#21

RE: Abbau Ost?

in Leben in der DDR 09.11.2014 10:16
von damals wars | 12.113 Beiträge

Na dann.
Hell scheint die Sonne und leicht ist unser Schritt...


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#22

RE: Abbau Ost?

in Leben in der DDR 09.11.2014 16:42
von diefenbaker | 584 Beiträge

Zitat von damals wars im Beitrag #14
Zitat von diefenbaker im Beitrag #2
Warum soll es die SPD sein, die den Linken auf dem Weg zurück zur Planwirtschaft hilft?
Es ist die ehemalige CDU, die unter der Kanzlerin Angie die führende Kraft ist, die Planwirtschaft wieder einzuführen.
Ihr Studium in Moskau trägt Früchte.

Gruss Wolfgang

also, bei der Energiewende hat Merkel keinen Plan, das ist nur Chaos!


Das ist ja kein Widerspruch.
Der Eindruck von Chaos entsteht, wenn das Ergebnis der Planung den Planungszielen nicht gerecht wird bzw. gar nicht gerecht werden kann, weil der Versuch, Naturgesetze mit ideologischem Wunschdenken zu überwinden, keine gute Planungsgrundlage ist.

Gruss Wolfgang



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#23

RE: Abbau Ost?

in Leben in der DDR 09.11.2014 16:51
von diefenbaker | 584 Beiträge

Zitat von Nostalgiker im Beitrag #13
@Grenzwolf62 , leider ist das kein populistischer Quatsch, der sogenannte demokratische Staat, und das betrifft nicht nur die BRD, ist schon lange ein Spielball der Interessen Multinationaler Konzerne und Banken.
Nicht die Politik gibt die 'Linie' für die Wirtschaft vor, sondern die Wirtschaft gibt die Linie für eine Politik vor welche für sie die größten Gewinnerwartungen verspricht.
Dem wird alles untergeordnet und Mutti spielt da hervorragend mit .......

Gruß
Nostalgiker


Wenn es doch nur so wäre wie Du sagst, dann würde es uns wahrscheinlich besser gehen.
Merkel schädigt nachhaltig den Industriestandort Deutschland und damit die Basis unseres Wohlstandes.
Ich kann jetzt nicht so recht erkennen, warum dass im Interesse der Banken und Konzerne sein soll.

Gruss Wolfgang



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#24

RE: Abbau Ost?

in Leben in der DDR 09.11.2014 16:58
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von diefenbaker im Beitrag #23
Zitat von Nostalgiker im Beitrag #13
@Grenzwolf62 , leider ist das kein populistischer Quatsch, der sogenannte demokratische Staat, und das betrifft nicht nur die BRD, ist schon lange ein Spielball der Interessen Multinationaler Konzerne und Banken.
Nicht die Politik gibt die 'Linie' für die Wirtschaft vor, sondern die Wirtschaft gibt die Linie für eine Politik vor welche für sie die größten Gewinnerwartungen verspricht.
Dem wird alles untergeordnet und Mutti spielt da hervorragend mit .......

Gruß
Nostalgiker


Wenn es doch nur so wäre wie Du sagst, dann würde es uns wahrscheinlich besser gehen.
Merkel schädigt nachhaltig den Industriestandort Deutschland und damit die Basis unseres Wohlstandes.
Ich kann jetzt nicht so recht erkennen, warum dass im Interesse der Banken und Konzerne sein soll.

Gruss Wolfgang


Hallo Wolfgang, bin jetzt etwas ratlos, wie oder womit schädigt Frau Merkel nachhaltig den Standort Deutschland?


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#25

RE: Abbau Ost?

in Leben in der DDR 09.11.2014 17:26
von diefenbaker | 584 Beiträge

[quote=Grenzwolf62|

Hallo Wolfgang, bin jetzt etwas ratlos, wie oder womit schädigt Frau Merkel nachhaltig den Standort Deutschland?[/quote]

Mit der von ihr zu verantwortenden Energiepolitik, populär verpackt in die Begriffe Energiewende und die alternativlose Rettung des Weltklimas!

- die Energiepreise werden künstlich in die Höhe getrieben. derzeit Steuern und Abgaben > 50%

- Schattenkraftwerke müssen für den Fall dass kein Wind weht vorgehalten werden, sind aber wg. geringer Auslastung unwirtschaftlich

- energieintensive Industrie (z.B. Aluminium, Chemie) verlässt Deutschland aus Kostengründen

- alle Kosten trägt letztendlich der Verbraucher, was Kaufkraftabschöpfung in Milliardenhöhe bedeutet

- die Versorgungssicherheit mit Elektroenergie ist zunehmend stark gefährdet, weil das Verhältnis von verlässlichen Grundkraftwerken zu unsteter Energieerzeugung per Wind und Sonne immer ungünstiger wird, an kalten windstillen Wintertagen sind wir auf Lieferungen aus dem Ausland angewiesen und schon mehrfach knapp an einem großen Blackout vorbeigeschrammt, wenn der Verbrauch die Einspeisung auch nur kurzzeitig übersteigt, setzt im Verbundnetz eine Abschaltautomatik als Kettenreaktion ein

- für ein hochindustrialisiertes Land ist die sichere und bezahlbare Verfügbarkeit von Energie eine unabdingbare Grundlage

Gruss Wolfgang



damals wars hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#26

RE: Abbau Ost?

in Leben in der DDR 09.11.2014 17:30
von damals wars | 12.113 Beiträge

Kurz gesagt, kein Wind, Licht aus,
weiter stänkern mit Putin, Gas aus.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
Lutze hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#27

RE: Abbau Ost?

in Leben in der DDR 09.11.2014 17:35
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Ok, die Energiepolitik, danke Wolfgang, muss ich passen, habe ich ehrlich nicht so den Durchblick um mir ein Urteil darüber anzumaßen.
Eventuell haben wir da echte Fachleute unter uns, wäre schon interessant.


zuletzt bearbeitet 09.11.2014 17:37 | nach oben springen

#28

RE: Abbau Ost?

in Leben in der DDR 09.11.2014 20:40
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #8
Zitat von damals wars im Beitrag #7
die Verluste der Banken wurden doch sozialisiert, sprich die Allgemeinheit bügelt die Unfähigkeit der Banker aus. und wenn dann Merkel die Schlüssel des Bundeskanzleramzes an Ackermann übergibt, damit der dort seine Geburtstagsfeier ausrichten kann weis man doch, wer das Sagen hat. Der Abbau Ost ist dann nur noch eine Randglosse, unsere Sparkassen werden auch zum Ausgleich der Bankenverluste geplündert.


Das ist leider alles einfach populistischer Quatsch.


Mit welchen Geldern wurden die "Rettungsschirme" für Banken finanziert?


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#29

RE: Abbau Ost?

in Leben in der DDR 09.11.2014 21:40
von DoreHolm | 7.676 Beiträge

M.E. muß marktwirtschaftliches Handeln und vorwiegendes Gemeineigentum an PM, kein Widerspruch sein. Wer hätte denn die Verantwortlichen daran ernsthaft gehindert, marktwirtschfatlich zu entscheiden ? Sehr gute Ökonomen gab es auch in der DDR und die wußten, wie der Kapitalismus funktioniert. Als unser Unterstütze aus Pirmasens (Hauptbuchhalter) hier war, um unserem HB die Funktionsweise der Marktwirtschfat beibringen wollte, sagte er nach kurzer Zeit sinngemäß " Herr W..... sie wissen doch schon alles ". Alle, die in der DDR ein Studium absolvierten, hatten im Fach politische Ökonomie nicht nur den Sozialismus, sondern auch den Kapitalismus im Programm. Natürlich immer mit dem antikapitalistischen Schwänzchen dran, aber ahnungslos war keiner, der da im Unterricht etwas aufgepasst hatte. Gehindert haben unsere Spitzenpolitiker m.E. die Angst, unpopuläre Maßnahmen zu treffen, Breshnew nicht zu erzürnen, bestimmte Dogmen nicht zu verletzen, deren Nennung oder Anwendung stark nach Kapitalismus und Großkapital rochen u.s.w.



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#30

RE: Abbau Ost?

in Leben in der DDR 09.11.2014 23:58
von diefenbaker | 584 Beiträge

Natürlich war ein gelernter Ökonom in der DDR nicht dumm.
Es war die Partei, die die meisten Betriebe in den Ruin getrieben hat.
Über die zuständigen staatlichen Organe, die sind quasi als Anteilseigner aufgetreten und hatten das Sagen, wurde von den Betrieben eine Gewinnabführung VOR Berücksichtigung der Abschreibungen gefordert, so dass für die Refinanzierung nichts oder zu wenig übrig geblieben ist. Hauptbuchhalter und Direktor haben schon gesehen wo das hinführt, nur wurden sie nicht gehört bzw. wurde ihnen das Maul verboten (siehe Exempel statuiert an Rudolf Bahro).

Und Merkel geht nach dem Motto: Die Partei hat immer Recht, im neuesten Sprachgebrauch "alternativlos" den gleichen Weg, nicht auf der betriebswirtschaftlichen Ebene, aber auf der volkswirtschaftlichen.
Schaut Euch mal die Wirtschaftsgutachten der letzten Monate an, alles was nicht direkt aus der Partei kommt ist ziemlich vernichtend.

Gruss Wolfgang



Heckenhaus hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#31

RE: Abbau Ost?

in Leben in der DDR 10.11.2014 10:00
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von DoreHolm im Beitrag #29
M.E. muß marktwirtschaftliches Handeln und vorwiegendes Gemeineigentum an PM, kein Widerspruch sein. Wer hätte denn die Verantwortlichen daran ernsthaft gehindert, marktwirtschfatlich zu entscheiden ? Sehr gute Ökonomen gab es auch in der DDR und die wußten, wie der Kapitalismus funktioniert. Als unser Unterstütze aus Pirmasens (Hauptbuchhalter) hier war, um unserem HB die Funktionsweise der Marktwirtschfat beibringen wollte, sagte er nach kurzer Zeit sinngemäß " Herr W..... sie wissen doch schon alles ". Alle, die in der DDR ein Studium absolvierten, hatten im Fach politische Ökonomie nicht nur den Sozialismus, sondern auch den Kapitalismus im Programm. Natürlich immer mit dem antikapitalistischen Schwänzchen dran, aber ahnungslos war keiner, der da im Unterricht etwas aufgepasst hatte. Gehindert haben unsere Spitzenpolitiker m.E. die Angst, unpopuläre Maßnahmen zu treffen, Breshnew nicht zu erzürnen, bestimmte Dogmen nicht zu verletzen, deren Nennung oder Anwendung stark nach Kapitalismus und Großkapital rochen u.s.w.


Gab ja auch schon leicht marktwirtschaftliche Strukturen, wir hatten eine offizielle Feierabendbrigade, war ja keine Schwarzarbeit wie heute, gab halt wenig Kapazitäten, bin sogar mal auf den Kreisrat wegen eventuellen Steuern, da wurde abgewunken wie macht mal ist ok.
Ist im Nachhinein auch verwunderlich, da hätte sich der Staat ja schon etwas Geld ziehen können denn so schlecht waren die Umsätze nun nicht .
Oder die Antennengemeinschaften um endlich RTL aus der Dose zu bekommen, es wurde privat was gebaut und dann eine Gebühr erhoben, war auch Marktwirtschaft.


DoreHolm und grenzgänger81 haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 10.11.2014 10:10 | nach oben springen

#32

RE: Abbau Ost?

in Leben in der DDR 10.11.2014 10:19
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von Sicherheitsrisiko im Beitrag #1
Wirtschaftspolitik der Linken - Abbau Ost?

Während die Öffentlichkeit über den „Unrechtsstaat“ DDR diskutiert, vertritt die Linkspartei Wirtschaftsideen, die mit dem Markt unvereinbar sind. Und die SPD hilft ihnen auf dem Weg zurück zur Planwirtschaft.


Wie hält es die Linke mit der Marktwirtschaft? Haben die Erben der SED, die die DDR mit ihrem totalitären Sozialismus in den Zusammenbruch gewirtschaftet hat, genug gelernt, um ihnen 25 Jahre nach dem Fall der Mauer die Führung eines Bundeslandes anzuvertrauen? Denn darum geht es. Die DDR ist weniger an fehlender Meinungs- und Reisefreiheit gescheitert als am fehlenden ökonomischen Erfolg der staatlichen Kollektive. Sie war pleite. Deswegen lohnt es, sich nicht nur mit der sehr berechtigten Frage zu beschäftigen, ob die Linke mittlerweile begriffen hat und eingesteht, dass die DDR ein Unrechtsstaat war. Genauso wichtig ist der Blick auf ihre Ideen für die deutsche Wirtschaftsordnung.

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wi...n-13254358.html


Ist es denn wirklich so abwegig, sich ab und an mal trotz der tagespolitischen Feldarbeit in die Vogelperspektive zu begeben und dieses Wirtschaftsgefüge einmal in seinen Grundsätzen neu zu bewerten ?
Alle maßgeblichen Linkspolitiker und zuletzt auch radikalsozialistische Propagandisten wie K.- E. von Schnitzler räumten ein, daß der Kapitalismus effizienter als die Gesellschaftsordnung für die sie einst standen ökonomische Triebkräfte freizusetzen vermochte, die im Rahmen der vorgegebenen Qualität des Gemeinschaftseigentums unvorstellbar waren und auch geblieben wären, selbst nach einer Reform des rein sozialistischen Staates.
Die Frage, die sich heute stellt ist aber, ob der Kapitalismus überhaupt noch funktioniert und ob deren Protagonisten nicht doch eher die Scheuklappen angelegt haben und mit einer ratlosen Ohnmacht dem Treiben genauso zusehen wie es einst Honecker beim Anblick der Montagsdemonstranten "vergönnt" war.
Angesichts der unvorstellbaren Dimension staatenlosen Spekulativkapitals das mit der Realwirtschaft Jojo spielt scheint allein die Linke noch einen gewissen Überblick darüber zu haben, wer überhaupt an den Hebeln dieses Riesendampfers mit seinem störanfälligen Ruder sitzt und benennt diese Klientel auch. eine Klientel vor welcher der Rest der Parlamente einfach nur noch zittert.
Ein kleines Beispiel aus meiner Region soll das einmal verdeutlichen, konkret geht es um den Traditions- Fahrradbauer MIFA Sangerhausen, der einst durch Berufsspekulanten wie Maschmeyer Kurssteigerungen von mehreren 100 % in seiner jüngeren Historie zu verzeichnen hatte.
Leider kann ich wegen meiner Internetbehinderung (DSL futsch dank Telefonica) nicht alle Links dazu bringen, deshalb nur kurz diesen hier:
http://www.bundeswirtschaftsportal.de/sa...che-nutzen.html
Um die Insolvenz dieses Unternehmens zu verhindern kaufte der bettelarme Landkreis Mansfeld- Südharz gegen die Stimmen der Linkspartei das Werksgelände für mehr als 5 Mio. Euro auf um es zurück zu vermieten an MIFA, so sollte Geld in die Kasse kommen das inzwischen längst wieder verschwunden ist, schlimmer noch, MIFA zahlte nicht mal im ersten Jahr weder die (volle) planmäßige Miete noch die fällige Grundsteuer.
Die Schlange hat das Kaninchen gefressen und so etwas ist Alltag in dieser Republik.
Und so brutal wie das für die Beschäftigten auch klingen mag, eine solche Rettungsaktion von Unternehmen, die ein Spielball von Zockern sind ist durch nichts zu rechtfertigen, das haben allein die Vertreter der sozialistischen Fraktion begriffen indem sie auf wahlpopulistischen Aktionismus verzichtet haben und das kleinere Übel gewählt haben.
Sie haben erkannt, daß totalitärer Sozialismus genauso destruktiv ist wie ein rein renditefixierter Kapitalismus.



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#33

RE: Abbau Ost?

in Leben in der DDR 10.11.2014 13:38
von DoreHolm | 7.676 Beiträge

Zitat von Hackel39 im Beitrag #32
Zitat von Sicherheitsrisiko im Beitrag #1
Wirtschaftspolitik der Linken - Abbau Ost?

Während die Öffentlichkeit über den „Unrechtsstaat“ DDR diskutiert, vertritt die Linkspartei Wirtschaftsideen, die mit dem Markt unvereinbar sind. Und die SPD hilft ihnen auf dem Weg zurück zur Planwirtschaft.


Wie hält es die Linke mit der Marktwirtschaft? Haben die Erben der SED, die die DDR mit ihrem totalitären Sozialismus in den Zusammenbruch gewirtschaftet hat, genug gelernt, um ihnen 25 Jahre nach dem Fall der Mauer die Führung eines Bundeslandes anzuvertrauen? Denn darum geht es. Die DDR ist weniger an fehlender Meinungs- und Reisefreiheit gescheitert als am fehlenden ökonomischen Erfolg der staatlichen Kollektive. Sie war pleite. Deswegen lohnt es, sich nicht nur mit der sehr berechtigten Frage zu beschäftigen, ob die Linke mittlerweile begriffen hat und eingesteht, dass die DDR ein Unrechtsstaat war. Genauso wichtig ist der Blick auf ihre Ideen für die deutsche Wirtschaftsordnung.

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wi...n-13254358.html


Ist es denn wirklich so abwegig, sich ab und an mal trotz der tagespolitischen Feldarbeit in die Vogelperspektive zu begeben und dieses Wirtschaftsgefüge einmal in seinen Grundsätzen neu zu bewerten ?
Alle maßgeblichen Linkspolitiker und zuletzt auch radikalsozialistische Propagandisten wie K.- E. von Schnitzler räumten ein, daß der Kapitalismus effizienter als die Gesellschaftsordnung für die sie einst standen ökonomische Triebkräfte freizusetzen vermochte, die im Rahmen der vorgegebenen Qualität des Gemeinschaftseigentums unvorstellbar waren und auch geblieben wären, selbst nach einer Reform des rein sozialistischen Staates.
Die Frage, die sich heute stellt ist aber, ob der Kapitalismus überhaupt noch funktioniert und ob deren Protagonisten nicht doch eher die Scheuklappen angelegt haben und mit einer ratlosen Ohnmacht dem Treiben genauso zusehen wie es einst Honecker beim Anblick der Montagsdemonstranten "vergönnt" war.
Angesichts der unvorstellbaren Dimension staatenlosen Spekulativkapitals das mit der Realwirtschaft Jojo spielt scheint allein die Linke noch einen gewissen Überblick darüber zu haben, wer überhaupt an den Hebeln dieses Riesendampfers mit seinem störanfälligen Ruder sitzt und benennt diese Klientel auch. eine Klientel vor welcher der Rest der Parlamente einfach nur noch zittert.
Ein kleines Beispiel aus meiner Region soll das einmal verdeutlichen, konkret geht es um den Traditions- Fahrradbauer MIFA Sangerhausen, der einst durch Berufsspekulanten wie Maschmeyer Kurssteigerungen von mehreren 100 % in seiner jüngeren Historie zu verzeichnen hatte.
Leider kann ich wegen meiner Internetbehinderung (DSL futsch dank Telefonica) nicht alle Links dazu bringen, deshalb nur kurz diesen hier:
http://www.bundeswirtschaftsportal.de/sa...che-nutzen.html
Um die Insolvenz dieses Unternehmens zu verhindern kaufte der bettelarme Landkreis Mansfeld- Südharz gegen die Stimmen der Linkspartei das Werksgelände für mehr als 5 Mio. Euro auf um es zurück zu vermieten an MIFA, so sollte Geld in die Kasse kommen das inzwischen längst wieder verschwunden ist, schlimmer noch, MIFA zahlte nicht mal im ersten Jahr weder die (volle) planmäßige Miete noch die fällige Grundsteuer.
Die Schlange hat das Kaninchen gefressen und so etwas ist Alltag in dieser Republik.
Und so brutal wie das für die Beschäftigten auch klingen mag, eine solche Rettungsaktion von Unternehmen, die ein Spielball von Zockern sind ist durch nichts zu rechtfertigen, das haben allein die Vertreter der sozialistischen Fraktion begriffen indem sie auf wahlpopulistischen Aktionismus verzichtet haben und das kleinere Übel gewählt haben.
Sie haben erkannt, daß totalitärer Sozialismus genauso destruktiv ist wie ein rein renditefixierter Kapitalismus.





Interessant hier auch das Buch der vielgescholtenen S.Wagenknecht "Freiheit statt Kapitalismus". Ich hatte vor einiger Zeit schon mal was dazu geschrieben, will es aber mal wiederholen, weil es zum Thema passt. Selbst S.W hat nichts gegen maßvolle kapitalistische Eigentumsformen und gleich gar nicht gegen marktwirtschaftliches Handeln. Der Spaß hört dann auf, wenn Regierungen und Politiker durch diese ökonomische Macht so unter Druck gesetzt werden können und es auch so täglich in den Lobbygängen so geschieht, daß diese nicht so entscheiden konnen, wie viele es womöglich tun würden. Interessant auf der letzten Umschlagseite die Einschätzungen von S.W sowie ihres Buches. Nur zwei hier rausgegriffen. 1. "Sahra Wagenknecht nimmt Ludwig Erhard beim Wort: Wohlstand für alle ! Sie entwirft ein zukunftsmodell, das dort weiterdenkt, wo die meisten Marktwirtschfatler auf halbem Wege stehen bleiben. Ein plädoyer für echten Wettbewerb und echte Leistung."
2. "Sahra Wagenknecht zeigt ein tieferes Verständnis für wirtschaftliche Zusamenhänge als viele Politiker aus Parteien, denen man gemeinhin Wirtschaftsnähe und -kompetenz zuspricht (Handelsblatt)".
Ich meine, wer solche Literatur rundweg ablehnt und trotzdem von sich behauptet, er hätte sich allseits informiert, weiß gar nicht, wie einseitig er sich ernährt. Selbst habe ich im Bücherschrank auch nicht nur linke Politiker, Militärs, Historiker u.a. stehen (A. Port, Strauss, De Maiziere, Sarrazin u.a.).



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#34

RE: Abbau Ost?

in Leben in der DDR 11.11.2014 01:02
von Grenzverletzerin | 1.180 Beiträge

@DoreHolm , ohne deine 'persönliche Wende 'what ever' ...in Frage zu stellen...du laberst viel und lang...
Langer Text wenig Aussage, das Unwort 'PM' fällt in jedem Beitrag....Parteitag war gestern...Butter bei die Fische...kurz und knackig!!


Unter Chemikern funktioniert die Evolution noch: Dumme Experimentierer werden natürlicherweise und rasch eliminiert.

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#35

RE: Abbau Ost?

in Leben in der DDR 11.11.2014 11:39
von Heckenhaus | 5.110 Beiträge

Einfach mal vorurteilsfrei lesen und Bemühungen entwickeln, auch begreifen zu wollen.
Unvoreingenommen und frei von Ablehnung der DDR.

http://www.dtv.de/buecher/abbau_ost_40059.html

Da wird viel unsinnige Diskussion erspart, denn die Fakten zeigen, was wann wo völlig falsch gelaufen ist.
Der Osten wurde nicht abgebaut, sondern regelrecht demontiert, mit System.
.


.
.
„Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft.”
— Aristoteles -

"Man kann alle Leute einige Zeit zum Narren halten und einige Leute allezeit; aber alle Leute allezeit zum Narren halten kann man nicht."
— Abraham Lincoln –
.
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#36

RE: Abbau Ost?

in Leben in der DDR 11.11.2014 12:02
von DoreHolm | 7.676 Beiträge

Zitat von Grenzverletzerin im Beitrag #34
@DoreHolm , ohne deine 'persönliche Wende 'what ever' ...in Frage zu stellen...du laberst viel und lang...
Langer Text wenig Aussage, das Unwort 'PM' fällt in jedem Beitrag....Parteitag war gestern...Butter bei die Fische...kurz und knackig!!


Grün: Gut, werde versuchen, mich kurz zu fassen. Einfach ein paar Fakten (die ich für Fakten halte) hingeschmissen und nun seht, wie ihr sie auslegt. Dann kommt mit Sicherheit aus irgendeiner Ecke wieder eine Fehldeutung, Verdrehung oder Unterstellung und ich muß dann doch noch erklären. Manche User machen das ja so, einfach was hinschmeißen in die Runde und mal sehen, wer das Stöckchen aufnimmt. Zu denen möchte ich aber nicht gehören.
Was würdest Du denn als mit gleicher Bedeutung wie "PM" verwenden ? Meines Wissen stammt dieser Begriff nicht aus den Parteitagen, sondern ist ein üblicher Begriff gestern, heute und wohl auch morgen aus den Wirtschaftswissenschaften.
So, ist´s genug ? Sonst gleite ich noch is inhaltslose Labern ab.



zuletzt bearbeitet 11.11.2014 12:03 | nach oben springen

#37

RE: Abbau Ost?

in Leben in der DDR 11.11.2014 13:03
von Regina | 643 Beiträge

PM--Produktionsmittel



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#38

RE: Abbau Ost?

in Leben in der DDR 11.11.2014 20:47
von DoreHolm | 7.676 Beiträge

Zitat von Regina im Beitrag #37
PM--Produktionsmittel


Genau richtig geraten. Und dieser Begriff ist eben keine Erfindung der SED-Parteitage, sondern unter Wirtschaftswissenschaftlern, egal ob mit Ost- oder Westorientierung, allgemein üblich. Warum ist das nicht bekannt gewesen ? Also den User wegen Gebrauch dieses Wortes schnell mal in irgendeine Ecke gestellt.



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#39

RE: Abbau Ost?

in Leben in der DDR 11.11.2014 21:59
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Zitat von DoreHolm im Beitrag #38
Also den User wegen Gebrauch dieses Wortes schnell mal in irgendeine Ecke gestellt.


Nonsens, ich kenne den Begriff. Bei der hier üblichen und nahezu unendlichen Vielfalt und Verwendung von Abkürzungen, die einem Ex-Wessi rein gar nichts sagen, bin ich auf das Naheliegende einfach nicht gekommen.


DoreHolm hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#40

RE: Abbau Ost?

in Leben in der DDR 12.11.2014 19:14
von Boelleronkel (gelöscht)
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Zitat von Nostalgiker im Beitrag #9
Irgendwie kommt es mir vor als ob hier Einige den Begriff "Planwirtschaft" in Verbindung mit Sozialismus gleichsetzen mit einem Verbot das Profit gemacht wird.
In der DDR, besser gesagt im ökonomischen Sprachgebrauch kam das Wörtchen 'Profit' nicht vor aber das Wort 'Gewinn'.
Was ist denn Gewinn wenn man's genau betrachtet?

Wie das war in der DDR mit dem 'Profit' und der 'Reinvestition', die DDR Ökonomie bevorzugte auch hier mehr den Begriff Akkumulation bez. Reproduktion, genau gewesen?

"Leider" gehe ich jetzt Ballons gucken .....
Falls ich nicht totgetreten werde, äußere ich mich später noch zum Thema

Gruß
Nostalgiker



"Wunderbar",derartige Momente gabs hier schon oefter.....Akkumulation/Reproduktion etc.....einfach schoen.

Auf Deine Ausfuehrungen bin ich jedenfalls sehr gespannt....aber erst einmal Ballon gucken,juut so

Gruessli BO


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