#1

Die friedliche Haltung der Sowjetarmee während des Herbstes 1989-Wahrheit oder Legende?

in Das Ende der DDR 11.11.2014 16:43
von ABV | 4.202 Beiträge

Der Volksaufstand am 17. Juni 1953 in der DDR scheiterte unter anderem am massiven Einsatz sowjetischer Soldaten gegen Demonstranten. Ohne das Einschreiten der Sowjets hätte es am 18. Juli 1953 möglicherweise keine DDR mehr gegeben. Hohe DDR-Politiker bereiteten sich schon auf die Flucht nach Moskau vor.
Ganz anders die Situation im Herbst 1989: im Zeichen von " Glasnost und Perestroika", im Geiste Michail Gorbatschows, dachten die verantwortlichen Generäle der in der DDR stationierten, erst kurz zuvor in " Westgruppe der sowjetischen Streitkräfte" umbenannten Besatzer nicht im Traum daran, gegen die Demonstranten mit Soldaten vorzugehen.
So hört und liest man des Öfteren. Aber entspricht es auch der historischen Wahrheit? Egon Krenz behauptet in seinem Buch " Herbst 89", dass der Oberkommandierende der in der DDR stationierten sowjetischen Streitkräfte, General Snetkov, " den DDR-Genossen sehr wohl Unterstützung bei der Niederschlagung der Proteste angeboten hatte? Diese Unterstützung wurde jedoch seitens der DDR-Regierung abgelehnt.
Jetzt könnte man sagen: Jaaaa der Krenz! Was der schon sagt. Der will doch nur mal wieder von seiner eigenen Verantwortung ablenken!
Stimmt! "Egon" lässt nichts unversucht, um sich noch heute in das bestmöglichste Licht zu stellen. Aber: inzwischen unterstützen auch andere Historiker, darunter der bekannte Militärhistoriker Rüdiger Wenzke, dass die Sowjetarmee der SED im Herbst 1989 " militärisch unter die Arme greifen wollte".
Wenzke vermutet, dass es unter den Verantwortlichen der " Schutz und Sicherheitsorgane" jedoch genügend besonnene Köpfe gab, die sich den Folgen dieses Angebots wohl bewusst waren. Und es daher ablehnten. Es soll aber auch andere Meinungen gegeben haben, die ein militärisches Eingreifen gegen die Demonstranten zumindest in Erwägung gezogen hatten. Darunter Heinz Keßler und Egon Krenz.
Hatte sich im Oktober / November 1989, unbemerkt von Öffentlichkeit und Weltgeschichte, ein dramatischer Streit unter den Generälen in Strausberg abgespielt?
Eine interessante, aber auch schwer zu beantwortende Frage. Schon allein deshalb, weil sich heute beinahe jeder aus der Riege der damals Verantwortlichen, brüstet " Blutvergießen verhindert zu haben".
Mindestens ebenso interessant finde ich die Haltung der sowjetischen Militärführung. Die, offenbar oder möglicherweise, doch bereit waren ihre Soldaten auf unbewaffnete Demonstranten zu hetzen. Statt friedlich in den Kasernen zu bleiben.

Gruß an alle
Uwe


www.Oderbruchfotograf.de

http://seelow89.wordpress.com/tag/volkspolizei-seelow/


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#2

RE: Die friedliche Haltung der Sowjetarmee während des Herbstes 1989-Wahrheit oder Legende?

in Das Ende der DDR 11.11.2014 17:18
von Kalubke | 2.296 Beiträge

M. E. gab es zu Gorbatschows Zeiten schon kein einheitliches Denken und Handeln in der sowjetischen Partei-, Staats- und Militärführung mehr. In Egon Krenz "Herbst '89" ist vom deutschlandpolitischen Berater Gorbatschows W. I. Daschitschew (Prof. am Inst. f. internationale ökonomische und politische Forschungen der Russischen AdW) die Rede. Der hielt Anfang Juli 1989 am BIOST in Köln einen Vortrag, in dem er den Standpunkt vertrat, dass die DDR und der übrige Ostblock für die SU zu einer Zone der Gefahr und Instabilität geworden sind. Da das BIOST auf der Zielobjektliste der HV A stand und entsprechend unterwandert war, bekam Honecker über den Geheimdienstkanal Wind davon und warf dies Gorbatschow auf der Tagung des Politisch-Beratenden Ausschusses der WP-Staaten am 7.7.1989 in Bukarest vor. Interessant auch die Antwort von Gorbatschow dazu: "Ich habe keinen Mitarbeiter, der solch einen Unsinn erzählt." Wieder ein schönes Beispiel, wie sich die Politiker gegenseitig die Taschen vollhauen. Die SU war auf weitere politische Annäherung an den Westen aus. Da schien der starrsinnige Honecker mit seiner Politik und seinem Land eher zu stören. Insofern halte ich es für unwahrscheinlich, dass in der SU-Führung ernsthaft ein Eingreifen erwogen wurde, vieleicht abgesehen von einigen subalternen Militärführern in der GSSD.

Gruß Kalubke



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zuletzt bearbeitet 11.11.2014 21:25 | nach oben springen

#3

RE: Die friedliche Haltung der Sowjetarmee während des Herbstes 1989-Wahrheit oder Legende?

in Das Ende der DDR 11.11.2014 19:56
von Harzwanderer | 2.923 Beiträge

Es soll einen KPDSU-Politbürobeschluss gegeben haben, nicht gewaltsam einzugreifen.

http://www.deutschlandradiokultur.de/ble...ticle_id=156890


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zuletzt bearbeitet 11.11.2014 19:57 | nach oben springen

#4

RE: Die friedliche Haltung der Sowjetarmee während des Herbstes 1989-Wahrheit oder Legende?

in Das Ende der DDR 11.11.2014 20:10
von 94 | 10.792 Beiträge

Diese Passivität der Besatzer 1989 gegenüber 1953 lag vielleicht auch ä bissel an den ab Mai 1987 'leicht' geänderten Militärdoktrin?


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#5

RE: Die friedliche Haltung der Sowjetarmee während des Herbstes 1989-Wahrheit oder Legende?

in Das Ende der DDR 11.11.2014 20:27
von Harzwanderer | 2.923 Beiträge

Die Sowjetunion konnte nicht mehr. Und an der Spitze wussten die es. Die haben erst ihre Randgebiete "aufgegeben" Warschauer Pakt-Staaten, dann das Baltikum, Weissrussland, Ukraine und sind ja dann selbst innerlich zerfallen, Tschetschenien und so (in Russland!). Das war die wirtschaftlich ganz schlechte Zeit. Rohstoffexporte gegen Devisen hatten sie noch nicht, das meiste haben erst West-Firmen erschlossen. Man wusste darüber im Westen einigermaßen Bescheid, aber nicht dass sie alles einigermaßen gewaltlos abgeben würden.
Die Strategie scheint sich ja geändert zu haben.


zuletzt bearbeitet 11.11.2014 20:28 | nach oben springen

#6

RE: Die friedliche Haltung der Sowjetarmee während des Herbstes 1989-Wahrheit oder Legende?

in Das Ende der DDR 11.11.2014 21:13
von Turmwache | 293 Beiträge

Zitat von Harzwanderer im Beitrag #5
Die Sowjetunion konnte nicht mehr. Und an der Spitze wussten die es. Die haben erst ihre Randgebiete "aufgegeben" Warschauer Pakt-Staaten, dann das Baltikum, Weissrussland, Ukraine und sind ja dann selbst innerlich zerfallen, Tschetschenien und so (in Russland!). Das war die wirtschaftlich ganz schlechte Zeit. Rohstoffexporte gegen Devisen hatten sie noch nicht, das meiste haben erst West-Firmen erschlossen. Man wusste darüber im Westen einigermaßen Bescheid, aber nicht dass sie alles einigermaßen gewaltlos abgeben würden.
Die Strategie scheint sich ja geändert zu haben.

SOWJET-UNION / DEUTSCHLAND-EXPORT
Verdienter Ruhm

Von einem drei Meter langen und ein Meter hohen Plakat im West-Berliner Europa-Center sieht ein großköpfiger Lenin auf sprießende Geschäfte mit dem Klassenfeind.

Zur hundertsten Wiederkehr von Lenins Geburtstag (22. April 1870) werben Lenins Erben für den Verkauf sowjetischer Produkte in der Bundesrepublik.

Auf 1116 Quadratmeter Ausstellungsgelände boten sie deutschen Grolleinkäufern zehn Tage lang Konzertflügel vom Typ "Tschaika", Wodka der Marke "Moskowskaja" oder eine "Elektrofunken-Koordinationsstation A.207.23" an.

32 Sowjet-Verkäufer diverser Moskauer Export-Gesellschaften -- etwa Sojuzpromexport für Schmuck, Medexport für medizinische Geräte -- offerierten in geschmackvoller Aufmachung Kaviar und Werkzeugmaschinen, Pelze und Leninbiographien, Transistorradios und Seidentücher.

In einem Glasschrank waren medizinische Spezialgeräte ausgestellt etwa ein "Apparat zum Vernähen von Lungengewebe" oder ein "Apparat für das Vernähen des Magenstumpf es". Zwei sowjetische Medizin-Professoren eilten nach Berlin, um deutschen Kollegen in Berliner Kliniken das Weltniveau medizinischer Geräte aus der Sowjet-Union zu demonstrieren.

Um den Verkauf russischer Maxis mühten sich drei Mannequins des Kiewer Modehauses, die auf einem Laufsteg in der Ausstellungsetage des Europa-Centers Moskauer Kreationen vorführten.

Die Berliner Musterausstellung soll den Deutschland-Export russischer Maschinen und Konsumgüter ankurbeln. Denn bislang konnten sich bundesdeutsche und West-Berliner Firmen fast nur für sowjetische Rohstoffe -- vor allem Erdöl und Erze -- sowie Halbfabrikate begeistern: 81 Prozent der sowjetischen Exporte ins kapitalistische Deutschland entfielen 1968 auf diese Produktgruppen. Insgesamt exportiert die Sowjet-Union in die Bundesrepublik derzeit nicht mehr Waren als das kleine Norwegen, 1989 für 1,36 Milliarden Mark, 12,5 Prozent mehr als 1968.

Die überschäumende Konjunktur in der Bundesrepublik bietet den Sowjets gegenwärtig günstige Bedingungen, auch auf neuen Märkten Fuß zu fassen: Während deutsche Fabrikanten ihre Kunden mit Lieferfristen von ein bis zwei Jahren schrecken, können die Sowjets teilweise sofort liefern. So beziehen heute die deutschen Elektrokonzerne AEG/Telefunken und Bosch Widerstände, Kondensatoren oder Transistoren aus der Sowjet-Union; selbst in deutschen Höhenforschungsraketen fliegen russische Widerstände mit.

Für diese elektronischen Erzeugnisse haben westdeutsche Hersteller heute Lieferfristen bis zu zwei Jahren. Die Russen aber schicken ihre Ware bis spätestens vier Monate nach Auftragserteilung -- und überdies um rund zehn bis zwanzig Prozent billiger.

Auch deutsche Kaufhäuser schätzen die günstigen Preise der Sowjets. Der Kaufhauskonzern Hertie ordert regelmäßig in Moskau Teppiche und Porzellan, Karstadt bestellt Textilien und Lebensmittel.

Die Selbstbedienungskette "Metro" kauft bei den Russen Möbel, das Versandhaus Quelle deckt sich mit russischen Spiegelreflex-Kameras ein, und Neckermann bereichert sein Sortiment mit sowjetischen Ferngläsern.

Sogar eine Rakete bieten die geschäftstüchtigen Russen an: Die Boden-Durchschlag-Rakete I.P. 4601a für den Bau von Kabeltunneln. In einer lehrreichen Photoserie wurde die Funktion des Geschosses auf der Berliner Ausstellung erläutert: 1. Bild: "I.P. 4601 ist in das Erdreich eingedrungen." 2. Bild: "I.P. 4601 verschwindet im Erdreich." 3. Bild: "I.P. 4601 hat den Erddamm durchschlagen.

Etwa 400 dieser Raketen wurden angeblich schon an Baufirmen in der Bundesrepublik und West-Berlin verkauft. Ein deutscher Vertreter russischer Waren: "Das Ding ist sagenhaft."

Einen ähnlichen Verkaufserfolg erhoffen sich die Sowjets bei einem anderen Gerät: der Pfannkuchenmaschine "Automat AP-2 MI". Vollautomatisch backt sie in einer Stunde 650 Pfannkuchen,

Manchen russischen Exporteuren ist die Umstellung auf deutsche Kunden freilich noch nicht ganz gelungen: Exportljon, der Exporteur von Textilien. orientierte beispielsweise in Berlin die Einkäufer nur mit Schildern in englischer und französischer Sprache. Und in Deutsch abgefaßte Prospekte weisen hin und wieder stilistische Mängel auf. So heißt es in einer Exportljon-Broschüre: "Der russische Flachs, die ehrwürdige Seide des Nordens, erfreut sich eines verdienten Ruhms."

Schwierigkeiten ergeben sich auch bei den Abmessungen technischer Artikel, da die Sowjets eigene Industrie-Normen haben. Doch sie sind bereit, sich anzupassen: Von Mitte dieses Jahres an werden sie ihre Widerstände für den deutschen Markt nach DIN-Normen bauen.

Selbst gegen geheiligte politische Doktrinen verstoßen die Sowjet-Exporteure, um mit den Deutschen ins Geschäft zu kommen: Entgegen ihrer Drei-Staaten-Theorie benutzen sie West-Berlin gern als Sprungbrett in die Bundesrepublik -- rund 60 Prozent der auf der Berliner Musterausstellung verkauften Waren gehen an bundesdeutsche Einkäufer.

"Wir wollen nicht nur mit Berlin, sondern auch über Berlin handeln", hatte Sowjet-Botschafter Abrassimow auf der letztjährigen Musterausstellung verkündet. Und der West-Berliner Grollimporteur russischer Erzeugnisse, 5. Braun, meint: "Auch für die Russen gilt die Devise: Geschäft ist Geschäft."

Mit einem ihrer in Berlin feilgebotenen Erzeugnisse werden die Sowjets freilich kein Geschäft machen: dem Farbfernsehgerät Raduga ("Regenbogen"). Der Fernseher arbeitet nicht nach dem deutschen Pal-System, sondern nach dem französischen Secam-System.

DER SPIEGEL 14/1970
Bist Du in der DDR aufgewachsen ?


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#7

RE: Die friedliche Haltung der Sowjetarmee während des Herbstes 1989-Wahrheit oder Legende?

in Das Ende der DDR 11.11.2014 21:23
von Kalubke | 2.296 Beiträge

Zitat von 94 im Beitrag #4
Diese Passivität der Besatzer 1989 gegenüber 1953 lag vielleicht auch ä bissel an den ab Mai 1987 'leicht' geänderten Militärdoktrin?


Dem gingen sicher Entscheidungen im Moskauer Politbüro voraus.

Gruß Kalubke



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#8

RE: Die friedliche Haltung der Sowjetarmee während des Herbstes 1989-Wahrheit oder Legende?

in Das Ende der DDR 11.11.2014 21:32
von Harzwanderer | 2.923 Beiträge

Zitat
Bist Du in der DDR aufgewachsen ?



Nein, nie behauptet. Bin aus West-Berlin. Deshalb kenne ich auch diese kuriose SU-Ausstellung am Messegelände noch. Wir haben uns dort immer "Snatschki" geholt.
Die SU hat zwar immer schon Rohstoffe exportiert, nicht zuletzt in die DDR, aber eben nicht so viele wie bis vor kurzem in den Westen. Das kam erst nach dem Ende der SU. Könnte sein, dass dieser Reichtum jetzt endet wegen der Ukraine-Sanktionen. Mit diesem Geld hat Russland vieles finanziert, ohne dieses Geld wird es schwieriger. Zumal die Wirtschaft noch immer nicht richtig läuft und damit mitgeschleppt wurde. Und viele West-Investoren steigen aus oder warten ab.


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#9

RE: Die friedliche Haltung der Sowjetarmee während des Herbstes 1989-Wahrheit oder Legende?

in Das Ende der DDR 11.11.2014 23:02
von Turmwache | 293 Beiträge

Zitat von Harzwanderer im Beitrag #8

Zitat
Bist Du in der DDR aufgewachsen ?


Nein, nie behauptet. Bin aus West-Berlin. Deshalb kenne ich auch diese kuriose SU-Ausstellung am Messegelände noch. Wir haben uns dort immer "Snatschki" geholt.
Die SU hat zwar immer schon Rohstoffe exportiert, nicht zuletzt in die DDR, aber eben nicht so viele wie bis vor kurzem in den Westen. Das kam erst nach dem Ende der SU. Könnte sein, dass dieser Reichtum jetzt endet wegen der Ukraine-Sanktionen. Mit diesem Geld hat Russland vieles finanziert, ohne dieses Geld wird es schwieriger. Zumal die Wirtschaft noch immer nicht richtig läuft und damit mitgeschleppt wurde. Und viele West-Investoren steigen aus oder warten ab.



Na dann exportieren die woanders hin Gold, Edelsteine, Öl, Gas die haben einfach alles .


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#10

RE: Die friedliche Haltung der Sowjetarmee während des Herbstes 1989-Wahrheit oder Legende?

in Das Ende der DDR 11.11.2014 23:19
von Harzwanderer | 2.923 Beiträge

Die richtig großen Devisen-Einnahmen haben die Russen erst seit der Wende mit den neuen Öl- und Gas-Pipelines und den West-Exportverträgen gehabt. Das meinte ich. Die DDR hat ja damals zum RGW-Vorzugspreis Russenöl gekriegt, das dann raffiniert und in den Westen gegen harte Währung verkauft.


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#11

RE: Die friedliche Haltung der Sowjetarmee während des Herbstes 1989-Wahrheit oder Legende?

in Das Ende der DDR 12.11.2014 00:40
von Moskwitschka (gelöscht)
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Wie soll man den Begriff friedliche Haltung der Sowjetarmee verstehen? Die Generäle haben nicht im luftleeren Raum exestiert. In einem anderen thread konnte man lesen, dass Gorbatschow bei Amtsantritt nicht wenige abgelöst hat.

Spannender finde ich die Frage, wie die Entscheider den Geheimdiensten vertraut haben. So soll es am 1. November 1989 aus Moskau , Warschau und MfS Meldungen an die Einsatzleitungen in Berlin gegeben haben, dass am 4,. November Demonstranten und Protestler sich Richtung Brandenburger Tor bewegen wollten und die Grenze stürmen würden.

Geauso soll es ein Hilfsangebot der Generäle aus Wünsdorf zur Unterstützung gegeben haben, dass im Vorfeld der Demo nicht angenommen wurde.

Ich finde es schade, dass Zeitzeugen aus der Zeit nicht zugehört wird oder sich garnicht erst zu Wort melden. Wenn man aber die Kräfte des MdI, des MfS, der NVA, der Volkspolzei usw. betrachtet, die am 4. November in Berlin mit den unterschiedlichsten Aufgaben aufgestellt wurden, dann verfestigt sich bei mir der Eindruck, dass die DDR - Führung diese Herausforderung alleine stemmen wollte.

In der Erinnerung sind nur die 600 Ordner des Veranstalters der Demo am 4.11.1989 und die 600 Volkspolizisten an deren Seite. Und eine friedliche Demo.

LG von der Moskwitschka


zuletzt bearbeitet 12.11.2014 00:52 | nach oben springen

#12

RE: Die friedliche Haltung der Sowjetarmee während des Herbstes 1989-Wahrheit oder Legende?

in Das Ende der DDR 12.11.2014 08:44
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Moskwitschka im Beitrag #11
Wie soll man den Begriff friedliche Haltung der Sowjetarmee verstehen? Die Generäle haben nicht im luftleeren Raum exestiert. In einem anderen thread konnte man lesen, dass Gorbatschow bei Amtsantritt nicht wenige abgelöst hat.

Spannender finde ich die Frage, wie die Entscheider den Geheimdiensten vertraut haben. So soll es am 1. November 1989 aus Moskau , Warschau und MfS Meldungen an die Einsatzleitungen in Berlin gegeben haben, dass am 4,. November Demonstranten und Protestler sich Richtung Brandenburger Tor bewegen wollten und die Grenze stürmen würden.

Geauso soll es ein Hilfsangebot der Generäle aus Wünsdorf zur Unterstützung gegeben haben, dass im Vorfeld der Demo nicht angenommen wurde.

Ich finde es schade, dass Zeitzeugen aus der Zeit nicht zugehört wird oder sich garnicht erst zu Wort melden. Wenn man aber die Kräfte des MdI, des MfS, der NVA, der Volkspolzei usw. betrachtet, die am 4. November in Berlin mit den unterschiedlichsten Aufgaben aufgestellt wurden, dann verfestigt sich bei mir der Eindruck, dass die DDR - Führung diese Herausforderung alleine stemmen wollte.

In der Erinnerung sind nur die 600 Ordner des Veranstalters der Demo am 4.11.1989 und die 600 Volkspolizisten an deren Seite. Und eine friedliche Demo.

LG von der Moskwitschka






Ich bin der Meinung, dass es auch ohne diese spontane, sicher nicht geplante Grenzöffnung am Abend des 9.November zum Exitus der DDR gekommen wäre. Wenn dieser Schabowski Fehler nicht passiert wäre, wäre der Ausreisecirkus am nächsten Tag los gegangen. Mit oder ohne Ausreisevisa wäre die DDR langsam aber sicher geleert worden. Diese schnell zusammengezimmerte Verordnung über die Ausreise war ein letzter hilfloser Versuch der alten, grauen Herren zu retten was jedoch nicht mehr zu retten war. Da hätte auch dei Besatzungsmacht nichts mehr machen können, da sie ja wirtschaftlich selbst vor dem Kollaps war. Ausserdem hatten sich die europäischen politischen Rahmenbedingen im Vergleich zu 1953 total geändert ( KSZE z.B.). da war nichts mehr drin mit dem Modus " mal eben zulangen und Ruhe ist im Karton". Die Zeit war reif für die Wiedervereinigung D's und sie war reif für den Abzug der Besatzungsmächte. Meine Mutter erzählte mir davon, dass sie im Herbst 1944 eine Rede von Goebbels im Radio gehört habe, wo er sinngemäß sagte, wenn wir diesen Krieg verlieren, wird D 100 Jahre besetzt werden. Na ja 100 J. sind es glücklicherweise nicht geworden, aber 50 Jahre schon, denn im Herbst 1944 hatten im Westen die Amis und im Osten die Russen die Reichsgrenzen erreicht.


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
josy95, Rostocker und IM Kressin haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#13

RE: Die friedliche Haltung der Sowjetarmee während des Herbstes 1989-Wahrheit oder Legende?

in Das Ende der DDR 12.11.2014 08:58
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von Moskwitschka im Beitrag #11
Wie soll man den Begriff friedliche Haltung der Sowjetarmee verstehen? Die Generäle haben nicht im luftleeren Raum exestiert. In einem anderen thread konnte man lesen, dass Gorbatschow bei Amtsantritt nicht wenige abgelöst hat.

Spannender finde ich die Frage, wie die Entscheider den Geheimdiensten vertraut haben. So soll es am 1. November 1989 aus Moskau , Warschau und MfS Meldungen an die Einsatzleitungen in Berlin gegeben haben, dass am 4,. November Demonstranten und Protestler sich Richtung Brandenburger Tor bewegen wollten und die Grenze stürmen würden.

Geauso soll es ein Hilfsangebot der Generäle aus Wünsdorf zur Unterstützung gegeben haben, dass im Vorfeld der Demo nicht angenommen wurde.

Ich finde es schade, dass Zeitzeugen aus der Zeit nicht zugehört wird oder sich garnicht erst zu Wort melden. Wenn man aber die Kräfte des MdI, des MfS, der NVA, der Volkspolzei usw. betrachtet, die am 4. November in Berlin mit den unterschiedlichsten Aufgaben aufgestellt wurden, dann verfestigt sich bei mir der Eindruck, dass die DDR - Führung diese Herausforderung alleine stemmen wollte.

In der Erinnerung sind nur die 600 Ordner des Veranstalters der Demo am 4.11.1989 und die 600 Volkspolizisten an deren Seite. Und eine friedliche Demo.

LG von der Moskwitschka






Man sollte sich von dem Gedanken verabschieden das dies eine "Demo" war, das war die letzte vollkommen durchorganisierte Veranstaltung der DDR, die Demos waren woanders.
Glaub mir, euch aufbegehrenden Hauptstädtern konnte da wirklich nichts passieren, zumal ja sogar euer über Nacht stark gewendeter erster Sekretär mit am Start war.
Das dieser letzte geschickt eingefädelte Coup gegen das Bein lief hat dieser Ritter von der traurigen Gestalt spätestens nach einer Minute gemerkt als er selbst zu den werktätigen Massen sprechen wollte.


Harzwanderer, Hapedi und IM Kressin haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 12.11.2014 09:10 | nach oben springen

#14

RE: Die friedliche Haltung der Sowjetarmee während des Herbstes 1989-Wahrheit oder Legende?

in Das Ende der DDR 12.11.2014 09:20
von Moskwitschka (gelöscht)
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Dann lies bitte auch meine Beiträge zum Oktober 1989 und auch zum 4.11. @Grenzwolf62 bevor Du auf die aufbegehrenden Hauptstädter eindrischst.

LG von der Moskwitschka


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#15

RE: Die friedliche Haltung der Sowjetarmee während des Herbstes 1989-Wahrheit oder Legende?

in Das Ende der DDR 12.11.2014 09:24
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von Moskwitschka im Beitrag #14
Dann lies bitte auch meine Beiträge zum Oktober 1989 und auch zum 4.11. @Grenzwolf62 bevor Du auf die aufbegehrenden Hauptstädter eindrischst.

LG von der Moskwitschka


Ich hab in meinem Leben nur sportlich im Boxring auf andere "eingedroschen" und dabei bleib ich auch, mach jetzt sogar noch meinen Trainerschein um jungen Leuten beizubringen wie das fachgerecht geht


zuletzt bearbeitet 12.11.2014 09:40 | nach oben springen

#16

RE: Die friedliche Haltung der Sowjetarmee während des Herbstes 1989-Wahrheit oder Legende?

in Das Ende der DDR 12.11.2014 09:43
von Vierkrug (gelöscht)
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OT

Zitat von Harzwanderer im Beitrag #10
Die richtig großen Devisen-Einnahmen haben die Russen erst seit der Wende mit den neuen Öl- und Gas-Pipelines und den West-Exportverträgen gehabt. Das meinte ich. Die DDR hat ja damals zum RGW-Vorzugspreis Russenöl gekriegt, das dann raffiniert und in den Westen gegen harte Währung verkauft.


Die einzige neue Gas-Pipeline, die nach der Wende von Russland nach Deutschland gebaut wurde, das ist die Nordstream.
Ansonsten nutzen die Russen immer noch die von der DDR mitgebauten Gasleitungen - sie auch beigefügtes Schema. Auch die Stichleitung zur Belieferung von Westberlin mit sowjetischen Erdgas, die von der Ruhrgas mit der SU vertraglich vereinbart war, wurde von der DDR gebaut. Sie wurde damals vom Regierenden Bürgermeister, Diepgen auf einem Festakt feierlich in Betrieb genommen. Sie wird heute noch von der GASAG betrieben.

Vierkrug


Damals87 hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 12.11.2014 10:22 | nach oben springen

#17

RE: Die friedliche Haltung der Sowjetarmee während des Herbstes 1989-Wahrheit oder Legende?

in Das Ende der DDR 12.11.2014 10:27
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #12
Zitat von Moskwitschka im Beitrag #11
Wie soll man den Begriff friedliche Haltung der Sowjetarmee verstehen? Die Generäle haben nicht im luftleeren Raum exestiert. In einem anderen thread konnte man lesen, dass Gorbatschow bei Amtsantritt nicht wenige abgelöst hat.

Spannender finde ich die Frage, wie die Entscheider den Geheimdiensten vertraut haben. So soll es am 1. November 1989 aus Moskau , Warschau und MfS Meldungen an die Einsatzleitungen in Berlin gegeben haben, dass am 4,. November Demonstranten und Protestler sich Richtung Brandenburger Tor bewegen wollten und die Grenze stürmen würden.

Geauso soll es ein Hilfsangebot der Generäle aus Wünsdorf zur Unterstützung gegeben haben, dass im Vorfeld der Demo nicht angenommen wurde.

Ich finde es schade, dass Zeitzeugen aus der Zeit nicht zugehört wird oder sich garnicht erst zu Wort melden. Wenn man aber die Kräfte des MdI, des MfS, der NVA, der Volkspolzei usw. betrachtet, die am 4. November in Berlin mit den unterschiedlichsten Aufgaben aufgestellt wurden, dann verfestigt sich bei mir der Eindruck, dass die DDR - Führung diese Herausforderung alleine stemmen wollte.

In der Erinnerung sind nur die 600 Ordner des Veranstalters der Demo am 4.11.1989 und die 600 Volkspolizisten an deren Seite. Und eine friedliche Demo.

LG von der Moskwitschka






Ich bin der Meinung, dass es auch ohne diese spontane, sicher nicht geplante Grenzöffnung am Abend des 9.November zum Exitus der DDR gekommen wäre. Wenn dieser Schabowski Fehler nicht passiert wäre, wäre der Ausreisecirkus am nächsten Tag los gegangen. Mit oder ohne Ausreisevisa wäre die DDR langsam aber sicher geleert worden. Diese schnell zusammengezimmerte Verordnung über die Ausreise war ein letzter hilfloser Versuch der alten, grauen Herren zu retten was jedoch nicht mehr zu retten war. Da hätte auch dei Besatzungsmacht nichts mehr machen können, da sie ja wirtschaftlich selbst vor dem Kollaps war. Ausserdem hatten sich die europäischen politischen Rahmenbedingen im Vergleich zu 1953 total geändert ( KSZE z.B.). da war nichts mehr drin mit dem Modus " mal eben zulangen und Ruhe ist im Karton". Die Zeit war reif für die Wiedervereinigung D's und sie war reif für den Abzug der Besatzungsmächte. Meine Mutter erzählte mir davon, dass sie im Herbst 1944 eine Rede von Goebbels im Radio gehört habe, wo er sinngemäß sagte, wenn wir diesen Krieg verlieren, wird D 100 Jahre besetzt werden. Na ja 100 J. sind es glücklicherweise nicht geworden, aber 50 Jahre schon, denn im Herbst 1944 hatten im Westen die Amis und im Osten die Russen die Reichsgrenzen erreicht.



@Moskwitschka und @Gert ,

ich gehe auch ganz nüchtern davon aus, auch wenn manche Erbsenzähler jetzt meinen Beitrag wieder als reine Spekulantion geißeln, -egal-, wenn die Grenze nicht am 09. November durch den Druck der Geschehnisse, der Masse von Demonstranten geöffnet worden wäre, dann wäre das mit einer ganz großen Sicherheit an einem der folgenden Tage passiert. Nur bis Anfang Dezember, wo die vom Politbüro kurz vor Schabowskis Pressekonferenz beschlossenen Reiseerleichterungen wirksam werden sollten, hätte niemand mehr gewartet.
Und auch hier sag ich wieder, es ist gut, das es an diesem Tage, in dieser Nacht so gekommen ist, vollständig und eigentlich für Viele von uns real unbegreiflich friedlich, ohne Gewalt, ohne einen Tropfen Blut, ohne auch nur ein sinnloses Opfer so abgelaufen ist!

Wer weiß schon, wie sich an Folgetagen hätte auch etwas anderes und insbesondere zum Negativen hin entwickeln können..., aber sorry, das ist jetzt echt reiner Spekulatius

josy95


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

Zu verstehen als Abmahnung an EINEN Admin... bitte lächeln!
zuletzt bearbeitet 12.11.2014 10:54 | nach oben springen

#18

RE: Die friedliche Haltung der Sowjetarmee während des Herbstes 1989-Wahrheit oder Legende?

in Das Ende der DDR 12.11.2014 10:37
von damals wars | 12.153 Beiträge

Zitat von 94 im Beitrag #4
Diese Passivität der Besatzer 1989 gegenüber 1953 lag vielleicht auch ä bissel an den ab Mai 1987 'leicht' geänderten Militärdoktrin?

Stimmt. Die hatten gesehen, wie Gorbatschow vor Reagen kapitulierte und wussten, es ist eh vorbei.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#19

RE: Die friedliche Haltung der Sowjetarmee während des Herbstes 1989-Wahrheit oder Legende?

in Das Ende der DDR 12.11.2014 10:47
von Rostocker | 7.719 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #12
Zitat von Moskwitschka im Beitrag #11
Wie soll man den Begriff friedliche Haltung der Sowjetarmee verstehen? Die Generäle haben nicht im luftleeren Raum exestiert. In einem anderen thread konnte man lesen, dass Gorbatschow bei Amtsantritt nicht wenige abgelöst hat.

Spannender finde ich die Frage, wie die Entscheider den Geheimdiensten vertraut haben. So soll es am 1. November 1989 aus Moskau , Warschau und MfS Meldungen an die Einsatzleitungen in Berlin gegeben haben, dass am 4,. November Demonstranten und Protestler sich Richtung Brandenburger Tor bewegen wollten und die Grenze stürmen würden.

Geauso soll es ein Hilfsangebot der Generäle aus Wünsdorf zur Unterstützung gegeben haben, dass im Vorfeld der Demo nicht angenommen wurde.

Ich finde es schade, dass Zeitzeugen aus der Zeit nicht zugehört wird oder sich garnicht erst zu Wort melden. Wenn man aber die Kräfte des MdI, des MfS, der NVA, der Volkspolzei usw. betrachtet, die am 4. November in Berlin mit den unterschiedlichsten Aufgaben aufgestellt wurden, dann verfestigt sich bei mir der Eindruck, dass die DDR - Führung diese Herausforderung alleine stemmen wollte.

In der Erinnerung sind nur die 600 Ordner des Veranstalters der Demo am 4.11.1989 und die 600 Volkspolizisten an deren Seite. Und eine friedliche Demo.

LG von der Moskwitschka






Ich bin der Meinung, dass es auch ohne diese spontane, sicher nicht geplante Grenzöffnung am Abend des 9.November zum Exitus der DDR gekommen wäre. Wenn dieser Schabowski Fehler nicht passiert wäre, wäre der Ausreisecirkus am nächsten Tag los gegangen. Mit oder ohne Ausreisevisa wäre die DDR langsam aber sicher geleert worden. Diese schnell zusammengezimmerte Verordnung über die Ausreise war ein letzter hilfloser Versuch der alten, grauen Herren zu retten was jedoch nicht mehr zu retten war. Da hätte auch dei Besatzungsmacht nichts mehr machen können, da sie ja wirtschaftlich selbst vor dem Kollaps war. Ausserdem hatten sich die europäischen politischen Rahmenbedingen im Vergleich zu 1953 total geändert ( KSZE z.B.). da war nichts mehr drin mit dem Modus " mal eben zulangen und Ruhe ist im Karton". Die Zeit war reif für die Wiedervereinigung D's und sie war reif für den Abzug der Besatzungsmächte. Meine Mutter erzählte mir davon, dass sie im Herbst 1944 eine Rede von Goebbels im Radio gehört habe, wo er sinngemäß sagte, wenn wir diesen Krieg verlieren, wird D 100 Jahre besetzt werden. Na ja 100 J. sind es glücklicherweise nicht geworden, aber 50 Jahre schon, denn im Herbst 1944 hatten im Westen die Amis und im Osten die Russen die Reichsgrenzen erreicht.


Gert --ich stimme Dir da zu--aber mit den Besatzungsmächten--das ist so eine Sache. Deutschland ist immer noch besetzt und es wird auch Zeit, das die US Amerikaner ihre Koffer packen und Deutschland nicht für ihre Kriegsspiele als Flugzeugträger benutzen.
Und was der Goebbels da wohl gesagt hat, da wird er wohl Recht gehabt haben---die Besetzung, hat sich Deutschland selbst zuzuschreiben gehabt.


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#20

RE: Die friedliche Haltung der Sowjetarmee während des Herbstes 1989-Wahrheit oder Legende?

in Das Ende der DDR 12.11.2014 10:53
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von damals wars im Beitrag #18
Zitat von 94 im Beitrag #4
Diese Passivität der Besatzer 1989 gegenüber 1953 lag vielleicht auch ä bissel an den ab Mai 1987 'leicht' geänderten Militärdoktrin?

Stimmt. Die hatten gesehen, wie Gorbatschow vor Reagen kapitulierte und wussten, es ist eh vorbei.


@damals wars , Du meinst wohl, wie Gorbatschow nicht vor Regan kapitulierte, sondern nach dem Ziehen einer nüchternen Bilanz zur bitteren Realität im wirtschaftlich total heruntergewirtschafteten Sowjetreich und Ostblock, das einzig Richtige machte, was damals geboten wa!
Nämlich die bisherigen Bruderstaaten in die Eigenverantwortung entlassen und auf der großen Bühne der Weltpolitik für Entspannung zu sorgen. Auch mal aus Richtung Osten einen Schritt nach vorn zu machen...

Aber sorry, ewig Gestrige bleiben ewig Gestrige, Hardliner bleiben Hardliner...

josy95


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

Zu verstehen als Abmahnung an EINEN Admin... bitte lächeln!
Hapedi, matloh und IM Kressin haben sich für diesen Beitrag bedankt
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