#1

Für Hitzacker ist der Mauerfall ein Desaster

in Das Ende der DDR 18.08.2009 07:17
von Angelo | 12.396 Beiträge

Bis 1989 war "Grenztourismus" und der Blick "nach drüben" in in Hitzacker. Doch seit dem Fall der Mauer leidet der Fachwerkort an der Elbe nicht nur unter dem Wegfall der Zonenrandförderung, sondern massiv unter Besucherschwund. Eine neue "Mauer" soll wieder Besucher in den früheren innerdeutschen Grenzort locken.Vom Hotel „Waldfrieden“ im niedersächsischen Hitzacker bietet sich ein idyllisches Panorama: die Elbe, Felder, Wiesen und Wald. Kaum etwas erinnert daran, dass der Fluss bis vor 20 Jahren die innerdeutsche Grenze war. Einzig ein ehemaliges NVA-Gebäude lässt sich auf der anderen Flussseite noch ausmachen. Bis 1989 war Hitzacker Anziehungspunkt für westliche Touristen, die einen Blick „nach drüben“ werfen wollten. Reiseunternehmen boten „Grenzinformationsfahrten“ in die Kleinstadt rund 100 Kilometer südöstlich von Hamburg an. Nach der Wende brach der Grenztourismus rapide ein.

weiterlesen hier
http://www.welt.de/reise/article4322247/...n-Desaster.html


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#2

RE: Für Hitzacker ist der Mauerfall ein Desaster

in Das Ende der DDR 18.08.2009 08:13
von Heldrasteiner (gelöscht)
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Tja, Angelo, das ist in meiner Heimat auch nicht anders.
Nur daß in unserer Region eine andere Art von Tourismus inzwischen entstanden ist:
Wandern, Radfahren, Kanufahrten auf der Werra


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#3

RE: Für Hitzacker ist der Mauerfall ein Desaster

in Das Ende der DDR 18.08.2009 08:15
von Pitti53 | 8.789 Beiträge

Zitat von Angelo
Bis 1989 war "Grenztourismus" und der Blick "nach drüben" in in Hitzacker. Doch seit dem Fall der Mauer leidet der Fachwerkort an der Elbe nicht nur unter dem Wegfall der Zonenrandförderung, sondern massiv unter Besucherschwund. Eine neue "Mauer" soll wieder Besucher in den früheren innerdeutschen Grenzort locken.Vom Hotel „Waldfrieden“ im niedersächsischen Hitzacker bietet sich ein idyllisches Panorama: die Elbe, Felder, Wiesen und Wald. Kaum etwas erinnert daran, dass der Fluss bis vor 20 Jahren die innerdeutsche Grenze war. Einzig ein ehemaliges NVA-Gebäude lässt sich auf der anderen Flussseite noch ausmachen. Bis 1989 war Hitzacker Anziehungspunkt für westliche Touristen, die einen Blick „nach drüben“ werfen wollten. Reiseunternehmen boten „Grenzinformationsfahrten“ in die Kleinstadt rund 100 Kilometer südöstlich von Hamburg an. Nach der Wende brach der Grenztourismus rapide ein.

weiterlesen hier
http://www.welt.de/reise/article4322247/...n-Desaster.html

mein mitleid hält sich in grenzen


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#4

RE: Für Hitzacker ist der Mauerfall ein Desaster

in Das Ende der DDR 18.08.2009 08:44
von glasi | 2.815 Beiträge

meins auch. sollen wir deswegen auf die wiedervereinigung verzichten.



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#5

RE: Für Hitzacker ist der Mauerfall ein Desaster

in Das Ende der DDR 18.08.2009 09:38
von manudave (gelöscht)
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Für die Grenzorte war es ja teilweise auch eine doppelte Belastung.
Beispiel Rasdorf/Hessen - Geisa/Thüringen

Nach Öffnung der Grenze wurden in Geisa Gewerbeflächen mit hohen Subventionen aus dem Boden gestampft. Viele Firmen siedelten sich dort an - auch wieder mit subventionierten Quadratmeterpreisen. Teilweise wurden im westlichen Grenzgebiet Firmen geschlossen und siedelten sich auf Ostdeutscher Seite wieder an - auch weil die Arbeitskräfte damals noch wesentlich günstiger waren.
Zusätzlich mit dem Wegfall von Touristen (damit meine ich jetzt nicht Rasdorf) konnte das einer kleinen Kommune, welche dann auch keine Zonenrandförderung mehr erhalten hat, schon das Genick brechen.

Mit Mitleid hat das aber nichts zu tun - wenn Firmen die Möglichkeit bekommen, dann ist das legitim.


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#6

RE: Für Hitzacker ist der Mauerfall ein Desaster

in Das Ende der DDR 18.08.2009 09:44
von Affi976 (gelöscht)
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Subventionen sind nicht nur in der DDR schon mal vor`m Baum gegangen. Sehen wir ja gerade wieder bei den Banken und bei Opel. Ich meine die sog. Abwrackprämie und das immer größer werdende Loch bei den Banken.
VGAffi


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#7

RE: Für Hitzacker ist der Mauerfall ein Desaster

in Das Ende der DDR 18.08.2009 10:46
von dein1945 (gelöscht)
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Zitat von manudave

Mit Mitleid hat das aber nichts zu tun - wenn Firmen die Möglichkeit bekommen, dann ist das legitim.



Na da habe ich so einige Zweifel, nehmen wir Berlin erst wegfall der Berlin-Zulage Netto von 8%, die Löhne lagen aber nur mit diesen 8% auf dem gleichen Niveau wie in Westdeutschland, wegfall der Investitionszulage für Betriebe, nur im Westteil, Einführung von Kurzarbeitergeld für Handwerksbetriebe, nur im Ostteil, wie gesagt ich habe so einige Zweifel ob das alles legitim war ! Und so war es auch bei der Zonenrandförderung, die Kommunen haben auf die Zuschüsse ihre Planung aufgebaut, von Heut auf Morgen futsch, desgleichen der Soli-Beitrag von Kommunen (West) die selbst hochverschuldet sind und dies mit Krediten finanzieren müssen. Mich soll das nicht weiter stören, habe die Rente fast erreicht, aber unter Gerechtigkeit stelle ich mir was anderes vor,

Schönen Tag aus Berlin


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#8

RE: Für Hitzacker ist der Mauerfall ein Desaster

in Das Ende der DDR 18.08.2009 10:51
von dein1945 (gelöscht)
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Zitat von Affi976
Subventionen sind nicht nur in der DDR schon mal vor`m Baum gegangen. Sehen wir ja gerade wieder bei den Banken und bei Opel. Ich meine die sog. Abwrackprämie und das immer größer werdende Loch bei den Banken.
VGAffi


Ja Affi976 aber es traut sich doch keiner ran, die Subventionen abzubauen, die Abwrackprämie ist doch nur ein Strohfeuer, was im kommenden Jahr erst zu spüren sein wird, die Autowerkstätten, der TÜV und auch die Gebrauchtwagenhändler spüren es schon jetzt !

Schönen Gruß aus Berlin


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#9

RE: Für Hitzacker ist der Mauerfall ein Desaster

in Das Ende der DDR 18.08.2009 13:13
von Angelo | 12.396 Beiträge

Das ist doch überall das gleiche,bei uns in Friedberg jammern alle das die US Army weg ist der Bürgermeister hatte damals sogar ans Pentagon geschrieben ob es nicht möglich sei die Amerikaner in Friedberg zu erhalten alleine wegen der Elvis Gedenkstätte und dem Capri Club. Na ja jetzt sind die Kasernen in Friedberg und Büdingen alle leer und kein US Soldat mehr zu sehen


zuletzt bearbeitet 18.08.2009 13:13 | nach oben springen

#10

RE: Für Hitzacker ist der Mauerfall ein Desaster

in Das Ende der DDR 18.08.2009 13:36
von karl143 (gelöscht)
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@ Angelo - Ich hatte an anderer Stelle ja schon mal geschrieben, das der Abzug des Militärs anderer Staaten große Löcher in die Kassen vieler Städte gerissen hat. In den 70er und 80er Jahren hätten viele Städte sie am liebsten garnicht gehabt (denke da mal an die Nachrüstungsdebatte, Atomwaffenfreie Zone usw.). Als die dann in den 90er Jahren wirklich ihre Kasernen zumachten, kam die Einsicht. Zuerst beim Kämmerer. Und es ist nicht nur das finanzielle was fehlt. Ich finde, es ist auch ein Stück Kultur verschwunden. Hier im Bereich Nienburg fehlen US-Amerikaner, Engländer und Niederländer. Der BW Standort ist verkleinert worden. Da fehlen insgesamt mit Familien schnell mal 10- 12000 Personen. Und schlechtes Geld haben die auch nicht verdient (vor allem die Niederländer). Die waren von der Luftwaffe und haben sehr viel Geld hier ausgegeben. Und es ist schade das die alle weg sind. Stattdessen hat der Ort Aussiedler aus Russland bekommen, aus den Unterkünften sind mittlerweile Ghettos geworden, in denen sich kaum einer Nachts durchtraut. Das ist eben die Kehrseite der Öffnung des Eisernen Vorhangs.Aber man muß das Beste draus machen. Und in vielen Städten wurde das auch hervorragend geschafft.


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#11

RE: Für Hitzacker ist der Mauerfall ein Desaster

in Das Ende der DDR 18.08.2009 13:40
von glasi | 2.815 Beiträge

Zitat von karl143
@ . Und es ist schade das die alle weg sind. Stattdessen hat der Ort Aussiedler aus Russland bekommen, aus den Unterkünften sind mittlerweile Ghettos geworden, in denen sich kaum einer Nachts durchtraut. Das ist eben die Kehrseite der Öffnung des Eisernen Vorhangs..

karl! du sprichst mir aus der selle.



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#12

RE: Für Hitzacker ist der Mauerfall ein Desaster

in Das Ende der DDR 18.08.2009 19:36
von manudave (gelöscht)
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Auf dem ehemaligen Geländer der Army in Fulda hat man Mitte der 90er mit einem Riesen-Konzert von "PUR" angefangen. Mittlerweile ist es Sammelsurium von Firmen, Arztpraxen und Behörden geworden - kein Ghetto (ich spreche natürlich nur für Fulda)
Wenn ich durch fahre, spürt man noch diesen Hauch militärischer Nostalgie (wenn es das gibt) der dieses Riesen-Areal umgibt.

Auch in Fulda ist Bürgermeister Dr.Hamberger in die USA geflogen und hat versucht die Amerikaner vom Abzug abzuhalten - allerdings ohne Erfolg. Auch hier sind bleibende Erinnerungen verwurzelt - nicht zu vergessen, die uns alle schützende Demokratie.


zuletzt bearbeitet 18.08.2009 19:37 | nach oben springen

#13

RE: Für Hitzacker ist der Mauerfall ein Desaster

in Das Ende der DDR 18.08.2009 19:43
von Zermatt | 5.293 Beiträge

Na ja,mit dem Grenztourismus war aber auch nicht der grosse Reibach zu machen.In der Regel lief das doch so ab,das die
Touristen aus dem Bus stiegen,zur Grenze latschen,mal rüber schauen und nach 20 Minuten wieder abzischen. Vieleicht
noch schnell eine Bratwurst gegessen und ein Kaffe getrunken-das wars doch meistens.



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#14

RE: Für Hitzacker ist der Mauerfall ein Desaster

in Das Ende der DDR 18.08.2009 19:45
von manudave (gelöscht)
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Hallo Zermatt,

die Region Osthessen hatte 1979 knapp 300.000 Besucher an der Grenze zu verzeichnen gehabt. Die Bustouren haben damals in den Gaststätten Mittagspause gemacht und auch so etwas wie Kaffefahrten an die Grenze gab es - "Pflaumenkuchen essen - Grenze gucken".
Ich denke schon, dass da so manche Mark hängen geblieben ist.


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#15

RE: Für Hitzacker ist der Mauerfall ein Desaster

in Das Ende der DDR 18.08.2009 22:15
von glasi | 2.815 Beiträge

und das alles. amerikaner weg, touristen weg, vieleícht auch arbeit weg das hat alles eine anti ostdeutsche stimmung hervor gerufen.



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#16

RE: Für Hitzacker ist der Mauerfall ein Desaster

in Das Ende der DDR 18.08.2009 22:20
von maja64 (gelöscht)
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Zitat von glasi
und das alles. amerikaner weg, touristen weg, vieleícht auch arbeit weg das hat alles eine anti ostdeutsche stimmung hervor gerufen.






Ihr hattet es aber auch wirklich nicht leicht nach dem "Zusammenschluß" mit uns


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#17

RE: Für Hitzacker ist der Mauerfall ein Desaster

in Das Ende der DDR 18.08.2009 22:21
von glasi | 2.815 Beiträge

das ist doch nicht meine meinung. das weist du aber auch



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#18

RE: Für Hitzacker ist der Mauerfall ein Desaster

in Das Ende der DDR 18.08.2009 22:26
von maja64 (gelöscht)
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Zitat von glasi
das ist doch nicht meine meinung. das weist du aber auch





glasi Mensch,du bist mir aber auch ein alter Zyniker
na klar mittlerweile kenn ich dich auch wie auch manch anderen hier





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#19

RE: Für Hitzacker ist der Mauerfall ein Desaster

in Das Ende der DDR 18.08.2009 22:40
von LEGO | 487 Beiträge

Leute, das ist aber auch wirklich ein bißchen weit hergeholt.

Die DDR-Bevölkerung hat Schuld am Niedergang von Hitzacker!!!!

Wir sollten froh sein, dass die Grenze aufging.

Die Touries kommen dann zwar nicht mehr nach Hitzacker. Aber umgekehrt sind doch die "ausgehungerten Ostdeutschen" in den Westen gekommen und haben hier reichlich Geld gelassen.

Ich erinnere mich an das verschlafene Ratzeburg vor der Grenzöffnung und den Einmarsch von zig-tausenden DDR-Bürgern über Mustin. Und ich erinnere mich daran, dass alles, was es im Osten nicht gab, sofort und vielfach überteuert gekauft wurde. Das ging von allen möglichen Autos über Elektroartikel und Lebensmitteln. Da haben sich doch sehr, sehr viele Zonenerandbewohner im Westen in kürzester Zeit eine goldene Nase verdient.


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#20

RE: Für Hitzacker ist der Mauerfall ein Desaster

in Das Ende der DDR 19.08.2009 01:04
von Mike59 | 7.965 Beiträge

Tja - was dem einen sein Uhl,ist dem anderen sein Nachtigall


zuletzt bearbeitet 19.08.2009 01:06 | nach oben springen



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