#301

RE: Herr Pröhl und die Flucht mit der Kalaschnikow

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 08.11.2014 17:26
von 94 | 10.792 Beiträge

Zitat von B208 im Beitrag #295
... schreibt ein Beteiligter an dem Zustand .

Ja, leider! Aber gegen diesen klimavergiftenden #26 war dann irgendwie kein deeskalierendes Kraut mehr gewachsen.
Na und man kann mir nicht vorwerfen, ich hätte es nicht versucht.

Ein scheenes Restwochende und auf jedenfall viel Vergnügen morgen allen Ballon-Paten noch beim Bunte-Luftballongs-Gucken ...


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


zuletzt bearbeitet 08.11.2014 17:26 | nach oben springen
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#302

RE: Herr Pröhl und die Flucht mit der Kalaschnikow

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 08.11.2014 18:22
von Thunderhorse | 4.010 Beiträge

Zitat von 94 im Beitrag #293
Zitat von B208 im Beitrag #289
verstehe ich das jetzt richtig , ...
Eher sehe ich die Gefahr, das er erschossen worden wäre. Durchgeladen hatte ja bereits ein Anderer *wink*

Ich geb nun nur selten und wenn, dann äußert widerwillig dem Donnergaul Recht, aber wo'r Recht hat, hat'r Recht!
Zwischenzeitlich ein armseliger Thread.


O.T.:
O.T.:
O.T.:
Den Satz hätte man sich sparen können.
Rückendeckung wird nicht benötigt!


"Mobility, Vigilance, Justice"
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#303

RE: Herr Pröhl und die Flucht mit der Kalaschnikow

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 09.11.2014 02:17
von StabsfeldKoenig | 2.644 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #144
Zitat von Bürger der DDR im Beitrag #143
Ob 2.000.000 oder 3.500.000, da ist auch der Anteil der "Wirtschaftsflüchtlinge" entsprechend höher......



die meisten waren Wirtschaftsflüchtlinge, denen die SED Hab und Gut wie Hotels , Unternehmen, Ländereien, Häuser ohne irgendwelche Entschädigung geraubt hatte. Ihre Alternative war nur noch " nix wie wech hier ". Wenn man es richtig überlegt sie, die SED Partei, hatten keinerlei Respekt vor der Leistung ihrer Bürger und deren Eigentum. Sie handelten nach Gutsherrenart So etwas nannte man im Mittelalter Räuber-





Wirtschaftsflüchtling trifft insofern zu, daß über 90% der Republikflüchtigen nicht politisch verfolgt waren. Aber Vermögen? Wie sagte meine Oma immer über die Aussiedler und "Vertriebenen": "Ham alle ein Rittergut verloren und sind nicht in die Partei gewesen".



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#304

RE: Herr Pröhl und die Flucht mit der Kalaschnikow

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 09.11.2014 07:34
von Gelöschtes Mitglied
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Wenn jemanden die wirtschaftliche Grundlage für die Unterhaltung seiner Familie entschädigungslos entzogen wird, nur weil er nicht ins politische Konzept passt, dann nenne ich das politische Verfolgung. Dafür gibt es tausende Beispiele. Einige von den Nachfahren haben dann nach der Wiedervereinigung Wohnhäuser, Firmengebäude, Bauernhöfe, Feld und Wald wieder übernommen oder gar zurückgekauft, da sie die Familientradition nicht vergessen haben.

Der Hesselfuchs


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#305

RE: Herr Pröhl und die Flucht mit der Kalaschnikow

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 09.11.2014 13:53
von Kalubke | 2.296 Beiträge

Ich hoffe, dass das hier nicht schon kolportiert wurde, denn ich habe mir nicht alle Beträge durchgelesen, aber gerade habe ich im Autoradio einen Beitrag darüber auf Deutschlandradio gehört mit O-Ton vom Bahndamm. Folgender Aspekt war interessant. Das Übersteigen des Zaunes ging offenschtlich nur mit gegenseitiger Hilfe. Der Posten (Soldat) zuerst mittels Räuberleiter und in den Betonpfosten gesteckter Kaschi. Der Postenführer (Bahndamm) zog sich dann an der Hand hoch, die ihm der Posten, der oben auf dem Zaun saß, reichte. Wenn der Soldat unfreiwillig vom PF zu Flucht gezwungen worden wäre, hätte die Überwindung des Zaunes meiner Meinung nach so nicht ohne weiteres funktionieren können. Die Entscheidung zur Flucht kam, so Bahndamm, spontan, nur wollte der Posten noch nicht zu dem damaligen Zeitpunkt flüchten, weil er sein Kind nochmal sehen wollte. Beiden war aber anscheinend klar, dass sich so eine risikoarme und damit ideale Gelegenheit (zwei Fluchtwillige auf einer Streife) nicht so schnell wiederholen würde. Bahndamm sagte auch, dass dieser Moment: der Blick des Soldaten, die ihm gereichte Hand, dieses unabgesprochene gemeinsame Handeln, zu den intensivsten emotionalen Erfahrungen seines Lebens gehört.

Gruß Kalubke



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#306

RE: Herr Pröhl und die Flucht mit der Kalaschnikow

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 09.11.2014 14:13
von zoll (gelöscht)
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Also ich finde, dass Thema wird hier geschreddert. Es geht doch gar nicht mehr um zwei junge Männer, die von dem System der Unterdrückung die Schnauze gestrichen voll hatten und die Gelegenheit zur Flucht wahr genommen haben.
Es geht bei einigen Schreibern um persönliche Probleme mit den Dingen die damals passiert sind und wo wiederum andere nicht mit klar kommen.
Dieses Thema sollte geschlossen werden.


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#307

RE: Herr Pröhl und die Flucht mit der Kalaschnikow

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 09.11.2014 14:26
von maxhelmut | 614 Beiträge

#306 von Zoll

Dieses Thema sollte geschlossen werden.

für Dich o.k.


zuletzt bearbeitet 09.11.2014 14:27 | nach oben springen
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#308

RE: Herr Pröhl und die Flucht mit der Kalaschnikow

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 09.11.2014 17:38
von RudiEK89 | 1.951 Beiträge

Ich habe jetzt 170 ungelesene Beiträge zum Thema gelesen.
Weiß nicht,was ich dazu schreiben soll. Soviel "Gift" ist in den Beiträgen einige User.
Ich mache es kurz, Hermann geh deinen Weg weiter und beim Treffen unterhalten wir uns persönlich darüber, wenn du magst.Von dem Posten der 1988 Fahnenflucht beging als ich auf der Fürst saß, weiß ich auch nichts. Der zurückgebliebene ist am Theater in Weimar und hat es demzufoge in der
der heutigen Zeit geschafft.

Wer schießt wann auf wen, auch heute noch aktuell, ist ein neues Thema.


März 1986 - Herbst 1986 Uffz. Schule Perleberg, GAR5. Glöwen
Herbst 1986 - Februar 1989 GR Heiligenstadt I. GB Klettenberg, 3. GK Silkerode
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#309

RE: Herr Pröhl und die Flucht mit der Kalaschnikow

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 09.11.2014 23:07
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von RudiEK89 im Beitrag #308
Ich habe jetzt 170 ungelesene Beiträge zum Thema gelesen.
Weiß nicht,was ich dazu schreiben soll. Soviel "Gift" ist in den Beiträgen einige User.
Ich mache es kurz, Hermann geh deinen Weg weiter und beim Treffen unterhalten wir uns persönlich darüber, wenn du magst.Von dem Posten der 1988 Fahnenflucht beging als ich auf der Fürst saß, weiß ich auch nichts. Der zurückgebliebene ist am Theater in Weimar und hat es demzufoge in der
der heutigen Zeit geschafft.

Wer schießt wann auf wen, auch heute noch aktuell, ist ein neues Thema.

Hallo @RudiEK89
Recht vielen Dank für deine Zeilen.
Gern hätte ich auf den einen oder anderen Kommentar in den letzten Tagen geantwortet. Es gibt aber Momente im Leben, da muss man einfach schweigen können.
Es wäre noch mehr Öl ins Feuer gekommen, es wäre schlecht löschbar gewesen.

Mir ist bekannt, was ich gemacht habe, eine Flucht durch das Minenfeld hätte ich nicht gewagt.

Ich habe keinen verletzt, ich habe keinen gezwungen.

Ich bin auch nach meiner Flucht keinen leichten Weg gegangen.

Ich habe fleißig gearbeitet, ich habe erst gegeben, ich habe mehr bekommen, wie ich erhofft habe und bin jetzt in einem wohlverdienten Ruhestand mit einem reinen Gewissen und brauche mich vor keinem Menschen entschuldigen.

Ich habe den zu Danken, der mich auf meinen Weg begleitet und beschützt hat.

Ein Teil meines Lebens ist heute auch der Artikel1 Absatz1 sowie der Artikel2 Absatz1 vom Grundgesetz.


Dies soll für mich der letzte Kommentar in diesem Thread gewesen sein.

Viele Grüße Hermann Pröhl

PS Biermanns Spruch im Bundestag:
Biermann: Ja. Aber natürlich habe ich mir in der DDR das Reden nicht abgewöhnt, und das werde ich hier schon gar nicht tun.
Gleiches trifft für mich hier im Forum zu.


IM Kressin, Hapedi, GKUS64, Pit 59 und RudiEK89 haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 09.11.2014 23:23 | nach oben springen
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#310

RE: Herr Pröhl und die Flucht mit der Kalaschnikow

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 09.11.2014 23:10
von Gelöschtes Mitglied
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im Sommer 87 soll es in Pötenitz ja auch eine Fahnenflucht gegeben haben - das Spiel mit pinkeln gehen und Schloss ausbauen...

wenn ich es darauf angelegt hätte, wär mein Kamerad schon ohne Schloss in den GD gegangen - ich hab meistens mir und meinem Begleiter die Waffen als stellv. Waffenuffz. selber ausgegeben. Ich hätt meine Kaschi auch ohne Probleme mit nach Haus nehmen können. Aber wehe wehe wehe - bei der Kontrolle aus dem Urlaub warens etwas penibler.


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#311

RE: Herr Pröhl und die Flucht mit der Kalaschnikow

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 10.11.2014 08:53
von berlin3321 | 2.519 Beiträge

Moin Bahndamm,

auch ich habe alle Beiträge gelesen.

Bei einigen.....*kopfschüttel* ..........pers. Beleidigungen, ich weiß nicht ob sowas sein muss.

Solange es sachlich bleibt dürfen/ können/ müssen Zweifel und Nachfragen erlaubt sein.

Für mich das wichtigste: Du/ ihr habt euer Ding durchgezogen, niemand wurde verletzt. Dabei ist es für mich nicht unbedingt wichtig ob der Posten nun freiwillig mitgemacht hat oder (etwas?) gezwungen werden musste.

MfG Berlin


Dieser Beitrag ist eine Meinungsäußerung, nicht repräsentativ, im Sinne des Art. 5 des Grundgesetzes und durch diesen gedeckt !
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#312

RE: Herr Pröhl und die Flucht mit der Kalaschnikow

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 10.11.2014 10:15
von turtle | 6.961 Beiträge

Ich bin auch dafür diesen Thread zu schließen. Wie in einem anderen Forum wurde bei diesem Thema klar ,das längst nicht alle Mauern in den Köpfen verschwunden sind. So wird eine Fahnenflucht wahrscheinlich immer Kontroversen auslösen. Erst 1998 beschloss der Deutsche Bundestag ein Gesetz zur Rehabilitierung von Deserteuren der Wehrmacht. Die Kernfrage sollte sein ,was ist ein Unrechtsstaat? Darf ich den Eid auf einem Unrechtsstaat brechen. Ich denke ja ! wenn ich der festen Überzeugung bin das ich diesem Staat auch mit meinem Gewissen nicht mehr dienen kann.


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#313

RE: Herr Pröhl und die Flucht mit der Kalaschnikow

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 10.11.2014 10:32
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von berlin3321 im Beitrag #311
Moin Bahndamm,

auch ich habe alle Beiträge gelesen.

Bei einigen.....*kopfschüttel* ..........pers. Beleidigungen, ich weiß nicht ob sowas sein muss.

Solange es sachlich bleibt dürfen/ können/ müssen Zweifel und Nachfragen erlaubt sein.

Für mich das wichtigste: Du/ ihr habt euer Ding durchgezogen, niemand wurde verletzt. Dabei ist es für mich nicht unbedingt wichtig ob der Posten nun freiwillig mitgemacht hat oder (etwas?) gezwungen werden musste.

MfG Berlin



rot - das ist ja ein tolles Rechtsverständnis......


EK82I hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#314

RE: Herr Pröhl und die Flucht mit der Kalaschnikow

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 10.11.2014 10:35
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von turtle im Beitrag #312
Ich bin auch dafür diesen Thread zu schließen. Wie in einem anderen Forum wurde bei diesem Thema klar ,das längst nicht alle Mauern in den Köpfen verschwunden sind. So wird eine Fahnenflucht wahrscheinlich immer Kontroversen auslösen. Erst 1998 beschloss der Deutsche Bundestag ein Gesetz zur Rehabilitierung von Deserteuren der Wehrmacht. Die Kernfrage sollte sein ,was ist ein Unrechtsstaat? Darf ich den Eid auf einem Unrechtsstaat brechen. Ich denke ja ! wenn ich der festen Überzeugung bin das ich diesem Staat auch mit meinem Gewissen nicht mehr dienen kann.


rot - das ist eigentlich nicht die Hauptfrage, die Frage ist - in wie weit darf ich andere (moralisch) zu der Durchsetzung meines Willens beeinflussen?


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#315

RE: Herr Pröhl und die Flucht mit der Kalaschnikow

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 10.11.2014 10:44
von Rüganer (gelöscht)
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[quote=Bürger der DDR|
rot - das ist eigentlich nicht die Hauptfrage, die Frage ist - in wie weit darf ich andere (moralisch) zu der Durchsetzung meines Willens beeinflussen?[/quote]


Ganz dünnes Eis, Deine Frage... der Herr Pröhl wird wohl sein bisheriges Leben in der DDR zumindest soweit verinnerlicht haben, als dass er da ständig beeinflusst wurde, berieselt, mit Rotlicht bestrahlt, damit da irgendwer seinen Willen durchsetzen konnte. War es denn moralischer, Einzelbauern in die LPG zu zwingen? War es denn moralischer, von Haus zu Haus zu ziehen und die Richtung der Antennen zu kontrollieren und sie zurück zu drehen?
Selbst wenn, ja wenn Herr Pröhl seinen Posten unter Druck gesetzt haben sollte, wovon nicht auszugehen ist, dann hat er es nur in der DDR so vermittelt bekommen, Bürger... es war doch dein gelobtes Land und nicht dass, von Herrn Pröhl


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#316

RE: Herr Pröhl und die Flucht mit der Kalaschnikow

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 10.11.2014 10:49
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Rüganer im Beitrag #315
[quote=Bürger der DDR|
rot - das ist eigentlich nicht die Hauptfrage, die Frage ist - in wie weit darf ich andere (moralisch) zu der Durchsetzung meines Willens beeinflussen?



Ganz dünnes Eis, Deine Frage... der Herr Pröhl wird wohl sein bisheriges Leben in der DDR zumindest soweit verinnerlicht haben, als dass er da ständig beeinflusst wurde, berieselt, mit Rotlicht bestrahlt, damit da irgendwer seinen Willen durchsetzen konnte. War es denn moralischer, Einzelbauern in die LPG zu zwingen? War es denn moralischer, von Haus zu Haus zu ziehen und die Richtung der Antennen zu kontrollieren und sie zurück zu drehen?
Selbst wenn, ja wenn Herr Pröhl seinen Posten unter Druck gesetzt haben sollte, wovon nicht auszugehen ist, dann hat er es nur in der DDR so vermittelt bekommen, Bürger... es war doch dein gelobtes Land und nicht dass, von Herrn Pröhl[/quote]


rot - Sehe ich nicht so.....


zuletzt bearbeitet 10.11.2014 10:50 | nach oben springen
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#317

RE: Herr Pröhl und die Flucht mit der Kalaschnikow

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 10.11.2014 10:57
von S51 | 3.733 Beiträge

Na ja, das mit dem "darf"...
Welche anderen Möglichkeiten gab es denn? Hatte man sich zu einem solchen Schritt entschlossen, dann bedeutete ein Zurück immer auch die Selbstaufgabe. Für den, der zurückblieb und keinen "triftigen" Grund für die Verhinderung der Flucht angeben konnte in gewisser Weise auch. Die Stimmung in der Kompanie war dann auch eher gereizt und dies natürlich um so klassenstandpunktmäßiger je weiter weg.
Fahnenflucht ist und war ein Eidbruch, ein Wortbruch aber das muss jeder mit sich ausmachen. Weil für einen selbst eben womöglich ganz andere Prämissen gelten als den Rest der Kameraden.
Die Grenze gibt es nicht mehr. Es gibt niemanden, auch kein System aus dieser Zeit mehr, dem gegenüber dieser Fahneneid noch zu verteidigen wäre. Da muss es mir nicht gefallen aber wenn der Anlaß gegenstandslos ist, warum sollte ich noch darauf herumreiten? Ergo ist es mir wichtig, ob jemand durch diese Sache zu Schaden kam. Hier nicht und dann ist es okay. Der Ablauf? Durchaus möglich. Das die Pfähle manchmal löchrig waren, weiß ich nur zu gut. Auch die Ballerei muss man nicht unbedingt bemerkt haben. Wir haben öfter (und die Lokführer noch viel lieber...) die Signalgeräte an der Brockenbahn "kommen lassen" und das hat mitunter niemand gehört außer den westdeutschen Grenzschützern. Die auch nicht zu häufig. Obwohl es gut zu hören war. Konnte natürlich am Wind liegen. Der "trägt" den Schall auch mal weg. Das hatte auch etwas mit Streßvermeidung zu tun. Schüsse bedeuteten "Sackstand", Ärger, Zusatzstunden. Womöglich noch zum Schichtwechsel. Wenn danach aber alles ruhig blieb, war es vielleicht nichts Ernstes... wozu also Aufregung. Dumm nur, wenn dann doch "was war". Diese Flucht ist halt ein Beispiel für dumm gelaufen auf unserer Seite. Davon ging und geht die Welt nicht unter.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


IM Kressin und turtle haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#318

RE: Herr Pröhl und die Flucht mit der Kalaschnikow

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 10.11.2014 11:06
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von S51 im Beitrag #317
Na ja, das mit dem "darf"...
Welche anderen Möglichkeiten gab es denn? Hatte man sich zu einem solchen Schritt entschlossen, dann bedeutete ein Zurück immer auch die Selbstaufgabe. Für den, der zurückblieb und keinen "triftigen" Grund für die Verhinderung der Flucht angeben konnte in gewisser Weise auch. Die Stimmung in der Kompanie war dann auch eher gereizt und dies natürlich um so klassenstandpunktmäßiger je weiter weg.
Fahnenflucht ist und war ein Eidbruch, ein Wortbruch aber das muss jeder mit sich ausmachen. Weil für einen selbst eben womöglich ganz andere Prämissen gelten als den Rest der Kameraden.
Die Grenze gibt es nicht mehr. Es gibt niemanden, auch kein System aus dieser Zeit mehr, dem gegenüber dieser Fahneneid noch zu verteidigen wäre. Da muss es mir nicht gefallen aber wenn der Anlaß gegenstandslos ist, warum sollte ich noch darauf herumreiten? Ergo ist es mir wichtig, ob jemand durch diese Sache zu Schaden kam. Hier nicht und dann ist es okay. Der Ablauf? Durchaus möglich. Das die Pfähle manchmal löchrig waren, weiß ich nur zu gut. Auch die Ballerei muss man nicht unbedingt bemerkt haben. Wir haben öfter (und die Lokführer noch viel lieber...) die Signalgeräte an der Brockenbahn "kommen lassen" und das hat mitunter niemand gehört außer den westdeutschen Grenzschützern. Die auch nicht zu häufig. Obwohl es gut zu hören war. Konnte natürlich am Wind liegen. Der "trägt" den Schall auch mal weg. Das hatte auch etwas mit Streßvermeidung zu tun. Schüsse bedeuteten "Sackstand", Ärger, Zusatzstunden. Womöglich noch zum Schichtwechsel. Wenn danach aber alles ruhig blieb, war es vielleicht nichts Ernstes... wozu also Aufregung. Dumm nur, wenn dann doch "was war". Diese Flucht ist halt ein Beispiel für dumm gelaufen auf unserer Seite. Davon ging und geht die Welt nicht unter.


rot - Bist Du da sicher? Hatte der Posten Familie? Wollte der Posten seine Familie verlassen? Das sind so Fragen die immer in solchen Situationen im Raum stehen. Hier wird immer nur von der "körperlichen Unversehrtheit" berichtet, ist das alles?

grün - es geht nicht um das Beispiel der geglückten Flucht, es geht um die Frage "Wie weit darf ich gehen?"


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#319

RE: Herr Pröhl und die Flucht mit der Kalaschnikow

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 10.11.2014 11:16
von Rüganer (gelöscht)
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[quote=Bürger der DDR|te]

rot - Bist Du da sicher? Hatte der Posten Familie? Wollte der Posten seine Familie verlassen? Das sind so Fragen die immer in solchen Situationen im Raum stehen. Hier wird immer nur von der "körperlichen Unversehrtheit" berichtet, ist das alles?

grün - es geht nicht um das Beispiel der geglückten Flucht, es geht um die Frage "Wie weit darf ich gehen?"

[/quote]


Es wird wohl nur der Posten wissen, ob er Familie hatte oder hat und da stellt sich mir dann die Frage, wenn er die hatte und wenn er so bösartig durch Herrn Pröhl mit Waffengewalt zur Fahnenflucht gezwungen wurde, warum ist er nicht sofort, als er sich frei in der BRD bewegen konnte, zu einem Grenzübergang gegangen und in die DDR zurück gekehrt.? Angst vor seinem Staat? Aber nicht doch, wenn er nachweisen könnte, dass er gezwungen wurde? Gerade die Angst ( Bürger der DDR musste man die denn in dem wunderbaren Staat der Arbeiter und Bauern haben ?)um seine Familie, hätte ihn doch geradezu dahin treiben müssen, an den Grenzübergang. Oder sollte das Unvorstellbare für einen Bürger der DDR doch geschehen sein, dass da 2 der gleichen Meinung waren und einig in ihren Absichten?
Wie weit darf ich gehen, fragst Du? Ist Hermann Pröhl weit gegangen, hat er den Posten verwundet? Hat er ihn gefesselt zurück gelassen? hat er ihn gar erschossen? Nichts von alledem... er wäre ein Strolch gewesen, hätte er ihn angeschossen und wäre abgehauen... hat er nicht, beide sind weg...


Hapedi hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#320

RE: Herr Pröhl und die Flucht mit der Kalaschnikow

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 10.11.2014 11:36
von Barbara (gelöscht)
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grün - es geht nicht um das Beispiel der geglückten Flucht, es geht um die Frage "Wie weit darf ich gehen?"


Nein, in Wahrheit geht es darum, mit welchem Recht im Jahre 2014 in einem Internetforum ein Tribunal inszeniert werden darf, denn nichts anderes ist dieser Thread.
Und daran schließt sich die sehr persönliche und höchst ethische Frage an: wie weit darf ich gehen?
.


IM Kressin und Hapedi haben sich für diesen Beitrag bedankt
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