#81

RE: Chernobyl

in DDR Staat und Regime 08.11.2014 17:27
von Gelöschtes Mitglied
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deshalb Ausstieg aus der Atomenergie. Eine Fehlgeburt. Die teuerste und idiotischste Art um Strom zu erzeugen. Aber es war einfach, man kam an waffenfähiges Material und es war "chic"

Wenn an alternativen Energiequellen schon ab 1950 mit dem selben Aufwand geforscht worden wäre, hätten wir wohl keine Energieprobleme mehr.


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#82

RE: Chernobyl

in DDR Staat und Regime 08.11.2014 17:39
von Turmwache | 293 Beiträge

Zitat von AkkuGK1 im Beitrag #81
deshalb Ausstieg aus der Atomenergie. Eine Fehlgeburt. Die teuerste und idiotischste Art um Strom zu erzeugen. Aber es war einfach, man kam an waffenfähiges Material und es war "chic"

Wenn an alternativen Energiequellen schon ab 1950 mit dem selben Aufwand geforscht worden wäre, hätten wir wohl keine Energieprobleme mehr.


Ja ich kenne da alle Zusammenhänge und bin Energieberater und arbeite mit Thermografie.


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#83

RE: Chernobyl

in DDR Staat und Regime 08.11.2014 17:44
von Gelöschtes Mitglied
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Ich war im KW Lübbenau E-Techniker und ein enger Verwandter Ing im AKW Rheinsberg.


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#84

RE: Chernobyl

in DDR Staat und Regime 08.11.2014 17:56
von polsam | 575 Beiträge

Zitat von Turmwache im Beitrag #77
Also ich hatte als Ehrenamtlicher in der Zivilverteidigung, wir waren eine Medizinische Abteilung, öfter im Staab der ZV zutun und wollte mir eine Kernstrahlungskeule ausleihen - ging nicht, waren alle "eingezogen zur üBerprpfung".
Wir haben dann ORWO-Negativ Filme im dunkeln zerschnitten, lichtdicht eingewickelt und in Marmeladengläser in den Garten gestellt sowie in Pfützen, bei uns in Rathenow, belichtet war nichts.
Es hat dann allerdings irgendwie Empfehlungen gegeben Pilze nicht zu sammeln.


Ich war zu der Zeit Truppführer eines nicht strukturmäßigen Aufklärungstrupps eines VPKA.
Unmittelbar nach dem Ereignis in Tschernobyl wurde durch die BdVP veranlasst, dass die Aufklärungsgeräte nicht zu Ausbildungszwecken aus der Waffenkammer ausgegeben werden dürfen.
Die fest stationierten Geräte (RWA 72 O) in den Dienststellen wurden verplombt.
Es hat dann einige Zeit gedauert bis die Geräte wieder zur Ausbildung zur Verfügung standen.
Mir ist auch bekannt, dass nicht in allen Behörden so verfahren wurde.


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zuletzt bearbeitet 08.11.2014 19:42 | nach oben springen

#85

RE: Chernobyl

in DDR Staat und Regime 08.11.2014 18:11
von suentaler | 1.923 Beiträge

Zitat von Lutze im Beitrag #72
ich bleib mal bei den Geigenzähler,
gab es die in der DDR auch im Privatbesitz?
Lutze


@Lutze
Ob es die Geigerzähler, genauer gesagt Geiger-Müller-Zählrohre in Privatbesitz gab, weiß ich nicht, aber sie waren Schullehrmittel für den Physikunterricht und somit dürfte wohl jede Schule eins besessen haben. Wir hatten jedenfalls eines.
Außerdem habe ich in einem Betrieb gearbeitet, der in frühen DDR-Jahren selbst diese Zählrohre herstellte.


[rot]Vielen Dank für die Sperrung.
Noch nicht einmal einen Grund konntet ihr angeben.
Andersdenkende mundtot machen - wie erbärmlich - selbst für euch ![/rot]
.
MfG Suentaler
.
[gruen]Leider kann ich nicht auf die mich erreichenden PN's antworten.
Man kann mich aber direkt unter suentaler@emailn.de anschreiben.[/gruen]
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#86

RE: Chernobyl

in DDR Staat und Regime 08.11.2014 18:47
von Harra318 | 2.514 Beiträge

Zitat von josy95 im Beitrag #55
Zitat von Harra318 im Beitrag #15
Ich möchte nicht antworten auf die geschriebenen Beiträge,aber die Mauer hat sogar den Smog abgehalten. Zumindest in den achtziger Jahren....



Industrienebel.


Es ist vielleicht nicht so gut, Witze zu reißen. Möchte das jetzt Folgende auch nicht unbedingt als Witz verstanden wissen. Eher als schwarzer Humor in die Richtung einiger Panikmacher

Aber nun mal ernsthaft.

Ich möchte, muß hier einfach aufhören...

josy95


Selbstverständlich kann ich auch ernsthaft über dieses sensible Thema reden!
Nehmen wir nur zum Beispiel das AKW Neckarwestheim.
1970 wurde das erste Mal drüber gesprochen. 1972 war Baubeginn.
1976 ging das AKW an das Netz.
Vergleichen wir es doch mal mit Tschernobyl, bis dahin.
Tschernobyl ging zwei Jahre später an den Betreiber über. Dazwischen liegen zwei Jahre, die genutzt werden konnten, die Sicherheitsbedingungen zu überarbeiten.Es ist doch erwiesen worden, dass die Sicherheitsbestimmungen...........


Aus den Erfahrungen heraus! Hat man sie genutzt? (Spionage wurde doch genug betrieben)

Sind in Neckarwestheim oder an anderen Standorten Deutschlands, wo AKW vorhanden sind, solche extremen Situationen aufgetreten?
Es war vielleicht mal kritisch, ja.
Doch die Sicherheitsstandards mit den Russen war, oder ist, doch in keinster Weise zu vergleichen.

Harra


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#87

RE: Chernobyl

in DDR Staat und Regime 08.11.2014 19:51
von damals wars | 12.210 Beiträge

Zitat von Lutze im Beitrag #72
ich bleib mal bei den Geigenzähler,
gab es die in der DDR auch im Privatbesitz?
Lutze

Da müssten wir mal den Mineralienexperten Fragen?
Ansonsten nutzten wir ja Dosimeter, sprich die Strahlung wurde eingefangen, und dann gemessen.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#88

RE: Chernobyl

in DDR Staat und Regime 08.11.2014 21:47
von DoreHolm | 7.708 Beiträge

Zitat von damals wars im Beitrag #87
Zitat von Lutze im Beitrag #72
ich bleib mal bei den Geigenzähler,
gab es die in der DDR auch im Privatbesitz?
Lutze

Da müssten wir mal den Mineralienexperten Fragen?
Ansonsten nutzten wir ja Dosimeter, sprich die Strahlung wurde eingefangen, und dann gemessen.


Grün: inen offiziellen Vertrieb wie heute gab es nicht, aber es war so wie mit vielen Gerätschaften, die der gemeine Bürger nicht ohne Weiteres kaufen konnte, aber dennoch irgendwie an sowas rankam. Ich weiß nur, daß eine Reihe von Sammlern schon zu DDR-Zeiten so ein Ding ihr eigen nannten und der besitz und Anwendung waren wimre auch nicht verboten. Sie suchten auf den damals mehr oder weniger offiziell zugänglichen Uranerzhalden nach Strahlungsquellen. Die Identifikation des Stückes war dann schon visuell kein Problem mehr. Nach der Wende haben sich dann natürlich noch mehr Sammler sowas zugelegt, da die Wismut-Halden dann zumeist problemlos zugänglich wurden und erst recht gute Funde versprachen, als diese abgetragen oder eingeebnet wurden. Der Besitz von Uranerz war in der DDR weniger scharf reglementiert als heute, wo die Behörden, wenn sie es darauf anlegen, auch mit winzigen Proben einem einen Strick drehen können. Habe mal im Stbr. Bergen "Am Streuberg", Vogtland, einer Sandgrube, die verwitterten Granit abbaut, innerhalb von ca. 6 Wochen bei dreimaligem Einsatz eine ca. 1 m² große Fläche violl mit Uranglimmern abgebaut, ohne daß ich weder vom Eigentümer noch von anderen Sammlern gestört wurde. Granite allgemein zeichnen sich durch einen höheren U-Gehalt aus und in diesem Bruch war das besonders gut an einigen Stellen angereichert.



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#89

RE: Chernobyl

in DDR Staat und Regime 08.11.2014 22:52
von Turmwache | 293 Beiträge

Habe mal im Stbr. Bergen "Am Streuberg", Vogtland, einer Sandgrube, die verwitterten Granit abbaut, innerhalb von ca. 6 Wochen bei dreimaligem Einsatz eine ca. 1 m² große Fläche violl mit Uranglimmern abgebaut,

was kann man damit machen, sieht das besonders schön aus?


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#90

RE: Chernobyl

in DDR Staat und Regime 08.11.2014 23:10
von polsam | 575 Beiträge

Zitat von damals wars im Beitrag #87
Zitat von Lutze im Beitrag #72
ich bleib mal bei den Geigenzähler,
gab es die in der DDR auch im Privatbesitz?
Lutze

Da müssten wir mal den Mineralienexperten Fragen?
Ansonsten nutzten wir ja Dosimeter, sprich die Strahlung wurde eingefangen, und dann gemessen.


Die Strahlung, der du ausgesetzt warst wurde festgestellt um dem Einheitsführer zu sagen, wie lange du noch mal in dem konterminierten Bereich eingesetzt werden kannst .


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#91

RE: Chernobyl

in DDR Staat und Regime 09.11.2014 13:58
von Turmwache | 293 Beiträge

Zitat von DoreHolm im Beitrag #37
[quote=steffen52|p406503]
Wie das Beispiel mit dem Asbest. Den einen trifft es, am Anderen geht es spurlos vorbei und der Mensch wird über 80. In der Genforschung wird ja seit einigen Jahren versucht herauszufinden, wer mit höherer Wahrscheinlichkeit davon betroffen sein wird und wer nicht. Da kommt noch viel auf uns zu. Huf wird darüber Genaueres wissen, meine ich.




Zum Thema Asbest

Zahl der Asbesttoten steigt: 2012 dreimal mehr Asbesttote als tödliche Arbeitsunfälle1994 und 2012: über 4.000 Bauleute starben durch Asbest

Das ganze Ausmaß der Asbestkatastrophe wird immer deutlicher sichtbar: Wurden 1994 in der Bauwirtschaft 119 Todesfälle durch Asbest verzeichnet, so waren es 2012 bereits 281. Damit gab es im Jahr 2012 am Bau über dreimal mehr Asbesttote als töd­liche Arbeitsunfälle. Die Zahl der Anzeigen auf Verdacht einer Berufskrankheit durch Asbest ist von gut 900 im Jahr 1994 auf 2.038 im Jahr 2012 angestiegen.
http://www.baulinks.de/webplugin/2014/07.../2014/1858.php4

Wer Fragen dazu hat kann mich gerne fragen, ich habe den Lehrgang beim TÜV besucht (eine Woche) und darf damit Asbest entsorgen.
Das Ver- oder Bearbeiten von Asbest ist verboten, dazu gehört auch das Abfegen oder Abkärchern von Dächern und Wänden.


zuletzt bearbeitet 09.11.2014 15:49 | nach oben springen

#92

RE: Chernobyl

in DDR Staat und Regime 09.11.2014 18:28
von DoreHolm | 7.708 Beiträge

[quote=Turmwache|p407160]Habe mal im Stbr. Bergen "Am Streuberg", Vogtland, einer Sandgrube, die verwitterten Granit abbaut, innerhalb von ca. 6 Wochen bei dreimaligem Einsatz eine ca. 1 m² große Fläche violl mit Uranglimmern abgebaut,

was kann man damit machen, sieht das besonders schön aus?[/quote]

Lila:m Ist ein reines Sammlermineral. Sieht gelblich-grün aus (wie alle sekundären U-mineralien). Insbesondere beim Bestrahlen mit UV (wie bei den Diskos) leuchte das herrlich kräftig. Die Eigenschaft, im Dunkel unter UV zu leuchten, haben einige Mineralien und es gibt Sammler, die sich darauf spezialisiert haben. Schau mal in eine größere Ausstelung für Mineralien. Bei vielen wirst Du extra auch einen Dunkelraum finden, in dem solche Mineralien ausgestellt sind.
Wenn esklappt (muß mit Stativ arbeiten), versuche ich mal nachher oder in den nächsten Tage, ein Foto einiger meiner sekundären U-Mineralien zu fotographieren. Kannst vorher auch mal Google befragen. Stichworte: Uran, sekundär UV, Fluorescenz u.a.)



Turmwache hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#93

RE: Chernobyl

in DDR Staat und Regime 09.11.2014 18:32
von DoreHolm | 7.708 Beiträge

Zitat von Turmwache im Beitrag #91
Zitat von DoreHolm im Beitrag #37
[quote=steffen52|p406503]
Wie das Beispiel mit dem Asbest. Den einen trifft es, am Anderen geht es spurlos vorbei und der Mensch wird über 80. In der Genforschung wird ja seit einigen Jahren versucht herauszufinden, wer mit höherer Wahrscheinlichkeit davon betroffen sein wird und wer nicht. Da kommt noch viel auf uns zu. Huf wird darüber Genaueres wissen, meine ich.




Zum Thema Asbest

Zahl der Asbesttoten steigt: 2012 dreimal mehr Asbesttote als tödliche Arbeitsunfälle1994 und 2012: über 4.000 Bauleute starben durch Asbest

Das ganze Ausmaß der Asbestkatastrophe wird immer deutlicher sichtbar: Wurden 1994 in der Bauwirtschaft 119 Todesfälle durch Asbest verzeichnet, so waren es 2012 bereits 281. Damit gab es im Jahr 2012 am Bau über dreimal mehr Asbesttote als töd­liche Arbeitsunfälle. Die Zahl der Anzeigen auf Verdacht einer Berufskrankheit durch Asbest ist von gut 900 im Jahr 1994 auf 2.038 im Jahr 2012 angestiegen.
http://www.baulinks.de/webplugin/2014/07.../2014/1858.php4

Wer Fragen dazu hat kann mich gerne fragen, ich habe den Lehrgang beim TÜV besucht (eine Woche) und darf damit Asbest entsorgen.
Das Ver- oder Bearbeiten von Asbest ist verboten, dazu gehört auch das Abfegen oder Abkärchern von Dächern und Wänden.




lila: Das hat seinen Grund. Sie wird noch eine ganze Weile, vielleicht ein oder zwei Jahrzehnte, weiter steigen. Der Grund ist, daß bei der Exposition mit Asbest (das geschieht nicht, wenn mal einer sein altes Asbestdach entsorgt, zumindest mit sehr geringer Wahrscheinlichkeit) etwa 30 - 35 Jahre vergehen, bis die Erkrankung ausbricht. Aber wie gesagt, es trifft nicht jeden. Bei meinem Vater habe ich auf der Datsche in den späten 50er oder frühen 60er Jahre Asbestplatten für das Dach verarbeitet. Noch mal dann zu Hause in der Bodenkammer als Schornsteinverkleidung als plane Platten um mitte der 80er. Nichts passiert bisher. Trotz Steinbearbeitung zusätzlich, vor der Wende ohne Schutzmaske und kühlung mit Petroleum oder Diesel. Nichts passiert. Toi, toi, toi.



silberfuchs60 hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 09.11.2014 18:37 | nach oben springen

#94

RE: Chernobyl

in DDR Staat und Regime 09.11.2014 19:14
von Turmwache | 293 Beiträge

Das Ver- oder Bearbeiten von Asbest ist verboten, dazu gehört auch das Abfegen oder Abkärchern von Dächern und Wänden.

Wer es also trotzdem macht wird davon möglicherweise nicht krank werde ;

ABER



Wenn beispielsweise die Nachbarn gerade ihre Wohnzimmerfenster und Balkontüren offen haben weil so schön die Sonne im Frühling scheint und das vollgequarzte Auto soll mal wieder richtig schön im Freien auslüfte - alle Türen auch auf ???

Tja wenn dann die aufgewirbelten Asbestfasern sich dann in die Wohntextilien und Autopolster einnisten - eine Messung nachträglich kann das durchaus ergeben - man sieht es ja nicht, tja dann kann es für den Verursacher richtig teuer werden - auch wenn er unwissend gehandelt hat.
Dann kann es also passieren daß alle Wohntextilien und die Textilien aus dem Auto ausgetauscht werden müssen - ganz zu schweigen wenn da also auch noch Wäsche auf der Leine hängen würde

(Als es also noch Asbestarbeiter gab und die Berufswäsche/Arbeitswäsche noch von deren Frauen zuhause gewaschen wurde da wurde auch dieser Personenkreis krank mit Asbestose.
Schlimm schlimm.

Auf meinem Lehrgang habe ich gelernt daß die Lobbyisten von Eternit usw das Verbot solange rausgezögert hatten bis sie ein alternatives asbestfreies Produkt entwickelt hatte.
In der DDR, ich kann nur über die Zeit von 1987 hier schreiben durfte dann nicht mehrgeflext oder gesägt werde, nur noch nass bohren, ritzen und brechen.
Neueinrichtungen wie unsere Buden auf dem Markt in Rathenow mussten beschichtet werden auf dem Dach.


zuletzt bearbeitet 09.11.2014 19:24 | nach oben springen

#95

RE: Chernobyl

in DDR Staat und Regime 09.11.2014 20:01
von rotrang (gelöscht)
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von 1987 hier schreiben durfte dann nicht mehrgeflext oder gesägt werde, nur noch nass bohren, ritzen und brechen.
Neueinrichtungen wie unsere Buden auf dem Markt in Rathenow mussten beschichtet werden auf dem Dach.
Turmwache: Du warst wohl in einem Kino oder wo
Habe bis zur Wende in einem Fertighausbetrieb gearbeitet, und Glaube mir:[ es wurde Gebohrt Gesägt sowie Geflext was das Zeug her gab


zuletzt bearbeitet 09.11.2014 20:02 | nach oben springen

#96

RE: Chernobyl

in DDR Staat und Regime 09.11.2014 20:32
von silberfuchs60 | 1.458 Beiträge

Zitat von DoreHolm im Beitrag #93
Zitat von Turmwache im Beitrag #91
Zitat von DoreHolm im Beitrag #37
[quote=steffen52|p406503]
Wie das Beispiel mit dem Asbest. Den einen trifft es, am Anderen geht es spurlos vorbei und der Mensch wird über 80. In der Genforschung wird ja seit einigen Jahren versucht herauszufinden, wer mit höherer Wahrscheinlichkeit davon betroffen sein wird und wer nicht. Da kommt noch viel auf uns zu. Huf wird darüber Genaueres wissen, meine ich.




Zum Thema Asbest

Zahl der Asbesttoten steigt: 2012 dreimal mehr Asbesttote als tödliche Arbeitsunfälle1994 und 2012: über 4.000 Bauleute starben durch Asbest

Das ganze Ausmaß der Asbestkatastrophe wird immer deutlicher sichtbar: Wurden 1994 in der Bauwirtschaft 119 Todesfälle durch Asbest verzeichnet, so waren es 2012 bereits 281. Damit gab es im Jahr 2012 am Bau über dreimal mehr Asbesttote als töd­liche Arbeitsunfälle. Die Zahl der Anzeigen auf Verdacht einer Berufskrankheit durch Asbest ist von gut 900 im Jahr 1994 auf 2.038 im Jahr 2012 angestiegen.
http://www.baulinks.de/webplugin/2014/07.../2014/1858.php4

Wer Fragen dazu hat kann mich gerne fragen, ich habe den Lehrgang beim TÜV besucht (eine Woche) und darf damit Asbest entsorgen.
Das Ver- oder Bearbeiten von Asbest ist verboten, dazu gehört auch das Abfegen oder Abkärchern von Dächern und Wänden.




lila: Das hat seinen Grund. Sie wird noch eine ganze Weile, vielleicht ein oder zwei Jahrzehnte, weiter steigen. Der Grund ist, daß bei der Exposition mit Asbest (das geschieht nicht, wenn mal einer sein altes Asbestdach entsorgt, zumindest mit sehr geringer Wahrscheinlichkeit) etwa 30 - 35 Jahre vergehen, bis die Erkrankung ausbricht. Aber wie gesagt, es trifft nicht jeden. Bei meinem Vater habe ich auf der Datsche in den späten 50er oder frühen 60er Jahre Asbestplatten für das Dach verarbeitet. Noch mal dann zu Hause in der Bodenkammer als Schornsteinverkleidung als plane Platten um mitte der 80er. Nichts passiert bisher. Trotz Steinbearbeitung zusätzlich, vor der Wende ohne Schutzmaske und kühlung mit Petroleum oder Diesel. Nichts passiert. Toi, toi, toi.



@DoreHolm ich habe mich das erste mal vor knapp 2 Jahren mit dieser Thematik beschäftigt.
die Inkubationszeit liegt zwischen 15-40 Jahren.

http://www.medhost.de/gesundheit-lexikon...esotheliom.html

Bei meinem Vater wurde es im Oktober 2012 festgestellt und im Juni 2013 ist er gestorben.
Es gibt bei diesem Krebs keine Überlebenschance.


xxx
zuletzt bearbeitet 09.11.2014 20:40 | nach oben springen

#97

RE: Chernobyl

in DDR Staat und Regime 09.11.2014 20:42
von DoreHolm | 7.708 Beiträge

Zitat von DoreHolm im Beitrag #92
[quote=Turmwache|p407160]Habe mal im Stbr. Bergen "Am Streuberg", Vogtland, einer Sandgrube, die verwitterten Granit abbaut, innerhalb von ca. 6 Wochen bei dreimaligem Einsatz eine ca. 1 m² große Fläche violl mit Uranglimmern abgebaut,

was kann man damit machen, sieht das besonders schön aus?[/quote]

Lila:m Ist ein reines Sammlermineral. Sieht gelblich-grün aus (wie alle sekundären U-mineralien). Insbesondere beim Bestrahlen mit UV (wie bei den Diskos) leuchte das herrlich kräftig. Die Eigenschaft, im Dunkel unter UV zu leuchten, haben einige Mineralien und es gibt Sammler, die sich darauf spezialisiert haben. Schau mal in eine größere Ausstelung für Mineralien. Bei vielen wirst Du extra auch einen Dunkelraum finden, in dem solche Mineralien ausgestellt sind.
Wenn esklappt (muß mit Stativ arbeiten), versuche ich mal nachher oder in den nächsten Tage, ein Foto einiger meiner sekundären U-Mineralien zu fotographieren. Kannst vorher auch mal Google befragen. Stichworte: Uran, sekundär UV, Fluorescenz u.a.)



Ergänzung: Wenn es in größeren Mengen angereichert ist, dann ist es natürlich auch als Erzrohstoff intressant. Es kommt relativ Erdoberflächennah vor, also dort, wo anionentragende Wässer (Phosphate, Arsenate u.a.) den primären Rohstoff (i.d.R. Uranpechblende, UO2, umgewandelt haben). In der erzgebirgischen Erzprovinz z.B. zum Teil bis in Bereiche, die schon im Kellerbodenbereich der Einwohner lagen.



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#98

RE: Chernobyl

in DDR Staat und Regime 09.11.2014 21:04
von DoreHolm | 7.708 Beiträge

Zitat von Turmwache im Beitrag #94
Das Ver- oder Bearbeiten von Asbest ist verboten, dazu gehört auch das Abfegen oder Abkärchern von Dächern und Wänden.

Wer es also trotzdem macht wird davon möglicherweise nicht krank werde ;

ABER



Wenn beispielsweise die Nachbarn gerade ihre Wohnzimmerfenster und Balkontüren offen haben weil so schön die Sonne im Frühling scheint und das vollgequarzte Auto soll mal wieder richtig schön im Freien auslüfte - alle Türen auch auf ???

Tja wenn dann die aufgewirbelten Asbestfasern sich dann in die Wohntextilien und Autopolster einnisten - eine Messung nachträglich kann das durchaus ergeben - man sieht es ja nicht, tja dann kann es für den Verursacher richtig teuer werden - auch wenn er unwissend gehandelt hat.
Dann kann es also passieren daß alle Wohntextilien und die Textilien aus dem Auto ausgetauscht werden müssen - ganz zu schweigen wenn da also auch noch Wäsche auf der Leine hängen würde

(Als es also noch Asbestarbeiter gab und die Berufswäsche/Arbeitswäsche noch von deren Frauen zuhause gewaschen wurde da wurde auch dieser Personenkreis krank mit Asbestose.
Schlimm schlimm.

Auf meinem Lehrgang habe ich gelernt daß die Lobbyisten von Eternit usw das Verbot solange rausgezögert hatten bis sie ein alternatives asbestfreies Produkt entwickelt hatte.
In der DDR, ich kann nur über die Zeit von 1987 hier schreiben durfte dann nicht mehrgeflext oder gesägt werde, nur noch nass bohren, ritzen und brechen.
Neueinrichtungen wie unsere Buden auf dem Markt in Rathenow mussten beschichtet werden auf dem Dach.


Rot: Ich gehöre sicher nicht zu den Eternit-Vertreter, aber mitunter wird hier aus Mücken, wenn nicht gleich Elefanten, dann zumindest Ziegen und Schafe gemacht. Wie gesagt, eine Erkrankung kann, wenn auch mit sehr geringer Wahrscheinlichkeit, auch bei sehr geringfügiger Belastung erfolgen. Lt. Statistik läßt sich eben alles belegen. Bei Asbest sind es nur die Stäube, die hier wirken. Wenn die gebunden sind, wird auch kein Staub frei. So wurde mitunter ein Unsinn kolportiert, wenn Trinkwasserleitungen aus Asbestzement bestehen. Entsorgung ist ausreichend, wenn Asbesthaltige materialien z.B. dauerhaft unter einer Erdabdeckung liegen. Bei Industreimülldeponien sollte das kein Problem sein. Die werden nach Schließung mit Mutterboden abgedeckt und begrünt. Was ich mit der gesetzlich vorgeschriebenen Entsorgung von Chemikalien oder eben Asbest schon mitbekommen habe, läßt bei mir die Vermutung aufkommen, daß durch die Entsorgungslobby mit Absicht und Berechnung dafür gesorgt wird, daß der Entsorgungsaufwand möglichst groß und damit teuer ist. Gern wird da mit Superlativen argumentiert wie "hochexplosiv" oder "hochgiftig" u.s.w. Vor Jahren sah ich einmal eine Sendung über die Slums in der Dritten Welt, die ihr Trinkwasser in Fässern aufbewahrten, die vorher "hochgiftige" Chemikalien enthielten. Dann zeigten sie diese Fässer. Schön giftgrün gespritzt. Aufschrift: Iso-Propylalcohol. mich hat´s fast vom Stuhl gehauen, als ich das sah. Ist ein in der Medizin am meisten gebräuchliches Desinfektionsmittel. Schaut Euch mal die Desinfektionsflaschen an, die dort auf jedem Flur und jedem Zimmer für die Handreinigung eingesetzt werden. 70%ig. Das schmiert sich jeder Mann nach der Rasur in den Bart. Riecht wie ein starker Trinkalkohol. Derer gibt es eine Menge Beispiele, wo m.M. nach das Profitstreben an vorderster Stelle steht und die EU-Bürokraten erlassen dann solche Vorschriften. Was nicht heißt, daß es bei vielen Stoffen tatsächlich notwendig ist, den Gebrauch einzuschränken oder gar zu untersagen. Den Entwicklungsabteilungen fällt dann die Aufgabe zu, ihren Kunden Alternativprodukte anzubieten, die wenigstens annähern die gleichen Gebrauchseigenschaften aufweisen, was oft schwierig ist, zumindest aber das neue Produkt verteuert.
Uff, das war wieder ein Roman geworden, aber wenn ich nun mal beim Fachsimpeln bin, ....



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#99

RE: Chernobyl

in DDR Staat und Regime 09.11.2014 21:05
von Gelöschtes Mitglied
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Schei.e,ich habe in den 80er Jahren auch mit diesem Zeug zu tun gehabt.
Mit Asbest wurden die Bremsbacken für Krane belegt,egal ob für Hub,Katze,oder Kranfahrt.
Meist wurde jedoch nass gebohrt und genietet........

Wie verhält sich das überhaupt,wenn der Nachbar unmittelbar an der Grundstücksgrenze ein Asbestdach auf dem Schuppen hat,auf welchem Tannenzweige reiben?
Geht davon für uns Gefahr aus?
@Turmwache, kann man dagegen etwas unternehmen,oder muß man das so hinnehmen?

Gruß ek40


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#100

RE: Chernobyl

in DDR Staat und Regime 09.11.2014 21:24
von Gelöschtes Mitglied
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Hallo @ ek40 , nicht nur die Bremsbacken waren verseucht . Wenn wir die Doppelscheibenkupplung vom Krass 256 wechselten , das war eine staubige , Arbeit , auch die Bremsbelege wurden auf genietet und anschließend auf der Drehbank auf Maßigkeit gedreht .
Bei uns im Betrieb waren viele ältere Kollegen an Silikose erkrankt . ratata


zuletzt bearbeitet 09.11.2014 21:24 | nach oben springen


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