#41

RE: Chernobyl

in DDR Staat und Regime 07.11.2014 23:33
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Ob Tschernobyl oder Fukushima, ein solcher Unfall ist immer eine Katastrophe. In wie weit wir wirklich belastet waren, ich weiß es nicht. Auf der einen Seite wurde die Belastung "geschönt" weil Bruderland und auf der anderen Seite wurde sie "erhöht" weil "nicht Bruderland". Die Wahrheit wird irgendwo in der Mitte liegen.
Besser wäre es gewesen offener mit der Katastrophe umzugehen, die Leute selber entscheiden lassen wie sie sich verhalten wollen. Ich war zu der Zeit auf Schule und habe zu Hause angerufen und vor dem Verzehr von Gemüse gewarnt....

Als das in Fukushima passiert ist habe ich auf der Internetseite (komme jetzt nicht auf den Namen, ist aber eine Seite wo alle Meßstellen in Deutschland aufgelistet sind) nachgeschaut, und siehe da es waren auch erhöhte Were zu verzeichnen.
Und über den Umgang der jap. Behörden mit der Katastrophe und wie die Bevölkerung verar... wurde, das setzte wirklich neue "Maßstäbe".


damals wars hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#42

RE: Chernobyl

in DDR Staat und Regime 07.11.2014 23:36
von FRITZE (gelöscht)
avatar

Und das 25 Jahre nach Tschernobyl ! Is n Rythmus in den Abständen !


nach oben springen

#43

RE: Chernobyl

in DDR Staat und Regime 07.11.2014 23:42
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Von Königstein/Sachsen fuhr jeden Tag ein Güterzug mit Uranerz,oder hieß das Pechblende durch Dresden.
An den Waggons befanden sich keine Transportscheine.Es hieß immer nur nur,die fahren in die Uranwäsche. Wo die war ???
Fakt ist,das viele Wismutkumpel an Krebs erkrankt sind.


nach oben springen

#44

RE: Chernobyl

in DDR Staat und Regime 07.11.2014 23:46
von FRITZE (gelöscht)
avatar

Aber nicht erst seitdem das Wismut hiess ! Die Pechblende als Abfallprodukt vom Sibererzabbau war schon immer radioaktiv !

Mein Opa aus Chemnitz (zu der Zeit K.-M.-Stadt ) ist 1969 mit 49 Jahren genau an meinem Schulanfang gestorben !


nach oben springen

#45

RE: Chernobyl

in DDR Staat und Regime 07.11.2014 23:46
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Zitat von Bürger der DDR im Beitrag #41
Ob Tschernobyl oder Fukushima, ein solcher Unfall ist immer eine Katastrophe. In wie weit wir wirklich belastet waren, ich weiß es nicht. Auf der einen Seite wurde die Belastung "geschönt" weil Bruderland und auf der anderen Seite wurde sie "erhöht" weil "nicht Bruderland". Die Wahrheit wird irgendwo in der Mitte liegen.
Besser wäre es gewesen offener mit der Katastrophe umzugehen, die Leute selber entscheiden lassen wie sie sich verhalten wollen. Ich war zu der Zeit auf Schule und habe zu Hause angerufen und vor dem Verzehr von Gemüse gewarnt....

Als das in Fukushima passiert ist habe ich auf der Internetseite (komme jetzt nicht auf den Namen, ist aber eine Seite wo alle Meßstellen in Deutschland aufgelistet sind) nachgeschaut, und siehe da es waren auch erhöhte Were zu verzeichnen.
Und über den Umgang der jap. Behörden mit der Katastrophe und wie die Bevölkerung verar... wurde, das setzte wirklich neue "Maßstäbe".

Tom , alles klar! Es ging aber bei dem Thema um Tschernobyl! Richtig? Warum muss man gleich wieder auf die Neuzeit abschwenken, so bescheiden und traurig auch das in Japan war! Es geht nun mal um die Russengeschichte des Atommeilers! Das uns in den 80ziger Jahren betroffen und den gesundheitlichen Schaden haben wir heute noch aus zu baden! Das darf nicht vergessen werden! Den auch ich habe in meiner Familie 2 Angehörige, durch diese Scheiße verloren und jeder Arzt, hat es mir unter der Hand bestätigt, das das mit Schuld ist! Bitte nicht verharmlosen!!!! Wünsche allen noch eine gute Nacht und Gott schütze euch für so eine Krankheit!
Grüsse steffen52


nach oben springen

#46

RE: Chernobyl

in DDR Staat und Regime 07.11.2014 23:58
von Grenzwolf62 (gelöscht)
avatar

Zitat von FRITZE im Beitrag #44
Aber nicht erst seitdem das Wismut hiess ! Die Pechblende als Abfallprodukt vom Sibererzabbau war schon immer radioaktiv !

Mein Opa aus Chemnitz (zu der Zeit K.-M.-Stadt ) ist 1969 mit 49 Jahren genau an meinem Schulanfang gestorben !




Der Vater meiner ersten Frau war alter Wismuter der ersten Stunde, die haben zur wilden Zeit am Anfang trocken gebohrt, er hat nie geraucht und auch sonst sehr gesund gelebt, schimpfte immer mit mir als ich ihm beim Hausbau geholfen habe weil ich so ein Räuchermann bin, mit 63 ist er dann innerhalb von 12 Wochen jämmerlich eingegangen, kann man nicht anders beschreiben, war so ein galoppierender Krebs der fast alle Organe in kurzer Zeit befällt.
Die Wismut war schon nicht ohne.


zuletzt bearbeitet 08.11.2014 00:00 | nach oben springen

#47

RE: Chernobyl

in DDR Staat und Regime 08.11.2014 00:10
von FRITZE (gelöscht)
avatar

Damals nach dem Krieg konnte sich mein Opa aussuchen Wismut oder Russland !
Er wollte lieber im Land bleiben !
Auch im persönlichen Bereich mussten Reparationen gezahlt werden !
Da hat kein Marshallplan geholfen !


nach oben springen

#48

RE: Chernobyl

in DDR Staat und Regime 08.11.2014 00:13
von Grenzwolf62 (gelöscht)
avatar

Zitat von FRITZE im Beitrag #47
Damals nach dem Krieg konnte sich mein Opa aussuchen Wismut oder Russland !
Er wollte lieber im Land bleiben !
Auch im persönlichen Bereich mussten Reparationen gezahlt werden !
Da hat kein Marshallplan geholfen !


Mein Schwiegervater ist zur Wismut weil es da gutes Geld zu verdienen gab.


zuletzt bearbeitet 08.11.2014 00:14 | nach oben springen

#49

RE: Chernobyl

in DDR Staat und Regime 08.11.2014 00:18
von FRITZE (gelöscht)
avatar

Das sind zwei Schuhe "müssen oder wollen " !
Mein Opa bekam nicht viel ! Nach drei Jahren durfte er dann in Chemnitz als Fräser arbeiten .


Ich war zwar erst 5 Jahre alt kann mich aber noch an einige Episoden aus dem letztem Urlaub mit ihm erinnern . Hieß wohl Liebau ,die Ortschaft !


nach oben springen

#50

RE: Chernobyl

in DDR Staat und Regime 08.11.2014 00:28
von Grenzwolf62 (gelöscht)
avatar

Zitat von FRITZE im Beitrag #49
Das sind zwei Schuhe "müssen oder wollen " !
Mein Opa bekam nicht viel ! Nach drei Jahren durfte er dann in Chemnitz als Fräser arbeiten .


Ich war zwar erst 5 Jahre alt kann mich aber noch an einige Episoden aus dem letztem Urlaub mit ihm erinnern . Hieß wohl Liebau ,die Ortschaft !


Mein Vater ist 1938 das erste mal als Berglehrling in Oelsnitz in den Steinkohlenschacht eingefahren, ich kannte den als Kind nur angeschwärzt, den Kohlendreck bekam der nie richtig aus der Haut raus gewaschen, er war ja als er 53 aus Russland wiederkam als gelernter Hauer qualifiziert, hat ja auch in Sibirien im Schacht gearbeitet, ist aber nicht zur Wismut, er meinte mal das zwar das Geld schon gelockt hätte, aber die alten Bergleute hätten gewusst das da was faul gewesen wäre mit dem Uranabbau und der Gesundheit, er kroch lieber weiter im Kohlenschacht für etliches weniger rum.
Achso, schön war das er nach der Wende für über 40 Jahre Schinderei unter der Erde die West-Bergmannsrente bekam, wo er den Bescheid über die neue Rente in der Hand hielt hat er geheult und ich habe ihn vorher noch nie heulen sehen.


zuletzt bearbeitet 08.11.2014 00:36 | nach oben springen

#51

RE: Chernobyl

in DDR Staat und Regime 08.11.2014 00:46
von LO-Wahnsinn | 3.489 Beiträge

Zitat von Lutze im Beitrag #14
Zitat von passport im Beitrag #6
Ich lebe auch noch

Hunderte von diesen verstrahlten LKW,s abgefertigt. Der Kollege hat nur bei den einreisenden DDR-LKW,s den Geigerzähler an den Luftfilter gehaltenn dann ging das Gepiepse los.


passport

ihr hattet Geigenzähler an der Grenze?,
kann man darüber mehr erfahren?
Lutze


Klar hatten sie sowas in Marienborn, mussten doch täglich die Gammakanonen auf Funktion testen.


Also ich treffe noch heute regelmässig total verstrahlte Menschen.

Was mir auffällt, die Krebsfälle haben meinem subjektiven Eindruck nach weiter stark zugenommen.
Ich glaube schon das hat auch ein wenig mit dem Unglück zutun.


Ein Volk, das sich einem fremden Geist fügt,
verliert schließlich alle guten Eigenschaften und damit sich selbst.
Ernst Moritz Arndt (1769 - 1860)
damals wars hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#52

RE: Chernobyl

in DDR Staat und Regime 08.11.2014 11:46
von 94 | 10.792 Beiträge

Zitat von rei im Beitrag #43
Von Königstein/Sachsen fuhr jeden Tag ein Güterzug mit Uranerz,oder hieß das Pechblende durch Dresden.
An den Waggons befanden sich keine Transportscheine.Es hieß immer nur nur,die fahren in die Uranwäsche. Wo die war ???

Freital, Schneeberg oder Crossen ... googels Dir raus *freundlich_angrins*


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


nach oben springen

#53

RE: Chernobyl

in DDR Staat und Regime 08.11.2014 11:56
von damals wars | 12.198 Beiträge

Zitat von Bürger der DDR im Beitrag #41
Ob Tschernobyl oder Fukushima, ein solcher Unfall ist immer eine Katastrophe. In wie weit wir wirklich belastet waren, ich weiß es nicht. Auf der einen Seite wurde die Belastung "geschönt" weil Bruderland und auf der anderen Seite wurde sie "erhöht" weil "nicht Bruderland". Die Wahrheit wird irgendwo in der Mitte liegen.

Als das in Fukushima passiert ist habe ich auf der Internetseite (komme jetzt nicht auf den Namen, ist aber eine Seite wo alle Meßstellen in Deutschland aufgelistet sind) nachgeschaut, und siehe da es waren auch erhöhte Were zu verzeichnen.
Und über den Umgang der jap. Behörden mit der Katastrophe und wie die Bevölkerung verar... wurde, das setzte wirklich neue "Maßstäbe".


Ja, diese Mal rannten in Deutschland keine Männchen in Schutzanzügen durch die Tagesschau und es wurde auch kein Salat untergepflügt.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
zuletzt bearbeitet 08.11.2014 11:56 | nach oben springen

#54

RE: Chernobyl

in DDR Staat und Regime 08.11.2014 12:15
von Gelöschtes Mitglied
avatar

auf jeden Fall war der DDR Führung die Gesundheit der Bevölkerung EGAL. Selbst die Friedensfahrt wurde ja extra nach Kiew verlegt um die Harmlosigkeit zu belegen.

Das Problem liegt in den Langzeitfolgen. Man riecht Strahlung nicht, man sieht sie nicht, man hört sie nicht und man stirbt nicht sofort daran, also gibt es sie gar nicht? Niemand stirbt also an Strahlung?

Ich bin mir sicher die Führung hat sich strahlenfrei ernährt.


Hapedi hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#55

RE: Chernobyl

in DDR Staat und Regime 08.11.2014 12:32
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von Harra318 im Beitrag #15
Ich möchte nicht antworten auf die geschriebenen Beiträge,aber die Mauer hat sogar den Smog abgehalten. Zumindest in den achtziger Jahren ()




...das nannte man dann unverfroren erfinderisch:

Industrienebel.


Es ist vielleicht nicht so gut, Witze zu reißen. Möchte das jetzt Folgende auch nicht unbedingt als Witz verstanden wissen. Eher als schwarzer Humor in die Richtung einiger Panikmacher..., die es damals und besonders auf westlicher Seite zur genüge gab. Die bei anderen Eregnissen dieser oder ähnlicher Art wie Fukoschima komischer Weise sehr zurückhaltend waren..., sind.

Bei uns im Folienzelt leuchteten nachts sogar die Gurken und Tomaten...
Die Gurken haben wir als Taschenlampen verkauft, die Tomaten den GT als Leuchtkugeln angeboten...



Aber nun mal ernsthaft. Es hat bei diesem Gau mehr als genug menschliches Leid gegeben und gibt es heute noch.
Im und um das KKW. Menschliches Leid unmittelbar betroffener Opfer der Katastrope, Leid derer, die sich später geopfert haben, um das Ausmaß einzudämmen, um uns, andere vor noch schlimmeren Folgen zu bewahren. Die eigentlichen Helden!

Hatte 1994 einen Ukrainer kennengelernt, hatte auch schon mehrfach darüber geschrieben. Leider ist zur Jahrtausendwende der Kontakt verlorengegangen. Er war mal Garnisonarzt in Haldensleben, dann freischaffender Arzt in der Ukraine und zeitweise auch in Deutschland.

Dr. Waleri **indas, Klarnamen gern über PN. Vielleicht kennt ihn sogar jemand hier und hat noch Kontakt zu ihm, kann mir über seinen jetzigen Aufenthalt, sein Schicksal Auskunft geben. Dann bitte(!) unbedingt bei mir melden! Sag schon mal Danke in Vorau!

Waleri hat mir oft erzählt von Chernobyl und den Folgen, von Strahlungsopfern, Fehlgeburten.... Ich vergesse dabei nie seine emotionale innere Aufgewühltheit.
Er sagte nur, ..Thomas, sowas hast Du noch nicht gesehen..., selbst ich als Mediziner, der schon einiges gesehen hat, mir hat teilweise der Atem gestockt, ich komnte Tage nicht mehr schlafen... . Und das bezog er vornehmlich auf Fehlgeburten, auf Neugeborene mit extremen Mißbildungen, die auch Tage noch gelebt haben, keine Totgeburten waren...

Ich möchte, muß hier einfach aufhören...

josy95


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

Zu verstehen als Abmahnung an EINEN Admin... bitte lächeln!
silberfuchs60 hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#56

RE: Chernobyl

in DDR Staat und Regime 08.11.2014 12:56
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Fakt ist, das unser Atomwarner in einem Innenraum angesprungen ist und selbst nach mehrmaliger Reduzierung der Empfindlichkeit immer noch piepte. Also muss die Strahlungsmenge schon erheblich gewesen sein und das war bei Travemünde.


nach oben springen

#57

RE: Chernobyl

in DDR Staat und Regime 08.11.2014 13:21
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von AkkuGK1 im Beitrag #56
Fakt ist, das unser Atomwarner in einem Innenraum angesprungen ist und selbst nach mehrmaliger Reduzierung der Empfindlichkeit immer noch piepte. Also muss die Strahlungsmenge schon erheblich gewesen sein und das war bei Travemünde.



Wenn man den behördlichen Angaben Glauben schenken kann (wo ich im Speziellen mal von einer relativ hohen Wahrscheinlichkeit von ausgehe), hat sich die Radioaktivität über Deutschland bzw. Mitteleuropa sehr unterschiedlich stark ausgebreitet. Grund (logisch) die Luftströmungen und das Wetter die ersten Tage nach dem Unglück. Experten haben ja auch festgestellt, was auch 100% nachvollziehbar ist, wenn zum Zeitpunkt des Unglücks nicht eine eher seltene, dazu noch intensive östliche Luftströmung vorgeherscht hätte, hätte man in westlich von Tschernobyl gelegenen Länder wenig oder gar nichts festgestellt, bemerkt.
Was mir zu der Belastung in Deutschland spontan einfällt, z. Bsp. Teile von Thüringen, Sachsen und Bayern sollen verhältnismäßig sehr viel abbekommen haben. Auch, wie bereits hier ein User schrieb, bedingt durch nein Gewitter, die Region um Magdeburg.

Aus bestimmen Forsten Thüringens, Sachsens und Bayerns darf ja bis heute wgen nteilweise immer noch hoher Strahlenbelastung immer noch kein Wildschweinfleisch in den Handel gebracht bzw. zum menschlichen Verzehr abgegeben werden. Wildschweine wühlen ja bei der Nahrungssuche vielfach in den oberen Bodenschichten. Und gerade hier (auch logisch) soll sich verhältnismäßig viel Strahlung angereichert oder abgelagert haben.

So makaber es klingen mag. Aber ist es mittlerweile nich fast egal, woran wir sterben?

Ob nun an Reststrahlung von Tschernobyl, vielleicht auch von Fukoschima, von Atombombenversuchen der vergangenen Jahrzehnte oder an mit Antibiotika oder Hormonen massiv und nur dem schnellen Profit dienenden belastetem Fleisch, Lebensmitteln? An den nicht erforschten Spätfolgen von genmanipuliertem Getreide.

Für mich wünsche ich nur, wenn es mal soweit ist.

Lieber Gott, löse mich sanft aus diesem Leben.

Und bitte erst dann, wenn ich einige alte und offene Rechnungen mit einem bestimmten Klientel Zeitgenossen- und genossinnen restlos beglichen habe...

(aus dem 1. Brief josys)

josy95


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

Zu verstehen als Abmahnung an EINEN Admin... bitte lächeln!
nach oben springen

#58

RE: Chernobyl

in DDR Staat und Regime 08.11.2014 13:46
von DoreHolm | 7.705 Beiträge

Zitat von rei im Beitrag #43
Von Königstein/Sachsen fuhr jeden Tag ein Güterzug mit Uranerz,oder hieß das Pechblende durch Dresden.
An den Waggons befanden sich keine Transportscheine.Es hieß immer nur nur,die fahren in die Uranwäsche. Wo die war ???
Fakt ist,das viele Wismutkumpel an Krebs erkrankt sind.


Man sollte sich das nicht so vorstellebn, daß da ein LKW voll dreckigem Erz rumgekarrt wird, aus dem während der Fahrt jede Menge Staub aufge-
wirbelt wird. Das Reicherz, also die Pechblende und die anderen Erzkonzentrate wurden extra in Kisten verpackt. Bei der massiven Pechblende geschah das schon unmittelbar durch die Hauer vor Ort. nach der Anzahl der gefüllten Erzkisten wurden die nämlich bezahlt und da wurde nicht das abgebohrte oder abgesprengte Erz erst mal in die Hunte geschaufelt. Das geschah nur bei weniger angereichertem Erz, das über Tage dann erst mal aufbereitte wurde.
Was den Uranabbau im Erzgebirge betrifft, insbes. Aus der Zeit der "wilden Jahre", empfehle ich des vierten Teil der Tetralogie von Herbert Jobst "Der Glücksucher", herausgegeben 1979 vom Tribüne-Verlag. Er hat hier eine Autobiographie dargelegt und nach allem, was ich bisher über die Wismut kenne (als Sammler kenne ich einige alte Kumpels), ist das sehr realitätsnah geschrieben. nichts für zarte Gemüter. Weiterhin gibt es inzwischen eine ganze Reihe Literatur, mehrheitlich faktenbetont, von Leuten verfasst, die dabeigewesen sind und Verantwortung trugen. Einige davon habe ich hier.
Geh mal in irgendeinen Keller bei Oberschlema oder einer anderen Uranprovinz und messe die Radioaktivität. Das sind ganz andere Werte, auch ohne Wismut. Da hilft nur, gasdichte Kellerwände und Boden und ständige ein gewisser Luftaustausch.
An dem Fakt, daß viele Wismutkumpel, die vornehmlich unter Tage gearbeitet haben, durch die radioaktive Belastung an Krebs erkrankten, zweifelt auch niemand. Nur, es ist halt wie auch mit anderen Giften: Radioaktive Wässer werden als heilmittel benutzt (Rediumbad Bad brambach, Radiumbad Schlema u.a.). In kleinen Dosen soll es nutzen, wobei andere Mediziener wiederum jegliche Dosis, auch die Kleinste, als schädigend ansehen. Irgendwann erreicht die Dosis eine Höhe, wie sie sowieso ständig überall präsent ist (z.B. ein ständig vorhandenes Ion des Kalium, in Gebirgslagen, Piloten u.a.) und dann wird eine Dosis erreicht, bei der nachweislich (lt. Statistik) eine erhöhte Erkrankungsrate für bestimmte Krebsarten festgestellt wird. Es ist nichtso einfach, wie hier von einigen Usern dargestellt, daß es nach deren Ansicht entweder keine Erkrankung gibt, da keine radioaktive Belastung vorhanden ist und dann gleich das andere Extrem, daß auch die geringsten Dosiserhöhungen (natürlich ausschließlich aus Bergbauquellen) gleich und zwingend die schlimmsten Erkrankungen nach sich ziehen.



zuletzt bearbeitet 08.11.2014 13:56 | nach oben springen

#59

RE: Chernobyl

in DDR Staat und Regime 08.11.2014 13:46
von Barbara (gelöscht)
avatar

Ich hatte zu der Zeit ein 8 Monate altes Baby und große Angst. Was darf man an Nahrung kaufen, darf man rausgehen etc., es dauerte ja eine Weile bis das Ausmaß der Katastrophe klar wurde und Informationen kamen eher schubweise. Zu wissen, wie die Windrichtungen die kontaminierten Wolken beeinflussen würden, war nur bedingt eine Erleichterung, nämlich dass die Gegend hier einigermaßen verschont wurde, dafür andere aber stark betroffen waren wo auch Mütter die gleichen Ängste plagten wie mich. Ganz zu schweigen von der näheren Umgebung rund um den Reaktor. Wie grauenvoll war das.

Mir tut das sehr Leid, was einige von euch hier schreiben, die sogar persönlich betroffen waren/sind, und es berührt mich sehr, was ihr davon berichtet.
.


nach oben springen

#60

RE: Chernobyl

in DDR Staat und Regime 08.11.2014 13:46
von Harsberg | 3.248 Beiträge

Hier die Karte der radioaktiven Wolke,


Phantasie ist wichtiger denn Wissen, denn Wissen ist begrenzt!
josy95 und Lutze haben sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen


Ähnliche Themen Antworten/Neu Letzter Beitrag⁄Zugriffe
30 Jahre Tschernobyl - Was haben wir gelernt?
Erstellt im Forum Themen vom Tage von buschgespenst
74 06.12.2016 18:24goto
von marc • Zugriffe: 2303
25 Jahre Tschernobyl
Erstellt im Forum Themen vom Tage von Blanco
15 03.08.2014 23:32goto
von 94 • Zugriffe: 2433
Tschernobyl und die Folgen in der DDR
Erstellt im Forum DDR Zeiten von Angelo
6 09.04.2011 22:57goto
von Granate • Zugriffe: 618
Tschernobyl und die Folgen in der DDR
Erstellt im Forum DDR Zeiten von Angelo
5 23.03.2011 18:58goto
von glasi • Zugriffe: 920
Tschernobyl war viel näher ? Keine Gefahr für Deutschland?
Erstellt im Forum Themen vom Tage von Angelo
18 13.03.2011 11:24goto
von Freedom • Zugriffe: 1253
Tschernobyl Strahlendes Erbe der Geisterstadt
Erstellt im Forum Themen vom Tage von Angelo
2 08.11.2010 17:52goto
von S51 • Zugriffe: 381
Verseuchtes Tschernobyl Gemüse in der DDR
Erstellt im Forum Leben in der DDR von Angelo
25 23.08.2010 18:14goto
von Südharzer • Zugriffe: 2570
Die Katastrophe von Tschernobyl am 26. April 1986
Erstellt im Forum Leben in der DDR von Berliner
70 13.03.2010 12:32goto
von Ludwig • Zugriffe: 5860

Besucher
14 Mitglieder und 60 Gäste sind Online

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: TalSiar
Besucherzähler
Heute waren 2078 Gäste und 134 Mitglieder, gestern 3936 Gäste und 179 Mitglieder online.

Forum Statistiken
Das Forum hat 14372 Themen und 558438 Beiträge.

Heute waren 134 Mitglieder Online:

Besucherrekord: 589 Benutzer (24.10.2016 20:54).

Xobor Ein eigenes Forum erstellen