#21

RE: Frauen in der DDR und in der Bundesrepublik

in Leben in der DDR 26.11.2014 11:55
von Regina | 643 Beiträge

Schönen Gruß von thomas, hast eine PM



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#22

RE: Frauen in der DDR und in der Bundesrepublik

in Leben in der DDR 26.11.2014 12:47
von Moskwitschka (gelöscht)
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Das Frauenbild im geteilten Deutschland bewegt sich also zwischen Alice Schwarzer – Frauenbewegung West und Inge Lange Kandidatin des Politbüros des SED und Sekretärin des ZK für Frauenfragen. Breiter kann die Spanne nicht sein. Doch weder an der einen noch der anderen Frau habe ich mich orientiert.

Wenn ich in meinem Leben diesbezüglich ein Vorbild hatte, dann waren es meine Großeltern. Meine Großmutter - Protestantin, mein Großvater - Sozialdemokrat durch und durch, und später Mitglied der SED. Das konnte zuweilen eine explosive Mischung sein. Sie haben mir jedoch im Alltag vorgelebt, wie man gemeinsam trotz unterschiedlicher Meinungen eine glückliche Beziehung führen kann. Ob es das Ringen nach Kompromissen war, oder die Durchsetzungsfähigkeit meiner Großmutter, der Respekt und die Aufmerksamkeit im Umgang miteinander, das gegenseitige Gewähren von Freiräumen – es war so vieles was ich bei den beiden erleben durfte. Gelebte Gleichberechtigung eben.

Meine Großeltern haben mir vorgelebt, dass es nur gemeinsam gehen kann, wenn man etwas erreichen will, ob im privaten oder beruflichem, wenn man sich aus Liebe oder manchmal sogar aus Verantwortung füreinander entschieden hat.

Politischer Rahmen ist das eine. Der menschliche Umgang im gelebten Alltag ist das entscheidende, gewürzt mit einen ganz großen Prise Humor und Toleranz können viele Klippen der gesellschaftlichen Bedingungen umschifft werden. Zumindest ist das meine Erfahrung aus meinem Leben in Ost und West.

LG von der Moskwitschka


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#23

RE: Frauen in der DDR und in der Bundesrepublik

in Leben in der DDR 26.11.2014 12:56
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Mal eine Frage an die Frauen unter uns, wenn ein Mann so gut verdient das die Frau nicht einem Beruf nachgehen muss und dafür daheim bei der Familie alles in Ordnung hält, ist das wirklich so schlimm für eine Frau?
Es gibt ja auch freiwillige Hausmänner die ihrer Frau die einen guten Job hat den Rücken frei halten.
Nicht falsch verstehen, interessiert mich halt wie Frauen das selbst sehen.


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#24

RE: Frauen in der DDR und in der Bundesrepublik

in Leben in der DDR 26.11.2014 13:12
von Moskwitschka (gelöscht)
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Wir haben beides gelebt, mein verstorbener Mann und ich @Grenzwolf62 Zumindest nach der Geburt unseres Jüngsten 1990 war mein Mann ab 1993 der Dreh - und Angelpunkt des famliären Alltags. Ich musste lernen als Mutter los zu lassen. War manchmal nicht so einfach, wenn mein jüngster zum Trösten zu meinem Mann gerannt ist oder heute noch erzählt, dass sein Vater ihm das Kochen beigracht hätte. Aber das musste ich in erster Linie mit mir selbst ausmachen. Mein Mann hatte es unendlich schwerer. Nicht weil er sich nicht mit der Rolle des Hausmanns nicht identifizieren konnte oder weil ich mehr verdiente als er. Nein - es war die Umgebung, die es ihm schwer gemacht hat. Ob es de Lästerei der Nachbarn war und der erstaunte Blick der Kinderärztin.

Im Rückblick habe ich es ihm gegönnt, dass er das erleben durfte, was vielen anderen Vätern versagt bleibt - die kleinen und großen Freuden im Alltag mit Kindern. Aber auch meinen Kindern, die dadurch ein ganz besondere Beziehung zu ihrem Vater aufbauen konnten.

LG von der Moskwitschka


Wahlhausener und Svenni1980 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#25

RE: Frauen in der DDR und in der Bundesrepublik

in Leben in der DDR 26.11.2014 13:19
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von Moskwitschka im Beitrag #24
Wir haben beides gelebt, mein verstorbener Mann und ich @Grenzwolf62 Zumindest nach der Geburt unseres Jüngsten 1990 war mein Mann ab 1993 der Dreh - und Angelpunkt des famliären Alltags. Ich musste lernen als Mutter los zu lassen. War manchmal nicht so einfach, wenn mein jüngster zum Trösten zu meinem Mann gerannt ist oder heute noch erzählt, dass sein Vater ihm das Kochen beigracht hätte. Aber das musste ich in erster Linie mit mir selbst ausmachen. Mein Mann hatte es unendlich schwerer. Nicht weil er sich nicht mit der Rolle des Hausmanns nicht identifizieren konnte oder weil ich mehr verdiente als er. Nein - es war die Umgebung, die es ihm schwer gemacht hat. Ob es de Lästerei der Nachbarn war und der erstaunte Blick der Kinderärztin.

Im Rückblick habe ich es ihm gegönnt, dass er das erleben durfte, was vielen anderen Vätern versagt bleibt - die kleinen und großen Freuden im Alltag mit Kindern. Aber auch meinen Kindern, die dadurch ein ganz besondere Beziehung zu ihrem Vater aufbauen konnten.

LG von der Moskwitschka


Da jung gefreit hat 82 meine damalige Frau ihre durch die Geburt unterbrochene Ausbildung noch fertig gemacht, ich habe da den kleinen vor der Arbeit noch gewickelt, gefüttert und dann in die Grippe gebracht, war da auch so eine Art Paradiesvogel zwischen den ganzen Muttis.
Eigentlich mussten ja die Babys nochmal früh in der Krippe frisch gewickelt werden, haben die netten Krippentanten dem Bringe-Papa abgenommen


zuletzt bearbeitet 26.11.2014 13:20 | nach oben springen

#26

RE: Frauen in der DDR und in der Bundesrepublik

in Leben in der DDR 26.11.2014 15:53
von rotrang (gelöscht)
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Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #25
Zitat von Moskwitschka im Beitrag #24
Wir haben beides gelebt, mein verstorbener Mann und ich @Grenzwolf62 Zumindest nach der Geburt unseres Jüngsten 1990 war mein Mann ab 1993 der Dreh - und Angelpunkt des famliären Alltags. Ich musste lernen als Mutter los zu lassen. War manchmal nicht so einfach, wenn mein jüngster zum Trösten zu meinem Mann gerannt ist oder heute noch erzählt, dass sein Vater ihm das Kochen beigracht hätte. Aber das musste ich in erster Linie mit mir selbst ausmachen. Mein Mann hatte es unendlich schwerer. Nicht weil er sich nicht mit der Rolle des Hausmanns nicht identifizieren konnte oder weil ich mehr verdiente als er. Nein - es war die Umgebung, die es ihm schwer gemacht hat. Ob es de Lästerei der Nachbarn war und der erstaunte Blick der Kinderärztin.

Im Rückblick habe ich es ihm gegönnt, dass er das erleben durfte, was vielen anderen Vätern versagt bleibt - die kleinen und großen Freuden im Alltag mit Kindern. Aber auch meinen Kindern, die dadurch ein ganz besondere Beziehung zu ihrem Vater aufbauen konnten.

LG von der Moskwitschka


Da jung gefreit hat 82 meine damalige Frau ihre durch die Geburt unterbrochene Ausbildung noch fertig gemacht, ich habe da den kleinen vor der Arbeit noch gewickelt, gefüttert und dann in die Grippe gebracht, war da auch so eine Art Paradiesvogel zwischen den ganzen Muttis.
Eigentlich mussten ja die Babys nochmal früh in der Krippe frisch gewickelt werden, haben die netten Krippentanten dem Bringe-Papa abgenommen

Andreas da kann ich nur sagen ;; Vorbildlicher Vater ´´ bei mir ging es nicht weil immer auf Montage.


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#27

RE: Frauen in der DDR und in der Bundesrepublik

in Leben in der DDR 26.11.2014 16:55
von furry | 3.574 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #23
Mal eine Frage an die Frauen unter uns, wenn ein Mann so gut verdient das die Frau nicht einem Beruf nachgehen muss und dafür daheim bei der Familie alles in Ordnung hält, ist das wirklich so schlimm für eine Frau?
Es gibt ja auch freiwillige Hausmänner die ihrer Frau die einen guten Job hat den Rücken frei halten.
Nicht falsch verstehen, interessiert mich halt wie Frauen das selbst sehen.


Darf ich auch als Mann antworten?
Auch wenn der Mann gut verdient, die Kinder aus dem Haus sind, finde ich eine berufliche Tätigkeit für eine Frau nicht schlecht. Es muss ja nicht ganztags oder Schichtdienst sein. Diese Variante wäre mir persönlich lieber, als wenn die Frau den lieben langen Tag jedes Staubkorn sucht, die Wohnung in einem parademäßigen, sterilen Zustand und mit allem möglichen Krimskrams vollpackt. Durch ihren Beruf kann sie sich beweisen und hat zudem soziale Kontakte.
Am Beispiel meiner Frau, die ab Juni Rente bezieht, sehe ich, dass ihr irgendetwas fehlt. Nicht die Arbeit, sondern es ist das Miteinander. Einmal in der Woche kreuzt sie in ihrer ehemaligen Firma auf, steht mit den Kollegen in telefonischem Kontakt. Sie ist auch schon mitten in der Nacht losgerannt, sind ja nur 300 Meter, um der für sie neu eingestellten Mitarbeiterin bei einem Problem behilflich zu sein. Dem Selbstwertgefühl tut das doch gut.


"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)
Schuddelkind hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#28

RE: Frauen in der DDR und in der Bundesrepublik

in Leben in der DDR 26.11.2014 18:02
von Freienhagener | 3.860 Beiträge

Eine Episode zu einer Fachtagung 1990:

Westler: Hat jeder von euch eine Sekretärin mitgebracht?

Ostler: Das sind gleichrangige Kolleginnen, alle Ingenieur wie wir!

(Hab ich wirklich erlebt)....


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)
zuletzt bearbeitet 26.11.2014 18:02 | nach oben springen

#29

RE: Frauen in der DDR und in der Bundesrepublik

in Leben in der DDR 26.11.2014 18:13
von furry | 3.574 Beiträge

@Freienhagener , ich habe Damen in Ost wie West erlebt, die hatten Durchblick, waren griffig und hatten Biss. Bei denen musste man sich mächtig ins Zeug legen, um mit eigenen Argumenten voran zu kommen.
Es waren tolle Kolleginnen und ich habe gerne mit ihnen zusammengearbeitet. Es war doch eine andere Nummer, als diese Staubwedel-Muttis.
Zwei von denen blicken gerade auf einem Bild von meiner Verabschiedung auf mich herab. Aber nur weil das Bild ziemlich hoch hängt.


"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)
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#30

RE: Frauen in der DDR und in der Bundesrepublik

in Leben in der DDR 26.11.2014 18:19
von Freienhagener | 3.860 Beiträge

@furry, das mit den Sekretärinnen, kam wie gesagt, nicht von mir..........

Aber tatsächlich: Frauen in technischen Berufen waren in der alten und sind in der neuen Bundesrepublik eher selten.


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)
zuletzt bearbeitet 26.11.2014 18:20 | nach oben springen

#31

RE: Frauen in der DDR und in der Bundesrepublik

in Leben in der DDR 26.11.2014 18:20
von furry | 3.574 Beiträge

Zitat von Freienhagener im Beitrag #30
@furry, das mit den Sekretärinnen, kam wie gesagt, nicht von mir..........


Ich habe das schon richtig verstanden.


"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)
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#32

RE: Frauen in der DDR und in der Bundesrepublik

in Leben in der DDR 26.11.2014 18:21
von Freienhagener | 3.860 Beiträge

Sorry, Nachsatz oben.


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)
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#33

RE: Frauen in der DDR und in der Bundesrepublik

in Leben in der DDR 26.11.2014 18:27
von furry | 3.574 Beiträge

Zitat von Freienhagener im Beitrag #30
@furry, das mit den Sekretärinnen, kam wie gesagt, nicht von mir..........

Aber tatsächlich: Frauen in technischen Berufen waren in der alten und sind in der neuen Bundesrepublik eher selten.


Ich erweitere mal auf den naturwissenschaftlichen Bereich. Selten ist richtig. Aber die Wenigen waren nicht von schlechten Eltern, hatten ordentlich was auf der Pfanne und konnten einem das Leben schon schwer machen. Und trotzdem, ich habe gern mit ihnen zusammengearbeitet.
Ihre Beharrlichkeit: Nee, aber doch! Das hat doch Spaß gemacht und einen gefordert.


"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)
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#34

RE: Frauen in der DDR und in der Bundesrepublik

in Leben in der DDR 26.11.2014 18:43
von DoreHolm | 7.694 Beiträge

Zitat von Harra318 im Beitrag #7
Zitat von steffen52 im Beitrag #6
....... Es ist ja auch gewollt gewesen, von Seiten des Staates(DDR), das die Frauen auf die Arbeit gingen! .......



na Steffen, war es doch nicht eher so das die Frauen arbeiten gehen mussten!
Man wollte sich doch schließlich auch etwas schaffen.
Ich habe hier mal einen Lohnzettel von DDR Zeit reingesetzt, oder zur Schau gestellt.
Es war kein Einzelstück, dass so bescheiden aussah.Ich könnte noch mehrere reinsetzen.Brauchte mich auch nicht dafür zu schämen.
Einen von heutiger Zeit kann ich natürlich auch nicht reinsetzen, dass gäbe wieder Gesprächsthema.



Lila: Einspruch ! Stimmt nur bedingt. Frag mal die Ostfrauen, vor allem diejenigen, die einen gewissen Ehrgeiz im Beruf hatten und denen ihre Tätigkeit mehr Freude als Stress bereitet hat. Die hat es hart getroffen, daß sie nicht mehr arbeiten durften, sprich: entlassen wurden. Die werden Dir etwas anderes erzählen. Meine Frau gehört mit dazu. Klar gab es auch solche, die lieber die Rolle des Heimchen am Herd spielten, sich um ihre Kinder kümmerten, später dadurch Probleme mit dem Loslassen hatten und bewundend zu ihrem erfolgreichen Gatten aufblickten, sich in seinem Ruhm sonnten und zusahen, daß er kein Staubkörnchen findet und das Essen pünktlich auf dem Tisch steht.



Wahlhausener hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#35

RE: Frauen in der DDR und in der Bundesrepublik

in Leben in der DDR 26.11.2014 22:08
von Harra318 | 2.514 Beiträge

Zitat von DoreHolm im Beitrag #34
Zitat von Harra318 im Beitrag #7
Zitat von steffen52 im Beitrag #6
....... Es ist ja auch gewollt gewesen, von Seiten des Staates(DDR), das die Frauen auf die Arbeit gingen! .......



na Steffen, war es doch nicht eher so das die Frauen arbeiten gehen mussten!




Lila: Einspruch ! Stimmt nur bedingt. Frag mal die Ostfrauen, vor allem diejenigen, die einen gewissen Ehrgeiz im Beruf hatten und denen ihre Tätigkeit mehr Freude als Stress bereitet hat. Die hat es hart getroffen, daß sie nicht mehr arbeiten durften, sprich: entlassen wurden. Die werden Dir etwas anderes erzählen. Meine Frau gehört mit dazu. Klar gab es auch solche, die lieber die Rolle des Heimchen am Herd spielten, sich um ihre Kinder kümmerten, später dadurch Probleme mit dem Loslassen hatten und bewundend zu ihrem erfolgreichen Gatten aufblickten, sich in seinem Ruhm sonnten und zusahen, daß er kein Staubkörnchen findet und das Essen pünktlich auf dem Tisch steht.


@DoreHolm von dem Du sprichst, ist in der Wendezeit passiert!
Zitat: " Die hat es hart getroffen, daß sie nicht mehr arbeiten durften, sprich: entlassen wurden........
Ich allerdings, habe von der Zeit gesprochen als die Deutsche Demokratische Republik noch täglich dahinvegetierte!

Daher kann ich mich auch nicht entsinnen, dass in unserer "schönen Republik" jemand entlassen wurde.
Im Gegenteil, da sind noch Arbeitsplätze geschaffen worden!
Auch für die, die keine Lust hatten zum arbeiten. Aber das hatten wir schon mal,.......

Mir ging es darum in dem Beitrag, dass die Frauen mit arbeiten mussten, weil es sonst nicht gelangt hat. Für das tägliche zum Leben,Ja!
Mit 20 Mark Kindergeld kann man auch nicht weit.
Auch wenn man heute alles in Relation setzt, ist doch der Vergleich mit 184 € weitaus besser, oder
(ich kenne den Umrechnungssatz nicht Mark der DDR = € )


Hapedi hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#36

RE: Frauen in der DDR und in der Bundesrepublik

in Leben in der DDR 26.11.2014 22:22
von DoreHolm | 7.694 Beiträge

Zitat von Harra318 im Beitrag #35
Zitat von DoreHolm im Beitrag #34
Zitat von Harra318 im Beitrag #7
Zitat von steffen52 im Beitrag #6
....... Es ist ja auch gewollt gewesen, von Seiten des Staates(DDR), das die Frauen auf die Arbeit gingen! .......



na Steffen, war es doch nicht eher so das die Frauen arbeiten gehen mussten!




Lila: Einspruch ! Stimmt nur bedingt. Frag mal die Ostfrauen, vor allem diejenigen, die einen gewissen Ehrgeiz im Beruf hatten und denen ihre Tätigkeit mehr Freude als Stress bereitet hat. Die hat es hart getroffen, daß sie nicht mehr arbeiten durften, sprich: entlassen wurden. Die werden Dir etwas anderes erzählen. Meine Frau gehört mit dazu. Klar gab es auch solche, die lieber die Rolle des Heimchen am Herd spielten, sich um ihre Kinder kümmerten, später dadurch Probleme mit dem Loslassen hatten und bewundend zu ihrem erfolgreichen Gatten aufblickten, sich in seinem Ruhm sonnten und zusahen, daß er kein Staubkörnchen findet und das Essen pünktlich auf dem Tisch steht.


@DoreHolm von dem Du sprichst, ist in der Wendezeit passiert!
Zitat: " Die hat es hart getroffen, daß sie nicht mehr arbeiten durften, sprich: entlassen wurden........
Ich allerdings, habe von der Zeit gesprochen als die Deutsche Demokratische Republik noch täglich dahinvegetierte!

Daher kann ich mich auch nicht entsinnen, dass in unserer "schönen Republik" jemand entlassen wurde.
Im Gegenteil, da sind noch Arbeitsplätze geschaffen worden!
Auch für die, die keine Lust hatten zum arbeiten. Aber das hatten wir schon mal,.......

Mir ging es darum in dem Beitrag, dass die Frauen mit arbeiten mussten, weil es sonst nicht gelangt hat. Für das tägliche zum Leben,Ja!
Mit 20 Mark Kindergeld kann man auch nicht weit.
Auch wenn man heute alles in Relation setzt, ist doch der Vergleich mit 184 € weitaus besser, oder
(ich kenne den Umrechnungssatz nicht Mark der DDR = € )



Lila: Harra, natürlich hast Du da auch Recht. Wenn beide arbeiteten, weil sie einen ganz normalen Job, ohne ennenswerte Zuverdienstmöglichkeit hatten, konnte man sich als Familie dann doch den einen oder anderen bescheidenen Luxus leisten und es ging über das ähnliche Niveau, was man heute so unter Hartz 4 versteht, dann doch deutlich hinaus. Aber das eine schließt das Andere nicht aus, das wollte ich ausdrücken. Also daß sehr viele Frauen auch gern arbeiteten, unabhängig davon, ob ihnen der Ehemann mit seinem Verdienst (der in der DDR für einen durchschnittlichen Akademiker z.B. auch nicht gerade sehr üppig war im Vergleich zu heute). Frauen gab das ein Gefühl einer gewissen Unabhängigkeit, anererkannt zu werden, unter Menschen zu kommen, ja, und auch als Meisterin oder Abteilungsleiterin z.B. etwas zu sagen zu haben. Das sind die gleichen Gründe, warum auch heute nicht wenige Frauen arbeiten oder arbeiten möchten, obwohl der Gatte monatlich, sagen wir mal, 3.000 € oder mehr, nach Hause bringt.



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#37

RE: Frauen in der DDR und in der Bundesrepublik

in Leben in der DDR 26.11.2014 22:29
von Moskwitschka (gelöscht)
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Zitat von Harra318 im Beitrag #35

Mit 20 Mark Kindergeld kann man auch nicht weit.



Weil wir ja im Erinnerungsjahr sind. Am 12. 01.1990 wurde bei den bis zu 12 - jährigen das Kindergeld mit einem Zuschlag von 45 Mark und bei den ab 13 - jährigen von 65 Marl erhöht. Im Gegenzug wurden die Subventionen für Kinderbekleidung gesenkt oder aufgehoben. Am gleichen Abend wurde die Preissenkung von ungemusterten Feinstrumpfhosen angekündigt. Und all das hat Angelika Unterlauf verkündet- ca. ab 3:35



Aktuelle Kamera 12.1.1990 Spätausgabe

LG von der Moskwitschka

EDIT Vorname von Frau Unterlauf


zuletzt bearbeitet 26.11.2014 22:32 | nach oben springen

#38

RE: Frauen in der DDR und in der Bundesrepublik

in Leben in der DDR 26.11.2014 22:34
von Harra318 | 2.514 Beiträge

.................als Familie dann doch den einen oder anderen bescheidenen Luxus leisten und es ging über das ähnliche Niveau,

das war Zitat,@DoreHolm .
Ich kann mich noch erinnern als meine Eltern sparten auf einen Trabant.
Ach Gott oh Gott,......

Habe nach einiger Zeit nachgefragt wie lange die Sparmaßnahmen noch anhalten sollten und was das gute Teil kostet. Über die Dauer könnten sie mir keine Aussage geben. Der Kaufpreis betrug 8050,00 DDR Mark 1977.


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#39

RE: Frauen in der DDR und in der Bundesrepublik

in Leben in der DDR 26.11.2014 22:36
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Harra318 im Beitrag #38
.................als Familie dann doch den einen oder anderen bescheidenen Luxus leisten und es ging über das ähnliche Niveau,

das war Zitat,@DoreHolm .
Ich kann mich noch erinnern als meine Eltern sparten auf einen Trabant.
Ach Gott oh Gott,......

Habe nach einiger Zeit nachgefragt wie lange die Sparmaßnahmen noch anhalten sollten und was das gute Teil kostet. Über die Dauer könnten sie mir keine Aussage geben. Der Kaufpreis betrug 8050,00 DDR Mark 1977.


Bei den Wartezeiten war das doch kein Problem... Das Geld für einen Neuen hatte ich, aber für einen Gebrauchten hat es nicht gereicht


zuletzt bearbeitet 26.11.2014 22:36 | nach oben springen

#40

RE: Frauen in der DDR und in der Bundesrepublik

in Leben in der DDR 26.11.2014 22:36
von Harra318 | 2.514 Beiträge

@Moskwitschka , der 12.01. 1990, da haben die Kommunisten auch schon einiges bemerkt, wohl oder übel


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