#41

RE: Lieber Tag oder Nachtschicht? Erzählt mal

in Grenztruppen der DDR 28.10.2014 04:42
von Schlutup | 4.103 Beiträge

So meine Nachtschicht geht zu ende und das Betti ruf

euch allen einen schönen Tag



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#42

RE: Lieber Tag oder Nachtschicht? Erzählt mal

in Grenztruppen der DDR 28.10.2014 06:27
von Gelöschtes Mitglied
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Schichtarbeit verkürzt das Leben, deshalb dürfen PolB im Schichtdienst abschlagsfrei etwas früher in Pension gehen. Ich fange lieber um 6.00 Uhr an, dann ist der Arbeitstag schneller vorbei und ich habe Abends noch was von den Kindern.


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#43

RE: Lieber Tag oder Nachtschicht? Erzählt mal

in Grenztruppen der DDR 28.10.2014 06:45
von Hansteiner | 1.415 Beiträge

Die Schichten selber eigendlich waren mir egal, bei dem ständigen Wechsel.
Wichtiger mehr waren deren Anzahl bis zum nächsten Urlaub oder gar HG, finde ich !

H.



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#44

RE: Lieber Tag oder Nachtschicht? Erzählt mal

in Grenztruppen der DDR 28.10.2014 07:18
von Gelöschtes Mitglied
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Wenn man es so sieht, war doch die Nachtschicht die Beste. Denn auf Urlaub ging es immer nach einer Nachtschicht. Da ging die Flinte ohne Reinigung in die WK und die Klamotten flogen in den Spind. Dann nichts wie weg zum Bahnhof.

Der Hesselfuchs


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#45

RE: Lieber Tag oder Nachtschicht? Erzählt mal

in Grenztruppen der DDR 28.10.2014 07:44
von Gelöschtes Mitglied
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Meine letzte Schicht war keine Nachtschicht, aber da wäre es mir auch egal gewesen. Da hätte es auch die ganze Schicht regnen können. Die letzten Schichten bin ich fast nur Kontrollstreife gefahren.

Der Hesselfuchs


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#46

RE: Lieber Tag oder Nachtschicht? Erzählt mal

in Grenztruppen der DDR 28.10.2014 07:57
von Harsberg | 3.248 Beiträge

Mir war das völlig egal, jede Schicht hatte nominell 8 Stunden.
Und schlafen konnte ich auch am Tage.
Wichtiger war mir, mit wem ich die Schicht machen musste, sehr entgegen kam mir eine Schicht mit einem DHF.
Vor Kontrollen hatte ich keine Angst, Hund warnte vorher , ansonsten wurden die Signalgeräte entsprechend aufgestellt.

Sag mal so, unser Dienst damals war in jedem Falle unkomplizierter als nach Einführung der Wehrpflicht!


Phantasie ist wichtiger denn Wissen, denn Wissen ist begrenzt!
zuletzt bearbeitet 28.10.2014 07:58 | nach oben springen

#47

RE: Lieber Tag oder Nachtschicht? Erzählt mal

in Grenztruppen der DDR 28.10.2014 08:04
von Gelöschtes Mitglied
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Ich gehe auch davon aus, dass der Sackgang mit dem weiteren Ausbau der Anlagen immer mehr zugenommen hat. Es gab dann mehr Kontrollmöglichkeiten und durch die vielen neuen Türme waren die Posten festgenagelt. Als PF habe ich lieber Grenzstreife in einem 5 km Abschnitt gemacht. Sicherungsposten an einem festen Punkt war immer sehr eintönig.

Der Hesselfuchs


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#48

RE: Lieber Tag oder Nachtschicht? Erzählt mal

in Grenztruppen der DDR 28.10.2014 08:33
von Freienhagener | 3.865 Beiträge

Grenzstreife war auch mir der liebste Dienst, nur sehr selten kam ich dazu.


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)
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#49

RE: Lieber Tag oder Nachtschicht? Erzählt mal

in Grenztruppen der DDR 28.10.2014 09:06
von Harsberg | 3.248 Beiträge

Bei uns waren mindestens 70-80 % noch G-Streifen, der Rest ein paar B-Türme (natürlich Holz ), der Rest Schlagbäume und z.B. Brückenposten (Großburschla)


Phantasie ist wichtiger denn Wissen, denn Wissen ist begrenzt!
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#50

RE: Lieber Tag oder Nachtschicht? Erzählt mal

in Grenztruppen der DDR 28.10.2014 09:25
von DirkUK | 298 Beiträge

Fuer mich gibts seit drei Jahren nur noch Nachtschicht und ich bin gluecklich damit. Die Vorteile sind kein Berufsverkehr, kein Chef und mehr Geld.
Wochenende ist dann immer schwierig sich umzustellen. Da taumelt man manchmal rum wie nen Zombie.
Ist aber nicht so schlimm wie Dreischichtsystem denn da kommt die innere Uhr staendig durcheinander.


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#51

RE: Lieber Tag oder Nachtschicht? Erzählt mal

in Grenztruppen der DDR 28.10.2014 09:33
von Telamon | 129 Beiträge

Jede Schicht hat seine Vorteile oder auch Nachteile, es kommt immer darauf an was man macht.

Armee: 24 Stunden Dienst in der Wachkompanie Strausberg (2 Stunden Wache, 2 Stunden Bereitschaft, 2 Stunden Schlafen) waren wirklich grausam, später Diensthabender einer Gaststätte (12:00 Uhr bis 24:00 Uhr) war Super.

Deutsche Reichsbahn: 25 Tage Plan, 2 Schichten (12 Stunden) Tag, 2 Schichten (12 Stunden) Nacht, dann aus Nacht und 3 Tage frei, war auch Super, man ist als Lokführer jeden Tag woanders hingefahren, Reisezüge nach Leipzig, Dresden, Frankfurt/Oder, Magdeburg, Warnemünde, Wismar, Saßnitz usw.

Privat: wo ich noch jünger war fand ich Nachschichten (Kneipe usw.) cool, nun ist mir die Tagschicht lieber .



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#52

RE: Lieber Tag oder Nachtschicht? Erzählt mal

in Grenztruppen der DDR 28.10.2014 10:11
von Freienhagener | 3.865 Beiträge

Zitat von Harsberg im Beitrag #49
Bei uns waren mindestens 70-80 % noch G-Streifen, der Rest ein paar B-Türme (natürlich Holz ), der Rest Schlagbäume und z.B. Brückenposten (Großburschla)


Ja, Schicht war nicht gleich Schicht, zu verschiedenen Zeiten, Orten und Dienstgraden.

Im Eichsfeld um 1975 war der Führungspunkt noch in der Kompanie. D.h. der Kompaniechef und seine Stellvertreter haben sich fast nie draußen sehen lassen, höchstends mal als besondere Kontrollstreife.
Die Zugführer harrten auf dem Betonturm aus, gewärmt von Heizkörpern. Dann wurde zwar ein zweiter Turm errichtet, den wir aber im Gegensatz zum Zugführer (der natürlich ständig per Funk erreichbar sein mußte) nachts verlassen mußten.
Die seltenen Schichten mit dem Zugführer habe ich (mit kurzweiligem Funkverkehr und einem Bahnheizkörper im Rücken) anders empfunden, als wenn ich mit einem Posten draußen war, spätestens in der zweiten Schichthälfte als erträglicher.
Bei schönem Wetter und im Sonnenlicht einer angenehmen Jahreszeit waren die Postengebiete allerdings vorzuziehen.
Weiter oben war von den Regenmänteln die Rede.
Um 1975 waren diese gummierten Dinger an den Nähten undicht und man war spätestens nach einer halben Stunde naß, wenn man sie brauchte.
Unbegreiflich, dieser Mangel. Ein ziviler billig-Plaste-Mantel war leichter und besser.


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)
zuletzt bearbeitet 28.10.2014 10:20 | nach oben springen

#53

RE: Lieber Tag oder Nachtschicht? Erzählt mal

in Grenztruppen der DDR 28.10.2014 10:36
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Entweder Turm fest weil zwei ständig besetzt waren, da erfolgte aber auch oft An- u. Abmarsch zu Fuß aus und in die Kompanie 3 beziehungsweise 5 Kilometer, ansonsten reine Grenzstreife meist motorisiert, bei unserer Kompaniesicherung war im Abschnitt geringe Postendichte nur so 4 bis 5 Postenpaare auf 10 Kilometer, dafür Freunwärtskräfte vorm Zaun , nachts zu Fuß war es daher sehr einsam und dem entsprechend auch gruselig, fast nie Kollegen-Berührung, die waren relativ weit weg.


zuletzt bearbeitet 28.10.2014 10:37 | nach oben springen

#54

RE: Lieber Tag oder Nachtschicht? Erzählt mal

in Grenztruppen der DDR 28.10.2014 12:10
von Gelöschtes Mitglied
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Im Arbeitsleben arbeitete ich mal für 3 Jahre im 3-Schichtsystem.
Das war nichts für mich.
Spätschicht im Sommer echt belastend und die Nachtschicht sowieso .
Konnte nicht gut danach schlafen.
Dann ging es auf 2 Schichten runter,war schon besser.
Nun arbeite ich seit geraumer Zeit nur noch im Normaldienst und das ist gut so!
Da verzichte ich gern auf Zuschläge.
Gehe um 6:00 Uhr zur Arbeit und beende sie um 14:30 Uhr,Freitags gar 13:45 Uhr.

Zu Zonenzeiten habe ich immer im Normaldienst gearbeitet.

ek40


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#55

RE: Lieber Tag oder Nachtschicht? Erzählt mal

in Grenztruppen der DDR 28.10.2014 12:24
von Duck | 1.741 Beiträge

Die schönsten Schichten in der Rhön was den Grenzdienst betrifft, waren die Tagschichten vorallem Im Frühling und Sommer. Am belastesten die Winternachtschichten, man war das kalt, Glück hatte man wenn man einen ELO-Fahrer als Posten bzw. Postenführer an seiner Seite dabei hatte.


08/88 - 10/88 Eisenach
10/88 - 12/88 Räsa / Unterbreizbach (Rhön Thüringen/Hessen)
12/88 - 01/90 Erbenhausen (Rhön Thüringen/Bayern)


zuletzt bearbeitet 28.10.2014 14:16 | nach oben springen

#56

RE: Lieber Tag oder Nachtschicht? Erzählt mal

in Grenztruppen der DDR 28.10.2014 13:49
von Harsberg | 3.248 Beiträge

Zitat
Im Eichsfeld um 1975 war der Führungspunkt noch in der Kompanie. D.h. der Kompaniechef und seine Stellvertreter haben sich fast nie draußen sehen lassen, höchstends mal als besondere Kontrollstreife.



Das war das schöne bei uns, es gab keine Führungspunkte, der OvD ( KC, ZF oder Hfw.) führte von der KP aus. Die Offiziere incl. KC und Spieß lösten sich bei Kontrollen des 10 m Streifens od. Postenkontrollen ab.

Zitat
Weiter oben war von den Regenmänteln die Rede.
Um 1975 waren diese gummierten Dinger an den Nähten undicht und man war spätestens nach einer halben Stunde naß, wenn man sie brauchte.
Unbegreiflich, dieser Mangel.



Unsere khakifarbenen Regenumhänge hatten diesen Mangel nicht, sie waren dicker und auch dicht, selbst nach einer Regenschicht war man nicht nass!


Phantasie ist wichtiger denn Wissen, denn Wissen ist begrenzt!
Freienhagener hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#57

RE: Lieber Tag oder Nachtschicht? Erzählt mal

in Grenztruppen der DDR 28.10.2014 14:50
von Batrachos | 1.549 Beiträge

Hallo,

also als ich noch im 3-Schichtsystem gearbeitet habe war mir die Spätschicht die liebste Schicht.
Man konnte ausschlafen und Abends hatte man noch was von dem Feierabend.
Frühschicht 06 Uhr anfangen ist mir ein kraus gewesen. Bin mehr der Nachtmensch.
Seit 8 Jahren arbeite ich nun schon in Dauernachtschicht.
( Mo-So von 17-05Uhr) arbeiten dann 7 Tage frei.
Und ich muss heute sagen, ich würde am liebsten wieder am Tage arbeiten,
weil ich mittlerweile doch merke das es gesundheitlich nicht gerade förderlich ist.
Die Vorteile sind natürlich ganz klar das man Nachts alleine ist und keiner einen Vorschriften macht.
Aber für mich als Dauernachtschichtler ist klar mit der Zeit wird ich irgendwann wieder zum Tagarbeiter!!!
Bis dahin das beste daraus machen.

MFG Batrachos


Drosseln sind Vögel. Sie in Motorräder zu stecken ist Tierquälerei!!
Motorradfahren ist das schönste, was man angezogen machen kann.
45° ist das zu schräg-bist du zu schwach
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#58

RE: Lieber Tag oder Nachtschicht? Erzählt mal

in Grenztruppen der DDR 28.10.2014 17:49
von jens-66 | 188 Beiträge

Tagschicht im Harz war oftmals lästig, weil man dann mit der Forst zu tun hatte.
LKW rein und raus. Tor auf - Tor zu.
Nachtschicht war manchmal recht unheimlich.
B - Turm am kleinen Brocken - Auslösung Signalgerät 200 m tiefer.
Stock Dunkel - da bekommt man doch mal weiche Knie.


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#59

RE: Lieber Tag oder Nachtschicht? Erzählt mal

in Grenztruppen der DDR 28.10.2014 18:28
von PF75 | 3.294 Beiträge

stressig waren mitunter nur die Wechsel von einer schicht zur anderen.
Nach Nachtschicht Ruhe bis 13 Uhr (?) ,dann Mittagessen,17-18 Uhr Abendbrot und ab 20 Uhr schon wieder Nachtruhe ,weil man ja schon wieder um 1 Uhr zur Frühschicht geweckt wurde.War alles sehr doof ,weil man man noch gar nicht wieder müde war und deswegen kam man vor 22 Uhr meistens garnicht zum schlafen(alle viertelstunde suchte doch einer einen der ihm bei Rauchen Gesellschaft leistete).


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#60

RE: Lieber Tag oder Nachtschicht? Erzählt mal

in Grenztruppen der DDR 28.10.2014 18:31
von damals wars | 12.175 Beiträge

Zitat von jens-66 im Beitrag #58
Tagschicht im Harz war oftmals lästig, weil man dann mit der Forst zu tun hatte.
LKW rein und raus. Tor auf - Tor zu.
Nachtschicht war manchmal recht unheimlich.
B - Turm am kleinen Brocken - Auslösung Signalgerät 200 m tiefer.
Stock Dunkel - da bekommt man doch mal weiche Knie.


Und dann die Brockenhexen!


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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