#21

RE: EK - Bewegung

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 18.04.2009 09:32
von küche69 | 428 Beiträge

Zur "EK-Bewegung" möchte ich sagen, dass es in unserer Kompanie nicht so ark getrieben wurde, wie man es aus anderen Kompanien gehört hat. Sicherlich gab es Ausnahmen, aber Ausnahmen bestätigen die Regel. Und als wir die "Alten und EK`S" waren und keine "Juppies" mehr, haben wir unsere Macht ja auch ein klein wenig spielen lassen. Tage trücken gehörte dann nicht mehr zu unserem "Grenzerleben", sondern es wurden nach dem Anschnitt die Tage bis zum "Abgang" gezählt!



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#22

RE.Alkohol

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 18.04.2009 09:39
von küche69 | 428 Beiträge

Zum Thema Alkohol kann ich sagen, dass im Objekt der 6. GK in Morsleben kaum Alkohol getrunken wurde und nur im Ausgang haben die Gefreiten oder Soldaten ordentlich einen gebechert! Nachdem ich wegen übermäßigem Alkoholgenusses im "Knast" gelandet bin, habe ich die Sache Alkohol anders gesehen!
Denn es gab nach Ausgängen einige Vorfälle, diese wurden bestraft und es gab Ankündigungen wonach nach nochmaligem Alkoholmissbrauch härtere Strafen drohten, leiden habe ich die Sache zu blauäugig gesehen und die Strafe folgte auf dem Fuße!



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#23

RE: EK - Bewegung

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 18.04.2009 15:17
von S51 | 3.733 Beiträge

EK-Bewegung unter den Soldaten hat/wollte unsereins kaum mitbekommen. Als ich das erste Mal nach vorne ging und unser dritter Posten unbedingt meine Futtertasche packen und schleppen wollte,war mir das eher peinlich. Wir GAK-Uffze kamen uns schon mächtig EK-mäßig vor, als es daran ging, das Maßband vorzubereiten und wieder später die Schulterstücke angeknickt wurden. Aber es gab Extremfälle. Im Frühjahr 1985 haben die EK an unserer Kompanie einen Fahrer dermaßen schikaniert, dass er bei einer Fahrt in den Abschnitt von "Durchdrehen" sprach. Nun wollte man nicht als Anschei... gelten aber das war zu fett. Also haben ich und noch ein GAK die Sache in der Parteiversammlung öffentlich gemacht. Danach war eine Weile Sa..stand angesagt. So etwa zwei bis drei wochen. Dann hatten sich alle wieder beruhigt. Äußerst sauer stieß mir auf, dass eben dieser Fahrer später im Herbst 85 einer der schlimmsten EK wurde. Da bewahrheite sich das Sprichwort: Den Schlimmsten ging es vorher am dreckigsten. Er kam sich schon gnädig vor, wenn sein bepackter Posten es gerade noch durch die zuknallende Tür schaffte. Also haben wir ihn uns am Ende eines Ausganges vor dem Lutz-Meier-Denkmal vorgeknöpft und ihm richtig Mut gemacht. Es gibt schließlich so ein paar schöne Geschichten. Nicht jeder Deserteur ist getürmt, weil es ihm bei uns zu gut ging. Danach war Ruhe.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


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#24

RE: RE.Alkohol

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 19.04.2009 13:30
von Pitti53 | 8.789 Beiträge

küche69 das halte ich für ein gerücht.in j e d e r gk wurde gesoffen


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#25

RE: RE.Alkohol

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 19.04.2009 13:40
von Pitti53 | 8.789 Beiträge

selbst in der sogenannten eliteeinheit sik marienborn mit ausgesuchten soldaten.hatte da mal ein erlebnis,daß vergesse ich nicht: der diensthabende zug stand zur vergatterung.irgendwie hatte ich eine eingebung und wollte die thermosflaschen kontrollieren.bei einem gefreiten(er sollte nach der schicht auf vku fahren),gab es probleme.er roch schon so nach alk.die flasche wollte er nicht zeigen.ok,hab ich gesagt,dann kein dienst.ab auf's zimmer,ihnen geht es gesundheitlich nicht gut(wollte ihm den urlaub nicht versauen.er trat ab.a b e r dann drehte er durch,lief schreiend durch die kompanie und drohte mich umzubringen.erst ignoriete ich es,aber als er anfing den uvd zu akkatieren um eine waffe zu erhalten,mußte ich eingreifen.das ende war arrest,kein urlaub und strafversetzung.tat mir leid um den jungen,war sonst ein guter mann.aber das war zu viel.und außerdem hat e r mich nicht verstanden


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#26

RE: RE.Alkohol

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 19.04.2009 13:58
von grenzgänger86 | 375 Beiträge

Ich kann auch nicht nur darüber berichten,daß nur im Ausgang gesoffen wurde.In Schierke gab es ja den Brockenzug und manchmal wurde den Taxi-oder Barkasfahrern,die die Leute von der wetterwarte usw.hochgefahren haben,von den Grenzern am KP auf dem Brocken,Geld gegeben und am nächsten tag brachten die Fahrer dann ein paar Flaschen "Goldbrand" mit zum Brocken.Und auch in der Kompanie selbst war es manchmal schlimm,einmal waren ein Paar Leute vom A-Zug so besoffen,daß einer,beim A-Zug Alarm in der Nacht beim anfahren des LOs von der Ladefläche gefallen ist.Das nur mal zum Alkoholproblem.

04/86-04/87 in Schierke


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#27

RE: RE.Alkohol

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 19.04.2009 14:26
von S51 | 3.733 Beiträge

Also Allolol gab es bei uns nicht. Jedenfalls nicht lange.
Vor dem und im Dienst aber tatsächlich nicht. Mit dem Fahrzeug war das Risiko einfach zu groß und bei einer Streife im Hinterland wäre die Vorstellung, bedämmert im Busch eines auf die Nuß zu kriegen auch nicht die wahre Erfüllung gewesen.
Aber im Ausgang? Ich habe ein Album von damals und darin klebt auch eine Rechnung vom Heinrich-Heine. Da wäre ich heute nach einem Drittel wohl schon klinisch tot, muss es aber noch irgendwie in die Kompanie geschafft haben.
Was in der Kompanie bei den Soldaten ablief, kriegten wir GAK kaum mit. Als Diensthabende wurden wir nicht eingeplant. OvD durften nur Berufssoldaten machen und zum UvD waren wir wieder zu "hoch". Die Belastung durch die Schichten war recht ordentlich und dann waren wir doch überwiegend allein.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


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#28

RE: RE.Alkohol

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 19.04.2009 16:35
von küche69 | 428 Beiträge

Natürlich hast Du Recht, auch bei uns in der 6.GK wurde ordentlich gebechert, es gab selbstgebrannten oder von daheim Luftdicht in Dosen eingeschweißten und die Führungskräfte haben auch ordentlich zugelangt!
Gefreite und Soldaten taten es auch und ich selbst habe auch Bier im Spint gehabt (Rückwärtiger Dienst), man hatte Möglichkeiten Schnaps und Bier zu verstecken oder ins Objeckt zu bringen! Wollte die anderen hier einmal anfüttern und auf die Probe stellen, ein Spaß ist doch wohl erlaubt, oder?



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#29

RE: RE.Alkohol

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 19.04.2009 18:48
von grenzgänger86 | 375 Beiträge

Ja,JA das gute alte Heinrich-Heine-Hotel in Schierke,im Dachsbau,eine Bar im kellergeschoß,was wurden dort für Liter Alk "verbrannt".Fast jeder kam aus dem Ausgang etwas "hart" an,manche waren in die Schlupfwassergräben neben der Strasse gefallen und die Uniform wurde etwas schwerer durch das wasser und manch einer wurde von den Zimmerkollegen eingehackt und die Brockenstrasse hochgeschleifft,weil die Beine versagten"dann fehlten an den sogenannten "Dieckeltrettern"dann die Schuhspitzen und das Leder war weggehobelt.Wenn die dann vom Spieß neue Schuhe wollten wußte der dann genau wer nicht eigenen Fußes zur Kompanie gelaufen ist.Aber klar im Dienst wurde nicht getrunken,das mit dem A-Zug war wahrscheinlich eine "Schierker Feuerstein-Party"und einmalig.

04/86-04/87 in Schierke


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#30

RE: RE.Alkohol

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 19.04.2009 18:53
von Pitti53 | 8.789 Beiträge

hätte mich auch gewundert,zumal ich die gk morsleben kenne.ich kannte mal einen feldwebel,der wußte fast alle alkoholverstecke der soldaten.wenn sie gut gefüllt waren,räumte er sie leer.tage später liefen dann einige sehr verunsichert durch die gegend.i c h hab ihn nie verraten.aber viel gelernt.als er weg war,hab ich die verstecke geräumt,kompanieversammlung angewiesen und gefragt wem das zeug gehört.hat sich natürlich keiner gemeldet.wir namen es dann als spende für den nächsten kompanieabend.da konnten die jungs ordentlich bechern


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#31

RE: RE.Alkohol

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 01.07.2009 01:32
von TOMMI | 1.987 Beiträge

Ich möchte hier noch ein wichtiges Ritual der EK-Bewegung anfügen.
Es war der Vizeschlag.
Bei der EK-Bewegung war der Vize Rang zwei nach dem E(K).
Nur wer Vize war, durfte später E mit allen Rechten sein.
Vize wurde man, wenn man die Hälfte seiner Dienstzeit abgeleistet
hatte. Die Ernennung zum Vize erfolgte durch den Vizeschlag, ein Ritual,
welches an einen Ritterschlag erinnerte.
Der zu Schlagende hatte eine gewisse Anzugsordnung:
* weiße Unterwäsche lang
* darüber gelb-rotes Sportzeug
* Stahlhelm, auf dem eine brennende Kerze stand
Der Raum, in dem die feierliche Prozedur stattfand, war abgedunkelt, ausgebreitet
eine Wolldecke, davor ein Hocker, auf dem eine Taschenlampe stand, auf Farbe Rot
gestellt.
Der zu Schlagende musste von seinem Unterkunftsraum in den Raum gehen, in dem der
Vizeschlag stattfinden sollte. Dabei durfte die brennende Kerze auf dem Stahlhelm
nicht ausgehen. Passierte dies doch, musste von vorn angefangen werden.
Betrat er den Raum, hatte er auf der Wolldecke niederzuknieen und dem E (hier
fiel der Begriff "Patenonkel") ein Gedicht aufzusagen, das dem Gedicht vom
"lieben guten Weihnachtsmann ähnelte". In diesem Gedicht musste dem E gehuldigt werden
und die Bitte vorgetragen werden, dass dieser ihn zum Vize schlägt.
Dann nahm der E wahlweise einen Klappspaten oder eine Schranktür, berührte die
linke Schulter des (Patenkindes) und sagte:"Als Keim bist Du gekommen", dann die
rechte Schulter und sagte: "Zick bist du" und mit den Worten "Vize sollst Du sein!"
schlug er mit dem entsprechenden Werkzeug auf die auf dem Helm stehende Kerze.
Abschließend musste der frischgebackende Vize innerhalb von 10 sec die Taschenlampe
auf dem Hocker von Rot auf Grün umstellen. Es durfte nicht passieren, dass man aus Versehen
Blau einstellte! Dann war das ganze ungültig und der Spaß ging von vorne los.
Abscließend sog sich der betreffende um und an seiner Uniform wurden die Schulterstücke
geknickt.
Anschließend wurde gefeiert, der neue Vize hatte dazu eine Torte auszugeben.


EK 88/I
GR4 / 5.GK (Teistungen)


zuletzt bearbeitet 01.07.2009 01:35 | nach oben springen

#32

RE: EK - Bewegung

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 01.07.2009 13:46
von milo66 | 23 Beiträge

Hallo,
auch an der GÜST Ellrich gab es kaum so etwas wie eine EK-Bewegung. Jeder war irgendwie auf jeden angewiesen und man vermied grundsätzlich ernsthafte Streitigkeiten.
Eine gängige und von den Vorgesetzten geduldete Bestrafung war der Dienst nach Vorschrift. Der sah so aus, dass der Posten die Postentasche auf dem Weg von der Einheit zum Bahnhof vorschriftsmäßig auf dem Rücken tragen musste, welche sonst aus Rücksicht zur Eitelkeit am Griff in der Hand getragen wurde. Da wir ja durch halb Ellrich laufen mussten und uns auf dem Weg ja immerhin hübsche Mädels hätten begegnen können, sah es natürlich ziemlich affig aus, wenn man diesen hässlichen Rucksack am Rücken tragen musste ;-) Außerdem war es Vorschrift, dass der Posten etwa 1-2 Meter (korrigiert mich, wenn ich falsch liege) vor dem Postenführer (meistens ein EK) laufen musste. Im Normalfall liefen wir nebeneinander und unterhielten uns.
Während des Dienstes auf der Kontrollbrücke saßen wir in der Regel zusammen in einer Kabine. Entsprechend der Vorschrift hätten wir aber einzeln in getrennten Kabinen sitzen müssen.
Also, Dienst nach Vorschrift hieß, auf die angenehmen Dinge im Dienst verzichten zu müssen. Allerdings muss ich sagen, dass das für den EK als Postenführer auch nicht so angenehm war und daher auch selten praktiziert wurde.


GüSt Ellrich 1985/86


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#33

RE: EK - Bewegung

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 08.07.2009 17:03
von TOMMI | 1.987 Beiträge

Hallo!

Das wichtigste Utensil der EK-Bewegung war das Bandmaß.
Es wurde in einen bestimmten Muster angemalt.
Sonntage und Feiertage wurden ROT, Samstage Halb-Rot angemalt.
Die letzten 10cm waren ein sich von 1-10 verjüngendes blaues
Dreieck, von Zentimeter 11-25 (?)eine schwarz-rot-goldene Grenzsäule
und der Zentimeter 133 wurde mit einem Gitter versehen, da 133 die
Postleitzahl von Schwedt, dem Standort des Militärknastes war.

Jetzt meine Frage, kann sich jemand noch an Symbole erinnern, die da
sonst noch drauf gemalt wurden?


EK 88/I
GR4 / 5.GK (Teistungen)


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#34

RE: EK - Bewegung

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 09.07.2009 08:27
von sentry | 1.098 Beiträge

Zitat von TOMMI
Jetzt meine Frage, kann sich jemand noch an Symbole erinnern, die da
sonst noch drauf gemalt wurden?


Ich denke, bis auf einige von Dir beschriebene "Standards" war das einheitenspezifisch unterschiedlich. Es gab aber auch noch einige mehr "Standards", die ich aber auch vergessen habe.
Wir hatten zum Beispiel entlang des Maßbandes am Rand einen grünen Streifen, der am Tag 100 die Seite wechselte. Zusätzlich erhielt die Hundert ein Symbol ähnlich dem Verkehrsschild Fahrbahneinengung, denn an diesem Tag "verengte" sich die Tageszahl von dreistellig auf zweistellig.
Außerdem hatten wir die Tage bemalt, die den Codenummern (GMN-Rufnummern) unserer Postenpunkte entsprachen. So bekam z.B. die 18 einen kleinen BT-11, denn das war die Nummer unseres Postenpunktes A4,a uf dem eben ein BT-11 stand...usw.
Wichtig war bei uns auch die Bemalung der Rückseite. Das waren oft sehr individuelle, hochwertige kleine Kunstwerke.
Meine Rückseite enthielt Original-Logos und Schriftzüge von Speditionen, Busunternehmen usw. die für uns als EK's "akronymtechnische" Bedeutung hatten, z.B:

HANIEL - Heimfahrt April Naht Im Eillauf
HARU - Heimfahrt April Ruft Uns
FEHRING - FrühlingsErwachen, Herrliche Resis In Neuem Gewand

oder mein absoluter Favorit
AVIS - Achtundzwanzigsten Vierten Ist Schluss

Wir hatten massenhaft solche Akronyme. Alle bezogen sich auf den April oder eben den Frühling bzw. ganz konkret den 28.04, an dem unser Entlassungstag war. Die Herbstabgänger vor bzw. nach uns nutzten diese und andere Akronyme natürlich auch. Aus Heimfahrt April wurde dann z.B. HerbstAbgang.

Übrigens wirkte auch beim Maßband die Mangelwirtschaft. Ein anständiges Maßband zu bekommen, dessen Rückseite man abziehen kann und das möglichst eine "Leinenseele" hat, damit es haltbar ist, war gar nicht so einfach. In späten Jahren gab es so billige kunststoffige Ersatzprodukte, die nun gar nicht ehrenhaft waren.
Und dann noch Folienstifte! Das Wort Edding gab es damals nicht. Folienstifte in verschiedenen Farben, die schnell trocknen und 150 Tage halten - so was zu kriegen, war keine Selbstverständlichkeit. Da konnte man schon dran verzweifeln.

Wir Marienborner hatten dann ja noch das Bestreben, uns an den unmöglichsten Orten im Grenzabschnitt "anzuschreiben", heute würde man sagen: "Unsere Tags hinterlassen." Der beliebteste und exclusivste Ost war natürlich die Stele mit dem DDR-Emblem im Mittelstreifen der Autobahn kurz vor der Grenze, denn dort kamen nur linienbestätigte hin und auch die nur ganz selten.
Dort machten sogar Offiziere und Unteroffiziere eine Ausnahme von Dienstvorschriften und akurater Dienstdurchführung und ließen uns gewähren und machten dort auch selbst ihren Eintrag. Auch dafür wäre natürlich ein witterungsfester Stift ideal gewesen, den ich leider damals nicht hatte. Ich hatte dann mit Kugelschreiber auf die Hartplastikoberfläche gekrakelt. In den Neunzigern habe ich den Eintrag "Gefreiter G... EK88/01" noch gefunden, heute ist er sicher weg.

Zusätzlich zum Maßband trugen wir am Schlüsselring das Ärmelband "GRENZTRUPPEN DER DDR", das auf die Uniformärmel aufgenäht war. Dieses hatte genau 18 Buchstaben, so dass man bei 18 Monaten Grundwehrdienst jeden Monat einen Buchstaben abschneiden konnte, und wenn das Band weg war, war man selber auch weg.


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#35

RE: EK - Bewegung

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 17.07.2009 18:50
von PF75 | 3.293 Beiträge

mir kamen jetzt auch noch so einige dinge wieder in den sinn.zu meiner zeit 75-76 war es bei uns so sitte,den letzten ausgang hatten die EK's finanziert und vor lezten gemeinsamen schicht gabs die Abgangstorte mit Kaffee satt dazu,auch von den EK's bezahlt.zu der zeit gabs beim Lotto 6 aus 49 noch für jede zahl eine sportart über die dann berichtet wurde(ähnlich wie später Telelotto) und während der letzten 49 tagen wuren alle diese sportarten mehr oder weniger stilecht ausgeführt.bei der 1 glaub ich war Angeln als sportart angegeben,sah gut aus wenn die EK's auf den LO an der klappe mit selbst gebastelten angeln saßen und so aus dem grenzland kamen und so auch durch die ortschaften fuhren.


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#36

RE: EK - Bewegung

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 17.07.2009 21:05
von Rostocker | 7.721 Beiträge

mir kamen jetzt auch noch so einige dinge wieder in den sinn.zu meiner zeit 75-76 war es bei uns so sitte,den letzten ausgang hatten die EK's finanziert und vor lezten gemeinsamen schicht gabs die Abgangstorte mit Kaffee satt dazu,auch von den EK's bezahlt
PF75,
-----------------------------------------------------------------------------------------------------
Stimmt daran kann ich mich auch noch erinnern,aber bei uns hat das jeder Zug für sich gemacht.Dazu wurde auch der Zugführer,KC sowie der Hauptfeld eingeladen.Und einen Tag vor dem Heimgang hat der KC mit den gesamten EK;s noch ne Kaffeerunde abgehalten.
Meine Zeit war 74-75


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#37

RE: EK - Bewegung

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 17.09.2009 20:32
von Klaus K (gelöscht)
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Hallo. Also das Lufti war nichts weiter als n kleines aufblasbares Luftkissen damit man sich nicht mit dem Hintern auf die kalte Erde oder auf dem B Turm auf den harten Hocker setzen musste. Das ding gehörte zur "Ausrüstung", genauso wie ein kleines Radio,Spule genannt. Nur bei dem Ding sollte man sich hüten sich erwischen zu lassen. Man brauchte ja in langen Nächten auf dem Turm oder auch sonst ne gute Unterhaltung. Unser Grenzersender war RSH, Radio Schleswig Holstein.
Nochmal zur EK Bewegung. Es gab sie nur in einem sehr geringen Umfang, also Revierreinigung und mehr nicht. Fürs Putschen gab bei uns Reviere.


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#38

RE: EK - Bewegung

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 18.09.2009 17:35
von Klaus K (gelöscht)
avatar

Zitat von Rostocker
mir kamen jetzt auch noch so einige dinge wieder in den sinn.zu meiner zeit 75-76 war es bei uns so sitte,den letzten ausgang hatten die EK's finanziert und vor lezten gemeinsamen schicht gabs die Abgangstorte mit Kaffee satt dazu,auch von den EK's bezahlt
PF75,
-----------------------------------------------------------------------------------------------------
Stimmt daran kann ich mich auch noch erinnern,aber bei uns hat das jeder Zug für sich gemacht.Dazu wurde auch der Zugführer,KC sowie der Hauptfeld eingeladen.Und einen Tag vor dem Heimgang hat der KC mit den gesamten EK;s noch ne Kaffeerunde abgehalten.
Meine Zeit war 74-75


Wir haben zu unserem abgang am letzten abend n super Essen organisiert. Haben uns beim Bauern n Schwein besorgt , es beim fleischer vorbereiten und dann beim Bäcker backen lassen. Das war in unserer Kompanie so Tradition. Natürlich gabs bei grossen essen nen Grenzalarm der sich aber ganz schnell als fehlalarm rausstellte. Auf der Stube wurden vorher Abgangszigarren geraucht. Waren mit 6 Mann dabei, die Fenster mussen geschlossen sein. Man kann sich denken wie dick die Luft war. Mit einem mal kam der KC rein. Er hat die Tür aber ganz schell wieder zugemacht und nichts dazu gesagt.


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#39

RE: EK - Bewegung

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 18.09.2009 18:26
von BesucherXXX (gelöscht)
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Erstmal ein herzliches "Hallo" an alle.

Zitat von sentry

(...)
Wir Marienborner hatten dann ja noch das Bestreben, uns an den unmöglichsten Orten im Grenzabschnitt "anzuschreiben", heute würde man sagen: "Unsere Tags hinterlassen." Der beliebteste und exclusivste Ost war natürlich die Stele mit dem DDR-Emblem im Mittelstreifen der Autobahn kurz vor der Grenze, denn dort kamen nur linienbestätigte hin und auch die nur ganz selten.
(...)
Ich hatte dann mit Kugelschreiber auf die Hartplastikoberfläche gekrakelt. In den Neunzigern habe ich den Eintrag "Gefreiter G... EK88/01" noch gefunden, heute ist er sicher weg.



Auf einer Tour entlang der Grenze habe ich nördlich von Helmstedt an einigen Bäumen besagte "Tags" gesehen und mich gefragt was denn EK 78/I usw. wohl bedeuten mag.

Dank eurer Hilfe bin weiß ich es jetzt.

Gruß
BesucherXXX


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#40

RE: EK - Bewegung

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 23.09.2009 07:02
von Stabsfähnrich | 2.046 Beiträge

...........es gab doch noch ein Ritual. Die E-Geschenke. Die EK`s haben z.B. die Luftis, Taschlampe Blau, Spickschnur, Ufo`s an die Vize (oder Zwischenkotzer) verteilt oder besser gesagt vererbt. Dann war da noch der EK Baum. Stand bei uns Vorwerk Kaulitz und wurde beim letzten Aufzug der E`s mit Kragenbinden, Juppenbecher und Eßbesteck geschmückt. Und nicht zu vergessen, dass beim verlassen des Objektes - nach Verabschiedung der EK`s das obligatorische wegwerfen der Bandmaßschnipsel sowie Kleingeld erfolgte........auf Höhe des KdP und sehr zur Freude des Hfw.
Ich muss ehrlich gestehen, dass ich dass nur gesehen habe. Aber vielleicht kann der eine oder andere damalige Gefreite sich noch erinnern.


Mit freundlichen Grüßen - Chris
www.polizeilada.de
www.grenzradio911.info
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