#1

Gastronomie in der DDR

in Leben in der DDR 13.11.2014 15:02
von ati79 | 22 Beiträge

Hallo
Da ich selbst in der Gastronomie arbeite interessiert mich einfach privat wie das damals so war,sowohl als Kellner wie auch als Gast, da ich selbst kaum Erinnerungen habe!
Mein Vater erzählte mir oft von Reservierungen obwohl keine Menschenseele dort war,mein Freund der ja aus dem Westen kam und hier seine Ostverwandschaft besuchte erzählt das er immer an der Schlange vorbei durfte und sofort einen Tisch bekam sobald erkannt War das er Wessi war! Ist das die gängige Methode gewesen?
Was hat denn das Personal den ganzen Tag gemacht?Auf Westbesucher gewartet?
Konnte man als Kellner gutes Geld verdienen?wie War die Arbeit?
wie wurde man als Gast behandelt,War das essen in der Regel gut?
Wenn ihr noch witziges oder kurioses beitragen könnt...gerne!
Liebe Grüsse


zuletzt bearbeitet 13.11.2014 15:03 | nach oben springen

#2

RE: Gastronomie in der DDR

in Leben in der DDR 13.11.2014 15:31
von Regina | 643 Beiträge

Im Forum findest du viele Seiten für dein Thema



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#3

RE: Gastronomie in der DDR

in Leben in der DDR 13.11.2014 15:49
von ati79 | 22 Beiträge

Kannst du was verlinken?über die suchfunktion habe ich nichts vernünftiges gefunden!?


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#4

RE: Gastronomie in der DDR

in Leben in der DDR 13.11.2014 16:39
von furry | 3.574 Beiträge

@ati79 , gib mal in die Suchfunktion "Service in der DDR" und "So kochte die DDR". Da müsstest Du fündig werden.
Sollte es nicht funktionieren, dann gib zwischen den Wörtern ein: Leertaste&Leertaste.
z.B. So & kochte & ...


"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)
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#5

RE: Gastronomie in der DDR

in Leben in der DDR 13.11.2014 17:38
von turtle | 6.961 Beiträge

Ich wurde platziert ,uns es stand mit Beilage. War garantiert Krautsalat. Machte mir nichts aus. Für einen Wessi fast geschenkt.
Und mit einem Heiermann wurde ich sofort platziert. Der war die Tischbestellung.


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#6

RE: Gastronomie in der DDR

in Leben in der DDR 13.11.2014 19:03
von Musiker12 | 822 Beiträge

Zitat von turtle im Beitrag #5
Ich wurde platziert ,uns es stand mit Beilage. War garantiert Krautsalat. Machte mir nichts aus. Für einen Wessi fast geschenkt.
Und mit einem Heiermann wurde ich sofort platziert. Der war die Tischbestellung.


Dieses Platzieren habe ich immer gehasst. Die Bude leer uns sie werden Patziert. Wenn ich gewußt hätte, dass der Heiermann hilft. Der Wessi war ja bei mir kaum zu übersehen. Geholfen hat das komischer Weise nie.



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#7

RE: Gastronomie in der DDR

in Leben in der DDR 13.11.2014 19:03
von Harzwanderer | 2.923 Beiträge

Mit Parteiabzeichen konnte man auch an der Schlange vorbei ganz nach vorne.


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#8

RE: Gastronomie in der DDR

in Leben in der DDR 13.11.2014 19:06
von Musiker12 | 822 Beiträge

In der Partythek in Pankow hat das Wedeln mit Westkohle geholfen sich Zutritt zu verschaffen. Da war ich oft und das hat immer gut funktioniert.



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#9

RE: Gastronomie in der DDR

in Leben in der DDR 13.11.2014 19:19
von schnatterinchen (gelöscht)
avatar

Das Platzieren ist ja an sich nichts schlechtes, wurde in der DDR wohl mehr zur Gästeabwehr missbraucht und wehe man ist an dem Stuhl mit dem Schild , der in der Tür den Weg versperrte einfach vorbei gelaufen. Da gab es erst einmal einen ordentlichen Anranzer vom Personal.
In Frankreich wir oft platziert und das Personal guckt oft despektierlich wenn die Deutschen heran stürmen um die besten Plätze zu erobern.
Anfang der 90er hat man die Bedienungen in der DDR nicht wiedererkannt , die wollten einem schier in den Allerwertesten kriechen.


zuletzt bearbeitet 13.11.2014 19:24 | nach oben springen

#10

RE: Gastronomie in der DDR

in Leben in der DDR 13.11.2014 19:19
von Nostalgiker | 2.554 Beiträge

Zitat von Harzwanderer im Beitrag #7
Mit Parteiabzeichen konnte man auch an der Schlange vorbei ganz nach vorne.


endlich weiß ich warum es in der DDR gut 2Mio SED Mitglieder gab!
Die waren nur zu faul zum Schlangestehen an Gaststätten.

Nostalgiker


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler

ati79 und EMW-Mitarbeiter haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#11

RE: Gastronomie in der DDR

in Leben in der DDR 13.11.2014 19:23
von Hapedi | 1.877 Beiträge

es war nicht nur das Anstehen sie werden platziert . Man hat es oft erlebt daß auf Tischen ein Schilchen stand " Reserviert " das stand früh da und Abend immer noch

gruß Hapedi



Harzwanderer hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#12

RE: Gastronomie in der DDR

in Leben in der DDR 13.11.2014 19:25
von Alfred | 6.841 Beiträge

Zitat von Harzwanderer im Beitrag #7
Mit Parteiabzeichen konnte man auch an der Schlange vorbei ganz nach vorne.


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#13

RE: Gastronomie in der DDR

in Leben in der DDR 13.11.2014 19:30
von eisenringtheo | 9.170 Beiträge

Zitat von Hapedi im Beitrag #11
es war nicht nur das Anstehen sie werden platziert . Man hat es oft erlebt daß auf Tischen ein Schilchen stand " Reserviert " das stand früh da und Abend immer noch

gruß Hapedi


Auf Anfrage hiess es jeweils: "Die Tische sind reserviert für Delegationen."
Theo


Hapedi hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#14

RE: Gastronomie in der DDR

in Leben in der DDR 13.11.2014 19:33
von Boelleronkel (gelöscht)
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Zitat von ati79 im Beitrag #1
Hallo
Da ich selbst in der Gastronomie arbeite interessiert mich einfach privat wie das damals so war,sowohl als Kellner wie auch als Gast, da ich selbst kaum Erinnerungen habe!
Mein Vater erzählte mir oft von Reservierungen obwohl keine Menschenseele dort war,mein Freund der ja aus dem Westen kam und hier seine Ostverwandschaft besuchte erzählt das er immer an der Schlange vorbei durfte und sofort einen Tisch bekam sobald erkannt War das er Wessi war! Ist das die gängige Methode gewesen?
Was hat denn das Personal den ganzen Tag gemacht?Auf Westbesucher gewartet?
Konnte man als Kellner gutes Geld verdienen?wie War die Arbeit?
wie wurde man als Gast behandelt,War das essen in der Regel gut?
Wenn ihr noch witziges oder kurioses beitragen könnt...gerne!
Liebe Grüsse




Na menno,abgesehen von der Versorgungslage und den organbisatorischen Talenten der jeweiligen "Chefs"und unterschiedlkichen Preisklassen,wie heute...es gibt solche und solche und juute und schlechte......

Ja die Nummer mit den Reservierungen waren verbreitet,man wollte einerseits auf "feine Gesellschaft machen"andererseits lieber gar keine Gaeste haben als die die man eigentlich nicht wollte.......

Den ganzen Tag auf Westbesuch warten,dett haette langweilig werden koennen und ne Umsatzbeteiliegung und Praemie gabs inne Gaststaetten ja schliesslich auch.
Wer zum Beispiel in der Preisklasse 3 die Gaststaette einem Jugenklub zur Verfuegung gestellt hat,also fuer Tanz oder Disco etc...bekam schon mal 5 Mark DDR pro Stuhl dem Umsatz zugeschrieben...(wurde gern genommen)keine Frage....
Wie Du siehst,mit Speck faengt man Maeuse
2 Veranstaltungen pro Woche/4 Wochen hat meist der Monat mal 150 Stuehle,also bueddeschoen,dett muss man erst mal uffn Tablett wegtragen.....

Heute gibs genauso scheiss Lokale in Unmengen wie damals und die wo man gerne hingeht,gibs ebenfalls,,,,,wie ueberakll im Handwerk.

Der Witz,ja der ist einfach,im Osten mussten die arrangierten Leuts inne Gaststaetten aus "Scheisse Bonbon machen,heute wo dett allett jibbt,bekommste immer noch jede Menge "Witz"zu essen.....
Ansonsten funktioniert der Laden,hat der Kellner ooch locker gutes Geld inne Tasche...

Das Hauptproblem war der Mangel inne DDR,an gut ausgebildeten Leuten hats meiner Meinung nach nicht gefehlt.


Gruessli BO


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#15

RE: Gastronomie in der DDR

in Leben in der DDR 13.11.2014 19:33
von Grenzverletzerin | 1.182 Beiträge

Es wurde aber nicht überall platziert.
Meiner Erfahrung nach wurde oft in Restaurants in den Innenstädten und Touristenhochburgen, platziert. Mit dem Essen verhielt es sich nicht anders als heute. Wo der Koch gut war, schmeckte es und wo der Koch schlecht war, eben nicht.


Unter Chemikern funktioniert die Evolution noch: Dumme Experimentierer werden natürlicherweise und rasch eliminiert.

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#16

RE: Gastronomie in der DDR

in Leben in der DDR 13.11.2014 19:36
von schnatterinchen (gelöscht)
avatar

Zitat von Harzwanderer im Beitrag #7
Mit Parteiabzeichen konnte man auch an der Schlange vorbei ganz nach vorne.



In machen Etablissements wurde man mit Bonbon am Revers nicht mal bedient.


94 hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 13.11.2014 19:38 | nach oben springen

#17

RE: Gastronomie in der DDR

in Leben in der DDR 13.11.2014 19:39
von Mike59 | 7.959 Beiträge

Zitat von schnatterinchen im Beitrag #16
Zitat von Harzwanderer im Beitrag #7
Mit Parteiabzeichen konnte man auch an der Schlange vorbei ganz nach vorne.



In machen Etablissements wurde man Bonbon am Revers nicht mal bedient.


In den USA wirst du so ziemlich in allen Kaschemmen platziert. Ist das jetzt gut oder scheiße?


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#18

RE: Gastronomie in der DDR

in Leben in der DDR 13.11.2014 19:42
von Boelleronkel (gelöscht)
avatar

Zitat von Mike59 im Beitrag #17
Zitat von schnatterinchen im Beitrag #16
Zitat von Harzwanderer im Beitrag #7
Mit Parteiabzeichen konnte man auch an der Schlange vorbei ganz nach vorne.



In machen Etablissements wurde man Bonbon am Revers nicht mal bedient.


In den USA wirst du so ziemlich in allen Kaschemmen platziert. Ist das jetzt gut oder scheiße?


Dett iss juut,da kommen die feschen Maedels uff Rollschuhe angeduest und das Mini schwebt im Fahrtwind........ und im uebrigen ob das Parteiabzeichen half,haengt mit Sicherheit von der Jahreszahl hinter19.....ab,das konnte mal janz schnell in Auge gehn.

Immer diese Verallgemeinerungen,Kellnerinen uff Rollschuhe find ick fesch,jo

Gruss BO


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#19

RE: Gastronomie in der DDR

in Leben in der DDR 13.11.2014 19:44
von Heckenhaus | 5.129 Beiträge

Zitat von Grenzverletzerin im Beitrag #15
Es wurde aber nicht überall platziert.
Meiner Erfahrung nach wurde oft in Restaurants in den Innenstädten und Touristenhochburgen, platziert. Mit dem Essen verhielt es sich nicht anders als heute. Wo der Koch gut war, schmeckte es und wo der Koch schlecht war, eben nicht.

An Wochenenden mußte förmlich platziert werden, weil die Warteschlang vor vielen Gaststätten, besonders in den Ausflugsgebieten,
oft beträchtlich waren.
Welcher Gast wäre begeistert, wenn der nächste (wartende) Gast schon an der Stuhllehne wackelt ?


.
.
„Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft.”
— Aristoteles -

"Man kann alle Leute einige Zeit zum Narren halten und einige Leute allezeit; aber alle Leute allezeit zum Narren halten kann man nicht."
— Abraham Lincoln –
.
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#20

RE: Gastronomie in der DDR

in Leben in der DDR 13.11.2014 19:48
von Hapedi | 1.877 Beiträge

Zitat von Mike59 im Beitrag #17
Zitat von schnatterinchen im Beitrag #16
Zitat von Harzwanderer im Beitrag #7
Mit Parteiabzeichen konnte man auch an der Schlange vorbei ganz nach vorne.



In machen Etablissements wurde man Bonbon am Revers nicht mal bedient.


In den USA wirst du so ziemlich in allen Kaschemmen platziert. Ist das jetzt gut oder scheiße?





Die ich da kennen gelernt habe waren auch alle brechend voll und der Tisch wurde neu eingedeckt ehe neue Gäste ran durften und nicht aus Bequemlichkeit des Personals

gruß Hapedi



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