#161

RE: »Die Stasi war mein Eckermann«

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 29.10.2014 12:43
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Kalubke im Beitrag #160
Auf Vordrängler hätte ich als Schlangesteher ehrlich gesagt auch allergisch reagiert. Gehst aber selbstkritisch damit um. Kann nicht jeder.

Gruß Kalubke


So eine Ausreiseschlange konnte schon mal 30 - 45 Minuten dauern und dann mit einem Kleinkind auf dem Arm. Nun könnte man sagen, was die mit einem Kleinkind so spät dort noch zu suchen haben? Verwandtenbesuche und Nutzung der Zeit. Und der Umtausch von zuletzt 25 DM machten es ja auch nicht jedem Westberliner so leicht, des Öfteren einzureisen. Es wäre eine menschliche Selbstverständlichkeit gewesen, so ein Paar vorzulassen. Ich jedenfalls hätte es getan. Übrigens: Wir Westberliner waren ja ohnehin suspekt, denn normalerweise sah man nach 20 Uhr kein Kind mehr in einem Restaurant in der Hauptstadt. Da war es in Westberlin doch anders. Fast wie in südlichen Gefilden, z.B. Portugal. Die DDR hatte in diesem Bezug ihre ganz besonders spießige Moral, denn die kleinen Sozialisten durften ja morgens beim Fahnenappell nicht einschlafen. Solche Spießer gab und gibt es im Westen auch zu Hauf, das ist eine deutsche Charaktereigenschaft, das Ordnungsdenken, um welches uns viele Länder sogar beneiden, welches sich auch durch die Mauer nicht teilen ließ.


zuletzt bearbeitet 29.10.2014 13:03 | nach oben springen

#162

RE: »Die Stasi war mein Eckermann«

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 29.10.2014 13:14
von Kalubke | 2.296 Beiträge

Na ja, kommt auf das wie an: 1. einfach ohne Fragen vorgehen, oder 2. in gegenseitigem Einverständnis nach vorherigem Fragen. 2. halte ich für sozial verträglicher. Vieleicht weniger wegen dem Ordnungsdenken, sondern eher wegen dem gegenseitigen Wahrnehmen und dem Respekt. Ist auch meine Erfahrung, dass in den Südländern mit außerordentlichen Situationen wesentlich pragmatischer und sozial umsichtiger umgegangen wird.


Gruß Kalubke



zuletzt bearbeitet 29.10.2014 13:17 | nach oben springen

#163

RE: »Die Stasi war mein Eckermann«

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 29.10.2014 13:16
von Alfred | 6.841 Beiträge

Zitat von Reinhardinho im Beitrag #161
Zitat von Kalubke im Beitrag #160
Auf Vordrängler hätte ich als Schlangesteher ehrlich gesagt auch allergisch reagiert. Gehst aber selbstkritisch damit um. Kann nicht jeder.

Gruß Kalubke


So eine Ausreiseschlange konnte schon mal 30 - 45 Minuten dauern und dann mit einem Kleinkind auf dem Arm. Nun könnte man sagen, was die mit einem Kleinkind so spät dort noch zu suchen haben? Verwandtenbesuche und Nutzung der Zeit. Und der Umtausch von zuletzt 25 DM machten es ja auch nicht jedem Westberliner so leicht, des Öfteren einzureisen. Es wäre eine menschliche Selbstverständlichkeit gewesen, so ein Paar vorzulassen. Ich jedenfalls hätte es getan. Übrigens: Wir Westberliner waren ja ohnehin suspekt, denn normalerweise sah man nach 20 Uhr kein Kind mehr in einem Restaurant in der Hauptstadt. Da war es in Westberlin doch anders. Fast wie in südlichen Gefilden, z.B. Portugal. Die DDR hatte in diesem Bezug ihre ganz besonders spießige Moral, denn die kleinen Sozialisten durften ja morgens beim Fahnenappell nicht einschlafen. Solche Spießer gab und gibt es im Westen auch zu Hauf, das ist eine deutsche Charaktereigenschaft, das Ordnungsdenken, um welches uns viele Länder sogar beneiden, welches sich auch durch die Mauer nicht teilen ließ.




Hallo,


wenn Du heute mit dem Flugzeug nach XY fliegst, kann es auch passieren, dass man mit einem Kind mal in der Schlange steht. Das ist doch keine Eigenheit der DDR. Und noch eins, Fahnenappell gab es nicht jeden Tag und man könnte auch streiten, bis zu welcher Uhrzeit Kinder sich in Gaststätten aufhalten sollten. Vielleicht ist es nicht mal so ungesund, wenn sich Kinder nach 20.00 Uhr nicht mehr in Restaurants aufhalten, sondern zu Hause.


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#164

RE: »Die Stasi war mein Eckermann«

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 29.10.2014 13:16
von Gelöschtes Mitglied
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Ihr habt gelesen, wie ich mich vordrängelte. Habt Ihr auch gelesen, wie großherzig der Offizier, den ich noch als feinen, intelligenten und ruhig besonnen Mann in Erinnerung behalten habe, mit dem man sachlich und hartnäckig verhandeln konnte, an der Friedrichstraße war, und ich ein Visum, trotz Einreiseverbotes, zu meinem im Sterben liegenden Vater ins Krankenhaus Friedrichshain und zur Mutter von 2 Tagen, sogar in den Kreis Bernau , erhielt? Ganz freiwillig hat es es nicht gemacht, er allein sowieso nicht, denn ich half etwas nach. Das dürfte wohl einmalig in der Geschichte der GüST gewesen sein. Ehre wem Ehre gebührt.


zuletzt bearbeitet 29.10.2014 13:20 | nach oben springen

#165

RE: »Die Stasi war mein Eckermann«

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 29.10.2014 13:31
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Alfred im Beitrag #163


Hallo,


wenn Du heute mit dem Flugzeug nach XY fliegst, kann es auch passieren, dass man mit einem Kind mal in der Schlange steht. Das ist doch keine Eigenheit der DDR. Und noch eins, Fahnenappell gab es nicht jeden Tag und man könnte auch streiten, bis zu welcher Uhrzeit Kinder sich in Gaststätten aufhalten sollten. Vielleicht ist es nicht mal so ungesund, wenn sich Kinder nach 20.00 Uhr nicht mehr in Restaurants aufhalten, sondern zu Hause.


Klar, heute sieht man das allgemein anders und man qualmt ja auch nicht mehr seinen Steak-Teller zu. Ob nun Marlboro oder JUWEL 72.
In Portugal geht man auch vor die Tür um zu rauchen. Hier in Deutschland besteht allerdings dabei die Gefahr, eher zu erfrieren, als an Lungenkrebs zu sterben. Über Kindererziehung sollten wir hier wirklich nicht reden, das ist so, als ob man in einer Kneipe über Politik redet. Es gibt immer Stress..Mein Fahnenappell war immer montags.


zuletzt bearbeitet 29.10.2014 13:33 | nach oben springen

#166

RE: »Die Stasi war mein Eckermann«

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 29.10.2014 13:34
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat
Ganz freiwillig hat es es nicht gemacht, er allein sowieso nicht, denn ich half etwas nach. Das dürfte wohl einmalig in der Geschichte der GüST gewesen sein. Ehre wem Ehre gebührt.



Das meine ich mit selbstherrlicher Art, die merkt man hier und das lese ich aus den Dokumenten heraus. Solche Typen und Nachhelfer erlebe ich hier auch oft, da werde ich dann dienstlich korrekt und da interessiert mich auch keine B Besoldung so lange ich mich auf Punkt und Komma an meine Gesetze und Verordnungen halte. Das wird dann für die Betreffenden auch immer lästig und vor allem weitaus bürokratischer als sie es sich durch extra forsches Auftreten vielleicht erhofft hatten, aber letztendlich wollen sie ja etwas von mir bewilligt bekommen. Von daher entwickle ich langsam auch ein gewisses Verständnis für das überkorrekte Auftreten der Kontrolleure Dir gegenüber.


exgakl und EK87II haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 29.10.2014 13:41 | nach oben springen

#167

RE: »Die Stasi war mein Eckermann«

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 29.10.2014 13:43
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Sicherheitsrisiko im Beitrag #166

Zitat
Ganz freiwillig hat es es nicht gemacht, er allein sowieso nicht, denn ich half etwas nach. Das dürfte wohl einmalig in der Geschichte der GüST gewesen sein. Ehre wem Ehre gebührt.


Das meine ich mit selbstherrlicher Art, die merkt man hier und das lese ich aus den Dokumenten heraus. Solche Typen und Nachhelfer erlebe ich hier auch oft, da werde ich dann dienstlich korrekt und da interessiert mich auch keine B Besoldung so lange ich mich auf Punkt und Komma an meine Gesetze und Verordnungen halte. Das wird dann für die Betreffenden auch immer lästig und vor allem weitaus bürokratischer als sie es sich durch extra forsches Auftreten vielleicht erhofft hatten, aber letztendlich wollen sie ja etwas von mit bewilligt bekommen. Von daher entwickle ich langsam auch ein gewisses Verständnis für das überkorrekte Auftreten der Kontrolleure Dir gegenüber.



Irgendwie scheinen wir aneinander vorbei zu reden. Ich lobte gerade das Verhalten dieses Offiziers. Was mein "Nachhelfen" betraf, betraf meinen menschlichen Anspruch, meinen sterbenden Vater noch einmal zu sehen. Es hatte keinen politischen, nur einen moralischen Hintergrund und dieser wurde ja auch mit der außerplanmäßigen Einreiseerlaubnis gewürdigt. Ich war nicht "solche Typen" und auch nicht selbstherrlich. Bitte berücksichtigen. Danke.


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#168

RE: »Die Stasi war mein Eckermann«

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 29.10.2014 13:43
von Alfred | 6.841 Beiträge

Zitat von Reinhardinho im Beitrag #164
Ihr habt gelesen, wie ich mich vordrängelte. Habt Ihr auch gelesen, wie großherzig der Offizier, den ich noch als feinen, intelligenten und ruhig besonnen Mann in Erinnerung behalten habe, mit dem man sachlich und hartnäckig verhandeln konnte, an der Friedrichstraße war, und ich ein Visum, trotz Einreiseverbotes, zu meinem im Sterben liegenden Vater ins Krankenhaus Friedrichshain und zur Mutter von 2 Tagen, sogar in den Kreis Bernau , erhielt? Ganz freiwillig hat es es nicht gemacht, er allein sowieso nicht, denn ich half etwas nach. Das dürfte wohl einmalig in der Geschichte der GüST gewesen sein. Ehre wem Ehre gebührt.



Bist eben der GRÖßTE .....


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#169

RE: »Die Stasi war mein Eckermann«

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 29.10.2014 13:43
von KARNAK | 1.694 Beiträge

Zitat von Reinhardinho im Beitrag #149
Mal völlig aus jedem Zusammenhang gerissen zu Eurer operativen Auswertung. Im nächsten Post werde ich versuchen Ordnung in die Geschichte zu bringen, indem ich Euch Themenblöcke vorschlage, die Ihr dann auswählen könnt, die Euch besonders interessieren. Weil ich keine Diva bin, schreibe ich nun doch weiter. Entschuldigung für was auch immer.....









Ich kann es nicht ändern, wenn ich das hier lese, es ergibt sich für mich ein etwas anderes Bild. Du warst einer von den "Dauerkunden" an dieser Güst, dessen Erscheinen man mit Grauen entgegensah. Der regelmäßig zur Abfertigung erschien unter anderem mit dem festen Vorsatz Probleme zu machen, zu Provozieren und die Leute dort aus der Reserve zu locken. Wenn ich ehrlich bin, solche hatten wir auch und ich musste mich mit ihnen regelmäßig rumärgern, ein vernünftiges Reden in Sachlichkeit war nur schwer möglich. Darum ging es den Personen auch nicht, sie waren einfach nur auf Streit gebürstet. Das man das getan hat, weil man keine besonderer Freund der DDR war, will ich den Leuten gerne zugestehen, auch Dir. Korrekt gegenüber den Kontrolleuren war es auf keinen Fall und man sollte heute wenigstens ehrlich sein und die Sache auch so darstellen wie sie war und sich nicht zum unschuldigen Opfer hochstilsieren.
Offensichtlich hast Du mehrmals ein Besuchervisum für Ostberlin genutzt, für deren Erteilung es Sonderregelungen gab, um ohne Berechtigung in die DDR zu reisen, Du bist mehrmals mit einem Transitvisum durch die DDR gereist und bist dabei von der Transitstrecke abgewichen, auch das war ein Verstoß und zwar gegen das Transitabkommen, dass beide deutschen Staaten ratifiziert hatten. Irgendwann hatte man den Kanal voll,was durchaus legitim war und hat Dir eine Einreisesperre verpasst. Man hat die Sperre irgendwann aufgehoben weil Dein Vater verstorben war, dass musste man nicht nach Vorstellungen der DDR, hat es aber trotzdem getan und Du scheinst anschließend bei sich jeder bietenden Gelegenheit weiter"Theater" gemacht zu haben. DAS und nur DAS war der Grund warum man Dich"am Haken" hatte. Zumindest ergibt sich das für mich, wenn ich die letzten Schreiben zu Dir lese. Kann nun schon sein Du stellst mich in die Ecke des unverbesserlichen "Stasi-Schergen", lieber wäre es mir Du könntest meine Vermutungen mit Argumenten entkräften.


"Das Unglück ist,dass jeder denkt, der Andere ist wie er,und dabei übersieht, dass es auch anständige Menschen gibt."
Grenzverletzerin, Udo, Damals87, Schuddelkind, ehem. Hu und EK87II haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#170

RE: »Die Stasi war mein Eckermann«

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 29.10.2014 13:45
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat
Irgendwie scheinen wir aneinander vorbei zu reden.



Vielleicht, vielleicht hast Du aber auch nur ein Problem mit der realistischen Einschätzung deiner "Außenwirkung".


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#171

RE: »Die Stasi war mein Eckermann«

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 29.10.2014 14:05
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat

Ich kann es nicht ändern, wenn ich das hier lese, es ergibt sich für mich ein etwas anderes Bild. Du warst einer von den "Dauerkunden" an dieser Güst, dessen Erscheinen man mit Grauen entgegensah. Der regelmäßig zur Abfertigung erschien unter anderem mit dem festen Vorsatz Probleme zu machen, zu Provozieren und die Leute dort aus der Reserve zu locken. Wenn ich ehrlich bin, solche hatten wir auch und ich musste mich mit ihnen regelmäßig rumärgern, ein vernünftiges Reden in Sachlichkeit war nur schwer möglich. Darum ging es den Personen auch nicht, sie waren einfach nur auf Streit gebürstet. Das man das getan hat, weil man keine besonderer Freund der DDR war, will ich den Leuten gerne zugestehen, auch Dir. Korrekt gegenüber den Kontrolleuren war es auf keinen Fall und man sollte heute wenigstens ehrlich sein und die Sache auch so darstellen wie sie war und sich nicht zum unschuldigen Opfer hochstilsieren.
Offensichtlich hast Du mehrmals ein Besuchervisum für Ostberlin genutzt, für deren Erteilung es Sonderregelungen gab, um ohne Berechtigung in die DDR zu reisen, Du bist mehrmals mit einem Transitvisum durch die DDR gereist und bist dabei von der Transitstrecke abgewichen, auch das war ein Verstoß und zwar gegen das Transitabkommen, dass beide deutschen Staaten ratifiziert hatten. Irgendwann hatte man den Kanal voll,was durchaus legitim war und hat Dir eine Einreisesperre verpasst. Man hat die Sperre irgendwann aufgehoben weil Dein Vater verstorben war, dass musste man nicht nach Vorstellungen der DDR, hat es aber trotzdem getan und Du scheinst anschließend bei sich jeder bietenden Gelegenheit weiter"Theater" gemacht zu haben. DAS und nur DAS war der Grund warum man Dich"am Haken" hatte. Zumindest ergibt sich das für mich, wenn ich die letzten Schreiben zu Dir lese. Kann nun schon sein Du stellst mich in die Ecke des unverbesserlichen "Stasi-Schergen", lieber wäre es mir Du könntest meine Vermutungen mit Argumenten entkräften.



Nein, ich kann und will es gar nicht entkräften, denn Du hast es mit Deinem Kenntnisstand völlig richtig interpretiert. Es ist aber nur die halbe Wahrheit. Ich hatte unterschiedliche Phasen der Einreiseverbote.

1.) wegen des Ausreiseantrages meiner Verlobten, man wollte uns dadurch auseinander bringen und kam vorher nach langen Verhören und konspirativen Treffen zu dem Schluß, das eine IM-Tätigkeit für mich nicht in Frage käme

2.) während des Ablebens meines Vaters und meiner dadurch verwitweten, in dem Kaff allein lebenden Mutter

Die genauen Zeiträume bringe ich nicht mehr zusammen.

Die von Dir erwähnten und gut beschriebenen Verhaltensweisen waren von mir ein Teil einer konzertierten Aktion, basierend auf menschliche Bedürfnisse und hatten keinen politischen Hintergrund.

Ich nervte u.a. zeitgleich das Büro Vogel in der Reilerstraße in Friedrichfelde, da Büro des RA Stange, Frau v.d. Schulenburg, die Ständige Vertretung, Gaus, die Senatskanzlei (Besuchsbeauftragte Kunze/Mitdank), Eingaben an das Büro Honecker, die Österreichische Mission u.a. Anrufe aus Westberlin beim MdI usw. im Zusammenhang mit der Ausreise meiner Verlobten und später wegen der Verwehrung der Einreise zu meiner Mutter. Das hat nicht jeder so gemacht, bei mir hat es dennoch Erfolg gezeitigt und der Zweck heiligt die Mittel, nicht immer, aber bei mir und der Erfolg hat mir recht gegeben, auch wenn Dir die genervten Mitarbeiter heute noch posthum leid tun. Wem tat ich denn leid in dieser Zeit?


zuletzt bearbeitet 29.10.2014 14:11 | nach oben springen

#172

RE: »Die Stasi war mein Eckermann«

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 29.10.2014 14:09
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Sicherheitsrisiko im Beitrag #170

Zitat
Irgendwie scheinen wir aneinander vorbei zu reden.


Vielleicht, vielleicht hast Du aber auch nur ein Problem mit der realistischen Einschätzung deiner "Außenwirkung".




Nö!!!


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#173

RE: »Die Stasi war mein Eckermann«

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 29.10.2014 14:09
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Alfred im Beitrag #168
Zitat von Reinhardinho im Beitrag #164
Ihr habt gelesen, wie ich mich vordrängelte. Habt Ihr auch gelesen, wie großherzig der Offizier, den ich noch als feinen, intelligenten und ruhig besonnen Mann in Erinnerung behalten habe, mit dem man sachlich und hartnäckig verhandeln konnte, an der Friedrichstraße war, und ich ein Visum, trotz Einreiseverbotes, zu meinem im Sterben liegenden Vater ins Krankenhaus Friedrichshain und zur Mutter von 2 Tagen, sogar in den Kreis Bernau , erhielt? Ganz freiwillig hat es es nicht gemacht, er allein sowieso nicht, denn ich half etwas nach. Das dürfte wohl einmalig in der Geschichte der GüST gewesen sein. Ehre wem Ehre gebührt.



Bist eben der GRÖßTE .....



Nö!!!!


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#174

RE: »Die Stasi war mein Eckermann«

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 29.10.2014 14:12
von Krepp | 534 Beiträge

Zitat von Reinhardinho im Beitrag #65

...Ich glaubte ernsthaft, wenn ich um 2.15 h an der Grenze ankomme, bin ich ja noch im Zeitfenster der Umstellung. Was sollte man da lange vorher durchdenken? Für die Dödel kann ich ja nichts.
Gruß Reinhard

Hallo,
kann sein dass Du da 2:15Uhr noch in einem "Zeitfenster"(welches auch immer) warst, aber auf jeden Fall zu Spät.
Bis 2:00Uhr heißt nun mal bis 2:00Uhr und nicht 2:15Uhr nur weil da jemand die Uhr ne Stunde anhält oder zurückdreht.
Der Fälligkeitszeitpunkt der Ausreise war jedenfalls bei 2:00Uhr( das erste mal 2:00Uhr) schon überschritten,
weil bis !
Über Kulanz, Angemessenheit oder auch Übertreibung können wir gern lange Disskutieren,
aber auf jeden Fall warst Du zu Spät.
Und wer zu spät kommt, den bestraft das Leben



Gruß aus Leipzig
I/1979-II/1979 GAR05 GAK9
II/1979-II/1980 GR6 3.GB 10.GK Zarrentin
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#175

RE: »Die Stasi war mein Eckermann«

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 29.10.2014 14:13
von KARNAK | 1.694 Beiträge

Zitat von Reinhardinho im Beitrag #148
[quote=Kalubke|p402104]


Die "Fahndung" bedeutete eine Art Anweisung an bestimmte Dienstleute des MfS, mich zu überwachen bei Einreisen. Es hatte eine andere Bedeutung, als Fahndung zur Verhaftung....Insider werden dies hier bestätigen können

Zu denen die in den Fahndungsmitteln einer Güst erfasst waren wussten die dort arbeitenden Mitarbeiter normalerweise nichts konkretes, kannten keinerlei Zusammenhänge des warum. Bei Dir wird es nur deswegen etwas anders gewesen sein, weil Du dort als"Stammkunde" mit den immer wieder gleichen Problemen angefallen bist. Normalerweise wurden an den Güsten nur die vorgegebenen Maßnahmen abgearbeitet, als"Dienstleistung" sozusagen. Damit war die Geschichte dort abgeschlossen. Um den Rest kümmerte sich die fahndungsersuchende Diensteinheit des MfS oder Behörde die über das OLZ der Abt.VI informiert wurde
Es verwundert mich sowieso wieso man an der Güst wusste wer die Fahndungsausschreibung bewirkt hatte, dass war eigentlich unüblich.
Ansonsten gab es in den Fahndungsmitteln eine Vielzahl von zu realisierenden Maßnahmen, eine Festnahme war die absolute Ausnahme und wäre sowieso nicht sofort realisiert worden. Dazu hätte es einen langen Genehmigungs- und Auslösungsprozess gegeben. In meiner Zeit ist niemals jemand erschienen der zur Festnahme ausgeschrieben war, die dürften das gewusst haben und haben sich nicht blicken lassen.


"Das Unglück ist,dass jeder denkt, der Andere ist wie er,und dabei übersieht, dass es auch anständige Menschen gibt."
Kalubke hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#176

RE: »Die Stasi war mein Eckermann«

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 29.10.2014 14:19
von KARNAK | 1.694 Beiträge

Zitat von Reinhardinho im Beitrag #171

Zitat

Ich kann es nicht ändern, wenn ich das hier lese, es ergibt sich für mich ein etwas anderes Bild. Du warst einer von den "Dauerkunden" an dieser Güst, dessen Erscheinen man mit Grauen entgegensah. Der regelmäßig zur Abfertigung erschien unter anderem mit dem festen Vorsatz Probleme zu machen, zu Provozieren und die Leute dort aus der Reserve zu locken. Wenn ich ehrlich bin, solche hatten wir auch und ich musste mich mit ihnen regelmäßig rumärgern, ein vernünftiges Reden in Sachlichkeit war nur schwer möglich. Darum ging es den Personen auch nicht, sie waren einfach nur auf Streit gebürstet. Das man das getan hat, weil man keine besonderer Freund der DDR war, will ich den Leuten gerne zugestehen, auch Dir. Korrekt gegenüber den Kontrolleuren war es auf keinen Fall und man sollte heute wenigstens ehrlich sein und die Sache auch so darstellen wie sie war und sich nicht zum unschuldigen Opfer hochstilsieren.
Offensichtlich hast Du mehrmals ein Besuchervisum für Ostberlin genutzt, für deren Erteilung es Sonderregelungen gab, um ohne Berechtigung in die DDR zu reisen, Du bist mehrmals mit einem Transitvisum durch die DDR gereist und bist dabei von der Transitstrecke abgewichen, auch das war ein Verstoß und zwar gegen das Transitabkommen, dass beide deutschen Staaten ratifiziert hatten. Irgendwann hatte man den Kanal voll,was durchaus legitim war und hat Dir eine Einreisesperre verpasst. Man hat die Sperre irgendwann aufgehoben weil Dein Vater verstorben war, dass musste man nicht nach Vorstellungen der DDR, hat es aber trotzdem getan und Du scheinst anschließend bei sich jeder bietenden Gelegenheit weiter"Theater" gemacht zu haben. DAS und nur DAS war der Grund warum man Dich"am Haken" hatte. Zumindest ergibt sich das für mich, wenn ich die letzten Schreiben zu Dir lese. Kann nun schon sein Du stellst mich in die Ecke des unverbesserlichen "Stasi-Schergen", lieber wäre es mir Du könntest meine Vermutungen mit Argumenten entkräften.


Nein, ich kann und will es gar nicht entkräften, denn Du hast es mit Deinem Kenntnisstand völlig richtig interpretiert. Es ist aber nur die halbe Wahrheit. Ich hatte unterschiedliche Phasen der Einreiseverbote.

1.) wegen des Ausreiseantrages meiner Verlobten, man wollte uns dadurch auseinander bringen und kam vorher nach langen Verhören und konspirativen Treffen zu dem Schluß, das eine IM-Tätigkeit für mich nicht in Frage käme

2.) während des Ablebens meines Vaters und meiner dadurch verwitweten, in dem Kaff allein lebenden Mutter

Die genauen Zeiträume bringe ich nicht mehr zusammen.

Die von Dir erwähnten und gut beschriebenen Verhaltensweisen waren von mir ein Teil einer konzertierten Aktion, basierend auf menschliche Bedürfnisse und hatten keinen politischen Hintergrund.

Ich nervte u.a. zeitgleich das Büro Vogel in der Reilerstraße in Friedrichfelde, da Büro des RA Stange, Frau v.d. Schulenburg, die Ständige Vertretung, Gaus, die Senatskanzlei (Besuchsbeauftragte Kunze/Mitdank), Eingaben an das Büro Honecker, die Österreichische Mission u.a. Anrufe aus Westberlin beim MdI usw. im Zusammenhang mit der Ausreise meiner Verlobten und später wegen der Verwehrung der Einreise zu meiner Mutter. Das hat nicht jeder so gemacht, bei mir hat es dennoch Erfolg gezeitigt und der Zweck heiligt die Mittel, nicht immer, aber bei mir und der Erfolg hat mir recht gegeben, auch wenn Dir die genervten Mitarbeiter heute noch posthum leid tun. Wem tat ich denn leid in dieser Zeit?


Na gut, alles klar, bist wenigstens ehrlich. Mit dem nicht leid tun will ich Dir sogar recht geben, aber das man Dich in der damaligen Zeit in bestimmten Kreisen nicht unbedingt zum "Lieblingsreisenden des Monats" gewählt hat, nachvollziehen können müsstest Du das schon, Du dürftest so einigen auf den S... gegangen sein.


"Das Unglück ist,dass jeder denkt, der Andere ist wie er,und dabei übersieht, dass es auch anständige Menschen gibt."
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#177

RE: »Die Stasi war mein Eckermann«

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 29.10.2014 14:22
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat


...aber das man Dich in der damaligen Zeit in bestimmten Kreisen nicht unbedingt zum "Lieblingsreisenden des Monats" gewählt hat, nachvollziehen können müsstest Du das schon, Du dürftest so einigen auf den S... gegangen sein.



Du hast Humor, das gefällt mir. Dieser Titel war unerreichbar.....

In der Anfangsphase bin ich ca. 60-70x pro Jahr eingereist, obwohl 30 Tage nur offiziell vorgesehen waren.Und die waren immer problemlos und ich hatte immer ein Lächeln für die Kontrollorgane, die auch immer sehr nett zu mir waren. Ich war da schon Stammkunde. Die hier zu lesenden Auszüge aus der Stasi-Akte sind somit auch ein Zerrbild aus einer anderen Zeit, Phase meines Lebens im Zusammenhang mit den Grenzkontrollen. Ich habe sicher nicht immer alles richtig gemacht, aber wer kann dies von sich behaupten?.


zuletzt bearbeitet 29.10.2014 14:29 | nach oben springen

#178

RE: »Die Stasi war mein Eckermann«

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 29.10.2014 14:28
von Kalubke | 2.296 Beiträge

Zitat von Reinhardinho im Beitrag #171

...
bei mir hat es dennoch Erfolg gezeitigt und der Zweck heiligt die Mittel,
...



Mit der Begründung wurde damals auch so manche heute als fragwürdig diskutierte Aktion der "Organe" legitimiert. Mit der Anwendung dieses Prinzips sollte also äußerst vorsichtig umgegangen werden. Zu leicht kommen dabei welche unter die Räder.

Gruß Kalubke



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#179

RE: »Die Stasi war mein Eckermann«

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 29.10.2014 14:29
von Regina | 643 Beiträge

Ich will dazu nichts tippen, habe die Stasi anders kennen gelernt. Habe ich schon mal getippt.
Nur was mir in dem Fall nicht gefällt.
Es wurde vorgeschlagen, alle PN zu veröffentlichen.
Das ist falsch!!!
Eine PN ist eine PN und geht keinem anderen user was an
thomas

ich babe keine PN getippt.



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#180

RE: »Die Stasi war mein Eckermann«

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 29.10.2014 14:30
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Regina im Beitrag #179
Ich will dazu nichts tippen, habe die Stasi anders kennen gelernt. Habe ich schon mal getippt.
Nur was mir in dem Fall nicht gefällt.
Es wurde vorgeschlagen, alle PN zu veröffentlichen.
Das ist falsch!!!
Eine PN ist eine PN und geht keinem anderen user was an
thomas

ich babe keine PN getippt.



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