#21

RE: Westfernsehen in der DDR

in Presse Artikel Grenze 30.11.2014 20:23
von EMW-Mitarbeiter | 465 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #4
[quote=eisenringtheo|p417444]...In den Achtzigern kam das Westfernsehen oft ganz einfach aus der Antennen-Dose, ...

Woraus sonst?


Warum wachsen wohl BRD und die 5 neuen Bundesländer nicht zusammen bzw. werden es nie tun? Man merkt es zum Teil auch hier im Forum.
Ich für meine Person werde mich jedenfalls politisch nicht mehr äussern und mich an Diskussionen mit politischen Seitenhieben und nach unten treten nicht mehr beteiligen.
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#22

RE: Westfernsehen in der DDR

in Presse Artikel Grenze 30.11.2014 20:26
von EMW-Mitarbeiter | 465 Beiträge

Zitat von polsam im Beitrag #7
Im Berliner Raum war der Empfang des Westfernsehen ja kein Problem.
Ich kann mich aber erinnern, das mein Vater Anfang/Mitte der 60er die Antenne zu diesem Zweck unter das Dach seines Hauses angebracht hatte.
Es gab da regelmäßig Kontrollgänge von eifrigen Genossen im Wohnbezirk die dan Andere anschwärzten, weil so eine Antenne auf dem dach war, oder der Fernsehapparat zu einer Zeit lief als das DDR-Fernsehen nicht mehr sendete. In der Wohnung war, neben den Fensterladen von außen , noch dunkler Vorhangstoff vor dem Fenster.
Und wir Kinder wurden belehrt nicht über das Gesehene zu reden.

Auch Anfang der 70er war die Kontrolle noch da. Ich wohnte in einem Altbau, die Fenster zur Straßenfront. Da bin ich auch schon mal vom Parteisekretär gefragt worden warum denn bei mir in der Wohnung der Fernsehapparat noch lief als gar keine Sendung mehr war. Man habe ihm dieses mitgeteilt.




Mein Vater hatte ab 1974 4 Antennen auf dem Dach und ohne Probleme. Und ich hatte abe 1979 eine richtig fette Antennenanlage auf dem Dach. Hat nie jemanden Interessiert.


Warum wachsen wohl BRD und die 5 neuen Bundesländer nicht zusammen bzw. werden es nie tun? Man merkt es zum Teil auch hier im Forum.
Ich für meine Person werde mich jedenfalls politisch nicht mehr äussern und mich an Diskussionen mit politischen Seitenhieben und nach unten treten nicht mehr beteiligen.
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#23

RE: Westfernsehen in der DDR

in Presse Artikel Grenze 30.11.2014 20:30
von EMW-Mitarbeiter | 465 Beiträge

Zitat von DoreHolm im Beitrag #15
Zitat von polsam im Beitrag #7
Im Berliner Raum war der Empfang des Westfernsehen ja kein Problem.
Ich kann mich aber erinnern, das mein Vater Anfang/Mitte der 60er die Antenne zu diesem Zweck unter das Dach seines Hauses angebracht hatte.
Es gab da regelmäßig Kontrollgänge von eifrigen Genossen im Wohnbezirk die dan Andere anschwärzten, weil so eine Antenne auf dem dach war, oder der Fernsehapparat zu einer Zeit lief als das DDR-Fernsehen nicht mehr sendete. In der Wohnung war, neben den Fensterladen von außen , noch dunkler Vorhangstoff vor dem Fenster.
Und wir Kinder wurden belehrt nicht über das Gesehene zu reden.

Auch Anfang der 70er war die Kontrolle noch da. Ich wohnte in einem Altbau, die Fenster zur Straßenfront. Da bin ich auch schon mal vom Parteisekretär gefragt worden warum denn bei mir in der Wohnung der Fernsehapparat noch lief als gar keine Sendung mehr war. Man habe ihm dieses mitgeteilt.





Lila: Da ist es wieder, diese selektive Wahnehmung von Ereignissen. Seit einigen Wochen läuft dazu in der TA-Leserseite eine kontroverse Diskussion über angebliche oder tatsächliche Dransalierungen von Westfernsehengucker bis hin zur Behauptung, daß derjenige dafür im Gefängnis gelandet wäre. Ich habe mich an dieser Leserdiskussion beteiligt, weil bestimmte Behauptungen zu hahnebüchen waren. Entweder sind da noch andere Dinge gelaufen, die tunlichst verschwiegen werden oder es handelt sich tatsächlich um die zeit der 50er, in der noch schier unglaubliche Sachen passiert sind. Ganz klar herrschte damals ein wesentlich diktatorischer Umgang mit Westsendergucker als später, so ab Anfang der 60er. Übrigens, ab wann kamen denn flächendeckend die Fernseher in der DDR auf ? Hatten den in den 50ern die meisten schon einen Fernseher ? Als die Ochsenkopf-Aktion lief (muß so 62/63 gewesen sein, sagte mein Vater ganz klar, daß ihm keiner auf´s Dach steigt und er entscheidet, was seine Kinder gucken (die Westernserien gehörten in´s Guck-Programm,). Ich weiß noch, daß immer Sonntags die Vorschau der kommenden Woche lief und aufgeschrieben wurde, wann welche interessante Sendung lief. Solche Aktionen, daß Wichtigtuer draußen rumliefen, um zu melden, ob der Bürger XYZ Westsender an hat, sind mir nicht verinnerlich. Entweder sind sie bei uns nicht vorgekommen oder es wurde sowas keine Bedeutung beigemessen. Was die öffentliche Diskussion z.B. im Kollegenkreis über bestimmte Sendungen (meist Filme) von ARD/ZDF betrifft, kann ich, zumindest ab der Zeit, ab der ich mich auch politisch interessierte, nicht behaupten, daß irgendwem dadurch Nachteile Erwachsen sind. Wenn es solche Anscheißer gab, hatten ihre Informationen wohl keine nenneswerten Auswirkungen auf die Betreffenden. Es wird aber so sein, wenn in der Hirarchiefolge von Wichtigtuer/Zuträger/mißgünstiger Nachbar - Emporkömmling/Karrierist - Übereifriger - Vorgesetzter (politisch als SED-Funktionär) oder fachlich alle 150%ig gestrickt waren, daß dann doch versucht wurde, den Westgucker irgendwie an´s Bein zu pinkeln. War diese Hirarchielinie an 155%igen unterbrochen, weil ein vernünftiger Mensch dazwischen saß, passierte auch nichts. Diesbezüglich mußte ich glücklicherweise keine unangenehmen Erfahrungen machen, wobei sich der Eine eben abduckt und vor Schiss den Kopf einzieht und der Andere eben ein paar deutliche, scharfe Worte zu dem sagt, der ihm an den Karren fahren will. Die wissen genau, welche Kompetenzen sie wirklich haben und wo sie zu weit gehen.
Wenn ich sage, daß in unserer Firma, in der ich seit Ende der 60er tätig bin, offen über Sendungen des Westfernsehens gesprochen wurde und ich da trotz (oder gerade wegen) meiner FDJ- und SED-Funktion mitgemischt habe, ist mir das, auch hier im Forum schon vorgehalten worden. Für mich als BPO-Sekretär waren vor allem politische sendungen des Westfernsehens willkommene Informationsquellen auch für die ideologische Argumentation, die nun mal auch zu meinen Aufgaben gehörte. Es war glaubhafter, wenn ich auf diese oder jene Sendung/Zeitungsartikel des Westfernsehens verweisen konnte als zu sagen, daß das im ND gestanden hat, denn da hat jeder gleuch abgewunken. Passt dieses Verhalten doch so ganz und gar nicht in das Bild, welches sich nicht wenige von einem SED-Funktionsträger zusammengezimmert haben. Naja, diese mit groben Fehlern zusammengezimmerte Kiste wieder auseinanderzunehmen und anders zusammenzubauen, ist unangenem und macht Arbeit und kratzt an der eigenen Unfehlbarkeit. Da wird gern mal verdreht und Unbewiesenes behauptet, damit es wieder passend wird.


Genau so sehe ich die Sache auch. Danke für die Worte!


Warum wachsen wohl BRD und die 5 neuen Bundesländer nicht zusammen bzw. werden es nie tun? Man merkt es zum Teil auch hier im Forum.
Ich für meine Person werde mich jedenfalls politisch nicht mehr äussern und mich an Diskussionen mit politischen Seitenhieben und nach unten treten nicht mehr beteiligen.
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#24

RE: Westfernsehen in der DDR

in Presse Artikel Grenze 30.11.2014 22:50
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von EMW-Mitarbeiter im Beitrag #21
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #4
[quote=eisenringtheo|p417444]...In den Achtzigern kam das Westfernsehen oft ganz einfach aus der Antennen-Dose, ...

Woraus sonst?


Unsere Wohnung wurde ca. 87 mit einer Dose ausgerüstet weil zu der Zeit unsere Gemeinschaftsanlage in Betrieb ging.
Vorher waren vom Vermieter, einer AWG, Antennen auf dem Dach nicht gestattet und ich hatte mir die übliche Unterdach-Konstruktion in meiner Bodenkammer gebastelt mit Hängekabel an der Hauswand bis zum Fernseher und "Schnee" bei Überreichweiten inklusive.
Also kam bei mir z.B. vor 87 das Westfernsehen nicht aus der Dose sondern aus dem Kabel vom Oberboden.


zuletzt bearbeitet 01.12.2014 08:23 | nach oben springen

#25

RE: Westfernsehen in der DDR

in Presse Artikel Grenze 01.12.2014 09:56
von Gelöschtes Mitglied
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wir haben auch guten Empfang ARD/ZDF/SFB gehabt und dann SAT1 und kurz vor der Wende RTL aber nur mit viel Schneefall. Es wurde in der Schule, im Betrieb ausführlich über die Sendungen diskutiert. Allerdings nie wenn jemand Offizielles dabei war. Unser Meister hat auch auf DDR Sender im Radio geachtet. Wir haben vermutet Stasi.

Feine Anekdote: Parteiversammlung der Stadt, Bürgermeister beschwert sich über den Westfernsehkonsum von Genossen, da kommt der Sohn rein:"Papa! die Mama sagt du sollst dich beeilen, der blaue Bock fängt gleich an!"


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#26

RE: Westfernsehen in der DDR

in Presse Artikel Grenze 01.12.2014 10:30
von damals wars | 12.186 Beiträge

Parteiversammlungen Sonnabends, die war doch Montag!


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
94 und schulzi haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#27

RE: Westfernsehen in der DDR

in Presse Artikel Grenze 01.12.2014 11:06
von EMW-Mitarbeiter | 465 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #24
Zitat von EMW-Mitarbeiter im Beitrag #21
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #4
[quote=eisenringtheo|p417444]...In den Achtzigern kam das Westfernsehen oft ganz einfach aus der Antennen-Dose, ...

Woraus sonst?


Unsere Wohnung wurde ca. 87 mit einer Dose ausgerüstet weil zu der Zeit unsere Gemeinschaftsanlage in Betrieb ging.
Vorher waren vom Vermieter, einer AWG, Antennen auf dem Dach nicht gestattet und ich hatte mir die übliche Unterdach-Konstruktion in meiner Bodenkammer gebastelt mit Hängekabel an der Hauswand bis zum Fernseher und "Schnee" bei Überreichweiten inklusive.
Also kam bei mir z.B. vor 87 das Westfernsehen nicht aus der Dose sondern aus dem Kabel vom Oberboden.

Aber Du hast Dir doch in der Wohnung sicher eine Dose hingesetzt, oder?
Allerdings stimmt, einige Hausbesitzer waren da uneinsichtig, allerdings heute ist das ähnlich und man darf keine Satelittenantennen anbringen.


Warum wachsen wohl BRD und die 5 neuen Bundesländer nicht zusammen bzw. werden es nie tun? Man merkt es zum Teil auch hier im Forum.
Ich für meine Person werde mich jedenfalls politisch nicht mehr äussern und mich an Diskussionen mit politischen Seitenhieben und nach unten treten nicht mehr beteiligen.
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#28

RE: Westfernsehen in der DDR

in Presse Artikel Grenze 01.12.2014 11:09
von EMW-Mitarbeiter | 465 Beiträge

Zitat von AkkuGK1 im Beitrag #25
wir haben auch guten Empfang ARD/ZDF/SFB gehabt und dann SAT1 und kurz vor der Wende RTL aber nur mit viel Schneefall. Es wurde in der Schule, im Betrieb ausführlich über die Sendungen diskutiert. Allerdings nie wenn jemand Offizielles dabei war. Unser Meister hat auch auf DDR Sender im Radio geachtet. Wir haben vermutet Stasi.

Feine Anekdote: Parteiversammlung der Stadt, Bürgermeister beschwert sich über den Westfernsehkonsum von Genossen, da kommt der Sohn rein:"Papa! die Mama sagt du sollst dich beeilen, der blaue Bock fängt gleich an!"

Wir hatten einen wunderbaren StaBü-Lehrer. Der hat hin und wieder ganz offen und ausführlich diskutiert auch über Sendungen des BRD-Fernsehens. Und da fielen auch positive Worte über Sendungen und/oder Inhalte. Ansonsten kenne ich es auch ab ungefähr 1975 nicht anders. Wir haben ueberall frei darüber geredet.


Warum wachsen wohl BRD und die 5 neuen Bundesländer nicht zusammen bzw. werden es nie tun? Man merkt es zum Teil auch hier im Forum.
Ich für meine Person werde mich jedenfalls politisch nicht mehr äussern und mich an Diskussionen mit politischen Seitenhieben und nach unten treten nicht mehr beteiligen.
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#29

RE: Westfernsehen in der DDR

in Presse Artikel Grenze 01.12.2014 11:19
von furry | 3.580 Beiträge

Zitat von EMW-Mitarbeiter im Beitrag #27

Aber Du hast Dir doch in der Wohnung sicher eine Dose hingesetzt, oder?
Allerdings stimmt, einige Hausbesitzer waren da uneinsichtig, allerdings heute ist das ähnlich und man darf keine Satelittenantennen anbringen.


Da muss ich dem @Grenzwolf62 mal beispringen. Anfangs gab es keine Dose. Ein zweipoliger Stecker und an einem zweiadrigen, flachen Kabel wurde hinten in die Kiste gesteckt. Das wars. Wie dieses Kabel genau hieß, ich weiß es nicht. Das Koaxialkabel kam später.

Edit:
Ähnlich der Abbildung im Link war das flache Kabel.
http://images.amazon.com/images/P/B00195...SCLZZZZZZZ_.jpg


"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)
zuletzt bearbeitet 01.12.2014 11:29 | nach oben springen

#30

RE: Westfernsehen in der DDR

in Presse Artikel Grenze 01.12.2014 11:28
von Hapedi | 1.884 Beiträge

Zitat von furry im Beitrag #29
Zitat von EMW-Mitarbeiter im Beitrag #27

Aber Du hast Dir doch in der Wohnung sicher eine Dose hingesetzt, oder?
Allerdings stimmt, einige Hausbesitzer waren da uneinsichtig, allerdings heute ist das ähnlich und man darf keine Satelittenantennen anbringen.


Da muss ich dem @Grenzwolf62 mal beispringen. Anfangs gab es keine Dose. Ein zweipoliger Stecker und an einem zweiadrigen, flachen Kabel wurde hinten in die Kiste gesteckt. Das wars. Wie dieses Kabel genau hieß, ich weiß es nicht. Das Koaxialkabel kam später.



Bin mir nicht sicher , aber wir nannten es einfach nur Bandkabel

gruß Hapedi



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#31

RE: Westfernsehen in der DDR

in Presse Artikel Grenze 01.12.2014 11:47
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von damals wars im Beitrag #26
Parteiversammlungen Sonnabends, die war doch Montag!



aber nicht eine außerplanmäßige... sozusagen Sonderparteitag :D das war damals Stadtgespräch und viele lachen noch heute drüber...


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#32

RE: Westfernsehen in der DDR

in Presse Artikel Grenze 01.12.2014 12:15
von 94 | 10.792 Beiträge

Tja damals da kannste nix machen, mußte glauben. Und wehe Du zweifelst, denn Märchen muß man einfach glauben. Besonders wenn'se auch heut noch zum Lachen sind *grins*
Doch mal zurück zum Thema, das 240/300Ω-Flachbandkabel gibts sogar heute noch. Oder besser gesagt wieder ...

Dieses Flachbandkabel ist mittlerweile auf dem Markt nicht mehr zu finden, da die Produktion bereits eingestellt worden ist. Verwendet wurde dieses Kabel früher zum Anschluss von Radio- und Fernsehantennen. Da wir in den letzten Jahren eine sehr große Nachfrage von Funkamateuren gehabt haben, habe ich mich entschlossen dieses Kabel wieder herstellen zu lassen in einer UV-beständigen und wetterfesten Ausführung. Aufbau: Litze flexibel 2x (7x0,3mm Ø), Verkürzungsfaktor ca. 0,83, belastbar bis zu <>100W, Farbe schwarz, Maße ca. 6,7 x 2,1 mm, Gewicht ca. 16g/m. Temperaturbereich -30 bis +60 Grad. Dielektrikum aus Polyetyethlen. Ideale Anwendung als Hühnerleiter (Zweidrahtspeiseleitung).
Meterware, Mindestabnahme 5 m

Quelle: www.neuhold-elektronik.at/catshop/produc...roducts_id=2072


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


damals wars hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 01.12.2014 12:17 | nach oben springen

#33

RE: Westfernsehen in der DDR

in Presse Artikel Grenze 01.12.2014 12:47
von Gelöschtes Mitglied
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@94 was hast du eigentlich noch so für Hobbies?


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#34

RE: Westfernsehen in der DDR

in Presse Artikel Grenze 01.12.2014 15:00
von 94 | 10.792 Beiträge

Nun, einige ... nur Märchenerzählen halt irgendwie nicht. Und das, obwohl ich gern und viel lese. Aber ... um nicht zu sehr oT zu werden, Antennenbau war vor meinem Wehrdienst auch mal eine Freizeitbeschäftigung. Benutze doch mal die Forums-SuFu mit dem Begriff 'US14'. War ein recht beliebtes Nachbau-Modell im Tal der Ahnungslosen, besonders in höheren Lagen des Südhanges ... also mal so als Beispiel *wink*


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#35

RE: Westfernsehen in der DDR

in Presse Artikel Grenze 02.12.2014 08:03
von IM Kressin | 918 Beiträge

Ostfernsehen in der BRD,
es funktionierte natürlich auch in Ost-West Richtung.

Bei der damaligen Programmvielfalt mit immerhin 3 TV-Programmen West war man für jede Erweiterung der Fernsehkanäle dankbar.

Wer im Umland/Grenzgebiet der DDR seinen Wohnsitz hatte,
richtete sein Augenmerk beim TV-Gerätekauf auf ein eingebautes Secam-Ost Empfangsteil, ansonsten guckte man mit seinem Pal-Gerät schwarz-weiß in die Röhre.

Ein Philips TV kostete 1.450 DM (55er Diagonale), Nachrüstung Secam-Ost Empfangsteil 150,-- DM, wenn es denn nicht schon integriert war, ging die Fernbedienung zu Bruch, waren 100 DM für einen Originalersatz des Herstellers fällig, Universalbedienungen waren noch unbekannt.

Wenn ich mich recht entsinne, begann ein Spielfilm im DDR-Fernsehen um 20.00 Uhr, möglicherweise um die Zuschauer von der Tagesschau abzulenken, wie heute beim Privat-TV.


"Als ich 17 war, war in meinem Traumberuf nichts mehr frei” – Was das war? – "Rentner! Erst Rentnerlehrling, dann Jungrentner und dann Rentnergeselle!”

Wo ein Genosse ist, ist die Partei - wo zwei Genossen sind, ist ein Intershop!
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#36

RE: Westfernsehen in der DDR

in Presse Artikel Grenze 02.12.2014 08:15
von damals wars | 12.186 Beiträge

Im DDR Fernsehen begannen die Filme auch nach der Hauptnachrichtensendung.
Einmal habe ich erlebt, das ein Film mit Adriano Celentano am gleichen Abend zeitversetzt auf DDR 1 (ab 20.00) und ARD (ab 20.15) lief, natürlich mit unterschiedlicher Synchronisation.
Er spielte da einen Dieb, trainiert wurde an einer Puppe.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
IM Kressin hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 02.12.2014 08:15 | nach oben springen

#37

RE: Westfernsehen in der DDR

in Presse Artikel Grenze 02.12.2014 09:34
von matloh | 1.204 Beiträge

Zitat von damals wars im Beitrag #36
< ... cut ... >Einmal habe ich erlebt, das ein Film mit Adriano Celentano am gleichen Abend zeitversetzt auf DDR 1 (ab 20.00) und ARD (ab 20.15) lief, natürlich mit unterschiedlicher Synchronisation.< ... cut ... >

Warum wurde der Film unterschiedlich synchronisiert? Wurde er ins Sächsische übersetzt? Oder transportiert(e) der Film irgendwelche politischen Botschaften?

cheers matloh


Aus gegebenem Anlass temporär: Nein, die Erde ist keine Scheibe!

"Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren." (Benjamin Franklin)
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#38

RE: Westfernsehen in der DDR

in Presse Artikel Grenze 02.12.2014 10:28
von Gelöschtes Mitglied
avatar


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#39

RE: Westfernsehen in der DDR

in Presse Artikel Grenze 02.12.2014 11:24
von 94 | 10.792 Beiträge

Zitat von matloh im Beitrag #37
Warum wurde der Film unterschiedlich synchronisiert? ...

... http://215072.homepagemodules.de/t516972-.html#msg7221688

Nachträglich noch Gratulation zum Tausendsten.


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


matloh hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 02.12.2014 11:24 | nach oben springen

#40

RE: Westfernsehen in der DDR

in Presse Artikel Grenze 02.12.2014 11:45
von eisenringtheo | 9.179 Beiträge

Zitat von matloh im Beitrag #37
Zitat von damals wars im Beitrag #36
< ... cut ... >Einmal habe ich erlebt, das ein Film mit Adriano Celentano am gleichen Abend zeitversetzt auf DDR 1 (ab 20.00) und ARD (ab 20.15) lief, natürlich mit unterschiedlicher Synchronisation.< ... cut ... >

Warum wurde der Film unterschiedlich synchronisiert? Wurde er ins Sächsische übersetzt? Oder transportiert(e) der Film irgendwelche politischen Botschaften?

cheers matloh



Die Synchrondialoge waren wie so oft im Westen von Rainer Brandt.
http://www.brandtfilm.de
Im sogenannten Schnodderdeutsch. Das wollte sich die DDR nicht antun.
http://www.stadtrevue.de/archiv/archivar...rtgeschrittene/
Beispiel:

Zum Beispiel: Die Bezeichnung "Fürsti Würsti", der Gag mit dem James Bond und die schlechten Reime!!!! Kommt alles im O-Ton nicht vor. Einfach nur peinlich.
Theo


IM Kressin hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 02.12.2014 11:47 | nach oben springen


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