen, dann dürfte Dir auch bekannt sein, dass diese nicht ein IM-Netz wie das MfS besitzt. Partner der Policia Politica sind dann wohl mehr die CDR ( Comités de Defensa de la Revolución / Komitees zur Verteidigung der Revolution), die 1960 gegründet wurden und die heute etwa acht Millionen Mitglieder umfassen, praktisch alle Kubaner über 14 Jahre. Diese Nachbarschaftsorganisationen haben die Funktion sowohl der gegenseitigen Überwachung der Bevölkerung im anderem Sinne als auch der Sozialkontrolle.

@Gert, damit dürfte Deine Aussage hinsichtlich der "Überwachung" auch eine etwas andere Richtung bekommen.

Ich stelle auch im diesem Thread wiederum fest, dass mit wenigen Ausnahmen unsachliche und ohne Kenntnis der tatsächlichen Gegebenheiten vor Ort, Beiträge abgegeben werden, um nur zu puschen und zu provozieren. Das ist für mich keine Grundlage für eine weiterführende sachliche Diskussion, deshalb klinke ich mich jetzt hier auch aus, weil mir dafür die Zeit und der Aufwand zu schade sind. Deshalb ab sofort

Vierkrug




ja Vierkrug genau wusste ich es nicht, wie sie die Überwachung organisieren, weil sich meine Informantin damals über alles befragen liess, aber politisch mauerte, weil sie gern ihren attraktiven und lukrativen Arbeitsplatz in der Touristikbranche behalten wollte. Konnte ich verstehen. Angst war da im Spiel.
Aber ich erfuhr dass sie, die fließend Deutsch sprach, aber noch nie in Europa war, als studierte Akademikerin umgerechnet etwa 50 € im Monat verdient. Ein Arbeiter geht mit etwa 10 - 15 € nach Hause. Dann haben sie ein 2 Klassensystem von Geschäften und Währungen. Das Geschäft für den gewöhnlichen Kubaner sah sehr armselig aus, daneben gab es aber moderne Geschäfte mit Markenartikeln wie adidas , nike usw. Nur da musstest du mit der Parallelwährung CUC bezahlen, die nur mit frei konvertierbaren Währungen gekauft/getauscht werden konnte. Für alle ex DDRler ist etwa so etwas wie die Forumschecks. Der Staat greift erstmal die Devisen ab, um damit sofort zu arbeiten und stellt Schuldscheine in Form der Parallelwährung aus. Die Leute in der Touristikbranche bekamen mehr Geld von den Touris und zwar in Devisen, als sie vom Staat als Lohn bekamen. Wir waren auf einer 2 Tagetour mit 7 - 9 Leute durch Kuba unterwegs und sammelten mit Hut am Ende für die Führerin und den Busfahrer 50 €, das war nahezu ein Monatslohn des sozialistischen Arbeitgeber. Die Linken waren und sind was die Bezahlung von Mitarbeitern angeht schon immer Hungerleider.


Gert,

dann zähl doch bitte auch mal auf, was z.B. ein Kinobesuch oder eine Fahrt mit dem Bus oder mediz. Versorgung u.ä. in Kuba kosten. trotz aller Probleme hat man in Kuba einiges erreicht. Schau mal auf das Alter was die Menschen dort erreichen u.v.a.m..



Alfred, du warst offenbar noch nicht in Havanna. Während wir mit unserer kleinen Gruppe die Rundreise durch Kuba in einem modernen, neuen Mercedes Sprinterbus machten, fahren sie Linie in Havanna in sehr großen Bussen, die als Auflieger gebaut sind und von entsprechenden Zugfahrzeugen durch die Stadt gezogen werden. Die Busse sind so brechend voll, und das bei den Temperaturen offenbar ohne air condition, da könntest du mir 50 € anbieten, ich würde da nicht einsteigen. Wir standen in Havanna mit unserem gut gekühlten Mercedes an einer roten Ampel und nebenan so ein " Viehtransporter" ( Entschuldigung, soll nicht respektlos klingen aber die sehen wirklich so aus ). Die Kubaner in dem Bus standen wie die Ölsardinen, schwitzten und schauten traurig bis sehnsüchtig zu uns rüber. Mich überkam Scham und ich konnte ihren Blicken nicht standhalten. Ich habe mich für den Wohlstand schämen müssen, in dem ich lebte. Nach dieser Reise sagte ich mir, nie wieder in solch arme Länder fahren obwohl es mir im Grund gefallen hat in Kuba, nur eben solche Begegnungen nicht. Noch Fragen, Alfred ?


.
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Mahatma Gandhi
zuletzt bearbeitet 18.12.2014 20:08 | nach oben springen

#52

RE: Kuba - USA

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 18.12.2014 20:16
von Vierkrug (gelöscht)
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@Gert - danke für Deine Eindrücke und deren Schilderung.
Stimmt, der Peso convertible (peso cubano convertible), bekannt als CUC, ist neben dem Cubanischen Pesos (CUP) eine von noch zwei Währungen in Cuba und wurde 1994 eingeführt, als einheimische Alternative zum 1993 auf Cuba legalisierten US-Dollar. Der CUC ist auch wechselkursseitig an den US-Dollar gekoppelt. Wer in Besitz von US-Dollar in Cuba war oder ist, muß diese in CUC umtauschen. Ebenso auch andere Währungen, wie den Euro.
Das Verhältnis zwischen CUC und CUP war bei meinem diesjährigem Aufenthalt im Frühjahr 1 : 25. Dieses Verhältnis relativiert ein wenig den Monatsverdienst, der hier in Euro benannt wurde. Denn die Preise für Grundnahrungsmittel und den sogenannten Waren des täglichen Bedarfes sind in cubanischen Pesos ausgewiesen. Und auf den Märkten, auf denen die landwirtschaftlichen Produkte direkt vom Erzeuger erworben werden können, wird auch zu erschwinglichen Preisen mit dem cubanischem Pesos bezahlt.
Im vergangenem Jahr hatte bereits der Ministerrat Cubas Maßnahmen beschlossen, die beide parallelen Währungen wieder zusammen führen sollten. Jedoch war die Zeit etwas schneller, denn im März diesen Jahres wurde beschlossen, den CUC wieder ganz abzuschaffen, was ich auch sehr begrüße.

Vierkrug


Gert hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#53

RE: Kuba - USA

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 18.12.2014 20:17
von Alfred | 6.841 Beiträge

Gert,

es sagt doch keiner, dass in Kuba alles super ist.

Nur muss man alles sehen. Dann schreib doch mal was zum Gesundheitssystem. Auch hier gibt es noch einiges zu schaffen aber da wurde auch sehr viel erreicht. Dies müssen selbst verschiedenste Organisationen eingestehen. Sicher ist es angenehm im Bus mit Klimaanlage zu reisen aber Lebensnotwendig ist es sicher nicht. In Kuba würde auch einiges anders aussehen, würde man nicht unter den Sanktionen der USA leiden.


zuletzt bearbeitet 18.12.2014 20:18 | nach oben springen

#54

RE: Kuba - USA

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 18.12.2014 20:21
von Vierkrug (gelöscht)
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Zitat von Gert im Beitrag #51
Zitat von Alfred im Beitrag #50
Zitat von Gert im Beitrag #49
Zitat von Vierkrug im Beitrag #36

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Du scheinst ja die Strukturen der Policía Politica sehr gut zu kennen, dann dürfte Dir auch bekannt sein, dass diese nicht ein IM-Netz wie das MfS besitzt. Partner der Policia Politica sind dann wohl mehr die CDR ( Comités de Defensa de la Revolución / Komitees zur Verteidigung der Revolution), die 1960 gegründet wurden und die heute etwa acht Millionen Mitglieder umfassen, praktisch alle Kubaner über 14 Jahre. Diese Nachbarschaftsorganisationen haben die Funktion sowohl der gegenseitigen Überwachung der Bevölkerung im anderem Sinne als auch der Sozialkontrolle.

@Gert, damit dürfte Deine Aussage hinsichtlich der "Überwachung" auch eine etwas andere Richtung bekommen.

Ich stelle auch im diesem Thread wiederum fest, dass mit wenigen Ausnahmen unsachliche und ohne Kenntnis der tatsächlichen Gegebenheiten vor Ort, Beiträge abgegeben werden, um nur zu puschen und zu provozieren. Das ist für mich keine Grundlage für eine weiterführende sachliche Diskussion, deshalb klinke ich mich jetzt hier auch aus, weil mir dafür die Zeit und der Aufwand zu schade sind. Deshalb ab sofort

Vierkrug




ja Vierkrug genau wusste ich es nicht, wie sie die Überwachung organisieren, weil sich meine Informantin damals über alles befragen liess, aber politisch mauerte, weil sie gern ihren attraktiven und lukrativen Arbeitsplatz in der Touristikbranche behalten wollte. Konnte ich verstehen. Angst war da im Spiel.
Aber ich erfuhr dass sie, die fließend Deutsch sprach, aber noch nie in Europa war, als studierte Akademikerin umgerechnet etwa 50 € im Monat verdient. Ein Arbeiter geht mit etwa 10 - 15 € nach Hause. Dann haben sie ein 2 Klassensystem von Geschäften und Währungen. Das Geschäft für den gewöhnlichen Kubaner sah sehr armselig aus, daneben gab es aber moderne Geschäfte mit Markenartikeln wie adidas , nike usw. Nur da musstest du mit der Parallelwährung CUC bezahlen, die nur mit frei konvertierbaren Währungen gekauft/getauscht werden konnte. Für alle ex DDRler ist etwa so etwas wie die Forumschecks. Der Staat greift erstmal die Devisen ab, um damit sofort zu arbeiten und stellt Schuldscheine in Form der Parallelwährung aus. Die Leute in der Touristikbranche bekamen mehr Geld von den Touris und zwar in Devisen, als sie vom Staat als Lohn bekamen. Wir waren auf einer 2 Tagetour mit 7 - 9 Leute durch Kuba unterwegs und sammelten mit Hut am Ende für die Führerin und den Busfahrer 50 €, das war nahezu ein Monatslohn des sozialistischen Arbeitgeber. Die Linken waren und sind was die Bezahlung von Mitarbeitern angeht schon immer Hungerleider.


Gert,

dann zähl doch bitte auch mal auf, was z.B. ein Kinobesuch oder eine Fahrt mit dem Bus oder mediz. Versorgung u.ä. in Kuba kosten. trotz aller Probleme hat man in Kuba einiges erreicht. Schau mal auf das Alter was die Menschen dort erreichen u.v.a.m..



Alfred, du warst offenbar noch nicht in Havanna. Während wir mit unserer kleinen Gruppe die Rundreise durch Kuba in einem modernen, neuen Mercedes Sprinterbus machten, fahren sie Linie in Havanna in sehr großen Bussen, die als Auflieger gebaut sind und von entsprechenden Zugfahrzeugen durch die Stadt gezogen werden. Die Busse sind so brechend voll, und das bei den Temperaturen offenbar ohne air condition, da könntest du mir 50 € anbieten, ich würde da nicht einsteigen. Wir standen in Havanna mit unserem gut gekühlten Mercedes an einer roten Ampel und nebenan so ein " Viehtransporter" ( Entschuldigung, soll nicht respektlos klingen aber die sehen wirklich so aus ). Die Kubaner in dem Bus standen wie die Ölsardinen, schwitzten und schauten traurig bis sehnsüchtig zu uns rüber. Mich überkam Scham und ich konnte ihren Blicken nicht standhalten. Ich habe mich für den Wohlstand schämen müssen, in dem ich lebte. Nach dieser Reise sagte ich mir, nie wieder in solch arme Länder fahren obwohl es mir im Grund gefallen hat in Kuba, nur eben solche Begegnungen nicht. Noch Fragen, Alfred ?


@Gert, Du meinst bestimmt die "Camellons" Privatfoto (wie alle hier im Thread von mir veröffentlichten Fotos)


zuletzt bearbeitet 18.12.2014 20:26 | nach oben springen

#55

RE: Kuba - USA

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 18.12.2014 20:28
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Alfred im Beitrag #53
Gert,

es sagt doch keiner, dass in Kuba alles super ist.

Nur muss man alles sehen. Dann schreib doch mal was zum Gesundheitssystem. Auch hier gibt es noch einiges zu schaffen aber da wurde auch sehr viel erreicht. Dies müssen selbst verschiedenste Organisationen eingestehen. Sicher ist es angenehm im Bus mit Klimaanlage zu reisen aber Lebensnotwendig ist es sicher nicht. In Kuba würde auch einiges anders aussehen, würde man nicht unter den Sanktionen der USA leiden.

Alfred zum Gesundheitssystem kann ich nicht viel mehr sagen, als dass die Leute kostenlos behandelt werden. Wie das im Einzelnen aussieht, weiß ich nicht(@Vierkrug weiss da vielleicht mehr ) Was mir im Strassenbild auffiel war, das viele ältere Menschen mit schlechten oder gar keinen Zähnen herumliefen. Ob das am Mangel von Zahnersatz oder Geldmangel oder was auch immer liegt, weiss ich ebenso nicht.
Aber etwas Positives Alfred, trotzdem sie so arm sind, haben sie auf mich einen sehr fröhlichen Eindruck gemacht, sie lachen viel und wirken unbeschwert ( sah ich bei Spaziergängen durch Havanna, auch am berühmten Malecon, das ist so eine Promenade am Meer )


.
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Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
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#56

RE: Kuba - USA

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 18.12.2014 20:30
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Vierkrug im Beitrag #54
Zitat von Gert im Beitrag #51
Zitat von Alfred im Beitrag #50
Zitat von Gert im Beitrag #49
Zitat von Vierkrug im Beitrag #36

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Du scheinst ja die Strukturen der Policía Politica sehr gut zu kennen, dann dürfte Dir auch bekannt sein, dass diese nicht ein IM-Netz wie das MfS besitzt. Partner der Policia Politica sind dann wohl mehr die CDR ( Comités de Defensa de la Revolución / Komitees zur Verteidigung der Revolution), die 1960 gegründet wurden und die heute etwa acht Millionen Mitglieder umfassen, praktisch alle Kubaner über 14 Jahre. Diese Nachbarschaftsorganisationen haben die Funktion sowohl der gegenseitigen Überwachung der Bevölkerung im anderem Sinne als auch der Sozialkontrolle.

@Gert, damit dürfte Deine Aussage hinsichtlich der "Überwachung" auch eine etwas andere Richtung bekommen.

Ich stelle auch im diesem Thread wiederum fest, dass mit wenigen Ausnahmen unsachliche und ohne Kenntnis der tatsächlichen Gegebenheiten vor Ort, Beiträge abgegeben werden, um nur zu puschen und zu provozieren. Das ist für mich keine Grundlage für eine weiterführende sachliche Diskussion, deshalb klinke ich mich jetzt hier auch aus, weil mir dafür die Zeit und der Aufwand zu schade sind. Deshalb ab sofort

Vierkrug




ja Vierkrug genau wusste ich es nicht, wie sie die Überwachung organisieren, weil sich meine Informantin damals über alles befragen liess, aber politisch mauerte, weil sie gern ihren attraktiven und lukrativen Arbeitsplatz in der Touristikbranche behalten wollte. Konnte ich verstehen. Angst war da im Spiel.
Aber ich erfuhr dass sie, die fließend Deutsch sprach, aber noch nie in Europa war, als studierte Akademikerin umgerechnet etwa 50 € im Monat verdient. Ein Arbeiter geht mit etwa 10 - 15 € nach Hause. Dann haben sie ein 2 Klassensystem von Geschäften und Währungen. Das Geschäft für den gewöhnlichen Kubaner sah sehr armselig aus, daneben gab es aber moderne Geschäfte mit Markenartikeln wie adidas , nike usw. Nur da musstest du mit der Parallelwährung CUC bezahlen, die nur mit frei konvertierbaren Währungen gekauft/getauscht werden konnte. Für alle ex DDRler ist etwa so etwas wie die Forumschecks. Der Staat greift erstmal die Devisen ab, um damit sofort zu arbeiten und stellt Schuldscheine in Form der Parallelwährung aus. Die Leute in der Touristikbranche bekamen mehr Geld von den Touris und zwar in Devisen, als sie vom Staat als Lohn bekamen. Wir waren auf einer 2 Tagetour mit 7 - 9 Leute durch Kuba unterwegs und sammelten mit Hut am Ende für die Führerin und den Busfahrer 50 €, das war nahezu ein Monatslohn des sozialistischen Arbeitgeber. Die Linken waren und sind was die Bezahlung von Mitarbeitern angeht schon immer Hungerleider.


Gert,

dann zähl doch bitte auch mal auf, was z.B. ein Kinobesuch oder eine Fahrt mit dem Bus oder mediz. Versorgung u.ä. in Kuba kosten. trotz aller Probleme hat man in Kuba einiges erreicht. Schau mal auf das Alter was die Menschen dort erreichen u.v.a.m..



Alfred, du warst offenbar noch nicht in Havanna. Während wir mit unserer kleinen Gruppe die Rundreise durch Kuba in einem modernen, neuen Mercedes Sprinterbus machten, fahren sie Linie in Havanna in sehr großen Bussen, die als Auflieger gebaut sind und von entsprechenden Zugfahrzeugen durch die Stadt gezogen werden. Die Busse sind so brechend voll, und das bei den Temperaturen offenbar ohne air condition, da könntest du mir 50 € anbieten, ich würde da nicht einsteigen. Wir standen in Havanna mit unserem gut gekühlten Mercedes an einer roten Ampel und nebenan so ein " Viehtransporter" ( Entschuldigung, soll nicht respektlos klingen aber die sehen wirklich so aus ). Die Kubaner in dem Bus standen wie die Ölsardinen, schwitzten und schauten traurig bis sehnsüchtig zu uns rüber. Mich überkam Scham und ich konnte ihren Blicken nicht standhalten. Ich habe mich für den Wohlstand schämen müssen, in dem ich lebte. Nach dieser Reise sagte ich mir, nie wieder in solch arme Länder fahren obwohl es mir im Grund gefallen hat in Kuba, nur eben solche Begegnungen nicht. Noch Fragen, Alfred ?


@Gert, Du meinst bestimmt die "Camellons" Privatfoto (wie alle hier im Thread von mir veröffentlichten Fotos)


jo , genau diese ich sagte immer Krokodile zu den Fahrzeugen, vorne dran ein amerikanischer Mack Truck als Zugmaschine.


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Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
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#57

RE: Kuba - USA

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 18.12.2014 20:36
von Uffz.JoMu (gelöscht)
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Zitat von Gert im Beitrag #49
Zitat von Vierkrug im Beitrag #36

.

Du scheinst ja die Strukturen der Policía Politica sehr gut zu kennen, dann dürfte Dir auch bekannt sein, dass diese nicht ein IM-Netz wie das MfS besitzt. Partner der Policia Politica sind dann wohl mehr die CDR ( Comités de Defensa de la Revolución / Komitees zur Verteidigung der Revolution), die 1960 gegründet wurden und die heute etwa acht Millionen Mitglieder umfassen, praktisch alle Kubaner über 14 Jahre. Diese Nachbarschaftsorganisationen haben die Funktion sowohl der gegenseitigen Überwachung der Bevölkerung im anderem Sinne als auch der Sozialkontrolle.

@Gert, damit dürfte Deine Aussage hinsichtlich der "Überwachung" auch eine etwas andere Richtung bekommen.

Ich stelle auch im diesem Thread wiederum fest, dass mit wenigen Ausnahmen unsachliche und ohne Kenntnis der tatsächlichen Gegebenheiten vor Ort, Beiträge abgegeben werden, um nur zu puschen und zu provozieren. Das ist für mich keine Grundlage für eine weiterführende sachliche Diskussion, deshalb klinke ich mich jetzt hier auch aus, weil mir dafür die Zeit und der Aufwand zu schade sind. Deshalb ab sofort

Vierkrug




ja Vierkrug genau wusste ich es nicht, wie sie die Überwachung organisieren, weil sich meine Informantin damals über alles befragen liess, aber politisch mauerte, weil sie gern ihren attraktiven und lukrativen Arbeitsplatz in der Touristikbranche behalten wollte. Konnte ich verstehen. Angst war da im Spiel.
Aber ich erfuhr dass sie, die fließend Deutsch sprach, aber noch nie in Europa war, als studierte Akademikerin umgerechnet etwa 50 € im Monat verdient. Ein Arbeiter geht mit etwa 10 - 15 € nach Hause. Dann haben sie ein 2 Klassensystem von Geschäften und Währungen. Das Geschäft für den gewöhnlichen Kubaner sah sehr armselig aus, daneben gab es aber moderne Geschäfte mit Markenartikeln wie adidas , nike usw. Nur da musstest du mit der Parallelwährung CUC bezahlen, die nur mit frei konvertierbaren Währungen gekauft/getauscht werden konnte. Für alle ex DDRler ist etwa so etwas wie die Forumschecks. Der Staat greift erstmal die Devisen ab, um damit sofort zu arbeiten und stellt Schuldscheine in Form der Parallelwährung aus. Die Leute in der Touristikbranche bekamen mehr Geld von den Touris und zwar in Devisen, als sie vom Staat als Lohn bekamen. Wir waren auf einer 2 Tagetour mit 7 - 9 Leute durch Kuba unterwegs und sammelten mit Hut am Ende für die Führerin und den Busfahrer 50 €, das war nahezu ein Monatslohn des sozialistischen Arbeitgeber. Die Linken waren und sind was die Bezahlung von Mitarbeitern angeht schon immer Hungerleider.


das erlebe ich bei jeder Rundreise mit Bustouristikunternehmen, hier im reichen Deutschland, wo die Busfahrer und Reiseführer ein Vermögen verdienen.


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#58

RE: Kuba - USA

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 18.12.2014 20:42
von Gelöschtes Mitglied
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Krippe in Havanna, ein paar Christen gibt es dort ja auch



http://www.cubanet.org/opiniones/jesus-m...n-su-natalicio/

Santa Cubano


zuletzt bearbeitet 18.12.2014 20:47 | nach oben springen

#59

RE: Kuba - USA

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 18.12.2014 20:51
von Gelöschtes Mitglied
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Navidad en la Habana

http://www.cubanet.org/articulos/con-navidad-pero-sin-cena/

Alles leider nur in spanisch, aber es fasziniert mich, wie einige Cubaner auch Weihnachten feiern.

Da es für das sozialistische Cuba schon sehr seltsam ist, ist es für das befreundete sozialistische Venezuela noch seltsamer.
Überschrift nachfolgenden Links: "Weihnachten in Venezuela ist, wenn Maduro es will". Er wollte, aber bereits am 1. November und bei ihm heißt "Weihnachtsmarkt" -feira de natal socialista- Sozialistische Weihnachtsmesse (Messe im Sinne von Verkaufs-Ausstellung. Auf den Bildern -Link ganz unten- sieht es aber eher nach Flohmarkt aus) -

http://www.sol.pt/noticia/90861

Hier hat er allerdings im Jahr zuvor die Heiligen Drei Könige begrüßt. Ein lustiger Vogel, wie sein Vorgänger Chavez auch.
Fehlt bloß noch Castro mit Weihnachtsmannmütze vor einer Krippe knieend.



Auch in diesem Jahr die sozialistische Weihnachtsmesse am 1.11.2014 in Caracas. Motto: Nun freuet Euch, Ihr Sozialisten

http://www.noticias24.com/venezuela/noti...proceres-fotos/


zuletzt bearbeitet 18.12.2014 21:39 | nach oben springen

#60

RE: Kuba - USA

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 18.12.2014 21:45
von Vierkrug (gelöscht)
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Zitat von Reinhardinho im Beitrag #59
Navidad en la Habana

http://www.cubanet.org/articulos/con-navidad-pero-sin-cena/

Alles leider nur in spanisch, aber es fasziniert mich, wie einige Cubaner auch Weihnachten feiern.

Da es für das sozialistische Cuba schon sehr seltsam ist, ist es für das befreundete sozialistische Venezuela noch seltsamer.
Unter der Überschrift "Weihnachten in Venezuela ist, wenn Maduro es will". Er wollte, aber bereits im November und bei ihm heißt "Weihnachtsmarkt" -feira de natal socialista- Sozialistische Weihnachtsmesse (Messe im Sinne von Ausstellung) -

http://www.sol.pt/noticia/90861

Hier hat er allerdings im Jahr zuvor die Heiligen Drei Könige begrüßt. Ein lustiger Vogel, wie sein Vorgänger Chavez auch.
Fehlt bloß noch Castro mit Weihnachtsmannmütze vor einer Krippe knieend.




Fidel wurde von seiner Mutter streng katholisch erzogen und besuchte auch katholische Schulen - Raul ebenso !!! Cuba ist religionsmäßig sehr katholisch geprägt. Am ehemaligem Franziskanerkloster in Havanna, ließ Fidel eine Erinnerungstafel an den Besuch von Johannes Paul II. anbringen. Fidels größter Gegner bis zu seinem Tode war Pedro Meurice, der römisch-katholische Erzbischof von Santiago de Cuba. Er kritisierte Fidel in aller Öffentlichkeit, wie auch sein Nachfolger García Ibánez.

Blick auf die Kathedrale von Havanna, die zur Sonntagsmesse immer überfüllt ist.

Privatfoto

Vierkrug


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