#21

RE: Für Hitzacker ist der Mauerfall ein Desaster

in Das Ende der DDR 19.08.2009 09:52
von manudave (gelöscht)
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In Antwort auf:
Wir sollten froh sein, dass die Grenze aufging.


Natürlich LEGO, das sind wohl (fast) alle hier.

Es geht ja nicht darum irgendeinem dafür die Schuld in die Schuhe zu schieben - das wäre ja Schwachsinn. Aber es geht darum, auch mal aufzuzeigen, was die Öffnung alles so verursacht hat.


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#22

RE: Für Hitzacker ist der Mauerfall ein Desaster

in Das Ende der DDR 20.08.2009 16:17
von S51 | 3.733 Beiträge

Ich war vor einigen Tagen mal wieder in Braunlage/Harz und musste feststellen, dass es sich gar nicht mehr so sehr von manchen abgekoppelten Landstrichen weiter östlich unterscheidet. Jedenfalls nicht im positiven Sinne. Leere, geschlossene Geschäfte allenthalben. Von Andrang keine Spur.
Klar kann man sagen, sie hätten dort mehr aus der Geschichte machen müssen als nur ein paar wenige, mickrige Schautafeln, die kaum auffallen. Abgesehen vom Kolonnenweg ist von der damaligen Grenze fast nichts mehr übrig. Dabei hat gerade der Abschnitt zwischen Elend und dem Brocken einiges erlebt. Als die Grenze fiel, wollte niemand mehr daran erinnert werden aber es brachte halt viele zahlende Gäste, die Berge und grüne Bäume sonst auch woanders reichlich finden.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


zuletzt bearbeitet 20.08.2009 16:19 | nach oben springen

#23

RE: Für Hitzacker ist der Mauerfall ein Desaster

in Das Ende der DDR 20.08.2009 17:54
von Zermatt | 5.293 Beiträge

Übigens,Braunlage war vor 1989 eine touristische Hochburg,nach Öffnung der Grenze hatte man sich noch einen Schub erhofft-vergebens.
Heute stehen viele Gebäude leer,spricht man mit Besitzern von Hotels und Lokalen -es wird viel geklagt.



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#24

RE: Für Hitzacker ist der Mauerfall ein Desaster

in Das Ende der DDR 20.08.2009 18:13
von dein1945 (gelöscht)
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Zitat von Zermatt
Übigens,Braunlage war vor 1989 eine touristische Hochburg,nach Öffnung der Grenze hatte man sich noch einen Schub erhofft-vergebens.
Heute stehen viele Gebäude leer,spricht man mit Besitzern von Hotels und Lokalen -es wird viel geklagt.


Das war schon 1997 so, etwas weiter so bei Goslar war noch alles o.K und was waren früher dort Berliner !
Schönen Abend


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#25

RE: Für Hitzacker ist der Mauerfall ein Desaster

in Das Ende der DDR 20.08.2009 21:42
von karl143 (gelöscht)
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Der Westharz sieht wirklich in sehr vielen Gegenden viel schlimmer aus als der östliche Teil. Ich kenne selber einige Leute welche durch Pensionen und Gäste ihr Geld verdienen. Vor der Grenzöffnung waren es am Wochenende tausende von Berlinern die den Harz bevölkerten und dort ihr Geld ausgaben. Nicht umsonst, und ich sage es mal so frei heraus, waren die Berliner auch nicht wirklich in Städten wie Wolfenbüttel wo ich damals lebte, besonders beliebt. Sie verstopften regelmäßig am Freitag und am Sonntag die Straßen. Das merkte der Einheimische. Hinzu kam die typische Art des Berliners, welche auch zum Beispiel in der DDR nicht gut ankam (dort der Ostberliner). Im (West)Harz verdienten sich die Leute eine goldene Nase, investierten aber nichts und dachten, das ginge immer so weiter. Nach der Grenzöffnung hat der Ostharz nicht nur aufgeholt, sondern hat sogar überholt. Der Westharz gilt neben den Landkreisen Holzminden zu den strukturschwächsten Landkreisen in Niedersachsen. Starke Abwanderung verstärkt das Problem noch. Warum habe ich wohl schon ein paarmal in Wernigerode Urlaub gemacht. Dort ist alles ganz anders.Was stehen in Braunlage für Gebäude leer. Manche Straßen erinnern an Geisterstädte. Erst letztes Jahr hat sich ein Hotelier aus dem Fenster gestürzt, andere zünden ihre Häuser an. So sieht die Realität aus. Das dürfte vielen garnicht bekannt sein.


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#26

RE: Für Hitzacker ist der Mauerfall ein Desaster

in Das Ende der DDR 21.08.2009 06:49
von Udo (gelöscht)
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Ich bin ja in Wittenberge aufgewachsen und somit im Zonenrandgebiet (östliche Seite).
Nach der Wende sind wir häufig westseitig die Elbdörfer abgefahren (auch Hitzacker). In den letzten 20 Jahren hat sich unheimlich viel verändert, erst war der Westen bunt und der Osten grau - nun ist es umgekehrt. Hitzacker allerdings ist immer noch ein wundervolles Städtchen in dem es sich zu verweilen lohnt. Nur bei Hochwasser sollte man es meiden, da es dort keine Deiche (Stand 2004) gibt und die Stadt somit regelmäßig unter Wasser steht, was auch nicht zur Verbesserung der finanziellen Situation der Bürger beiträgt.
Udo


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