#1

Wie gefährlich war der Dienst an der Grenze für den Grenzsoldaten wirklich ?

in Grenztruppen der DDR 15.11.2014 00:53
von B208 | 1.339 Beiträge

Ich hatte immer die Meinung , der Dienst der Grenzsoldaten an der Staatsgrenze zum Klassenfeind war mit besonderen Gefahren verbunden die ein Soldat der NVA bei einem anderen Truppenteil nicht hatte .
Nun habe ich in einem anderen Thema von kompetenten ehemaligen Angehörigen der GT unterschiedlichster Dienstgrade und Dienststellungen auch unterschiedlichster Dienstzeiten gelesen , dass der Dienst am Kanten weitaus ungefährlicher war als von mir angenommen und somit auch von den AGT lässiger durchgeführt wurde . In einem Beitrag wurde davon berichtet , dass das Schlafen im Dienst nichts ungewöhnliches war .

Meine Meinung hatte ich mir aus vielen Beiträgen ehem. Grenzsoldaten hier und in anderen Foren gebildet .
Ich hab nun Zweifel , denn einerseits bedanken sich Mitglieder für Beiträge in denen die Situation an der Grenze fast als Urlaub geschildert wird , andrerseits schreiben sie aber in anderen Themen wie korrekt sie ihren Dienst durchgezogen haben .

Wie war es denn nun ?

Ohne Gefahr und schlafend im Grenzdienst ?


pferdsdorfer hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 15.11.2014 00:55 | nach oben springen

#2

RE: Wie gefährlich war der Dienst an der Grenze für den Grenzsoldaten wirklich ?

in Grenztruppen der DDR 15.11.2014 09:14
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zu meiner Zeit war die Grenze so ausgebaut das ja theoretisch gar keiner unbemerkt zwischen die Zäune kommen konnte und ich war auch noch in einem Sicherungssystem wo nachts vor dem Zaun viel mehr Soldaten standen als dahinter, also geschlafen wurde meist nachts, der Mensch ist ja da nun einmal müde.
Man teilte sich rein, einmal du, einmal ich, meißt pennten dann friedlich alle beide.
Ich hab auch neben Offizieren an der Grenze gesessen da konnte ich gar nicht einschlafen weil die einfach zu laut schnarchten.


IM Kressin hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 15.11.2014 09:15 | nach oben springen

#3

RE: Wie gefährlich war der Dienst an der Grenze für den Grenzsoldaten wirklich ?

in Grenztruppen der DDR 15.11.2014 09:56
von UvD815 | 619 Beiträge

Man muss immer Bedenken, dass die Grenztruppe einen Frontdienst im " kalten Krieg " geleistet hat und täglich jeder Grenzer mit 60 Schuß auf Posten gezogen ist.

Man sollte aber auch die Zeiträume beachten :

1946 - 1952 - Gefahr durch bewaffnete Grenzgänger, Schmuggler aber auch gerade nach 1946 - Banden von Zwangsarbeitern auf dem Heimweg,
Heimkehrer oder Nazis, welche sich in die ABZ absetzen wollten

1951 - wurden die VP Wm Liebs, Janello und Schmidt von der US Army erschossen

1952 - 1961 - entspannte Phase für die DGP, 1956 Zwischenfall Waldemar Estel , Buttlar - erschossen

ab 1961 - nach dem 13. August 1961 gerade starke Grenzprovokationen ,

( Rudi Arnstadt, Egon Schulz , Reinhold Huhn .... )

Fahnenfluchten durch Angehörige der bewaffneten Organe DDR aber
auch durch Soldaten der GSSD
Natürlich auch die Gefahr von Minen in der Sperre oder später durch die SM 70 bei Wartung oder Gewitter verletzt zu werden

( Fall Weinhold - Erschiessung Seidel, Lange oder Tötung Knospe, Braun durch fahnenflüchtigen GT Angehörigen )

bis 1989 waren gefährliche Situationen, wenn bekannt wurde , dass ein Angehöriger der GSSD fahnenflüchtig wurde und seine AK 74 mitführte
( Gefr. Dittmann von der Einheit Schnellmannshausen wurde da bei Eisenach Opfer ...und getötet )


PKE hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 15.11.2014 10:01 | nach oben springen

#4

RE: Wie gefährlich war der Dienst an der Grenze für den Grenzsoldaten wirklich ?

in Grenztruppen der DDR 15.11.2014 10:53
von eisenringtheo | 9.170 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #2
Zu meiner Zeit war die Grenze so ausgebaut das ja theoretisch gar keiner unbemerkt zwischen die Zäune kommen konnte und ich war auch noch in einem Sicherungssystem wo nachts vor dem Zaun viel mehr Soldaten standen als dahinter, also geschlafen wurde meist nachts, der Mensch ist ja da nun einmal müde.
Man teilte sich rein, einmal du, einmal ich, meißt pennten dann friedlich alle beide.
Ich hab auch neben Offizieren an der Grenze gesessen da konnte ich gar nicht einschlafen weil die einfach zu laut schnarchten.

Es war vermutlich eine schwierige Sache für die Vorgesetzten, zu erreichen, dass während des Dienstes nicht geschlafen wurde.. Nein ernsthaft, wie kontrolliert man schwer bewaffnete Leute mit dem nötigen Überraschungseffekt, ohne sich selber zu gefährden??
Theo


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#5

RE: Wie gefährlich war der Dienst an der Grenze für den Grenzsoldaten wirklich ?

in Grenztruppen der DDR 15.11.2014 12:36
von Gelöschtes Mitglied
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Ich habe den Dienst an der Grenze nie als besonders gefährlich angesehen. Natürlich war in bestimmten Situationen manchmal ein ungutes Gefühl vorhanden. Wenn Angehörige der Sowjetarmee als Fahnenflüchtige unterwegs waren bin ich schon ordentlich abgetaucht. Vor "Normalen GV" hatte ich nicht zu große Angst, denn wer greift einen bewaffneten Grenzposten an, wenn er nur zu warten braucht bis dieser weitergeht oder vorbeifährt. Wenn mich einer aber direkt angegriffen hätte, und die Distanz schon zu klein war um noch anzurufen und einen Warnschuss abzugeben, dann hätte ich schon gewusst für was ich das Russenholz und die zwei Magazine dabei hatte.

Mir ist nur eine Situation in Erinnerung, bei der ich im Grenzdienst mal meine Waffe durch geladen habe. Das war in einer Mondhellen Nachtschicht und der Mond hat sich so in einem Fenster eines Wirtschaftsgebäudes gespiegelt, dass ich dachte darin brennt noch Licht. Bei einer Kontrolle des Gebäudes aus der Nähe, war alles dunkel. Als ich dann wieder auf dem Kolonnenweg in Richtun Keudelskuppe ging war das Fenster wieder hell erleuchtet. Obwohl kein GV dort Licht gemacht hätte, habe ich vor der richtigen Kontrolle einen eingefädelt. mein Posten hat das Gebäude von aussen gesichert und ich bin rein, die Treppe hoch und habe aus dem Fenster den schönen Vollmond gesehen und mich über meine Dusslichkeit geärgert. Ich hätte ja die A-Gruppe anfordern können, aber die Wahrscheinlichkeit dass sich dort ein GV aufhält war sehr gering. Ich hatte ja vom Anfang an an eine vergessene Beleuchtung gedacht, da ja dort täglich Betreuer für die Tiere vor Ort waren.

Der Hesselfuchs


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#6

RE: Wie gefährlich war der Dienst an der Grenze für den Grenzsoldaten wirklich ?

in Grenztruppen der DDR 15.11.2014 12:45
von Gelöschtes Mitglied
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Für mich persönlich sah ich die größte Gefahr, dass ich beim abfahren des K 6 in der Frühschicht einpenne und mit dem P 3 abstürze. Die langsame Fahrerei ohne schalten oder bremsen zu müssen war nicht gut nach der kurzen Nachtruhe. Noch dazu dass der eine Zugführer schon nach 10 Minuten im Tiefschlaf war und laut geschnarcht hat. Im Sicherungsabschnitt 4 bei den "Mainzer Köpfen" war eine Stelle, da waren neben dem Kolonnenweg alte Betonsäulen aufgestapelt, um zu verhindern, dass mann vom Kolonnenweg abkam und den Hang runtersegelt. Vor dieser Stelle habe ich oftmals angehalten, bin ausgestiegen und habe mich selber richtig munter gemacht.

Der Hesselfuchs


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#7

RE: Wie gefährlich war der Dienst an der Grenze für den Grenzsoldaten wirklich ?

in Grenztruppen der DDR 15.11.2014 12:46
von Gelöschtes Mitglied
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Ich versteh einfach nicht , wie sich ehemalige Grenzer mit dem Thema Schlafen , Grillen und Trinken von Alkohol während des Grenzdienstes so in dem Forum hier wie auch in dem anderen Grenzerforum damit rühmen können.
Einmal sind die meisten heute noch von ihrer Sache so überzeugt und die andere Seite , sie haben damals gegen Gesetze ihrer DDR verstoßen .
Wenn ich damals als Postenführer oder mal als Posten draußen am Kanten war, da gab es keinen der im Grenzdienst schlief , oder Grillte , den einzigen Alkoholausschank im Dienst , gab es zum Jahreswechsel .Dann war ich mit dem Offz. vom Regiment ,bei den Posten draußen am Kanten , wir stießen mit dem Punsch aus der Küche, auf das Neue Jahr, an .

Ich stelle es mal hier in Frage , bei so viel Leichtsinnlichkeit wie es einige schildern , habt ihr denn nicht daran gedacht , das es euch durch einen GV hätte erwischen können.
Wie viele Fahndungen bei der Vergatterung wurden täglich vorgelesen und immer wurde der Grenzbereich wo wir standen, als Hauptrichtung der Flucht angegeben .
Vielleicht wären heute noch Menschen am Leben , da sie durch die genannten Unaufmerksamkeiten der Grenzer zu spät erkannt wurden .
Seit ihr auch wie wir mit der Angstlampe und immer krachmachend von einem Postenplatz zum anderen gewechselt .ratata


elcramo, Fello und emil haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 15.11.2014 12:48 | nach oben springen

#8

RE: Wie gefährlich war der Dienst an der Grenze für den Grenzsoldaten wirklich ?

in Grenztruppen der DDR 15.11.2014 12:55
von Ari@D187 | 1.989 Beiträge

Zitat von Merlini im Beitrag #6
[...]Im Sicherungsabschnitt 4 bei den "Mainzer Köpfen" war eine Stelle, da waren neben dem Kolonnenweg alte Betonsäulen aufgestapelt, um zu verhindern, dass mann vom Kolonnenweg abkam und den Hang runtersegelt. Vor dieser Stelle habe ich oftmals angehalten, bin ausgestiegen und habe mich selber richtig munter gemacht.

Der Hesselfuchs

Die Strecke bin ich vor Jahren mal mit dem Moped abgefahren. Für meine Enduro eine sehr schöne Strecke, auf vier Rädern eine Herausforderung. Die Bremsanlage sollte jedenfalls in Ordnung sein.

Ari


Scheint es auch Wahnsinn, so hat es doch Methode...
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#9

RE: Wie gefährlich war der Dienst an der Grenze für den Grenzsoldaten wirklich ?

in Grenztruppen der DDR 15.11.2014 12:56
von Gelöschtes Mitglied
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Hallo Ratata, das mit dem Schlafen im GD kenne ich persönlich auch nicht. Es gab aber schon welche die regelmäßig gepennt haben. ich habe mich immer an den Spruch eines Vorgängers gehalten. Dar sagte mir es gibt zwei Arten von Grenzsicherung:
1. Du machst Horchposten und kriegst dadurch "fast Alles" mit. und
2. Du machst so viel Radau das bei dir keiner kommt.

Meistens habe ich Variante zwei bevorzugt, bei bestimmten Lagen aber Variante eins. Feuer haben wir schon mal gemacht und die Würstchen darüber gebraten. Alkohol war für mich als Kraftfahrer tabu.

Da ich viel Kontrollstreife mit meinem Zugführer gefahren bin, habe ich auch Nachts Posten mit kontrollieren müssen. Mein ZF wollte immer gern überraschen. Das habe ich aber mit allen Mitteln zu verhindern versucht. Einmal aus Selbstschutz und zum anderen konnte ich sowas nie leiden.

Der Hesselfuchs


katerspeedy und matzelmonier79-2 haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 15.11.2014 13:30 | nach oben springen

#10

RE: Wie gefährlich war der Dienst an der Grenze für den Grenzsoldaten wirklich ?

in Grenztruppen der DDR 15.11.2014 12:57
von Ari@D187 | 1.989 Beiträge

Zitat von UvD815 im Beitrag #3
Man muss immer Bedenken, dass die Grenztruppe einen Frontdienst im " kalten Krieg " geleistet hat und täglich jeder Grenzer mit 60 Schuß auf Posten gezogen ist.

Man sollte aber auch die Zeiträume beachten :

1946 - 1952 - Gefahr durch bewaffnete Grenzgänger, Schmuggler aber auch gerade nach 1946 - Banden von Zwangsarbeitern auf dem Heimweg,
Heimkehrer oder Nazis, welche sich in die ABZ absetzen wollten

1951 - wurden die VP Wm Liebs, Janello und Schmidt von der US Army erschossen

1952 - 1961 - entspannte Phase für die DGP, 1956 Zwischenfall Waldemar Estel , Buttlar - erschossen

ab 1961 - nach dem 13. August 1961 gerade starke Grenzprovokationen ,

( Rudi Arnstadt, Egon Schulz , Reinhold Huhn .... )

Fahnenfluchten durch Angehörige der bewaffneten Organe DDR aber
auch durch Soldaten der GSSD
Natürlich auch die Gefahr von Minen in der Sperre oder später durch die SM 70 bei Wartung oder Gewitter verletzt zu werden

( Fall Weinhold - Erschiessung Seidel, Lange oder Tötung Knospe, Braun durch fahnenflüchtigen GT Angehörigen )

bis 1989 waren gefährliche Situationen, wenn bekannt wurde , dass ein Angehöriger der GSSD fahnenflüchtig wurde und seine AK 74 mitführte
( Gefr. Dittmann von der Einheit Schnellmannshausen wurde da bei Eisenach Opfer ...und getötet )

Schöne Zusammenfassung. Es entsteht der Eindruck, das die geringste Gefahr durch den gewöhnlichen "Bodo", also DDR-Zivilisten, bestand.

Ari


Scheint es auch Wahnsinn, so hat es doch Methode...
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#11

RE: Wie gefährlich war der Dienst an der Grenze für den Grenzsoldaten wirklich ?

in Grenztruppen der DDR 15.11.2014 13:31
von Rostocker | 7.719 Beiträge

[quote=ratata|p410176]Ich versteh einfach nicht , wie sich ehemalige Grenzer mit dem Thema Schlafen , Grillen und Trinken von Alkohol während des Grenzdienstes so in dem Forum hier wie auch in dem anderen Grenzerforum damit rühmen können.
Einmal sind die meisten heute noch von ihrer Sache so überzeugt und die andere Seite , sie haben damals gegen Gesetze ihrer DDR verstoßen .
Wenn ich damals als Postenführer oder mal als Posten draußen am Kanten war, da gab es keinen der im Grenzdienst schlief , oder Grillte , den einzigen Alkoholausschank im Dienst , gab es zum Jahreswechsel .Dann war ich mit dem Offz. vom Regiment ,bei den Posten draußen am Kanten , wir stießen mit dem Punsch aus der Küche, auf das Neue Jahr, an .

Ich stelle es mal hier in Frage , bei so viel Leichtsinnlichkeit wie es einige schildern , habt ihr denn nicht daran gedacht , das es euch durch einen GV hätte erwischen können.
Wie viele Fahndungen bei der Vergatterung wurden täglich vorgelesen und immer wurde der Grenzbereich wo wir standen, als Hauptrichtung der Flucht angegeben .
Vielleicht wären heute noch Menschen am Leben , da sie durch die genannten Unaufmerksamkeiten der Grenzer zu spät erkannt wurden .
Seit ihr auch wie wir mit der Angstlampe und immer krachmachend von einem Postenplatz zum anderen gewechselt .ratata
[/quote]

ratata--ich stimme Dir schon zu in Deinen Ausführungen.
Zu meiner Zeit wurde auch nicht draußen im Grenzdienst gegrillt und Alkohol getrunken. Ok, man nickte mal ein in der Nachtschicht, aber fest und tief schlief da keiner. Man traf sich auch hin und wieder mal mit den Nachbarposten, das gab es auch. Aber wenn man es alles so betrachtet, waren es alles Wachvergehen und einen Erholungsurlaub in Schwedt rechtfertigten. Mit der Angstlampe und krachmachend bin ich nie durch den Abschnitt gelaufen, höchstens Nachts auf den Kollonnenweg auf den Sandstreifen, um nicht so laut zu sein und nicht von den hellen Platten so abzustossen.
Und zu Grün nochmal--Man sollte nicht alles für bare Münze nehmen. Heute versucht so mancher ehemalige Grenzer noch den Helden raushängen zu lassen.


Arnstädter hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#12

RE: Wie gefährlich war der Dienst an der Grenze für den Grenzsoldaten wirklich ?

in Grenztruppen der DDR 15.11.2014 15:31
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Was hat denn schlafen mit "Held" zu tun?
Das war nun einfach mal so und auf den Turm kam der GV ja nun mal nicht rauf und dort konntest du dir auch was zu essen machen, oder standet ihr etwa permanent mit der Flinte 8 Stunden am Fenster?
Könnte man fast denken.
Im Wald haben wir natürlich auch nicht gepennt, so bescheuert waren wir nun auch nicht.


GKUS64, IM Kressin und emil haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 15.11.2014 15:36 | nach oben springen

#13

RE: Wie gefährlich war der Dienst an der Grenze für den Grenzsoldaten wirklich ?

in Grenztruppen der DDR 15.11.2014 15:43
von Hansteiner | 1.412 Beiträge

Als Grenzer standes du mit einem Bein im Grab und mit dem anderen im Knast !
Sowar bei uns immer die Rede.
Kein PF hat sich auf so ein Risiko eingelassen.

VG H.



94, Gert1952, Fello, Ameise und der sturmbahn könig haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#14

RE: Wie gefährlich war der Dienst an der Grenze für den Grenzsoldaten wirklich ?

in Grenztruppen der DDR 15.11.2014 15:53
von Rostocker | 7.719 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #12
Was hat denn schlafen mit "Held" zu tun?
Das war nun einfach mal so und auf den Turm kam der GV ja nun mal nicht rauf und dort konntest du dir auch was zu essen machen, oder standet ihr etwa permanent mit der Flinte 8 Stunden am Fenster?
Könnte man fast denken.
Im Wald haben wir natürlich auch nicht gepennt, so bescheuert waren wir nun auch nicht.


Das-- Held --stand doch in einen ganz anderen Zusammenhang;
GRÜN--Davon hat doch keiner geschrieben. Natürlich hat man was auf den Turm gegessen oder auf anderen Postenplätzen. Hast doch sicherlich stets brav Deine Postenverpflegung mit raus genommen.


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#15

RE: Wie gefährlich war der Dienst an der Grenze für den Grenzsoldaten wirklich ?

in Grenztruppen der DDR 15.11.2014 15:58
von Rostocker | 7.719 Beiträge

Zitat von Hansteiner im Beitrag #13
Als Grenzer standes du mit einem Bein im Grab und mit dem anderen im Knast !
Sowar bei uns immer die Rede.
Kein PF hat sich auf so ein Risiko eingelassen.

VG H.


Wenn mir Nachts die Müdigkeit überkam, oder ich merkte das beim Posten die Augen kleiner wurden. Dann habe ich mir über das GMN von der Füst. ne Grenzstreife geben lassen. 100m links,rechts von meinen Postenplatz.


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#16

RE: Wie gefährlich war der Dienst an der Grenze für den Grenzsoldaten wirklich ?

in Grenztruppen der DDR 15.11.2014 16:43
von jens-66 | 188 Beiträge

Ich kann mir vorstellen,das der Grenzdienst in Berlin schwieriger oder vielleicht stressiger war als anders wo.
Sicherlich hat jeder Grenzsoldat bei der Vergatterung die Lage beschrieben bekommen - und er hat danach zu handeln.
So war es auch bei mir. ( 89- 90. GK 6. Scharfenstein Brocken)
Richtung Brocken waren immer 2 B - Türme besetzt. Nachts dort oben war immer entspannt. Flinte in die eine Ecke, Käppi in die andere Ecke.
Bahnheizkörper an und in der Blechbrotdose schöne Sachen brutzeln - und nicht vergessen: Jede Stunde per GMN in der Führungsstelle
melden. Schlafen ging da nicht.
Richtung Ilsenburg war ich bei Nacht meistens mit meiner ETZ 250 A im vorgelagerten Bereich unterwegs. Also vor dem GSZ bis zur Grenze.
Dort konnte man schon mal `ne Stunde ruhen. Voraus gesetzt, man hat den richtigen Posten oder Postenführer mit dabei. Denn bei jedem ging
das auch nicht. Dort waren wir in soweit sicher, weil sich die Grenzaufklärer oder wer auch immer von der so genannten Obrigkeit,unterwegs war, bei uns
anmelden mussten.
Ich empfand den Grenzdienst dort immer als nicht so ( ja wie soll ich das sagen) schlimm oder vielleicht wichtig.
Wir wussten dennoch alle worum es dort ging und wofür wir da sind.

VG Jens


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#17

RE: Wie gefährlich war der Dienst an der Grenze für den Grenzsoldaten wirklich ?

in Grenztruppen der DDR 15.11.2014 16:57
von Grenzer76 | 29 Beiträge

Zitat von Rostocker im Beitrag #15
Zitat von Hansteiner im Beitrag #13
Als Grenzer standes du mit einem Bein im Grab und mit dem anderen im Knast !
Sowar bei uns immer die Rede.
Kein PF hat sich auf so ein Risiko eingelassen.

VG H.


Wenn mir Nachts die Müdigkeit überkam, oder ich merkte das beim Posten die Augen kleiner wurden. Dann habe ich mir über das GMN von der Füst. ne Grenzstreife geben lassen. 100m links,rechts von meinen Postenplatz.

Hallo
genau so sehe ich das auch, schlafen ging einfach nicht, da wurde sich bewegt oder es wurde der offizieller Postenpunkt verlassen was zulässig war .Es gab ja Postennummern z.B. (Posten 81 da konnte gehandelt werden wie +3 das hieß ich verlasse den offiziellen Postenpunkt um 3 Postenpunkte "84" so konnte man sich auch manchmal mit anderen Posten treffen. Sicher ging uns manchmal die "Düse"z.B. wenn Kühe auf der Weide waren und diese gehustet haben (Nachtschicht) da konnte man schon manchmal denken das da jemand kommt, oder Rehe ,Wildschweine. Tagsüber eigendlich entspannt. Alsö gefährlich reletiv kommt sicher auch darauf an wo man stationiert war.


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#18

RE: Wie gefährlich war der Dienst an der Grenze für den Grenzsoldaten wirklich ?

in Grenztruppen der DDR 15.11.2014 17:47
von Lutze | 8.033 Beiträge

hatten wir schon mal,
mit am gefährlichsten muß es auf so einen runden
Wachturm bei starken Wind gewesen sein
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
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#19

RE: Wie gefährlich war der Dienst an der Grenze für den Grenzsoldaten wirklich ?

in Grenztruppen der DDR 15.11.2014 17:51
von Hansteiner | 1.412 Beiträge

Lutze, in meiner DZ ist bei uns im Bat.-Abschnitt alles stehen geblieben !

VG H.



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#20

RE: Wie gefährlich war der Dienst an der Grenze für den Grenzsoldaten wirklich ?

in Grenztruppen der DDR 15.11.2014 17:52
von Pit 59 | 10.135 Beiträge

Das war schon guter Beton,man wurde ja auch Beobachtet und wollte sich doch nicht wegen ein bischen Windchen Blamieren.


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