#181

RE: SED-Mitgliedersuche!

in DDR Politik Presse 04.11.2014 03:19
von schulzi | 1.757 Beiträge

Christian ist zwar ein schwerer TOBAK aber es stimmt. Frank


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#182

RE: SED-Mitgliedersuche!

in DDR Politik Presse 04.11.2014 05:22
von damals wars | 12.134 Beiträge

Viele Genossen, die nach 45 in die Partei eingetreten waren, haben sich nicht als passives Rädchen im Getriebe gesehen, sondern als Triebkraft zum Aufbau einer neuen Gesellschaft.
Und das war denen auch mal eine Entbehrung wert.
Und als es dann nach dem Bau der Mauer zu einem Aufschwung in der DDR kam, sahen sie sich bestädigt.
Wer kannte schon bzw. hatte Zugang zum Buch von Wolfgang Leonhard, viele wußten nur, das er zu Anfang mitmarschiert war, das trifft für die von Schattchen aufgeführten genauso zu.
Und wenn dann mal einer von der Fahne ging, war das noch lange kein Grund, an der Sache zu zweifeln.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#183

RE: SED-Mitgliedersuche!

in DDR Politik Presse 04.11.2014 08:57
von Georg | 1.004 Beiträge

Zitat von Hufklaus im Beitrag #168
Jetzt frische ich die Diskussion mal auf, in dem ich nach einer für die ganze Gesellschaft begehbaren Alternative zur jetzigen Gesellschafts- und natürlich Wirtschaftsform frage?
Wir sind sowieso weit OT...

Wie heißt es so schön: Nur ernstgemeinte Zuschriften erbeten!

VG Klaus


Die Frage hat ihre Berechtigung ! Und sie ist aktuell wie nie !
Neue Denkansätze sind gefordert oder es bleibt wie es ist: Verteilungskämpfe, Welthunger, .......im Angesicht der Endlichkeit der Rohstoffe und so weiter und so fort.......
Also, wo sind die Vordenker ? In Europa ist mir niemand aufgefallen. Es wird sich kaum noch getraut das Wort - Sozialismus - laut zu denken. Und leider haben die linken Intellektuellen, nach der Niederlage des " Sozialismus " in Europa, bisher für mich keine Antworten.
Ich selber verfolge daher sehr interessiert das Geschehen in Mittelamerika. Dort ist das Wort Sozialismus kein IIeehh - Wort. Die Linken in Mittelamerika streben nach sozialer Gerechtigkeit. Sie versprechen kein " besseres " Leben. Sie propagieren ein gutes Leben im Einklang mit der Natur. Sie lassen sich nicht aus den westlichen Konsumterrorismus ein.
Ich bin äusserst skeptisch, dass diese " sozialistische " Bewegung störungsfrei ihren Weg gehen kann.....
Mir ist dieser Ansatz sehr sympatisch.


Einen Dummen anzuhören ist anstrengender, als einen Klugen zu widersprechen. ( W.Eckert )
Damals87 und DoreHolm haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#184

RE: SED-Mitgliedersuche!

in DDR Politik Presse 04.11.2014 09:00
von Stringer49 | 700 Beiträge

Zitat von Nostalgiker im Beitrag #180
Interessant für mich wohin sich die Diskussion entwickelt.
[...]

Soweit erstmal meine etwas unsortierten Gedanken nicht unbedingt zum Ausgangsthema aber zu den vielen hier bereits geschriebenen guten Gedanken, was darf, was kann, was soll eine Partei repräsentieren welche an sich selbst den Anspruch hat der fortschrittlichste Teil des fortschrittlichsten Teiles der Menschheit, nämlich der Arbeiterklasse zu sein.
Wobei das mit der Arbeiterklasse heutzutage auch wieder so ein Ding ist. Was ist, wer ist heute Arbeiterklasse? Oder sollten wir doch lieber die Klassendefinition über Bord werfen und von sozialen Schichten sprechen wie es vereinzelt Ökonomen und Sozialwissenschaftler vorschlagen?
Ein weites Feld des Nachdenkens und der Auseinandersetzung.

Gruß
Nostalgiker





Guten Tag,

die Veränderung der sozialen Struktur provoziert eine Frage: Wenn ich richtig verstanden habe, wurden die die wichtigsten Elemente der Arbeiten von Engels und Marx als Gesetze universeller Bedeutung bezeichnet. Dazu gehört dann auch die Arbeiterklasse. Sie soll, so das «Manifest der Kommunistischen Partei», das wurde in Westeuropa an Schulen durchaus gelesen, die Angst vor dem gedruckten Wort war hier nicht so gross wie in der D.D.R., die kommende Revolution ausführen. Sie ist, im Gegensatz zum Lumpenproletariat, organisert, das kommt von der grossen Industrie.

Doch die grosse Industrie existiert in den «imperialistischen» (Lenin) Ländern immer weniger. Was wird aus diesen Ländern - Entwicklungsländer? Wenn das so ist, gibt es ein Problem mit der Dialektik, welche Marx (wenn ich nicht irre) «vom Kopf auf die Füsse» gestellt hat...

Ich bin kein Philosoph und auch kein Ideologiespezialist, aber ich habe Zweifel, was diese Ideologie anlangt.

Durch meine Untersuchungen zur D.D.R. frage ich mich auch: Ist die Arbeiterklasse der D.D.R. wirklich noch eine Arbeiterklasse gewesen? Hat diese Klasse nicht vielleicht nur noch auf Prämien und Bezahlung geschaut und immer mehr die Organisation und die Ideologie zurück gewiesen ? Ich habe diesen Eindruck gewonnen.

Aber vielleicht ist meine Ansicht nicht korrekt.

Daniel


Wenn das Wort das Mittel gegen die Stille und das Getöse ist, so ist die Flut der Wörter im Stakkato seine dialektische Umkehrung.


DoreHolm hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#185

RE: SED-Mitgliedersuche!

in DDR Politik Presse 04.11.2014 09:11
von Stringer49 | 700 Beiträge

Zitat von Georg im Beitrag #183
Zitat von Hufklaus im Beitrag #168
Jetzt frische ich die Diskussion mal auf, in dem ich nach einer für die ganze Gesellschaft begehbaren Alternative zur jetzigen Gesellschafts- und natürlich Wirtschaftsform frage?
Wir sind sowieso weit OT...

Wie heißt es so schön: Nur ernstgemeinte Zuschriften erbeten!

VG Klaus


Die Frage hat ihre Berechtigung ! Und sie ist aktuell wie nie !
Neue Denkansätze sind gefordert oder es bleibt wie es ist: Verteilungskämpfe, Welthunger, .......im Angesicht der Endlichkeit der Rohstoffe und so weiter und so fort.......
Also, wo sind die Vordenker ? In Europa ist mir niemand aufgefallen. Es wird sich kaum noch getraut das Wort - Sozialismus - laut zu denken. Und leider haben die linken Intellektuellen, nach der Niederlage des " Sozialismus " in Europa, bisher für mich keine Antworten.
[...]




Guten Tag @Georg,

Ich lebe nun einmal in Frankreich und sehe mit Entsetzen, dass die sozialistische Regierung versucht, Robert Owen ist daran gescheitert, eine sozialistische Blase in einem marktwirtschaftlichen Umwelt zu erreichten. 35 h - Woche, Verbot der Sonntagsarbeit (ich kannte das nicht, selbst an Weihnachten gab es offene Geschäfte, um Kohle für den Kamin usw. zu kaufen) und jetzt noch eine solche Reglementation des Immobilienmarktes. Die Idee ist gut, aber sie wird dahin führen, wo auch die Wohnungspolitik der D.D.R. endete; ausserdem gibt es eine freie Zirkulation der Kapitalien - ein Investor muss also sein Geld nicht in der sozialistischen Insel lassen. Viele Unternehmer installieren sich im Kent wegen des instabilen Steuersystems. das ist ein Verlust industrieller Potenz und von Knowhow. Eine andere Konsequenz ist Arbeitslosigkeit und weniger Einnahmen.

Es bleibt diesem Land nur noch ... es müsste eine Mauer bauen um dieses Biotop zu schützen. Robert Owen hatte auch die besten Absichten...

(fragmentarisch, aber sehr ernst gemeint)

Daniel


Wenn das Wort das Mittel gegen die Stille und das Getöse ist, so ist die Flut der Wörter im Stakkato seine dialektische Umkehrung.


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#186

RE: SED-Mitgliedersuche!

in DDR Politik Presse 04.11.2014 12:38
von Regina | 643 Beiträge

Thomas berichtet,
Mein Vater gehörte zum schlesischen Bürgertum und wurde deutschnational erzogen. Keiner von seiner Sippe war in der NSDAP, er war in einem Bund der Juristen. Von 1939-1945 bei der Wehrmacht als kleiner Oberleutnant, in der amerikanischen Gefangenschaft wurde er Lagerschreiber.
Bei seiner Entlassung konnte er sein zukünftiges Wohnziel aussuchen. Die meisten seiner Kameraden sind in der amerik. Zone geblieben, er wollte in die sowj. Zone nach Halle gehen Er hat alles verloren wie Häuser, Betrieb und anderes Vermögen und wollte wieder mitarbeiten, damit es dem deutschen Volk besser geht. Wurde SPD Mitglied, später SED.
Seine Frau ist 1947 nach Westberlin gegangen und er ließ sich scheiden und blieb hier. Vor 1961 waren wir, die ganze Familie, mal in Westberlin und fuhren wieder zurück.
Er war bestimmt zuerst von einer neuen Gesellschaftsordnung, ohne Krieg, überzeugt, später weiß ich es nicht. Wir haben immer Westfernsehen gehabt und gingen in die Kirche
,



DoreHolm und Gert haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#187

RE: SED-Mitgliedersuche!

in DDR Politik Presse 04.11.2014 14:35
von Barbara (gelöscht)
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Zitat von Regina im Beitrag #186
Thomas berichtet,
Mein Vater gehörte zum schlesischen Bürgertum und wurde deutschnational erzogen. Keiner von seiner Sippe war in der NSDAP, er war in einem Bund der Juristen. Von 1939-1945 bei der Wehrmacht als kleiner Oberleutnant, in der amerikanischen Gefangenschaft wurde er Lagerschreiber.
Bei seiner Entlassung konnte er sein zukünftiges Wohnziel aussuchen. Die meisten seiner Kameraden sind in der amerik. Zone geblieben, er wollte in die sowj. Zone nach Halle gehen Er hat alles verloren wie Häuser, Betrieb und anderes Vermögen und wollte wieder mitarbeiten, damit es dem deutschen Volk besser geht. Wurde SPD Mitglied, später SED.
Seine Frau ist 1947 nach Westberlin gegangen und er ließ sich scheiden und blieb hier. Vor 1961 waren wir, die ganze Familie, mal in Westberlin und fuhren wieder zurück.
Er war bestimmt zuerst von einer neuen Gesellschaftsordnung, ohne Krieg, überzeugt, später weiß ich es nicht. Wir haben immer Westfernsehen gehabt und gingen in die Kirche
,




Danke Regina für deinen Beitrag.
Ich hoffe dem Thomas geht es einigermaßen gut, sag ihm mal einen lieben Gruß von mir und natürlich auch an dich :-)
.


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