#1

Westfernsehen in der DDR

in Presse Artikel Grenze 30.11.2014 09:26
von RalphT | 868 Beiträge

Gerade beim Surfen entdeckt:

Das war schon eine Herausforderung bei Dresden die ARD oder ZDF zu empfangen.

https://www.youtube.com/watch?gl=DE&hl=de&v=IbIocNFHnTM


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#2

RE: Westfernsehen in der DDR

in Presse Artikel Grenze 30.11.2014 10:22
von eisenringtheo | 9.158 Beiträge

Es gab Nachbarn im Block, wo ich zu Gast war, die schauten nur selektiv Westfernsehen, weil sie dachten, man würde staatlicherseits wissen, wer wann West guckt. Stichwort "Mediacontrol" und "Zuseherforschung".
Manchmal waren die DDR Bürger schwer zu begreifen. Einerseits misstrauisch was die eigenen Behörden angeht, und zwar einige bis zum geht nicht mehr, andererseits hatte alles was mit dem Westen zu tun hatte, schon mal einen gewaltigen "Bonus".
Theo


EMW-Mitarbeiter und Damals87 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#3

RE: Westfernsehen in der DDR

in Presse Artikel Grenze 30.11.2014 10:43
von andyman | 1.871 Beiträge

Zitat von RalphT im Beitrag #1
Gerade beim Surfen entdeckt:

Das war schon eine Herausforderung bei Dresden die ARD oder ZDF zu empfangen.

https://www.youtube.com/watch?gl=DE&hl=de&v=IbIocNFHnTM



@RalphT
Hallo.Thema hatten wir schon mal.Guckst du hier Das Tal der Ahnungslosen (2)
Schönen 1.Advent allen Usern andyman


Gruß aus Südschweden
Was nützt alles Hasten und Jagen,auch du bist nur ein Tropfen im Meer der Unendlichkeit. Confuzius
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#4

RE: Westfernsehen in der DDR

in Presse Artikel Grenze 30.11.2014 11:54
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von eisenringtheo im Beitrag #2
Es gab Nachbarn im Block, wo ich zu Gast war, die schauten nur selektiv Westfernsehen, weil sie dachten, man würde staatlicherseits wissen, wer wann West guckt. Stichwort "Mediacontrol" und "Zuseherforschung".
Manchmal waren die DDR Bürger schwer zu begreifen. Einerseits misstrauisch was die eigenen Behörden angeht, und zwar einige bis zum geht nicht mehr, andererseits hatte alles was mit dem Westen zu tun hatte, schon mal einen gewaltigen "Bonus".
Theo


In den Achtzigern kam das Westfernsehen oft ganz einfach aus der Antennen-Dose, konntest du gucken, am liebsten die RTL-Anfänge, Tuttifrutti war das bewegende morgendliche Thema unter den Arbeitskollegen, die Aktuelle Kamera nicht.
Beim Bau der Antennen-Anlagen schwangen auch stramme Genossen mit Inbrunst die Schaufel, die wollten auch endlich anstöpseln


zuletzt bearbeitet 30.11.2014 11:57 | nach oben springen

#5

RE: Westfernsehen in der DDR

in Presse Artikel Grenze 30.11.2014 11:59
von furry | 3.562 Beiträge

Kann sich noch jemand an das Gerücht erinnern, dass nach Mitternacht immer ein erotisches Filmchen laufen sollte, wenn auf der Uhr vor der Tagesschau ein weißer Punkt aufblinkt?

Ich kann mich nicht erinnern, so einen Punkt gesehen zu haben und wäre er erschienen, war ich noch in einem Alter, in dem der Zeitpunkt des Zubettgehens vorgeschrieben wurde.


"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)
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#6

RE: Westfernsehen in der DDR

in Presse Artikel Grenze 30.11.2014 12:04
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von furry im Beitrag #5
Kann sich noch jemand an das Gerücht erinnern, dass nach Mitternacht immer ein erotisches Filmchen laufen sollte, wenn auf der Uhr vor der Tagesschau ein weißer Punkt aufblinkt?

Ich kann mich nicht erinnern, so einen Punkt gesehen zu haben und wäre er erschienen, war ich noch in einem Alter, in dem der Zeitpunkt des Zubettgehens vorgeschrieben wurde.


Wenn ich früher bierseelig nach dem Schwoof nochmal die Flimmerkiste eingeschalten hab, tapsten immer nur die eigentlich eher lustigen als schrecklichen Godzillas über die Mattscheibe und das wegen dem Bier auch noch in Gruppe, was erotisches wär mir ehrlich gesagt da auch lieber gewesen


zuletzt bearbeitet 30.11.2014 12:05 | nach oben springen

#7

RE: Westfernsehen in der DDR

in Presse Artikel Grenze 30.11.2014 12:07
von polsam | 574 Beiträge

Im Berliner Raum war der Empfang des Westfernsehen ja kein Problem.
Ich kann mich aber erinnern, das mein Vater Anfang/Mitte der 60er die Antenne zu diesem Zweck unter das Dach seines Hauses angebracht hatte.
Es gab da regelmäßig Kontrollgänge von eifrigen Genossen im Wohnbezirk die dan Andere anschwärzten, weil so eine Antenne auf dem dach war, oder der Fernsehapparat zu einer Zeit lief als das DDR-Fernsehen nicht mehr sendete. In der Wohnung war, neben den Fensterladen von außen , noch dunkler Vorhangstoff vor dem Fenster.
Und wir Kinder wurden belehrt nicht über das Gesehene zu reden.

Auch Anfang der 70er war die Kontrolle noch da. Ich wohnte in einem Altbau, die Fenster zur Straßenfront. Da bin ich auch schon mal vom Parteisekretär gefragt worden warum denn bei mir in der Wohnung der Fernsehapparat noch lief als gar keine Sendung mehr war. Man habe ihm dieses mitgeteilt.


zuletzt bearbeitet 30.11.2014 12:07 | nach oben springen

#8

RE: Westfernsehen in der DDR

in Presse Artikel Grenze 30.11.2014 12:07
von furry | 3.562 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #6

Wenn ich früher bierseelig nach dem Schwoof nochmal die Flimmerkiste eingeschalten hab, tapsten immer nur die eigentlich eher lustigen als schrecklichen Godzillas über die Mattscheibe und das wegen dem Bier auch noch in Gruppe, was erotisches wär mir ehrlich gesagt da auch lieber gewesen


@Grenzwolf62 , als das Gerücht umging, hast Du sicher noch im "Bummi" gelesen.


"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)
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#9

RE: Westfernsehen in der DDR

in Presse Artikel Grenze 30.11.2014 12:07
von Galaxy (gelöscht)
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Bei uns daheim war westfernsehen tabu.Allerdings in der Verwandtschaft und später bei mir waren ARD, ZDF und die Dritten fester Bestandteil des Fernsehguckens. Das bezog sich auch auf fast jede mir bekannte Familie.


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#10

RE: Westfernsehen in der DDR

in Presse Artikel Grenze 30.11.2014 12:08
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von furry im Beitrag #8
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #6

Wenn ich früher bierseelig nach dem Schwoof nochmal die Flimmerkiste eingeschalten hab, tapsten immer nur die eigentlich eher lustigen als schrecklichen Godzillas über die Mattscheibe und das wegen dem Bier auch noch in Gruppe, was erotisches wär mir ehrlich gesagt da auch lieber gewesen


@Grenzwolf62 , als das Gerücht umging, hast Du sicher noch im "Bummi" gelesen.


Nö, ich hab natürlich schon immer in der "Bild" gelesen, hat mir meine Oma mitgebracht


zuletzt bearbeitet 30.11.2014 12:13 | nach oben springen

#11

RE: Westfernsehen in der DDR

in Presse Artikel Grenze 30.11.2014 12:40
von Pzella 82 | 356 Beiträge

Moin Jemeinde,

als jebürtiger Berliner und dank einem Elternhaus, in dem auch Westfernsehen jesehen wurde, setzte ich dieses Konsumverhalten (was das Fernsehen anging) in meiner ersten eigenen Wohnung im F´hain nahtlos fort. An irjendwelche Blinkspiele inner Uhr kann ick mich nicht erinnern (um 1983). Aber immer, wenn ick vor der Glotze einjepennt bin und in der Nacht um zweie wieder wach wurde lief uff allen Kanälen der Klassiker "Kampf der Fliegen".....


...poor man wanna be rich, rich man wanna be king
and a king ain´t satisfied ´til he rules everything....Bruce Springsteen
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#12

RE: Westfernsehen in der DDR

in Presse Artikel Grenze 30.11.2014 13:13
von HG19801 | 1.613 Beiträge

Zitat von furry im Beitrag #5
Kann sich noch jemand an das Gerücht erinnern, dass nach Mitternacht immer ein erotisches Filmchen laufen sollte, wenn auf der Uhr vor der Tagesschau ein weißer Punkt aufblinkt?
Von einem blinkenden Fleck auf der Uhr weiß ich nichts.
Allerdings lief vor dem Schneegestöber das Programm für der nächsten Tag in Form eines Abspanns über die Flimmerkiste. Dort war unter der letzten Sendung ein weißer Punkt, von dem das Gerücht ausging. Jedoch konnte man glotzen so lange man wollte, es blieb beim Schneegestöber.


"Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit,
aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher." – Albert Einstein


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#13

RE: Westfernsehen in der DDR

in Presse Artikel Grenze 30.11.2014 13:20
von GKUS64 | 1.606 Beiträge

Hallo erstmal,

auch ich war einmal ein Talbewohner. So gegen 1988 bildete sich in unserem Wohngebiet Johannstadt/Süd eine Antennengemeinschaft, angeführt von 3 Experten. Wir zahlten ca. 180,00 DDR-Mark ein und mit einem großen Spiegel auf einem 10-Geschosser und der Einspeisung in die bereits vorhandene Antennenverkabelung waren wir bald glückliche Tutti-Frutti-Seher (ich habe das natürlich aus moralischen Gründen abgelehnt und mir nur hochwertige Sendungen angeschaut!!!). In Ermangelung von Fernsehprogrammen gab es bald wieder neue Initiativen im Wohngebiet. Mit mechanischen Schreibmaschinen wurden eingeschmuggelte Programmzeitschriften abgeschrieben (Vervielfältigung mit Durchschlagpapier war natürlich begrenzt) und an gute Bekannte weitergegeben bzw. verkauft. Ich bekam immer ein Wochenexemplar für 20 Pfennige (Vorzugspreis!).
Ja die Sachsen sind eben erfinderisch!

Einen schönen 1. Advent mit neuem Sendersuchlauf wünscht der

GKUS64


andyman hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#14

RE: Westfernsehen in der DDR

in Presse Artikel Grenze 30.11.2014 14:47
von eisenringtheo | 9.158 Beiträge

Tutti frutti kam doch erst 1990, also in der Nachwende. Es war damals ein Jahr, als man versuchte, uns 3D schmackhaft zu machen. Regemässig versucht man uns das schmackhaft zu machen, durchgesetzt hat es sich bis heute nicht.


Theo


damals wars hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#15

RE: Westfernsehen in der DDR

in Presse Artikel Grenze 30.11.2014 14:55
von DoreHolm | 7.677 Beiträge

Zitat von polsam im Beitrag #7
Im Berliner Raum war der Empfang des Westfernsehen ja kein Problem.
Ich kann mich aber erinnern, das mein Vater Anfang/Mitte der 60er die Antenne zu diesem Zweck unter das Dach seines Hauses angebracht hatte.
Es gab da regelmäßig Kontrollgänge von eifrigen Genossen im Wohnbezirk die dan Andere anschwärzten, weil so eine Antenne auf dem dach war, oder der Fernsehapparat zu einer Zeit lief als das DDR-Fernsehen nicht mehr sendete. In der Wohnung war, neben den Fensterladen von außen , noch dunkler Vorhangstoff vor dem Fenster.
Und wir Kinder wurden belehrt nicht über das Gesehene zu reden.

Auch Anfang der 70er war die Kontrolle noch da. Ich wohnte in einem Altbau, die Fenster zur Straßenfront. Da bin ich auch schon mal vom Parteisekretär gefragt worden warum denn bei mir in der Wohnung der Fernsehapparat noch lief als gar keine Sendung mehr war. Man habe ihm dieses mitgeteilt.





Lila: Da ist es wieder, diese selektive Wahnehmung von Ereignissen. Seit einigen Wochen läuft dazu in der TA-Leserseite eine kontroverse Diskussion über angebliche oder tatsächliche Dransalierungen von Westfernsehengucker bis hin zur Behauptung, daß derjenige dafür im Gefängnis gelandet wäre. Ich habe mich an dieser Leserdiskussion beteiligt, weil bestimmte Behauptungen zu hahnebüchen waren. Entweder sind da noch andere Dinge gelaufen, die tunlichst verschwiegen werden oder es handelt sich tatsächlich um die zeit der 50er, in der noch schier unglaubliche Sachen passiert sind. Ganz klar herrschte damals ein wesentlich diktatorischer Umgang mit Westsendergucker als später, so ab Anfang der 60er. Übrigens, ab wann kamen denn flächendeckend die Fernseher in der DDR auf ? Hatten den in den 50ern die meisten schon einen Fernseher ? Als die Ochsenkopf-Aktion lief (muß so 62/63 gewesen sein, sagte mein Vater ganz klar, daß ihm keiner auf´s Dach steigt und er entscheidet, was seine Kinder gucken (die Westernserien gehörten in´s Guck-Programm,). Ich weiß noch, daß immer Sonntags die Vorschau der kommenden Woche lief und aufgeschrieben wurde, wann welche interessante Sendung lief. Solche Aktionen, daß Wichtigtuer draußen rumliefen, um zu melden, ob der Bürger XYZ Westsender an hat, sind mir nicht verinnerlich. Entweder sind sie bei uns nicht vorgekommen oder es wurde sowas keine Bedeutung beigemessen. Was die öffentliche Diskussion z.B. im Kollegenkreis über bestimmte Sendungen (meist Filme) von ARD/ZDF betrifft, kann ich, zumindest ab der Zeit, ab der ich mich auch politisch interessierte, nicht behaupten, daß irgendwem dadurch Nachteile Erwachsen sind. Wenn es solche Anscheißer gab, hatten ihre Informationen wohl keine nenneswerten Auswirkungen auf die Betreffenden. Es wird aber so sein, wenn in der Hirarchiefolge von Wichtigtuer/Zuträger/mißgünstiger Nachbar - Emporkömmling/Karrierist - Übereifriger - Vorgesetzter (politisch als SED-Funktionär) oder fachlich alle 150%ig gestrickt waren, daß dann doch versucht wurde, den Westgucker irgendwie an´s Bein zu pinkeln. War diese Hirarchielinie an 155%igen unterbrochen, weil ein vernünftiger Mensch dazwischen saß, passierte auch nichts. Diesbezüglich mußte ich glücklicherweise keine unangenehmen Erfahrungen machen, wobei sich der Eine eben abduckt und vor Schiss den Kopf einzieht und der Andere eben ein paar deutliche, scharfe Worte zu dem sagt, der ihm an den Karren fahren will. Die wissen genau, welche Kompetenzen sie wirklich haben und wo sie zu weit gehen.
Wenn ich sage, daß in unserer Firma, in der ich seit Ende der 60er tätig bin, offen über Sendungen des Westfernsehens gesprochen wurde und ich da trotz (oder gerade wegen) meiner FDJ- und SED-Funktion mitgemischt habe, ist mir das, auch hier im Forum schon vorgehalten worden. Für mich als BPO-Sekretär waren vor allem politische sendungen des Westfernsehens willkommene Informationsquellen auch für die ideologische Argumentation, die nun mal auch zu meinen Aufgaben gehörte. Es war glaubhafter, wenn ich auf diese oder jene Sendung/Zeitungsartikel des Westfernsehens verweisen konnte als zu sagen, daß das im ND gestanden hat, denn da hat jeder gleuch abgewunken. Passt dieses Verhalten doch so ganz und gar nicht in das Bild, welches sich nicht wenige von einem SED-Funktionsträger zusammengezimmert haben. Naja, diese mit groben Fehlern zusammengezimmerte Kiste wieder auseinanderzunehmen und anders zusammenzubauen, ist unangenem und macht Arbeit und kratzt an der eigenen Unfehlbarkeit. Da wird gern mal verdreht und Unbewiesenes behauptet, damit es wieder passend wird.



Pitti53, damals wars, EMW-Mitarbeiter und Damals87 haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 30.11.2014 15:03 | nach oben springen

#16

RE: Westfernsehen in der DDR

in Presse Artikel Grenze 30.11.2014 15:33
von RalphT | 868 Beiträge

Hallo @andyman , hab nicht danach gesucht, die Idee dazu kam garnicht erst. Nagut, dann jetzt hier die Fortsetzung. Trotzdem Danke für die Info.

Hallo @furry ,

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Kann sich noch jemand an das Gerücht erinnern, dass nach Mitternacht immer ein erotisches Filmchen laufen sollte, wenn auf der Uhr vor der Tagesschau ein weißer Punkt aufblinkt?
 



auch als Wessi habe ich davon nie etwas mitbekommen.

Hallo @Galaxy ,

1
 
Bei uns daheim war westfernsehen tabu.Allerdings in der Verwandtschaft und später bei mir waren ARD, ZDF und die Dritten fester Bestandteil des Fernsehguckens. Das bezog sich auch auf fast jede mir bekannte Familie.
 


Leider hast Du nicht geschrieben, um welchem Zeitraum es sich handelt. Es soll ja, so ab den 80ern, der Empfang der Westsender sogar gefördert worden sein. War dieser Zeitraum deutlich vor den 80ern oder in den 80ern?

Hallo @GKUS64 ,

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Mit mechanischen Schreibmaschinen wurden eingeschmuggelte Programmzeitschriften abgeschrieben (Vervielfältigung mit Durchschlagpapier war natürlich begrenzt) und an gute Bekannte weitergegeben bzw. verkauft. Ich bekam immer ein Wochenexemplar für 20 Pfennige (Vorzugspreis!).
Ja die Sachsen sind eben erfinderisch!
 



Also das wusste ich noch nicht! Wieder was dazu gelernt.


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#17

RE: Westfernsehen in der DDR

in Presse Artikel Grenze 30.11.2014 16:04
von furry | 3.562 Beiträge

Was das Gerücht unter Westfernsehen in der DDR betrifft, das muss Ende der 60er gewesen sein.


"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)
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#18

RE: Westfernsehen in der DDR

in Presse Artikel Grenze 30.11.2014 17:35
von DoreHolm | 7.677 Beiträge

Zitat von furry im Beitrag #17
Was das Gerücht unter Westfernsehen in der DDR betrifft, das muss Ende der 60er gewesen sein.


Lila: Ende der Sechziger passierte in meinem weiteren Umfeld da eigentlich überhaupt nichts mehr, aber wie gesagt, es waren sehr subjektive Gründe, wenn einer 150%ige um sich hatte oder nicht. Das war von Firma/Behörde zu anderer Firma/Behörde unterschiedlich.
Wann war das, als Honecker geäußert haben soll, einen Menschen nicht danach zu beurteilen, ob er Westfernsehen sieht oder nicht ? Auf die Schnelle habe ich dazu bei Wiki nichts gefunden.
Zur Verfolgung Andersdenkender mal ein Beispiel. Als in der CSSR Truppen des WP einmarschierten, um Dubcek zu entmachten, war ich gerade zu einem Hebezeugführerlehrgang. Einer unter uns wetterte lauthals gegen den Einmarsch. Die ganze Zeit unseres Lehrganges ist mit ihm nichts passiert, obwohl es etwa zwanzig Teilnehmer nicht überhört haben können.



zuletzt bearbeitet 30.11.2014 17:41 | nach oben springen

#19

RE: Westfernsehen in der DDR

in Presse Artikel Grenze 30.11.2014 18:19
von damals wars | 12.113 Beiträge

Zitat von RalphT im Beitrag #16
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2
 
Mit mechanischen Schreibmaschinen wurden eingeschmuggelte Programmzeitschriften abgeschrieben (Vervielfältigung mit Durchschlagpapier war natürlich begrenzt) und an gute Bekannte weitergegeben bzw. verkauft. Ich bekam immer ein Wochenexemplar für 20 Pfennige (Vorzugspreis!).
Ja die Sachsen sind eben erfinderisch!
 



Kam Sonntag nicht die Programmvorschau auf der ARD? Mein Onkel hat das feinsäuberlich in ein Heft geschrieben.
Montag kamen die Montagsmaler, später dann Roots
Dienstag Dienstagsmaler, Onkel Bill, später Detektiv Rockfort, Anruf genügt
Sonnabend EWG, Auf los gehts los



Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
schulzi und Hansteiner haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#20

RE: Westfernsehen in der DDR

in Presse Artikel Grenze 30.11.2014 18:34
von damals wars | 12.113 Beiträge

In Tagewerben bei Weißenfels existiert heute noch die zu DDR -Zeiten gegründete Antennengemeinschaft, die speisen immernoch Westfernsehen ins Kabelnetz.
Da die zur Querung von Gewässern wasserrechtliche Zustimmungen (Genehmigungen) brauchten, weiß ich das da einige existierten.
Und die haben die Genehmigungen auch bekommen.
Anfang der Achtziger wurde ganz Neubrandenburg verkabelt, da bekam man sogar die Dritten Programme.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
Lutze hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 30.11.2014 18:35 | nach oben springen


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