#101

RE: Kirche in der DDR

in Leben in der DDR 14.11.2014 23:58
von der glatte | 1.356 Beiträge

Zitat von utkieker im Beitrag #99
"Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist!" [Matthäus 22, Vers 21]
Mir kann es ja Wurscht sein, wie die Kirche zu ihren Geld kommt, aber warum durch die Einbeziehung einer Kirchensteuer von Staats wegen? Die Freikirchen einschließlich der Zeugen Jehovas tun sich weniger schwer mit der Trennung von Kirche und Staat als die Lutheraner und Katholiken.
Christen gebührt kein Sonderstatus sie sind genauso Bürger, wie Andersgläubige und Atheisten. Religion ist Privatsache und nicht Staatssache. Ich toleriere zwar den Glauben, aber Niemand wird es mir verbieten können dem Glauben Aufklärung entgegen zu setzen. Die Bibel hat für mich ihren gebührenden Stellenwert bei den Märchenbüchern von Hauff, Bechstein und den Gebrüdern Grimm.

Gruß Hartmut!



Hallo Hartmut,

lila ein guter Vergleich finde ich, wenn ich dabei bedenke, dass wohl jeder schon immer gern ein Märchenbuch in die Hand nimmt um darin zu lesen. Oder noch besser, sich als Kind daraus vorlesen lässt.

Und vergesse bitte nicht dabei, in einem Märchenbuch stehen nicht nur Märchen drin, sondern auch Wahrheiten!

Gruß Reiner


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#102

RE: Kirche in der DDR

in Leben in der DDR 15.11.2014 00:31
von der glatte | 1.356 Beiträge

Zitat von Telamon im Beitrag #100
Der Bischof von Berlin durfte in der DDR reisen wie er wollte, auch ins Ausland (habe ich in diesem Forum gelernt).
Durften die Priester und Pfarrer ebenfalls in den "Westen" reisen? Hat sich die Kirche für Ihre Pfarrer und Priester bei Problemen mit dem Staat eingesetzt?


Hallo Telamon,

lila Ja warum denn auch nicht? Er war Bischof von beiden Seiten der Stadt, denn das Bistum Berlin war nicht getrennt. Um seine Arbeit als Bischof zu machen, war es somit zwingend notwendig auch dahin dienstlich zu reisen. Das ging natürlich auch als Privatperson.

Was das Ausland betrifft: Ein Bischof (katholisch) hat nun einmal seinen kleinen Chef im Vatikan sitzen, dort muss er sich zu gewissen Zeiten auch einmal blicken lassen. War und ist ganz normal und daraus wurde und wird auch kein großes Problem gemacht.

grün Oh ja, das hat die Kirche schon gemacht und hat dabei auch einiges erreicht. Schaue Dir doch zum Beispiel einmal im Internet die Geschichte vom Bistum Dresden-Meißen an. Die Probleme begannen mit der Erhebung der Hofkirche Dresden zur Kathedrale durch Papst Johanne Paul II. in Jahre 1980. Das bedeutete, dass die Bischofskirche (Kathedrale) und der Bischofssitz des Bistums Dresden-Meißen, ab sofort von Bautzen nach Dresden verlegt wurde. Das passte den Funktionären nun gar nicht in den Kram und man versuchte alles mögliche um den Umzug nach Dresden zu verhindern. Die Geschichte dazu ist ganz interessant.

Gruß Reiner


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zuletzt bearbeitet 15.11.2014 00:36 | nach oben springen

#103

RE: Kirche in der DDR

in Leben in der DDR 15.11.2014 00:56
von der glatte | 1.356 Beiträge

Zitat von der glatte im Beitrag #102
Zitat von Telamon im Beitrag #100
Der Bischof von Berlin durfte in der DDR reisen wie er wollte, auch ins Ausland (habe ich in diesem Forum gelernt).
Durften die Priester und Pfarrer ebenfalls in den "Westen" reisen? Hat sich die Kirche für Ihre Pfarrer und Priester bei Problemen mit dem Staat eingesetzt?


Hallo Telamon,

lila Ja warum denn auch nicht? Er war Bischof von beiden Seiten der Stadt, denn das Bistum Berlin war nicht getrennt. Um seine Arbeit als Bischof zu machen, war es somit zwingend notwendig auch dahin dienstlich zu reisen. Das ging natürlich auch als Privatperson.

Was das Ausland betrifft: Ein Bischof (katholisch) hat nun einmal seinen kleinen Chef im Vatikan sitzen, dort muss er sich zu gewissen Zeiten auch einmal blicken lassen. War und ist ganz normal und daraus wurde und wird auch kein großes Problem gemacht.

grün Oh ja, das hat die Kirche schon gemacht und hat dabei auch einiges erreicht. Schaue Dir doch zum Beispiel einmal im Internet die Geschichte vom Bistum Dresden-Meißen an. Die Probleme begannen mit der Erhebung der Hofkirche Dresden zur Kathedrale durch Papst Johanne Paul II. in Jahre 1980. Das bedeutete, dass die Bischofskirche (Kathedrale) und der Bischofssitz des Bistums Dresden-Meißen, ab sofort von Bautzen nach Dresden verlegt wurde. Das passte den Funktionären nun gar nicht in den Kram und man versuchte alles mögliche um den Umzug nach Dresden zu verhindern. Die Geschichte dazu ist ganz interessant.

Gruß Reiner



@Telamon

Ach ja, ich hatte noch blau vergessen. Deine Frage: Durften die Priester und Pfarrer ebenfalls in den "Westen" reisen?

Wenn es mit kirchlichen Aufgaben zu tun hatte, sicher ohne große Probleme. Da hat sich der Staat nicht so gern reingehängt, denn die Kirche hat bekanntlich immer einen guten Draht nach "Oben".

Gruß Reiner


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#104

RE: Kirche in der DDR

in Leben in der DDR 15.11.2014 07:03
von Pit 59 | 10.164 Beiträge

"Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist!" [Matthäus 22, Vers 21]

Fussball ist halt Überall


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#105

RE: Kirche in der DDR

in Leben in der DDR 15.11.2014 10:21
von utkieker | 2.929 Beiträge

Zitat von der glatte im Beitrag #101

Die Bibel hat für mich ihren gebührenden Stellenwert bei den Märchenbüchern von Hauff, Bechstein und den Gebrüdern Grimm.

Gruß Hartmut!



Hallo Hartmut,

lila ein guter Vergleich finde ich, wenn ich dabei bedenke, dass wohl jeder schon immer gern ein Märchenbuch in die Hand nimmt um darin zu lesen. Oder noch besser, sich als Kind daraus vorlesen lässt.

Und vergesse bitte nicht dabei, in einem Märchenbuch stehen nicht nur Märchen drin, sondern auch Wahrheiten!

Gruß Reiner[/quote]
Hallo Reiner,

Ich bin der Meinung, Märchen sind nicht dazu angetan, den Wahrheitsgehalt zu vermitteln. Alleine die Vorstellung, daß das Gute das Böse bezwingt macht vor allem die kleinen Kinderseelen glücklich. Ähnlich, wenn David den übermächtigen Goliath bezwingt. Wer wünscht sich nicht manchmal ein "Tischlein deck dich", eine Tarnkappe oder den Flaschengeist. Märchen gehören wohl dazu die Phantasie anzuregen.
Nun man könnte die heilige Schrift als Märchen abtun aber nein man beruft sich auf Gottes Wort. Nehmen wir das Alte Testament, worauf sich gleichermaßen Juden, Christen und Moslems berufen und würde es auf den Stand der heutigen Wissenschaft bringen, bleibt nicht mehr viel übrig. Naturwissenschaftler welche das Alte Testament für bare Münze halten kommen schon bald mit der Bibel in Konflikt. Und die ersten aber auch späteren Zweifler und Agnostiker wie Galileo Galilei standen ja schon mit einem Fuß auf dem Scheiterhaufen. Und Charles Darwin wird bis heute angegiftet.
Und das Neue Testament? Von der Jungfernzeugung bis zur Wiederauferstehung alles Käse? Die ersten Aufzeichnungen über das tatsächliche oder vermeintliche Leben des Jesus, tauchen erst etwa 40 Jahre nach dem vermeintlichen Tod des "Heilands" auf. Nichts Genaues aber viele Mythen die das Leben und Wirken von Jesus belegen sollen.
Dann lieber doch Märchenbuch.

Gruß Hartmut!


"Die Vergangenheit zu verbieten macht sie nicht ungeschehen, nicht einmal wenn man versucht sie selbst in sich zu verdrängen"
(Anja-Andrea 1959 - 2014)
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#106

RE: Kirche in der DDR

in Leben in der DDR 15.11.2014 10:43
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von utkieker im Beitrag #105
Dann lieber doch Märchenbuch.


Vorab: Ich bezeichne mich nicht als Christen, auch wenn unsere Moralvorstellungen durch mehr als tausend Jahre Christentum in Deutschland geprägt sind.

Aber: Ich respektiere jede Art von Glauben, egal wo auf der Welt, egal, an wen oder was geglaubt wird. Und dieser Respekt verbietet es mir, das Alte oder das Neue Testament oder den Koran oder irgendeine andere Glaubensgrundlage als "Märchenbuch" zu diffamieren.,


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#107

RE: Kirche in der DDR

in Leben in der DDR 15.11.2014 11:47
von Vierkrug (gelöscht)
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Als Atheist respektiere ich als sogenannter "Gottloser" jede Religion. Die Bibel steht in meiner "kleinen Bibliothek" deshalb auch gleichberechtigt neben dem Talmud und dem Koran. Mein Exemplar ist die Neue Jerusalemer Bibel vom Herder-Verlag und sie besitzt auch schon einen sogenannten Kultstatus.

Die Ringparabel aus "Nathan der Weise" verkörpert für mich in eindrucksvoller Weise die gebotene Toleranz zwischen den großen Weltreligionen. Den Buddhismus lasse ich mal im Moment außen vor.

Vierkrug

Ergänzend - ich bin für eine klare Trennung von Staat und der Kirche als Institution. Es kann nicht sein, dass der Staat für die Institution Kirche die Kirchensteuern eintreibt. Da ist das sehr religiös geprägte Frankreich schon weiter !!!


Telamon und Damals87 haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 15.11.2014 11:53 | nach oben springen

#108

RE: Kirche in der DDR

in Leben in der DDR 15.11.2014 12:48
von eisenringtheo | 9.190 Beiträge

Zitat von Vierkrug im Beitrag #107
(...)
Vierkrug

Ergänzend - ich bin für eine klare Trennung von Staat und der Kirche als Institution. Es kann nicht sein, dass der Staat für die Institution Kirche die Kirchensteuern eintreibt. Da ist das sehr religiös geprägte Frankreich schon weiter !!!


Leider geht es um sehr viel Geld, was die Entflechtung erschwert. Im Mittelalter hatte die Kirche grossen Grundbesitz. Nach der Reformation wurde in reformierten/protestantischen Gegend die Kirchengüter verstaatlicht und der Unterhalt der Kirchen und die Löhne des Personals von den Fürsten übernommen. In katholischen Gegenden erfolgte eine ähnliche Massnahme mit dem Reichsdeputationshauptschluss
http://de.wikipedia.org/wiki/Reichsdeputationshauptschluss
Seither sind Kirche und Staat finanziell stark verflochten. Die Kirche beruft sich auf "historische Rechtstitel", also auf die seinerzeitige Zusage, dass der Staat als Gegenleistung für die damaligen Enteignungen den Unterhalt der Liegenschaften und die Lohnzahlungen übernimmt und zu diesem Zwecke Kirchensteuern einzieht.
Um die Entflechtung zu lösen, müsste man die Liegenschaften entweder zurückzahlen oder (bei den heutigen Grundstückspreisen eine gigantische Geldsumme an die Kirche zahlen. Im Gegenzug würde die Kirche Unterhalt und Löhne zahlen. Gegen eine Entflechtung wehren sich sowohl staatliche als auch kirchliche Stellen: Der Staat müsste die Steuern erhöhen, um die Kirchen zu entschädigen - und die Kirche haben die Unterhalts- und Lohnkosten vor Augen, die sie nun aus eigenen Mitteln zahlen müssten.
http://www.welt.de/politik/deutschland/a...ge-Pension.html
Theo


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#109

RE: Kirche in der DDR

in Leben in der DDR 15.11.2014 12:57
von Telamon | 129 Beiträge

Bei Reisen in den "Westen" hatten die Priester und Pfarrer in der DDR einen DDR-Pass oder einen besonderen Vermerk im Pass?
Wurden die Priester und Pfarrer beim Grenzübertritt genau kontrolliert oder wurden sie wie Diplomaten behandelt.Der Bischof dagegen hatte bestimmt einen Pass vom Vatikan.



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#110

RE: Kirche in der DDR

in Leben in der DDR 15.11.2014 14:13
von Gelöschtes Mitglied
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Das eintreiben der Kirchensteuern war ein Geschenk des 3. Reiches an die Kirche, hatte schon einmal im forum (mit Quellenangaben) darüber geschrieben.


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#111

RE: Kirche in der DDR

in Leben in der DDR 15.11.2014 14:14
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Telamon im Beitrag #109
Bei Reisen in den "Westen" hatten die Priester und Pfarrer in der DDR einen DDR-Pass oder einen besonderen Vermerk im Pass?
Wurden die Priester und Pfarrer beim Grenzübertritt genau kontrolliert oder wurden sie wie Diplomaten behandelt.Der Bischof dagegen hatte bestimmt einen Pass vom Vatikan.


Warum sollte man Priester wie Diplomaten behandeln?


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#112

RE: Kirche in der DDR

in Leben in der DDR 15.11.2014 18:07
von Grenzerhans | 274 Beiträge

Zum Beitrag vom "der Glatte", #96
Ich muß zu meinem Beitrag noch einen Nachtrag schreiben, Damit sollen einige Unklarheiten beseitigt werden. Das ist aber auch in gewissen Sinn der Kurzbeschreibung mancher Beiträge geschuldet.
Also, der Grund unseres Zusammentreffen war zufällig. In dem Haus, indem der Pfarrer wohnte, in Köpenick, Gutenberstraße, sollte ein Dienst-
zimmer für einen ABV der VPI Köpenick ausgebaut werden. Ein Schlosser brachte eine Gittertür an. Als ich den Schlosser aufsuchte, wie weit
die Arbeiten sind, kam der Pfarrer. Wir kannten uns aus einigen Versammlungen im Wohngebiet. Er sprach mich an, weshalb eine Gittertür vor
der eigentlichen Tür angebracht wird. Ich erklärte ihm den Grund. Sein Argument war, dass es ein Misstrauen gegenüber den Menschen ist und
dadurch kein Vertrauen in der Bevölkerung gegenüber der DVP schaft. Und so kam es zu einer Diskussion, die immer mehr politischen Charakter
trug.
Zum Abschluß noch eine Bemerkung zum besseren Verständnis dieser Geschichte. Diese Bauarbeiten mit diesem Dienstzimmer führen bestimmt zu einigem Kopfschüttel bei einigen Usern.
Der Zeitpunkt dieser Bauarbeiten lagen nicht in meinem "Machtbereich" Diese Geschichte ereignete sich in der letzte März-Woche im Jahr 1990 !!!.

Viel Spaß beim Nachdenken

Grenzerhans


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#113

RE: Kirche in der DDR

in Leben in der DDR 15.11.2014 19:04
von Barbara (gelöscht)
avatar

Zitat von der glatte im Beitrag #101
Zitat von utkieker im Beitrag #99
"Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist!" [Matthäus 22, Vers 21]
Mir kann es ja Wurscht sein, wie die Kirche zu ihren Geld kommt, aber warum durch die Einbeziehung einer Kirchensteuer von Staats wegen? Die Freikirchen einschließlich der Zeugen Jehovas tun sich weniger schwer mit der Trennung von Kirche und Staat als die Lutheraner und Katholiken.
Christen gebührt kein Sonderstatus sie sind genauso Bürger, wie Andersgläubige und Atheisten. Religion ist Privatsache und nicht Staatssache. Ich toleriere zwar den Glauben, aber Niemand wird es mir verbieten können dem Glauben Aufklärung entgegen zu setzen. Die Bibel hat für mich ihren gebührenden Stellenwert bei den Märchenbüchern von Hauff, Bechstein und den Gebrüdern Grimm.

Gruß Hartmut!



Hallo Hartmut,

lila ein guter Vergleich finde ich, wenn ich dabei bedenke, dass wohl jeder schon immer gern ein Märchenbuch in die Hand nimmt um darin zu lesen. Oder noch besser, sich als Kind daraus vorlesen lässt.

Und vergesse bitte nicht dabei, in einem Märchenbuch stehen nicht nur Märchen drin, sondern auch Wahrheiten!

Gruß Reiner




fett: Nicht nur das. Die Bibel ist ein zeit- und kulturhistorischer Quellenschatz sondersgleichen, ganz unabhängig von ihrem mythologischen Gehalt, denn nur das ist der "Glaubensanteil" an ihr. Ganz abgesehen davon, dass sie auch von historischen Personen und Ereignissen erzählt.
Wir sprechen von einer Zeit, in der es in dem Sinne noch keine Geschichtswissenschaft gab und historische Entwicklungen und Ereignisse oft über Erzählungen, meist mdl. tradiert, durch solcherart Texte niedergeschrieben wurden. (s. auch die griechischen und römischen Autoren anderer Texte)
Es würden nicht ganze Wissenschaftszweige (Archäologie, Ethnologie, Anthropologie, Geschichtswissenschaften, Sprachwissenschaften etc.) auf die Bibel als als Quelle zurückgreifen, wenn das nicht so wäre.
Und ganz unabhängig von persönlichem Glauben oder Nicht-Glauben, kulturell geprägt sind wir hier auf jeden Fall alle durch die jüdisch-christliche Kultur.
.


Telamon hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 15.11.2014 19:11 | nach oben springen

#114

RE: Kirche in der DDR

in Leben in der DDR 15.11.2014 19:27
von Gelöschtes Mitglied
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nun mal meine Erfahrungen mit Gott und Kirche.

Meine Großmutter flüchtete mit 3 kleinen Kindern aus Schlesien vor den Russen und seit dieser Zeit brach sie mit der Kirche und mit Gott, dadurch hat sie ihre Kinder "gottlos" großgezogen und auch ich profitierte davon.

Ich bin eher durch StarTrek geprägt, als durch die jüdisch/christliche Tradition.


Telamon hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#115

RE: Kirche in der DDR

in Leben in der DDR 15.11.2014 21:18
von Grenzerhans | 274 Beiträge

Ich möchte Akku GK 1 für seinen Beitrag #114 mein Mitgefühl aussprechen.In seinen Zeilen liegt soviel Dramatik, die nur erfassen kann, der selbst
solche Ereignisse durchgemacht hat.
Ich habe meine Familiengeschichte dargelegt, als der Begriff "Heimat" in diesem Forum zur Diskussion stand.
Meiner Mutter brauchte auch keiner was vom lieben Gott erzählen und das war so bis zu ihrem Tod. Sie hatte nie die Strapazen, durchlebten
Ereignisse und die ständige Angst überwunden. Und das mit drei kleinen Kindern, 4 Jahre lang.
Randbemerkung für Olaf. Ich bin aber nicht durch Star Treck beeinflußt worden.


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#116

RE: Kirche in der DDR

in Leben in der DDR 15.11.2014 22:52
von Gelöschtes Mitglied
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Danke für die Worte, die ich nur zurück geben kann. Wer so etwas zulassen kann ist kein Gott sagte meine Großmutter.
Eins meiner Hobbys ist Astronomie und wer erstmal Galaxien durchs Teleskop gesehen hat, der glaubt weder an einen Gott, noch an Astrologie.


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#117

RE: Kirche in der DDR

in Leben in der DDR 15.11.2014 23:01
von Grenzerhans | 274 Beiträge

In meinem Beitrag #14 erwähnte ich mein Gespräch mit einem MfS - Major, der einschätz, dass die Kirche der größte Geheimdienst ist.
Das geheime Wissen beruht nur (?) auf dem Beichtgeheimnis. In der Beichte legen die Gläubigen ihre Kenntnisse von einem Sachverhalt
gegenüber der Kirche offen, die sie dem Pfarrer offenbaren. Was wird aus dieser Information?
Es ist bekannt, dass der Vatikan die größte Bibliothek in der Geschichte der Menschheit hat. Weshalb sind denn ganze Regale, Zimmer in dem
Bücher von Jahrhunderten aufbewahrt werden für den normalen sterblichen gesperrt? Es gibt in dieser Bibliothek Bücher, die für ständig
der Öffentlichkeit vorenthalten werden.
Dazu passt die Frage, oder Feststellung von Regina in ihrem Beitrag # 82. Aus welchem Grund hat die Kirche einen Kurierdienst.? Dieser
Kurierdienst dient nur dem " normalen" Postverkehr der Kirche?. Wer das glaubt, der nimmt auch einen Witz als Tatsache

Der ungläubige Grenzerhans .


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#118

RE: Kirche in der DDR

in Leben in der DDR 16.11.2014 02:44
von der glatte | 1.356 Beiträge

Zitat von Grenzerhans im Beitrag #117
In meinem Beitrag #14 erwähnte ich mein Gespräch mit einem MfS - Major, der einschätz, dass die Kirche der größte Geheimdienst ist.
Das geheime Wissen beruht nur (?) auf dem Beichtgeheimnis. In der Beichte legen die Gläubigen ihre Kenntnisse von einem Sachverhalt
gegenüber der Kirche offen, die sie dem Pfarrer offenbaren. Was wird aus dieser Information?
Es ist bekannt, dass der Vatikan die größte Bibliothek in der Geschichte der Menschheit hat. Weshalb sind denn ganze Regale, Zimmer in dem
Bücher von Jahrhunderten aufbewahrt werden für den normalen sterblichen gesperrt? Es gibt in dieser Bibliothek Bücher, die für ständig
der Öffentlichkeit vorenthalten werden.

Dazu passt die Frage, oder Feststellung von Regina in ihrem Beitrag # 82. Aus welchem Grund hat die Kirche einen Kurierdienst.? Dieser
Kurierdienst dient nur dem " normalen" Postverkehr der Kirche?.
Wer das glaubt, der nimmt auch einen Witz als Tatsache

Der ungläubige Grenzerhans .





lila Sind wir das nicht alle???

grün Wenn Du über diese Frage nachdenkst, wirst Du bestimmt auch eine Antwort finden. Ist übrigens eine sehr einseitig gestellte Frage, meinst Du nicht auch? Schaust Du selbst nicht nach links oder nach rechts?

orange Wenn Du das unbedingt wissen willst, dann würde ich da einfach einmal Nachfragen.

schwarz Ja Grenzerhans, so ist das mit dem Glauben, für den Einen die Warheit, für den Anderen ein Witz. Daran werden wir beide wohl nichts ändern können. Ach noch etwas, einen Glauben (Kirche) mit einem Witz zu vergleichen kränkt mich schon.

Ich habe hier immer versucht ein sachliches Gespräch zu führen und auf Fragen zu antworten die Du gestellt hast. Hier muss aber nichts ins lächerliche abgleiten.

Gruß Reiner


ACRITER ET FIDELITER


94 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#119

RE: Kirche in der DDR

in Leben in der DDR 16.11.2014 10:49
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Grenzerhans im Beitrag #117
In meinem Beitrag #14 erwähnte ich mein Gespräch mit einem MfS - Major, der einschätz, dass die Kirche der größte Geheimdienst ist.
Das geheime Wissen beruht nur (?) auf dem Beichtgeheimnis. In der Beichte legen die Gläubigen ihre Kenntnisse von einem Sachverhalt
gegenüber der Kirche offen, die sie dem Pfarrer offenbaren. Was wird aus dieser Information?


Na ja - der katholischen Kirche (denn nur dort gibt es die Ohrenbeichte) quasi Stasi-Methoden zu unterstellen, führt für mich dann aber doch eindeutig zu weit. Oder nimmst Du ernsthaft an, dass sich der Pfarrer während der Beichte eifrig Notizen macht, um danach in der Sakristei einen Bericht für den Bischof in die Tasten zu hämmern? Und dass es wirklich gelingt, eine solche Praxis über fast 800 Jahre unter der Decke zu halten? Bei den (im Laufe der Zeit) so vielen Priestern, die der Kirche den Rücken gekehrt haben und als "Bürgerliche" weitergelebt haben?

Dunkle Machenschaften kann man überall unterstellen, wo nicht alles glasklar und transparent ist. Das gilt für Parteien, für Behörden, für Firmen und für Organisationen - und letztendlich für jeden von uns. Das Beichtgeheimnis ist seit 1215 eine der tragenden Säulen des katholischen Glaubens und Wikipedia schreibt dazu:

Das Beichtgeheimnis ist im kanonischen Recht (1983) unbedingt behauptet („Das Beichtgeheimnis ist unverletzlich“, can. 983 §1 CIC) und die direkte Verletzung desselben wird mit Exkommunikation bestraft (can. 1388 CIC). Es wurde aber auch schon zuvor in der Kirche anerkannt und gilt somit rechtsgeschichtlich als eine der ältesten Datenschutzvorschriften. Es bindet den Beichtvater und „falls beteiligt, den Dolmetscher und alle anderen …, die auf irgendeine Weise aus der Beichte zur Kenntnis von Sünden gelangt sind“ (can. 983 §2 CIC). Dabei ist es unerheblich, ob bei der Beichte auch die Absolution erteilt wird.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Beichtgeheimnis

Aber wenn Du der Meinung eines MfS-Majors mehr glauben willst (die ja nun mal für ein Höchstmaß an Objektivität und Glaubwürdigkeit bekannt sind), dann ist das Deine Sache.


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#120

RE: Kirche in der DDR

in Leben in der DDR 16.11.2014 13:31
von Gelöschtes Mitglied
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@dandelion

du weißt aber schon was die katholische Kirche so alles verbrochen hat in ihrer Geschichte? Völkermord, biologische Kriegsführung, politische Morde, Morde aus Habgier und Verschleierung von kirchlichen Verbrechen, sexuelle Straftaten jeglicher Couleur - und da kommst du mit der Unverbrüchlichkeit des Beichtgeheimnisses? Klar haben die das gebrochen, jedes mal wenn es ihren Interessen gedient hat.

Die wussten auch wo Columbus hinfahren wollte und das die Erde mitnichten eine Scheibe war. Aber ein dummgehaltenes Fußvolk lässt sich eben einfacher "lenken"


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