#241

RE: »Die Stasi war mein Eckermann«

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 29.10.2014 19:44
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Kalubke im Beitrag #238
Zitat von rei im Beitrag #231


Dann biste bestimmt auch in der "Möve" verkehrt?


Die "Möwe" war doch in Mitte in Ostberlin. MaLuStra war mit Sicherheit in Westberlin, ich würde mal sagen in der Martin Luther Straße in Schöneberg.

Gruß Kalubke




Stimmt alles, hat aber keine direkten Zusammenhang von Schöneberg zu Mitte. Mitte kannte ich damals gar nicht.


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#242

RE: »Die Stasi war mein Eckermann«

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 29.10.2014 19:56
von Barbara (gelöscht)
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Zitat von GKUS64 im Beitrag #234
Hallo @Reinhardinho,

mach unbedingt weiter, es gab selten einen Thred, der die Foristen so wachgerüttelt hat (234 Beiträge in nur 3 Tagen!), das muss man wirklich positiv sehen. Ich merke auch, du bist nicht mehr ganz so sensibel wie am Anfang.Du siehst,unser Forum hat hat auch einen psychologischen Effekt, man benötigt keinen Therapeuten gegen erhöhte Sensibilität, alles kostenlos.
Und übrigens, eigentlich kann man uns allen die Frage stellen warum man sich hier äußert und darstellt, meine Frau zeigt mir auch oft den Vogel wenn ich wieder im Forum bin!

Ich bleibe neugierig!

GKUS64





Wie wahr Bernd! Wir alle wollen uns hier irgendwie präsentieren.

Ich reibe mir auch inzwischen die Augen bei diesen ganzen Reaktionen beim Überlesen des Threads.
Schön wäre doch Reinhardinho könnte mal seine Geschichte erzählen ohne torpediert zu werden wie beim Dosenwerfen auf der Kirmes.
Dann hätte nämlich auch mal jemand wie ich die Chance, etwas im Zusammenhang zu verstehen. Es reicht doch wenn jemand "vom Fach" , wie KARNAK z:B. auf höchst sportliche Weise - wie ich finde - da thematisch reingeht und der Reinhardinho ebenso sportlich reagiert. Wenn die Geschichte klar ist, kann man doch immer noch den Stab über den Autor brechen.
Und die "Stilfrage": im Gegensatz zu manchen anderen Schlammschlachten im Forum finde ich den Zungenschlag hier eigentlich eher amüsant.

Und auch hier gilt: Niemand ist doch persönlich angegriffen, also was soll die ganze Aufregung?
.

.


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#243

RE: »Die Stasi war mein Eckermann«

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 29.10.2014 20:04
von Kalubke | 2.296 Beiträge

Resümee der heutigen Sitzung: Der staubrockene Kommentar von @Alfred mit der zur Zeit im Urlaub befindlichen zuständigen Abteilung war der Spruch des Tages. Brauchte eine ganze Weile um mich von der Zwerchfellattacke zu erholen. Den sollten wir unbedingt im Brigadetagebuch festhalten.

Gruß Kalubke



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zuletzt bearbeitet 29.10.2014 20:05 | nach oben springen

#244

RE: »Die Stasi war mein Eckermann«

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 29.10.2014 20:05
von exgakl | 7.237 Beiträge

ich mache mir eher Sorgen um Alfred... der macht sonst nie Witze


Man sollte niemanden mit Tatsachen verwirren, der sich seine Meinung schon gebildet hat....
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#245

RE: »Die Stasi war mein Eckermann«

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 29.10.2014 20:06
von rotrang (gelöscht)
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Zitat von exgakl im Beitrag #244
ich mache mir eher Sorgen um Alfred... der macht sonst nie Witze

Ob der Doc mit einer Spritze dort war


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#246

RE: »Die Stasi war mein Eckermann«

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 29.10.2014 20:08
von Kalubke | 2.296 Beiträge

...ungeahnte therapeutische Effekte in unserer "Borderline" Selbsthilfegruppe.


Guß Kalubke



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#247

RE: »Die Stasi war mein Eckermann«

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 29.10.2014 20:12
von Barbara (gelöscht)
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Zitat von Kalubke im Beitrag #246
...ungeahnte therapeutische Effekte in unserer "Borderline" Selbsthilfegruppe.


Guß Kalubke




:-)))
.


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#248

RE: »Die Stasi war mein Eckermann«

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 29.10.2014 20:28
von Alfred | 6.841 Beiträge

Zitat von exgakl im Beitrag #244
ich mache mir eher Sorgen um Alfred... der macht sonst nie Witze


Keine Sorgen notwendig.

Noch einen zum Tagesabschluss. Es gab immer so einen Spruch. "Lieber bei Armeegeneral Hoffmann stramm stehen, als bei Minister Mielke sitzen"

So ,jetzt schaue ich Fussball.


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#249

RE: »Die Stasi war mein Eckermann«

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 30.10.2014 10:22
von KARNAK | 1.694 Beiträge

Macht was Ihr wollt, wie Ihr mit dem Mann umgehen wollt, in welche Ecke Ihr Ihn stellen wollt, dass ist nicht korrekt. Das sage ich, obwohl er einige meiner alten Kollegen reichlich geärgert haben dürfte Was soll es, es ist Geschichte und dafür sollte man sich in so einem Forum interessieren. Wenn nun einer seine Geschichte erzählt, wegen mir auf seine Art, man sollte es schon ertragen können, auch wenn es einem nicht in den Kram passt. Dagegen argumentieren kann man allemal, Ihn als Dödel hinstellen, dass ist nicht die feine Art.


"Das Unglück ist,dass jeder denkt, der Andere ist wie er,und dabei übersieht, dass es auch anständige Menschen gibt."
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#250

RE: »Die Stasi war mein Eckermann«

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 30.10.2014 10:53
von seaman | 3.487 Beiträge

Zitat von KARNAK im Beitrag #249
Macht was Ihr wollt, wie Ihr mit dem Mann umgehen wollt, in welche Ecke Ihr Ihn stellen wollt, dass ist nicht korrekt. Das sage ich, obwohl er einige meiner alten Kollegen reichlich geärgert haben dürfte Was soll es, es ist Geschichte und dafür sollte man sich in so einem Forum interessieren. Wenn nun einer seine Geschichte erzählt, wegen mir auf seine Art, man sollte es schon ertragen können, auch wenn es einem nicht in den Kram passt. Dagegen argumentieren kann man allemal, Ihn als Dödel hinstellen, dass ist nicht die feine Art.


Die Teilung Deutschlands hat zahlreiche Biografien so individuell geprägt das manche erzählte Lebenswege heute für den einen oder anderen fast unglaubwürdig erscheinen.
Erzählte Lebenswege sind aber auch oft für den Betreffenden selbst eine Form der Aufarbeitung und Bewahrung von Zeitgeschichte.
Jeder wird aus der Perspektive seiner damaligen Sicht berichten und nur so kann man im Nachhinein die Denkweise in einer anderen Zeit heute versuchen zu verstehen.
Wer den Mut hat seinen Lebensweg hier einzustellen sollte daher nicht gleich in die "Spinnerecke" eingeordnet werden.
Eher sollte man Fragen stellen......

seaman


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#251

RE: »Die Stasi war mein Eckermann«

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 30.10.2014 11:53
von Gelöschtes Mitglied
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@Karnak und @seaman, in #249 und #250 treffend formuliert, Danke.

ek40


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#252

RE: »Die Stasi war mein Eckermann«

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 30.10.2014 12:02
von Gelöschtes Mitglied
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Da der erste Hype um meine Erzählungen etwas verklungen ist, möchte ich gern meine Geschichte, auch aufgrund eines gewissen Zuspruchs hier im Forum, weiter berichten. Es ist Ruhe eingekehrt, die ich auch benötige, um aus Gedächtnisprotokollen mit Unterstützung meiner Stasi-Akte die Geschichte eines wichtigen Teils meines Lebens aufzuzeichnen, für mich und für interessierte Leser, die vielleicht ähnliches erlebt haben.

Die Nachflucht-Zeit, Teil 1
1970 – Herbst 1972

Etwa 6 Wochen vor unserer Flucht war ich mit Angelika R. zusammen. Die Beziehung ergab sich aus meinen Kontakten zu Freunden in einer Stadtrandsiedlung im Nordosten Berlins, unweit aber meines Heimatortes, welcher schon zum Bezirk Frankfurt/Oder, Kreis Bernau gerechnet wurde. Die Beziehung war ja nur sehr kurz und ging dann selbstverständlich durch die Flucht auseinander. Angelika R. heiratete in diesem Zeitraum meinen Kumpel Harry M., mit dem sie die Tochter Nicole bekam. Angelika R. hiess dann Angelika M. und war die Schwester von Barbara, meine Frau, die ich aber damals vor den Behörden in Ostberlin immer als Verlobte bezeichnete. Bis es aber zu meiner Beziehung zu Barbara kam, vergingen noch fast 3 Jahre.

Im Lager Marienfelde war ich zunächst mit Michael und noch zwei anderen Flüchtlingen, denen die Flucht im etwa gleichen Zeitraum gelang, auf einem Zimmer. Es haben die DDR nicht immer nur die Feinsten verlassen und so waren es sehr grobe Gesellen, zu denen sich Michael aber hingezogen fühlte. Sie zogen des Nächtens durch die spärlich beleuchteten Straßen in der Nähe des Lagers und brachen Autos auf. Kriminell wollte ich nicht werden und so ließ ich mich innerhalb des Lagers verlegen. Ich kam in ein Zimmer, wo ein relativ junger Invalidenrentner, aus Ostberlin ausgereist, wohnte. Das war dann auch nicht besser, als mit Michael und seinen Kumpanen. Dieser war Epileptiker und fiel alle Nase lang um und zappelte wild. Das ging mir als gerade 18jähriger ganz schön an die Nieren und so konnte ich dann das Lager verlassen und wurde in das evangel. Jungenheim in der Arno-Holz-Straße nahe Rathaus Steglitz umquartiert. Hier war ich der „König“, denn ich war ja in der DDR bereits volljährig, hier nun im Westen die gleichaltrigen nicht, weil zu der Zeit die Volljährigkeit im Westen erst mit 21 Jahren erreicht wurde, aber eine einmal erlangte Volljährigkeit konnte nicht zurück genommen werden. Dadurch hatte ich z.B. die Freiheit, nicht um 22 Uhr im Hause sein zu müssen, ja ich konnte sogar über Nacht wegbleiben. Dafür wurde ich respektvoll bewundert. Es war eigentlich ganz anheimelnd in diesem Heim und man versuchte, den elternlosen Jungen größtmögliche Geborgenheit zu bieten.

Kurios und fast unglaublich, wie vieles in meinem Leben, war dann auch, das ich dort einen Erzieher kennen lernte, welcher Kieburg hiess. Ich fragte ihn sofort, ob er der Sohn meines Pfarrers aus Lindenberg sei, der mich damals konfirmierte. Er bejahte dies und es wurde ein Treffen bei seinem Vater in Steglitz vereinbart. Das war ein interessantes Wiedersehen, welches sich auf Einmaligkeit beschränkte, denn mein Pfarrer war doch schon sehr alt und klapprig.

Ich hielt aber immer noch lockeren Kontakt zu Michael und so trafen wir uns des Öfteren Sonntagvormittags an der Bernauer Straße an der Mauer. Hier in der Nähe des Stadion der Weltjugend, vormals Walter-Ulbricht-Stadion, war der Grenzstreifen zwischen Ost und West sehr schmal, so dass man sich gegenseitig zu winken konnte. Auf westlicher Seite waren etwa alle 100 m so kleine Podeste aufgebaut, von denen man oben einen guten Blick auf die andere, Ostseite in die Eberswalder Straße hinein, hatte. Wie wir uns mit unseren Eltern und Freunden aus Ostberlin dort verabredeten, weiß ich nicht mehr so genau, sicher aber nicht brieflich postalisch. Der Grenzwachturm befand sich in der Mitte des Todesstreifens und vor dem ersten Grenzwall waren Hunde, die an langen Leinen, böse bellend, liefen. Die auf dem Wachturm befindlichen Vopos beäugten uns misstrauisch mit dem Fernglas oder fotografierten uns auch. Dafür warfen wir ihnen, Michael und ich, Bananen entgegen und entließen unseren ganzen Haß auf die Mauer an diesen Wachsoldaten, die je bei missglückter Flucht unsere potentiellen Mörder hätten sein können.

Auf der anderen Seite kamen dann Angelika, meine Mutter und noch einige andere Freunde, die permanent zum Weitergehen aufgefordert wurden und winken durften sie auch nicht. Stets wurden auch ihre Personalien aufgenommen und so ließen wir diese Treffen bald einschlafen.

Eines Abends besuchte mich ein Claus G. im Jungenheim, der im Verlauf meiner Erzählungen noch eine gewichtige Rolle spielen wird. Claus brachte mir Pullover, Hemden und Unterwäsche, die ihm meine Mutter mit gab. Meine Mutter arbeitete in Weißensee im Institut für Immunpräparate und Nährmedien in der Glaswäsche, wo die Reagenzgläser gespült wurden. In diesem Laden wurden damals die übelsten Tierversuche gemacht, um Impfstoffe zu entwickeln. Meine Mutter hatte einen schwulen Arbeitskollegen, der wiederum einen Freund hatte, auf den Claus wohl sehr stand. Also über drei Ecken ließ mir meine Mutter ein paar Kleidungsstücke zukommen. Ja, Claus war mit dem Bruder eines Eiskunstläufers, gebürtige Ungarn, befreundet. Heiko F. musste seine Eiskunstlaufkarriere kurz vor einer Europameisterschaft aufgrund von Westverwandtschaft abbrechen, weil Fluchtgefahr bestand. Er fand dann aber als Ersatz einen Job als Tänzer im Friedrichstadtpalast. Claus lud mich dann auch mal in seine kleine, aber feine Kellerwohnung in der Lenbachstraße ein. Dabei legte er seinen Arm liebevoll um mich. Irritiert sagte ich ihm, das ich dies nicht mag und auch nicht schwul sei. Claus akzeptierte dies sofort und wurde fortan für lange Jahre mein bester Freund, väterlicher Freund, natürlich ohne sexuelle Kontakte. Er hatte ja auch seinen Freund ist Ostberlin, den er mit einem bundesdeutschen Paß oftmals besuchte. Nächtelang plauderten wir über Gott und die Welt beim Wein, als er mir im Hinterhaus dann später eine kleine Einzimmer-Wohnung besorgte. Claus war aus Leonberg und Schwabe, obwohl er in Braunschweig zur Welt kam. Claus und Heiko F., Bruder von Claus’ Freund, werden im Verlauf dieser Erzählungen noch eine wichtige Rolle im Zusammenhang über mein Wissen von Fluchthilfe spielen.


Kalubke, Udo, Gert, GKUS64 und MHL-er haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 30.10.2014 13:10 | nach oben springen

#253

RE: »Die Stasi war mein Eckermann«

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 30.10.2014 14:44
von Gelöschtes Mitglied
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Kleiner, technischer Hinweis zur Ordnung meiner Erzählung:

Wenn ich mal in einem Teil meiner nunmehr doch versuchten chronologischen Schilderung aufgrund von Gedankeneingaben einmal zurück- oder vorspringen werde, werde ich diesen möglichst kurz gehaltenen Passus in kursiver Schrift einfügen. Das dürfte der Lesbarkleit und dem Verständnis doch sehr dienlich sein. Heute aber sicher nicht mehr, weil ich eine Erkältung habe und eigentlich kein klares Wort mehr heraus bringe. Genesungswünsche werden gern angenommen.


MHL-er hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 30.10.2014 14:48 | nach oben springen

#254

RE: »Die Stasi war mein Eckermann«

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 30.10.2014 15:28
von Kalubke | 2.296 Beiträge

Dann gute Besserung und viel Erfolg beim weiteren Aufschreiben Deiner Geschichte.

Gruß Kalubke



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#255

RE: »Die Stasi war mein Eckermann«

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 31.10.2014 11:13
von Gelöschtes Mitglied
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Na, hier ist wohl die (Forum-)Luft raus?

VG Klaus


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#256

RE: »Die Stasi war mein Eckermann«

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 31.10.2014 11:33
von Barbara (gelöscht)
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Zitat von Hufklaus im Beitrag #255
Na, hier ist wohl die (Forum-)Luft raus?

VG Klaus



Er schrieb ja oben, dass er krank ist und solche Erinnerungstexte zu schreiben ist ja auch nicht ohne :-)
.


GKUS64 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#257

RE: »Die Stasi war mein Eckermann«

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 31.10.2014 12:05
von katerjohn | 559 Beiträge

Das ist eine schöpferische Pause ........


Nimm dir Zeit für deine Freunde,sonst nimmt die Zeit dir deine Freunde !
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#258

RE: »Die Stasi war mein Eckermann«

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 31.10.2014 12:17
von Gelöschtes Mitglied
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Von den Toten (Kranken) ....

Auferstanden aus Ruinen (aus meinem Bett)
und der Zukunft zugewandt,
Forum, laß' mich Dir zum Guten dienen,
Deutschland einig Vaterland...


94 und GKUS64 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#259

RE: »Die Stasi war mein Eckermann«

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 31.10.2014 15:19
von Gelöschtes Mitglied
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Hat er denn? War er nun? - DER BÖSE - (Damit Ihr nicht einschläft und Euer Interesse vollends erlischt....



Ich wußte nach dem Verhör in Bernau und den Folgetreffen mit der Stasi in Berlin auch manchmal nicht mehr so genau, wer ich eigentlich war. Mußte die Jungs ja irgendwie bei Laune halten, sonst wäre das Einreiseverbot zu meiner Verlobten schon viel früher erfolgt.
So kann man es ihnen auch nachsehen, das sie in ihrem Bericht auch nicht mehr so genau wußten, wie sie mich einschätzen sollten.
Eins wußte ich aber, ich mußte der Politischen Polizei, so hieß die Dienststelle damals, am Fehrbelliner Platz, eine Org. der BfV Verfassungsschutz (?), diese Treffen melden, was ich auch tat. Diese beruhigten mich, in dem sie sagten, Herr Ahrens, das, was sie hier heute Abend zu Protokoll geben, werden die da drüben morgen auch schon wissen. Das beruhigte aber sehr und bedeutete eigentlich nur, das die Politische Polizei in Westberlin völlig von Leuten des MfS unterwandert war. Na Prost Mahlzeit. Kalter Krieg eben.

In ihren Berichten war ich einmal ein intelligenter, äußerlich gepflegter Mann und einmal liederlich, dem Alkohol und den Frauen zusprechend.
Kommt ja auch immer darauf an, wer einen beurteilt. Genau, wie hier im Forum..

Sorry, aber ich bin mir selbst wieder einmal untreu geworden, weil ich hier chronologisch weiter schreiben wollte,


zuletzt bearbeitet 31.10.2014 16:52 | nach oben springen

#260

RE: »Die Stasi war mein Eckermann«

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 31.10.2014 18:29
von Gelöschtes Mitglied
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Stasi-Akte allgemein

So spannend, wie man hier denken könnte, war es nun auch wieder nicht. Die DDR hat die deutsche Bürokratie regelrecht kultiviert. Genosse XY hat einen Bericht aufgrund von einem IM "sowieso" erstellt und seine persönliche Einschätzung dazu abgegeben. Dieser ging dann an den Genossen YZ, der diesen Bericht noch einmal abschrieb und seine persönliche Einschätzung ebenfalls dazu schrieb. Das hatte zur Folge, daß meine Stasi-Akte gar nicht so dick wäre, wenn nicht alles 2- und 3-fach dokumentiert wurde. Man wußte schon damals, wie man sich seinen Arbeitsplatz erhielt. Ich sage es mal so, wenn man mich hätte erschießen wollen, hätte man zunächst drei Dienststellen befragen und die Patronen auf dem Dienstweg bestellen müssen. Meine Lebensdauer hätte sich dadurch weitaus länger erhalten. Spaß beseite. Die DDR hatte ja für richtige Spione, also nicht solche >Kasper wie ich es war, bis zu einem gewissen Zeitraum sogar noch die Todesstrafe. Also, nicht immer so rumblödeln, Reinhardinho!


94 und furry haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 31.10.2014 18:33 | nach oben springen



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