#1

Ausbildungssystem in der DDR

in Leben in der DDR 18.08.2009 18:48
von Lauri* (gelöscht)
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Hallo ihr,

ich muss für eine Vorstellung in der Schule zum 20 jährigen Mauerfall ein Thema bearbeiten um es hinterher ausstellen, in diesem Thema geht es um:

Ausbildungsberufe und Ausbildungssysteme in West und Ost vor der Wende und Veränderungen nach der Wende

Ich freue mich über zahlreiche Informationen und Erfahrungsberichte von euch.

Liebe Grüße


zuletzt bearbeitet 19.08.2009 12:42 | nach oben springen

#2

RE: Ausbildungssystem

in Leben in der DDR 18.08.2009 21:28
von muts | 89 Beiträge

Hallo Laura,
schön,daß Du hier her gefunden hast. Herzlich Willkommen !
Allerdings weiß ich nicht, ob man Dir hier in der Ausführlichkeit helfen kann, gerade was Veränderungen nach der Wende betrifft.

Ich will mal eine Antwort versuchen.

Ausbildungsberufe haben sich schon immer verändert. Ich denke, das hat wenig mit der Wende zu tun, sondern einfach damit,daß sich auch ständig Anforderungen ändern. So wurde beispielsweise aus dem Schlosser ,in der DDR der Maschinen- und Anlagenmonteur. Heute würde man ihn als Mechatroniker bezeichnen.

Nach der Wende wurde die Qualifikation der DDR Facharbeiter gewürdigt, und das obwohl die Lehrzeit vor der Wende im Allgemeinen nur 2 Jahre betrug. In Ausnahmefällen bei verschiedenen Berufen auch 2 1/2.
Grund für die kürzere Lehrzeit mag gewesen sein, daß die DDR ständig Arbeitskräfte suchte. Ein anderer Grund war vielleicht auch, daß der Lehrling weniger seinem Ausbildungsbetrieb zur Verfügung stand. Mein Eindruck von heutiger Lehrausbildung ist, daß Auszubildende oft als billige Arbeitskräfte für noch billigere Aufgaben genutzt werden, ohne das dabei tatsächlich wichtige Grundfertigkeiten vermittelt werden.

Letztens freute sich unsere Auszubildende (Industriekauffrau,Ende 2.Lj.),daß Ihr mal gezeigt wurde wie man mit Word einen Serienbrief erstellt. AUA!

Während meiner Ausbildung (Ost) bestand das erste Lehrjahr in der Berufsausbildung ,aus theoretischer Ausbildung in einer Berufsschule und praktischer Ausbildung in einer Lehrwerkstatt. Dort wurden Grundfertigkeiten vermittelt, die mit der eigentlichen Tätigkeit im einstellenden Ausbildungsbetrieb nichts zu tun haben mußten und sich mitunter auch nur auf die Anfertigung von Musterstücken beschränkte, die nach Fertigstellung und Benotung in die Schrottkiste flogen.

Ein Ausbildungssystem der DDR was meiner Meinung nach völlig zu Unrecht auf der Müllhalde der Geschichte landete, war die Berufsausbildung mit Abitur.
Dabei wurde nach Abschluß der 10.Klasse innerhalb von 3 Jahren gleichzeitig eine Berufs- und eine Abiturausbildung gemacht.
Die Vorteile liegen auf der Hand:
Derjenige der studieren geht ,hat durch seine Berufsausbildung soviel Praxis, daß die Wahl der Studienrichtung weniger ein Schuß ins Blaue wird. Der Student mit dieser Ausbildung hat den Vorteil einer über die Schulbildung hinausgehenden Vorbildung. Und wenn das mit dem Studium nichts wird, man keine Lust hat oder den Anforderungen nicht gewachsen ist blieb immernoch der Facharbeiterbrief.

Gruß
Matthias


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#3

RE: Ausbildungssystem

in Leben in der DDR 18.08.2009 23:55
von Rainman2 | 5.762 Beiträge

Hallo Laura,

herzlich willkommen im Forum. Ich versuche mal mein Glück, auch wenn ich nur für die Zeit vor der Wende in Ost sprechen kann.

Die Lehrausbildung war im Allgemeinen zu DDR-Zeiten strikt gegliedert. Ich nehme als Beispiel meine Lehrausbildung als Fahrzeugschlosser - Spezialisierung Kfz.-Schlosser:

1. Teil: Anfang September 1977 - Ende Dezember 1977
im Wechsel je
- eine Woche theoretischer Unterricht und
- eine Woche praktische Grundlagenausbildung

Die praktische Grundlagenausbildung war die einer normalen Schlosserlehre, zu Deutsch: Wir haben erstmal nur Metallbearbeitung gelernt (Sägen, Feilen ohne Ende, Bohren).

2. Teil: Anfang Januar 1978 - Ende Dezember 1978
im Wechsel je
- eine Woche theoretischer Unterricht und
- eine Woche praktische Fachausbildung

Die praktische Fachausbildung bestand aus der Arbeit in einer Lehrwerkstatt - bei uns wurden LKW vom Typ W50 in allen Facetten instandgesetzt. Es war eine Beseitigung von "befundeten Fehlern". Ein Lehrfacharbeiter hatte also das Auto entgegengenommen, seine Mängel festgestellt und wir bekamen den konkreten Auftrag, die entsprechenden Teile zu wechseln oder instandzusetzen. Wir verstanden uns in dieser Zeit eher als "Teilewechsler". Eine eigene Fehlersuche wurde nur in sehr seltenen Fällen abverlangt.

3. Teil: Anfang Januar 1979 - Juni 1979
- Berufspraktikum in einer Werkstatt
- In dieser Zeit auch: Schreiben der Hausarbeit und Prüfungen

Das Berufspraktikum wurde in einer richtigen Werkstatt absolviert. Das war bei mir der Autohof Ost. Meine praktische Prüfung machte ich dann allerdings wieder in der Lehrwerkstatt am W50.

Die theoretischen Fächer waren u.a. (soweit mir noch erinnerlich):
- Motor (? genaue Bezeichnung fällt mir nicht mehr ein)
- Fahrwerk
- technisches Zeichnen
- Materialkunde (? genaue Bezeichnung fällt mir nicht mehr ein)
- Staatsbürgerkunde
und weiteres - ich habe leider meine konkreten Unterlagen nicht dabei.

Die Qualität der Ausbildung von der bereits Matthias (muts) schrieb, ergab aus der methodischen Stringenz (Schlüssigkeit) dieser Ausbildung.
- Grundlagenausbildung
- berufliche Heranbildung
- praktische Qualifizierung
- begleitet von einer beständigen theoretischen Ausbildung.

Nicht jedem hat die Theorie geschmeckt, aber die Grundlagen waren gelegt. Die Kräfte einer Berufsschule wurden konsequent gebündelt. Die Klassenlehrer (das gabs auch, wie an der normalen Schule) waren angehalten, mit den Lehrwerkstätten in Kontakt zu treten, um eventuelle theoretische und praktische Ausbildungsbelange abzustimmen. Das klappte zwar nur selten, aber wenn es klappte, war es sehr effizient.

Soviel aus meiner Erfahrung!
Viel Erfolg und melde Dich, wenn Du noch Fragen hast.

ciao Rainman


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


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#4

RE: Ausbildungssystem

in Leben in der DDR 19.08.2009 00:36
von Rostocker | 7.725 Beiträge

Hallo Laura!
Möchte mal zu meiner Person sagen.Und das auch vor der Wende,also zu DDR Zeit.Bin gelernter Schiffbauschlosser,hatte 2 Jahre Lehrzeit und die verlief so.
1.Lehrjahr: 1 Woche Berufsschule-1 Woche praktische Grundausbildung-dazu kamen 6 Wochen Ausbildung zum Brennschneiden,6 Wochen Ausbildung zum A-Schweißen und 12 Wochen Grundausbildung zu E-Schweißen.
2.Lehrjahr; 2 Tage in der Woche nur noch Berufsschule und 3 Tage in der Produktion arbeiten.Das lief so ab,man ging im letzten Lehrjahr,verschiedene produktions Bereiche im Schiffbau durch.So zu sagen verschiedene Bereiche,wie zum Beispiel Meistereien und Abteilungen.Dort hatte man einen Lehrfacharbeiter der den Lehrling mit sein Fachwissen an die spätere Produktion heran führte.Mal so gesagt man arbeitete schon voll mit und eignete sich gewisses Wissen an.Und dann kam dann die Facharbeiterprüfung die man ablegen mußte.
Später nach meiner Armeezeit,ermöglichte mir der Betrieb mich weiter zu Bilden.Als E und MAG-Schweißer,was ich auch tat.Grund war,weil der Betrieb es versäumte bestimmte Berufzweige auszubilden.
Ich möchte auch mal anführen,das die Ausbildung zum Facharbeiter egal auf welchen Gebiet in der DDR nicht schlecht war.Also man konnte Weltstabsmäßig mithalten.
Gruß Rostocker


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#5

RE: Ausbildungssystem

in Leben in der DDR 19.08.2009 00:52
von CaptnDelta (gelöscht)
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Zitat von Rainman2
Ich versuche mal mein Glück, auch wenn ich nur für die Zeit vor der Wende in Ost sprechen kann.
Die Lehrausbildung war im Allgemeinen zu DDR-Zeiten strikt gegliedert. Ich nehme als Beispiel meine Lehrausbildung als Fahrzeugschlosser - Spezialisierung Kfz.-Schlosser


Hi Laura,
hier mal der direkte Vergleich zu Rainmans Geschichte von der "Westseite" aus, allerdings ungefaehr 5 Jahre spaeter:
Angefangen hab' ich meine Lehre im Osten, beim 'Reichbahnausbesserungswerk' in Chemnitz (ich wollte eigentlich Kfz-Mechaniker in der DDR werden, war aber nich, also fing ich als 'Instandhaltungsmechaniker' an). Die ersten 3 Monate dort waren ziemlich das gleiche wie Rainman schon erzaehlte - Schmieden, vieeeeeel Feilen (z.B. einen Schluessel aus einem Stueck), Schweissen, etc.... An was ich mich auch noch erinnern kann ist das doch einige Zeit mit vormilitaerischer Ausbildung (Marschieren, Schiessen, etc.) und auch mit FDJ Arbeit 'draufging. Berufschule hatten wir 2 mal pro Woche, die theoretische Ausbildung (Metallurgie, tech. Zeichnen, technische Mathematik) war meiner Meinung nach sehr gut.

Nach 4 Monaten dann unsere Ausreise nach Westdeutschland. Ich wurde in einer Autowerkstatt in Niederbayern (soll jetzt der groesste Gebrauchtwagenhanel Bayerns sein) als Lehrling eigestellt, meine schon geleistete Lehrzeit beim RAW Chemnitz rechnete man mir an.

Im ersten Lehrjahr war man da 'der Stift', also was man als Grenzer wohl 'Glatter' nennt :). Zwei Tage pro Woche Berufsschule (ausser in den Ferien), welches sowohl theoretische als auch praktische Ausbildung umfasste. Theoretische Faecher waren grundlegende Sachen wie Zahnradberechnungen, theoretischer Motorenbau, Fahrzeugbau-Grundlagen. Praktische Faecher waren wiederum Metallbearbeitung (Feilen....), aber auch Plastik- und Lederverarbeitung. Im Betrieb war man einem festen Gesellen zugeteilt, mit welchem man die anstehenden "Faelle" loeste. Dies konnte manchmal durchaus eintoenig sein (i.e. Winterreifen im Herbst, Sommerreifen im Fruehjahr, Service vor der Urlaubssaison,...). Dazwischen immer mal wieder alle Gebrauchtwagen waschen....

Im zweiten Lehrjahr dann nur noch ein Tag Berufschule pro Woche, die theoretischen Faecher wurden spezieller (Motorenbau, Getriebebau, Aufhaengung, etc), die praktische Ausbildung wurde an speziellen Motoren- oder Getriebestaenden durchgefuehrt, allerdings war unser Lehrer ziemlich locker, und so wurden zwischendurch auch mal schwierigere Probleme an unseren eigenen Autos geloest - nachdem wir nur ungefaehr 400,- pro Monat bekamen, waren unsere Kisten natuerlich nix neuwertiges, und immer von technischen Problemen geplagt. Zwischendurch waren auch noch spezielle Kurse an der IHK welche belegt werden mussten (Schweisskurs, Schmieden, Kunststoffbearbeitung)

Im Betrieb war zwischendurch war noch ein 3-monatiger Durchlauf in der Lackiererei, und ein 3 monatiger Durchlauf in der Spenglerei. Zu meiner Zeit war da Hochbetrieb, nachdem es in Muenchen ein ziemliches Unwetter mit Hagel gegeben hatte, welches alle draussen geparkten Autos mit dem 'Muenchner Design' versah. Ich hatte das 'Glueck' das ich als erster Lehrling meines Lehrjahres den Fuehrerschen hatte, von daher schickte man mich ab dann ziemlich oft zum Abschleppen, oder mobilen Pannendienst von Stammkunden (da hat man auch schon mal 'nen Braunen oder sogar 'nen Blauen als Trinkgeld gekriegt, von daher waren solche Sachen eher begehrt im 'Stiftskollegium')

Zur Gesellenpruefung wurde erst eine theoretische Pruefung abgehalten, dann musste ein 'Gesellenstueck' angefertigt werden (Schweissen, Feilen, Messen, Bohren, Loeten, usw.), dann war noch eine praktische Pruefung an Motoren-, Achs- und Getriebestaenden in welche gewisse 'Fehler' eingebaut waren, welche man loesen musste. Ausserdem wurden da auch noch die Funktion von einigen Einzelkomponenten abgefragt.

Irgendwie 'ne schoene Zeit, allerding hab' ich auch gemerkt das Automechaniker nix fuer mich war. Ich hab' dann auf der BOS das Abitur nachgeholt, und dann in Esslingen und Stuttgart studiert.

Servus,
-Th


zuletzt bearbeitet 19.08.2009 00:54 | nach oben springen

#6

RE: Ausbildungssystem

in Leben in der DDR 19.08.2009 12:40
von Lore (gelöscht)
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Hallo Laura,

in den 60iger Jahren hatte man in der DDR noch ein anderes Ausbildungsmodell eingeführt, was ich aus eigenem Erleben kenne, es nannte sich "Abitur mit Berufsausbildung".

Die Überlegung war, dass es keine Zulassung zu einem Hochschulstudium geben sollte, ohne Berufsausbildung in einem dem Studium förderlichen Berufszweig.

Beispiele: Hochschulstudium Architektur bedingte neben Abitur auch eine Facharbeiterausbildung in einem Bauberuf ("Betonfacharbeiter"), das Studium Veterinärmedizin hatte zur Voraussetzung Abitur und Facharbeiterbrief in der Landwirtschaft (in der Regel "Facharbeiter für Rinderzucht") usw.

Die Ausbildung lief dabei so ab – nach der 8. Klasse an der Polytechnischen Oberschule (POS) wechselte man bei entsprechender Leistung (Notendurchschnitt durfte nicht über 1,8 liegen) zur Erweiterten Oberschule = EOS (entspricht dem heutigen Gymnasium) und absolvierte dort die 9. – 12. Klasse, gleichzeitig unterschrieb man einen Ausbildungsvertrag in einem Lehrbetrieb.

Man hatte immer 3 Wochen Schule und dann 1 Woche Ausbildung im Lehrbetrieb, davon einen Tag Berufsschule.
Nach insgesamt 4 Jahren hatte man die schriftlichen und mündlichen Abiturprüfungen und die Prüfungen für den Facharbeiterbrief abzulegen und eine schriftliche Hausarbeit im Ausbildungsbetrieb anzufertigen.
Nur bei guten und sehr guten Leistungen bei Abitur und Facharbeiterzeugnis hatte man überhaupt eine Chance, in begehrten Studienfächern einen Studienplatz zu erhalten, vorausgesetzt man bestand dann auch noch die schriftliche und mündliche Aufnahmeprüfung an der Universität.

Dieses Schulmodell wurde aber nicht sehr lange beibehalten – die Lehrer an der EOS beschwerten sich über die unkontinuierliche schulische Ausbildung (eine Woche brauchten Schüler, um nach der praktischen Ausbildung im Lehrbetrieb wieder voll im Schulbetrieb zu sein und in der letzten der 3 Wochen waren sie mit den Gedanken schon wieder im Lehrbetrieb). Auch fanden sich nicht genügend Ausbildungsbetriebe und die es gab, waren mit den "Oberschülern", die neben ihren eigentlichen Lehrlingen zusätzlich auszubilden waren, auch nicht so richtig glücklich.

Ich fand diese Doppelausbildung eigentlich nicht als übermäßige Belastung, nach 3 Wochen Schulbetrieb eine Woche körperliche Arbeit an der frischen Luft (Landwirtschaft) mit Gleichaltrigen war auch manchmal ein erholsamer Ausgleich (wenn nicht gerade Rüben verziehen angesagt war).
Auch die Tatsache, dass man als junger Mensch im Alter von 15 – 19 Jahren das Arbeiten "lernt", kann ich im Rückblick nur positiv werten und auch, dass man bereits vor dem Studium aus der Praxis selbst erfahren hat, was man nach dem Studium zu erwarten hat.

Aber das ist wohl auch Ansichtssache ...

Viel Erfolg beim Zusammentragen der unterschiedlichen Ausbildungsmodelle und gutes Gelingen Deiner Arbeit!

Gruß Lore


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#7

RE: Ausbildungssystem in der DDR

in Leben in der DDR 19.08.2009 14:14
von Lauri* (gelöscht)
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wow, dass ich hier so viele Antworten erhalte, hätte ich nicht gedacht.

Erst mal vielen lieben Dank an euch, für so viele Informationen.
Ich muss das erst mal alles verarbeiten und zusammenstellen.

Aber wenn noch jemandem was einfällt, kann er das ja gerne dazutragen


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#8

RE: Ausbildungssystem in der DDR

in Leben in der DDR 19.08.2009 14:41
von GilbertWolzow | 3.633 Beiträge


ich hätte eher nur ein grundschema darstellen können
(für 80ér jahre)

schule
- 10 klassen (polytechnische oberschule)
- ab 4 klasse spezialschule ( z.b. russisch bzw. mathematik)
- ab 8 klasse bis zur 12 klasse = abitur (erweiterte oberschule)
- ab 8 klasse (kinder-und jugendsportschule, mit abschluss der 10 klasse)

nach der 10 klassigen schule
- lehre
- lehre mit abitur

nach der lehre
- fachschulstudium

nach dem abitur
- fach bzw. hochschulstudium

nach dem fachschulstudium
- hochschulstudium


d.h. für ein hochschulstudium war kein abitur voraussetzung, jedoch musste der abschluss einer fachschule nachgewiesen werden. es konnte jedoch auf der volkshochschule das abitur nachgeholt werden


* User in einem Forum wo ich mich von Vollpfosten als Verbrecher betiteln lassen muss *
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#9

RE: Ausbildungssystem in der DDR

in Leben in der DDR 19.08.2009 18:38
von Affi976 (gelöscht)
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@Lauri,
das Modell des "Abiturs mit Berufsausbildung" gibt es heute wieder. In Erfurt wurde ein Versuch gestartet, so um 1998/99, ob`s das Modell heute noch gibt, kann ich nicht sagen. Nur soviel, mein Sohn hat dort ein 1a Abi und eine tolle Berufausbildung hingelegt und sich dabei wie Lore sagt, auch nicht kaputt gemacht.
Wenn Dich mein Modell interessiert, ich bin Orchestermusiker:
Mit der 6. Klasse in eine Spezialschule für Musik, dort Abitur, neben dem Abitur schon ein Vorstudienjahr, dann ( entgegen der Norm ) 4 jähriges Studium an einer Hochschule für Musik, Engagement an einem Theaterorchester, gleich danach 1 1/2 Jahre Grundwehrdienst in einem Musikkorps.
Viele Grüße
Affi


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#10

RE: Ausbildungssystem in der DDR

in Leben in der DDR 19.08.2009 19:19
von Oss`n | 2.779 Beiträge

Hallo,
dazu möchte ich nur sagen, das die Ausbildung, egal ob in Schule oder im Beruf weitaus besser war als heute.
Das ist für mich eine von wenigen Sachen, wo sich die Stärke, die Presenz, die Einschüchterrung durch den Staat, oder wie man es auch immer nennen mag ausgezahlt hat.
Ordnung und Respekt waren allgegenwärtig.
Da von ist heute leider nichts mehr zu spüren.

Oss`n


Spucke nie in einen Brunnen - es könnte sein, du mußt mal daraus trinken !
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#11

RE: Ausbildungssystem in der DDR

in Leben in der DDR 19.08.2009 21:57
von manudave (gelöscht)
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Als ich 1989 in die Schule des kapitalistischen Auslandes kam (nach unserer Flucht über Prag) musste ich - außer bei Englisch - ein wenig müde grinsen.
Es war einfach langweilig - wir waren in der 5. Klasse in der DDR wesentlich weiter.


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#12

RE: Ausbildungssystem in der DDR

in Leben in der DDR 19.08.2009 22:00
von Augenzeuge (gelöscht)
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Zitat von Oss`n
Hallo,
dazu möchte ich nur sagen, das die Ausbildung, egal ob in Schule oder im Beruf weitaus besser war als heute.
Das ist für mich eine von wenigen Sachen, wo sich die Stärke, die Presenz, die Einschüchterrung durch den Staat, oder wie man es auch immer nennen mag ausgezahlt hat.
Ordnung und Respekt waren allgegenwärtig.
Da von ist heute leider nichts mehr zu spüren.
Oss`n


Stimmt!! Sehe ich ganz genauso, Oss'n.
Ist sicher ein deutsches Problem, die positiven Dinge einer Gesellschaft in die andere integrieren zu wollen bzw. zu können. Vorbehalte und Skepsis sind leider weit verbreitet.


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#13

RE: Ausbildungssystem in der DDR

in Leben in der DDR 30.08.2009 15:01
von Lauri* (gelöscht)
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Hallo ihr,

ich habe nochmal eine Frage:

Was war im Berufsleben der DDR anders als heute?
Was war besser und was war nicht so gut?

Danke :)


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#14

RE: Ausbildungssystem in der DDR

in Leben in der DDR 30.08.2009 19:53
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
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Hallo Laun, die du die Jugend verkörperst mit Interesse an der alten Zeit, ich grüße dich. Das find ich im übrigen gut, ist gut für den Horizont. Ich habe immer gelesen, alles was ich vor die Nase bekam, die DDR, mein Land war ein Leseland und nie gefragt. Du machst es anders herum, das ist genauso gut. Vor nicht allzu langer Zeit hatte hier im Forum einmal ein ehemaliger Schichtarbeiter der DDR so in etwa geschrieben: „ Ich wusste im Januar schon, was ich im August für eine Schicht habe“, also Früh-, Spät oder Nachtschicht. Mann nannte das „ Planwirtschaft“ und nicht „ Chaoswirtschaft“ wie heute Mein Vater war auch so einer, ein Schichtarbeiter und so konnte ganz genau geplant werden, wann wir in den Jahresurlaub, andere Kurzurlaube etc. mit der großen Luftmatratze XXL an die Ostsee fahren konnten, wo wir dann die „ Freiheit“ vor der Nase auf die Matratze…..Nein, Laun, wahr ein Scherz, ich hing zu sehr an meinem Land. Ich war ein Kind des Sozialismus.
Es war die Sicherheit, die den sozialistischen Berufsalltag ausmachte. Fuhr ich später erwachsen geworden Freitag Abend in den Garten, der Sowjetbürger nannte ihn Datscha, wir DDR Geborenen sagten die Datsche, nicht zu verwechseln mit dem „ alten Schrebergarten“, den das waren im Gegensatz zu den alten Gärten Neuanlagen mit bis zu 500 qm Größe, wusste ich an diesem Abend schon , wie sich der Montag , überhaupt die kommende Woche auf Arbeit gestaltet. In einem Baubetrieb! Das gab mir Ruhe, eine innere Ruhe, den diese ist wichtig führ das Leben, die Ehe, die Kinder, die Gesundheit des Menschen. Ich konnte feiern mit dem Nachbarn, mehr trinken als mir lieb war, meine junge Frau lieben, mit den Kindern spielen und nicht einen Gedanken verschwendete ich an den kommenden Montag, Der war so weit weg wie die Sonne vom Mond.
Logisch, das der Arbeitsalltag nicht ohne Ärger, Problemen , Sonstigen abging aber es herrschte diese gewisse Planung.
Und es wurde Klartext geredet, wenn es Probleme gab, nicht hintenrum so wie heute. Ich kann da Beispiele nennen, wenn sich jetzt einer über meine Aussage aufregt, höre ich doch den Jörg schon ......
Aber geh in die Geschichte, Laun, nimm die amerikanischen Dockarbeiter in den zwanziger Jahren, da standen einhundert Tagelöhner vor dem da Oben, der die Auswahl traf. Er sagte: „Dich nehme ich für heute, und dich , und dich, und dich und dabei zeigte er mit dem Finger auf vielleicht ein Dutzend, die da unten standen, zu seinen Füßen.“ Diesem Dutzend fiel ein Stein vom Herzen, aber nur für einen Tag, „ einen einzigen Tag von 365 Tagen.“
Der traurige Rest konnte sich trollen, vertrollen, hoffen auf morgen…..keine Arbeit, kein Tageslohn, kein Essen für die kleine Familie! Ist das die goldene Freiheit, Laun, von der so viele schwärmen? Nein, das ist Dreck, der letzte Dreck! Mann nimmt den großen Besen und kehrt ihn weg, gründlich weg. So wie Lenin, ich mag den Mann, diese Intelligenz und…..
Das, Laun, hatte der Sozialismus auf den Müllhaufen der Geschichte geworfen, mit großem Schwung, diese „ Existenzangst“ gründlich beseitigt. Zack, war sie weg. Ich schlief so ruhig wie in Abrahams Schoß, na, das mach ich auch heute wieder aber erst nach einer „ Kaltduschezeit“ von zehn Jahren im System des Kapital. Ich musste es erst biegen, das „ System“ mir zurechtbiegen, das es passte. Ich hoffe, das haben deine Eltern auch gemacht und du wirst es packen, lass dich da mal nicht irre machen, den das Kapital kocht auch bloß ganz einfach mit Wasser. Aber der Sozialismus, besser gemacht, ich sage dir Laun, der hatte so etwas….frag mal deine Oma, den Opa.
Frage mich jetzt nicht, warum der Sozialismus am Ende in die Knie ging und die „ Tagtägliche Unsicherheit“ so wie oben beschrieben die momentane Oberhand gewann, kannst ja mal Jörg ( Augenzeuge ) fragen, der beantwortet dir das gerne.
Solltest du meinen Text für deine Schule verwenden wollen, nur zu, ich wünsch dir Glück .

Gruß Rainer- Maria




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#15

RE: Ausbildungssystem in der DDR

in Leben in der DDR 30.08.2009 20:03
von Pitti53 | 8.789 Beiträge

Zitat von Rainer-Maria-Rohloff
Hallo Laun, die du die Jugend verkörperst mit Interesse an der alten Zeit, ich grüße dich. Das find ich im übrigen gut, ist gut für den Horizont. Ich habe immer gelesen, alles was ich vor die Nase bekam, die DDR, mein Land war ein Leseland und nie gefragt. Du machst es anders herum, das ist genauso gut. Vor nicht allzu langer Zeit hatte hier im Forum einmal ein ehemaliger Schichtarbeiter der DDR so in etwa geschrieben: „ Ich wusste im Januar schon, was ich im August für eine Schicht habe“, also Früh-, Spät oder Nachtschicht. Mann nannte das „ Planwirtschaft“ und nicht „ Chaoswirtschaft“ wie heute Mein Vater war auch so einer, ein Schichtarbeiter und so konnte ganz genau geplant werden, wann wir in den Jahresurlaub, andere Kurzurlaube etc. mit der großen Luftmatratze XXL an die Ostsee fahren konnten, wo wir dann die „ Freiheit“ vor der Nase auf die Matratze…..Nein, Laun, wahr ein Scherz, ich hing zu sehr an meinem Land. Ich war ein Kind des Sozialismus.
Es war die Sicherheit, die den sozialistischen Berufsalltag ausmachte. Fuhr ich später erwachsen geworden Freitag Abend in den Garten, der Sowjetbürger nannte ihn Datscha, wir DDR Geborenen sagten die Datsche, nicht zu verwechseln mit dem „ alten Schrebergarten“, den das waren im Gegensatz zu den alten Gärten Neuanlagen mit bis zu 500 qm Größe, wusste ich an diesem Abend schon , wie sich der Montag , überhaupt die kommende Woche auf Arbeit gestaltet. In einem Baubetrieb! Das gab mir Ruhe, eine innere Ruhe, den diese ist wichtig führ das Leben, die Ehe, die Kinder, die Gesundheit des Menschen. Ich konnte feiern mit dem Nachbarn, mehr trinken als mir lieb war, meine junge Frau lieben, mit den Kindern spielen und nicht einen Gedanken verschwendete ich an den kommenden Montag, Der war so weit weg wie die Sonne vom Mond.
Logisch, das der Arbeitsalltag nicht ohne Ärger, Problemen , Sonstigen abging aber es herrschte diese gewisse Planung.
Und es wurde Klartext geredet, wenn es Probleme gab, nicht hintenrum so wie heute. Ich kann da Beispiele nennen, wenn sich jetzt einer über meine Aussage aufregt, höre ich doch den Jörg schon ......
Aber geh in die Geschichte, Laun, nimm die amerikanischen Dockarbeiter in den zwanziger Jahren, da standen einhundert Tagelöhner vor dem da Oben, der die Auswahl traf. Er sagte: „Dich nehme ich für heute, und dich , und dich, und dich und dabei zeigte er mit dem Finger auf vielleicht ein Dutzend, die da unten standen, zu seinen Füßen.“ Diesem Dutzend fiel ein Stein vom Herzen, aber nur für einen Tag, „ einen einzigen Tag von 365 Tagen.“
Der traurige Rest konnte sich trollen, vertrollen, hoffen auf morgen…..keine Arbeit, kein Tageslohn, kein Essen für die kleine Familie! Ist das die goldene Freiheit, Laun, von der so viele schwärmen? Nein, das ist Dreck, der letzte Dreck! Mann nimmt den großen Besen und kehrt ihn weg, gründlich weg. So wie Lenin, ich mag den Mann, diese Intelligenz und…..
Das, Laun, hatte der Sozialismus auf den Müllhaufen der Geschichte geworfen, mit großem Schwung, diese „ Existenzangst“ gründlich beseitigt. Zack, war sie weg. Ich schlief so ruhig wie in Abrahams Schoß, na, das mach ich auch heute wieder aber erst nach einer „ Kaltduschezeit“ von zehn Jahren im System des Kapital. Ich musste es erst biegen, das „ System“ mir zurechtbiegen, das es passte. Ich hoffe, das haben deine Eltern auch gemacht und du wirst es packen, lass dich da mal nicht irre machen, den das Kapital kocht auch bloß ganz einfach mit Wasser. Aber der Sozialismus, besser gemacht, ich sage dir Laun, der hatte so etwas….frag mal deine Oma, den Opa.
Frage mich jetzt nicht, warum der Sozialismus am Ende in die Knie ging und die „ Tagtägliche Unsicherheit“ so wie oben beschrieben die momentane Oberhand gewann, kannst ja mal Jörg ( Augenzeuge ) fragen, der beantwortet dir das gerne.
Solltest du meinen Text für deine Schule verwenden wollen, nur zu, ich wünsch dir Glück .

Gruß Rainer- Maria


das kann ich genauso unterschreiben rainer-maria


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#16

RE: Ausbildungssystem in der DDR

in Leben in der DDR 30.08.2009 20:09
von Augenzeuge (gelöscht)
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Hallo Rainer,

ein guter realistischer Artikel! Ja, so lebten wirklich viele. Ich würdige deine Offenheit. Ok, bis auf diesen Satz, s.u., nein ich rege mich aber nicht auf, (du weißt das sehe ich etwas anders). Naja und die XXL-Luftmatratze....
Info für Laun: Die gesamte Ostseeküste der DDR war auch Grenzgebiet, Schlauchboote und Luftmatratzen verboten, eigentlich....

Zitat von Rainer-Maria-Rohloff

Und es wurde Klartext geredet, wenn es Probleme gab, nicht hintenrum so wie heute. Ich kann da Beispiele nennen, wenn sich jetzt einer über meine Aussage aufregt, höre ich doch den Jörg schon ......
Rainer- Maria



Gruß, Augenzeuge


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#17

RE: Ausbildungssystem in der DDR

in Leben in der DDR 30.08.2009 21:36
von Lauri* (gelöscht)
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Hallo =)

so viele Informationen auf einmal. Vielen Dank

Aber ein paar Fragen habe ich jedoch noch.

- Wie unterscheidet sich das Einkommen von heute und von der DDR? Wir war es mit Versicherungen geregelt (Rente, Krankenversicherung)?
- Konnten die Frauen auch arbeiten gehen?
- wie sah es mit Beförderungsmöglichkeiten aus (Weiterbildungen an Schulen?)

Mehr fällt mir grade nicht ein



zuletzt bearbeitet 30.08.2009 21:36 | nach oben springen

#18

RE: Ausbildungssystem in der DDR

in Leben in der DDR 30.08.2009 23:09
von Zermatt | 5.293 Beiträge

Ja,die Frauen konnten natürlich auch arbeiten,für die Kinder wurde schon gesorgt.



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#19

RE: Ausbildungssystem in der DDR

in Leben in der DDR 30.08.2009 23:47
von Rostocker | 7.725 Beiträge

Zitat von Lauri*
Hallo =)

so viele Informationen auf einmal. Vielen Dank

Aber ein paar Fragen habe ich jedoch noch.

- Wie unterscheidet sich das Einkommen von heute und von der DDR? Wir war es mit Versicherungen geregelt (Rente, Krankenversicherung)?
- Konnten die Frauen auch arbeiten gehen?
- wie sah es mit Beförderungsmöglichkeiten aus (Weiterbildungen an Schulen?)

Mehr fällt mir grade nicht ein


-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Möchte mal kurz auf deine 3 Fragen aus meiner Sicht kurz antworten.
Frage 1:Dazu möchte ich sagen es lag ein anderes Preisverhältnis vor.Die täglichen Dinge waren relativ Günstig-wie zum Beispiel:Lebensmittel,Mieten oder die Beförderung mit den öffentlichen Verkehrsmitteln.Anders herum,auf Fernseher,Anbauwand,u.s.w.was unter Konsum zu verstehen ist musste man doch etwas länger sparen.
Frage 2:Klar gab es auch eine Renten und Krankenversicherung.Man nannte das SV-Versicherung,jeder Bürger hatte so ein grünes Buch.Im Sprachgebrauch SV-Buch---dort wurde der Krankenstand eingetragen,also von wann bis wann man Krank geschrieben war.Hinzu kam noch.das dort auch der Jahresverdienst vermerkt war.
Frage 3:Natürlich konnten die Frauen arbeiten gehen.War ja auch kein Problem,man muss auch hinzufügen.Es war auch gut für die Haushaltskasse.Ich kannte Frauen oder mal so gesagt junge Mütter,die morgens um 6 Uhr ihre Kinder mit der Sportkarre oder Kinderwagen in die Kindergrippe fuhren oder Kindergarten brachten.Und dann ihren 8 Std Job nachgingen,nach den Job die Kinder wieder abholten und dann fing die Hausarbeit an,wie Kindererziehung,Essen machen,Wohnung sauber machen.u.s.w.
Frage 4:Es gab auch Weiterbildungsmöglichkeiten,das nannte sich Abendschulen wo man sich in seinen Beruf weiter qualifizieren konnte oder auch seinen Meister machen konnte oder seinen Facharbeiter machen konnte.
So das sind meine Erkenntnisse dazu.


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#20

RE: Ausbildungssystem in der DDR

in Leben in der DDR 31.08.2009 01:04
von CaptnDelta (gelöscht)
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Zitat von Rainer-Maria-Rohloff
...Frage mich jetzt nicht, warum der Sozialismus am Ende in die Knie ging und die „ Tagtägliche Unsicherheit“ so wie oben beschrieben die momentane Oberhand gewann...


"The problem with socialism is that eventually you run out of other people's money to spend."
Margaret Thatcher, British Prime Minister

-Th


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