#421

RE: »Die Stasi war mein Eckermann«

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 01.12.2014 12:22
von KARNAK | 1.690 Beiträge

Zitat von Reinhardinho im Beitrag #416


Leuchtet ein. Du magst recht haben, bist ja sicher auch Fachmann gewesen. Allerdings hat man die Paßbilder am 9.11.1989 auch zunächst an der Bornholmer Brücke gestempelt, um die renitenten Leute auszubürgern.


Auch zu dieser Geschichte habe ich hier einen fragenden Beitrag geschrieben, eine logische Antwort habe ich nicht bekommen, eher gar keine. Ich will mich in diesem Fall aber nicht zu weit aus dem Fenster lehnen mit meiner Vermutung, da hat sich irgendjemand etwas zusammengereimt. Zumindest so lange bis ich auf meinen fragenden Beitrag zu dem Sachverhalt eine logische und einleuchtende Antwort bekomme.


"Das Unglück ist,dass jeder denkt, der Andere ist wie er,und dabei übersieht, dass es auch anständige Menschen gibt."
nach oben springen

#422

RE: »Die Stasi war mein Eckermann«

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 01.12.2014 12:27
von 94 | 10.792 Beiträge

Zitat von Reinhardinho im Beitrag #407
... und bekam so gut wie nix. Außer vielleicht eine nicht zu unterschätzende "Narrenfreiheit!", ...

Und sonst weiter nix? Na hoffentlich übersieht Deine Frau diese Passage, also falls sie mal über diese Forum und diesen öffentlichen Thread hier stolpern sollte.


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


nach oben springen

#423

RE: »Die Stasi war mein Eckermann«

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 01.12.2014 12:29
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Zitat von KARNAK im Beitrag #421
Zitat von Reinhardinho im Beitrag #416


Leuchtet ein. Du magst recht haben, bist ja sicher auch Fachmann gewesen. Allerdings hat man die Paßbilder am 9.11.1989 auch zunächst an der Bornholmer Brücke gestempelt, um die renitenten Leute auszubürgern.


Auch zu dieser Geschichte habe ich hier einen fragenden Beitrag geschrieben, eine logische Antwort habe ich nicht bekommen, eher gar keine. Ich will mich in diesem Fall aber nicht zu weit aus dem Fenster lehnen mit meiner Vermutung, da hat sich irgendjemand etwas zusammengereimt. Zumindest so lange bis ich auf meinen fragenden Beitrag zu dem Sachverhalt eine logische und einleuchtende Antwort bekomme.


In diesem Thread, @KARNAK ? Wenn es mich betrifft, dann muss ich es wohl übersehen haben. Poste doch bitte die Nr. des Post (#?), welcher unbeantwortet blieb. Danke.


nach oben springen

#424

RE: »Die Stasi war mein Eckermann«

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 01.12.2014 12:30
von Moskwitschka (gelöscht)
avatar

Zitat von KARNAK im Beitrag #421
Zitat von Reinhardinho im Beitrag #416


Leuchtet ein. Du magst recht haben, bist ja sicher auch Fachmann gewesen. Allerdings hat man die Paßbilder am 9.11.1989 auch zunächst an der Bornholmer Brücke gestempelt, um die renitenten Leute auszubürgern.


Auch zu dieser Geschichte habe ich hier einen fragenden Beitrag geschrieben, eine logische Antwort habe ich nicht bekommen, eher gar keine. Ich will mich in diesem Fall aber nicht zu weit aus dem Fenster lehnen mit meiner Vermutung, da hat sich irgendjemand etwas zusammengereimt. Zumindest so lange bis ich auf meinen fragenden Beitrag zu dem Sachverhalt eine logische und einleuchtende Antwort bekomme.


@KARNAK Auch an dieser Stelle die Empfehlung Bornholmer Straße am 5-11-2014 um 2015 im Ersten (18)

Haase-Hindenberg hat die Geschichte von Harald Jäger bereits vor mehr als 7 Jahren aufgeschrieben.

LG von der Moskwitschka


nach oben springen

#425

RE: »Die Stasi war mein Eckermann«

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 01.12.2014 12:33
von 80er | 561 Beiträge

Zitat von Reinhardinho im Beitrag #399
[...] Dafür "bedankt" sich keiner mehr bei mir für das geshriebene. Das ist die ausgleichende Gerechtigkeit. Ich bin so platt, wie eine Flunder von Onkel Willi! [...]


Das wundert mich jetzt, dass dich das wundert. Wir sind nicht nur zu Konsumenten von Hard-, sondern auch von Software - hier inform von erlebter Prosa - geworden. Es fällt besonders schwer, sich für Beiträge zu bedanken, wenn die Prosa auch noch dazu dient, mit der eigenen Einstellung in der von dir beschriebenen Zeit konfrontiert zu werden. Ob nun Selbstdarsteller, oder nicht, die vielen Opportunisten und Duckmäuser von damals sind naturgemäss nicht daran interessiert, dir postum auch noch Applaus hinterher zu schicken für den Mut zur Flucht, für die Pennetranz gegenüber der (mehrheitlich für sie) übermächtigen Staatsgewalt. Nicht Wenige hätten gerne solche Chuzpe besessen, aber zugeben, NIEMALS!

PS: Mach dir nichts draus, auch wenn der Eindruck täuscht, gelesen werden solche Beiträge auch zukünftig, denn sie gehören in so ein Forum, wenn sich auch zukünftig kaum jemand dafür bedanken wird!
Beiträge über "Muttern zu Hause", "Scheisshäuser in Ost und West" oder "Fernsehantennen auf Nachbarhäusern" etc. werden vergessen!


94 hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#426

RE: »Die Stasi war mein Eckermann«

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 01.12.2014 12:35
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Zitat von 94 im Beitrag #422
Zitat von Reinhardinho im Beitrag #407
... und bekam so gut wie nix. Außer vielleicht eine nicht zu unterschätzende "Narrenfreiheit!", ...

Und sonst weiter nix? Na hoffentlich übersieht Deine Frau diese Passage, also falls sie mal über diese Forum und diesen öffentlichen Thread hier stolpern sollte.


...von ihrer Ausreise schrieb ich aber in dem Post....sie wird es nicht lesen, da bin ich mir relativ sicher..
Sie hat sich aber interessiert den "Tagesspiegel"-Artikel noch einmal durchgelesen.....


nach oben springen

#427

RE: »Die Stasi war mein Eckermann«

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 01.12.2014 12:35
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Zitat von KARNAK im Beitrag #421
Zitat von Reinhardinho im Beitrag #416


Leuchtet ein. Du magst recht haben, bist ja sicher auch Fachmann gewesen. Allerdings hat man die Paßbilder am 9.11.1989 auch zunächst an der Bornholmer Brücke gestempelt, um die renitenten Leute auszubürgern.


Auch zu dieser Geschichte habe ich hier einen fragenden Beitrag geschrieben, eine logische Antwort habe ich nicht bekommen, eher gar keine. Ich will mich in diesem Fall aber nicht zu weit aus dem Fenster lehnen mit meiner Vermutung, da hat sich irgendjemand etwas zusammengereimt. Zumindest so lange bis ich auf meinen fragenden Beitrag zu dem Sachverhalt eine logische und einleuchtende Antwort bekomme.


In diesem Thread, @KARNAK ? Wenn es mich betrifft, dann muss ich es wohl übersehen haben. Poste doch bitte die Nr. des Post (#?), welcher unbeantwortet blieb. Danke.


nach oben springen

#428

RE: »Die Stasi war mein Eckermann«

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 01.12.2014 12:47
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Zitat von KARNAK im Beitrag #411

Mit was bist Du denn sonst eingereist, ich nehme mal an mit einen WB-Personalausweis.


Dazu hatte ich bereits Stellung bezogen. Sicher mit dem WB-Ausweis, meinen alten FDGB-Ausweis hätten sie nicht gülden lassen. Dieses Zeichen nährte natürlich meine Spekulationen. Dieser Reisepass ermöglichte es mir, am Silvestertag 1974 einmalig in der Heinrich-Heine-Straße nach Ostberlin einzureisen. Am Neujahrstag beim erneuten Einreiseversuch mit dem Paß wurde ich wieder zurück geschickt. Für andere Reisen, Transit, benutzte ich ihn ja mehrfach. Auch bei der Reise nach Prag. Ich habe ja keinen Fehler gemacht, wenn ich die Frage einer möglichen Paßkennzeichnung zur Diskussion stelle. Schließlich war ich ja kein Mitglied des MfS, der darüber Bescheid wissen konnte.


zuletzt bearbeitet 01.12.2014 12:50 | nach oben springen

#429

RE: »Die Stasi war mein Eckermann«

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 01.12.2014 12:50
von KARNAK | 1.690 Beiträge

Zitat von Moskwitschka im Beitrag #424
Zitat von KARNAK im Beitrag #421
Zitat von Reinhardinho im Beitrag #416


Leuchtet ein. Du magst recht haben, bist ja sicher auch Fachmann gewesen. Allerdings hat man die Paßbilder am 9.11.1989 auch zunächst an der Bornholmer Brücke gestempelt, um die renitenten Leute auszubürgern.


Auch zu dieser Geschichte habe ich hier einen fragenden Beitrag geschrieben, eine logische Antwort habe ich nicht bekommen, eher gar keine. Ich will mich in diesem Fall aber nicht zu weit aus dem Fenster lehnen mit meiner Vermutung, da hat sich irgendjemand etwas zusammengereimt. Zumindest so lange bis ich auf meinen fragenden Beitrag zu dem Sachverhalt eine logische und einleuchtende Antwort bekomme.


@KARNAK Auch an dieser Stelle die Empfehlung Bornholmer Straße am 5-11-2014 um 2015 im Ersten (18)

Haase-Hindenberg hat die Geschichte von Harald Jäger bereits vor mehr als 7 Jahren aufgeschrieben.

LG von der Moskwitschka

Solche Filme lasse ich mir natürlich nie entgehen, habe den selbstverständlich gesehen. Habe auch schon viele Geschichten von alten Genossen gehört und gelesen, neben der in diesem Film dargestellten Geschichte von Harald Jäger. Ich kenne auch eine von einem KC einer Grenzkompanie an der Westgrenze der davon Berichtet Egon Krenz hat sie besucht und sich vor den Soldaten dort gebrüstet er verfügt über einen DDR-Diplomatenpass und um schneller nach Hause zu kommen nutzt er jetzt die"Abkürzung" über Westberlin nach Ostberlin und zwar über die Güst Drewitz. Empört war man in diesem Zusammenhang, dass der DDR-Bürger nicht in den Westen durfte und der alte Egon damit protzte mit der"Abkürzung Zeit zu sparen. Nun habe ich dort 13 Jahre meines Lebens verbracht, auch zu der Zeit der"Abkürzung" und musste bei dieser Zeitzeugengeschichte Ich will nun gar nicht behaupten, dass es sich bei der Geschichte von Harald Jäger um das selbe Level handelt, ich hatte nur ein paar Fragen dazu, weil ich an realistischen Informationen und Fakten zur Geschichte interessiert bin. Meine Fragen findest Du in meinem Beitrag vom 28.11. zur Vorstellung von Bettina hinsichtlich deren Beitrag#15


"Das Unglück ist,dass jeder denkt, der Andere ist wie er,und dabei übersieht, dass es auch anständige Menschen gibt."
zuletzt bearbeitet 01.12.2014 12:50 | nach oben springen

#430

RE: »Die Stasi war mein Eckermann«

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 01.12.2014 13:02
von KARNAK | 1.690 Beiträge

Zitat von Reinhardinho im Beitrag #428
Zitat von KARNAK im Beitrag #411

Mit was bist Du denn sonst eingereist, ich nehme mal an mit einen WB-Personalausweis.


Dazu hatte ich bereits Stellung bezogen. Sicher mit dem WB-Ausweis, meinen alten FDGB-Ausweis hätten sie nicht gülden lassen. Dieses Zeichen nährte natürlich meine Spekulationen. Dieser Reisepass ermöglichte es mir, am Silvestertag 1974 einmalig in der Heinrich-Heine-Straße nach Ostberlin einzureisen. Am Neujahrstag beim erneuten Einreiseversuch mit dem Paß wurde ich wieder zurück geschickt. Für andere Reisen, Transit, benutzte ich ihn ja mehrfach. Auch bei der Reise nach Prag. Ich habe ja keinen Fehler gemacht, wenn ich die Frage einer möglichen Paßkennzeichnung zur Diskussion stelle. Schließlich war ich ja kein Mitglied des MfS, der darüber Bescheid wissen konnte.


Das ist einfach zu erklären, entweder war es am Silvestertag ein Fahndungsdurchläufer, so was kam vor, für uns ärgerlich und für Dich Glück oder ab dem neuen Jahr hattest Du dann eine Einreisesperre, wirst wissen ob Du Dich vorher"ungebührlich" betragen" hast Eine Beantragung und Realisierung einer Person in die Fahndungsmittel dauerte natürlich eine gewisse Zeit, wir haben schließlich mit Karteikarten gearbeitet. Und natürlich waren eine Einreise in die DDR und eine Transitreise zwischen WB und BRD oder in Drittstaaten zwei völlig verschiedene Schuhe, in den seltensten Fällen bekam jemand eine Sperre für alle Kategorien verpasst. Besonders nicht für den Transit zwischen WB und BRD. Das musste man vor der deutsch-deutschen Transitkommission begründen. Die westliche Seite wollte da schon was hören was das rechtfertigte.
Und weil Du eben keine Mitarbeiter des MfS warst erkläre ich es Dir


"Das Unglück ist,dass jeder denkt, der Andere ist wie er,und dabei übersieht, dass es auch anständige Menschen gibt."
nach oben springen

#431

RE: »Die Stasi war mein Eckermann«

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 01.12.2014 13:03
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Zitat von KARNAK im Beitrag #429
Meine Fragen findest Du in meinem Beitrag vom 28.11. zur Vorstellung von Bettina hinsichtlich deren Beitrag#15


Da bin ich ja beruhigt, das ich keine Frage von Dir unbeantwortet ließ. Ja, die Bettina hat nix mehr geantwortet und die Frage ist doch, war es nur eine filmisch künstlerisch motivierte Angelegenheit, um die Dramatik noch zu steigern oder beruht eine eventuell beabsichtige Ausbürgerung von den ganz Renitenten mit dem Stempel auf dem Paßbild (wie im Film beschrieben) auf Wahrheit?

Das interessiert mich jetzt aber auch.

Gruß Reinhard, der mit seinem komischen Smiley im Reisepaß eine kleine Lawine angestoßen hat?


nach oben springen

#432

RE: »Die Stasi war mein Eckermann«

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 01.12.2014 13:12
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Zitat von KARNAK im Beitrag #430

Das ist einfach zu erklären, entweder war es am Silvestertag ein Fahndungsdurchläufer, so was kam vor, für uns ärgerlich und für Dich Glück oder ab dem neuen Jahr hattest Du dann eine Einreisesperre,


Es war in der Tat ein Fahndungsdurchläufer. Eigens deshalb hatte ich mir den Reisepaß ja machen lassen, überlegt und nicht aus Jux und Tollerei, ich spekulierte ja mit der möglichen Einreise mit dem Paß, weil ich mit dem Westberliner Personalausweis lange vorher schon abgelehnt wurde. Wer fuhr schon freiwillig nach Leonberg (Bausparkasse)? Als Westberliner mit Jeans wurde ich dort auf der Straße damals als Aussätziger angesehen. Diese schwäbische Kleinstadt war so was von spießig. Also, Einreisesperre bereits lange vor Silvester und danach eben weiter auch.

Das hat mir die DDR/Stasi übrigens u.a. auch sehr übel genommen, das ich mir als Westberliner Bürger einen westdeutschen Paß mit 2. Wohnsitz in der BRD habe machen lassen, was ja für mich völlig legal war, für die DDR aber als ungesetzliche Provokation betrachtet wurde. Eine indirekte Verletzung des 4-Mächte-Status von WB. Für die DDR ein brisantes Politikum, weil sie ja scharf auf die Trennung des Status von Westberlin (Pfahl im Fleische der DDR) mit den Behörden der Bundesrepublik bestand.


zuletzt bearbeitet 01.12.2014 13:27 | nach oben springen

#433

RE: »Die Stasi war mein Eckermann«

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 01.12.2014 13:27
von KARNAK | 1.690 Beiträge

Zitat von Reinhardinho im Beitrag #432
Zitat von KARNAK im Beitrag #430

Das ist einfach zu erklären, entweder war es am Silvestertag ein Fahndungsdurchläufer, so was kam vor, für uns ärgerlich und für Dich Glück oder ab dem neuen Jahr hattest Du dann eine Einreisesperre,


Es war in der Tat ein Fahndungsdurchläufer. Eigens deshalb hatte ich mir den Reisepaß ja machen lassen, ich spekulierte ja mit der möglichen Einreise mit dem Paß, weil ich mit dem Westberliner Personalausweis lange vorher schon abgelehnt wurde. Also, Einreisesperre bereits lange vor Silvester und danach eben weiter auch.

Das hat mir die DDR/Stasi übrigens sehr übel genommen, das ich mir als Westberliner Bürger einen westdeutschen Paß mit 2. Wohnsitz in der BRD habe machen lassen, was ja für mich völlig legal war, für die DDR aber als ungesetzliche Provokation betrachtet wurde. Eine indirekte Verletzung des 4-Mächte-Status von WB. Für die DDR ein brisantes Politikum, weil sie ja scharf auf der Trennung des Status von Westberlin mit den Behörden der Bundesrepublik bestand.


Was meinst Du mit übel genommen? Fast jeder Westberliner brauchte einen Reisepass der BRD, Westberlin hatte ja keinen. Den brauchte zumindest jeder der die Welt bereisen wollte, damals galt für Deutsche in vielen Ländern noch eine Visapflicht, also brauchte man dort einen Pass für das entsprechende Visa. Sehr viele Westberliner ließen sich einen Bundesdeutschen Pass von der Westberliner Behörde austellen, dass war für die Welt auch kein Problem, nur für die DDR, also bekam jeder Westberliner von irgendeiner Passbehörde im Bundesgebiet einen Pass ausgestellt wenn er das wollte, wie das genau geregelt war weiß ich nicht. Bei uns war er dann jedenfalls nach seinem Dokument als Westberliner nicht mehr erkennbar. Westberlin war kein Bestandteil der BRD also wurde von uns ein in WB ausgestellter Pass nicht anerkannt. Aber wir waren großzügig, entweder man musste zurückfahren und den Personalausweis holen oder man konnte sich für eine Fahrt eine Identitätsbescheinigung ausstellen lassen, kostete 10 DM plus 5 DM für ein Lichtbild wenn man keines bei hatte.


"Das Unglück ist,dass jeder denkt, der Andere ist wie er,und dabei übersieht, dass es auch anständige Menschen gibt."
zuletzt bearbeitet 01.12.2014 13:29 | nach oben springen

#434

RE: »Die Stasi war mein Eckermann«

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 01.12.2014 13:33
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Zitat von KARNAK im Beitrag #433
Zitat von Reinhardinho im Beitrag #432
Zitat von KARNAK im Beitrag #430

Das ist einfach zu erklären, entweder war es am Silvestertag ein Fahndungsdurchläufer, so was kam vor, für uns ärgerlich und für Dich Glück oder ab dem neuen Jahr hattest Du dann eine Einreisesperre,


Es war in der Tat ein Fahndungsdurchläufer. Eigens deshalb hatte ich mir den Reisepaß ja machen lassen, ich spekulierte ja mit der möglichen Einreise mit dem Paß, weil ich mit dem Westberliner Personalausweis lange vorher schon abgelehnt wurde. Also, Einreisesperre bereits lange vor Silvester und danach eben weiter auch.

Das hat mir die DDR/Stasi übrigens sehr übel genommen, das ich mir als Westberliner Bürger einen westdeutschen Paß mit 2. Wohnsitz in der BRD habe machen lassen, was ja für mich völlig legal war, für die DDR aber als ungesetzliche Provokation betrachtet wurde. Eine indirekte Verletzung des 4-Mächte-Status von WB. Für die DDR ein brisantes Politikum, weil sie ja scharf auf der Trennung des Status von Westberlin mit den Behörden der Bundesrepublik bestand.



Was meinst Du mit übel genommen?

Sie erkannten den Zweck meines Paßes, die Einreisesperre zu umgehen. So steht es in meinen Akten.

also bekam jeder Westberliner von irgendeiner Passbehörde im Bundesgebiet einen Pass ausgestellt, wie das genau geregelt war weiß ich nicht.

Von der Möglichkeit, einen Paß in Westberlin zu bekommen, wusste ich nichts. Hätte ich es gewusst, wäre ich nicht nach Leonberg gefahren. Dort brauchte ich einen Untermietvertrag, meinen Westberliner Ausweis und binnen weniger Stunden erhielt ich den Paß

ein in WB ausgestellter Pass nicht anerkannt. Aber wir waren großzügig, entweder man musste zurückfahren und den Personalausweis holen oder man konnte sich für eine Fahrt eine Identitätsbescheinigung ausstellen lassen, kostete 10 DM plus 5 DM für ein Lichtbild wenn man keines bei hatte.

Da sagst Du es ja selbst. So, wie ich es machte, war es, wenigstens für einen Tag, besser.



zuletzt bearbeitet 01.12.2014 13:35 | nach oben springen

#435

RE: »Die Stasi war mein Eckermann«

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 01.12.2014 13:36
von Moskwitschka (gelöscht)
avatar

Für alle ungläubigen

Berlin 9.11.1989 21.40 Uhr

Oberst Ziegenhorn per Telefon zu Herrn Jäger: " Hör zu, wir verfahren jetzt folgendermaßen ... Diejenigen, die bei euch an der Vorkontrolle/Ausreuse besonders provokativ in Erscheinng treten, isoliert ihr von der Menge. Die lasst ihr ausreisen, aber ihr setzt den Passkontrollstempel quer über das Lichtbild. Ihr werdet die Personalien und auch die Nummern listenmäßig erfssen. Sorge dafür, dass sie umgehend in die Fahndungskartei eingearbeitet werden. ..."

Quelle: Der Mann, der die Mauer öffnete von Gerhard Haase - Hindenberg


LG von der Moskwitschka


nach oben springen

#436

RE: »Die Stasi war mein Eckermann«

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 01.12.2014 13:37
von KARNAK | 1.690 Beiträge

Wenn das wirklich in Deinen Akten steht ist es Unsinn oder Mensch der das geschrieben hat, hatte keine Ahnung. Ich habe doch erläutert wie die Fahndung ab lief, es wurde nach Name, Vorname, Geburtsdatum überprüft. Stimmten diese 3 Punkte mit dem Pass überein war es für uns erst mal ein Fahndungserfolg, egal was es für ein Dokument war. Oder hattest Du einen Pass mit einer falschen Identität?


"Das Unglück ist,dass jeder denkt, der Andere ist wie er,und dabei übersieht, dass es auch anständige Menschen gibt."
nach oben springen

#437

RE: »Die Stasi war mein Eckermann«

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 01.12.2014 13:41
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Zitat von KARNAK im Beitrag #436
Wenn das wirklich in Deinen Akten steht ist es Unsinn oder Mensch der das geschrieben hat, hatte keine Ahnung. Ich habe doch erläutert wie die Fahndung ab lief, es wurde nach Name, Vorname, Geburtsdatum überprüft. Stimmten diese 3 Punkte mit dem Pass überein war es für uns erst mal ein Fahndungserfolg, egal was es für ein Dokument war. Oder hattest Du einen Pass mit einer falschen Identität?


Ich glaube gerade, wir reden etwas aneinander vorbei. Keine falsche Identität. Du sprichst von der reinen Grenzkontrolle, wobei Du da sicher recht hast, kanntest Dich ja aus. Z.B. durften bestimmte Dienststellen nicht wissen, was ich manchmal böses in den Besuchsbüros in Westberlin den Mitarbeitern der DDR an den Kopf warf. Da stand dann "Streng vertraulich", "Nur für den Dienstgebrauch" "Keine Weitergabe..." Die haben sich ja offenbar untereinander selbst misstraut.

Ich rede davon: Es gab eine Stasi-Akte von mir. Einen Operativen Vorgang OV, da wurden solche Dinge als Komplettierung der Erkenntnisse über meine Person mit eingearbeitet. Da sie es dort erwähnt haben, gehe ich davon aus, das sie mir dies auch übel nahmen und ankreideten im ganzen Kontext zu meiner Person.


zuletzt bearbeitet 01.12.2014 13:48 | nach oben springen

#438

RE: »Die Stasi war mein Eckermann«

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 01.12.2014 13:44
von KARNAK | 1.690 Beiträge

Zitat von Moskwitschka im Beitrag #435
Für alle ungläubigen

Berlin 9.11.1989 21.40 Uhr

Oberst Ziegenhorn per Telefon zu Herrn Jäger: " Hör zu, wir verfahren jetzt folgendermaßen ... Diejenigen, die bei euch an der Vorkontrolle/Ausreuse besonders provokativ in Erscheinng treten, isoliert ihr von der Menge. Die lasst ihr ausreisen, aber ihr setzt den Passkontrollstempel quer über das Lichtbild. Ihr werdet die Personalien und auch die Nummern listenmäßig erfssen. Sorge dafür, dass sie umgehend in die Fahndungskartei eingearbeitet werden. ..."

Quelle: Der Mann, der die Mauer öffnete von Gerhard Haase - Hindenberg


LG von der Moskwitschka

O.k. wenn es diesen Telefonmitschnitt wirklich gibt sollte das wohl für diese Güst so gelten, hat sich der Ziegenhorn das so auf die Schnelle einfallen lassen. Ob der Quatsch dann noch flächendeckend in eine konkrete Arbeitsanweisung umgesetzt wurde weiß ich nicht.
Und da ich nun mal ein Zweifelnder bin, wie man in dieser Situation allerdings die Personalien und Nummern sichern wollte und hat um sie in die Fahndungskartei einzuarbeiten bleibt mir ein Rätsel.
Und die hier schreibende Barbara ist ja nun offensichtlich nicht provokativ aufgetreten, hat trotzdem den Stempel auf das Bild bekommen und wurde wieder zurückgelassen. Das wären dann 2 Fehler zu einer Person. Ich gehe einfach mal davon aus keiner wusste eigentlich mehr was richtig und falsch ist.


"Das Unglück ist,dass jeder denkt, der Andere ist wie er,und dabei übersieht, dass es auch anständige Menschen gibt."
zuletzt bearbeitet 01.12.2014 13:53 | nach oben springen

#439

RE: »Die Stasi war mein Eckermann«

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 01.12.2014 13:49
von KARNAK | 1.690 Beiträge

Zitat von Reinhardinho im Beitrag #437
Zitat von KARNAK im Beitrag #436
Wenn das wirklich in Deinen Akten steht ist es Unsinn oder Mensch der das geschrieben hat, hatte keine Ahnung. Ich habe doch erläutert wie die Fahndung ab lief, es wurde nach Name, Vorname, Geburtsdatum überprüft. Stimmten diese 3 Punkte mit dem Pass überein war es für uns erst mal ein Fahndungserfolg, egal was es für ein Dokument war. Oder hattest Du einen Pass mit einer falschen Identität?


Es gab eine Stasi-Akte von mir. Einen Operativen Vorgang OV, da wurden solche Dinge als Komplettierung der Erkenntnisse über meine Person mit eingearbeitet. Da sie es dort erwähnt haben, gehe ich davon aus, das sie mir dies auch übel nahmen und ankreideten im ganzen Kontext zu meiner Person.


Was die Fachabteilung die sich mit Dir befasst hat von der Reisedokumentproblematik für Bundesbürger und Westberliner verstand weiß ich natürlich nicht. Jeder noch so kleiner Passkontrolleur wusste allerdings, dass so gut wie jeder Westberliner einen BRD-Reisepass besaß, war der in der BRD ausgestellt ging das auch in Ordnung, niemand hat das beanstandet. Wurden versehentlich beide Dokumente abgegeben wurde gefragt mit welchem man reisen wollte und so wurde dann abgefertigt. Niemand hatte an einer Güst Zeit und Lust sich auf eine Diskussion zu völkerrechtlichen Fragen einzulassen, war reine Zeitverschwendung.


"Das Unglück ist,dass jeder denkt, der Andere ist wie er,und dabei übersieht, dass es auch anständige Menschen gibt."
nach oben springen

#440

RE: »Die Stasi war mein Eckermann«

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 01.12.2014 13:53
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Zitat von KARNAK im Beitrag #439


dass so gut wie jeder Westberliner einen BRD-Reisepass besaß


Das sehe ich aber ganz anders. In meinem großen Umfeld kannte ich niemand, der einen hatte. Außer mein Freund Claus natürlich. Wozu auch? Im westeuropäischen Ausland galt schon damals der Behelfsmäßige Westberliner Personalausweis. Ich bin doch drei Tage mit der Bahn von Berlin nach Lissabon damit gefahren. Nee, nee! Selbst für Polen und Prag brauchte ich keinen Paß. Ein Visum genügte.


zuletzt bearbeitet 01.12.2014 13:58 | nach oben springen



Besucher
9 Mitglieder und 42 Gäste sind Online

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: loryglory
Besucherzähler
Heute waren 78 Gäste und 17 Mitglieder, gestern 3414 Gäste und 170 Mitglieder online.

Forum Statistiken
Das Forum hat 14358 Themen und 557099 Beiträge.

Heute waren 17 Mitglieder Online:

Besucherrekord: 589 Benutzer (24.10.2016 20:54).

Xobor Ein eigenes Forum erstellen