#141

RE: Dresdens neue Montagsdemos

in Themen vom Tage 25.11.2014 22:53
von Sperrbrecher | 1.652 Beiträge

Zitat von Barbara im Beitrag #139
Weil es um Menschen geht und nicht um verfaultes Obst, dass man auf die Kippe schmeißen kann? Weil Gerichstverfahren dauern? Weil Umstände geklärt werden müssen? Weil es temporär Gründe gegen Abschiebung geben kann? Weil wir in einem Rechtstaat leben? [/schwarz]

Dann sind wir wohl so ziemlich das einzige Land auf dieser Erde, auf das die von Dir angeführten Attribute zutreffen, denn alle anderen EU-Länder, Kanada, USA und Australien verfügen über weit stringentere Zuwanderungsregeln.
So hat z.B. Portugal im vergangenen Jahr gerade mal 210 Personen Asyl zugestanden. In anderen EU-Ländern sieht es noch trüber aus.


Wie war die allgemeine Stimmung in der DDR ? Sie hielt sich in Grenzen !


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#142

RE: Dresdens neue Montagsdemos

in Themen vom Tage 25.11.2014 22:59
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Ostlandritter im Beitrag #140
Zitat von Dandelion im Beitrag #137
[quote=Sperrbrecher|p415769]


Zur letzten Frage: Ganz gewiss. Sie ahnten voraus, dass hier rund 70 Jahre später die Zwangsislamisierung (Originalzitat von @Ostlandritter , Wahl in Thüringen (5)) droht.

Ironie off.



@Dandelion : Ich gehe mal davon aus , daß Dein Verweis auf mich ironiegesteuert war ,
obwohl ich dazu stehe . Die Umvolkung ,- d.h. die Durchsetzung des deutschen Volkes mit Ausländern und mit anderen Religionen ist ein erklärtes Ziel nicht nur der durchaus einflussreichen Bilderberger ,- nein - dieses Ziel wurde im Rahmen einer neuen Weltordnung ( NWO ) schon von amerikanischen Präsidenten diskutiert ,- im Anschluss an den irrsinnigen 1. Weltkrieg gab es verschiedene Denkmodelle, eine derartige völkervernichtende Katastrophe für immer zu bannen....



Na ja - Ironie off sollte eigentlich deutlich genug sein.
Frage: Was sind Bilderberger? Die Gurlitts dieser Welt? Sorry, aber dieser Begriff irritiert und lässt den weitern Verlauf Deiner Argumentation unklar werden.
Und was die Weltherrschaft angeht: Da halte ich mich lieber an Pinky und der Brain (oder viel bissiger im Original Pinky and the Brain): Die - oder besser nur Brain - hatten auch dieses Ziel. Leider sind sie immer wieder gescheitert.


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#143

RE: Dresdens neue Montagsdemos

in Themen vom Tage 25.11.2014 23:07
von Barbara (gelöscht)
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Was ist denn "Umvolkung" - wird es hier jetzt total irre???


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#144

RE: Dresdens neue Montagsdemos

in Themen vom Tage 25.11.2014 23:13
von Barbara (gelöscht)
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Zitat von Sperrbrecher im Beitrag #141
Zitat von Barbara im Beitrag #139
Weil es um Menschen geht und nicht um verfaultes Obst, dass man auf die Kippe schmeißen kann? Weil Gerichstverfahren dauern? Weil Umstände geklärt werden müssen? Weil es temporär Gründe gegen Abschiebung geben kann? Weil wir in einem Rechtstaat leben? [/schwarz]

Dann sind wir wohl so ziemlich das einzige Land auf dieser Erde, auf das die von Dir angeführten Attribute zutreffen, denn alle anderen EU-Länder, Kanada, USA und Australien verfügen über weit stringentere Zuwanderungsregeln.
So hat z.B. Portugal im vergangenen Jahr gerade mal 210 Personen Asyl zugestanden. In anderen EU-Ländern sieht es noch trüber aus.




Los Sperrbrecher, her mit deinem Asylkonzept unter Berücksichtigung aller relevanten Faktoren.
Wie würdest du es machen, ich höre zu.
.


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#145

RE: Dresdens neue Montagsdemos

in Themen vom Tage 25.11.2014 23:15
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Barbara im Beitrag #143

Was ist denn "Umvolkung" - wird es hier jetzt total irre???




Heh Barbara - trink Die jetzt lieber noch ein Kölsch, geht vor die Tür und rauch eine (in Berlin gibt es ja noch Raucherkneipen, in Köln hingegen nicht - warum wohnst Du dort eigentlich noch?) und atme tief durch.....


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#146

RE: Dresdens neue Montagsdemos

in Themen vom Tage 25.11.2014 23:16
von Barbara (gelöscht)
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Leider kein Kölsch im Haus :-(
Das mit den Raucherkneipen ist jetzt der blanke Sadismus :-)


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#147

RE: Dresdens neue Montagsdemos

in Themen vom Tage 25.11.2014 23:18
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Barbara im Beitrag #146
Das mit den Raucherkneipen ist jetzt der blanke Sadismus :-)

Nee, Lokalpatriotismus nenn man det


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#148

RE: Dresdens neue Montagsdemos

in Themen vom Tage 25.11.2014 23:20
von Barbara (gelöscht)
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Was ist "Umvolkung" wer denkt sich denn eine solche Scheiße aus - leben wir in einem Staat oder in einem Gen-Labor?


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#149

RE: Dresdens neue Montagsdemos

in Themen vom Tage 25.11.2014 23:30
von Harra318 | 2.514 Beiträge

@Barbara und @Dandelion , wenn ich so Eure Beiträge durchlese, längerfristig gesehen, komme ich zu dem Entschluss bzw.der Feststellung dass ihr auch gute DDR-Bürger gewesen sein könntet.......
Bitte nun keine Fragen, wieso warum weshalb, ich kann keine Antwort geben


zuletzt bearbeitet 26.11.2014 00:03 | nach oben springen
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#150

RE: Dresdens neue Montagsdemos

in Themen vom Tage 25.11.2014 23:36
von Barbara (gelöscht)
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Zitat von Harra318 im Beitrag #149
@Barbara und @Dandelion , wenn ich so Eure Beiträge durchgelese, längerfristig gesehen, komme ich zu dem Entschluss bzw.der Feststellung dass ihr auch gute DDR-Bürger gewesen sein könntet.......
Bitte nun keine Fragen, wieso warum weshalb, ich kann keine Antwort geben



Also nur so ein unbestimmtes Gefühl, na dann geht's ja.

Vielleicht hätten Dandelion und ich es ja auch vielleicht gerissen mit der DDR, wer weiß...
.


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#151

RE: Dresdens neue Montagsdemos

in Themen vom Tage 25.11.2014 23:46
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Harra318 im Beitrag #149
Barbara und Dandelion , wenn ich so Eure Beiträge durchgelese, längerfristig gesehen, komme ich zu dem Entschluss bzw.der Feststellung dass ihr auch gute DDR-Bürger gewesen sein könntet.......
Bitte nun keine Fragen, wieso warum weshalb, ich kann keine Antwort geben

@Harra318 - ist es falsch, nicht nur in schwarz-weiß-Kategorien zu denken? Nicht alles grundsätzlich falsch und schlecht zu finden, nur weil es in einem System stattfand, das man grundsätzlich ablehnt?

Ob ich ein guter DDR-Bürger geworden wär, bleibt fraglich. Ich verdanke es der "Gnade meines Geburtsorts", dass sich diese Frage für mich nie gestellt hat.


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#152

RE: Dresdens neue Montagsdemos

in Themen vom Tage 25.11.2014 23:51
von Harra318 | 2.514 Beiträge

Zitat von Dandelion im Beitrag #151
.


Ob ich ein guter DDR-Bürger geworden wär, bleibt fraglich. Ich verdanke es der "Gnade meines Geburtsorts", dass sich diese Frage für mich nie gestellt hat.


Schätze das auch,im nachhinein


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#153

RE: Dresdens neue Montagsdemos

in Themen vom Tage 26.11.2014 00:21
von Sperrbrecher | 1.652 Beiträge

Zitat von Barbara im Beitrag #144

Los Sperrbrecher, her mit deinem Asylkonzept unter Berücksichtigung aller relevanten Faktoren.
Wie würdest du es machen, ich höre zu.

So wie es im GG steht: politisch Verfolgte erhalten Asyl,

Kriminelle werden ohne wenn und aber ausgewiesen.
Kriegsflüchtlinge erhalten nur temporären Aufenthalt, wenn der Krieg vorbei ist, müssen sie wieder zurück.
Kein dauerhafter Aufenthalt bei mangelnder Integration. Kein Zuzug in die Sozialsysteme


Wie war die allgemeine Stimmung in der DDR ? Sie hielt sich in Grenzen !


suentaler hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 26.11.2014 00:28 | nach oben springen
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#154

RE: Dresdens neue Montagsdemos

in Themen vom Tage 26.11.2014 00:41
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Barbara im Beitrag #120
Was ist eigentlich deine eigene persönliche Meinung zu den Montagsdemos, Sicherheitsrisiko?
Hier wird ja etwas gesellschaftsfähig aus meiner Sicht, das unter dem Deckmantel von Meinungsfreiheit, in höchst mieser Art gutgläubigen Menschen richtig was vorgemacht wird, Ressentiments schüren, ist da noch ein harmloser Begriff. Muss man sich da als Demokrat nicht von distanzieren?


Ich finde sie notwendig und richtig, vom Protest im Internet und aus dem Sessel heraus läßt sich die Politik nicht beeinflussen. Was wäre denn die Alternative zu solchen Protesten? Den Mund halten und hinnehmen oder etwa später Aktionen gegen die Heime und Einwohner selbst? Ich denke es besteht dahingehend, zumindest zwischen uns beiden, Konsens dass wir Gewalt grundsätzlich ablehnen.

Die Politik kann also nur durch möglichst viele, große und vor allem ständig wiederkehrende und friedliche Proteste in die richtige Richtung getrieben werden und da kann man nicht sagen der und der ist rechts der passt mir nicht. Das GG gilt für alle und selbst echt braune Dumpfbacken haben das Recht ihre Meinung kundzutun. Wenn damit in meinen Augen berechtigte Ängste großer Teile der Bevölkerung ansgesprochen werden dann kann ich das nur begrüßen, schließlich will ich ja meine politischen Vorstellungen umgesetzt sehen.

Wenn Ressentiments gegenüber Flüchtlingen sich bis weit in die bürgerliche Mitte hinein verbreitet haben und mittlerweile fast die Hälfte der Deutschen eine abfällige Meinung von Asylsuchenden hat, und der Meinung ist dass Asylbewerber ihre Notlage nur vortäuschen um Leistungen in Deutschland zu erschleichen, dann muss man diesem Gefühl eine konservative politische Heimat bieten. Wenn dann das BAMF eingesteht dass fast 90% der Asylanträge abgelehnt werden dann kann dieses Gefühl auch nicht so falsch sein, folglich gilt es diese Stimmung im Volk zu nutzen und in handfeste Proteste zu verwandeln.

Erste Erfolge gibt es ja bereits, Herr Ulbig schafft jetzt spezielle Einsatzkräfte die sich nur mit straffälligen Asylbewerbern beschäftigen sollen. Bislang hat die Politik uns immer belogen es gäbe nur Einzelfälle die man nicht pauschal auf alle umlegen dürfe, dann frage ich mich jetzt natürlich warum wir wegen Einzelfällen eine Sonderenheit brauchen? Es gibt also mehr als man zugeben will und wenn der Stein erstmal ins rollen gekommen ist dann muss der Druck aufrecht erhalten bleiben damit er nicht wieder zum stehen kommt.

Wir haben in Deutschland 145.000 abgelehnte Asylbewerber, warum sind die bis jetzt noch nicht abgeschoben, wann wird das in Angriff genommen? Die Unterkünfte sind überfüllt und die Altparteien reden von Enteignungen und Aufnahme in private Wohnungen, wenn die die Mittel für Abschiebungen einsetzen würden dann hätten wir auch keine Platzprobleme.

Wenn in diesem Land schon darüber diskutiert wird Museen und Freizeitbäder aus Kostengründen zu schließen weil die Mittel für Asylbewerber aufgewendet werden, wenn Sozial- und Jugendprojekte gestrichen werden weil die Mittel für Erpresser (Besetzer der Gerhart-Hauptmann-Schule) ausgegeben werden, dann läuft etwas falsch in unserem Land und ich sehe keinen Willen der Altparteien an diesem Punkt etwas zu ändern. Ganz im Gegenteil, Sigmar Gabriel hat gefordert die Kommunen bei der Bewältigung des Asylbewerberansturms mit einer Milliarde Euro zu unterstützen um angeblichen Rechtsradikalen nicht durch diese Mittelstreichungen in die Hände zu spielen!

Statt das Geld unserer Bürger für immer mehr und neue Asylanten, die zu 90% abgelehnt werden, auszugeben sollte man einfach die 145.000 bisher abgelehnten zurückschicken. Ich möchte gar nicht ausrechnen müssen was diese 145.000 uns pro Monat kosten, denn allein die Grundleistung von 362€ x 145.000 ergibt pro Monat eine Belastung von 52 Millionen Euro, ohne Kosten für Unterkunft, ärztliche Versorgung und was da noch alles in Betracht kommt. Insgesamt verschwenden wir sicher gute 150 Millionen Euro monatlich (ca. 1.800 Millionen Euro jährlich) für Asylbewerber die wir längst abgelehnt haben!

Angesicht dieser Zahlen und Umstände soll ich diese Proteste persönlich ablehnen???

Tut mir leid aber das kann ich nicht, selbst wenn ich den Großteil der Vorstellungen des eventuellen Anteils von Rechtsradikalen an diesen Demos ablehne so muss ich ihnen für diesen friedlichen Einsatz dankbar sein. Da reicht es mir schon zu wissen dass die ihre anderen Ziele niemals durchsetzen können da diese von sicher 95% der Bevölkerung entschieden abgelehnt werden und das wir uns als Partei nicht an ihren Aufläufen beteiligen auch wenn sie uns, wie letztendlich allen legalen Einwohnern dieses Landes, um 2 Ecken nützlich sind.

Am Ende gewinnen sogar die Flüchtlinge die tatsächlich ein Anrecht darauf haben dass wir ihnen in ihrer aktuten Notsituation helfen, da wäre genug Geld da um diese menschenwürdig unterzubringen und entsprechend zu fördern. Wenn Illegale endlich konsequent abgeschoben würden, dann brauchten sich die anerkannten Flüchtlinge auch nicht mehr pauschal den Vorwurf der Sozialschmarotzerei anhören.


suentaler, Zkom IV und Sperrbrecher haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 26.11.2014 07:32 | nach oben springen
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#155

RE: Dresdens neue Montagsdemos

in Themen vom Tage 26.11.2014 14:23
von Barbara (gelöscht)
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Zitat von Sperrbrecher im Beitrag #153
Zitat von Barbara im Beitrag #144

Los Sperrbrecher, her mit deinem Asylkonzept unter Berücksichtigung aller relevanten Faktoren.
Wie würdest du es machen, ich höre zu.

So wie es im GG steht: politisch Verfolgte erhalten Asyl,

Kriminelle werden ohne wenn und aber ausgewiesen.
Kriegsflüchtlinge erhalten nur temporären Aufenthalt, wenn der Krieg vorbei ist, müssen sie wieder zurück.
Kein dauerhafter Aufenthalt bei mangelnder Integration. Kein Zuzug in die Sozialsysteme





rosa

Punkt 1 und 2 sind - in höchster Vereinfachung - einfach Gesetz.
Ich kann gerne nochmal das aktuelle Asyl-Gesetz (zum 5. oder 6. Mal?) hier komplett hochladen, das wird aber keiner lesen. Weil wenn eines bei dieser Debatte nicht interessiert, dann sind es die Fakten :-)


Punkt 3:
Kein dauerhafter Aufenthalt bei mangelnder Integration.

Das gilt ja nicht nur für Asylbewerber:

Wer bestimmt
was "mangelnde Integration" ist?

Alle ordnungsbehördlichen Auflagen in diesem Staat sind Pflicht - einschließlich eines Deutschkurses!

Auch hier: lange Seiten mit Vorgaben auf der I-Präsenz des BAMF, was alles von Migrationswilligen verlangt wird- auch das wird von keinem hier gelesen.


Kein Zuzug in die Sozialsysteme

Statistische Signifikanz - nicht nachgewiesen, seitenlange Links von mir dazu im "Das gibt Ärger-Thread"
.


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#156

RE: Dresdens neue Montagsdemos

in Themen vom Tage 26.11.2014 14:56
von Barbara (gelöscht)
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#154 Sicherheitsrisiko

Tut mir leid aber das kann ich nicht, selbst wenn ich den Großteil der Vorstellungen des eventuellen Anteils von Rechtsradikalen an diesen Demos ablehne so muss ich ihnen für diesen friedlichen Einsatz dankbar sein.

Da reicht es mir schon zu wissen dass die ihre anderen Ziele niemals durchsetzen können da diese von sicher 95% der Bevölkerung entschieden abgelehnt werden


und das wir uns als Partei nicht an ihren Aufläufen beteiligen auch wenn sie uns, wie letztendlich allen legalen Einwohnern dieses Landes, um 2 Ecken nützlich sind.



Genau diese Haltung wird deiner Partei das Genick brechen, dieses Kalkül ist einer demokratischen Partei unwürdig und wird von mir zutiefst verachtet.





Alles andere, was du in deinem Beitrag oben fett schwarz/rot :-) markiert hast:

was tun?

Föderales System auflösen am besten morgen? Denn hinter diesen so absoluten Zahlen stecken ja die Zahlen in den einzelnen Bundesländern.(differenzierte Fakten immmer am besten verschweigen :-), die Bundesländer die widerum unterschiedliche Vorgehensweisen, sowie personale und logistische Ausstattung haben?

Sämtliche Mitarbeiter in den entsprechenden Behörden/Gerichten in Kommunen, Ländern, und Bund entlassen, weil die schlechte Arbeit leisten? (es werden einige zehntausende sein!)

Sturz der Bundes-Regierung, weil die keine Sonderzüge einrichtet und die in Warteschleifen stehenden zu Abschiebenden in entlegene Lager zu entsorgen?

Oder in Bundeswehrmaschinen über ihren Ursprungsländern abkippen?

Was ist das praktikable und zukunftsorientierte Konzept? Neben partei-politischem Kalkül, sich rechtsextremer Volksaufhetzern zu bedienen?
.


zuletzt bearbeitet 26.11.2014 14:57 | nach oben springen
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#157

RE: Dresdens neue Montagsdemos

in Themen vom Tage 26.11.2014 15:31
von Moskwitschka (gelöscht)
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Wo sind die Erfahrungen aus den 90-ern geblieben, denn die heutige Situation ist mit damals vergleichbar. Hier einfach zur Erinnerung ein Spiegel - Artikel aus dem Jahr 1995

Kaputtes Leben

Eine neue Massenflucht aus Bosnien droht. Die Politiker streiten noch, wie sie mit den Schutzsuchenden umgehen sollen.

Seit knapp zwei Jahren nun schon haust Josip Pavic mit seiner Frau und zwei Töchtern in einem Zimmer eines Pankower Flüchtlingsheims.

Wahrscheinlich, glaubt Pavic, Flüchtling aus dem bosnischen Bosanski Brod, werde er seine Heimat nie wiedersehen. "Ich will zurück", sagt er, "aber ich kann nicht." Sein Haus, für das er 14 Jahre lang als Techniker in einer Fabrik geschuftet hat, wurde binnen weniger Sekunden von serbischer Artillerie zerstört. Ein ganzes Leben - kaputtgeschossen.

Über 350 000 Menschen aus Ex-Jugoslawien, die meisten von ihnen moslemische Bosnier, haben sich in den vergangenen Jahren vor Elend, Tod und Verschleppung in die Bundesrepublik gerettet. Kein anderes Land in der Welt beherbergt so viele Opfer des Balkan-Krieges (siehe Grafik).

Nun stehe "ein neuer Flüchtlingstreck" nach Deutschland bevor, fürchtet Knut Ipsen, Chef des Deutschen Roten Kreuzes (DRK). Serbische Einheiten überrennen die Uno-Schutzzonen in Bosnien, Zehntausende sind derzeit auf der Flucht: "Die Entwicklung ist hochdramatisch."

Doch die Hilfsbereitschaft der Deutschen ist merklich geschwunden. Wurden 1993 noch über 17 Millionen Mark auf Hilfskonten überwiesen, Europa-Rekord, sammelte das DRK in diesem Jahr bislang gerade mal 700 000 Mark für Notleidende aus Ex-Jugoslawien ein - soviel kostet allein der Unterhalt der DRK-Suppenküche in Sarajevo pro Monat.

Die Deutschen, klagen professionelle Helfer wie die Berliner Ausländerbeauftragte Barbara John (CDU), seien "des Kriegselends überdrüssig".

Die wenigsten Bosnier genießen in der Bundesrepublik ein dauerhaftes Bleiberecht, meist werden sie von den Behörden nur geduldet. Sie leben in oft überfüllten Heimen, Arbeit finden sie nur selten. Den Landkreis, in dem sie gemeldet sind, dürfen sie lediglich mit Sondergenehmigung der Ausländerbehörde verlassen.

Noch härter trifft es die nicht-bosnischen Balkan-Flüchtlinge. Wer aus der serbischen Armee desertierte, die umkämpfte Krajina verließ oder dem serbisch beherrschten Kosovo entstammt, muß damit rechnen, abgeschoben zu werden.

Bund und Länder drücken sich darum, die Situation der Balkan-Flüchtlinge dauerhaft juristisch zu regeln. Noch immer tun die meisten Politiker so, als wäre der Krieg bald vorbei und als könnten dann alle wieder heimkehren. Dabei ist längst klar, daß die Vertriebenen erst in vielen Jahren zurückkehren können - wenn überhaupt.

Das Hohe Flüchtlingskommissariat der Uno drängt deshalb die Bundesregierung, die Aufenthaltsbedingungen in Deutschland schnell zu verbessern. Zwar sei die Aufnahme der vielen Schutzsuchenden in Deutschland "sehr zu begrüßen", heißt es in einem jüngst veröffentlichten Bericht. Doch ein "einheitlicher Rechtsstatus" für die Flüchtlinge, merkten die Uno-Beauftragten an, sei "dringend geboten".

Nur fünf Prozent der bosnischen Kriegsflüchtlinge befinden sich mit einer Aufenthaltsbefugnis rechtmäßig in Deutschland, schätzen die Uno-Berichterstatter. 10 Prozent stehen im Asylverfahren, für weitere rund 15 Prozent haben Kirchen, Verwandte oder Bekannte per Verpflichtungserklärung die Verantwortung übernommen. Das Gros der Vertriebenen aber wird nur aus humanitären Gründen nicht abgeschoben.

Zwar gibt es im Ausländergesetz einen Paragraphen, der den Bürgerkriegsflüchtlingen generell die sogenannte Aufenthaltsbefugnis garantiert. Sie ermöglicht eine unkomplizierte Familienzusammenführung _(* Am Dienstag vergangener Woche im ) _(Kanzler-Wohnort Oggersheim. )

für Vertriebene und erleichtert die Arbeitssuche. Außerdem dürfen sich die Flüchtlinge damit frei in der Bundesrepublik bewegen.

Aber dieser Passus gilt so lange nicht, bis Bund und Länder sich darauf einigen, wie er angewendet werden soll. Das haben sie bislang nicht getan, der Zwist geht, wie immer, ums Geld. Das Bundesinnenministerium und die Länder wollen sich gegenseitig die Aufenthaltskosten zuschieben.

Solange sie sich nicht einigen, wird die Rechtsprechung verworren bleiben. In den meisten Bundesländern wird über die Asylanträge von Bosniern derzeit nicht entschieden. In Nordrhein-Westfalen jedoch sind die Kriegsopfer per höchstrichterlicher Entscheidung als politisch Verfolgte anerkannt.

Am tollsten treiben es die Gerichte in Berlin, der Stadt mit den meisten Flüchtlingen in Deutschland. Während die 35. Kammer des Verwaltungsgerichts, zuständig für nicht-bosnische Immigranten mit den Nachnamen von A bis K, meist eine Duldung gewährt, lehnt die 19. Kammer (zuständig für L bis Z) eine Duldung in der Regel ab.

Integration in den deutschen Alltag wäre nach Einschätzung der Helfer das Wichtigste für Bosnier in der Bundesrepublik. Doch genau das wird den allermeisten Bürgerkriegsopfern verwehrt. So dürfen Jugendliche aus Flüchtlingsfamilien in der Volkshochschule Berlin-Tiergarten zwar das bosnische Abitur nachmachen. An deutschen Universitäten wird das Reifezeugnis aber nicht anerkannt. Ausbildungsplätze bekommen Bosnier nur dann, wenn sich kein Deutscher oder EU-Ausländer für die Stelle interessiert.

Daß es auch unkomplizierter geht, machen die Holländer den Deutschen vor. Das kleine Land hat, im Verhältnis zur Einwohnerzahl, eine hohe Anzahl von Flüchtlingen aufgenommen - wie auch die Bundesrepublik. In den Niederlanden haben alle Balkan-Vertriebenen jedoch einen einheitlichen Rechtsstatus: Sie dürfen bleiben, solange der Krieg dauert, und nach drei Jahren können sie sich Arbeitsstellen suchen.

Die Bonner Ausländerbeauftragte Cornelia Schmalz-Jacobsen (FDP) hat nun Innenminister Manfred Kanther in einem Brief gebeten, zumindest den bosnischen Jugendlichen die Aufenthaltsbefugnis zu gewähren.

Experten in den Ländern ist das zuwenig. Sie fordern ein allgemeines Aufenthaltsrecht für alle Flüchtlinge, das den Vertriebenen beispielsweise auch Reisefreiheit gewähren würde.

"Es ist doch absurd", findet Berlins Ausländerbeauftragte John, daß sich ein in Berlin lebender Bosnier strafbar mache, "wenn er mit der S-Bahn ins brandenburgische Königs Wusterhausen fährt, um Verwandte zu besuchen".

Zum Nichtstun verdammt, hocken viele Vertriebene bislang noch den Tag über dichtgedrängt vor Fernsehern mit kroatischem TV-Programm. Die Langeweile macht krank. "Viele Flüchtlinge leiden unter psychosomatischen Beschwerden", sagt Bosiljka Schedlich vom Berliner Verein "Süd Ost", der sich seit Kriegsausbruch um Balkan-Vertriebene kümmert.

In einem Bericht an die Berliner Gesundheitsverwaltung hat der vom Senat geförderte Verein aufgelistet, worunter bosnische Jugendliche in Deutschland leiden: "Angst- und Ermüdungszustände, Schlaflosigkeit, Eßstörungen aller Art, motorische Störungen, Kopf- und Bauchschmerzen".

Hinzu komme häufig die Psycho-Krankheit Enkopresis: Sechs- oder Zehnjährige, von Kriegserlebnissen geschockt, fallen in frühkindliche Verhaltensweisen zurück und machen wieder in die Hose, aus Angst, alles könne wieder anfangen.


http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-9204099.html

Sind wir 20 Jahre später weniger solidarisch? Oder sind wir heute egoistischer? Oder nur ängstlicher bei neuen Herausforderungen? Oder waren wir damals noch im Taumel von Einheit und Freiheit in Deutschland, dass wir mit uns selbst mehr beschäftigt waren, als mit den Problemen anderer? Oder waren die Politiker mutiger und kreativer und gestaltungsfähiger und haben nicht ständig nach Meinungsumfragen geschielt, bevor sie Stellung bezogen haben?

Was war vor 20 Jahren anders? Vielleicht sind wir heute einfach hoffnungsloser als vor 20 Jahren, dass Kriege beherrschbar sind. Da sollte man den Politikern in der ganzen Welt mit Protesten auf die Füße treten.

LG von der Moskwitschka

EDIT Tippfehler


zuletzt bearbeitet 26.11.2014 16:28 | nach oben springen
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#158

RE: Dresdens neue Montagsdemos

in Themen vom Tage 26.11.2014 15:59
von Barbara (gelöscht)
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Nachtrag zu #156

Richtlinien für den Abschiebungsgewahrsam
im Land Nordrhein-Westfalen (Abschiebungshaftrichtlinien - AHaftRL)


Lesen? Ist ziemlich umfangreich.

https://recht.nrw.de/lmi/owa/br_bes_text...ehoben=N&menu=1

---------------------------------------------------------------------

Und damit klar ist, worüber wir uns wo aufzuregen haben, nochmal anschaulich die Zahlen des BAMF (Erhebung vom Mai 2014):

.
"Königsteiner Schlüssel"

[...]Die Zuteilung zu einer Erstaufnahme-Einrichtungen hängt zum einen ab von deren aktuellen Kapazitäten. Daneben spielt auch eine Rolle, in welcher Außenstelle des Bundesamtes das Heimatland des Asylsuchenden bearbeitet wird, denn nicht jede Außenstelle bearbeitet jedes Herkunftsland. Zudem bestehen Aufnahmequoten für die einzelnen Bundesländer. Diese legen fest, welchen Anteil der Asylbewerber jedes Bundesland aufnehmen muss und werden nach dem sogenannten "Königsteiner Schlüssel" festgesetzt. Er wird für jedes Jahr entsprechend der Steuereinnahmen und der Bevölkerungszahl der Länder berechnet.[...]

Die Verteilungsquoten fallen für 2014 wie folgt aus (Angaben in Prozent):




http://www.bamf.de/DE/Migration/AsylFlue...ilung-node.html


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#159

RE: Dresdens neue Montagsdemos

in Themen vom Tage 26.11.2014 16:49
von Pit 59 | 10.128 Beiträge

"Königsteiner Schlüssel" ?????

Ich lese ja Eure Romane nicht,aber Fakt ist ein Sicherheitsschlüssel wird hier gebraucht,aber einer der schwer zu Knacken ist.


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#160

RE: Dresdens neue Montagsdemos

in Themen vom Tage 26.11.2014 16:53
von Vogtländer (gelöscht)
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Zitat von Barbara im Beitrag #146
Leider kein Kölsch im Haus :-(
Das mit den Raucherkneipen ist jetzt der blanke Sadismus :-)


Hach,wärste nur in Berlin jeblieben!


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