#21

RE: Grenzkontrollen an den GüST wie hart waren die denn wirklich?

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 17.08.2009 14:41
von FSK-Veteran (gelöscht)
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GW:
Hier noch einen zum "Heldentum"...:

Heldentum ist Ausnahmezustand und meist Produkt einer Zwangslage.


Theodor Fontane

(deutscher Apotheker, Journalist, Theaterkritiker, Dichter (1819 - 1898)


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#22

RE: Grenzkontrollen an den GüST wie hart waren die denn wirklich?

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 17.08.2009 14:41
von Udo (gelöscht)
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@GW
Dann müsstest Du die "Heinrich Rau" Nähe Werder eigentlich kennen???
Da arbeite ich jetzt, allerdings erst seit 1997.
Udo


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#23

RE: Grenzkontrollen an den GüST wie hart waren die denn wirklich?

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 17.08.2009 15:24
von GilbertWolzow | 3.633 Beiträge

ja die schule der zollverwaltung in plessow kenne ich.
mein damaliger banknachbar bei den vorlesungen hatte danach noch eine ganz andere karriere...
http://www.focus.de/politik/deutschland/...aid_182362.html


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#24

RE: Grenzkontrollen an den GüST wie hart waren die denn wirklich?

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 17.08.2009 16:31
von Angelo | 12.396 Beiträge

Zitat von GilbertWolzow
pssst @glasi, steht doch auch in meiner fussnote bzw. mitgliederprofil



Gilbert jetzt verrate mir die Wahrheit über die Grenzkontrollen wie waren sie wirklich? Human,unmenschlich oder ungerecht?


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#25

RE: Grenzkontrollen an den GüST wie hart waren die denn wirklich?

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 17.08.2009 16:44
von Buedinger | 1.504 Beiträge

Hallo @all ,

wenn hier über Grenzkontrollen gesprochen wird - seht ihr die Passkontrolle und die Zollkontrolle als ein Ganzes oder wäre es nicht besser, hier zu differenzieren? Haben die PKE auch eine Zollkontrolle durchgeführt und im Umkehrschluss der Zoll die Reisedokumente auf Grenzübertrittseignung geprüft?

Am Grenzübergang in Bad Muskau zu Beginn der 90er Jahre haben wir (BGS) und Zoll uns teilweise gegenseitig bei den Pass- und Zollkontrollen vertreten (hatte damals etwas mit Personalmangel zu tun). Festgestellte "Ungereimtheiten" wurden jedoch originär von BGS und Zoll bearbeitet.

Tschüß


.

Ich finde Menschen faszinierend, die meinen mich zu kennen.
Manchmal drängt es mich sie zu fragen, ob sie mir ein bisschen was über mich erzählen können ...

Ich übernehme die Verantwortung für alles, was ich sage, aber niemals für das, was andere verstehen!

.
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#26

RE: Grenzkontrollen an den GüST wie hart waren die denn wirklich?

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 17.08.2009 17:18
von Heldrasteiner (gelöscht)
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Büdinger, dann könnten wir uns in den neunzigern ja schon mal über den Weg gelaufen sein (im wahrsten Sinne des Wortes).
Ich habe immer zugesehen, daß ich von einem männlichen Beamten kontrolliert wurde...
Und es war tatsächlich so, daß es mal BGS und mal der Zoll war.

Die Behandlung bei den Grenzkontrollen zur DDR waren für mich damals mit ein Grund, warum ich nie den Kleinen Grenzverkehr genutzt habe. Es geisterten zu viele Geschichten durch meinen Bekanntenkreis, was da so alles abgelaufen ist.


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#27

RE: Grenzkontrollen an den GüST wie hart waren die denn wirklich?

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 17.08.2009 17:35
von GilbertWolzow | 3.633 Beiträge

Zitat von Angelo


Gilbert jetzt verrate mir die Wahrheit über die Grenzkontrollen wie waren sie wirklich? Human,unmenschlich oder ungerecht?


hmmmm @angelo, ich glaube eine kontrolle wird nie gerecht sein. jeder mensch wird eine kontrolle seiner untensilien bzw. seiner person als belästigung empfinden. auch bezüglich der kontrollen wird jeder andere erlebnisse haben je nachdem was für eine güst es war. wie gesagt, belastend war und ist es allemal.


* User in einem Forum wo ich mich von Vollpfosten als Verbrecher betiteln lassen muss *
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#28

RE: Grenzkontrollen an den GüST wie hart waren die denn wirklich?

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 17.08.2009 17:48
von karl143 (gelöscht)
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Zitat von Büdinger


Am Grenzübergang in Bad Muskau zu Beginn der 90er Jahre haben wir (BGS) und Zoll uns teilweise gegenseitig bei den Pass- und Zollkontrollen vertreten (hatte damals etwas mit Personalmangel zu tun). Festgestellte "Ungereimtheiten" wurden jedoch originär von BGS und Zoll bearbeitet.

Tschüß

Hallo Büdinger, das war aber wahrscheinlich schon immer so. HE-BAB zum Beispiel LKW Ein- und Ausreise war vom GSE nur sporadisch besetzt. Hatten die Zöllner was festgestellt, kam einer vom BGS. Umgekehrt war es oft bei der Einreise, das nur einer vom BGS anwesend war. Das war eigentlich nie ein Problem.


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#29

RE: Grenzkontrollen an den GüST wie hart waren die denn wirklich?

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 17.08.2009 18:18
von Augenzeuge (gelöscht)
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Zitat von GilbertWolzow
Zitat von karl143
Zitat von GilbertWolzow
Zitat von Augenzeuge
Letztlich musste ich meine DDR-Wurst in der Zollstelle lassen.

ja, die ausfuhr von lebensmitteln (u.a. fleisch und wurstwaren) aus der ddr war verboten.

Das war die Angst der DDR, das zuviel Lebensmittel ausgeführt werden, weil innerhalb der Mangel herrschte. Normalerweise verbieten die Staaten die Einfuhr von Lebensmittel, weil sie Angst haben, das irgendwelche Krankheiten eingeschleppt werden.

nein karl143, nicht weil mangel herrschte sondern weil sie subventioniert waren. ähnlich war es z.b. bei baby- und kinderbekleidung.


Ich gebe zu, dass die Wurst in der DDR günstig war. Nun, ist es denn gerecht, wenn ich Unmengen Südfrüchte, Lebensmittel (die es nicht gab oder die nicht schmeckten) dorthin mitnehme, aber nicht mal eine Wurst mit rausnehmen darf?
Übrigens GW, in der CSSR waren die Lebensmittel auch subventioniert, aber so einen "Affen" haben die nie gemacht. Mir wurde dort nie etwas weggenommen! Und so kam dann doch die Wurst von der DDR in die BRD....

Noch eins: Wie waren denn die Kontrollen an der Grenze zwischen den befreundeten Länder wie DDR/ CSSR? Auch dort hat man sehr oft die Willkür und Schikane gespürt. Wenn wir ehrlich sind, dann wissen wir doch alle, das war nicht normal. Mittlerweile bin ich in vielen Ländern der Welt gewesen- Afrika, Asien und USA- aber nicht einmal erlebte ich eine annähernd so schikanöse Behandlung wie damals. Und dann steht im Buch von PKE: Höflichkeit war Pflicht. Warum hat man 20 Jahre später keine Courage um zu sagen was man oft genug getan hat und wie es wirklich war?
Gruß, Augenzeuge


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#30

RE: Grenzkontrollen an den GüST wie hart waren die denn wirklich?

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 17.08.2009 19:33
von S51 | 3.733 Beiträge

Weil halt alles relativ ist und eine Frage der Sichtweise.
Für den Kontrollierten war es eine immer wiederkehrende, meist peinlich genaue und am maximal Möglichen orientierte Prüfung dessen, was und wer man war, was man dabei hatte und dies, obwohl es sich eigentlich nie änderte. Vor allem wegen Letzterem empfindet man dies als Schikane.
Für den Kontrolleur war es die immer wiederkehrende Befürchtung, dass der Anflug von menschlicher Schwäche, von Entgegenkommen nun ausgerechnet diesmal vom Klassenfeind für eine der andauernd zu befürchtenden Provokation ausgenutzt würde. Oder auch nur ein Test wäre, der dann Folgen hätte...
Nach so vielen jahren wäre dies einzugestehen aber eben peinlich, weil aus der heutigen Erfahrung unbegründet.
Ich habe auch Kollegen, die dunemals alle paar Wochen zwischen Berlin und dem Bundesgebiet gependelt sind. Die erzählen auch, dass sie dauernd schinkaniert wurden. meist so zwei bis drei mal. Erinnerung kann also auch trügen.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


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#31

RE: Grenzkontrollen an den GüST wie hart waren die denn wirklich?

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 17.08.2009 22:36
von wosch (gelöscht)
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Zitat von Rainman2
Zitat von wosch
... Mit dem eigenen Auto bin ich auch öfters in die DDR und nach Berlin West gefahren. Darüber gäbe es auch viel zu erzählen. Nur einmal gab es ein positives Erlebnis. Wenn das publik geworden wäre, hätte der menschlich handelnden Zöllner bestimmt nichts zu lachen gehabt! Falls Interesse, ein ander Mal mehr davon. ...


Hallo wosch!

Interesse hiermit angemeldet!

ciao Rainman



Hallo Rainman!
Schönen Dank für Deine Interesse-Bekundung, Du gibst mir damit die Möglichkeit eine selbst erlebte Episode einzustellen.
Meine erste Wieder-Einreise in die DDR 20 Jahre nach meiner Flucht anläßlich der schweren Erkrankung meiner Mutter blieb ohne strafrechtliche Folgen, da der gegen mich erlassene Haftbefehl 10 Jahre vorher aufgehoben war. Das beflügelte mich natürlich so oft wie möglich meine Verwandschaft (Mutter, Vater, Bruder, zwei Schwestern und einige Onkel und Tanten) zu besuchen. Dieses geschah teils durch ausgestelltes Visum, durch die Möglichkeit des "Kleinen Grenzverkehrs und durch die Eintages-Besuche von Ostberlin. Ich hatte einen Bruder in Ostberlin wohnen, der in seiner Stellung als Ingeneur-Ökonom bei einem Forschungs-Institut (oder so was ähnlichem, nach seinen gestellten wiederholten Ausreise-Anträgen seinen Job und damit natürlich die finanzielle Grundlage zum Lebensunterhalt verloren hatte. Das zog sich in etwa 4 Jahre hin. Ich unterstützte bei meinen regelmäßigen Berlin-Visiten meinen Bruder vor allen Dingen finanziell und hielt auch die Verbindung mit dem zustandigen Ressort in der BRD und den für solche Fälle verantwortlichen Rechtsanwälten, besorgte die Erforderlichen Unterlagen aus der ständigen Vertretung, wie Schlußakte von Helsinki, auf die er sich bei seinen Anträgen berufen konnte. Nach ca 4 Jahren Standhaftigkeit konnte mein Bruder mit der Auflage innerhalb 24 Stunden die DDR zu verlassen, über den Bahnhof Friedrichstraße ausreisen. Es ist dafür von der Bundesrepublik eine größere Summe Geld geflossen.
Nun zum eigentlichen: Ich glaube es war Heiligabend 1983. Ich hatte ein Visum für die DDR und das Auto vollgepackt mit Geschenken für die Verwandschaft und speziell für meinen Bruder eine größere Menge an Unterhaltungelektronik, wie Walkman´s, Tonbandgeräten ect., welche er zur Sicherung seines Lebensunterhaltes (weil er ja von seinen Lohn-Bezügen abgeschnitten war)in Ostberlin gegen "Gutes Geld" verhökern wollte. Alle diese Sachen waren natürlich auf der Zollerklärung eingetragen, weil ich ja durch meine vielen Fahrten wußte, daß man bei deren Unterlassung schnell des versuchten Schmuggels beschuldigt worden wäre. Ich kam also an die Grenze (leider weiß ich es nach all den Jahren nicht mehr genau, aber ich meine, ich bin damals von Hamburg kommend über Gudow reingefahren), brachte die Paßkontolle hinter mich und landete nun bei der Zollabfertigung. Wie gesagt, es war Heiligabend, sehr kalt und etwa zwischen 20 und 22 Uhr und was für ein Wunder, ich konnte es fast nich glauben: ein einzelner Zöllner stand mir gegenüber. Auf seine Frage nach den eventuellen Mitbringseln gab ich ihm die komplett ausgefüllte Zollerklärung. Als er die Vielzahl der angeführten Mitbringsel wargenommen hatte, merkte ich wie er sich schwer tat zu einer Entscheidung zukommen. Wie gesagt, es war Heiligabend, die Grenzübergangsstelle war wie leergefegt und er war mit mir alleine. Ich mußte dann einen Koffer in einen Röntgen-Anlage reinstellen und man konnte einige Geräte erkennen. Sein Kommentar war sinngemäß etwa so: "Das geht doch nicht, das kann ich doch nicht durchgehen lassen, das kostet doch bei uns mindestens 20000 Mark". Ich erwiderte daraufhin auch wieder sinndemäß: "Mensch es ist doch Weihnachten, die Familie ist groß und jeder will was haben". "Mensch hau ab und frohes Fest noch"!! sagte er und eine Stunde später war ich bei meiner Schwester mit all den Sachen und mein Bruder konnte wieder eine ganze Zeit über die Runden kommen.
Rainmann, eine wahre Geschichte, wie im Märchen!!
Schönen Gruß aus Kassel


zuletzt bearbeitet 17.08.2009 22:41 | nach oben springen

#32

RE: Grenzkontrollen an den GüST wie hart waren die denn wirklich?

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 17.08.2009 23:18
von Rainman2 | 5.762 Beiträge

Hallo wosch,

danke für diese Geschichte. Ich glaube, ich kann beide Seiten nachvollziehen. Dass Du heilfroh warst, mit den Sachen in vollständiger Zahl über die Grenze gekommen zu sein, ist da noch der einfachere Part. Aber ich glaube, ich kann auch nachempfinden, was dem Zöllner so durch den Kopf ging. Es war ein unbeobachteter Moment, er hatte kontrolliert und alles was nun kommen musste, war eine rein individuelle, menschliche Entscheidung. Das sind solche Momente, in denen man den Dienst aus seinem Gedächtnis streicht und sich, neben der Unsicherheit, ob das nicht doch schief gehen kann, hinterher so innerlich ein klein wenig wohler fühlt. Und alles entscheidet sich in dem Moment, da man sich in die Augen sieht ...

Wie heißt es in einem Lied der polnischen Gruppe Anaba so schön:
"Wichtig sind Tage die unbekannt sind
sie sind wichtig.
Wichtig der Augenblick nur
in dem wir uns entscheiden!"


Eine schöne Geschichte. Nochmal Danke und eine gute Nacht.

Grüße zurzeit aus Troisdorf bei Köln!
ciao Rainman


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


zuletzt bearbeitet 17.08.2009 23:18 | nach oben springen

#33

RE: Grenzkontrollen an den GüST wie hart waren die denn wirklich?

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 18.08.2009 09:49
von FSK-Veteran (gelöscht)
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@Wosch:
Was sagt mir das?
Das sagt mir, daß die Kontrollpraxis an den Grenzübergängen zur DDR natürlich auch individuell ganz unterschiedlich beurteilt werden kann.

Ein DDR-Bürger, der einige Leibesvisitationen am Flughafen Schönefeld vor seinen jährlichen Flugreisen ins relativ freie Budapest hat hinnehmen müssen, wird sagen: "...ist doch alles halb so schlimm..."

Ein Bundesdeutscher, der die Praxis normaler Grenzen und normaler Grenzkontrollen von Urlaubsreisen nach Südeuropa, Nordafrika oder an westeuropäischen Grenzübergängen kennt, wird vielleicht sagen: "... die reinste Schikane!"

Ich kann nur von mir berichten, daß meine vielleicht weit über 200 Einreisen in die "Hauptstadt der DDR" zwischen 1983 und 1986 dazu geführt haben, daß die Kontrollpraxis am Grenzübergang Bhf. Berlin-Friedrichstrasse mit der Zeit für mich nur noch ein "Klacks" war....


zuletzt bearbeitet 18.08.2009 09:56 | nach oben springen

#34

RE: Grenzkontrollen an den GüST wie hart waren die denn wirklich?

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 18.08.2009 10:45
von GilbertWolzow | 3.633 Beiträge

Zitat von FSK-Veteran


Ein DDR-Bürger, der einige Leibesvisitationen am Flughafen Schönefeld vor seinen jährlichen Flugreisen ins relativ freie Budapest hat hinnehmen müssen, wird sagen: "...ist doch alles halb so schlimm..."

Ein Bundesdeutscher, der die Praxis normaler Grenzen und normaler Grenzkontrollen von Urlaubsreisen nach Südeuropa, Nordafrika oder an westeuropäischen Grenzübergängen kennt, wird vielleicht sagen: "... die reinste Schikane!"


ich habe diesbezüglich auch ne menge als tourist mitgemacht...
1984 war ich auf einer fahrt mit dem zug nach bulgarien. an der grenze ungarn- rumänien filzte der ungarische zoll eine in unserem abteil sitzende rumänische familie. koffer auf und alles raus. vor uns lag die gesamte unterwäsche der frau. ich habe mich, wegen dieser kontrollpraxis, geschämt.
auf der rückreise am grenzübergang russe (bulgarien-rumänien). der rumänische zöllner fragte mich: "pistolet, munition, haschisch ?" antwort: "nix". dann griff er in meinen rucksack und holte alles von unten nach oben. so das meine wurstbüchsen und mein toilettenpapier den betonierten abhang hinabrollten. meine beiden begleiter mussten mich festhalten, weil ich den zöllner, vor rage, anspringen wollte.

1987 abflug nach budapest vom flughafen dresden. aus unserer reisegruppe wurden 5 männer rausgefischt und deren waschtaschen und zigarettenschachteln geröntgt. bei allen 5 (!!!) kam nicht deklariertes geld und überzählige zollerklärungen (für den illegalen geldumtausch in ungarn) zum vorschein.

1988 nach georgien, flughafen tiflis. nach einer halben stunde in einer total überhitzten flugzeughalle dann endlich die zollkontrolle. alle mussten ihre koffer an einer langen tischreihe nebeneinander öffnen. dann wurde etwas tiefer in der bekleidung und technischen ausrüstung geschaut und der koffer bekam ein grosses kreidekreuz. auch eine etwas sehr seltsame praxis.


spät abend´s sehe ich mir immer reportagen über deutsche zöllner an unseren flughäfen an. sie sind zwar nett und bestimmt, aber da geht es auch zur sache. vor allem bei flügen aus den usa und lateinamerikanischen ländern...


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#35

RE: Grenzkontrollen an den GüST wie hart waren die denn wirklich?

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 18.08.2009 11:06
von glasi | 2.815 Beiträge

hallo gilbert. du bist ja viel rum gekommen zu ddr zeiten. das ist ja intresannt das zöllner andere ostblockstaaten die mitarbeiter des mfs genauso hart kontoliert hat wie westeuropäer.



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#36

RE: Grenzkontrollen an den GüST wie hart waren die denn wirklich?

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 18.08.2009 11:16
von GilbertWolzow | 3.633 Beiträge

und @glasi, wenn ich dir jetzt noch erkläre, dass ich 1987 in batumi/ georgien beschattet worden bin, fällst du sicherlich total vom glauben ab...


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#37

RE: Grenzkontrollen an den GüST wie hart waren die denn wirklich?

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 18.08.2009 11:28
von glasi | 2.815 Beiträge

waaaaaaaaaaaaaaas? hatten die angst du bleibst da. wie hast du das erfahren? lg glasi



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#38

RE: Grenzkontrollen an den GüST wie hart waren die denn wirklich?

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 18.08.2009 12:04
von GilbertWolzow | 3.633 Beiträge

offensichtlich .

es war eine dreier- gruppe zu seriös wirkender herren die der witterung entsprechend zu warm angezogen waren.
diese wechselten sich bei meiner "begleitung" im gebührenden abstand ständig ab. wenn ich ein geschäft besuchte warteten sie schräg gegenüber auf der gegenseite und bestaunten die dortigen geschäftsauslagen. zum test hatte ich es auch mal eilig, meine "begleitung" plötzlich auch... . anderseits waren sie auch zu dilettantisch . im park hat es einer von denen dann auch noch fertig gebracht, sich zeitungslesend auf der parkbank geradeüber zu setzen. als ich dann einen freund bat diesen herren ganz offensichtlich zu fotografieren, bekamm er das laufen...
ich vermute, dass es um den dortigen erdölhafen ging und ich schon von weitem als ausländer zu erkennen war. die herren konnten doch nicht ahnen, dass ich...


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#39

RE: Grenzkontrollen an den GüST wie hart waren die denn wirklich?

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 18.08.2009 12:33
von glasi | 2.815 Beiträge

vieleicht hättest du sie mal anlernen müssen.. aber ich muß nochmal auf das thema güst zurückkommen. nicht nur die kontrollen war schlimm sondern auch die jeweiligen güst. im dunkel tag hell. solche masten kannte ich vorher nur vom fussball. dann konnte mann sich erst sicher sein wenn mann die weiße linie überfahren hatte. immer wieder schranken kontrollhäuschen( nicht alle besetzt). in dreilinden fand ich am schlimmsten.vieleicht war das absicht und einschüchterung. wenn ja. dann haben sie es geschafft.lg glasi



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#40

RE: Grenzkontrollen an den GüST wie hart waren die denn wirklich?

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 18.08.2009 12:38
von manudave (gelöscht)
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Mir haben neulich ein paar Gäste berichtet:

Sie selbst waren Flüchtlinge aus den 60er Jahren, die in den 80ern wieder einreisen durften. Teilweise wurden sie - trotz Visum - als "unerwünscht" nicht reingelassen und auch bei Durchsuchungen wurde "Finger im Po - Mexico" gespielt.

Welchen Sinn das wohl gehabt hat...?


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