#41

RE: EK - Bewegung

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 23.09.2009 08:15
von sentry | 1.108 Beiträge

Zitat von Stabsfähnrich
...und wurde beim letzten Aufzug der E`s mit Kragenbinden, Juppenbecher und Eßbesteck geschmückt.



Das finde ich übrigens interessant, denn über den Umgang mit den Juppenbechern beim Abgang habe ich nun schon öfter gelesen.
In Halberstadt war es zu meiner Zeit üblich, schon beim Verlassen des Grenzausbildungsregiments, also vor Abkommandierung zur Grenze, die Juppenbecher imi GAR zurückzulassen - auf ähnliche wie die beschriebene Weise, aber eben nicht erst zur Entlassung. Irgendwie wollte keiner von uns das Ding auch nur eine Minute länger haben. Ich kannte keinen Soldaten, der im zweiten oder gar dritten Diensthalbjahr diese widerliche Tasse noch hatte.

Zur Erklärung: Juppenbecher waren braune Plastiktassen, wie man sie sonst nur Kleinkindern vorsetzt, die jeder frisch eingezogene Grenzer mit der übrigen Bekleidung und Ausrüstung erhielt...irgendwie wohl der Inbegriff der Erniedrigung.


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#42

RE: EK - Bewegung

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 29.09.2009 14:32
von Grete85 | 840 Beiträge

Hallo,
übrigens, die Becher gibts wieder zu kaufen.

Gruß Grete


--------------------------------------------------
Geschichte ist nichts anderes
als die Unfallchronik der Menschheit.

Chales Talleyrand,französicher
Staatsmann (1754-1838)
--------------------------------------------------
Gedient von Frühjahr 1982 bis Frühjahr 1985 beim
VEB Landesverteidigung, Betriebsteil Grenzsicherung Rhön
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#43

RE: EK - Bewegung

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 29.09.2009 15:01
von Stabsfähnrich | 2.046 Beiträge

Zitat von sentry

Zitat von Stabsfähnrich
...und wurde beim letzten Aufzug der E`s mit Kragenbinden, Juppenbecher und Eßbesteck geschmückt.



Das finde ich übrigens interessant, denn über den Umgang mit den Juppenbechern beim Abgang habe ich nun schon öfter gelesen.
In Halberstadt war es zu meiner Zeit üblich, schon beim Verlassen des Grenzausbildungsregiments, also vor Abkommandierung zur Grenze, die Juppenbecher imi GAR zurückzulassen - auf ähnliche wie die beschriebene Weise, aber eben nicht erst zur Entlassung. Irgendwie wollte keiner von uns das Ding auch nur eine Minute länger haben. Ich kannte keinen Soldaten, der im zweiten oder gar dritten Diensthalbjahr diese widerliche Tasse noch hatte.

Zur Erklärung: Juppenbecher waren braune Plastiktassen, wie man sie sonst nur Kleinkindern vorsetzt, die jeder frisch eingezogene Grenzer mit der übrigen Bekleidung und Ausrüstung erhielt...irgendwie wohl der Inbegriff der Erniedrigung.




...na wie dem auch sei, zumindest hingen ein paar der Tassen im Baum.


Mit freundlichen Grüßen - Chris
www.polizeilada.de
www.grenzradio911.info
zuletzt bearbeitet 29.09.2009 15:04 | nach oben springen

#44

RE: EK - Bewegung

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 29.09.2009 15:14
von Grete85 | 840 Beiträge

Hallo,

bei uns fanden auch die "guten" Karmelhaarpantoffel den Weg in den Wald.Festgenagelt, so hoch, das keiner dran kommt. Und Kragenbinden natürlich auch.Beschrieben mit Spitznamen und Entlassungsdaten. Meine war geschützt in dem Glaszigarrenröhrchen von der letzten"Schichtzigarre".

Gruß Grete


--------------------------------------------------
Geschichte ist nichts anderes
als die Unfallchronik der Menschheit.

Chales Talleyrand,französicher
Staatsmann (1754-1838)
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Gedient von Frühjahr 1982 bis Frühjahr 1985 beim
VEB Landesverteidigung, Betriebsteil Grenzsicherung Rhön
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#45

RE: EK - Bewegung

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 29.09.2009 15:47
von Nomex | 254 Beiträge

Hätte ich nicht gedacht, aber EK fand sogar Eingang ins Wiki
http://de.wikipedia.org/wiki/Entlassungskandidat

Irgendwie kann ich mich auch noch an diese Klammern erinnern.
Hatte das nicht auch irgendwas mit Vize zu tun?
Waren wohl ursprünglich Kennzeichnungen von Kraftstoffkanistern.

Ja und die alten Tragegestelle durften wohl auch nicht von allen DHJ getragen werden. Also die wo die Schlaufen am Koppel blieben. Waren aber schon 1985 nur noch selten anzutreffen und sehr begehrt.

Gruß


~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Günther Zieschong: "Mir hätten das System erst mal leasen solln...."
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#46

RE: RE.Alkohol

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 01.10.2009 23:16
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von TOMMI
Ich möchte hier noch ein wichtiges Ritual der EK-Bewegung anfügen.
Es war der Vizeschlag.
Bei der EK-Bewegung war der Vize Rang zwei nach dem E(K).
Nur wer Vize war, durfte später E mit allen Rechten sein.
Vize wurde man, wenn man die Hälfte seiner Dienstzeit abgeleistet
hatte. Die Ernennung zum Vize erfolgte durch den Vizeschlag, ein Ritual,
welches an einen Ritterschlag erinnerte.
Der zu Schlagende hatte eine gewisse Anzugsordnung:
* weiße Unterwäsche lang
* darüber gelb-rotes Sportzeug
* Stahlhelm, auf dem eine brennende Kerze stand
Der Raum, in dem die feierliche Prozedur stattfand, war abgedunkelt, ausgebreitet
eine Wolldecke, davor ein Hocker, auf dem eine Taschenlampe stand, auf Farbe Rot
gestellt.
Der zu Schlagende musste von seinem Unterkunftsraum in den Raum gehen, in dem der
Vizeschlag stattfinden sollte. Dabei durfte die brennende Kerze auf dem Stahlhelm
nicht ausgehen. Passierte dies doch, musste von vorn angefangen werden.
Betrat er den Raum, hatte er auf der Wolldecke niederzuknieen und dem E (hier
fiel der Begriff "Patenonkel") ein Gedicht aufzusagen, das dem Gedicht vom
"lieben guten Weihnachtsmann ähnelte". In diesem Gedicht musste dem E gehuldigt werden
und die Bitte vorgetragen werden, dass dieser ihn zum Vize schlägt.
Dann nahm der E wahlweise einen Klappspaten oder eine Schranktür, berührte die
linke Schulter des (Patenkindes) und sagte:"Als Keim bist Du gekommen", dann die
rechte Schulter und sagte: "Zick bist du" und mit den Worten "Vize sollst Du sein!"
schlug er mit dem entsprechenden Werkzeug auf die auf dem Helm stehende Kerze.
Abschließend musste der frischgebackende Vize innerhalb von 10 sec die Taschenlampe
auf dem Hocker von Rot auf Grün umstellen. Es durfte nicht passieren, dass man aus Versehen
Blau einstellte! Dann war das ganze ungültig und der Spaß ging von vorne los.
Abscließend sog sich der betreffende um und an seiner Uniform wurden die Schulterstücke
geknickt.
Anschließend wurde gefeiert, der neue Vize hatte dazu eine Torte auszugeben.



Hallo Tommi.

so ähnlich ging es 82'bei uns auch schon ab.Und der Spruch ging bei uns so:

Lieber E schlag endlich ein,ich will nicht länger Blase sein!
Vizeknicke mache mir,danach gibt es lecker Bier

Gruß ek40


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#47

RE: RE.Alkohol

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 03.10.2009 16:24
von Gefr83 | 22 Beiträge

Ich möchte nun auch meine Beitrag zur EK-Bewegung leisten.
Meine Grundausbildung habe ich in Johann-Sibiersk (Johanngeorgenstadt) absolviert. Vermutlich durch drastischen Personalmangel betrug unsere Ausbildungszeit nur 3 Monate. Was nicht bedeutet, dass wir nur die Hälfte der Ausbildungszeit hatten. Das Programm von 6 Monaten wurde in 3 Monaten durch gezogen. Ich kam also bereits im 1 Diensthalbjahr als "Dachs" in die Grenzkompanie. Somit hatte ich 2 "Vorgesetzte", die "Vize" (2. DHJ) und die EK´s. Ich muss aber sagen, dass sich die EK-Bewegung in Grenzen (im wahrsten Sinne des Wortes) hielt. Ok, Geschenke waren an der Tagesordnung, Revier reinigen war unser Part, aber sonst eigentlich nichts weiter. Gut das mit den Farben gab es auch bei uns. Für uns gab es nur die Farbe "rot". Der 11er Takt war für uns tabu, etc. Verstösse wurde mit einer "Spende" in die "Putscherkasse" geahndet. Diese wurde dann aber auch gemeinsam im nächsten Ausgang für die Bezahlung der Zeche genutzt.
Natürlich gab es auch "erzieherische" Maßnahmen. Dann Aber nur wenn es angebracht war. So hatte ein Soldat ein großes Problem mit der Körperhygiene. Das ganze Zimmer hat gestunken. Gespräche haben nicht gewirkt. Da wurde vereinbart, etwas dagegen zu unternehmen. Im Waschraum wurde ein Becken voll Wasser gelassen, es wurden einige Dinge vom "Schreiber" besorgt (mehrere saubere Toilettenbürsten und ein paar Packungen "ATA"). Der Soldat wurde in das Becken gelegt und gereinigt. Mit enormer Wirkung. Ein vorbildlicher Soldat in Sachen Körperhygiene.

Viele Grüße



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#48

RE: RE.Alkohol

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 11.11.2012 20:57
von Perle | 106 Beiträge

Zitat von Gefr83 im Beitrag #47
Ich möchte nun auch meine Beitrag zur EK-Bewegung leisten.
Meine Grundausbildung habe ich in Johann-Sibiersk (Johanngeorgenstadt) absolviert. Vermutlich durch drastischen Personalmangel betrug unsere Ausbildungszeit nur 3 Monate. Was nicht bedeutet, dass wir nur die Hälfte der Ausbildungszeit hatten. Das Programm von 6 Monaten wurde in 3 Monaten durch gezogen. Ich kam also bereits im 1 Diensthalbjahr als "Dachs" in die Grenzkompanie. Somit hatte ich 2 "Vorgesetzte", die "Vize" (2. DHJ) und die EK´s. Ich muss aber sagen, dass sich die EK-Bewegung in Grenzen (im wahrsten Sinne des Wortes) hielt. Ok, Geschenke waren an der Tagesordnung, Revier reinigen war unser Part, aber sonst eigentlich nichts weiter. Gut das mit den Farben gab es auch bei uns. Für uns gab es nur die Farbe "rot". Der 11er Takt war für uns tabu, etc. Verstösse wurde mit einer "Spende" in die "Putscherkasse" geahndet. Diese wurde dann aber auch gemeinsam im nächsten Ausgang für die Bezahlung der Zeche genutzt.
Natürlich gab es auch "erzieherische" Maßnahmen. Dann Aber nur wenn es angebracht war. So hatte ein Soldat ein großes Problem mit der Körperhygiene. Das ganze Zimmer hat gestunken. Gespräche haben nicht gewirkt. Da wurde vereinbart, etwas dagegen zu unternehmen. Im Waschraum wurde ein Becken voll Wasser gelassen, es wurden einige Dinge vom "Schreiber" besorgt (mehrere saubere Toilettenbürsten und ein paar Packungen "ATA"). Der Soldat wurde in das Becken gelegt und gereinigt. Mit enormer Wirkung. Ein vorbildlicher Soldat in Sachen Körperhygiene.

Viele Grüße


Bei uns in der Grenzkompanie rollte fast jeden Abend die EK-Kugel über den Flur. Sehr zum Ärgernis der Sackis.Bandmaß-Abschnitt bei den EK´s war immer jeden Abend ab 18.00 Uhr.Wer es vergessen hatte oder zu früh abgeschnitten hatte , mußte immer Liegestütze oder Geld in die Kasse zahlen. Das Bandmaß war immer und überall mitzuführen.Auch beim Duschen oder Scheißen.Der 11 er Takt wurde in der Kantine mit den braunen Plastetassen immmer auf dem Tisch geklopft b.z.w. in den Unterkünften an den Heizungsrohren.Auch auf dem LO zum Grenzdienst wurde mit dem Gewehrkolben auf der Ladefläche der 11 er Takt geklopft.Die Ek´s hatten sich auch untereinander gegenseitig mit der Taschenlampe mit der Farbe grün belobigt.Die ´´Knollen´´ bekamen die Farbe rot zu spüren.

Perle


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#49

RE: RE.Alkohol

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 11.11.2012 22:08
von Schmiernippel | 244 Beiträge

Der von euch sogenannte Juppenbecher, die braune Plastetasse, spielte zu meiner Zeit in der EK-Bewegung noch keine Rolle. Übrigens war unsere Tasse blau und ich habe sie heute noch nach über 40 Jahren und benutze sie seit meiner Entlassung Ende April 1972 ununterbrochen als Gefäss für das heiße Wasser zum Rasieren. Ein eifriger Sammler von allem, was es in der NVA und den GT gab, wollte sie mir mal in den 90er Jahren abkaufen. Aber was sollte ich dann zum Rasieren benutzen? Man hat halt so seine Gewohnheiten.
Gruß Schmiernippel



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#50

RE: RE.Alkohol

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 11.11.2012 22:13
von DoreHolm | 7.707 Beiträge

Unsere Plastetasse war weiß, oder sagen wir besser, hellbeige. So wie eine richtige Lederhose richtig speckig sein muß, war eine richtige Tee- oder Kaffetasse nur zünftig, wenn sie innen richtig braun war. Wir hatten immer zwei davon. Eine dreckige , auch EK-Tasse genannt, zum Benutzen und eine sauber zum Vorzeigen.



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#51

RE: RE.Alkohol

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 11.11.2012 22:34
von SEG15D | 1.121 Beiträge

Die EK-Bewegung gab es natürlich auch in unserer Einheit, jedoch in stark abgeschwächter Form.
Auch wir wurden zum Vize geschlagen,auch wir waren als Dachse für die Sauberkeit auf der Stube verantwortlich.
Das Ganze geschah jedoch immer auf der kameradschaftlichen Ebene.
Ohne persönliche Angriffe oder Bloßstellungen...
Ich glaube, das hatte viel mit dem Bildungsstand in der Einheit zu tun...da waren keine Verklemmten, nur eben Fachleute
aus den verschiedensten Bereichen: Tischler, Dreher, Elektronikfacharbeiter, Funkmechaniker usw.

Wir haben in unserer Wehrdienstzeit in unseren Berufen gearbeitet...vielleicht als Einige unter Wenigen...

SEG15D



DoreHolm hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#52

RE: RE.Alkohol

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 11.11.2012 22:40
von Pitti53 | 8.791 Beiträge

Zitat von Perle im Beitrag #48
Zitat von Gefr83 im Beitrag #47
Ich möchte nun auch meine Beitrag zur EK-Bewegung leisten.
Meine Grundausbildung habe ich in Johann-Sibiersk (Johanngeorgenstadt) absolviert. Vermutlich durch drastischen Personalmangel betrug unsere Ausbildungszeit nur 3 Monate. Was nicht bedeutet, dass wir nur die Hälfte der Ausbildungszeit hatten. Das Programm von 6 Monaten wurde in 3 Monaten durch gezogen. Ich kam also bereits im 1 Diensthalbjahr als "Dachs" in die Grenzkompanie. Somit hatte ich 2 "Vorgesetzte", die "Vize" (2. DHJ) und die EK´s. Ich muss aber sagen, dass sich die EK-Bewegung in Grenzen (im wahrsten Sinne des Wortes) hielt. Ok, Geschenke waren an der Tagesordnung, Revier reinigen war unser Part, aber sonst eigentlich nichts weiter. Gut das mit den Farben gab es auch bei uns. Für uns gab es nur die Farbe "rot". Der 11er Takt war für uns tabu, etc. Verstösse wurde mit einer "Spende" in die "Putscherkasse" geahndet. Diese wurde dann aber auch gemeinsam im nächsten Ausgang für die Bezahlung der Zeche genutzt.
Natürlich gab es auch "erzieherische" Maßnahmen. Dann Aber nur wenn es angebracht war. So hatte ein Soldat ein großes Problem mit der Körperhygiene. Das ganze Zimmer hat gestunken. Gespräche haben nicht gewirkt. Da wurde vereinbart, etwas dagegen zu unternehmen. Im Waschraum wurde ein Becken voll Wasser gelassen, es wurden einige Dinge vom "Schreiber" besorgt (mehrere saubere Toilettenbürsten und ein paar Packungen "ATA"). Der Soldat wurde in das Becken gelegt und gereinigt. Mit enormer Wirkung. Ein vorbildlicher Soldat in Sachen Körperhygiene.

Viele Grüße


Bei uns in der Grenzkompanie rollte fast jeden Abend die EK-Kugel über den Flur. Sehr zum Ärgernis der Sackis.Bandmaß-Abschnitt bei den EK´s war immer jeden Abend ab 18.00 Uhr.Wer es vergessen hatte oder zu früh abgeschnitten hatte , mußte immer Liegestütze oder Geld in die Kasse zahlen. Das Bandmaß war immer und überall mitzuführen.Auch beim Duschen oder Scheißen.Der 11 er Takt wurde in der Kantine mit den braunen Plastetassen immmer auf dem Tisch geklopft b.z.w. in den Unterkünften an den Heizungsrohren.Auch auf dem LO zum Grenzdienst wurde mit dem Gewehrkolben auf der Ladefläche der 11 er Takt geklopft.Die Ek´s hatten sich auch untereinander gegenseitig mit der Taschenlampe mit der Farbe grün belobigt.Die ´´Knollen´´ bekamen die Farbe rot zu spüren.

Perle


Ich habe als "Sacki" die EK Kugel NUR einmal rollen gehört...hab sie gefangen.Dann gabs keine mehr..muß so 1980/81 gewesen sein


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#53

RE: RE.Alkohol

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 12.11.2012 07:36
von Grenzwolf62 (gelöscht)
avatar

Zitat von Pitti53 im Beitrag #52
Zitat von Perle im Beitrag #48
[quote=Gefr83|p28676]


Bei uns in der Grenzkompanie rollte fast jeden Abend die EK-Kugel über den Flur. Sehr zum Ärgernis der Sackis.Bandmaß-Abschnitt bei den EK´s war immer jeden Abend ab 18.00 Uhr.Wer es vergessen hatte oder zu früh abgeschnitten hatte , mußte immer Liegestütze oder Geld in die Kasse zahlen. Das Bandmaß war immer und überall mitzuführen.Auch beim Duschen oder Scheißen.Der 11 er Takt wurde in der Kantine mit den braunen Plastetassen immmer auf dem Tisch geklopft b.z.w. in den Unterkünften an den Heizungsrohren.Auch auf dem LO zum Grenzdienst wurde mit dem Gewehrkolben auf der Ladefläche der 11 er Takt geklopft.Die Ek´s hatten sich auch untereinander gegenseitig mit der Taschenlampe mit der Farbe grün belobigt.Die ´´Knollen´´ bekamen die Farbe rot zu spüren.

Perle


Ich habe als "Sacki" die EK Kugel NUR einmal rollen gehört...hab sie gefangen.Dann gabs keine mehr..muß so 1980/81 gewesen sein


Du hast sie erbeutet
Da müssen die Roller aber selten bescheuert gewesen sein, denn die durfte niemals zur Beute werden.


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#54

RE: RE.Alkohol

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 12.11.2012 09:57
von furry | 3.580 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #53
Du hast sie erbeutet
Da müssen die Roller aber selten bescheuert gewesen sein, denn die durfte niemals zur Beute werden.


Diesen Kampf um die Kugel gab es auch damals bei der BePo. Unserer Kugel fehlte zudem noch ein kleines Stück, was beim Rollen für zusätzlichen Krach sorgte.
Eines Nachts bemerkten wir, dass der Nachrichtenzugführer Leutnant (genannt) Hukinack das Ding erbeuten wollte. Auf der Startseite des Flures lagen die Pioniere und die haben das Ding auf einem Benzinkocher ordentlich heiß gemacht und dann langsam Richtung Aufklärungszug am anderen Flurende rollen lassen. Es kam wie es kommen sollte, Hukinack stürzte aus dem in der Mitte gelegenen Waschraum auf die Kugel und gab dann nur noch einen lauten Brüller von sich. Der nächste Tag brachte dann zwar ordentlich Sackstand, aber zu dem Zeitpunkt war die Kugel im Fuhrpark sicher verwahrt. Sie rollte noch oft.


"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)
zuletzt bearbeitet 12.11.2012 09:58 | nach oben springen

#55

RE: RE.Alkohol

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 12.11.2012 10:15
von Rostocker | 7.731 Beiträge

Also wenn wir hier bei der EK-Zeit sind,dann möchte ich mal mit Anfügen.Ich war zum GWD bei den GT--zum 1.Reservistendienst bei den GT.Und es gab auch da die sogenannte EK-Bewegung,die sich aber so viel ich noch weiß in Grenzen hielt.Und dann kam noch mal mitte der 80er,ein 3monatiger-Reservistendienst in Beelitz Heilstätten bei den Aufklärern. Ohne nun die ehm Kameraden von der NVA auf den Schlips zu treten.Aber als ich dort die EK-Bewegung mitbekommen habe,da dachte ich --das ist ja die Hölle für das 1 und 2 Diensthalbjahr.Da kann man,wie man so sagt--ganze Bände mit füllen.Ok,als Resis ging uns das am A:::: vorbei.Aber im stillen habe ich Damals so gedacht---sei froh,das du die 18 Monate bei den GT gelandet bist,wie in dieser Hölle.


utkieker und Pzella 82 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#56

RE: EK - Bewegung

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 12.11.2012 12:22
von 94 | 10.792 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #53
..., denn die durfte niemals zur Beute werden.

Wurde nicht genau für diesen Fall die Kugel in der Backröhre der Kompanieküche mit 200 Celsiusgraden Umluft so vier bis sechs Stund 'vorgewärmt' *fragend_grins*


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


zuletzt bearbeitet 12.11.2012 12:58 | nach oben springen

#57

RE: EK - Bewegung

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 12.11.2012 13:49
von Grenzwolf62 (gelöscht)
avatar

Zitat von 94 im Beitrag #56
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #53
..., denn die durfte niemals zur Beute werden.

Wurde nicht genau für diesen Fall die Kugel in der Backröhre der Kompanieküche mit 200 Celsiusgraden Umluft so vier bis sechs Stund 'vorgewärmt' *fragend_grins*

Jedenfalls wussten nur wenige eingeweihte wo das Versteck war.
Die Kugel war so alt wie die GT und sollte überdauern.


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#58

RE: EK - Bewegung

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 12.11.2012 14:26
von Fritze (gelöscht)
avatar

Zitat von 94 im Beitrag #56
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #53
..., denn die durfte niemals zur Beute werden.

Wurde nicht genau für diesen Fall die Kugel in der Backröhre der Kompanieküche mit 200 Celsiusgraden Umluft so vier bis sechs Stund 'vorgewärmt' *fragend_grins*


Na klar ,und woanders ( ich trau mich gar nicht zu erzählen )wurde sie in der Werkstatt mit dem Brenner heiss gemacht und der getroffene Offizier musste mit verbundenen Pfoten trotzdem voll Dienst machen ,weil er sich hat reinlegen lassen.


zuletzt bearbeitet 12.11.2012 14:26 | nach oben springen

#59

RE: EK - Bewegung

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 12.11.2012 15:53
von ddr-bürger (gelöscht)
avatar

in der ek zeit wurde bei uns viel getrunken, die vize durften ranschaffen und auch mittrinken, das zeug wurde im lkw reingebracht z.b. g5 im spillkasten unter der pritsche oder manchmal auch unter der sitzbank/ fahrersitz, da waren die baterien und der umschalter von 12 v bordspannung auf 24v anlassstrom
einmal wurde ich angezinkt weil ich einen vollen lkw hatte, war alles erledigt und größteneils auch fachgerecht vernichtet, dabei wurde einer im suff erwischt und um straffrei auszugehen lieferte er mich ans messer, seit der zeit nur noch eigenbedarf
"nichts wird so bestraft wie eine gute tat"


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#60

RE: RE.Alkohol

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 12.11.2012 16:55
von utkieker | 2.926 Beiträge

Zitat von Rostocker im Beitrag #55
Also wenn wir hier bei der EK-Zeit sind,dann möchte ich mal mit Anfügen.Ich war zum GWD bei den GT--zum 1.Reservistendienst bei den GT.Und es gab auch da die sogenannte EK-Bewegung,die sich aber so viel ich noch weiß in Grenzen hielt.Und dann kam noch mal mitte der 80er,ein 3monatiger-Reservistendienst in Beelitz Heilstätten bei den Aufklärern. Ohne nun die ehm Kameraden von der NVA auf den Schlips zu treten.Aber als ich dort die EK-Bewegung mitbekommen habe,da dachte ich --das ist ja die Hölle für das 1 und 2 Diensthalbjahr.Da kann man,wie man so sagt--ganze Bände mit füllen.Ok,als Resis ging uns das am A:::: vorbei.Aber im stillen habe ich Damals so gedacht---sei froh,das du die 18 Monate bei den GT gelandet bist,wie in dieser Hölle.

Hallo Rostocker,

daß die EK- Bewegung bei den GT nicht ausuferte hatte für mich zwei Gründe:

1. Es gab nur zwei Diensthalbjahre in den Grenzkompanien
2. Man hatte eine Art Rückversicherung für den Grenzdienst

Gruß Hartmut!


"Die Vergangenheit zu verbieten macht sie nicht ungeschehen, nicht einmal wenn man versucht sie selbst in sich zu verdrängen"
(Anja-Andrea 1959 - 2014)
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