#1

Am 05.12.1989 das erste mal in Westberlin

in Leben an der Berliner Mauer 03.12.2014 11:13
von bingernhier | 246 Beiträge

Vor fast 25 Jahren war ich das 1. mal in WB. Ich möchte euch meine Eindrücke schildern und fragen, wie habt ihr das 1. mal erlebt.
An der GÜST Warschauer Brücke bin ich das 1. mal nach WB gegangen.Dort angekommen, es war wie ein Kulturschock. Viele Autos vestopften den Verkehr und Autos, die es bei uns nicht gab, dann die ganzen unbekannten Düfte lagen in der Luft. Habe mich zum KADEWE aufgemacht, um zu schauen, was es dort alles gibt. Dort angekommen, habe ich es keine Stunde drin ausgehalten. Das ganze Flimmern der vielen Lichter( es war ja Vorweihnachtszeit)
war ich als DDR-Bürger nicht gewöhnt. Das riesige Überangebot an Waren, kannten wir nicht in dieser Form. Mich hat es dort gerade mal 3 Stunden gehalten und ich bin auf ganz schnellen Sohlen wieder zurück nach Hause.Als ich die Grenze wieder erreicht habe und den Fuß wieder auf Ostdeutschen Boden hatte, mußte ich erst einmal tief durchatmen. In diesem Moment dachte ich, schön wieder zu Hause zu sein. Es waren einfach zu viele Eindrücke auf einmal.
Erst im neuen Jahr(1990) bin ich wieder dort gewesen, da wußte ich, was auf mich zu kommt.Dann sah ich das auch alles mit ganz anderen Augen.
Was mir dann sofort aufgefallen ist, wie sich dubiose Schmuckhändler auf den Straßen das Geld der Ossis absahnen wollten. Viele von uns sind darauf reingefallen, weil wir so etwas bei uns nicht kennen gelernt haben.

Liebe Grüße
bingernhier


zuletzt bearbeitet 03.12.2014 11:25 | nach oben springen

#2

RE: Am 05.12.1989 das erste mal in Westberlin

in Leben an der Berliner Mauer 03.12.2014 11:26
von rotrang (gelöscht)
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Zitat von bingernhier im Beitrag #1
Vor fast 25 Jahren war ich das 1. mal in WB. Ich möchte euch meine Eindrücke schildern und fragen, wie habt ihr das 1. mal erlebt.
An der GÜST Warschauer Brücke bin ich das 1. mal nach WB gegangen.Dort angekommen, es war wie ein Kulturschock. Viele Autos vestopften den Verkehr und Autos, die es bei uns nicht gab, dann die ganzen unbekannten Düfte lagen in der Luft. Habe mich zum KADEWE aufgemacht, um zu schauen, was es dort alles gibt. Dort angekommen, habe ich es keine Stunde drin ausgehalten. Das ganze Flimmern der vielen Lichter( es war ja Vorweihnachtszeit)
war ich als DDR-Bürger nicht gewöhnt. Das riesige Überangebot an Waren, kannten wir nicht in dieser Form. Mich hat es dort gerade mal 3 Stunden gehalten und ich bin auf ganz schnellen Sohlen wieder zurück nach Hause.Als ich die Grenze wieder erreicht habe und den Fuß wieder auf Ostdeutschen Boden hatte, mußte ich erst einmal tief durchatmen. In diesem Moment dachte ich, schön wieder zu Hause zu sein. Es waren einfach zu viele Eindrücke auf einmal.
Erst im neuen Jahr(1990) bin ich wieder dort gewesen, da wußte ich, was auf mich zu kommt.Dann sah ich das auch alles mit ganz anderen Augen


Liebe Grüße
bingernhier
blau: schön wieder zu Hause zu sein
Da glaube ich ,das es viele von uns so ergangen ist, warst mit Auto auf damaligen Bundesdeutschen Gebiet bloß keine Panne bekommenals du wieder bekanntes Territorium unter den Rädern hattest sah die Welt schon anders aus. Heute man.


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zuletzt bearbeitet 03.12.2014 12:23 | nach oben springen

#3

RE: Am 05.12.1989 das erste mal in Westberlin

in Leben an der Berliner Mauer 03.12.2014 11:48
von bingernhier | 246 Beiträge

Hallo rotrang, ich bin nicht mit dem Auto rüber, sondern mit S-Bahn und den Rest zu Fuß. Mir ist es nur aufgefallen, weil ich als Fußgänger nicht über die Straßen kam.
Heute fahre ich natürlich auch mit dem Auto in den ehemaligen Westteil und ich muß sagen, das es mir immer noch keinen Spaß macht, dort Auto zu fahren, da die Vorwegweiser wie wir sie hier gewöhnt sind, dort nicht gibt oder zu spät auftauchen. Da ist ein rechtzeitiges Einordnen manchmal gar nicht möglich.


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#4

RE: Am 05.12.1989 das erste mal in Westberlin

in Leben an der Berliner Mauer 03.12.2014 12:14
von Paramite | 414 Beiträge

Servus,

an den genauen Tag kann ich mich nicht mehr erinnern, ich war erst 12 Jahre.
Wir sind damals mit dem Zug gefahren. Ich weiß noch, wir sind in irgend eine Bank und haben uns unser Begrüßungsgeld abgeholt.
Anschließend sind wir hinein in das Getümmel. Es war stressig und hektisch. Alles war voller Menschen, alles leuchtete und dudelte so vor sich hin. Bei uns war es auch die Vorweihnachtszeit.
Irgend wann stand ich mal außen vor einem Gemüsegeschäft. Ein Porsche parkte davor und ich bewunderte ihn. Nach einige Minuten kam eine Frau heraus und fragte mich, ob ich eine Banane essen möchte. Kein Scherz!! Ich sagte natürlich nicht nein.
Irgendwann waren meine Eltern draußen und wir gingen in ein riesiges Einkaufszentrum. Noch mehr Getümmel und meine Eltern kauften ein und sie kauften ein.....
Meine Mutter voll mit Süßigkeiten und mein Vater überlegte bis zum Schluss was er sich kaufte. Knapp vor Abfahrt des Zuges entschied er sich für eine Musikanlage und rannte die Rolltreppe hinauf um sich diese noch zu kaufen.
Danach war natürlich Zeitdruck und wir mussten zum Zug rennen und der war voll bis zum Rand. Wir mussten die ganze Zeit stehen von Berlin bis nach GHC. Dann wusste natürlich auch keiner ob der Zug überhaupt in GHC hält, also sind wir kurz vorher an einem Bahnübergang raus, weil der Zug dort eine Weile hielt. Gott sei Dank war der Bahnübergang mitten im Ort und ca. 1 km vor dem Bahnhof. Ob er dann nochmal hielt am Bhf weiß ich nicht.
Ich weiß noch, dass es eine Demo gab, warum weshalb weiß ich nicht. Ich glaub es waren Ausländer zumindest sahen sie so aus und natürlich Polizei mit ihren Schutzanzügen und Schildern und zudem auf Pferden. Es war laut und voller Gewalt. Dieser Eindruck verfolgte mich lange und so bildete ich mir immer Berlin ein. Somit sträubte ich mich, nochmal dahin zu fahren, was ich aber nach langer langer Zeit doch tat und nun diese Stadt bewundere. Hab sogar schon Urlaub gemacht.


Wenn du zu viel säufst, geht die Leber am Alkohol kaputt. Wenn du zu viel rauchst, haut's die Lunge auseinander. Aber das Hirn lässt sich mit allem Blödsinn füllen – es bleibt schmerzfrei! Richard Rogler

Alt werden und dumm bleiben, das ist ein richtiges Kunststück! Hans Kasper
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#5

RE: Am 05.12.1989 das erste mal in Westberlin

in Leben an der Berliner Mauer 03.12.2014 12:19
von Gelöschtes Mitglied
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Hallo @bingernhier
In Deinem Eröffnungsbeitrag hast Du den "Kulturschock" und das KADEWE erwähnt. Dazu ist mir ein Erlebnis eingfallen, über das ich kurz berichten möchte.

Irgendwann in den frühen 90ern war ich mal wieder zu einem einwöchigen Kongress in Berlin. Das Kongresshotel war das "Interconti", nicht so weit vom Tauentzien entfernt. Einmal habe ich die Mittagspause genutzt, um dorthin zu spazieren und mir besonders die "Fressetage" anzusehen.

Nun habe ich ja vorher in oder in der Nähe von Großstädten wie Düsseldorf oder Köln gelebt und "Einkaufskathedralen" waren mir nicht unbekannt. Aber das, was dort angeboten wurde, war selbst mir zu viel. Als Beispiel: Ein ca. 10 m langes Regal, in dem vom Boden bis zur Über-Kopf-Höhe Senf angeboten wurde - und zwar ausschließlich und nur Senf. Keine Ahnung, um wie viele Sorten es sich gehandelt hat, mehrere hundert dürften es gewesen sein.

In diesem Moment habe ich mich gefragt, wie es einem DDR-Bürger wohl zumute war, als er erstmalig mit einem solch überwältigenden Angebot konfrontiert wurde. Ob er es - wie ich selber - als maßlos übertrieben, schon fast als dekadent empfunden hat - oder ob er von der Fülle der verschiedenen Sorten einfach begeistert war.

In den 7 Jahren, die ich jetzt in Berlin wohne, war ich genau zweimal dort: Einmal, vor gut 5 Jahren, aus Neugier, wie es denn heute dort aussehen würde. Und das zweite mal vor wenigen Wochen, als wir Besuch aus Düsseldorf hatten und die beiden dort unbedingt ein paar Kleinigkeiten essen wollten. An einer (sehr guten) Käseplatte mit Weißbrot und einem Glas Rioja habe ich mich noch gerne beteiligt, als sie aber jeder ein halbes Dutzend Austern schlürfen und noch zwei, drei weitere, auf verschiedene Arten zubereitete Dinger essen wollten, habe ich mich ausgeklinkt. Ich mag sie einfach nicht (mein Sohn hat sie mal für mich treffend als "Rotz mit Fischgeschmack" bezeichnet) und sie sind mir auch schlicht zu teuer: Ich sehe nicht ein, warum ich den Gegenwert eines guten Menus bei einem vernünftigen Italiener auf den Tisch legen soll, um eine Menge zu essen, die locker in eine Hand passen würde.

Bedauert habe ich nur den Typen hinter der Theke und mich gefragt, was das denn für ein Schei..-Job sein muss, den ganzen Tag nichts anderes zu machen, als die Dinger aufzubrechen, eine Hälfte der Schale zu entfernen und den Rest auf einen Teller zu legen. Ich glaube, da würde ich lieber bei der Müllabfuhr anfangen - da wäre ich wenigstens an der frischen Luft.


bingernhier und Holtenauer haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#6

RE: Am 05.12.1989 das erste mal in Westberlin

in Leben an der Berliner Mauer 03.12.2014 12:27
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Dandelion im Beitrag #5
Hallo @bingernhier
In Deinem Eröffnungsbeitrag hast Du den "Kulturschock" und das KADEWE erwähnt. Dazu ist mir ein Erlebnis eingfallen, über das ich kurz berichten möchte.

Irgendwann in den frühen 90ern war ich mal wieder zu einem einwöchigen Kongress in Berlin. Das Kongresshotel war das "Interconti", nicht so weit vom Tauentzien entfernt. Einmal habe ich die Mittagspause genutzt, um dorthin zu spazieren und mir besonders die "Fressetage" anzusehen.

Nun habe ich ja vorher in oder in der Nähe von Großstädten wie Düsseldorf oder Köln gelebt und "Einkaufskathedralen" waren mir nicht unbekannt. Aber das, was dort angeboten wurde, war selbst mir zu viel. Als Beispiel: Ein ca. 10 m langes Regal, in dem vom Boden bis zur Über-Kopf-Höhe Senf angeboten wurde - und zwar ausschließlich und nur Senf. Keine Ahnung, um wie viele Sorten es sich gehandelt hat, mehrere hundert dürften es gewesen sein.

In diesem Moment habe ich mich gefragt, wie es einem DDR-Bürger wohl zumute war, als er erstmalig mit einem solch überwältigenden Angebot konfrontiert wurde. Ob er es - wie ich selber - als maßlos übertrieben, schon fast als dekadent empfunden hat - oder ob er von der Fülle der verschiedenen Sorten einfach begeistert war.

In den 7 Jahren, die ich jetzt in Berlin wohne, war ich genau zweimal dort: Einmal, vor gut 5 Jahren, aus Neugier, wie es denn heute dort aussehen würde. Und das zweite mal vor wenigen Wochen, als wir Besuch aus Düsseldorf hatten und die beiden dort unbedingt ein paar Kleinigkeiten essen wollten. An einer (sehr guten) Käseplatte mit Weißbrot und einem Glas Rioja habe ich mich noch gerne beteiligt, als sie aber jeder ein halbes Dutzend Austern schlürfen und noch zwei, drei weitere, auf verschiedene Arten zubereitete Dinger essen wollten, habe ich mich ausgeklinkt. Ich mag sie einfach nicht (mein Sohn hat sie mal für mich treffend als "Rotz mit Fischgeschmack" bezeichnet) und sie sind mir auch schlicht zu teuer: Ich sehe nicht ein, warum ich den Gegenwert eines guten Menus bei einem vernünftigen Italiener auf den Tisch legen soll, um eine Menge zu essen, die locker in eine Hand passen würde.

Bedauert habe ich nur den Typen hinter der Theke und mich gefragt, was das denn für ein Schei..-Job sein muss, den ganzen Tag nichts anderes zu machen, als die Dinger aufzubrechen, eine Hälfte der Schale zu entfernen und den Rest auf einen Teller zu legen. Ich glaube, da würde ich lieber bei der Müllabfuhr anfangen - da wäre ich wenigstens an der frischen Luft.





Es wäre schön gewesen, Du hättest es hier "eingekloppt" > Mauer > [ Westberlin ] < Mauer


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zuletzt bearbeitet 03.12.2014 12:27 | nach oben springen

#7

RE: Am 05.12.1989 das erste mal in Westberlin

in Leben an der Berliner Mauer 03.12.2014 12:27
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Paramite im Beitrag #4
Servus,

an den genauen Tag kann ich mich nicht mehr erinnern, ich war erst 12 Jahre.
Wir sind damals mit dem Zug gefahren. Ich weiß noch, wir sind in irgend eine Bank und haben uns unser Begrüßungsgeld abgeholt.
Anschließend sind wir hinein in das Getümmel. Es war stressig und hektisch. Alles war voller Menschen, alles leuchtete und dudelte so vor sich hin. Bei uns war es auch die Vorweihnachtszeit.
Irgend wann stand ich mal außen vor einem Gemüsegeschäft. Ein Porsche parkte davor und ich bewunderte ihn. Nach einige Minuten kam eine Frau heraus und fragte mich, ob ich eine Banane essen möchte. Kein Scherz!! Ich sagte natürlich nicht nein.
Irgendwann waren meine Eltern draußen und wir gingen in ein riesiges Einkaufszentrum. Noch mehr Getümmel und meine Eltern kauften ein und sie kauften ein.....
Meine Mutter voll mit Süßigkeiten und mein Vater überlegte bis zum Schluss was er sich kaufte. Knapp vor Abfahrt des Zuges entschied er sich für eine Musikanlage und rannte die Rolltreppe hinauf um sich diese noch zu kaufen.
Danach war natürlich Zeitdruck und wir mussten zum Zug rennen und der war voll bis zum Rand. Wir mussten die ganze Zeit stehen von Berlin bis nach GHC. Dann wusste natürlich auch keiner ob der Zug überhaupt in GHC hält, also sind wir kurz vorher an einem Bahnübergang raus, weil der Zug dort eine Weile hielt. Gott sei Dank war der Bahnübergang mitten im Ort und ca. 1 km vor dem Bahnhof. Ob er dann nochmal hielt am Bhf weiß ich nicht.
Ich weiß noch, dass es eine Demo gab, warum weshalb weiß ich nicht. Ich glaub es waren Ausländer zumindest sahen sie so aus und natürlich Polizei mit ihren Schutzanzügen und Schildern und zudem auf Pferden. Es war laut und voller Gewalt. Dieser Eindruck verfolgte mich lange und so bildete ich mir immer Berlin ein. Somit sträubte ich mich, nochmal dahin zu fahren, was ich aber nach langer langer Zeit doch tat und nun diese Stadt bewundere. Hab sogar schon Urlaub gemacht.



Es wäre schön gewesen, Du hättest es hier "eingekloppt" > Mauer > [ Westberlin ] < Mauer


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#8

RE: Am 05.12.1989 das erste mal in Westberlin

in Leben an der Berliner Mauer 03.12.2014 12:28
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von bingernhier im Beitrag #1
Vor fast 25 Jahren war ich das 1. mal in WB. Ich möchte euch meine Eindrücke schildern und fragen, wie habt ihr das 1. mal erlebt.
An der GÜST Warschauer Brücke bin ich das 1. mal nach WB gegangen.Dort angekommen, es war wie ein Kulturschock. Viele Autos vestopften den Verkehr und Autos, die es bei uns nicht gab, dann die ganzen unbekannten Düfte lagen in der Luft. Habe mich zum KADEWE aufgemacht, um zu schauen, was es dort alles gibt. Dort angekommen, habe ich es keine Stunde drin ausgehalten. Das ganze Flimmern der vielen Lichter( es war ja Vorweihnachtszeit)
war ich als DDR-Bürger nicht gewöhnt. Das riesige Überangebot an Waren, kannten wir nicht in dieser Form. Mich hat es dort gerade mal 3 Stunden gehalten und ich bin auf ganz schnellen Sohlen wieder zurück nach Hause.Als ich die Grenze wieder erreicht habe und den Fuß wieder auf Ostdeutschen Boden hatte, mußte ich erst einmal tief durchatmen. In diesem Moment dachte ich, schön wieder zu Hause zu sein. Es waren einfach zu viele Eindrücke auf einmal.
Erst im neuen Jahr(1990) bin ich wieder dort gewesen, da wußte ich, was auf mich zu kommt.Dann sah ich das auch alles mit ganz anderen Augen.
Was mir dann sofort aufgefallen ist, wie sich dubiose Schmuckhändler auf den Straßen das Geld der Ossis absahnen wollten. Viele von uns sind darauf reingefallen, weil wir so etwas bei uns nicht kennen gelernt haben.

Liebe Grüße
bingernhier



Es wäre schön gewesen, Du hättest es hier "eingekloppt" > Mauer > [ Westberlin ] < Mauer


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#9

RE: Am 05.12.1989 das erste mal in Westberlin

in Leben an der Berliner Mauer 03.12.2014 12:34
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Reinhardinho im Beitrag #6
Es wäre schön gewesen, Du hättest es hier "eingekloppt" > Mauer > [ Westberlin ] < Mauer


Ja, es hätte auch dorthin gepasst. Da aber die Stichworte "Kulturschock" und KADEWE hier gefallen sind, habe ich mich auch darauf bezogen und meinen Beitrag in diesen Thread "eingekloppt", wie Du es nennst.


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#10

RE: Am 05.12.1989 das erste mal in Westberlin

in Leben an der Berliner Mauer 03.12.2014 12:37
von bingernhier | 246 Beiträge

Hallo, paramite
du sagtest" Wir mussten die ganze Zeit stehen von Berlin bis nach GHC." hilf mir bitte auf die Sprünge wie heißt der Ort, aus dem ihr gekommen seit?
Ansonsten vielen Dank für deine Eindrücke. Du warst ja damals noch ein Kind, interessant, wie man sich als Kind gefühlt hat.
bingernhier


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#11

RE: Am 05.12.1989 das erste mal in Westberlin

in Leben an der Berliner Mauer 03.12.2014 12:40
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Dandelion im Beitrag #9
Zitat von Reinhardinho im Beitrag #6
Es wäre schön gewesen, Du hättest es hier "eingekloppt" > Mauer > [ Westberlin ] < Mauer


Ja, es hätte auch dorthin gepasst. Da aber die Stichworte "Kulturschock" und KADEWE hier gefallen sind, habe ich mich auch darauf bezogen und meinen Beitrag in diesen Thread "eingekloppt", wie Du es nennst.




Okay, „Getrennt marschieren – vereint schlagen (Reinhard: siegen)“


zuletzt bearbeitet 03.12.2014 12:41 | nach oben springen

#12

RE: Am 05.12.1989 das erste mal in Westberlin

in Leben an der Berliner Mauer 03.12.2014 12:40
von Paramite | 414 Beiträge

Gräfenhainichen. Liegt zwischen Wittenberg und Bitterfeld


Wenn du zu viel säufst, geht die Leber am Alkohol kaputt. Wenn du zu viel rauchst, haut's die Lunge auseinander. Aber das Hirn lässt sich mit allem Blödsinn füllen – es bleibt schmerzfrei! Richard Rogler

Alt werden und dumm bleiben, das ist ein richtiges Kunststück! Hans Kasper
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#13

RE: Am 05.12.1989 das erste mal in Westberlin

in Leben an der Berliner Mauer 03.12.2014 12:43
von bingernhier | 246 Beiträge

Hallo dandelon,
nach deiner Beschreibung, warst du 2mal in Berlin .Meine Frage ist nur zum "Essen" oder konntest du noch andere interessante Dinge wahrnehmen ?
L.G. bingernhier


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#14

RE: Am 05.12.1989 das erste mal in Westberlin

in Leben an der Berliner Mauer 03.12.2014 12:53
von bingernhier | 246 Beiträge

Hallo Reinhardinho
Deine Überschrift heißt Mauer, Westberlin, Mauer. Nur wohnten wir nicht in oder auf der Mauer, sondern in Ostberlin und das fehlte mir bei der Themensuche.
Kannst du das ein wenig verstehen?
Trotsdem weiterhin viel Spaß hier.


der glatte hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#15

RE: Am 05.12.1989 das erste mal in Westberlin

in Leben an der Berliner Mauer 03.12.2014 12:54
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von bingernhier im Beitrag #13
Hallo dandelon,
nach deiner Beschreibung, warst du 2mal in Berlin .Meine Frage ist nur zum "Essen" oder konntest du noch andere interessante Dinge wahrnehmen ?
L.G. bingernhier


Ich vermute, Du meinst mit "Berlin" das KADEWE denn wie oft ich vor meinem Umzug hierher in Berlin war, kann ich nur abschätzen: Vielleicht 15 oder 20 mal.

Nein, ich habe mir außer der Fressetage auch andere Bereiche angesehen - allerdings beileibe nicht alle: Parfum, Schmuck und Damenwäsche interessieren mich naturgemäß nicht sonderlich

Zuletzt war ich noch in der Abteilung für Herrenkonfektion, ich habe eine bestimmte Jacke von Barbour gesucht. Den Stand habe ich zwar gefunden, aber der war relativ klein und das von mir gesuchte Modell oder vergleichbare Produkte gab es nicht.


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#16

RE: Am 05.12.1989 das erste mal in Westberlin

in Leben an der Berliner Mauer 03.12.2014 12:59
von G. Michael (gelöscht)
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Moin liebe Gemeinde, das erste mal in Westberlin, oder mal was zum Lachen.
Die Grenze war auf, also los, von Leipzig aus nach WB, mit Zug. Unmöglich, es gab Schlägerein auf dem Bahnhof blos um in einen Zug reinzukommen.
Sitzplatz war überhaupt kein Thema. Also hab ich paar Tage gewartet, meine DM- Bestände eingesackt und los nach WB. Alles ganz entspannt.
Der Zug war leer. Friedrichstrasse rüber, ich war fast allein. Die Grenzer ein lächeln? grinsen im Gesicht.
In WB Alles zu, kein Begrüßungsgeld, ne Büchse DAB getrunken und zurück.
Tja so kanns gehen, wenn man icht weiß, das Buß-und Bettag ist.
Das beschriebene KADEWE habe dann später einmal besucht, dazu gibt es 2 Meinungen. Ich bin sofort wieder raus, meine Frau war gefühlte 5 Stunden im Gewühl.
G. M


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#17

RE: Am 05.12.1989 das erste mal in Westberlin

in Leben an der Berliner Mauer 03.12.2014 13:00
von Gelöschtes Mitglied
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Nachtrag: Ich glaube, mich dunkel erinnern zu können, dass ich 1965 anlässlich der schon fast obligatorischen Klassenfahrt nach Berlin schon mal im KADEWE war, aber sicher bin ich mir nicht: Fast 50 Jahre sind eine ziemlich lange Zeit.


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#18

RE: Am 05.12.1989 das erste mal in Westberlin

in Leben an der Berliner Mauer 03.12.2014 13:05
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von G. Michael im Beitrag #16
In WB Alles zu, kein Begrüßungsgeld, ne Büchse DAB getrunken und zurück.
Tja so kanns gehen, wenn man icht weiß, das Buß-und Bettag ist.

Tja, heute dürftest Du es wissen, zumal Sachsen ja das einzige Bundesland ist, das flächendeckend diesen Feiertag begeht.

Zitat von G. Michael im Beitrag #16
Das beschriebene KADEWE habe dann später einmal besucht, dazu gibt es 2 Meinungen. Ich bin sofort wieder raus, meine Frau war gefühlte 5 Stunden im Gewühl.

Du ahnst nicht, wie gut ich Dich verstehe.....


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#19

RE: Am 05.12.1989 das erste mal in Westberlin

in Leben an der Berliner Mauer 03.12.2014 13:10
von bingernhier | 246 Beiträge

Zitat von G. Michael im Beitrag #16
Moin liebe Gemeinde, das erste mal in Westberlin, oder mal was zum Lachen.
Die Grenze war auf, also los, von Leipzig aus nach WB, mit Zug. Unmöglich, es gab Schlägerein auf dem Bahnhof blos um in einen Zug reinzukommen.
Sitzplatz war überhaupt kein Thema. Also hab ich paar Tage gewartet, meine DM- Bestände eingesackt und los nach WB. Alles ganz entspannt.
Der Zug war leer. Friedrichstrasse rüber, ich war fast allein. Die Grenzer ein lächeln? grinsen im Gesicht.
In WB Alles zu, kein Begrüßungsgeld, ne Büchse DAB getrunken und zurück.
Tja so kanns gehen, wenn man icht weiß, das Buß-und Bettag ist.
Das beschriebene KADEWE habe dann später einmal besucht, dazu gibt es 2 Meinungen. Ich bin sofort wieder raus, meine Frau war gefühlte 5 Stunden im Gewühl.
G. M


Hallo G.Michael da haben wir was gemeinsam : wir haben es beide nicht lange dort ausgehalten.
Du weil nichts los war und ich wegen einen Kulturschock.


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#20

RE: Am 05.12.1989 das erste mal in Westberlin

in Leben an der Berliner Mauer 03.12.2014 13:19
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von bingernhier im Beitrag #19
Hallo G.Michael da haben wir was gemeinsam : wir haben es beide nicht lange dort ausgehalten.
Du weil nichts los war und ich wegen einen Kulturschock.

Danke, @bingernhier - damit hast Du meine Vermutung bestätigt, dass zumindest einige DDR-Bürger diesen Kulturschock empfunden haben, als sie diesen "Tempel der überquellenden Regale" erstmalig betreten haben.


bingernhier hat sich für diesen Beitrag bedankt
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