#121

RE: Kirche in der DDR

in Leben in der DDR 16.11.2014 13:57
von Gelöschtes Mitglied
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Baptisten - Freikirchliche Gemeinde

Meine Mutter war evangelisch. Ich wurde getauft und ging ganz brav zur Christenlehre, wurde auch evangelisch konfirmiert. Trat später in Westberlin sofort aus diesem Verein aus. Meine Mutter hatte eine Freundin, die Frau M., mit deren Sohn Georg ich auch befreundet war. Die nahm uns einmal zu einem konspirativen Treffen, Bibelstunde, zu den Goldmanns (Klarnamen? Bereits tot. Und eigentlich ein jüdischer Name), die mitten im Lindenberger Dorf eine Wohnung und einen kleinen Raum hatten. Dort trafen sich immer so ca. 15 Seelen am Sonntagnachmittag zu einer Bibelstunde. Ganz geheim und kaum jemand wusste davon. Dann nahm uns die Frau M. mit Georg einmal mit in die Friesickestraße in Weissensee zur Evangelisch-Freikirchlichen Baptisten-Gemeinde. Da war alles ganz anders. Großtaufe. Die Kanzelreden waren viel verbindlicher, zeitgemäßer, als ich es aus der normalen ev. Kirche her kannte. Ich wurde ein richtiger Fan von diesen Leuten.

Damals gab es die kleine Brotfabrik "Butjes-Brot", das waren wohl auch führende "Genossen*" dieser Kirche, wie ich mich noch dunkel erinnere. Leben alle nicht mehr, aber die Kirche lebt weiter.

Die Kirche heisst "Immanuel-Kapelle"



http://www.efg-weissensee.org/ueber-uns/geschichte.html

Kennt jemand die Gemeinde und weis mehr darüber?

Und weis jemand etwas über "Freimaurer-Aktivitäten" / "Zeugen Jehovas" in der DDR, die ja wohl verboten waren?

Wenn der SED-Staat mit den normalen Kirchen schon so sein Leid, sein Kreuz zu tragen hatte, mit diesen sicher noch mehr.
Ich war allerdings noch zu jung, um mehr darüber zu wissen. Freunde der DDR waren diese Leute nicht wirklich.

*Sorry, aber seit ich in diesem Forum bin, sind für mich alle Genossen, außer Mutti....


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zuletzt bearbeitet 16.11.2014 14:56 | nach oben springen

#122

RE: Kirche in der DDR

in Leben in der DDR 16.11.2014 15:18
von Gelöschtes Mitglied
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http://de.wikipedia.org/wiki/Christen_und_Kirchen_in_der_DDR

Einiges steht hier gut geschrieben , unterschiedlich war auch in welchen Regionen man damals lebte , sogar in einzelnen Kreisen und Dörfern hatte die Kirche großen Einfluss . Eichsfeld , Sorben usw. ratata


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#123

RE: Kirche in der DDR

in Leben in der DDR 16.11.2014 15:37
von damals wars | 12.198 Beiträge

Die Zeugen Jehovas waren nicht verboten, hatten aber die besondere Aufmerksamkeit der staatlichen Organe, da sie sich bestimmten Sachen verweigerten, wie der Wehrpflicht.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#124

RE: Kirche in der DDR

in Leben in der DDR 16.11.2014 19:16
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von AkkuGK1 im Beitrag #120
du weißt aber schon was die katholische Kirche so alles verbrochen hat in ihrer Geschichte? Völkermord, biologische Kriegsführung, politische Morde, Morde aus Habgier und Verschleierung von kirchlichen Verbrechen, sexuelle Straftaten jeglicher Couleur -
Bevor ich hier zum Kleriker h.c. werde: Ich habe mir der Kirche nicht viel am Hut - und mit der katholischen schon gar nicht. Ich bin mir sehr wohl darüber im Klaren, wie viele Kriege und Gewaltverbrechen "im Namen Gottes" den mildtätigen und friedfertigen Christen zugeschrieben werden müssen, die nach der Bergpredigt auch "die andere Wange hinhalten" sollen, wenn sie geschlagen werden.
Zitat von AkkuGK1 im Beitrag #120
und da kommst du mit der Unverbrüchlichkeit des Beichtgeheimnisses? Klar haben die das gebrochen, jedes mal wenn es ihren Interessen gedient hat.

Jedes mal. Aha. Und das kannst Du beweisen? Wenn nicht, würde ich solche Behauptungen unterlassen. Aber das ist das, was ich tun würde; muss für Dich nicht gelten.


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#125

RE: Kirche in der DDR

in Leben in der DDR 17.11.2014 03:57
von der glatte | 1.356 Beiträge

Zitat von AkkuGK1 im Beitrag #120
@dandelion

du weißt aber schon was die katholische Kirche so alles verbrochen hat in ihrer Geschichte? Völkermord, biologische Kriegsführung, politische Morde, Morde aus Habgier und Verschleierung von kirchlichen Verbrechen, sexuelle Straftaten jeglicher Couleur - und da kommst du mit der Unverbrüchlichkeit des Beichtgeheimnisses? Klar haben die das gebrochen, jedes mal wenn es ihren Interessen gedient hat.

Die wussten auch wo Columbus hinfahren wollte und das die Erde mitnichten eine Scheibe war. Aber ein dummgehaltenes Fußvolk lässt sich eben einfacher "lenken"



Auch wenn Du mich nicht angesprochen hast, werde ich dazu nicht den Mund halten.

Trotz Deiner Beschuldigungen und Beleidigungen die Du hier über die Kirche Kübelrweise ausschüttest, tue ich etwas.

Ich verzeihe Dir!

Reiner


ACRITER ET FIDELITER


zuletzt bearbeitet 17.11.2014 03:58 | nach oben springen

#126

RE: Kirche in der DDR

in Leben in der DDR 17.11.2014 12:53
von Barbara (gelöscht)
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Zweifellos sind im Namen der kath. Kirche seit ihren Bestehen große Verbrechen begangen worden, denn Kirche ist von Menschen gemacht. Sie war immer ein Machtinstrument, zumal ihre Vertreter durch die Jahrhunderte oft auch Inhaber weltlicher Macht waren.

Gleichzeitig hat Kirche aber auch immer für kulturelles und moralisches gesellschaftliches Fortkommen gesorgt. Haben auch immer Kirchenleute Stellung bezogen - nicht gegen die Lehre Gottes, sondern gegen deren Umsetzung durch Menschen.

Die Frage "Wo warst du, Gott" hat sich sicher schon hunderttausendfach gestellt angesichts dessen, was Menschen in der Lage sind, anderen Menschen anzutun, nicht zuletzt besonders brisant in den KZ's unter den Nazis.

Ebenso hat "Gottesglaube" aber sicher auch hunderttausendfach Menschen in ihren schwersten Stunden Halt gegeben, war Kirche auch Zuflucht.

Diese Widersprüche sind schwer auszuhalten, aber ich denke man muss beide Seiten sehen.

Einen "Gott" zu manifestieren bedeutet nicht, dass der Mensch automatisch gut ist. Das wäre eine naive Auslegung von "Glauben".

Die 10 Gebote oder die Bergpredigt sind eine ehtische Selbstverpflichtung, d. h. sie auch einzuhalten, liegt an jedem selbst, dafür ist "Gott" nicht zuständig.
.


zuletzt bearbeitet 17.11.2014 12:54 | nach oben springen

#127

RE: Kirche in der DDR

in Leben in der DDR 17.11.2014 16:08
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von der glatte im Beitrag #125
Zitat von AkkuGK1 im Beitrag #120
@dandelion

du weißt aber schon was die katholische Kirche so alles verbrochen hat in ihrer Geschichte? Völkermord, biologische Kriegsführung, politische Morde, Morde aus Habgier und Verschleierung von kirchlichen Verbrechen, sexuelle Straftaten jeglicher Couleur - und da kommst du mit der Unverbrüchlichkeit des Beichtgeheimnisses? Klar haben die das gebrochen, jedes mal wenn es ihren Interessen gedient hat.

Die wussten auch wo Columbus hinfahren wollte und das die Erde mitnichten eine Scheibe war. Aber ein dummgehaltenes Fußvolk lässt sich eben einfacher "lenken"



Auch wenn Du mich nicht angesprochen hast, werde ich dazu nicht den Mund halten.

Trotz Deiner Beschuldigungen und Beleidigungen die Du hier über die Kirche Kübelrweise ausschüttest, tue ich etwas.

Ich verzeihe Dir!

Reiner


nö danke. Beleidigt habe ich niemanden, beschuldigt auch nicht - Tatsachen bleiben halt Tatsachen.

frag mal die indigene Bevölkerung was denen alles so zugestoßen ist. Von Priestern an Indianern verteilte Decken für den Winter waren sicher voller christlicher Nächstenliebe, ja wenn die nur nicht mit Pocken durchseucht gewesen wären...
Wie war das noch mit der Hexenverbrennung? Oder Jeanne d'Arc? Zu der sexuellen Sache ist ja nun inzwischen einiges ans Licht gekommen, aber sicher nur die Spitze des Eisberges und da kommst du mir mit dem läppischen Beichtgeheimnis? ENTSCHULDIGEN MUSS SICH NUR EINER, DIE KIRCHE! Und wenn es einen Gott geben würde, hätte er die Götzendiener schon längst in die Hölle geschickt - sofern vorhanden.


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#128

RE: Kirche in der DDR

in Leben in der DDR 17.11.2014 16:44
von Pit 59 | 10.153 Beiträge

Die Frage "Wo warst du, Gott" hat sich sicher schon hunderttausendfach gestellt

Das habe ich mich auch mal gefragt.Meine Mutter sehr Gläubig,immer Kohle zur Kirche geschleppt. Ich sagte immer " Mutti gib mir lieber die Kohle,ich kanns besser brauchen"
" Junge Versündige Dich nicht" habe ich sehr oft gehört.
Meine Mutter ist dann in einem Katholischen Krankenhaus mit nicht mal 50 Jahren jämmerlich zugrunde gegangen.Der Meister muss wohl anderweitig beschäftigt gewesen sein,hatte also keine Zeit für meine Mutter.

Dieses Jahr war ich sehr oft in der Kirche und zwar mit Kumpels zur Fussball WM,Bierwagen stand vorm Eingang,und drinnen wurde gebechert und Fussball geschaut.war Prima,und das schallte immer so schön wenn wir gebrüllt haben Es war eine Evangelische Kirche,mir aber egal.

Also mein Fazit,die Kirche geht mir sonstwo vorbei,sollen Ihr Spiritus Santus machen aber mich und meine Familie in Ruhe lassen.


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#129

RE: Kirche in der DDR

in Leben in der DDR 17.11.2014 18:11
von Gelöschtes Mitglied
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@Barbara
Dieser Satz von Dir:
"Gleichzeitig hat Kirche aber auch immer für kulturelles und moralisches gesellschaftliches Fortkommen gesorgt"
ist für mich der glatte Hohn.

Die Kirche hat den gesell. und wiss. Fortschritt in der Vergangenheit "verteufelt". Selbst mit den "Nazis" hat die Kirche gemeinsame Sache gemacht. Es gibt auch einen sehr interessanten Bericht wie der Vatikan eh. SS-Offiziere zu einem "neuen" Leben verholfen hat.

Es gab auch Außnahmen unter den Gläubigen wie z.B. der Pfarrer Bonhoeffer, selber ein Pfarrer der seinem Gewissedn treu geblieben ist. Diese Außnahmen sind nicht "die Kirche".


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#130

RE: Kirche in der DDR

in Leben in der DDR 17.11.2014 18:24
von Ostlandritter | 2.453 Beiträge

Zitat von Barbara im Beitrag #126

..................................
Gleichzeitig hat Kirche aber auch immer für kulturelles und moralisches gesellschaftliches Fortkommen gesorgt.
...................
.


Entschuldige bitte , falls Du eine gläubige Kirchgängerin sein solltest - höre bitte mal kurz weg :

Muahaaahhaaaaa ,- Bruahrrrrrrrrrr ,- Hähähähähäääää.................

So , jetzt gehts mir nach dem Lesen Deines gewagten Satzes schon wieder besser...


....................................
Dieser Beitrag ist eine Meinungsäußerung im Sinne des Art. 5 des Grundgesetzes und durch diesen gedeckt !
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#131

RE: Kirche in der DDR

in Leben in der DDR 17.11.2014 18:30
von Ostlandritter | 2.453 Beiträge

Zitat von damals wars im Beitrag #123
Die Zeugen Jehovas waren nicht verboten, hatten aber die besondere Aufmerksamkeit der staatlichen Organe, da sie sich bestimmten Sachen verweigerten, wie der Wehrpflicht.


Ein sehr schöner ,- und in seiner Kürze auch ein sehr bezeichnender Satz !

Die " besondere Aufmerksamkeit der staatlichen Organe " ( klingt herrlich harmlos ) genossen ja wohl auch Hunderttausende andere Bürger ,-
die sich bestimmten Sachen verweigerten....


....................................
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#132

RE: Kirche in der DDR

in Leben in der DDR 17.11.2014 18:42
von 94 | 10.792 Beiträge

Zitat von Ostlandritter im Beitrag #130
Zitat von Barbara im Beitrag #126

..................................
Gleichzeitig hat Kirche aber auch immer für kulturelles und moralisches gesellschaftliches Fortkommen gesorgt.
...................
.


Entschuldige bitte , falls Du eine gläubige Kirchgängerin sein solltest - höre bitte mal kurz weg :

Muahaaahhaaaaa ,- Bruahrrrrrrrrrr ,- Hähähähähäääää.................

So , jetzt gehts mir nach dem Lesen Deines gewagten Satzes schon wieder besser...{grins1}

Siehste, sogar Dir gab die Kirche etwas Benimm. Du versuchst Dich zu entschuldigen, bevor Du unflätig sein möchtest. Fein! Im Begriff Ent-Schuldigung stecken ja schon zwei Grundthemen der (christlichen) Theologie ... die Sünde (resp. die Schuld) und die (Bitte um) Vergebung.
Nun, ich spreche nicht für @Barbara, aber ich denke sie wird Dir vergeben (können).

Doch eine Bitte mal bissel abseits vom Thema, mehr so für's Protokoll ... könntest Du (und andere Theilnehmer auch, aber hier isses gerade augenscheinlich), also könntest Du auf eigne Folgebeiträge verzichten und dafür lieber die Bearbeiten-Funktion nutzen. Es ist ja nur wegen der etwas besseren Übersicht. Und falls Du auf Punkte spielst, paarmal 'bedankt' klicken metern auch ordentlich. Ich hoffe Du kannst mir (ganz unchristlich) verzeihen, das ich gerade Dich als abschreckendes Beispiel erwählte?


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


Altmark01 und Grenzverletzerin haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#133

RE: Kirche in der DDR

in Leben in der DDR 17.11.2014 18:43
von Moskwitschka (gelöscht)
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Na dann kram doch mal in Deiner Datenbank von Feldpostbriefen und anderen Quellen @Ostlandritter , ob sich da nicht der eine oder andere Hinweis auf die Kriegspfarrer gibt.

Der Kriegspfarrer im Heer trug im Einsatz die gleiche Felduniform wie die Soldaten die er betreute, ohne Schulterstücke oder Rangabzeichen, allerdings mit violett unterlegten Kragenspiegeln in Silberstickerei. Auf der Schirmmütze, mit Silberkordel und violetter Paspelierung am Mützenrand, befand sich zwischen Hoheitsabzeichen und Kokarde ein kleines Kreuz in gotischer Form (katholischer Pfarrer) oder ein einfaches Kreuz.(evangelischer Pfarrer)[5]

Bei Angriffen im Vormarsch[6] waren sie ebenso dabei wie im Kessel von Stalingrad und in der Kriegsgefangenschaft.[7] Ihre Seelsorge mit engem Kontakt auch zu einfachen Soldaten führte zu einem hohen Ansehen, das von Hitler und Goebbels zunehmend gefürchtet wurde. Ab 1944 wurden daher Nationalsozialistische Führungsoffiziere (NSFO) in die Führungsstäbe der Wehrmacht integriert, um in Konkurrenz zu den Seelsorgern die Offiziere auf die Parolen der Partei einzuschwören


http://de.wikipedia.org/wiki/Kriegspfarrer

Ob Du diese Aussage bei wiki als Mär entlarvst ist Dir überlassen.

LG von der Moskwitschka


Ostlandritter hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#134

RE: Kirche in der DDR

in Leben in der DDR 17.11.2014 18:44
von damals wars | 12.198 Beiträge

2017 ist 500jähriges Reformationsjubileum, der Sargnagel für die katholische Kirche.
Zeit,das kleine zänkische Volk an der Westgrenze Chinas zu besuchen!😊


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#135

RE: Kirche in der DDR

in Leben in der DDR 17.11.2014 19:04
von Ostlandritter | 2.453 Beiträge

Zitat von Moskwitschka im Beitrag #133
Na dann kram doch mal in Deiner Datenbank von Feldpostbriefen und anderen Quellen @Ostlandritter , ob sich da nicht der eine oder andere Hinweis auf die Kriegspfarrer gibt.

Der Kriegspfarrer im Heer trug im Einsatz die gleiche Felduniform wie die Soldaten die er betreute, ohne Schulterstücke oder Rangabzeichen, allerdings mit violett unterlegten Kragenspiegeln in Silberstickerei. Auf der Schirmmütze, mit Silberkordel und violetter Paspelierung am Mützenrand, befand sich zwischen Hoheitsabzeichen und Kokarde ein kleines Kreuz in gotischer Form (katholischer Pfarrer) oder ein einfaches Kreuz.(evangelischer Pfarrer)[5]

Bei Angriffen im Vormarsch[6] waren sie ebenso dabei wie im Kessel von Stalingrad und in der Kriegsgefangenschaft.[7] Ihre Seelsorge mit engem Kontakt auch zu einfachen Soldaten führte zu einem hohen Ansehen, das von Hitler und Goebbels zunehmend gefürchtet wurde. Ab 1944 wurden daher Nationalsozialistische Führungsoffiziere (NSFO) in die Führungsstäbe der Wehrmacht integriert, um in Konkurrenz zu den Seelsorgern die Offiziere auf die Parolen der Partei einzuschwören


http://de.wikipedia.org/wiki/Kriegspfarrer

Ob Du diese Aussage bei wiki als Mär entlarvst ist Dir überlassen.

LG von der Moskwitschka


Warum sollte ich Dir widersprechen ?


....................................
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#136

RE: Kirche in der DDR

in Leben in der DDR 17.11.2014 19:07
von Gelöschtes Mitglied
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Man mag es mir nachsehen, wenn ich einiges Unbequeme schreibe...

Das Thema lautet ja eigentlich "Kirche in der DDR"
Zu diesem Thema gibt es für Wissende, egal um welche Religionsrichtung es geht, einige Erlebnisse zu berichten, die der Mehrheit der damals Lebenden entgangen sind. Es liegt auch in der Natur der beschriebenen Zeit, dass sehr viele Menschen zu diesem Thema kaum etwas beitragen können, außer Häme und oberflächlich anerzogene Schmähungen...
Für mich sind bekennende Christen in der DDR tapfere Menschen gewesen, nicht weil sie automatisch opponierten (das ist sowieso ausgewiesener Quatsch!), sondern weil sie ihrem Leitbild unter Inkaufnahme staatlicher Verächtung folgten.

Wer sich als Christ bekennt, und das war damals nicht anders als heute, wähnt sich nicht als ein besserer Mensch, er findet aber vielleicht andere Antworten in seinem Leben, als bekennende Atheisten?
In unserem GG, es wird OT, ist die Freiheit der Religion fest verankert, demzufolge halte ich jede Verächtlichung oder Schmähung auch hier für sittenwidrig! Es wird polarisiert und verhöhnt bis zum getno...

Muss das sein?

Zum originären Thema: Die vorzugsweise in der evangelischen Kirche aufblühende Opposition in der DDR entstand nach meiner Einschätzung durch sonst damals unerreichbare Freiräume im engsten Sinn, in der Toleranz der Gedanken im Sinne der Humanität und Menschenliebe und der wahren menschlich-erwärmenden Kraft des Gemeinschaftsgefühls, das in der DDR-Gesellschaft so nicht vorherrschte und nicht vergleichbar war mit Tausch-, Wohn- oder sonstwelchen Gemeinschaften.

Und wer anderer Meinung ist, das erkenne ich an, das ist kein Problem. Nur verhöhnen muss man andere nicht.

VG Klaus


Grenzverletzerin, hundemuchtel 88 0,5, Ostlandritter und Telamon haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#137

RE: Kirche in der DDR

in Leben in der DDR 17.11.2014 19:11
von Ostlandritter | 2.453 Beiträge

Zitat von 94 im Beitrag #132
Zitat von Ostlandritter im Beitrag #130
Zitat von Barbara im Beitrag #126

..................................
Gleichzeitig hat Kirche aber auch immer für kulturelles und moralisches gesellschaftliches Fortkommen gesorgt.
...................
.


Entschuldige bitte , falls Du eine gläubige Kirchgängerin sein solltest - höre bitte mal kurz weg :

Muahaaahhaaaaa ,- Bruahrrrrrrrrrr ,- Hähähähähäääää.................

So , jetzt gehts mir nach dem Lesen Deines gewagten Satzes schon wieder besser...{grins1}

Siehste, sogar Dir gab die Kirche etwas Benimm. Du versuchst Dich zu entschuldigen, bevor Du unflätig sein möchtest. Fein! Im Begriff Ent-Schuldigung stecken ja schon zwei Grundthemen der (christlichen) Theologie ... die Sünde (resp. die Schuld) und die (Bitte um) Vergebung.
Nun, ich spreche nicht für @Barbara, aber ich denke sie wird Dir vergeben (können).

Doch eine Bitte mal bissel abseits vom Thema, mehr so für's Protokoll ... könntest Du (und andere Theilnehmer auch, aber hier isses gerade augenscheinlich), also könntest Du auf eigne Folgebeiträge verzichten und dafür lieber die Bearbeiten-Funktion nutzen. Es ist ja nur wegen der etwas besseren Übersicht. Und falls Du auf Punkte spielst, paarmal 'bedankt' klicken metern auch ordentlich. Ich hoffe Du kannst mir (ganz unchristlich) verzeihen, das ich gerade Dich als abschreckendes Beispiel erwählte?


@94
Ich weiß ,- Du magst mich nicht ,- aber trotzdem eine kleine Bitte an Dich :
Schreib doch bitte Dein Getextetes in einer Formulierung , deren tieferen Sinn ich entschlüsseln kann ,-
Deine unterschwelligen Unterstellungen und Dein allergisches Auftreten könnten so viel besser rüberkommen ,-
und ich würde Dir sogar gern mal wieder antworten ,- allein deine Mischung aus Klammer auf und Klammer zu incl. Deiner recht albern wirkenden ähhhhs und Dialekteinwürfe vergällen es mir,- ich wünsch Dir aber trotzdem einen schönen Abend


....................................
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#138

RE: Kirche in der DDR

in Leben in der DDR 17.11.2014 19:17
von Gelöschtes Mitglied
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Einwurf aus Erfahrung: Könnte man sich auf die übliche schriftliche Ausdrucksweise, wie in der Grundschule erlernt, einigen?

VG Klaus


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#139

RE: Kirche in der DDR

in Leben in der DDR 17.11.2014 19:23
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Hufklaus im Beitrag #138
Einwurf aus Erfahrung: Könnte man sich auf die übliche schriftliche Ausdrucksweise, wie in der Grundschule erlernt, einigen?

VG Klaus

Wer es kann! Vielleicht die Grundschule übersprungen und gleich in die Oberschule!!
Grüsse steffen52


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#140

RE: Kirche in der DDR

in Leben in der DDR 17.11.2014 19:38
von Schuddelkind | 3.516 Beiträge

Zitat von Bürger der DDR im Beitrag #129
@Barbara
Dieser Satz von Dir:
"Gleichzeitig hat Kirche aber auch immer für kulturelles und moralisches gesellschaftliches Fortkommen gesorgt"
ist für mich der glatte Hohn.

Die Kirche hat den gesell. und wiss. Fortschritt in der Vergangenheit "verteufelt". Selbst mit den "Nazis" hat die Kirche gemeinsame Sache gemacht. Es gibt auch einen sehr interessanten Bericht wie der Vatikan eh. SS-Offiziere zu einem "neuen" Leben verholfen hat.

Es gab auch Außnahmen unter den Gläubigen wie z.B. der Pfarrer Bonhoeffer, selber ein Pfarrer der seinem Gewissedn treu geblieben ist. Diese Außnahmen sind nicht "die Kirche".



Nun, so verkehrt ist der Satz von @Barbara ja nun auch nicht. Waren es nicht, und jetzt wird es ein wenig verwirrend, gerade die Mönche, welche Wissen und Kultur im Geheimen bewahrten und so der Nachwelt erhielten, während die "offizielle Kirche" gerade dies bekämpfte? Generell sollte man sich hüten, das Kind mit dem Bade auszuschütten. Denn es gibt einen Unterschied zwischen der sogenannten "Amtskirche" und der "Kirche", die die Gläubigen selbst ausmachen. Nicht umsonst gibt es z.B. in der katholischen Kirche eine Bewegung "Kirche von unten". Jesus selbst sagte:"Wo zwei oder drei von euch sich in meinem Namen versammeln, da bin ich mitten unter euch." Da kann es schon mal passieren, dass wenn sich drei Amtskirchenträger versammeln, einer fehlt.......
So, jetzt aber weiter zur Kirche in der DDR......


Intellektuelle spielen Telecaster
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