#41

RE: Herr Pröhl und die Flucht mit der Kalaschnikow

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 03.11.2014 14:44
von Elch78 | 501 Beiträge

Zitat von Merlini im Beitrag #35
Die Paarungen bei der Diensteinteilung hatten etwas damit zu tun, dass sich die Postenpaare nicht zu gut verstehen sollten. Es kam nicht darauf an, dass ein eingespieltes Postenpaar im Ernstfall besser konnte, sondern es ging darum gegenseitigen Misstrauen zu schüren.

Der Hesselfuchs


Nun, da bin ich nicht so sicher.
Nach Deiner Zeit wurde ja dann auf Kompaniesicherung umgestellt (sicherlich primär aus ökonomischen Gründen und zur Verkürzung der "x+..."-Zeiten).
Hätte die "Mißtrauens-Philosophie" eine so große Rolle gespielt, wäre diese Umstellung Irrsinn gewesen.
Ich persönlich konnte doch in der Kompaniesicherung fast nur noch mit der Hälfte der GWDler meines Zuges rausgehen. Nämlich mit denjenigen, die nicht mein Diensthalbjahr waren. Also mit einer Gruppenstärke - sprich ca. acht bis zehn Mann.

Und das ein halbes Jahr lang - bis ein DHJ wieder ausgetauscht wurde: EKs weg, Glatte rein.
Das waren also ca. 150 Schichten, die ich mit nur 10 verschiedenen Kameraden abgedient habe. Durchschnittlich 15 mal je acht Stunden, das reicht allemal, um alles relevante vom Anderen zu erfahren.
Ja, es genügt auch, um Mißtrauen zu erzeugen und zu verfestigen. Vor allem aber hat es auf alle Fälle gereicht, um herauszukriegen, wie der Andere zur Flucht steht: wegsehen, mitgehen, verhindern!

Es wäre interessant, zu erfahren, ob und welche Gedanken sich die Entscheider im MfNV und den Grenzkommandos zu dieser Frage gemacht haben.

Elch


"Es gibt immer drei Wahrheiten: eine, die Du siehst, eine, die ich sehe und eine, die wir beide nicht sehen"
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#42

RE: Herr Pröhl und die Flucht mit der Kalaschnikow

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 03.11.2014 14:58
von icke-ek71 (gelöscht)
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ist schon erstaunlich,daß bis 1971 fast jedes jahr eine ganze sollstärke einer grenzkompanie geflüchtet ist!!ich bin ende 1969 eingezogen worden und da gab es als einzige alternative zum wehrdienst...den knast!!^bei der musterung fragte mich der offizier welche waffengattung ich mir aussuchen würde wenn ich könnte..meine antwort war am liebsten gar keine!!na was meint ihr was nach dieser antwort los war!!!der ist bald an die decke gesprungen vor wut!!den fahneneid mußte man schwören!!eine alternative dazu gab es nicht!!allso was soll der ganze unmut..in einer diktatur gibt es keine wahlmöglichkeit und deshalb muß ich mich an solchen fahneneid auch nicht gebunden fühlen!!wer sich dem gebunden fühlt..muß das mit sich selber ausmachen und nicht mit dem finger auf andere zeigen!!!LG Bernd


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#43

RE: Herr Pröhl und die Flucht mit der Kalaschnikow

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 03.11.2014 16:37
von 94 | 10.792 Beiträge

Soweit alles richtig @ek71 und man sollte auch immer die Zeitschiene beachten. So gab es Ende der 60er noch keinen Befehl44 und auch der pioniertechnische Ausbau ließ dem Grundwehrdiener im Grenzdienst noch mehr Raum für 'schlammige' Aktionen. Das solche Möglichkeiten dann auch genutzt wurden, na ich meine das ist nicht wirklich eine Überraschung. Und das mit dem 'erzwungenem' Eid, mal rethorische dazu gefragt ... ab wann gabs die Bausoldaten welche nur ein Gelöbnis abgaben? Na egal, richtig ist schon das die waffen- und eidlose Möglichkeit seinen Wehrdienst zu leisten nun nicht gerade an die große Glocke gehängt wurde, da mußte man sich schon selbst drum kümmern. Nur war der gemeine DDR-Jugendliche eher ein Opportunist, also er versucht sich meist mit den herrschenden Machtverhältnissen zu arrangieren. Auch wenn er sich dann moralisch (rechtlich isses sowieso dreimal vorbei ... amnestiert, rehabilitiert, verjährt) an einen solchen Eid nicht gebunden fühlt. Vor kurzem hatte ich ein fachlich sehr interessantes Gespräch mit einem ehemaligen Major der TLA, welcher auch in die Bundeswehr übernommen wurde. Er berichtete fast euphorisch aus dieser Übernahme-Zeit, er hielt damals vor Tornado-Piloten Vorträge. Doch als ich ihn dann fragte wie er sich so beim zweiten oder dritten mal Eidleisten fühlte, wurde er sehr nachdenklich und antwortete: 'Ich habe nur einen Eid geleistet. Die andern waren Meineide.' Aktzeptiert! Na und dann muß ich auch aktzeptieren, das es bei manch Einem schon beim ersten Mal die Finger der Schwurhand gekreuzt waren. (Fällt mir gerade irgendwie die Geschichte mit Tyr und dem Fenriswolf ein, na egal ... wäre wohl zu sehr am Thema vorbei?)
Bleibt nun nur noch die Frage nach dem Posten, gabs da nach der Fahnenflucht noch Kontakt? Wie ging es mit ihm weiter. Wie denkt er heute, also wenn überhaupt noch, über diese Stunden damals nach? Für ihn kam ja die Entscheidung ja wohl bissel plötzlicher als wie für'n Bahndamm. Wäre ja kuhl, wenn der hier auch noch im Forum 'aufschlagen' würde. Und achso, mit Verlaub gesagt B208, Du labberst Dumfug. Eine straffreie Rückkehr auch eines (vielleicht?) nicht ganz so freiwilligen Deserteurs wird es wohl kaum gegeben haben, odär?

Na wie auch immer, mal leicht oT zu den Musterungssprüchen ...
Beliebt war da auch Sprüche wie 3 Jahre halbtags. Oder 25 Jahre, aber nur einmal im Monat zum Zahltag. Bei meiner Musterung bekam auch so ein WKK-Raupenschlepper Schnappatmung. Da wollte ich doch ums Verrecken nicht die Verpflichtung für 3 Jahre unterschreiben *breites_grins*


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#44

RE: Herr Pröhl und die Flucht mit der Kalaschnikow

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 03.11.2014 16:45
von damals wars | 12.158 Beiträge

Die Grundlage für die Aufstellung der Baueinheiten der NVA bildete eine Anordnung des Nationalen Verteidigungsrates der DDR vom 7. September 1964.

http://de.wikipedia.org/wiki/Bausoldat


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#45

RE: Herr Pröhl und die Flucht mit der Kalaschnikow

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 03.11.2014 17:01
von Regina | 643 Beiträge

Thomas48 hat 1968 den Wehrdienst verweigert



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#46

RE: Herr Pröhl und die Flucht mit der Kalaschnikow

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 03.11.2014 17:10
von EK 70 | 233 Beiträge

Zitat von Regina im Beitrag #45
Thomas48 hat 1968 den Wehrdienst verweigert




bitte weiter



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#47

RE: Herr Pröhl und die Flucht mit der Kalaschnikow

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 03.11.2014 18:33
von icke-ek71 (gelöscht)
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religiöse gründe hätten wohl vorliegen müssen!!und die hatte ich nicht!!also kam das nicht zum tragen!!LG Bernd


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#48

RE: Herr Pröhl und die Flucht mit der Kalaschnikow

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 03.11.2014 18:57
von zoll (gelöscht)
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Zitat von 94 im Beitrag #43
Soweit alles richtig @ek71 und man sollte auch immer die Zeitschiene beachten. So gab es Ende der 60er noch keinen Befehl44 und auch der pioniertechnische Ausbau ließ dem Grundwehrdiener im Grenzdienst noch mehr Raum für 'schlammige' Aktionen. Das solche Möglichkeiten dann auch genutzt wurden, na ich meine das ist nicht wirklich eine Überraschung. Und das mit dem 'erzwungenem' Eid, mal rethorische dazu gefragt ... ab wann gabs die Bausoldaten welche nur ein Gelöbnis abgaben? Na egal, richtig ist schon das die waffen- und eidlose Möglichkeit seinen Wehrdienst zu leisten nun nicht gerade an die große Glocke gehängt wurde, da mußte man sich schon selbst drum kümmern. Nur war der gemeine DDR-Jugendliche eher ein Opportunist, also er versucht sich meist mit den herrschenden Machtverhältnissen zu arrangieren. Auch wenn er sich dann moralisch (rechtlich isses sowieso dreimal vorbei ... amnestiert, rehabilitiert, verjährt) an einen solchen Eid nicht gebunden fühlt. Vor kurzem hatte ich ein fachlich sehr interessantes Gespräch mit einem ehemaligen Major der TLA, welcher auch in die Bundeswehr übernommen wurde. Er berichtete fast euphorisch aus dieser Übernahme-Zeit, er hielt damals vor Tornado-Piloten Vorträge. Doch als ich ihn dann fragte wie er sich so beim zweiten oder dritten mal Eidleisten fühlte, wurde er sehr nachdenklich und antwortete: 'Ich habe nur einen Eid geleistet. Die andern waren Meineide.' Aktzeptiert! Na und dann muß ich auch aktzeptieren, das es bei manch Einem schon beim ersten Mal die Finger der Schwurhand gekreuzt waren. (Fällt mir gerade irgendwie die Geschichte mit Tyr und dem Fenriswolf ein, na egal ... wäre wohl zu sehr am Thema vorbei?)
Bleibt nun nur noch die Frage nach dem Posten, gabs da nach der Fahnenflucht noch Kontakt? Wie ging es mit ihm weiter. Wie denkt er heute, also wenn überhaupt noch, über diese Stunden damals nach? Für ihn kam ja die Entscheidung ja wohl bissel plötzlicher als wie für'n Bahndamm. Wäre ja kuhl, wenn der hier auch noch im Forum 'aufschlagen' würde. Und achso, mit Verlaub gesagt B208, Du labberst Dumfug. Eine straffreie Rückkehr auch eines (vielleicht?) nicht ganz so freiwilligen Deserteurs wird es wohl kaum gegeben haben, odär?

Na wie auch immer, mal leicht oT zu den Musterungssprüchen ...
Beliebt war da auch Sprüche wie 3 Jahre halbtags. Oder 25 Jahre, aber nur einmal im Monat zum Zahltag. Bei meiner Musterung bekam auch so ein WKK-Raupenschlepper Schnappatmung. Da wollte ich doch ums Verrecken nicht die Verpflichtung für 3 Jahre unterschreiben *breites_grins*

Aber Hallo @94. Hast ja einen langen Artikel geschrieben, aber ein Wessi (zoll) ist es nicht wert ihm zu antworten. Macht nichts, kann ich mit leben, weil die Wahrheit schon schwer zu ertragen ist.


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#49

RE: Herr Pröhl und die Flucht mit der Kalaschnikow

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 03.11.2014 19:00
von zoll (gelöscht)
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Zitat von icke-ek71 im Beitrag #42
ist schon erstaunlich,daß bis 1971 fast jedes jahr eine ganze sollstärke einer grenzkompanie geflüchtet ist!!ich bin ende 1969 eingezogen worden und da gab es als einzige alternative zum wehrdienst...den knast!!^bei der musterung fragte mich der offizier welche waffengattung ich mir aussuchen würde wenn ich könnte..meine antwort war am liebsten gar keine!!na was meint ihr was nach dieser antwort los war!!!der ist bald an die decke gesprungen vor wut!!den fahneneid mußte man schwören!!eine alternative dazu gab es nicht!!allso was soll der ganze unmut..in einer diktatur gibt es keine wahlmöglichkeit und deshalb muß ich mich an solchen fahneneid auch nicht gebunden fühlen!!wer sich dem gebunden fühlt..muß das mit sich selber ausmachen und nicht mit dem finger auf andere zeigen!!!LG Bernd

Danke Bernd, das untermauert meine Ausführungen über die Anzahl der geflüchteten Personen und über die Sinnhaftigkeit der DDR-Führung.


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#50

RE: Herr Pröhl und die Flucht mit der Kalaschnikow

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 03.11.2014 19:09
von Gelöschtes Mitglied
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Nochmal auf die Zusammenstellung der Postenpaare. Durch die Bati -Sicherung gab es natürlich viel mehr Möglichkeiten. Die Paare wurden ja quer durch alle 4 Züge zusammen gestellt. Ich glaube kaum, dass ich mit einem GWD überhaupt mehr als 10 mal draußen war. Die meisten Schichten habe ich bestimmt mit meinen Zugführern (die haben in der Zeit gewechselt) gehabt.
Bei Kompanie Sicherung ist die Auswahlmöglichkeit natürlich viel kleiner und auch die Abwechslung bei den Postengebieten viel geringer. Kann mir schon vorstellen, dass einige in dem Jahr nicht mehr als drei Postengebiete kennen gelernt haben. Wir hatten insgesamt 21 Postengebiete (incl. der Füst) von denen ich bis auf zwei alle mal selbst kennen lernen durfte.

Der Hesselfuchs


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#51

RE: Herr Pröhl und die Flucht mit der Kalaschnikow

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 03.11.2014 19:20
von 94 | 10.792 Beiträge

Zitat von zoll im Beitrag #48
..., aber ein Wessi (zoll) ist es nicht wert ihm zu antworten.
Upps, war nicht meine Absicht und natürlich verdienst auch Du eine Antwort, nur ... ähm wie war jetzt nochmal Deine Frage?


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#52

RE: Herr Pröhl und die Flucht mit der Kalaschnikow

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 03.11.2014 20:26
von Ari@D187 | 1.989 Beiträge

Zitat von Merlini im Beitrag #8
76/77 waren im SA 4 Treffurt im Bereich Karnberg noch Löcher im Zaun, da hätte man sich nicht mal bücken brauchen um durch zu laufen. [...]

Du meinst den GZI ?

Ari


Scheint es auch Wahnsinn, so hat es doch Methode...
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#53

RE: Herr Pröhl und die Flucht mit der Kalaschnikow

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 03.11.2014 20:58
von Ari@D187 | 1.989 Beiträge

Zitat von RiFu im Beitrag #4
Die Kaschi hatte vorne am Lauf die Zieleinrichtung. Wie man die damit in ein Loch an der zaunssäule stecken kann und dann als Steighilfe nutzen kann kann ich mir nicht vorstellen. [...]

Die Frage lag mir auch auf der Zunge, wurde aber ja zwischenzeitlich beantwortet. Muß ja ein Loch von ca. 6 bis 7 cm Durchmesser gewesen sein, wenn da der Kornträger mit reinpasste.

Bei www.wolfgangroehl.de sind einige Bilder aus der Zeit mit dem damaligen Zaun zu sehen. Die Pfosten sehen um einiges massiver aus (könnten 200 mm Kantenlänge besitzen) als die des später üblichen GZI.

Ari


Scheint es auch Wahnsinn, so hat es doch Methode...
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#54

RE: Herr Pröhl und die Flucht mit der Kalaschnikow

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 03.11.2014 22:19
von Gelöschtes Mitglied
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Hallo Ari, natürlich meinte ich den Grenzzaun ich habe ja auch vom KFZ Sperrgraben geschrieben. Kann nicht mehr genau sagen, ob der Zaun damals schon als GZ1 bezeichnet wurde. Es war ja noch der alte Zaun mit Stacheldraht, der aber stellenweise sehr lückig war. wir hatten auf den ganzen Bati Abschnitt ich glaube es waren 56 km nur ca. 12 bis 15 km Streckmetallzaun. Der Rest war Stacheldraht als Doppelzaun mit Mienensperre, Doppelzaun ohne Mienensperre und Einfachzaun mit großen Löchern.

Der Hesselfuchs


Ari@D187 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#55

RE: Herr Pröhl und die Flucht mit der Kalaschnikow

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 03.11.2014 23:13
von Gelöschtes Mitglied
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Was mich immer noch interessiert, ist der andere Posten "überredet" worden die Fahnenflucht zu begehen, oder ist er aus lauter Begeisterung "nachgeeilt"?
Die Frage wurde hier schon mehrmals gestellt und nie beantwortet. Keine Antwort könnte ja auch eine Antwort sein.....


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#56

RE: Herr Pröhl und die Flucht mit der Kalaschnikow

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 04.11.2014 00:02
von Kalubke | 2.296 Beiträge

Zitat von 94 im Beitrag #43

...
Eine straffreie Rückkehr auch eines (vielleicht?) nicht ganz so freiwilligen Deserteurs wird es wohl kaum gegeben haben, odär?
...



Vieleicht nicht sehr häufig, aber die gab es: FF und Rückkehr des Kommandeurs des GR-3 Dermbach OSL Klaus-Dieter Rauschenbach 1981. Außer einer unehrenhaften Entlassung hatte das keine Folgen für ihn. Also kein Knast. Obwohl das MfS sicher auch not amused war, weil er sich für seine Flucht eine Stelle im Bereich der 4. GK Spahl (GS 1771 am Seelesberg bei Habel) ausgesucht hatte, die auch als OGS "Berg" für operative Grenzschleusungen genutzt wurde.



Nummerierung im Bild links:
1 = Übertrittsstelle über die Grenze
2 = Stelle, an der der GZ I überstiegen wurde
3 = Stelle, an der der Kolonnenweg mi dem Kfz verlassen wurde
Nummerierung im rechten Bild umgekehrt

Gruß Kalubke



zuletzt bearbeitet 04.11.2014 07:25 | nach oben springen
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#57

RE: Herr Pröhl und die Flucht mit der Kalaschnikow

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 04.11.2014 12:22
von 94 | 10.792 Beiträge

Nur hatte Rauschenbach wie auch Dieter Mann sechs Jahre später wohl eine etwas andere 'Verhandlungsmasse' im Rückkehrergepäck?
Mehr dazu dort --> ...geflüchteter DDR- Offizier-(objektive Fortsetzung)

Hier soll es doch mehr um Bahndamm (und) seinen Posten gehen, hmm?!


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#58

RE: Herr Pröhl und die Flucht mit der Kalaschnikow

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 04.11.2014 12:47
von Mike59 | 7.965 Beiträge

Zitat von 94 im Beitrag #57
...
...
Hier soll es doch mehr um Bahndamm (und) seinen Posten gehen, hmm?!

Sehe ich auch so.
Mir fehlen da einfach noch ein paar Infos zu seinem Posten. Bei dem was ich bis jetzt gelesen habe komme ich eher zu einer düsteren rechtlichen Bewertung.


exgakl und Pitti53 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#59

RE: Herr Pröhl und die Flucht mit der Kalaschnikow

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 04.11.2014 13:19
von Kalubke | 2.296 Beiträge

Zitat von 94 im Beitrag #57
Nur hatte Rauschenbach wie auch Dieter Mann sechs Jahre später wohl eine etwas andere 'Verhandlungsmasse' im Rückkehrergepäck.....


.... und auch einen ganz anderen Level an militärischem Wissen, das hätte abfließen können, oder auch abgeflossen ist. Teske bei der HV A wurde einige Jahre zuvor allein schon für den Versuch hingerichtet. Da simmer wieder bei dem Problem Recht und Gerechtigkeit. Schütze Arsch im letzen Glied ist immer gut genug, um mit statuerten Exempeln Macht und Autorität zu sichern. Da wird die Grenze der Menschlichkeit gern mal überschritten.

Gruß Kalubke



zuletzt bearbeitet 04.11.2014 13:20 | nach oben springen
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#60

RE: Herr Pröhl und die Flucht mit der Kalaschnikow

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 04.11.2014 19:13
von 94 | 10.792 Beiträge

Na das wußte schon der olle Cäsar ... Proditionem amo, sed proditores non laudo. Doch das soll nicht hier das Thema sein. Denn es bleibt (immer noch) die Frage nach dem Posten, und zwar nicht als Deserteur, sondern als Mensch! Was wurde aus ihm, wie war sein Weg in dem andern Teil Deutschlands. Wurde er mit seiner Entscheidung 'glücklich'? Und gab es denn nach der Flucht überhaupt noch Kontakt zu ihm oder wars eher 'aus den Augen - aus dem Sinn'?

Mehr will ich (nur ich?) vom @Bahndamm 68 doch garnicht wissen, wenn's geht hier. Denn dieses Angemache und Sich-Angemacht-Fühlen in einem andern Thread (und dort so ziemlich neben dem Thema) ist einfach nur unangenehm.


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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