#341

RE: > Westberlin <

in Leben an der Berliner Mauer 06.12.2014 18:26
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Moskwitschka im Beitrag #339
Aber wenn gesungen wird, biste stille @KARNAK oder?

LG von der Moskwitschka


Richtig, die INTERNATIONALE sollte man besser zu Hause lassen, wobei Gott und Kommunismus ja
soweit nicht auseinander liegen...

Nur mal so die port. Version >



Spaß muss sein ....


zuletzt bearbeitet 06.12.2014 18:28 | nach oben springen

#342

RE: > Westberlin <

in Leben an der Berliner Mauer 06.12.2014 18:26
von KARNAK | 1.694 Beiträge

Zitat von Reinhardinho im Beitrag #337
Zitat von KARNAK im Beitrag #336

Aber weißt Du was, wir machen eines, am 14.12. wird das Ministerium für Staatssicherheit einen Besuch in dieser Kirche machen, dann reden wir mal Auge in Auge und in aller Freundschaft natürlich.


Gott ist ja für alle Sünder zuständig...

Na, dit is doch een Wort! Okai....freu' mich. Ich bin auch gar nicht so,
wie es hier manchmal scheint....


Na dann, gehen wir es an. Ich wäre Dir dankbar wenn Du die Presse nicht bestellst und nicht den Pfarrer samt der Gemeinde vor ab informiert. Ich betrete sowieso erst mal konspirativ den Raum.


"Das Unglück ist,dass jeder denkt, der Andere ist wie er,und dabei übersieht, dass es auch anständige Menschen gibt."
zuletzt bearbeitet 06.12.2014 18:27 | nach oben springen

#343

RE: > Westberlin <

in Leben an der Berliner Mauer 06.12.2014 18:29
von KARNAK | 1.694 Beiträge

Zitat von Moskwitschka im Beitrag #339
Aber wenn gesungen wird, biste stille @KARNAK oder?

LG von der Moskwitschka

Habe vor kurzem eine Woche in einem Kloster verbracht, da habe ich vor und nach jeder Mahlzeit gebetet, also ich habe es vorgetäuscht werde ich das mit dem Schweigen während des Singens auch hinbekommen.


"Das Unglück ist,dass jeder denkt, der Andere ist wie er,und dabei übersieht, dass es auch anständige Menschen gibt."
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#344

RE: > Westberlin <

in Leben an der Berliner Mauer 06.12.2014 18:33
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von KARNAK im Beitrag #343

Habe vor kurzem eine Woche in einem Kloster verbracht


Singet, wem Gesang gegeben, wer nicht singen kann, der singt daneben....

Im Kloster Andechs, wieder die Knobelbecher voll gesoffen?
Das sind die Heiligen.


zuletzt bearbeitet 06.12.2014 18:34 | nach oben springen

#345

RE: > Westberlin <

in Leben an der Berliner Mauer 06.12.2014 18:33
von Barbara (gelöscht)
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"Nelkenrevolution" - Portugal 1974 - "Grândola vila morena"


Rostocker und damals wars haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#346

RE: > Westberlin <

in Leben an der Berliner Mauer 06.12.2014 18:38
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Barbara im Beitrag #345
"Nelkenrevolution" - Portugal 1974 - "Grândola vila morena"




Eu sei - Ich weis, aber/mas obrigado! Muito obrigado. Obrigadinho de Reinhardinho.


zuletzt bearbeitet 06.12.2014 18:39 | nach oben springen

#347

RE: > Westberlin <

in Leben an der Berliner Mauer 06.12.2014 18:41
von Barbara (gelöscht)
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Ich krieg immer noch Schauer, wenn ich das höre.

für alle:
wenn man das Video startet: dort wird im Vortext nochmal der historische Hintergrund des Liedes aufgezeigt.
Historisch gesehen nicht nur eine portugiesische sondern auch eine europäische Sternstunden im 20 Jhdt.
.


damals wars hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#348

RE: > Westberlin <

in Leben an der Berliner Mauer 06.12.2014 18:46
von damals wars | 12.147 Beiträge

Jetzt hört aber auf. Die zittern sich sowieso nur noch in den Schlaf seit der Wahl in Thüringen.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#349

RE: > Westberlin <

in Leben an der Berliner Mauer 06.12.2014 18:48
von Barbara (gelöscht)
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Liebe Moskwitschka, wenn du - trotz aller gesellschaftlichen Verpflichtungen - es trotzdem noch schaffen würdest, das andere noch in Aussicht gestellte Video zu Klein-Glienicke zu finden - fände ich das super Spitze!
Bin im Klein-Glienecke-Rausch :-)


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#350

RE: > Westberlin <

in Leben an der Berliner Mauer 06.12.2014 18:58
von Gelöschtes Mitglied
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Leider gibt es die ausdrucksstarke Version von Degenhardt
nicht mehr bei/auf YouTube. Hier aber auch auf deutsch >


zuletzt bearbeitet 06.12.2014 19:01 | nach oben springen

#351

RE: > Westberlin <

in Leben an der Berliner Mauer 06.12.2014 20:02
von andy | 1.199 Beiträge

Zitat von Barbara im Beitrag #349
Liebe Moskwitschka, wenn du - trotz aller gesellschaftlichen Verpflichtungen - es trotzdem noch schaffen würdest, das andere noch in Aussicht gestellte Video zu Klein-Glienicke zu finden - fände ich das super Spitze!
Bin im Klein-Glienecke-Rausch :-)



Was hat Dich in diesen Rausch versetzt Barbara?


andy


Komm, wir essen Opa. Satzzeichen können Leben retten.
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#352

RE: > Westberlin <

in Leben an der Berliner Mauer 06.12.2014 20:05
von Moskwitschka (gelöscht)
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@andy hat ja gerade die Kurve zum Thema bekommen

Zur Überbrückung trotzdem mein Beitrag zum Thema Berlin


Günter Neumann und seine Insulaner

LG von der Moskwitschka


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#353

RE: > Westberlin <

in Leben an der Berliner Mauer 06.12.2014 20:09
von Gelöschtes Mitglied
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Einmal, es war Heiligabend in Westberlin, ich konnte nicht nach Ost fahren. Ganz allein feierte ich mit meinem Freund Jürgen aus dem Jungenheim in meiner kleinen, winzigen Ein-Zimmerwohnung in Steglitz. Wo Claus war, weis ich nicht mehr. Ich kaufte alle Zutaten für eine Feuerzangenbowle. Zuckerhut, Wein und Rum. Es wollte der Zuckerhut nicht so richtig brennen. Also goß ich Rum nach, goß Rum nach und goß Rum nach. Plötzlich gab es eine Stichflamme bis unter die Decke. Die Feuerzangenbowle war richtig. Wir waren sternhagel besoffen. Dennoch war es ein sehr trauriger Heiligabend.

Jürgen wohnte dann später auch in diesem Haus, Seitenflügel, und kaufte sich eine Schrankwand, die 10 cm zu lang war für das kleine Zimmer. Ich hatte mich halb tot gelacht. Als Michael (mein Fluchtkumpel) einmal zu Besuch war, kleiner Umtrunk, fiel er in meinen Kacheltisch, der völlig zerbrach. Wir warfen ihn (Tisch), die Tischreste, nicht den Michael, obwohl es besser gewesen wäre, dann bei mir des Nächtens aus dem Fenster des 2. Stocks. Wahre Freunde eben.


zuletzt bearbeitet 06.12.2014 20:25 | nach oben springen

#354

RE: > Westberlin <

in Leben an der Berliner Mauer 06.12.2014 20:26
von andy | 1.199 Beiträge

Zitat von Moskwitschka im Beitrag #352
@andy hat ja gerade die Kurve zum Thema bekommen

Zur Überbrückung trotzdem mein Beitrag zum Thema Berlin


Günter Neumann und seine Insulaner

LG von der Moskwitschka



Hm, ist mir gar nicht bewusst, dass ich eine Kurve zum Thema bekommen habe, hilf mir mal.


andy


Komm, wir essen Opa. Satzzeichen können Leben retten.
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#355

RE: > Westberlin <

in Leben an der Berliner Mauer 06.12.2014 20:42
von Gelöschtes Mitglied
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Kleine Drogengeschichte.

Einmal klaute ich in der U-Bahn einen unter dem Sitz befindlichen Feuerlöscher. Der ruhte dann lange Zeit bei mir. Es kam aber der Tag, das wir einen LSD-Trip probierten. Ich wohnte zu dieser Zeit noch in einer kleinen Kellerwohnung in der Steglitzer Wiesbadener Straße 85. Ofenheizung. Das war eine wilde Zeit. Jürgen, Jürgen und ich auf LSD. Michael wohl nicht, denn der war ja der Dealer. Kurzerhand nahm ich an diesem kalten Wintertag den Feuerlöscher und probierte ihn auf der Straße mit meinen Kumpels aus, prüfte, ob er im Gefahrenfall auch richtig funktionierte. Es war später Nachmittag und die braven Bürger kamen alle von ihrer Arbeit. Gott sei dank, war die Wiesbadener Straße nicht so frequentiert. Es gab einen riesigen Schaumberg auf dem Bürgersteig. Meine Kumpels verzogen sich alle. Ich musste noch weiter zu einem kleinen Laden und mir eine Packung Briketts für den Kachelofen holen. Ich schwebte, flog fast zu diesem Laden hin. Die Welt sah so aus, wie in Halle damals. Alles schwefelgelb. Der Trip nannte sich ja auch Yellow Sunshine. Wie wahr, wie wahr. Natürlich nur in meinem Kopf. Werde ich nie vergessen.

Danach legte ich mich einmal draußen auf dem Hof unter einen Baum in den Schnee, der Winter war schon voran geschritten und die Kumpels holten mich rein, sonst würde ich wohl heute hier nicht sitzen und diese Erlebnisse aufschreiben. Wahre Freunde eben.

Diese wahre Begebenheit gereicht mir nicht gerade zur Ehre, aber ich will sie Euch dennoch nicht vorenthalten. Ich war ja nicht immer der liebe, obwohl anders halt. Mit dieser Art Droge ging ich recht vorsichtig um. Sie wirkte bis zu 8 Stunden. Die Male, wo ich sie probierte, kann man an den Fingern zweier Hände abzählen. Aber immer ein Erlebnis der außerirdischen Art.


zuletzt bearbeitet 06.12.2014 21:08 | nach oben springen

#356

RE: > Westberlin <

in Leben an der Berliner Mauer 06.12.2014 21:08
von Moskwitschka (gelöscht)
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@andy Das "Berauschen" in @Barbara s Beitrag hat mich auch irritiert.

Klein Glienicke ist wie ein Schmelztiegel der DDR. Die einen haben sich aus was für Gründen auch immer arrangiert, andere haben es nicht ausgehalten. Für die einen war es normal, für die anderen die bitterste Erfahrung.

Ich persönlich hätte es in Klein Glienicke nicht ausgehalten. Mir war schon die große DDR zu eng Nicht in Bezug der Freizügigkeit des Reisens, sondern des Denkens und des Handelns. Von Berlin, dem eigentlichen Thema in diesem thread, ganz zu schweigen. Obwohl ich mich auch da im Alltag mit der Mauer arrangiert habe.

LG von der Moskwitschka


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#357

RE: > Westberlin <

in Leben an der Berliner Mauer 06.12.2014 21:13
von Lutze | 8.034 Beiträge

Zitat von Reinhardinho im Beitrag #355
Kleine Drogengeschichte.

Einmal klaute ich in der U-Bahn einen unter dem Sitz befindlichen Feuerlöscher. Der ruhte dann lange Zeit bei mir. Es kam aber der Tag, das wir einen LSD-Trip probierten. Ich wohnte zu dieser Zeit noch in einer kleinen Kellerwohnung in der Steglitzer Wiesbadener Straße 85. Ofenheizung. Das war eine wilde Zeit. Jürgen, Jürgen und ich auf LSD. Michael wohl nicht, denn der war ja der Dealer. Kurzerhand nahm ich an diesem kalten Wintertag den Feuerlöscher und probierte ihn auf der Straße mit meinen Kumpels aus, prüfte, ob er im Gefahrenfall auch richtig funktionierte. Es war später Nachmittag und die braven Bürger kamen alle von ihrer Arbeit. Gott sei dank, war die Wiesbadener Straße nicht so frequentiert. Es gab einen riesigen Schaumberg auf dem Bürgersteig. Meine Kumpels verzogen sich alle. Ich musste noch weiter zu einem kleinen Laden und mir eine Packung Briketts für den Kachelofen holen. Ich schwebte, flog fast zu diesem Laden hin. Die Welt sah so aus, wie in Halle damals. Alles schwefelgelb. Der Trip nannte sich ja auch Yellow Sunshine. Wie wahr, wie wahr. Natürlich nur in meinem Kopf. Werde ich nie vergessen.

Danach legte ich mich einmal draußen auf dem Hof unter einen Baum in den Schnee, der Winter war schon voran geschritten und die Kumpels holten mich rein, sonst würde ich wohl heute hier nicht sitzen und diese Erlebnisse aufschreiben. Wahre Freunde eben.

Diese wahre Begebenheit gereicht mir nicht gerade zur Ehre, aber ich will sie Euch dennoch nicht vorenthalten. Ich war ja nicht immer der liebe, obwohl anders halt. Mit dieser Art Droge ging ich recht vorsichtig um. Sie wirkte bis zu 8 Stunden. Die Male, wo ich sie probierte, kann man an den Fingern zweier Hände abzählen. Aber immer ein Erlebnis der außerirdischen Art.

da hast du ja einiges auf dem Kerbholz,
Diestahl,Rauschgift,beabsichtigte Provokationen an der Grenze,
was kommt als nächstes?
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
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#358

RE: > Westberlin <

in Leben an der Berliner Mauer 06.12.2014 21:15
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Lutze im Beitrag #357

Diebstahl, Rauschgift, beabsichtigte Provokationen an der Grenze,
was kommt als nächstes?
Lutze


beabsichtigte?

Warten wir es gemeinsam ab, was mir noch so einfällt.

Gruß Reinhard


Lutze hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 06.12.2014 21:16 | nach oben springen

#359

RE: > Westberlin <

in Leben an der Berliner Mauer 06.12.2014 21:16
von Moskwitschka (gelöscht)
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Zitat von Reinhardinho im Beitrag #353
Einmal, es war Heiligabend in Westberlin, ich konnte nicht nach Ost fahren. Ganz allein feierte ich mit meinem Freund Jürgen aus dem Jungenheim in meiner kleinen, winzigen Ein-Zimmerwohnung in Steglitz. Wo Claus war, weis ich nicht mehr. Ich kaufte alle Zutaten für eine Feuerzangenbowle. Zuckerhut, Wein und Rum. Es wollte der Zuckerhut nicht so richtig brennen. Also goß ich Rum nach, goß Rum nach und goß Rum nach. Plötzlich gab es eine Stichflamme bis unter die Decke. Die Feuerzangenbowle war richtig. Wir waren sternhagel besoffen. Dennoch war es ein sehr trauriger Heiligabend.


Weihnachten war immer besonders schlimm für Menschen und Familien die im großen Berlin getrennt waren. Da halfen auch keine Westpakete oder Kerzen im Fenster. Irgendwann kam am Abend der Punkt, dass man sich fragte - Warum. Oder was macht wohl die Schwägerin im ach so nahen Reinickendorf. Fröhliche Weihnachten waren anders, wenn man von lieben Menschen getrennt war.

LG von der Moskwitschka


Lutze hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#360

RE: > Westberlin <

in Leben an der Berliner Mauer 06.12.2014 21:45
von andy | 1.199 Beiträge

Zitat von Barbara im Beitrag #246
Haben wir im Forum Leute die in Klein-Glienicke gewohnt haben? ich kann mich da überhaupt nicht reinversetzen, das ist doch hochgradig Klaustrophobie auslösend und dann wahrscheinlich noch die ganze Nacht unter Flutlicht, du lieber Gott, ist das pervers...



Ja, haben wir.
Ich kam 1983 aus Berlin nach Potsdam und wohnte zunächst in einem Ledigenwohnheim in Kleinmachnow. 1985 habe ich geheiratet und bekam Ende 85 eine 100 qm Altbauwohnung in der Klein Glienicker Wannseestr., die allerdings nur 2 Zimmer und eine unbeheizte Loggia hatte. Vor mir wohnte dort eine Familie mit 4 Kindern, die im Potsdamer Neubaugebiet Stern eine 4-Raum-Wohnung erhielt.
Wir haben dort gern gewohnt und es hatte mit Klaustrophobie überhaupt nichts zu tun. Flutlicht habe ich an dser Grenze nicht kennen gelernt. Klar, der Grenzabschnitt war beleuchtet, aber das waren ganz normale Strassenlaternen, hat uns überhaupt nicht gestört und wir hatten die Mauer quasi als Gartenzaun. Die Grenzstreife kam alle Stunde mal durch den Abschnitt, entweder mit dem Stoffhund oder dem Krad - nachts auch bei offenem Fenster nicht weiter störend. Im Ort gab es eine Konsum-Verkaufsstelle für Lebensmittel, eine Fleischverkaufsstelle, einen Laden für Waren des täglichen Bedarfs (WtB) sowie eine Gaststätte (Bürgershof). Die Läden wurden gut versorgt und in dem WtB ging meine Frau regelmäßig Klamotten für unsere Töchter einkaufen. Die Sachen konnte man dann ohne Bezahlung zum anprobieren mitnehmen und ging dann eben eine Woche später zum bezahlen. Es gab damals sehr viele junge Familien mit Kindern in Klein Glienicke. Die Kinder haben auf der Strasse gespielt - ausser dem Individualverkehr der Bewohner gab es ja keinen Durchgangsverkehr. Verschwinden konnten die Kleinen auch nicht, es war ja ein grosser Zaun drumrum. Klein Glienicke hatte einen dörflichen Charakter, in meiner Nachbarschaft wurden Gänse gehalten und die liefen frei auf der Wiese rum.
Einen entscheidenden Nachteil hatte Klein Glienicke allerding: Es war Sperrgebiet und man benötigte einen Passierschein, um da rein zu kommen. Meine gesamte Familie und meine engsten Freunde hatten Dauerpassierscheine, die ich ganz normal bei der VP beantragt habe. Für ungeplante Besuche hatte ich einen Dienstausweis der mir gestattete, Personen ohne Kontrolle in das Grenzgebiet mitzunehmen - zweifellos ein Privileg, welches ich auch ab und zu meinen befreundeten Nachbarn zukommen ließ, aber auch dort hatten die Verwandten i.d.R. Dauerpassierscheine - Ende der 80'er war das eigentlich kein Problem mehr.

Übrigens, ich habe es hier schon mal geschrieben, in Klein Glienicke wohnten überwiegend ganz normale Leute. Mein unmittelbarer Nachbar hat als Elektriker im WBK gearbeitet, ein weiterer war Kraftfahrer, Filmvorführer an der Filmhochschule Potsdam, Verkäuferin, Schlosser uvm.
Neben mir kannte ich in Klein Glienicke keine 10 MfS-MA, einige Grenzer und ein paar Polizisten, der Rest waren ganz normale Leute und Klein Glienicke hatte am Ende der 80'er Jahre ca. 250 Einwohner.


andy


Komm, wir essen Opa. Satzzeichen können Leben retten.
damals wars hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 06.12.2014 21:55 | nach oben springen



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