#61

RE: Kirche in der DDR

in Leben in der DDR 12.11.2014 19:57
von eisenringtheo | 9.182 Beiträge

Zitat von Harzwanderer im Beitrag #59
Mal was anderes zum Thema Glauben:

Zitat
- keine automatische Eintreibung von kirchensteuer bei Arbeitslosen (wsird automatisch auch bei Konfessionslosen gemacht)


Wieso sollte Kirchensteuer von Konfessionslosen eingetrieben werden? Das gibt man doch an, ob man in einer Religion ist? Beim Arbeitgeber oder beim Amt. Nur dann zahlt man. Wer nicht glaubt, der zahlt auch nichts. Kirche ja nicht wie bei der GEZ.



Bei der Berechnung der Höhe des Arbeitslosengeldes wird auch bei Konfessionslosen die Kirchensteuer einbezogen. Zumindest in Berlin im Jahre 2010 war das. Der Arbeitslose erhält entsprechend weniger Geld, die Kirchen allerdings nichts.
http://www.sueddeutsche.de/karriere/grun...r-alle-1.504557
Theo


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#62

RE: Kirche in der DDR

in Leben in der DDR 12.11.2014 20:05
von Harzwanderer | 2.933 Beiträge

Darf der Staat "Kirchensteuer" einfach mal auf Verdacht erheben und dann einbehalten? Wenn das der Papst rauskriegt. Bin kein Jurist, aber die Rechtsgrundlage dafür würde mich mal interessieren.


zuletzt bearbeitet 12.11.2014 20:05 | nach oben springen

#63

RE: Kirche in der DDR

in Leben in der DDR 12.11.2014 20:10
von FRITZE (gelöscht)
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Vlt. findest Du hier was !



http://de.wikipedia.org/wiki/Kirchensteuer_(Deutschland

Sorry LInk funzt nich ,weil Wikipedia auf Spendenkralle ist !


zuletzt bearbeitet 12.11.2014 20:13 | nach oben springen

#64

RE: Kirche in der DDR

in Leben in der DDR 12.11.2014 20:13
von damals wars | 12.204 Beiträge

Da der Staat Recht setzt, und die Vertreter der Kirchen in den höchsten Gremien vertreten sind, dürfen sie auch Kirchensteuer von Ungläubigen eintreiben, alles rechtens


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
zuletzt bearbeitet 12.11.2014 20:13 | nach oben springen

#65

RE: Kirche in der DDR

in Leben in der DDR 12.11.2014 20:18
von Harzwanderer | 2.933 Beiträge

Die Kirche kriegt ja angeblich gerade nichts ab, von dem eingezogenen Kirchensteueranteil der Arbeitslosen.


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#66

RE: Kirche in der DDR

in Leben in der DDR 12.11.2014 20:29
von Gelöschtes Mitglied
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Zur aufgeworfenen Frage des Eröffners @Telamon möchte ich eigene durchlebte Erfahrungen schildern.
In den Tiefen dieses Forums kann man meiner Vita entnehmen, dass ich als 7-Jähriger durch die zweite Heirat meiner verwitweten Mutter als Mitglied in die Neuapostolische Kirche aufgenommen wurde.
Wir nahmen als Familie sonntags zweimal und mittwochs einmal am Gottesdienst teil...
Ich kürze es ab, natürlich hatten wir offensichtlich bei den Behörden angeeckt, nach der 11. Klasse musste mein Zeugnis, es war das entscheidende Bewerbungszeugnis zum Studium, wegen einer Bemerkung, nach einer Eingabe und Aussprache mit dem damaligen Staatssekretär für Kirchenfragen, Klaus Gysi (ja es war dessen Vater) geändert werden.
Der SED-Staat hasste die Kirche, insbesondere in den früheren Jahren der DDR.
Auch wenn man nicht einer Kirche angehört bzw. eine atheistische Weltanschauung hat, sollte man, und das ist meine Lebenserfahrung, gläubige Menschen und ihren Glauben achten, denn, sie sind nicht einfältiger, als man selbst, aber sie haben eine Zuflucht und die Hoffnung.

Und was jeder für sich mit dem lieben Gott abgemacht hat, bleibt unter allen Umständen eine ganz persönliche Sache!

VG Klaus


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#67

RE: Kirche in der DDR

in Leben in der DDR 12.11.2014 20:43
von Gelöschtes Mitglied
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Meines Wissens wird die von Arbeitslosen einbehaltene Kirchensteuer auch weitergeleitet. Da ein konfesionsloser Arbeitsloser in keiner Kirche ist, wird der "Topf" nach dem Durchschnitt der verschiedenen Konfessionen aufgeteilt. Als Begründung gab man den Aufwand bei dem berechnen bzw. raus rechnen der Kirchensteuer an.
Egal wie hoch der Aufwand, es ist und bleibt eine Schweinerei.


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#68

RE: Kirche in der DDR

in Leben in der DDR 12.11.2014 22:00
von eisenringtheo | 9.182 Beiträge

Nein, Arbeitslose zahlen keine Kirchensteuer. Diese wird seit 2005 bei der Berechnung des Arbeitslosengeldes nicht mehr individuell berücksichtigt, sondern wird bei allen für die Berechnung des Netto Arbeitsentgeltes abgezogen.
http://www.steuer-forum-kirche.de/faq-arblos.htm
Theo


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#69

RE: Kirche in der DDR

in Leben in der DDR 12.11.2014 22:01
von Telamon | 129 Beiträge

Wie hoch ist die Kirchensteuer? Müssen alle Christen Kirchensteuer zahlen?



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#70

RE: Kirche in der DDR

in Leben in der DDR 12.11.2014 22:26
von Gelöschtes Mitglied
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Hier müssen wir wohl zwischen Christen und Kirchenmitgliedern unterscheiden....
Christ kann man auch ohne Konfession sein (Austritt aus der Kirche). Die Kirche ist eine Instutition, der Glaube ist eine "innere" Geschichte.


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#71

RE: Kirche in der DDR

in Leben in der DDR 12.11.2014 22:39
von 80er | 572 Beiträge

Was hat dieses endlose Gelaber über Kirchensteuer mit dem Thema zu tun?


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#72

RE: Kirche in der DDR

in Leben in der DDR 12.11.2014 23:04
von eisenringtheo | 9.182 Beiträge

Ob Kirchensteuer staatlich eingezogen (z.B. als Lohnsteuerabzug) oder von den Kirchengemeinden direkt bei den Gläubigen erhoben werden muss (als Vereinsbeitrag) ist von entscheidender Bedeutung für die Finanzierung und deren Höhe. In der DDR wurde laut Wiki der Bezug der Kirchensteuer durch den Staat eingestellt, was natürlich zu viel weniger Einnahmen führte als in der Bundesrepublik Deutschland.
Die sozialistischen Staaten gingen ideologisch gegen die Kirchen vor; in der DDR führten die knappen Geldmittel allerdings dazu, dass sich der Westen sehr stark an der Finanzierung beteiligte und dadurch auch starken Einfluss in ideologischer Hinsicht gewann. Es ist wohl kein Zufall, dass viele oppositionelle Strömungen von kirchlichen Gruppen ausgingen.
Theo


zuletzt bearbeitet 12.11.2014 23:05 | nach oben springen

#73

RE: Kirche in der DDR

in Leben in der DDR 12.11.2014 23:54
von Barbara (gelöscht)
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[...]Kirche und Opposition

Vielen jugendlichen Oppositionellen ist die Kirche zu angepasst

Der Spagat zwischen oppositioneller Arbeit und Systemtreue bleibt ein fortdauerndes Problem der Kirchen in der DDR. Die Kirchenleitung, grundsätzlich nicht gegen freiheitliche Bewegungen eingestellt, ist jedoch an einem entspannten Verhältnis zum Staat interessiert. Offene Konflikte, die aus der Arbeit der Oppositionellen im kirchlichen Raum resultieren, versucht die Leitung zu vermeiden. In Einzelfällen werden kirchliche Mitarbeiter gemaßregelt, etwa durch Versetzung. Diese Anpassung an den Staat ist vor allem den jugendlichen Oppositionellen ein Dorn im Auge. Denn deren Aktionen sind gerade auf Provokation und aktiven Widerstand angelegt.

In der vor allem unter jungen Menschen beliebten Offenen Arbeit konzentriert sich das Engagement für jugendliche Außenseiter, die vom Staat als „asozial“ abgestempelt werden. Freidenkende Pfarrer und andere kirchliche Mitarbeiter bilden das Rückgrat der kirchlichen Oppositionsarbeit. Aus diesen Kreisen entsteht vor dem Evangelischen Kirchentag 1987 in Ost-Berlin die Kirche von Unten (KvU). Sie stellt sich bewusst gegen das offizielle Staatsverständnis der Amtskirche.[...]


http://www.jugendopposition.de/index.php?id=87


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#74

RE: Kirche in der DDR

in Leben in der DDR 13.11.2014 00:14
von 80er | 572 Beiträge

Der Atheismus der DDR Ideologen führte dazu, dass sich die Kirchen in der DDR selbst finanzieren mussten. Von Zuwendungen aus dem Westen Deutschlands profitierte vor allem die katholische Kirche. Dies hatte u.a. auch die nahezu vollständige Unabhängigkeit vom Staat zur Folge. Die katholische Kirche mischte sich nicht in die Politik ein, es sei denn, es handelte sich um ureigene innerkirchliche Belange, wenn sie diese als bedroht ansah.

Das erklärt auch, weshalb - im übertragenen Sinne - die katholischen Kirchen während der Zeit der Bürgerbewegung eben nicht "offen" waren. Nach aussen gab sich die katholische Kirche unpolitisch, was ich im Nachhinein noch kritisiere!. Nicht zuletzt deshalb war es andererseits dem MfS kaum möglich, bei den offiziellen Kirchenvertretern Spitzel zu etablieren.
Innerhalb des geschützten kirchlichen Rahmens konnte man die "grosse Lippe" über staatliche Missstände riskieren, oder Sympathisanten zum "Weltverbessern" finden, hätte aber nie die Unterstützung der Offiziellen gefunden. Auch war kaum jemand zu finden, der auch nur ein "Zündschnürchen" an die staatliche Ordnung gelegt hätte.

Ganz anders in der evangelischen Kirche. Durchsetzt zwar mit Spitzeln, weil schon immer auch politisch und weltoffener, war das Überleben der ev. Kirche in der DDR weitaus mehr gefährdet.
Gerade auf dem Land fehlten häufig Geistliche, wodurch viele "Schäfchen" aus der Herde des Herrn - zur Freude der Partei - ganz automatisch verloren gingen.

Die ursprünglich (einzige) evangelische Kirche meines Heimatdorfes entging der Verwüstung wie der im Nachbardorf nur deshalb, weil für die 5 katholischen Familien, die sich aus Vertriebenen rekrutierten, sonntags extra ein Pfarrer aus der Stadt kam, um die hl. Messe zu zelebrieren.
Eine Hand voll Evangelen feierte nur noch die "Christmette" in ihrer Kirche.

Das "weltliche" Engagement der ev. Kirche im Gegensatz zur katholischen, wurde mir erstmals bewusst, als die "Junge Gemeinde" mit den Stickern "Schwerter zu Pflugscharen" Ende der 70 er Jahre einen Gegenpol zur Nachrüstungsdoktrin setzte. Ich fand dies sehr mutig, war es doch m.W. der erste Versuch, gegen die offizielle Lehre der Partei zum Thema Nachrüstung öffentlich zu opponieren.

Was folgte ist bekannt; Umweltbibliothek, Friedensgruppen, Montagsgebete - alles geschützt und gefördert durch die ev. Kirche. Plötzlich wurde sie Heimat für Unzufriedene - mehrheitlich Nichtchristen. Die kath. Kirche hat sich in der Zeit des Aufbruchs nicht gerade mit Aktivismus hervorgetan.

Und nach der Wende? Oh, Wunder! Das rote Sachsen wählt mehrheitlich CDU. Wo kamen denn die ganzen "Christen" plötzlich her, so von jetzt auf gleich?


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zuletzt bearbeitet 13.11.2014 00:17 | nach oben springen

#75

RE: Kirche in der DDR

in Leben in der DDR 13.11.2014 01:30
von der glatte | 1.356 Beiträge

Wenn ich hier so lese wie man sich verbal über die Kirche im Allgemeinen lustig macht, kann ich nicht so einfach meine Finger von den Tasten lassen. Kirche ist für mich auch Glaube. Der Glaube, egal an was, ist nicht böse oder schlecht!

Warum wird bei einigen das was man nicht will oder persönlich ablehnt, ins Lächerliche gezogen?

Jeder kann doch Glauben an was er will, deshalb muss ich mich nicht noch über den Glauben der Anderen lustig machen. Das alles gab es doch früher schon einmal! Und, alles schon vergessen?

Die Kirche in der DDR, egal welche, muss sich nicht im geringsten für etwas schämen. Wer betreute wohl die Bahnhofsmissionen in der DDR? Wer war in der Alten- und Behindertenbetreuung täglich engagiert? Kostenlos, auch für Menschen, welche die Kirche ins lächerliche ziehen wollten und wollen!

Reiner


ACRITER ET FIDELITER


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#76

RE: Kirche in der DDR

in Leben in der DDR 13.11.2014 01:38
von der glatte | 1.356 Beiträge

Zitat von 80er im Beitrag #74
Der Atheismus der DDR Ideologen führte dazu, dass sich die Kirchen in der DDR selbst finanzieren mussten. Von Zuwendungen aus dem Westen Deutschlands profitierte vor allem die katholische Kirche. Dies hatte u.a. auch die nahezu vollständige Unabhängigkeit vom Staat zur Folge. Die katholische Kirche mischte sich nicht in die Politik ein, es sei denn, es handelte sich um ureigene innerkirchliche Belange, wenn sie diese als bedroht ansah.

Das erklärt auch, weshalb - im übertragenen Sinne - die katholischen Kirchen während der Zeit der Bürgerbewegung eben nicht "offen" waren. Nach aussen gab sich die katholische Kirche unpolitisch, was ich im Nachhinein noch kritisiere!. Nicht zuletzt deshalb war es andererseits dem MfS kaum möglich, bei den offiziellen Kirchenvertretern Spitzel zu etablieren.
Innerhalb des geschützten kirchlichen Rahmens konnte man die "grosse Lippe" über staatliche Missstände riskieren, oder Sympathisanten zum "Weltverbessern" finden, hätte aber nie die Unterstützung der Offiziellen gefunden. Auch war kaum jemand zu finden, der auch nur ein "Zündschnürchen" an die staatliche Ordnung gelegt hätte.

Ganz anders in der evangelischen Kirche. Durchsetzt zwar mit Spitzeln, weil schon immer auch politisch und weltoffener, war das Überleben der ev. Kirche in der DDR weitaus mehr gefährdet.
Gerade auf dem Land fehlten häufig Geistliche, wodurch viele "Schäfchen" aus der Herde des Herrn - zur Freude der Partei - ganz automatisch verloren gingen.

Die ursprünglich (einzige) evangelische Kirche meines Heimatdorfes entging der Verwüstung wie der im Nachbardorf nur deshalb, weil für die 5 katholischen Familien, die sich aus Vertriebenen rekrutierten, sonntags extra ein Pfarrer aus der Stadt kam, um die hl. Messe zu zelebrieren.
Eine Hand voll Evangelen feierte nur noch die "Christmette" in ihrer Kirche.

Das "weltliche" Engagement der ev. Kirche im Gegensatz zur katholischen, wurde mir erstmals bewusst, als die "Junge Gemeinde" mit den Stickern "Schwerter zu Pflugscharen" Ende der 70 er Jahre einen Gegenpol zur Nachrüstungsdoktrin setzte. Ich fand dies sehr mutig, war es doch m.W. der erste Versuch, gegen die offizielle Lehre der Partei zum Thema Nachrüstung öffentlich zu opponieren.

Was folgte ist bekannt; Umweltbibliothek, Friedensgruppen, Montagsgebete - alles geschützt und gefördert durch die ev. Kirche. Plötzlich wurde sie Heimat für Unzufriedene - mehrheitlich Nichtchristen. Die kath. Kirche hat sich in der Zeit des Aufbruchs nicht gerade mit Aktivismus hervorgetan.

Und nach der Wende? Oh, Wunder! Das rote Sachsen wählt mehrheitlich CDU. Wo kamen denn die ganzen "Christen" plötzlich her, so von jetzt auf gleich?



Deine Meinung sei Dir gegönnt, doch kann da vieles nicht so richtig sein.

Reiner


ACRITER ET FIDELITER


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#77

RE: Kirche in der DDR

in Leben in der DDR 13.11.2014 03:13
von damals wars | 12.204 Beiträge

Die Ausbildung und Bezahlung der Pfarrer regelte meines Wissens der Staat.
diverse Geschenke aus dem Westen wie Kassettenrecorder u. ä. Erleichterten das Leben, da in der DDR sauteuer.
wiederholte Treffen von Erich mit den Kirchenfürsten erleichterten denen ihre kirchliche Arbeit.
meine kirchliche Bildung erfolgte mit dem Spruch meiner Oma, die Katholiken sind falsch!
Drei Ave Maria, und alles ist vergeben!
Einen Zeugen Jehovas traf ich auf Arbeit. Nach der Schicht erzählte er mir, das er das Gespräch mit mir in seiner Gruppe zum Thema
Machen wird. Und die regen sich dann über die Stasi auf, dachte ich dann...


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#78

RE: Kirche in der DDR

in Leben in der DDR 13.11.2014 08:01
von Telamon | 129 Beiträge

Ich freue mich das in diesem Forum so offen und ehrlich darüber gesprochen wird.
Als ich 1988 in den Westen kam, wollte keiner mit mir darüber sprechen, für mich war das Thema ja völlig neu. Das Thema ist für viele Tabu im Westen, es wird in die Kirche gegangen und es gab keine Antwort warum?
Ich bitte es nicht als Reizthema zu sehen, Christen gegen Nichtchristen oder Osten gegen Westen. Es geht mir um eine sachliche Aufklärung.
Ich habe bis jetzt viel dazu gelernt und für mich zeigen sich auch Vergleiche zwischen dem Glauben an ein höheres Wesen und an eine Gesellschaftsordnung, beeinflusst durch Elternhaus, Schule und Umwelt.



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#79

RE: Kirche in der DDR

in Leben in der DDR 13.11.2014 10:36
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von 80er im Beitrag #71
Was hat dieses endlose Gelaber über Kirchensteuer mit dem Thema zu tun?


@80er , erst lesen, dann denken, dann antworten....

"Kirche in der DDR", das hat was mit dem Zusammenhang "Kirche und Staat" zu tun, der Steuereinzug für eine Kirche durch den Staat offenbart einen Zusammenhang, soweit klar?

Nun ging es darum die Unterschiede in dieser Verbandelung Kirche DDR und Kirche BRD aufzuzeigen, damit dürfte der Zusammenhang zum Thema dargestellt sein.


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#80

RE: Kirche in der DDR

in Leben in der DDR 13.11.2014 11:02
von damals wars | 12.204 Beiträge

Zitat von 80er im Beitrag #74
.
Gerade auf dem Land fehlten häufig Geistliche, wodurch viele "Schäfchen" aus der Herde des Herrn - zur Freude der Partei - ganz automatisch verloren gingen.

Die ursprünglich (einzige) evangelische Kirche meines Heimatdorfes entging der Verwüstung wie der im Nachbardorf nur deshalb, weil für die 5 katholischen Familien, die sich aus Vertriebenen rekrutierten, sonntags extra ein Pfarrer aus der Stadt kam, um die hl. Messe zu zelebrieren.
Eine Hand voll Evangelen feierte nur noch die "Christmette" in ihrer Kirche.

Das "weltliche" Engagement der ev. Kirche im Gegensatz zur katholischen, wurde mir erstmals bewusst, als die "Junge Gemeinde" mit den Stickern "Schwerter zu Pflugscharen" Ende der 70 er Jahre einen Gegenpol zur Nachrüstungsdoktrin setzte. Ich fand dies sehr mutig, war es doch m.W. der erste Versuch, gegen die offizielle Lehre der Partei zum Thema Nachrüstung öffentlich zu opponieren.



Die Pfarrer betreuen heute viel mehr Gemeinden als zu DDR Zeiten. Das sind heute mal locker 5 oder 6.

Und die Nachrüstung war eine Doktrin des Westens Dagegen richtete sich "Schwerter zu Pflugscharen" gerade nicht.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
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