#181

RE: Kirche in der DDR

in Leben in der DDR 19.11.2014 19:37
von schnatterinchen (gelöscht)
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Zitat von Bürger der DDR im Beitrag #178
Der Vatikan hat sich meiner Meinung nach für das Untertauchen von Nazis nach dem 2. WK stark gemacht. Diese Fluchtrouten wurden "Rattenlinie" oder "Klosterroute" genannt.
Dies ist auch unter "Wikipediea" nachzulesen, ich habe einen sehr guten Filmbericht darüber gesehen.
Dies gibt mir doch zu denken, so groß kann der Widerstand gegen die Nazis da wohl nicht gewesen sein. Für mich ist die Kirche schon immer ein Machtinstrument der "Reaktion" und die Kirche hat im "Untergrund" gegen die DDR gearbeitet und das fromm getarnt als "Nächstenliebe".

Übrigens ich vermisse hier die Häme über den Lebenstil der Kirchenobrigkeit in der DDR, da wurde bei Parteigrößen schon vom Leder gezogen. das der Landesbischof in Eisenach ein Holzhaus aus (glaube) Schweden oder Finnland bewohnte und einen Volvo fuhr war da in ordnung. Dem Bezirksparteisekretär wurde über der "Wolga" nicht gegönnt.....





Der Umbruch in der DDR ging nicht von der DDR Kirche aus. Die Kirche gab den Menschen den Raum um das zu tun was die SED ihnen Jahrzente verweigert hatte , sich frei zu artikulieren.


Hapedi hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#182

RE: Kirche in der DDR

in Leben in der DDR 19.11.2014 19:38
von Gelöschtes Mitglied
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Der Heilige Bonifazius hat ja auch hier in Thüringen sein Leben als Märtyrer geben dürfen, er ist wohl ein wenig zu weit gegangen mit dem Fällen einer heiligen Eiche. So wurde auch versucht den Glauben unters Volk zu bringen.

Der christl. Glaube kam selbst den "Wikinger Fürsten" gelegen, ein Gott ein Vertreter, Bündelung der Macht.....

Wie schon hier beschrieben, Kirche ist ein Machtaparat und leider hat man den Einfluß der Kirche in der DDR unterschätzt.


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#183

RE: Kirche in der DDR

in Leben in der DDR 19.11.2014 19:40
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von schnatterinchen im Beitrag #181
Zitat von Bürger der DDR im Beitrag #178
Der Vatikan hat sich meiner Meinung nach für das Untertauchen von Nazis nach dem 2. WK stark gemacht. Diese Fluchtrouten wurden "Rattenlinie" oder "Klosterroute" genannt.
Dies ist auch unter "Wikipediea" nachzulesen, ich habe einen sehr guten Filmbericht darüber gesehen.
Dies gibt mir doch zu denken, so groß kann der Widerstand gegen die Nazis da wohl nicht gewesen sein. Für mich ist die Kirche schon immer ein Machtinstrument der "Reaktion" und die Kirche hat im "Untergrund" gegen die DDR gearbeitet und das fromm getarnt als "Nächstenliebe".

Übrigens ich vermisse hier die Häme über den Lebenstil der Kirchenobrigkeit in der DDR, da wurde bei Parteigrößen schon vom Leder gezogen. das der Landesbischof in Eisenach ein Holzhaus aus (glaube) Schweden oder Finnland bewohnte und einen Volvo fuhr war da in ordnung. Dem Bezirksparteisekretär wurde über der "Wolga" nicht gegönnt.....





Der Umbruch in der DDR ging nicht von der DDR Kirche aus. Die Kirche gab den Menschen den Raum um das zu tun was die SED ihnen Jahrzente verweigert hatte , sich frei zu artikulieren.


Was war zuerst da, die Ente oder das Ei?


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#184

RE: Kirche in der DDR

in Leben in der DDR 19.11.2014 19:40
von Schuddelkind | 3.507 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #172

Das solltest du etwas differenzierter sehen.Die katholische Kirche hat1933 einen Deal mit dem Hitler Regime gemacht, das so genannte Reichskonkordat ausgehandelt. Damit hatten sie ihre Ruhe vor den Nazis.Ganz kläglich hat die katholische Kirche versagt bei der Verfolgung der Juden.Dem Vatikan war bekannt was in den Todeslagern stattfand, trotzdem haben Sie nichts dagegen unternommen.
Aus den Reihen der evangelischen Kirche kam jedoch viel Widerstand gegen die Nazis.Dafür haben einige Pfarrer mit ihrem Leben bezahlt



Hallo @Gert , wo wir gerade beim Differenzieren sind.......
"Eine große Zahl katholischer Priester wurde entweder hingerichtet oder starb in Gefängnissen und Konzentrationslagern. Viele von ihnen waren mit Gesetzen in Konflikt geraten, zum Beispiel mit dem Verbot, ausländische Rundfunksender zu hören; für solche unbedeutende Vergehen wurden sie oft schwer bestraft. Aber einige wurden dabei zu Märtyrern ihres Glaubens und ihrer Überzeugung.

Dr. Max Josef Metzger, sein Leben lang Pazifist und Mitgründer der "Una Saneta"-Bewegung, wurde zum Tode verurteilt und am 17. April 1944 hingerichtet wegen seiner "hochverräterischen" Beziehungen zum Bischof von Upsala in Schweden.

Pfarrer Alfons Maria Wachsmann aus Greifswald wurde verurteilt, weil er angeblich die Moral der Truppe untergraben hatte. Aus dem gleichen Grunde mußten auch Josef Losch, ein Gemeindepfarrer aus Bayern, und drei Geistliche in Lübeck ihr Leben lassen.

Das Martyrium von Dompropst Lichtenberg und Franz Reinisch ist schon erwähnt worden; noch viele andere haben ihr Zeugnis für die Menschenwürde mit Blut besiegelt. Und doch, so traurig es ist, diese paar Mutigen repräsentierten die Kirche nicht mehr als Goerdeler die deutsche Bürokratie oder General Beck das Militär."
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-46272161.html

Außer der Bekennenden Kirche war es mit dem Widerstand der evagelischen Christen auch nicht weit her.


Intellektuelle spielen Telecaster
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#185

RE: Kirche in der DDR

in Leben in der DDR 19.11.2014 19:44
von Gelöschtes Mitglied
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@Schuddelkind , das beweist, es gab in der Kiche Menschen die sich noch an ihr Gewissen gehalten haben, nur was ist mit der Wirkung der Kirche als Institution?


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#186

RE: Kirche in der DDR

in Leben in der DDR 19.11.2014 19:45
von Schuddelkind | 3.507 Beiträge

Ließ mal den Link von mir in dem Post an Gert. Das dröselt das ein wenig auf!


Intellektuelle spielen Telecaster
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#187

RE: Kirche in der DDR

in Leben in der DDR 19.11.2014 19:47
von schnatterinchen (gelöscht)
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Zitat von Bürger der DDR im Beitrag #183
Zitat von schnatterinchen im Beitrag #181
Zitat von Bürger der DDR im Beitrag #178
Der Vatikan hat sich meiner Meinung nach für das Untertauchen von Nazis nach dem 2. WK stark gemacht. Diese Fluchtrouten wurden "Rattenlinie" oder "Klosterroute" genannt.
Dies ist auch unter "Wikipediea" nachzulesen, ich habe einen sehr guten Filmbericht darüber gesehen.
Dies gibt mir doch zu denken, so groß kann der Widerstand gegen die Nazis da wohl nicht gewesen sein. Für mich ist die Kirche schon immer ein Machtinstrument der "Reaktion" und die Kirche hat im "Untergrund" gegen die DDR gearbeitet und das fromm getarnt als "Nächstenliebe".

Übrigens ich vermisse hier die Häme über den Lebenstil der Kirchenobrigkeit in der DDR, da wurde bei Parteigrößen schon vom Leder gezogen. das der Landesbischof in Eisenach ein Holzhaus aus (glaube) Schweden oder Finnland bewohnte und einen Volvo fuhr war da in ordnung. Dem Bezirksparteisekretär wurde über der "Wolga" nicht gegönnt.....





Der Umbruch in der DDR ging nicht von der DDR Kirche aus. Die Kirche gab den Menschen den Raum um das zu tun was die SED ihnen Jahrzente verweigert hatte , sich frei zu artikulieren.


Was war zuerst da, die Ente oder das Ei?


Die ev Kirche der DDR war fast vollständig von der Stasi unterwandert. Unterhalte dich einfach mal z.B. mit einem Pfarrer von damals , der mit westdeutschen Friedensgruppen der Kirchen der BRD zu tun hatte wie das damals zu ging.
Die Stasi war über die Aktivitäten der ev Kirche der DDR stets bestens informiert und hat tatkräftig Einfluss genommen.


zuletzt bearbeitet 19.11.2014 19:55 | nach oben springen

#188

RE: Kirche in der DDR

in Leben in der DDR 19.11.2014 19:55
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von schnatterinchen im Beitrag #187
Zitat von Bürger der DDR im Beitrag #183
Zitat von schnatterinchen im Beitrag #181
Zitat von Bürger der DDR im Beitrag #178
Der Vatikan hat sich meiner Meinung nach für das Untertauchen von Nazis nach dem 2. WK stark gemacht. Diese Fluchtrouten wurden "Rattenlinie" oder "Klosterroute" genannt.
Dies ist auch unter "Wikipediea" nachzulesen, ich habe einen sehr guten Filmbericht darüber gesehen.
Dies gibt mir doch zu denken, so groß kann der Widerstand gegen die Nazis da wohl nicht gewesen sein. Für mich ist die Kirche schon immer ein Machtinstrument der "Reaktion" und die Kirche hat im "Untergrund" gegen die DDR gearbeitet und das fromm getarnt als "Nächstenliebe".

Übrigens ich vermisse hier die Häme über den Lebenstil der Kirchenobrigkeit in der DDR, da wurde bei Parteigrößen schon vom Leder gezogen. das der Landesbischof in Eisenach ein Holzhaus aus (glaube) Schweden oder Finnland bewohnte und einen Volvo fuhr war da in ordnung. Dem Bezirksparteisekretär wurde über der "Wolga" nicht gegönnt.....





Der Umbruch in der DDR ging nicht von der DDR Kirche aus. Die Kirche gab den Menschen den Raum um das zu tun was die SED ihnen Jahrzente verweigert hatte , sich frei zu artikulieren.


Was war zuerst da, die Ente oder das Ei?


Die ev Kirche der DDR war fast vollständig von der Stasi unterwandert. Unterhalte dich einfach mal z.B. mit einem Pfarrer von damals , der mit westdeutschen Friedensgruppen der Kirchen der BRD zu tun hatte wie das damals zu ging.
Die Stasi war über die Aktivitäten der ev Kirche der DDR stets bestens informiert und hat Einfluss genommen.


Gab es nicht auch Pfarrer,die IM waren und ihre Berichte geschrieben haben?
Rei


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#189

RE: Kirche in der DDR

in Leben in der DDR 19.11.2014 19:56
von Hapedi | 1.870 Beiträge

Zitat von schnatterinchen im Beitrag #187
Zitat von Bürger der DDR im Beitrag #183
Zitat von schnatterinchen im Beitrag #181
Zitat von Bürger der DDR im Beitrag #178
Der Vatikan hat sich meiner Meinung nach für das Untertauchen von Nazis nach dem 2. WK stark gemacht. Diese Fluchtrouten wurden "Rattenlinie" oder "Klosterroute" genannt.
Dies ist auch unter "Wikipediea" nachzulesen, ich habe einen sehr guten Filmbericht darüber gesehen.
Dies gibt mir doch zu denken, so groß kann der Widerstand gegen die Nazis da wohl nicht gewesen sein. Für mich ist die Kirche schon immer ein Machtinstrument der "Reaktion" und die Kirche hat im "Untergrund" gegen die DDR gearbeitet und das fromm getarnt als "Nächstenliebe".

Übrigens ich vermisse hier die Häme über den Lebenstil der Kirchenobrigkeit in der DDR, da wurde bei Parteigrößen schon vom Leder gezogen. das der Landesbischof in Eisenach ein Holzhaus aus (glaube) Schweden oder Finnland bewohnte und einen Volvo fuhr war da in ordnung. Dem Bezirksparteisekretär wurde über der "Wolga" nicht gegönnt.....





Der Umbruch in der DDR ging nicht von der DDR Kirche aus. Die Kirche gab den Menschen den Raum um das zu tun was die SED ihnen Jahrzente verweigert hatte , sich frei zu artikulieren.


Was war zuerst da, die Ente oder das Ei?


Die ev Kirche der DDR war fast vollständig von der Stasi unterwandert. Unterhalte dich einfach mal z.B. mit einem Pfarrer von damals , der mit westdeutschen Friedensgruppen der Kirchen der BRD zu tun hatte wie das damals zu ging.
Die Stasi war über die Aktivitäten der ev Kirche der DDR stets bestens informiert und hat Einfluss genommen.




da muß ich mich dir anschließen , habe mich mit einem Pfarrer ausgiebig 1985 unterhalten , der hat mir genau das bestädigt was du hier anführst . Der war dann auch von der Ersten Minute bei den Demos beteiligt . Wärend seiner Tätigkeit als Pfarrer ständig unter Kontrolle

gruß Hapedi



zuletzt bearbeitet 19.11.2014 19:57 | nach oben springen

#190

RE: Kirche in der DDR

in Leben in der DDR 19.11.2014 19:57
von schnatterinchen (gelöscht)
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Klar gabe es die , die wurden beispielsweise von der Stasi ihrer sexuellen Neigungen wegen erpresst.


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#191

RE: Kirche in der DDR

in Leben in der DDR 19.11.2014 20:06
von damals wars | 12.113 Beiträge

Zitat von schnatterinchen im Beitrag #190
Klar gabe es die , die wurden beispielsweise von der Stasi ihrer sexuellen Neigungen wegen erpresst.


So, welche Neigungen hätten die den so?


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#192

RE: Kirche in der DDR

in Leben in der DDR 19.11.2014 21:19
von utkieker | 2.913 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #172
Das solltest du etwas differenzierter sehen.Die katholische Kirche hat1933 einen Deal mit dem Hitler Regime gemacht, das so genannte Reichskonkordat ausgehandelt. Damit hatten sie ihre Ruhe vor den Nazis.Ganz kläglich hat die katholische Kirche versagt bei der Verfolgung der Juden.Dem Vatikan war bekannt was in den Todeslagern stattfand, trotzdem haben Sie nichts dagegen unternommen.
Aus den Reihen der evangelischen Kirche kam jedoch viel Widerstand gegen die Nazis.Dafür haben einige Pfarrer mit ihrem Leben bezahlt

Man sollte den Widerstand der Kirche gegen den Faschismus nicht überbewerten, sondern richtig zuordnen. Die Bekennende Kirche (Dietrich Bonhoeffer, Martin Niemöller und auch der spätere Bundespräsident Gustav Heinemann möchte ich hier erwähnen), stellte keine Mehrheit innerhalb der evangelischen Kirche da.
Das die Reichspogromnacht ausgerechnet am Vorabend des 455. Geburtstages von Martin Luther (09. 11. 1938) stattfand ist kein Zufall. Martin Luther war der antisemitische Vorbeter des 3. Reiches! Auch der Widerstand aus der katholischen Kirche sollte keineswegs unerwähnt bleiben, so etwa der Kölner Kreis (Otto Müller, Bernhard Letterhaus, Karl Arnold u. a.).
Geschlossenen Widerstand gab es bestenfalls von den Freikirchen der Zeugen Jehovas und der Siebenten Tags Adventisten.

Gruß Hartmut!


"Die Vergangenheit zu verbieten macht sie nicht ungeschehen, nicht einmal wenn man versucht sie selbst in sich zu verdrängen"
(Anja-Andrea 1959 - 2014)
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#193

RE: Kirche in der DDR

in Leben in der DDR 19.11.2014 22:39
von der glatte | 1.356 Beiträge

Zitat von schnatterinchen im Beitrag #190
Klar gabe es die , die wurden beispielsweise von der Stasi ihrer sexuellen Neigungen wegen erpresst.


Das geht ja wohl zu weit!

Also ich bin hier raus. Aus Protest!

Reiner


ACRITER ET FIDELITER


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#194

RE: Kirche in der DDR

in Leben in der DDR 19.11.2014 23:08
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Schuddelkind im Beitrag #184
Zitat von Gert im Beitrag #172

Das solltest du etwas differenzierter sehen.Die katholische Kirche hat1933 einen Deal mit dem Hitler Regime gemacht, das so genannte Reichskonkordat ausgehandelt. Damit hatten sie ihre Ruhe vor den Nazis.Ganz kläglich hat die katholische Kirche versagt bei der Verfolgung der Juden.Dem Vatikan war bekannt was in den Todeslagern stattfand, trotzdem haben Sie nichts dagegen unternommen.
Aus den Reihen der evangelischen Kirche kam jedoch viel Widerstand gegen die Nazis.Dafür haben einige Pfarrer mit ihrem Leben bezahlt



Hallo @Gert , wo wir gerade beim Differenzieren sind.......
"Eine große Zahl katholischer Priester wurde entweder hingerichtet oder starb in Gefängnissen und Konzentrationslagern. Viele von ihnen waren mit Gesetzen in Konflikt geraten, zum Beispiel mit dem Verbot, ausländische Rundfunksender zu hören; für solche unbedeutende Vergehen wurden sie oft schwer bestraft. Aber einige wurden dabei zu Märtyrern ihres Glaubens und ihrer Überzeugung.

Dr. Max Josef Metzger, sein Leben lang Pazifist und Mitgründer der "Una Saneta"-Bewegung, wurde zum Tode verurteilt und am 17. April 1944 hingerichtet wegen seiner "hochverräterischen" Beziehungen zum Bischof von Upsala in Schweden.

Pfarrer Alfons Maria Wachsmann aus Greifswald wurde verurteilt, weil er angeblich die Moral der Truppe untergraben hatte. Aus dem gleichen Grunde mußten auch Josef Losch, ein Gemeindepfarrer aus Bayern, und drei Geistliche in Lübeck ihr Leben lassen.

Das Martyrium von Dompropst Lichtenberg und Franz Reinisch ist schon erwähnt worden; noch viele andere haben ihr Zeugnis für die Menschenwürde mit Blut besiegelt. Und doch, so traurig es ist, diese paar Mutigen repräsentierten die Kirche nicht mehr als Goerdeler die deutsche Bürokratie oder General Beck das Militär."
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-46272161.html

Außer der Bekennenden Kirche war es mit dem Widerstand der evagelischen Christen auch nicht weit her.



@Schuddelkind, ich schrieb von der Kirche als Ganzes, damit meinte ich die katholische Kirche als Institution und insbesondere die Autorität des Vatikans. Und die haben versagt. Papst Pius XII. wusste alles über die Mordmaschinen im deutschen Reich. Dass da einzelne Kirchenfürsten anderer Meinung waren, z.B. der Bischof von Münster van Galen, steht auf einem anderen Blatt. Nach dem Krieg haben sie, der Klerus im Vatikan, ja noch eins draufgesetzt und führenden Nazifunktionären und SS Leuten die Flucht nach Südamerika ermöglicht ? Schon mal etwas vom Pfad der Ratten gehört ? der ging über die Alpen in den norditalienischen Hafen Genua, von dort gingen die Schiffe nach Argentinien. Das rote Kreuz hat dabei auch eine zweifelhafte Rolle gespielt


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
zuletzt bearbeitet 19.11.2014 23:08 | nach oben springen

#195

RE: Kirche in der DDR

in Leben in der DDR 19.11.2014 23:10
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von utkieker im Beitrag #192
Zitat von Gert im Beitrag #172
Das solltest du etwas differenzierter sehen.Die katholische Kirche hat1933 einen Deal mit dem Hitler Regime gemacht, das so genannte Reichskonkordat ausgehandelt. Damit hatten sie ihre Ruhe vor den Nazis.Ganz kläglich hat die katholische Kirche versagt bei der Verfolgung der Juden.Dem Vatikan war bekannt was in den Todeslagern stattfand, trotzdem haben Sie nichts dagegen unternommen.
Aus den Reihen der evangelischen Kirche kam jedoch viel Widerstand gegen die Nazis.Dafür haben einige Pfarrer mit ihrem Leben bezahlt

Man sollte den Widerstand der Kirche gegen den Faschismus nicht überbewerten, sondern richtig zuordnen. Die Bekennende Kirche (Dietrich Bonhoeffer, Martin Niemöller und auch der spätere Bundespräsident Gustav Heinemann möchte ich hier erwähnen), stellte keine Mehrheit innerhalb der evangelischen Kirche da.
Das die Reichspogromnacht ausgerechnet am Vorabend des 455. Geburtstages von Martin Luther (09. 11. 1938) stattfand ist kein Zufall. Martin Luther war der antisemitische Vorbeter des 3. Reiches! Auch der Widerstand aus der katholischen Kirche sollte keineswegs unerwähnt bleiben, so etwa der Kölner Kreis (Otto Müller, Bernhard Letterhaus, Karl Arnold u. a.).
Geschlossenen Widerstand gab es bestenfalls von den Freikirchen der Zeugen Jehovas und der Siebenten Tags Adventisten.

Gruß Hartmut!


doch es ist Zufall, der Auslöser für die Reichspogromnacht war ein ganz anderer, hatte mit Luther rein gar nichts zu tun.


.
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#196

RE: Kirche in der DDR

in Leben in der DDR 19.11.2014 23:12
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von der glatte im Beitrag #193
Zitat von schnatterinchen im Beitrag #190
Klar gabe es die , die wurden beispielsweise von der Stasi ihrer sexuellen Neigungen wegen erpresst.


Das geht ja wohl zu weit!

Also ich bin hier raus. Aus Protest!

Reiner



die Stasi ging im wirklichen Leben noch viel weiter, solche Spielchen gehörten zu ihren leichteren Übungen.


.
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Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
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#197

RE: Kirche in der DDR

in Leben in der DDR 20.11.2014 00:20
von 94 | 10.792 Beiträge

Hmm, komisch nur das die Masse der IMs dem Umfeld der evangelischen Kirche entstammten.


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#198

RE: Kirche in der DDR

in Leben in der DDR 20.11.2014 09:05
von schnatterinchen (gelöscht)
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Zitat von der glatte im Beitrag #193
Zitat von schnatterinchen im Beitrag #190
Klar gabe es die , die wurden beispielsweise von der Stasi ihrer sexuellen Neigungen wegen erpresst.


Das geht ja wohl zu weit!

Also ich bin hier raus. Aus Protest!

Reiner

Wer geht zu weit?
Der Stasioffizier der seinem Vorgesetzten stolz berichtet , daß er mit Hilfe von Erpressung einen ev. Pfarrer als IM "gewinnen" konnte?
Dieser Fall ist belegt, da wurde ein ev. Pfarrer von der Stasi zu Spitzeldiensten erpresst , weil eine Lehrerin die als IM fungierte Informationen von Schülern erlangte und an ihren Stasi Führungsoffizier weitergab.


zuletzt bearbeitet 20.11.2014 09:09 | nach oben springen

#199

RE: Kirche in der DDR

in Leben in der DDR 20.11.2014 14:41
von Regina | 643 Beiträge

Leider gab es sowas
thomas48 kannte in Eisenach 2 Oberkirchenräte die IM waren und vermutlich einen Landesbischof.
Es gab sehr viele ev. Christen in Thüringen die Mitglieder der Deutschen Christen waren.
In Eisenach gab es ein Institut, die das jüdische Leben aus der Bibel entfernen wollte.



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#200

RE: Kirche in der DDR

in Leben in der DDR 20.11.2014 15:18
von Barbara (gelöscht)
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In Eisenach gab es ein Institut, die das jüdische Leben aus der Bibel entfernen wollte.

Dann wär ja von der Bibel gar nichts übrig geblieben :-)))
.


Schuddelkind hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 20.11.2014 15:19 | nach oben springen


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