#41

RE: Der Milliardendeal - Strauss und die DDR

in Leben in der DDR 17.11.2014 19:54
von FRITZE (gelöscht)
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@Sicherheitsrisiko Hier im Rheinland gibts ein Sprichwort ,extra für Dich nehm ich Keins aus der Verflossenen !

"Wenn et de Ässell zo wohl is ,jeht er up det iiss danze !

Pass nur auf ,das Du nicht ausrutschst und hinfällst ,das Eis ist ganz dünn !


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#42

RE: Der Milliardendeal - Strauss und die DDR

in Leben in der DDR 17.11.2014 20:00
von eisenringtheo | 9.175 Beiträge

Zitat von Pitti53 im Beitrag #33
Zitat von schnatterinchen im Beitrag #21
Die BBUs haben das schon richtig eingschätzt, die DM ist eine Droge, die BRD war der Dealer und die DDR ihr Junky, bis zum bitteren Ende.


@schnatterinchen Kannst du noch was anderes als nur stänkern? In jedem Thread in dem zu Gange bist fällt das langsam auf!

(...)


Ich sehe das zwar bei den anderen Threads auch so, aber gerade dieser Einwand ist irgendwie richtig. Mit viel Sarkasmus wird ausgedrückt, dass die BRD die DDR von sich abhängig gemacht hat: Denn Kredite muss man zurückzahlen. Es wäre interessant zu wissen, wie Moskau den Kredit beurteilt hat.
Theo


matloh hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#43

RE: Der Milliardendeal - Strauss und die DDR

in Leben in der DDR 17.11.2014 20:04
von Gelöschtes Mitglied
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Komische Ecke bei Dir Fritze denn bei uns hier gibt es noch gar kein Eis, nicht mal dünnes. Es ist doch immer schön so besorgte Mitbürger um sich herum zu wissen, bist halt noch ein echter Sozialist.


zuletzt bearbeitet 17.11.2014 20:04 | nach oben springen

#44

RE: Der Milliardendeal - Strauss und die DDR

in Leben in der DDR 17.11.2014 20:07
von FRITZE (gelöscht)
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Ach weeßte ,manchmal sieht man dit Eis vor lauter Wasser nicht !


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#45

RE: Der Milliardendeal - Strauss und die DDR

in Leben in der DDR 17.11.2014 20:08
von DoreHolm | 7.698 Beiträge

Zitat von FRITZE im Beitrag #13
Dieser Kredit war mitnichten ein Geschenk ! Paar Bedingungen gabs da auch !
Aber mal davon abgesehen ist mit dieser Summe die DDR noch 10 Jahre gelaufen !

Bei der Happy Hyppo Bank wäre selbst dieser nicht unerhebliche Betrag in wenigen Minuten verdampft !

Frau Merkel hat ja gerade heute morgen in den Nachrichten betont ,daß die Bürger nicht mehr für Verluste von Banken eintreten müssten !
Naja, wers glaubt !




Grün Hat es nicht mal von offizieller Seite aus gehießen, daß die Rettungsgelder und die eingezahlten Milliarden der Steuerzahler nichts miteinander zu tun hätten ? Nun, interessant jetzt dieses Eingeständnis durch die Hintertür, daß es wohl doch, zumindets teilweise, die Steuern der Bürger waren. Der nächste Crash ist m.E. so sicher wie das Amen in der Kirche. Ich hoffe, daß sich die Bürger dann noch an Merkels Zusicherung erinnern. zu oft spielten die Politiker mit der Vergesslichkeit ihrer Wähler.



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#46

RE: Der Milliardendeal - Strauss und die DDR

in Leben in der DDR 17.11.2014 21:23
von Vierkrug (gelöscht)
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Zitat von eisenringtheo im Beitrag #42
Zitat von Pitti53 im Beitrag #33
Zitat von schnatterinchen im Beitrag #21
Die BBUs haben das schon richtig eingschätzt, die DM ist eine Droge, die BRD war der Dealer und die DDR ihr Junky, bis zum bitteren Ende.


@schnatterinchen Kannst du noch was anderes als nur stänkern? In jedem Thread in dem zu Gange bist fällt das langsam auf!

(...)


Ich sehe das zwar bei den anderen Threads auch so, aber gerade dieser Einwand ist irgendwie richtig. Mit viel Sarkasmus wird ausgedrückt, dass die BRD die DDR von sich abhängig gemacht hat: Denn Kredite muss man zurückzahlen. Es wäre interessant zu wissen, wie Moskau den Kredit beurteilt hat.
Theo



Was soll "Moskau", die Sowjetunion dazu schon gesagt haben ? Schließlich lieferten sie doch die Gründe dafür, dass die DDR andere Wege der Kreditsuche gehen mußte und schließlich diese Möglichkeit wahrgenommen hat.
Und wer hier ein Konstrukt entdecken will, indem mit dieser Kreditvergabe der wirtschaftliche Niedergang der DDR beschleunigt werden sollte, dem kann ich nur die Aussage des heutigen Bundesfinanzministers, Wolfgang Schäuble entgegensetzen, der u.a. dazu ausführte:
"Der Glaube, wir hätten mit dem Milliardenkredit diese Entwicklung verzögert oder beschleunigt, ist ein bisschen absurd. Das sind wirklich Leute, die hinterher dann alles besser gewusst haben. "

Schönen Abend noch
Vierkrug


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#47

RE: Der Milliardendeal - Strauss und die DDR

in Leben in der DDR 17.11.2014 21:43
von damals wars | 12.177 Beiträge

Zitat von eisenringtheo im Beitrag #42
Zitat von Pitti53 im Beitrag #33
Zitat von schnatterinchen im Beitrag #21
Die BBUs haben das schon richtig eingschätzt, die DM ist eine Droge, die BRD war der Dealer und die DDR ihr Junky, bis zum bitteren Ende.


@schnatterinchen Kannst du noch was anderes als nur stänkern? In jedem Thread in dem zu Gange bist fällt das langsam auf!

(...)


Ich sehe das zwar bei den anderen Threads auch so, aber gerade dieser Einwand ist irgendwie richtig. Mit viel Sarkasmus wird ausgedrückt, dass die BRD die DDR von sich abhängig gemacht hat: Denn Kredite muss man zurückzahlen. Es wäre interessant zu wissen, wie Moskau den Kredit beurteilt hat.
Theo


Wenn man gewollt hätte, das die DDR den Kredit zurückzahlt, hätte man die Boykottliste außer Kraft setzen müssen.
und Moskau hat von dem Kredit auch profitiert, Gorbatschow konnte die DDR noch mehr aussaugen, ihre Wirtschaft hing ja auch von der DDR Wirtschaft ab.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#48

RE: Der Milliardendeal - Strauss und die DDR

in Leben in der DDR 17.11.2014 23:30
von passport | 2.638 Beiträge

Volker Pispers über Mauer - Strauß und Milliardenkredit !

Interessant ab Minute 06.00.

http://www.youtube.com/watch?v=6RCXKfXNkzs



passport


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#49

RE: Der Milliardendeal - Strauss und die DDR

in Leben in der DDR 17.11.2014 23:43
von der glatte | 1.356 Beiträge

Zitat von FRITZE im Beitrag #41
@Sicherheitsrisiko Hier im Rheinland gibts ein Sprichwort ,extra für Dich nehm ich Keins aus der Verflossenen !

"Wenn et de Ässell zo wohl is ,jeht er up det iiss danze !

Pass nur auf ,das Du nicht ausrutschst und hinfällst ,das Eis ist ganz dünn !



Ach so, der 11.11. ist ja schon durch und "et trömmelche jeht". War etwas OT. Sorry



Und was ist wenn die DDR das Geld, oder Teile davon weitergereicht hat und nur ein Strohmann war?

Gruß Reiner


ACRITER ET FIDELITER


zuletzt bearbeitet 17.11.2014 23:46 | nach oben springen

#50

RE: Der Milliardendeal - Strauss und die DDR

in Leben in der DDR 18.11.2014 07:04
von FRITZE (gelöscht)
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das Geld, oder Teile davon weitergereicht hat und nur ein Strohmann war?

Das ist doch heute nicht anders !


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#51

RE: Der Milliardendeal - Strauss und die DDR

in Leben in der DDR 18.11.2014 08:07
von schnatterinchen (gelöscht)
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Zitat von frank im Beitrag #35
[quote=schnatterinchen|p411174]Also ich habe die DDR nur als einen dahinsiechendes Land erlebt , dessen Entwicklung mit oder ohne DM Milliarde nur eine Richtung kannte. Richtung Orcus.
Als Uniformträger hatte man da eventuell ein anderes Bild.[/quote
mich würde mal brennend interessieren seit wann du dir bewusst warst, das es mit der DDR bergab ging ?
mit der Muttermilch?
rot Mark : ja völlig richtig ,da habe ich eine etwas andere Sicht der Dinge.
mit solchen Zeitgenossen, wird einem wohl zu keiner Zeit und in keinem Land dieser Erde , ein Blumentopf gereicht .




Hallo @frank ,

Ich habe die letzten Jahre der DDR , in und um Leipzig Löcher in die Erde gebohrt um zu prüfen welche Ausmaße die Verseuchung durch Industrie und Militär angenommen hatte. Dadurch sah ich viele Betriebe von innen und konnte mit den Leuten dort sprechen. Es war überall das Selbe. Es wurde auf Verschleiß gewirtschaftet und den Leuten war alles egal.
Was ich da zu sehen bekam, kann man nur als Niedergang bezeichnen, da war nichts mit Entwicklung zum Positiven.
Ich weiß nicht als was du tätig warst und wo du gewohnt hast , aber mich würde interessieren wo du damals eine positive Entwicklung erkennen konntest?


matloh hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#52

RE: Der Milliardendeal - Strauss und die DDR

in Leben in der DDR 18.11.2014 09:55
von schnatterinchen (gelöscht)
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Zitat von Vierkrug im Beitrag #46


Was soll "Moskau", die Sowjetunion dazu schon gesagt haben ? Schließlich lieferten sie doch die Gründe dafür, dass die DDR andere Wege der Kreditsuche gehen mußte und schließlich diese Möglichkeit wahrgenommen hat.
Und wer hier ein Konstrukt entdecken will, indem mit dieser Kreditvergabe der wirtschaftliche Niedergang der DDR beschleunigt werden sollte, dem kann ich nur die Aussage des heutigen Bundesfinanzministers, Wolfgang Schäuble entgegensetzen, der u.a. dazu ausführte:
"Der Glaube, wir hätten mit dem Milliardenkredit diese Entwicklung verzögert oder beschleunigt, ist ein bisschen absurd. Das sind wirklich Leute, die hinterher dann alles besser gewusst haben. "


Schönen Abend noch
Vierkrug




Das Konstrukt hat es so auch nicht gegeben , aber eines ist doch Fakt, die DDR erkaufte sich mit Zugeständnissen an die Bundesrepublik wirtschaftliche Spielräume.
Sie gab aus wirtschaftlichen Gründen nach. (Reiseerleichterungen, Selbstschussanlagenabbau usw.)Somit war die wirtschaftliche Annäherung der DDR an die BRD eben auch das Vorspiel für ihren eigenen Untergang.
Kann man heute übrigens zwischen China und Nord-Korea beobachten, die zunehmend wirtschaftliche Verflechtung der beiden Staaten und das Einsickern von Informationen nach Nord-Korea wird über kurz oder Lang auch zu einer Aufweichung in Nord-Korea wenn nicht sogar zu einem Systemwechsel führen.


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#53

RE: Der Milliardendeal - Strauss und die DDR

in Leben in der DDR 18.11.2014 11:02
von Barbara (gelöscht)
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Zitat von schnatterinchen im Beitrag #52
Zitat von Vierkrug im Beitrag #46


Was soll "Moskau", die Sowjetunion dazu schon gesagt haben ? Schließlich lieferten sie doch die Gründe dafür, dass die DDR andere Wege der Kreditsuche gehen mußte und schließlich diese Möglichkeit wahrgenommen hat.
Und wer hier ein Konstrukt entdecken will, indem mit dieser Kreditvergabe der wirtschaftliche Niedergang der DDR beschleunigt werden sollte, dem kann ich nur die Aussage des heutigen Bundesfinanzministers, Wolfgang Schäuble entgegensetzen, der u.a. dazu ausführte:
"Der Glaube, wir hätten mit dem Milliardenkredit diese Entwicklung verzögert oder beschleunigt, ist ein bisschen absurd. Das sind wirklich Leute, die hinterher dann alles besser gewusst haben. "


Schönen Abend noch
Vierkrug




Das Konstrukt hat es so auch nicht gegeben , aber eines ist doch Fakt, die DDR erkaufte sich mit Zugeständnissen an die Bundesrepublik wirtschaftliche Spielräume.
Sie gab aus wirtschaftlichen Gründen nach. (Reiseerleichterungen, Selbstschussanlagenabbau usw.)Somit war die wirtschaftliche Annäherung der DDR an die BRD eben auch das Vorspiel für ihren eigenen Untergang.
Kann man heute übrigens zwischen China und Nord-Korea beobachten, die zunehmend wirtschaftliche Verflechtung der beiden Staaten und das Einsickern von Informationen nach Nord-Korea wird über kurz oder Lang auch zu einer Aufweichung in Nord-Korea wenn nicht sogar zu einem Systemwechsel führen.





OT

fett:

Wobei man hier hinzufügen muss:

das System in NK ist mMn bereits in seinem Totlitarismus soweit fortgeschritten, die Gesellschaft soweit gespalten in den tatsächlich "verelendeten" Teil und den hyper angepassten Teil, dass eine System-Veränderung "aus eigener Kraft" sich wohlmöglich nicht mehr vollziehen kann, das ist ein deutlicher Unterschied zur Situation in der damaligen DDR aus meiner Sicht.
.


zuletzt bearbeitet 18.11.2014 11:05 | nach oben springen

#54

RE: Der Milliardendeal - Strauss und die DDR

in Leben in der DDR 18.11.2014 11:13
von Vierkrug (gelöscht)
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@schnatterinchen - endlich mal ein konstruktiver Beitrag von Dir in dieser Thematik. Aber den Nagel noch nicht ganz auf den Kopf getroffen.

Wie war damals die Ausgangssituation Anfang der 80er Jahre ?
Für die DDR wurde die Situation kritisch und zunehmend schwieriger, als die Sowjetunion ihre Erdöllieferungen an die DDR drastisch reduzierte. Wimre, dann waren es so um die 2 Millionen Tonnen. Das war eine einseitige Verletzung bestehender vertraglicher Liefervereinbarungen seitens der Sowjetunion. Alle Proteste der DDR waren vergebens und diese Fehlmenge, die dringend benötigt wurde und auch eingeplant war, mußte auf dem Weltmarkt für Devisen gekauft werden. Diese waren trotz hoher Exporte nicht vorhanden. Sie mußten irgendwie aufgebracht werden, d.h. das Geld mußte sich geliehen werden, womit der Prozeß der zunehmenden Verschuldung in eine neue Dimension vorstieß und der letzten Endes auch im Laufe der Folgejahre seinen Tribut forderte.
Favorisiert wurden damals zwei Varianten. Die Variante1 war das sogenannte "Züricher Modell" - die Schaffung einer deutsch-deutschen Bank in der Schweiz, die bei Bedarf und Notwendigkeit, der DDR die entsprechenden Kredite einräumnen sollte. Hauptakteur dieses Projektes war der in der Schweiz lebende deutsche Banker Holger Bahl. Dieses Projekt versprach der DDR einen Kreditrahmen von 4 bis 5 Milliarden DM - d.h. um ein Vielfaches mehr, wie die bayerische Variante 2. Jedoch war das "Züricher Modell" an eine Reihe von politischen Zugeständnissen gegenüber der DDR gekoppelt, wie die Forderung, dass pro Kreditrate von 1 Milliarden DM die Altersgrenze von DDR-Bürgern für Reisen in das westliche Ausland um ein Jahr gesenkt wird.
Dieses "Züricher Modell" wäre damals ein erster Schritt auf dem langen Weg zu einer möglichen Konförderation beider deutscher Staaten gewesen. Darüber sind sich die damaligen Unterhändler noch heute einig.
Warum das "Züricher Modell" damals scheiterte, ist noch heute umstritten. Holger Bahl sieht die Ursache vordergründig in einer Manipulation von Alexander Schalk-Golodkowski und seinem Verhandlungspartner Franz Josef Strauß - was wiederum auch erklären würde, warum Alexander Schalk-Golodkowski in Bayern, am Tegernsee eine neue Heimstatt fand und vom bayerischen Staat noch heute geschützt wird.
Nach dem von Franz Josef Strauß 1984 vermittelten Milliardenkredit, der nicht an solche großen Gegenleistungen seitens der DDR geknüpft war, verlor das "Züricher Modell" an Bedeutung.
Es ist heute wiederum müßig darüber zu spekulieren, was wäre wenn.

Zugleich gebe ich auch zu bedenken, dass wie beim dem sowjetischen Erdöl, sich die Liefersituation bei sowjetischen Erdgas auf ähnliche Art und Weise vollzog. Jedoch war die DDR hier mit materiellen Leistungen beim Erdgasleitungsbau gefordert, um den Mindestbedarf zu sichern. Nachdem die gesamte Technik der "Drushba-Trasse" bereits veräußert war, mußte neue Technik auf dem Weltmarkt erworben werden, was wiederum erhebliche Devisen verschlang. Es wurde zum Jahrhundertbau der DDR und ein weiterer Sargnagel.

Vierkrug


Udo, furry, passport, Damals87, DoreHolm und Telamon haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 18.11.2014 11:52 | nach oben springen

#55

RE: Der Milliardendeal - Strauss und die DDR

in Leben in der DDR 18.11.2014 11:22
von Udo | 1.267 Beiträge

Jetzt weis ich wieder, warum ich mich so gefreut habe, als Du @Vierkrug wieder ins Forum gekommen bist.
Fakten, Fakten, Fakten!!!


furry und DoreHolm haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#56

RE: Der Milliardendeal - Strauss und die DDR

in Leben in der DDR 18.11.2014 11:53
von schnatterinchen (gelöscht)
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Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, das irgend jemand in der DDR Regierung damals oder später
an eine Konföderation mit der BRD dachte.


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#57

RE: Der Milliardendeal - Strauss und die DDR

in Leben in der DDR 18.11.2014 11:54
von Barbara (gelöscht)
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Wahrscheinlich liegt darin auch eine mögliche Erklärung:

[...]Im Herbst 1982 kommt es in Bonn zu einem Regierungswechsel. Nach einem konstruktiven Misstrauensvotum wird die sozialliberale Koalition unter Helmut Schmidt durch eine CDU/CSU-Regierung unter Helmut Kohl abgelöst. Die Verhandlungen über das Züricher Modell werden zunächst fortgesetzt.

Doch der Bonner Regierungswechsel bringt einen Konkurrenzvorschlag mit sich, bei dem die beiden Symbolfiguren des deutsch-deutschen Ideologiestreits, Strauß und Schalck, maßgeblich die Fäden in der Hand haben. Strauß hatte noch im April des Jahres die innerdeutsche Stimmung angeheizt, als er den Tod des Transitreisenden an der Grenzübergangstelle Drewitz als Mord bezeichnete.

Gesprächsvermittler ist der bayerische Fleischgroßhändler Josef März. Der Strauß-Freund steht durch seine DDR-Geschäfte in Kontakt mit Schalck-Golodkowski. Im Auftrag von Erich Honecker übernimmt der KoKo-Chef die Verhandlungen. Das Züricher Modell ist bald aus dem Rennen. [...]

http://www.bstu.bund.de/DE/Presse/Themen...rdenkredit.html


Ich möchte gar nicht wissen, wer bei diesem Deal alles "Vorteilsnehmer" gewesen ist...
.


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#58

RE: Der Milliardendeal - Strauss und die DDR

in Leben in der DDR 18.11.2014 11:57
von Vierkrug (gelöscht)
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Zitat von schnatterinchen im Beitrag #56
Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, das irgend jemand in der DDR Regierung damals oder später
an eine Konföderation mit der BRD dachte.



Auch wenn Du es Dir nicht vorstellen kannst, es gab bereits diesbezügliche Überlegungen und auch Gespräche auf bestimmten Ebenen. Mit der weiteren Öffnung von Archiven und den damit verbundenen Zugang zu Akten wird auch die damals westliche Seite diesen Umstand nicht mehr betreiten bzw. abstreiten.

Vierkrug


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#59

RE: Der Milliardendeal - Strauss und die DDR

in Leben in der DDR 18.11.2014 12:03
von Gelöschtes Mitglied
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Du kennst diese, welche Ebenen waren das dann und in welchem Zeitraum? Ich habe von Planungen einer Konföderation bisher nur im Schürer Papier was gelesen, aber das war ja keine offizielle Regierungsabsicht sondern nur noch ein letzter rein theoretischer Rettungsversuch.

P.S. Wie hätte das funktionieren sollen, eine Konföderation zweier so ungleicher Staaten. Da Demokratie, Kapitalismus und NATO, auf der anderen Seite Diktatur, Sozialismus und WP. Das wäre doch damals schon das Ende der DDR gewesen wenn die sich dann hätte angleichen müssen oder war von ihrer Seite nur beabsichtigt das die BRD in dieser Konföderation für sie aufkommen soll? Moskau hätte da sicher auch nicht mitgespielt.


zuletzt bearbeitet 18.11.2014 12:11 | nach oben springen

#60

RE: Der Milliardendeal - Strauss und die DDR

in Leben in der DDR 18.11.2014 12:09
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von schnatterinchen im Beitrag #56
Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, das irgend jemand in der DDR Regierung damals oder später
an eine Konföderation mit der BRD dachte.


Ich gebe Dir Recht: Konsequent bis zum Ende dürfte das auch im Westen kaum jemand gedacht haben: Zu unerwartet und vorher auch nicht vorstellbar waren die gesamten Entwicklungen des Jahres 89. Allerdings gab es in der BRD das Gebot der Wiedervereinigung und jeder auch noch so kleine Schritt der Annäherung war gleichzeitig ein Schritt in diese Richtung.


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