#41

RE: Agentenschleuse bei Asbach-Sickenberg

in Spionage Spione DDR und BRD 04.11.2014 15:58
von Kalubke | 2.299 Beiträge

Das passt ja wie der A... auf den Eimer. Im Bereich Lüdersdorfer Weg/Stumpfer Weg in Schlutup befand sich wahrscheinlich schon seit den 60'ern eine operative Grenzsschleuse (siehe Skizze). Vieleicht ist das die OGS "Nord-West"?



Es ist möglich, dass sie vom BGS enttarnt und überwacht wurde. Im Grenzmuseum Schnackenburg hängt der Screenshot einer Videolangzeitüberwachung (wahrscheinlich durch BGS I/S). Dort sind 3 Personen zu erkennen, die gerade die Grenze von West nach Ost überschreiten. Im Vordergrund ist ein Straßenschild zu erkennen. Im Bereich GKN liegen m.E. nur die Ortschaften Lübeck und Schlutup so dicht an der Grenze. Die Grenzsäule könnte die Nr. 67 sein.



Es ist denkbar, dass das MfS dies mitbekommen hat, die Schleuse stillgelegte und die Person offensichtlich versucht hat, die Schleuse unangemeldet zu passieren. Die AGT sollten normalerweise von einer Schleusung so wenig wie möglich mitbekommen. Das ist aber nur eine Vermutung, weil die Ereignisse zeitlich nicht zusammenpassen. (Übertritt 1980-93, Videoüberwachung vom November 1987). Eventuell war die 1987 noch aktive und überwachte Schleuse doch noch eine andere. Auch der am Bahnhof Lübeck geplante Treff mit dem Grenz-IM deutet nicht auf eine Stillegung hin.

Gruß Kalubke



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zuletzt bearbeitet 04.11.2014 22:40 | nach oben springen

#42

RE: Agentenschleuse bei Asbach-Sickenberg

in Spionage Spione DDR und BRD 04.11.2014 20:48
von Rothaut | 400 Beiträge

#Kalubke

Das Screenshot könnte Lüdersdorfer Weg/Stumpfer Weg sein.
dieses Bild ist aus einen anderen Blickwinkel fotografiert und links steht das Strassenschild (hier nicht zu sehen).

Quelle: Bundespolizeiakademie

das ist die Ecke....
gelb: der Aufnahmewinkel in Richtung Grenze


Was mich ein bißchen wundert....es gab ja eigentlich schon zum Aufnahmezeitpunkt den Tunnel Nähe BT "Schwedenschanze" .

Gruß Rothaut


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#43

RE: Agentenschleuse bei Asbach-Sickenberg

in Spionage Spione DDR und BRD 04.11.2014 22:26
von Kalubke | 2.299 Beiträge

Könnte passen, das gelb eingekreiste Haus war sicher der verdeckte Observationspunkt des BGS. Bis zum GZ I gings allerdings nicht ganz so optimal getarnt über freies Brachland. Wird wohl häufig nachts genutzt worden sein die Schleuse, aber manchmal auch am Tage, wie die Aufnahme zeigt. Interessant ist, dass da gerade ein 3 Mann-Trupp die Seiten wechselt. Vieleicht war das eine HIME-Gruppe nach ihrem zeitweiligen Aufenthalt im OG.

Das mit der Verteilung der veschiedenen Schleusen in den Grenzabschnitten wäre vieleicht so zu erklären:

Jede schleusende MfS-DE (HV A, HA I, HA VIII, HA II, HA III, HA XX, HA XVIII), bzw. andere Dienste und Apparate (BA des MfNV, Kurierapparat der Abt. Verkehr des ZK der SED) hatten aus Gründen der Konspiration prinzipiell ihre eigenen Schleusen. Nach der Bedarfsanmeldung wurden von der HA I/Bereich Aufklärung entsprechende Grenzabschnitte zugewiesen. HV A und HA VIII hatten eigene Schleuserabteilungen, die an der Grenze für das ganze organisatorische und operative Drumherum zuständig waren. Für alle anderen besogte das die HA I/Bereich Aufklärung. Im Bereichdes GR-6 (Schönberg) gab es z.B. die OGS "Fähre" am Priwall. Die gehörte zur HA VIII. Schleusungsoffizier war Maj Reinhardt Behrendt (HA VIII/14/3) Die OGS am B-Turm "Rotes Haus" ist wegen der Schleusung von Sonja Lüneburg eindeutig der HV A XVII/2 (OGS im Bereich GR-6 und GR-8) zuzuordnen. Die OGS "Nordwest" und wahrscheinlich die OGS Tunnel Palinger heide stehen anscheinend mit dem KO Forsthaus Palinger Heide (Treffobjekt) in Verbindung. Wenn man wüßte von welcher DE das Forsthaus unterhalten wurde, könnte man auch diese Schleusen zuordnen.

Weiter südlich gibt es weitere Schleusen: Bis in die 80er Jahre hinein wurde mit einem Boot über den Lankower See geschleust, bis die Anfahrt des IM/OG dorthin mit dem Fahrrad dem BGS auffiel und er zum Zeitpunkt des Einsteigens in das Schleuserboot vor Ort war.(Darüber wurde hier im Forum berichtet.) Somit war auch der Schleusungsoffizier (in Majorsuniform der GT) enttarnt Es könnte eine HV A Schleuse gewesen sein, denn in der HV A XVII (ehem. AG G) gab es eine personelle Umbesetzung. Der aus Grevesmühlen stammende ehem. Leiter des Referates HV A XVII/2 Major Günter Reichel wurde als Leiter in die HV A XVII/3 (OGS im Bereich GR-20) versetzt. Das könnte mit der Schleusungspanne in Zusammenhang stehen.

Weitere Schleusen gab es an der Trave, der Wakenitz (zwischen Rothenhusener und Lenschower Brücke) und am Ratzeburger See. Sie wurden vom geheimen Kurierapparat der SED (Abt. Verkehr) genutzt und von der HA II/19/4 abgesichert. Eins der Treffobjekte auf DDR-Seite soll angeblich die Büdnerei Nr 5 nördlich von Herrnburg gewesen sein.

Innerdienstliche Anweisungen und Angaben zur Dislozierung von Dienstobjekten der HVA XVII und der HA VIII/14/3 findet man in nachfolgender MfS-DA.

Gruß Kalubke


Dateianlage:


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zuletzt bearbeitet 04.11.2014 23:02 | nach oben springen

#44

RE: Agentenschleuse bei Asbach-Sickenberg

in Spionage Spione DDR und BRD 04.11.2014 22:56
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Ich kann einfach nicht glauben das die westdeutsche Seite nach einer gewissen Weile keine Kenntnis von solchen festen Schleusungspunkten gehabt haben soll, so blöd waren die doch nun auch nicht.


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#45

RE: Agentenschleuse bei Asbach-Sickenberg

in Spionage Spione DDR und BRD 04.11.2014 22:59
von FRITZE (gelöscht)
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Wölfchen was heisst denn nicht gewusst ? Eine erkannte Gefahr ist doch keine mehr ! Hätten sie diese Stellen auffliegen lassen ,wären woanders neue geschaffen worden !
So isses doch viel einfacher alles zu verfolgen !


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#46

RE: Agentenschleuse bei Asbach-Sickenberg

in Spionage Spione DDR und BRD 04.11.2014 23:06
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von FRITZE im Beitrag #45
Wölfchen was heisst denn nicht gewusst ? Eine erkannte Gefahr ist doch keine mehr ! Hätten sie diese Stellen auffliegen lassen ,wären woanders neue geschaffen worden !
So isses doch viel einfacher alles zu verfolgen !


Du meinst die ließen die Spione, besser Kundschafter, wissentlich ziehen?
Bei der Schilderung von Larissa klang das aber irgendwie anders.


zuletzt bearbeitet 04.11.2014 23:10 | nach oben springen

#47

RE: Agentenschleuse bei Asbach-Sickenberg

in Spionage Spione DDR und BRD 04.11.2014 23:10
von Kalubke | 2.299 Beiträge

Die Spionageabwehr des BfV/LfV wollte ja nicht nur die Kuriere dingfest machen. Die sollten ihnen den Weg zu den eigentlichen Quellen zeigen. Reisewegaufklärung hieß das damals.

Gruß Kalubke



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zuletzt bearbeitet 05.11.2014 16:49 | nach oben springen

#48

RE: Agentenschleuse bei Asbach-Sickenberg

in Spionage Spione DDR und BRD 04.11.2014 23:11
von FRITZE (gelöscht)
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@ Grenzwolf 62 Nicht verallgemeinern ! Man muss immer den Kontex zum jeweiligen Ereignis sehen !


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#49

RE: Agentenschleuse bei Asbach-Sickenberg

in Spionage Spione DDR und BRD 04.11.2014 23:12
von Regina | 643 Beiträge

Thomas hat die Bücher von Larissa damals gekauft, er hat sich manchmal überlegt, ob alles stimmte.



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#50

RE: Agentenschleuse bei Asbach-Sickenberg

in Spionage Spione DDR und BRD 04.11.2014 23:20
von Kalubke | 2.299 Beiträge

Zitat von FRITZE im Beitrag #48
@ Grenzwolf 62 Nicht verallgemeinern ! Man muss immer den Kontex zum jeweiligen Ereignis sehen !


Genau, Larissa wollte sich nach einigen Jahren Tätigkeit als KGB-Quelle wegen vermutlicher Enttarnung bzw. deren Androhung endgültig absetzen. Das war eine andere Kragenweite.
Eine HIME-Gruppe z.B. war nur einige Tage im Westen unterwegs, um Adressen zu recherchieren, Fotos zu machen, öffentlich zugängliches Material zu besorgen oder irgendwelche Zielpersonen zu beobachten. Die konnten im Fall der Entdeckung mit wesentlich niedrigeren Strafmaßen rechnen.

Gruß Kalubke



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#51

RE: Agentenschleuse bei Asbach-Sickenberg

in Spionage Spione DDR und BRD 19.11.2014 10:18
von Waldersee | 83 Beiträge

Es ist möglich, dass sie vom BGS enttarnt und überwacht wurde. Im Grenzmuseum Schnackenburg hängt der Screenshot einer Videolangzeitüberwachung (wahrscheinlich durch BGS I/S).

Hi Kalubke,
so ganz "ohne Ahnung" waren wir dann ja auch nicht. Ich wünschte, Du hättest diese ganzen Einzelheiten 1987 gepostet...hätten uns eine Menge Arbeit, Zeit und Geld gespart.
Ich sag das, weil für dem Bildschirm - von dem das Foto abfotografiert wurde - mein "halbes" Büro umgebaut werden musste.
War damals eine "Riesen"-Sache bei uns und verlangte umfangreichste Planungen und Arbeiten. Observation unmittelbar an der Grenze Stumpfer Weg n u r durch Technik. Dann Funk-Bild Übertragung zur unser Grenzschutzunterkunft und 24/7 personelle Überwachung in meinem Büro. Wurde deshalb umgebaut, weil I/S das größte Büro hatte und nicht jeder beim Türöffnen schon sehen sollte was "lief".
Hat einen Tag gedauert...dann wussten es alle! Wenn die SW-Kamera oder die Sensoren (Infrarotabtastung) etwas "sahen" bzw. aufzeichneten, lief eine - heute würden wir sagen HD - Farbkamera an und zeigte beste Bilder.
Vor Ort waren dann personelle Fahnungs- und Observationskeise aufgebaut die alarmmäßig sofort die Bewegungen eines zurückgeschleusten Agenten überwachen sollten. Zugriffe waren n i c h t vorgesehen.
Alle Technik, bis zu den zivilen Mercedes und BMW Limousinen kam war von befreundeten Behörden. Hätte der BGS auch nie gehabt.
Die gesamte Man Power kam aber von uns...große Sache für die damals 20-30 Jahre alten Kollegen... High End Technik, Schulterholster und MP 5 kurz im Seitenkasten der Kfz.Türen. War aber nicht geheimzuhalten, was sollte die Unterkunftswache auch denken, wenn permanent die Kollegen in den Zivilwagen ein- und ausfuhren.
Das Ende der Aktion war dann aber wieder typisch für den damaligen BGS...unser Kommandeur setzt durch. dass alle Abteilungsangehörigen an einem Truppenübungsplatzaufenthalt in Schwarzenborn teilnehmen mussten. Also Abbau und das Ende vom Lied.. am nächsten Wochenende hat es eine erfolgreiche Schleusung gegeben (hatten wir von zivilen Zeugen vor Ort).
So war das halt damals in der großen weiten Welt des "Katz- und Maus" Spieles.
Heute ist es meiner Meinung nach Zeitgeschichte, über die geredet werden darf, die- s.o. - in Museen hängt und die meine Vergangenheit war.
Gruß
Waldersee


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Observationpunkt


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#52

RE: Agentenschleuse bei Asbach-Sickenberg

in Spionage Spione DDR und BRD 19.11.2014 14:41
von Zkom IV | 323 Beiträge

Wenn ich so lese, was in anderen Bereichen los war, glaube ich immer ich habe Grenzdienst auf dem Mond gemacht.
@Kalubke:
Frage zur Schleuse Erlenweg/Kleinmachnow.
Das war mein Zkom Bereich und ich bin gefühlte 100000 mal am Buschgraben entlang gefahren.
Über eine hier befindliche Schleuse wurden wir damals nicht mal ansatzweise in Kenntnis gesetzt. Bin auch der Meinung das weder meine Vorgesetzten noch auf Ebene der Hauptzollämter irgend jemand solche Informationen hatte.
Auch ist mir dort nie eine verstärkte Polizei oder andere Präsenz aufgefallen.

Interessieren würde mich, ob Dir bekannt ist, wie dort Schleusungen stattgefunden haben sollen. Schließlich verlief der Buschgraben (Sumpfgebiet) dort. Möglich wäre ein kleiner Umweg über die dortige Teltowwerft gewesen.
Da es sich hier aber um ein abgeschlossenes Privatgelände handelte, wären fremde Personen doch sofort aufgefallen.

Gruß Frank



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#53

RE: Agentenschleuse bei Asbach-Sickenberg

in Spionage Spione DDR und BRD 19.11.2014 17:29
von Kalubke | 2.299 Beiträge

Hi @Zkom IV,

nee nee, bei Euch war auch einiges los. Geschleust wurde u.a. nach Zehlendorf über Klein Glienicke, Kohlhasenbrück, Forst Düppel, Kleinmachnow, Teltow-Seehof und möglicherweise auch über das Osdorfer Wäldchen. Zur Grenzschleuse Erlenweg/Buschgraben zwischen Kleinmachnow und Zehlendorf: Der Schleusungsweg führte von einem Schlupftor im GZI, das sich unmittelbar nördlich des B-Turms „Haus 50“ am Erlenweg Nr. 50 befand, durch das vorgelagerte Gebiet südlich um den kleinen See herum, in den der Buschgraben einmündete. Die Grenzübertrittsstellen waren unmittelbar an dem Laubenweg, der die Kleingartenkolonie Sachtleben im Bezirk Zehlendorf OT Schönow südlich begrenzt und zur Sachtlebenstraße führt. Da das ca. 100 m breite vorgelagerte Gebiet dicht bewachsen war, konnte das Schlupftor von westlicher Seite aus nicht eingesehen werden. Auch die Grenzanlagen waren hier schmal, verwinkelt und unübersichtlich. Möglicherweise gab es da keinen Grenzsignalzaun, sondern nur einen niedrigen Stacheldrahtzaun zwischen Kolonnenweg und Kontrollstreifen. Vielleicht kann @damals wars genaueres über den Grenzabschnitt sagen.

Betrieben wurde die Grenzschleuse höchstwahrscheinlich von der HA VIII (Ermittlung, Beobachtung, Festnahmen) und zwar vom Referat VIII/14/3 (Schaffung und Betreuung von Grenzschleusen). Schleusungsoffiziere waren Maj W.... Maj PK bzw. OltR........

In ca. 1 km Entfernung befand sich im Machaweg 6 in Kleinmachnow ein konspiratives Objekt der HA VIII, das wahrscheinlich als Treffobjekt für die geschleusten IM genutzt wurde.


Übersichtsplan OGS Erlenweg


Lageplan OGS Erlenweg


Lageskizze Bereich Schlupftor aus der OGS-Akte


BT „Haus 50“ von N


BT „Haus 50“ von S

Gruß Kalubke



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zuletzt bearbeitet 19.11.2014 18:37 | nach oben springen

#54

RE: Agentenschleuse bei Asbach-Sickenberg

in Spionage Spione DDR und BRD 19.11.2014 18:05
von Schlutup | 4.104 Beiträge

Beitrag Nr 51:

so sieht es heute aus



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zuletzt bearbeitet 19.11.2014 18:49 | nach oben springen

#55

RE: Agentenschleuse bei Asbach-Sickenberg

in Spionage Spione DDR und BRD 19.11.2014 20:08
von Kalubke | 2.299 Beiträge

Moderations-Kommentar:
Keine Klarnamen bitte!


Keine Panik, die drei Herren sind bereits veröffentlicht und zwar in:

Angela Schmole: Hauptabteilung VIII. Beobachtung, Ermittlung, Durchsuchung,Festnahme (MfS-Handbuch). Hg. BStU. Berlin 2011. http://www.nbn-resolving.org/urn:nbn:de:0292-97839421300977

Gruß Kalubke



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zuletzt bearbeitet 19.11.2014 20:19 | nach oben springen

#56

RE: Agentenschleuse bei Asbach-Sickenberg

in Spionage Spione DDR und BRD 19.11.2014 20:14
von Kalubke | 2.299 Beiträge

Zitat von Schlutup im Beitrag #54
Beitrag Nr 51:

so sieht es heute aus






Ja, man erkennt deutlich den Birkenhain, der auch auf dem Video-screenshot in #41 zu sehen ist. Sehr schön, mal so eine Geschichte von allen Seiten beleuchtet zu bekommen. Dank an @waldersee, @rothaut und @schlutup

Gruß Kalubke



zuletzt bearbeitet 19.11.2014 20:15 | nach oben springen

#57

RE: Agentenschleuse bei Asbach-Sickenberg

in Spionage Spione DDR und BRD 19.11.2014 20:27
von damals wars | 12.179 Beiträge

Bei einem Haus 50 macht es bei mir nicht Klick .
Muss mich, wenn es die Gesundheit zulässt, im Frühjahr mal vor Ort umschauen.
Da die " Schleuser" über die Güst in den Abschnitt kamen, kann ich mir nicht vorstellen, das die erst nach Kleinmachnow fuhren, Potsdam wäre viel unauffälliger gewesen.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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zuletzt bearbeitet 19.11.2014 20:49 | nach oben springen

#58

RE: Agentenschleuse bei Asbach-Sickenberg

in Spionage Spione DDR und BRD 19.11.2014 20:45
von andy | 1.199 Beiträge

Zitat von Kalubke im Beitrag #53
Hi @Zkom IV,

nee nee, bei Euch war auch einiges los. Geschleust wurde u.a. nach Zehlendorf über Klein Glienicke, Kohlhasenbrück, Forst Düppel, Kleinmachnow, Teltow-Seehof und möglicherweise auch über das Osdorfer Wäldchen. Zur Grenzschleuse Erlenweg/Buschgraben zwischen Kleinmachnow und Zehlendorf: Der Schleusungsweg führte von einem Schlupftor im GZI, das sich unmittelbar nördlich des B-Turms „Haus 50“ am Erlenweg Nr. 50 befand, durch das vorgelagerte Gebiet südlich um den kleinen See herum, in den der Buschgraben einmündete. Die Grenzübertrittsstellen waren unmittelbar an dem Laubenweg, der die Kleingartenkolonie Sachtleben im Bezirk Zehlendorf OT Schönow südlich begrenzt und zur Sachtlebenstraße führt. Da das ca. 100 m breite vorgelagerte Gebiet dicht bewachsen war, konnte das Schlupftor von westlicher Seite aus nicht eingesehen werden. Auch die Grenzanlagen waren hier schmal, verwinkelt und unübersichtlich. Möglicherweise gab es da keinen Grenzsignalzaun, sondern nur einen niedrigen Stacheldrahtzaun zwischen Kolonnenweg und Kontrollstreifen. Vielleicht kann @damals wars genaueres über den Grenzabschnitt sagen.

Betrieben wurde die Grenzschleuse höchstwahrscheinlich von der HA VIII (Ermittlung, Beobachtung, Festnahmen) und zwar vom Referat VIII/14/3 (Schaffung und Betreuung von Grenzschleusen). Schleusungsoffiziere waren Maj W.... Maj PK bzw. OltR........

In ca. 1 km Entfernung befand sich im Machaweg 6 in Kleinmachnow ein konspiratives Objekt der HA VIII, das wahrscheinlich als Treffobjekt für die geschleusten IM genutzt wurde.


Übersichtsplan OGS Erlenweg


Lageplan OGS Erlenweg


Lageskizze Bereich Schlupftor aus der OGS-Akte


BT „Haus 50“ von N


BT „Haus 50“ von S

Gruß Kalubke



Hast Du die Akte auf dem Tisch oder woher stammt das Detailwissen?


andy


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#59

RE: Agentenschleuse bei Asbach-Sickenberg

in Spionage Spione DDR und BRD 19.11.2014 20:54
von Kalubke | 2.299 Beiträge

Nein, die Abb. habe ich in einem Beitrag unter der Rubrik Aktenfunde auf der BSTU-Website entdeckt. Es gab noch Skizzen des Schleusungsweges um den See und einige Fotos von den Grenzübertrittsstellen an der KG-Kolonie Sachtleben. Die sind mir nach Rechnerabsturz leider abhanden gekommen. Aktuell ist der Beitrag auf der BSTU-Website leider nicht mehr eingestellt. Ich habe dann selbst die genaue Lage an der Grenze ausfindig gemacht. Müsste doch auch Dein "Revier" als alter "GR-44'er" gewesen sein, oder?

Gruß Kalubke



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zuletzt bearbeitet 19.11.2014 21:02 | nach oben springen

#60

RE: Agentenschleuse bei Asbach-Sickenberg

in Spionage Spione DDR und BRD 19.11.2014 21:46
von andy | 1.199 Beiträge

Zitat von Kalubke im Beitrag #59
Nein, die Abb. habe ich in einem Beitrag unter der Rubrik Aktenfunde auf der BSTU-Website entdeckt. Es gab noch Skizzen des Schleusungsweges um den See und einige Fotos von den Grenzübertrittsstellen an der KG-Kolonie Sachtleben. Die sind mir nach Rechnerabsturz leider abhanden gekommen. Aktuell ist der Beitrag auf der BSTU-Website leider nicht mehr eingestellt. Ich habe dann selbst die genaue Lage an der Grenze ausfindig gemacht. Müsste doch auch Dein "Revier" als alter "GR-44'er" gewesen sein, oder?

Gruß Kalubke



"Alter GR-44'er" ist gut. Ich war bei der UA Aufklärung im GR-44 und nicht schwerpunktmäßig mit Schleusungen beschäftigt. Demzufolge war ich eher selten draussen am Kanten. Den Bereich GaKo Sachtleben mit dem Buschgraben kenne ich aber ganz gut und wimre war ich dort auch mal direkt an einer Schleusung beteiligt. Weist Du noch Einzelheiten zur Grenzschleuse? Das vordere Speerelement war in dem Bereich doch die Mauer.

andy


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