#61

RE: "Geld macht nicht glücklich, aber zufrieden" - Ist das wirklich so?

in Themen vom Tage 27.11.2014 18:16
von Kalubke | 2.295 Beiträge

Zitat von Barbara im Beitrag #58

Was ist denn, wenn man "Geld" mal total wegdenkt - so als Denksportaufgabe :-)
.


Kalle Malle (Karl-Marx) hat ja schon erkannt, dass Geld in der Kulturgesellschaft wichtige Funktionen hat, nämlich die Wertmess- und Vergleichsfunktion. Mit einfachem Tauschhandel kann das nicht kompensiert werden. Lenin hat ja schon mal versucht das Geld abzuschaffen und durch einen zentralistischen Verteilungsapparat zu ersetzen, ohne Erfolg. Geld wurde also wieder eingeführt. Die Kehrseite der Medaillie, die Finanzwirtschaft hat die Tendenz sich zu verselbständigen und das Wertesystem in einer Gesellschaft zu verzerren und zu pervertieren. Geld bekommt dann einen völlig überzogenen Fetischcharakter. Die negativen Folgen haben wir mehr als einmal zu spüren bekommen. Auch alternative Währungssysteme (z.B. FIATgeld, @94 hat hier im Forum schon mal darüber sinniert, Internetwährungen, etc.) haben sich eigentlich nicht so richtig durchgesetzt. Also total wegdenken kann man es sich m E. nicht. Interessanter wäre die Frage, wie kann man dem Geld seinen Fetischcharakter wieder nehmen und es hinsichtlich seiner gesellschaftlichen Bedeutung auf seine ursprünglichen Funktionen begrenzen.


Gruß Kalubke



zuletzt bearbeitet 28.11.2014 10:25 | nach oben springen

#62

RE: "Geld macht nicht glücklich, aber zufrieden" - Ist das wirklich so?

in Themen vom Tage 27.11.2014 18:22
von Heckenhaus | 5.130 Beiträge

Zitat von Barbara im Beitrag #58



Was ist denn, wenn man "Geld" mal total wegdenkt - so als Denksportaufgabe :-)
.


Kommunismus.


.
.
„Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft.”
— Aristoteles -

"Man kann alle Leute einige Zeit zum Narren halten und einige Leute allezeit; aber alle Leute allezeit zum Narren halten kann man nicht."
— Abraham Lincoln –
.
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#63

RE: "Geld macht nicht glücklich, aber zufrieden" - Ist das wirklich so?

in Themen vom Tage 27.11.2014 18:47
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Heckenhaus im Beitrag #62
Zitat von Barbara im Beitrag #58



Was ist denn, wenn man "Geld" mal total wegdenkt - so als Denksportaufgabe :-)
.


Kommunismus.




....oder das Ende der Menschheit, kommt aber fast auf das Gleiche heraus.


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#64

RE: "Geld macht nicht glücklich, aber zufrieden" - Ist das wirklich so?

in Themen vom Tage 27.11.2014 19:20
von Lutze | 8.034 Beiträge

hat schon mal einer versucht Geld mit einem Farbkopierer selber zu drucken?,
war das nicht mal so eine Modeerscheinung gewesen?
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
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#65

RE: "Geld macht nicht glücklich, aber zufrieden" - Ist das wirklich so?

in Themen vom Tage 27.11.2014 19:34
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Lutze im Beitrag #64
hat schon mal einer versucht Geld mit einem Farbkopierer selber zu drucken?,
war das nicht mal so eine Modeerscheinung gewesen?
Lutze

Lutze, wen man es los bekommt ohne im Knast zu kommen! Wenn es klappt!
Grüsse steffen52


Lutze hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#66

RE: "Geld macht nicht glücklich, aber zufrieden" - Ist das wirklich so?

in Themen vom Tage 27.11.2014 19:39
von turtle | 6.961 Beiträge

Zitat von Lutze im Beitrag #64
hat schon mal einer versucht Geld mit einem Farbkopierer selber zu drucken?,
war das nicht mal so eine Modeerscheinung gewesen?
Lutze


Mensch Lutze ,da ist Dir ein Fehler unterlaufen.


Lutze hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#67

RE: "Geld macht nicht glücklich, aber zufrieden" - Ist das wirklich so?

in Themen vom Tage 27.11.2014 19:39
von Harzwanderer | 2.923 Beiträge

Ohne Geld gäbe es Tauschhandel.

Ein wenig Geld ermöglicht ein geregeltes und einigermaßen komfortables Leben. Ohne Armut, Schuldeintreiber und so. Richtig viel Geld macht aber irgendwann nicht mehr glücklicher oder zufriedener, denn es gibt immer noch Reichere und immer andere, die mehr haben. Und je reicher man ist, desto mehr hat man Angst, sein Geld zu verlieren und misstraut allen und Jedem.

Deswegen, wenn Ihr ne Milliarde oder zwei übrig habt, gebt sie mir!


zuletzt bearbeitet 27.11.2014 19:58 | nach oben springen

#68

RE: "Geld macht nicht glücklich, aber zufrieden" - Ist das wirklich so?

in Themen vom Tage 27.11.2014 19:42
von Elch78 | 501 Beiträge

Zitat Barbara: "Was ist denn, wenn man "Geld" mal total wegdenkt - so als Denksportaufgabe :-)"

Barbara, liege ich richtig mit der Vermutung, daß Du den Beitrag #26 von @GKUS64 nicht gelesen hast oder zumindest dem dort angegebenen Link nicht gefolgt bist ...
... ach nee, Du hattest Dich ja für den Beitrag sogar bedankt!

Zitat von GKUS64 im Beitrag #26

Zur Vertiefung der entsprechenden Überlegungen empfehle ich folgenden Beitrag:
Der führt direkt hin:
http://www.theintelligence.de/index.php/...inanzkrise.html

MfG
GKUS64

Da hast Du doch Deine "Denksportaufgabe", also für mich jedenfalls war das genug "Aufgabe zum Denken".
Ich möchte diesen Beitrag aus "The Intelligence" jedem empfehlen, der hier mehr als ein bißchen Plauderei sucht.
Danke, @GKUS64!

Einen freundlichen Abend allerseits!
Elch


"Es gibt immer drei Wahrheiten: eine, die Du siehst, eine, die ich sehe und eine, die wir beide nicht sehen"
GKUS64 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#69

RE: "Geld macht nicht glücklich, aber zufrieden" - Ist das wirklich so?

in Themen vom Tage 27.11.2014 19:50
von Gelöschtes Mitglied
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Wenn ich einmal reich wäre
Dann wäre ich bestimmt nicht mehr in der BRD.
Gruß Rei


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#70

RE: "Geld macht nicht glücklich, aber zufrieden" - Ist das wirklich so?

in Themen vom Tage 27.11.2014 19:54
von turtle | 6.961 Beiträge
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#71

RE: "Geld macht nicht glücklich, aber zufrieden" - Ist das wirklich so?

in Themen vom Tage 27.11.2014 19:57
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von turtle im Beitrag #70




Danke,turtle,genau das meinte ich.
Gruß Rei


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#72

RE: "Geld macht nicht glücklich, aber zufrieden" - Ist das wirklich so?

in Themen vom Tage 27.11.2014 21:34
von Gelöschtes Mitglied
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Diesen Thread konnte ich in den letzten Tagen trotz meiner Verbannung lesen.

Ich nehme es vorweg, wer hier behauptet, er könne ohne Geld glücklich sein, lügt schamlos, wer hier schreibt, ihm wäre Geld nach Wohnung, Kleidung und Ernährung egal, ist ein Heuchler.
Dabei gehe ich davon aus, dass jeder Mensch die Bedeutung des Geldes kennt, allerdings hängt es von Charakter und menschlichen Qualitäten (das nennt man heute emotionale Intelligenz) ab, wie man damit umgeht.

Den selbsternannten berufsmäßigen Kritikern schreibe ich mal ins Stammbuch, wieder eine unnötige Baustelle der elenden Neiddebatte!

VG Klaus


Hapedi und Gert haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#73

RE: "Geld macht nicht glücklich, aber zufrieden" - Ist das wirklich so?

in Themen vom Tage 27.11.2014 21:34
von DoreHolm | 7.694 Beiträge

Zitat von Hackel39 im Beitrag #50
Zitat von DoreHolm im Beitrag #47
Zur Anlage von Geld, wenn die Gefahr besteht, durch finanzielle Wirren in der Politik Alles bzw. den allergrößten Teil zu verlieren, sind für mich immer noch Waren, die zeitlos gesucht sind und deren Bedarf weltweit eher steigt als sinkt. Das sind für mich Gold (seit etlichen Jahren ohne MWSt. erwerbbar), Silber als "das bessere Gold" (Wertsteigerung in den letzten 20 Jahren deutlich mehr als Gold) sowie seltene metallische Rohstoffe mit Zukunftsaussichten. Letzter allerding nicht körperlich, sondern als Gutscheine. Das nähme sonst zu viel Platz weg. Wer will schon ein paar Tonnen Zinn oder Kupfer oder auch barrenweise Niobium, Lithium, Gallium, Cer und wie sie noch alle heißen zu Hause rumliegen haben. Klar, die Rohstoffpreise sind ebenfalls Schwankungen unterworfen, insbes. das Gold als Spekulationsobjekt. Allerdings auch wenn man das Pech haben sollte, Edelmetalle zu Zeiten hohen Preises eingekauft zu haben und zu Zeiten niedrigeren Preises verkaufen zu wollen/müssen, bleibt allemal wesentlich mehr übrig als eine nahezu völlige Entwertung von Geldanlagen. Immobilien halte ich nicht für so günstig, allenfalls als kurz- mittelfristige Spekulationsobjekte. Immobilien erfordern jährliche Steuern, Instandhaltung und gehen auch mal kaputt. Auch Kunstwerke sind zu sperrig für einen kurzfristigen Transport in sichere Regionen.
Finanzexperten raten nicht umsonst, ca. 10% seines Portfolios in Edelmetallen anzulegen. Ich hatte es selbst erlebt, als ich mir Mitte der 90er einige Au-Anlagemünzen sowie Ag-Gedenkbarren (Schweiz) zu je 1 Unze gekauft hatte und diese vor einigen Jahren veräußerte. So grob gesagt, was ich damals an DM dafür bezahlt hatte, bekam ich nun als Euro zurück. Für Hartz-4-Bezieher: Sollten sie durch dummen Zufall an viel Geld kommen, also mehr als die Arge als Guthaben akzeptiert, dann Au kaufen. Es wird kein Name festgehalten und beim Verkauf erscheint nirgendwo der Name des Verkäufers, also die Arge weiß dann von nichts. Später, bei Bedarf, dann Stück für Stück veräußern, um sich mal einen Sonderwunsch zu erfüllen.


Beim Goldinvestment ist aber immer daran zu denken, besser Kleinstbarren zu kaufen, damit man nicht mit der Feile zum Fleischer laufen muß wenn der Kapitalismus es wieder mal geschafft hat, die Werterotation zu beenden.
Das System hat die Krise im Bauch, deshalb ist Gold ein guter Tipp aber auch hier gilt, nicht um jeden Preis, besser sind im Moment Commodties- Fonds, mithin der Rohstoffsektor und die Landwirtschaft.


Grün und Rot klar, davon ging ich auch aus. Barren und Anlagemünzen im Bereich von 1/2 bis einer Unze oder Barren zwischen 10,-g und 100,-g. War sicher ein Spaß, also ich glaube nicht, daß sich der Einzelhändler eine Feinwage zulegt. An eine Beendigung der Werterotation glaube ich weniger. Das käme nicht von heute auf morgen. Dem Aufmerksamen Verfolger der politischen und wirtschaftlichen Entwicklung in D und der EU würde dies nicht entgehen, daß da sowas in Anmarsch ist.
Rot: Klar, Rohstoffe hatte ich schon genannt. Ackerland und Forst sind m.E. ebenfalls gute Anlagen, dann aber nicht nur wenige Morgen oder zwei, drei Hektar. Da meine Frau noch etwas Land (ca. 1/2 Ha) in der Magdeburger Börde ihr Eigen nennt und dieses an die dortige Landwirtschafts GmbH verpachtet hat, verfolgen wir die Preise für Ackerland etwas. Da gibt es deutliche Steigerungen, die die besten, auch risikobehafteten Geldanlagen haushoch schlagen. Land kann man nutzen oder auch brach liegen lassen. Es sollte zumindest aber die Grundbesitzsteuer rauskommen. in dieser beziehung war die DDR-politik sehr weitsichtig mit ihrem Verbot, landwirtschaftliche Nutzfläche anderweitig zu nutzen. Da mußten schon sehr triftige Gründe vorliegen, wenn Ackerland, Wiese oder Forst bebaut wurde (Infrastrukturmaßnahmen, wichtige Firmen u.ä.). Da wurden viel eher Baulücken oder Industriebrachen genutzt und nicht der Einfachheit halber oder der niedrigeren Kosten auf bestem Land auf der grünen Wiese gebaut.



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#74

RE: "Geld macht nicht glücklich, aber zufrieden" - Ist das wirklich so?

in Themen vom Tage 27.11.2014 21:49
von DoreHolm | 7.694 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #63
Zitat von Heckenhaus im Beitrag #62
Zitat von Barbara im Beitrag #58



Was ist denn, wenn man "Geld" mal total wegdenkt - so als Denksportaufgabe :-)
.


Kommunismus.




....oder das Ende der Menschheit, kommt aber fast auf das Gleiche heraus.


Lila: Wenn das so wäre, dann hätte sich die Menschheit gar nicht erst bilden dürfen/können. Was war denn vor dem Geld als naturalienunspezifisches Tauschobjekt ? nun wir damit sicher Argumentiert, daß es ja damals bestimmt Naturalien gab, die als uinspezifisches Tauschobjekt diensten. Und vor dem ? Als es nur vereinzelte Sippen, weit verstreut und ohne ennenswerten Kontakt untereinander, gab ? Sobald ein Kontakt zu anderen Sippen bestand, wurde getauscht, aber nicht mit geldähnlichen Mitteln sondern mit konkreten Gegenständen (Feuersteine, Edelsteine, Edel- und andere Metalle, Felle u.s.w.). Daß was Du Dir unter Kommunismus vorstellst, gab es in Ansätzen z.B. auch zu Zeiten absoluter Engpässe, wie kurz nach dem WK II als Naturalienhandel. War umständlich, nur lokal machbar, aber die Bevölkerung ist dabei nicht untergegangen.



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#75

RE: "Geld macht nicht glücklich, aber zufrieden" - Ist das wirklich so?

in Themen vom Tage 27.11.2014 21:55
von ati79 | 22 Beiträge

Ganz klar für mich Geld lässt auf jeden Fall ruhig schlafen,in Zeiten in denen es mir an Geld mangelte War ich ständig in Sorge wie ich die nächsten Rechnungen bezahle oder wie ich die nächste Woche überlebe,diese Erfahrung War allerdings sehr wichtig für meinen heutigen Umgang mit dem lieben Geld,glücklicher machen mich trotzdem die Sachen die man nicht kaufen kann wie Freunde,Gesundheit und das Gefühl mit sich und seinem Tun im Reinen zu sein,aber Freundschaften wollen gepflegt werden und wenn ich mit meinen Mädels einen schönen Tag verbringen will,Durch die Nacht tanzen,mit der Truppe auf dem Weihnachtsmarkt einen Glühwein trinken will,dann möchte ich nicht mehr darüber nachdenken ob ich das auch kann und ja diese Momente machen mich glücklich , wenn auch sicher kurzweilig!
Ansonsten hat Geld für mich keinen grossen Stellenwert,ich brauch nicht immer mehr und mehr aber es ist ein schönes Gefühl leben zu können ohne sich ständig darüber den Kopf zu zerbrechen!


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#76

RE: "Geld macht nicht glücklich, aber zufrieden" - Ist das wirklich so?

in Themen vom Tage 27.11.2014 22:02
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Geld macht nicht glücklich????
Warum scheffeln dann Vorstände von Banken,Firmen,Manager usw. jedes Jahr Millionen??
Wenn man die Summen sieht,die sie jedes Jahr bekommen,dann kommt es mir hoch.
Die Gehälter in Brüssel,Bundestag werden auch ständig erhöht,da besteht wenigsten Einigkeit.
Geld regiert die Welt.
Die BRD wird doch schon lange von den Banken regiert.
Rei


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#77

RE: "Geld macht nicht glücklich, aber zufrieden" - Ist das wirklich so?

in Themen vom Tage 27.11.2014 22:11
von ati79 | 22 Beiträge

Geld regiert die Welt...wohl wahr und was damit auch an negativen Sachen passiert ist tatsächlich ziemlich zum kotzen aber die Frage war macht es auch glücklich?Ich finde die Frage eher persönlich und denke über Banken,Politiker oder Konzerne in dem Zusammenhang zu diskutieren echt müßig!


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#78

RE: "Geld macht nicht glücklich, aber zufrieden" - Ist das wirklich so?

in Themen vom Tage 27.11.2014 23:17
von Kalubke | 2.295 Beiträge

Zitat von Hufklaus im Beitrag #72

....

Den selbsternannten berufsmäßigen Kritikern schreibe ich mal ins Stammbuch, wieder eine unnötige Baustelle der elenden Neiddebatte!
....

VG Klaus


@Hufklaus,

was hat denn Kritik mit Neid zu tun? Die Verhältnisse in der ehem. DDR z.B. wurden und werden doch nicht kritisiert, weil die damals dort Lebenden insgeheim beneidet wurden. Das macht für mich irgendwie keinen Sinn. Es erscheint mir eher wie ein Killerargument von Leuten, die der inhaltlichen Auseinandersetzung mit der Kritik entgehen wollen, in dem sie dem Kritiker per se Neid unterstellen.

Zum Thema Fetischcharakter des Geldes hier mal ein Auszug aus dem von @GKUS64 eingestellten Artikel,Die geldlose Gesellschaft als endgültige Lösung der Finanzkrise? der das m.E sehr gut beschreibt:

Geld ist zum Wertemaßstab für nahezu alles geworden: Zeit, Arbeit, Waren, Unternehmen, Land, sogar Tiere sowei Pflanzen und teilweise auch Menschen. Der Glaube an das Geld hat auch zahlreiche Analogien zur Religion: Die „unsichtbare Hand des Marktes“, welche wie die „unsichtbare Hand Gottes“ unser Schicksal angeblich zu unserem Besten lenkt. Die Dankbarkeit gegenüber Gott, der uns das tägliche Brot gegeben hat, so wie wir auch dem Kapitalismus angeblich unseren Wohlstand verdanken haben. Die christliche „Erbsünde“, findet ihre moderne Entsprechung in der Erbschuld (auf jedem/r Deutschen lasten von Geburt an bereits 25.000 € anteilige Staatsschulden, auf jedem Österreicher sogar 29.000 €).



Gruß Kalubke



zuletzt bearbeitet 28.11.2014 18:37 | nach oben springen

#79

RE: "Geld macht nicht glücklich, aber zufrieden" - Ist das wirklich so?

in Themen vom Tage 28.11.2014 08:51
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Lutze im Beitrag #64
hat schon mal einer versucht Geld mit einem Farbkopierer selber zu drucken?,
war das nicht mal so eine Modeerscheinung gewesen?
Lutze


Lutze geht nicht, die Hersteller von Farbkopierern haben die gesetzliche Vorschrift, in die Kopierer eine Sperre für Geldkopien einzubauen. Da kommt eine schwarze Kopie raus, wenn du einen Geldschein als Vorlage einlegst


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
Lutze hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#80

RE: "Geld macht nicht glücklich, aber zufrieden" - Ist das wirklich so?

in Themen vom Tage 28.11.2014 10:03
von DoreHolm | 7.694 Beiträge

Glaube, mich zu erinern, daß vor gar nicht so langer Zeit einmal Experten herausgefunden hatten (Befragungen, Berechnungen, Lebensgewohnheiten), daß ab einer bestimmten Höhe des monatlichen Nettoeinkommens die Zufriedenheitskurve deutlich abflacht. Soll heißen, daß dann jeder zusätzliche Tausender nur noch unwesentlich zum finanziellen Wohlbefinden beiträgt. Ich glaube mich zu erinnern, daß dabei ein Betrag von etwa 6.000,-€ genannt wurde, von dem ab dann das "Glück" nicht mehr so schnell größer wird. Ist nicht sehr hoch, aber betrachtet mal selbst, was dann als wirklich so Tolles noch dazukommen könnte. Ein dickeres Auto ?, ein zweit- oder Drittwagen ?, noch eine teurere Urlaubsreise mehr ?, ein größeres Haus in einer nobleren Wohngegend ?, Die Kinder auf eine noch elitärere Schule schicken ?, noch einen teuren Klunker mehr für die Frau (tragen kann sie sowieso nur einen gleichzeitig) ? Also was könnte wirklich so unvergleichlich besser werden ? Ich wüßte es nicht, wenn man nicht zu denen gehört, für die es eine Art Selbstbefriedigung darstellt, den Kontostand in´s Unermessliche wachsen zu sehen und vielleicht in einigen Gremien das Sagen, also Macht zu haben und Einfluss auszuüben.



Kalubke hat sich für diesen Beitrag bedankt
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